Was für ein anstrengender Tag es doch gewesen war! Aber dann zum allen Übel hatte es auch noch Ärger von Prinzessin Zelda gegeben. Guerrier kam sich vor wie im falschen Film. Eine ganze Weile saß er nur mit angestrengter Miene am Brunnen, hatte leicht die Hände ins kühle Nass getaucht und sein Gesicht befeuchtet. Dann hatte er die Haare wieder zu einem ordentlichen Zopf gebunden und ließ sich die Worte der Herrscherin durch den Kopf gehen.
Das sieht ihr überhaupt nicht ähnlich! Ich arbeite nun schon viele Jahre im Dienst der Prinzessin, doch so hatte sie nie reagiert. Seltsam für ihre verständnisvolle, ruhige Persönlichkeit. Ich habe noch nie bemerkt, dass sie jemandem mit der Kündigung drohte, weder einer Hofnarren, noch einem unerfahrenen Jüngling, noch einem von uns. Entweder… da stimmt etwas nicht oder ihr liegt wirklich sehr, sehr viel an diesem Fall. Die Tonlage, wie sie uns angesehen hat… da ist mir ganz anders geworden.
Doch fürs erste wollte auch Goby ein wenig vergessen. Er kehrte nach Hause zurück, hatte seine Frau umarmt, die noch immer liebevoll an seiner Seite stand. Und die kleine Tochter, ja, sie wollte sofort spielen, aber Guerrier konnte sie nur vertrösten. Er wollte ein wenig Luft holen, sich stärken. Es gab noch Reste vom Essen, welches der Krieger verpasst hatte. Es schmeckte noch immer gut, auch wenn es nicht mehr so warm war. Guerrier hatte niedergeschlagen von den Geschehnissen erzählt, Cerana hatte ihre Hand sanft auf die verkrampfte Schulter ihres Mannes gelegt und ihm Mut zugesprochen. Doch gerade ließ sich der Blauäugige nicht aufbauen und verlangte, ein wenig alleine zu sein. In Ruhe aß der Krieger nun alleine am Tisch, bevor auch er sich in frische Klamotten schmiss und die Rüstung vorerst weg ließ. Heute war ein Tag gewesen, wo er sie als lästig empfand…
Schließlich richtete sich der Schwarzhaarige auf, verließ mit einem Abschiedsgruß das Haus. Ein Spaziergang an der frischen Luft ließ Goby wieder klarer denken. Ja… auch die Wachen am Hof hatten sie komisch angesehen. Wie Fremde. Dabei kannte Guerrier einige von ihnen persönlich oder hatte mit dem einen oder anderen schon Seite an Seite gekämpft. Wie konnten sie nur so kalt gewesen sein, ihre Augen? Das war seltsam. Eine steile Falte zwischen seinen Augen bildete sich, während Guerrier die Straßen entlang schlenderte, um langsam zum ausgemachten Ort wiederzukehren.