Der Friedhof und die neue Melodie

  • Ich persönlich empfand den Friedhof als das ausdrucksstärkste Gebiet im ganzen Spiel - und das gerade aus dem Grund, dass dort keine Musik spielte.


    Mich Darkshuttle123 anschließend kann ich bestätigen, dass das Königsgrab besonders beim ersten Besuch mit den Zombies sehr gruselig war. Was ich persönlich aber noch gruseliger fand, war die Sequenz mit dessen Öffnung in genau dem Moment, in dem ein Gewitter ertönt, ein Blitz das Gebiet erhellt und Links Gesicht für einen kurzen Moment in einem unheimlichen Schein hüllt.


    Daran erinnere ich mich gerne zurück. :)

    Le noir, ce mot désigne depuis un époque lointaine le nom du déstin.
    Les deux vierges règnent sur la mort.
    Les mains noires protègent la paix de nouveau-nés.

  • Ich stehe dem Friedhof heute noch unentschlossen gegenüber.
    Auf der einen Seite liebe ich die düstere, ruhige und zugleich stürmische Atmosphäre, die dort herrscht; auf der anderen Seite ist er mir immer noch unheimlich.


    Der Friedhof hat eine tolle Lage in Kakariko. Nicht nur, dass man ihn durch einen eigenen, abgelegenen Gang erreicht, sondern auch, wie er selbst aufgebaut ist. Die Gräber sind sauber angelegt. Der Besucher des Friedhofs durchquert Reihen von Gräbern, bis er schließlich zum Königsgrab gelangt, das im Hintergrund über allen thront.


    Beim ersten Besuch auf dem Friedhof bemerkt man bereits die gespenstische Stille dort. Die Szene, in der der große Grabstein zerstört wird und den Eingang zum Königsgrab freigibt, war für mich damals ziemlich erschreckend und hat mich schon gut auf das eingestimmt, was mich im Inneren erwartet. Ja, ich geb's zu: Ich gehöre zu der Fraktion, die lange Zeit den N64 ausgeschaltet hat, sobald sie die Hymne der Sonne erlernt hatte, nur um den Weg zurück durch das Königsgrab unter allen Umständen zu vermeiden.^^


    Später finde ich den Friedhof vor allem interessant, weil er in Verbindung mit dem Schattentempel und der Mühle (zu der es ja einen geheimen Gang ins Innere gibt) so geheimnisvoll wirkt. Und obwohl der Friedhof so unheimlich ist, spielt dort ein kleines Kind, das ist irgendwie paradox. Aber es hat die ganze Stimmung etwas aufgelockert.


    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit Darkshuttle123 -

  • Ja, der Friedhof, ein außergewöhnlicher Ort in meinen Augen. Als ich erst nicht gecheckt hatte, dass das Herzteil mit Boris nur in dne Matsch Stellen sein kann, hab ich ein paar Minuten gebraucht, doch dann ging das doch alles recht zügig ^^ Die Atmosphäre vom Friedhof ist gut gelungen, nur diese ganzen Irrlichter nerven stark, da man beim Grabsteine verschieben oft gernervt wird von ihnen und es eine zeit lang dauert sie zu beisgen, dadurch, dass sie sich imemr unsichtbar machen. Trotzdem, das mit den Grabsteinen ist toll gemacht, mit dem Hylia Schild oder dem Herzteil, da hat das Königsgrab eigentlich am meisten genervt. Das beste daran war, die Sequenz, wie es geöffnet wurde, mit dem Blitz, das sah toll aus, und die Hymne der Sonne, die man erhalten hat. Die Zombies haben genervt, gut, das man sie vereisen konnte mit der Hymne der Sonne.


    Da hier auch noch der Grund des Brunnens angesprochen wurde, sag ich dazu am besten auch mal etwas:
    Dieser kleine Dungeon war der mit Abstand nervigste von allen 11, wenmn man Eishöhle und Teufelsturm noch mitzählt. Immer dies Hände, die von oben kamen oder unsichtbaren Löcher und man immer wieder bis ganz nach unten gefallen ist, das war lästig bis zum Umfallen, wobei mir die Musik viel schauriger als im eigentlichen Tempel vorkam, der mir sogar gefallen hat.

  • Für mich steht der Friedhof und das Königsgrab total im Kontrast zum bisherigen Verlauf des Spiels.


    Davor mag es vielleicht auch schon etwas unheimlich gewesen sein (Links Traum von Ganondorf, Gohma), aber der Friedhof, Boris, die Zombies, diese giftige, grüne Flüssigkeit, die Gräber mit den verschiedenen Aufschriften,... ein tolles Gebiet.

  • Orte wie der Friedhof und das Königsgrab sind der Grund, warum ich persönlich Ocarina of Time düsterer fand als Majora's Mask.
    Vor allem finde ich die Szene, wo der Blitz den Königsgrab-Stein zestört. Und unten drin wirds immer noch nicht fröhlicher.
    Sonst finde ich den Friedhof wirklich sehr gut designt, es gibt viele Geheimnisse unter den Grabsteinen, so kann man unter einem sogar einen Hylia-Schild und ein Herzteil finden. Das Herzteil bei der grausigen Grabgruseltour hat mich immer sehr genervt, aber naja.
    Lustig finde ich auch den Jungen, der tagsüber auf dem Friedhof herumlungert, dieser Glatzkopf. :3

  • Der Friedhof ist ein schauriger Ort und steht stark im Kontrast mit Kakariko. Der immerwährende Regen sorgt für düstere Stimmung und der alte Boris trägt auch dazu bei. Das Ganze ist noch paradox das ein kleiner Junge dort tagsüber spielt und zu Boris hinauf sieht. Die Verbindung zur Mühle und dem Schattentempel sind klasse.



    I’m just watching a bad dream I never wake up from.

    - Spike Spiegel from Cowboy Bebop

  • Der Friedhof ist einer der unheimlicheren Orte bei OoT, und ein Grund weswegen Kakariko so einen düsteren Beigeschmack hat, da sich in Kakariko eben alles häuft: Der Grund des Brunnens, der Schattentempel und der Friedhof, passt ja auch dass es alles zusammen ist.
    Wenn es um eine gruselige Atmosphäre geht ist eine Sache wichtig: Nicht mit der Musik übertreiben. Entweder ruhige Musik verwenden, oder wie hier gar keine.
    Tagsüber wirkt es recht normal auf dem Friedhof, wie ein Friedhof eben, selbst wenn es merkwürdig ist dass da ein Kind spielt.


    In der Nacht ist die Stimmung dann schon deutlich düsterer, vor allem im hinteren Teil, vor allem als Erwachsener. Sicherlich passt auch als Kind die Grab-Grusel-Tour ganz gut. Wenn man als Kind ankommt herrscht ja totale Stille, auf einem Friedhof ist das schon recht unheimlich, im hinteren Teil wird der Effekt verstärkt durch den Regen, der das einzige ist was man hört. Auch der Totengräber Boris mutet seltsam an, da man ihn nur nachts treffen kann, und er auch reichlich merkwürdig ist.
    Als Erwachsener wirkt es natürlich noch ein Stück unheimlicher, da dann noch die Irrlichter überall rauskommen, und man noch ihre schaurigen Geräusche dazu hört.


    Das Grab selber habe ich am Anfang gar nicht gefunden, erst als ich durch einen Kumpel den Hinweis bekam. Die Stimmung mit der dezenten Musik, der scheinbar ziemlich kalten Höhle und den herumliegenden Skeletten mutet dann auch reichlich düster an, die Zombies, vor denen ich früher schon noch etwas Schiss hatte, bei den Säuregräben setzen dem die Krone auf, vor allem weil man sich doch fragen muss warum im königlichen Grab Zombies wandeln, und allgemein die Skelette verstreut liegen, der Ort müsste ja eigentlich verschlossen sein und die Skelette ordentlich zur Seite geräumt sein. Oder will mir jemand erzählen dass es die Königlichen selbst sind die hier herumliegen und wandeln? Wäre merkwürdig, außer ein paar Flederbeißern (die irgendwie auch hereinkamen) gibt es hier ja nichts. Auf alle Fälle reichlich merkwürdig. Die Zombies waren anfangs noch unangenehm, ich renne meistens immer durch die Säuregräben durch.
    Die Hymne der Sonne ist natürlich ein netter Kontrast dazu, und dann auch ein gute Waffe gegen die Zombies, die es dann auch weniger unheimlich macht.
    Die schlichte Optik kombiniert mit der leuchtenden, grünen Flüssigkeit machte auch was her.


    Ich halte den Friedhof für gelungen und es auch für eine nette Überraschung den Schattentempel direkt neben dem Friedhof zu platzieren.
    Und ich denke er war im angemessenen Maße unheimlich.

  • Der Grund des Brunnens, die Eishöhle ... da fehlt doch noch etwas? Klar, das Königsgrab. Dieser wirklich kleine Zusatzdungeon auf dem Friedhof mag zwar kaum der Rede wert sein, allerdings mag ich ihn sehr.


    Ich liebe die Sequenz, mit dem Blitz nachdem man Zeldas Wiegenlied spielt und der Eingang freigesprengt wird. Die Fledermäuse im ersten Raum sind wie immer sehr nervig, die sprechenden Gebeine allerdings schon wieder cool. Danach trifft man zum ersten Mal auf die Zooooombies. Ich hab mich beim ersten Spieldurchlauf so erschrocken, dass ich reflexartig wieder aus dem zweiten Raum des Königsgrabes gelaufen bin. Ist ja auch irgendwie ein wenig fies so ein Zombieschrei ... besonders für unvorbereitete, ängstliche Anfänger. ^^ Dennoch brachte das Ganze eine gewisse Situationskomik (hauptsächlich wegen meiner Reaktion). Ich finde, dass die Hymne der Sonne ein sehr schönes Okarinalied ist und der letzte Raum des Königsgrabes, in dem man dieses Musikstück erhält, passt perfekt dazu. Licht in die Dunkelheit bringen, Tag und Nacht beherrschen ... fügt sich gut in den Kontext des Friedhofes ein und praktisch ist es noch dazu (die Hymne der Sonne hat mir oft lange Wartezeiten erspart, wenn ich mal wieder kurz vor knapp an der Zugbrücke ankam).


    Den Friedhof, auf dem das Königsgrab steht, finde ich sehr atmosphärisch. Tagsüber dieses vernachlässigte seltsame Kind, dass alleine zwischen den Gräbern spielt. Nachts der Totengräber, der sich ein paar Rubine dazu verdient mit seiner fragwürdigen Grab-Grusel-Tour. Die verrückbaren Grabsteine und Irrlichter, der Regen. Und dann in der Zukunft der Eingang zum Schattentempel und der Wettlauf mit dem Geist von Boris. Alles perfekt aufeinander abgestimmt, hat Nintendo gut hinbekommen und mir großen Spaß gemacht.

  • Der Friedhof ist tatsächlich mehr als nur ein Friedhof für die Toten. Er ist schon fast eine Art Spielplatz und ein weiterer Beweis dafür, wie viele Gedanken sich Nintendo damals gemacht hatte, möglichst jeden Ort im Spiel interessant zu gestalten. Selbst beim Friedhof lohnt es sich, ein zweites und drittes Mal zurückzukehren.


    Davon, dass er wenig zu bieten hat, kann man nicht wirklich reden. Das Erlernen der Hymne der Sonne hat auch für mich immer zu den kleinen Highlights gezählt, was sowohl am nett klingenden Gedicht als auch an der nützlichen Fähigkeit, die Tageszeit schnell zu ändern, liegt. Und auch, wenn ich davon nicht so oft Gebrauch gemacht habe, kann man mit dem Lied ja außerdem Zombies einfrieren.


    Eine weitere Besonderheit ist die Grausige Grabgrusel-Tour. Mein erstes Problem bestand immer darin, erst einmal Boris anzutreffen, denn da ich immer zu ungeduldig war, um bis zum Abend zu warten, spielte ich lieber die Hymne der Sonne und ging dann zum Friedhof. Allerdings war der Totengräber dann nie da, weil es schon zu spät war. Das eigentliche Grabspiel war eine nette Idee und erforderte eine gewisse Präzision, um die Belohnung abstauben zu können. Wie viel Geld habe ich immer dem mittlerweile reichen Boris überlassen und wie oft hat er schon an Stellen den Hauptgewinn freigeschaufelt, an denen er schon vorher zwei Mal grub?


    Das zweimalige Rennen gegen Boris im unterirdischen Labyrinth war auch immer aufregend. Dieser Moment, wenn man falsch abgebogen ist und sich in einer Sackgasse mit einem Skelett befindet - eine Situation, die ich vor allem früher einige Male erlebte und heutzutage durch die Erfahrung Teil der Vergangenheit ist. Mit dem Enterhaken habe ich manchmal versucht, einen Zeitrekord aufzustellen, wenn auch mit mäßigem Erfolg.


    Ansonsten gibt es hinter der Terrasse noch den Schattentempel, der vielleicht den Hauptteil des Friedhofs darstellt. Mir hat der Tempel immer sehr gefallen, auch wenn er im Vergleich zu anderen Dungeons viel linearer aufgebaut ist.


    Für Sammlerfreunde gibt es im Friedhof auch viel zu entdecken. Der Friedhof beherbergt nicht nur den für den Eintritt in den Waldtempel notwendigen Fanghaken, sondern auch gleich vier Herzteile, eine Skulltula und die Möglichkeit, den Maskenhandel mit Boris' Sohn fortzuführen. Alles in allem also ganz schön viel für so einen unauffälligen Ort.