Jabu-Jabus-Bauch

  • Jabu-Jabus Bauch ist auf jeden Fall einer der ungewöhnlichsten Dungeons in Ocarina of Time oder gar in Zelda allgemein. Als Kind habe ich den Dungeon nicht gern gemocht, weil er eklig aussieht und auch akkustisch so komisch gluckst und blubbert. Darüber hinaus fand ich es ekelhaft, mit dem Bumerang in die Magenwand zu zielen oder die Geschwüre abzutrennen. Auch die Elektroquallen haben mich abgeschreckt.
    Inzwischen habe ich die positiven Aspekte des Tempels erkannt. Generell mag ich es gern, wenn Link in einem Dungeon begleitet wird. Mir gefällt, wie man sich zunächst auf die Suche nach Ruto machen muss und schließlich nur Scherereien mit ihr hat. Rutos trotziges, aufmüpfiges Verhalten steht im Gegensatz zu der Erwartung des Spielers, dass sie überaus dankbar sein würde.
    Die störrische kleine Prinzessin lädt Link eine Menge Verantwortung und Fürsorge auf, was irgendwie amüsant ist. Ein flotter Zwischengegner und ein aufregender Kampf gegen Barinade runden den Tempel ab.


    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit Darkshuttle123 -

  • Ich glaube Lord JJ´s Bauch spaltet die Gemüter. Für mich war es einer der besten und innovativsten Dungeons der gesamten Spielreihe. Der Wal sah äußerlich schon ein wenig gewöhnungbedürftig aus, wobei ich es schön fand, dass der Zora-Saphir auf seinem Kopfschmuck abgebildet war (und dass man ihn füttern konnte). Begeistert bin ich nach wie vor, dass aus dem Inneren von Lord JJ ein Dungeon gemacht wurde (erinnert ein wenig an Pinocchio). Die Liebe zum Detail ist hier merklich vorhanden, auch wenn ein gewisser Ekelfaktor nicht zu leugnen ist (der ist aber auch schon wieder cool und zeigt obendrein eigentlich nur, dass die Leute von Nintendo einen guten Job gemacht haben).


    Vom Spielprinzip her, fand ich die Zäpfchen ganz nett, mit deren Hilfe man die "Türen" (die aussehen wie Herzklappen) öffnen konnte. Cool fand ich auch diese Tentakel, die sich durch sämtliche Räume und Türen schlängelten *pfuideifibäh*. Von den Räumen gefallen mir der erste "Raum" (d.h. das Maul) und der gesamte Bereich im Norden des Dungeons sehr gut (da wo diese ekligen Parasiten-Tentakel versteckt sind). Den Raum, in dem Ruto in eines der Bodenlöcher fällt, mag ich hingegen garnicht (was wohl daran liegt, dass es sehr zeitaufwändig ist, wenn man versehentlich falsch runterspringt oder Ruto ins verkehrte Bodenloch wirft). Apropo Ruto: Ich mag die kleine Oberzicke ja eigentlich sehr gerne, aber im Tempel hat sie mich am Anfang schon ein wenig genervt, weil sie sich ewig bitten hat lassen bis sie Links Hilfe endlich annahm. Allerdings war es zu lustig, dass man sie gegen die Zäpfchen-Schalter werfen konnte, oder gegen die Blubberblasen wenn sie gerade im Weg waren. War dann doch eine kleine Entschädigung für ihre Überheblichkeit.


    "Musikalisch" beschränkt sich der Dungeon auf diverse Körpergeräusche, die die gesamte Umgebung noch authentischer wirken lassen. Manchmal macht es den Anschein als habe der Wal Bauchgluckern, ein anderes scheint es fast so als höre man die Atemgeräusche des Tieres.Witzig fand ich auch die ekligen Geräusche, wenn Link versehentlich eine Wand mit dem Schwert traf. Es gab nicht dieses typische "klonk" sondern ein undefinierbares akustisches Wabbern, dass sich dann wie Druckwellen durch sämtliche Organwände zog (uäääh ... aber war halt schon genial).


    Sämtliche Gegner waren perfekt an das Wasser-/Walthema angepasst, auch wenn gerade die Elekro-Gegner ziemliche Stimmungskiller sein konnten. Zum Glück war es einem dann aber später möglich diese, mit Hilfe des Bumerangs, schnell ausschalten. Der Miniboss hat es wirklich in sich und es fällt mir selbst heute noch schwer ihn zu besiegen. Eigentlich mag ich schwere Gegner gerne, aber der Grozokto nervt zu sehr (d.h. ich mag ihn nicht). Ganz anders verhält sich hingegen bei Barinade dem Endfeind. Gäbe es Bongo-Bongo nicht, wäre wohl Barinade von allen Tempeln und Dungeons in OoT mein Lieblingsboss. Es ist ein schneller und extrem abwechslungsreicher Kampf, die Stromschläge, die sich drehenden Quallen, das Abschießen der Tentakel, das Bearbeiten des "Bauches" mit dem Schwert ... schöne Sache, die ziemlich Laune macht

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  • Spiel: Zelda Ocarina of Time; Konsole: Nintendo 3DS

    Im gesamten Spielverlauf bis hierhin wirkt der Aufbau von Lard Jabu-Jabu schwach. Das Rubintauchen, die Flaschenpost und die Positionierung von Lord Jabu-Jabu wirkt unnatürlich eng und künstlich angelegt. Vor allem der Standpunkt der Flaschenpost am Reich der Zoras erinnert eher an eine Schnitzeljagd für Grundschulkinder - der Gegenstand liegt nah genug am Ort des Geschehen, dass der Spieler praktisch drüber stolpert.

    Die Umgebung ist in diesem Ausmaß eine neue Erfahrung, das erinnert mich stark an Gepetto im Inneren des Wals von der Geschichte des Holzjungen Pinocchio. Sehr schön umgesetzt ist die akustische Untermalung und die ständige Bewegung der Umgebung, dadurch wirkt das Ganze echt. Dabei spielen die elektrischen Tentakeln und Zappelquallen als unnatürliche Wesen im Inneren des Wals ihre Rolle als Parasiten ebenfalls eine wichtige visuelle Bedeutung. Ich finde die Quallen und Tentakeln sind zwei gut entworfene Gegner, weil sie unscheinbar gefährlich sein können. Bei den Tentakeln muss der Spieler sich überwinden und nah dran, wobei die durchsichtigen Glibberwesen langsam und stetig nah an Link herankommen. Die Blubberblasen und Elektromanta wirken eher als natürliche Objekte, die sich an ein Leben in der Umgebung gewöhnt haben und sind eher harmlos.

    Der Bumerang als neue Waffe kommt hier voll auf seine Kosten, findet eine sehr hohe Verwendungsrate und das Z-Targeting-System wird in diesem Dungeon trainiert. Sobald der Spieler seine Bewegungen und den Gebrauch des Bumerangs gut beherrscht, wird er deutlich schneller vorankommen - das Belohnungssystem wird gut angeregt.

    Jedoch wird der Spieler mit einer ganz neuen Herausforderung konfrontiert: der Geduld. Diese spiegelt sich im Verhalten von Prinzessin Ruto wieder - sie stellt eine Aufgabe dar, die nicht mit Gewalt oder Intelligenz gelöst werden kann, sondern muss ertragen werden -> hier wird emotional gearbeitet. Immer wieder kann es passieren, dass sie wieder zurück an ihren Ort geht und der Spieler ist gezwungen diverse Male zurück zu laufen. Das kann auf Dauer ermüdend sein, selbst wenn der Spieler einen roten Faden im Spiel hat. Hier wird Prinzessin Ruto als extrovertierte Göre mit egoistischem Charakter in mehreren Dialogen gut präsentiert und ihre geringe Entwicklung zum Ende hin wirkt adäquat.

    Boss Barinade stellt neue Maßstäbe für die kommenden Endgegner, was sowohl Design als auch Kampfmuster betrifft. Unterschiedliche Kampfphasen mit diffusen Bewegungsmuster gestalten diesen Kampf als äußerst hektisch und der Kampf ist durch viel Bewegung geprägt - die Anforderung ist deutlich gestiegen, wer hier steht -> stirbt. Die elektrischen Schocks ziehen nicht nur Herzen ab, sondern lähmen kurzweilig. Das vermittelt den Eindruck einer Handlungsunfähigkeit, der Spieler kann dabei leicht unter Stress geraten und darunter leidet die Präzision, was den Kampf umso mehr in die Länge zieht.
    Optisch ist Barinade astrein, die Details sind unheimlich präzise und die Farbgebung ist vielfältig und sättigend und allgemein passt der Boss zum Erscheinungsbild. Das Konzept eines Parasiten, welcher Blitz/ Elektro als Element kennzeichnet, als Kontrast zum Wasser wird im gesamten Dungeon schon angewendet - findet bei Barinade einen Höhepunkt und wird insgesamt wunderbar exekutiert.

    Bei Lord Jabu-Jabu werden audio-visuelle tolle Akzente in einer innovativen Umgebung gesetzt, der Spieler wird auf neue Weise gefordert und der Endgegner ist bis dato der Wahnsinn - lediglich das Storytelling schwächelt hier und da.

    Ich mag Signaturen nicht, weil sie die Scroll-Leiste ohne Kontext verlängern.

    5 Mal editiert, zuletzt von Gravost ()

  • Also ich muss sagen, dass dieser Dungeon wirklich knackig ist. Also von allen Dungeons, welche man als junger Link besucht, war dieser am Anspruchsvollsten.


    Weil dieser so komplex war, mit den ganzen Etagen und dann muss man immer wieder Ruto hin und her schleppen. Wenn man die mal vergisst und man wechselt den Raum, ist sie wieder am Ursprungsort. Ist mir vorhin passiert. Habe sie (warum auch immer) gegen die „Tür“ gedonnert. Ich wollte sie eigentlich aufheben, jedoch habe ich aus versehen den Raum gewechselt. Schon war die feine Prinzessin wieder am Anfang. Und ich musste wieder ne Etage runter. Man war das ätzend.


    Trotzdem war es eher positiv. Ich hatte sogar Probleme mit dem Miniboss. Den ralle ich wohl bis heute nicht. Habe mich immer treffen gelassen, dann wechselt er automatisch die Richtung und dann konnte ich ihn easy betäuben.


    Auch den Boss mochte ich sehr. Der war sehr gut aufgebaut. Während die ersten 2 Bosse so simpel waren, musste man da sogar mit diversen Schritten vorgehen. Aber Elektrodungeons haben mir noch nie gelegen. :<

    trostpflaster.png

    Leben ist, wenn man trotzdem lacht.

  • Jabus-Jabus-Bauch finde ich immer sehr ungemütlich. Es ist kein Ort, in dem ich mich gerne aufhalte. Ich bin mir selber nicht so sicher wieso das so ist. Es gibt viele Gründe wieso das so sein könnte. Einer davon wäre, dass ich als wirklich junger Bursche nie über diesen Dungeon hinaus geschafft habe. Vielleicht war es der Aufbau, die Rätsel und Ruto. Aber vielleicht liegt es auch an der grundsätzlichen Atmosphäre und des Looks. Trotzdem kann ich mich noch an einen einen späteren Spiel-Durchgang erinnern, bei dem ich in diesem Dungeon meinen Spaß hatte. Aber wenn ich heutzutage in dieses Maul aufgesaugt werden, fühle ich mich direkt ein wenig unwohler.

  • Same here.

    Nach dem einfachen Deku Baum und der noch viel einfacheren Dodongos Höhle wartet hier ein ganz schöner Brocken. Als ich Anno 2012 die 3ds Version gespielt habe musste ich hier ganz schön schlucken. Hatte das so schwierig gar nicht mehr in Erinnerung. Jabu Jabus Bauch gehört zu den Orten in Videospiele, wo man drei Kreuze macht wenn man es hinter sich hat.


    Mich hat die Ruto Rumtragerei ziemlich genervt und auch ansonsten hat dieser Dungeon wenig von dem, was einem positiv in Erinnerung bleibt. Zudem ist die Orientierung ziemlich schwierig, zumindest erging es mir immer so.


    Was mich immer bei Laune hält ist, dass nach Jabu Jabus Bauch der Waldtempel kommt und damit mein absoluter Lieblingsdungeon :)