Pokémon Omega Rubin & Alpha Saphir

  • Omega Rubin war wirklich ein mehr als nur schmackhafter Leckerbissen bisher, wenn auch nicht ohne Kritikpunkte. Vorneweg sei gesagt, dass ich das Spiel seit Samstag dem 07.12. habe, und bisher über 50 Stunden gespielt, ich denke das spricht schon mal für sich. Nachdem ich fast alle Legis gefangen habe, bin ich nun an dem Punkt, an den man kämpft, Pokemon sammelt und so weiter. Da möchte ich gleich mal mit der Kritik ankommen: In X und Y gab es das Kampfschloss, in Omega Rubin gibt es hingegen leider keine vernünftige Art zu trainieren. Top Vier geht immer, und Trainer-Rematche sind ganz nett, aber effektiv trainieren ist hier leider weniger.


    Das war dann auch mein größter Kritikpunkt, auch wenn ich es schade finde, dass es immer noch Framdedrops gibt, das muss nun wirklich nicht sein, der 3DS ist nicht so unfähig. Fehlende Kampfzone sehe ich ebenfalls als weniger gut an, wenigstens ein ordentlicher Duellturm, und nicht dieses Kampfhaus, wäre doch nett gewesen.
    Das Spiel an sich gefällt mir sogar noch besser als X, also sehr gut. Wobei wie gesagt, Training und Zucht (Zucht, da Kampfschloss und Pension auf einer Linie waren) bei Pokemon X deutlich angenehmer waren. Aber rein von der Optik her, und mit der Akustik verhält es sich genauso, ist Omega Rubin einfach nur geil. Wobei ich an der Stelle auch nicht vorenthalten will, dass die Kampfkulissen zwar eindrucksvoll sind, Kalos aber schon teilweise eindrucksvoller als Hoenn ist, aber Hoenn ist nun mal recht ähnlich dem damaligen.


    Die Story finde ich gut, denke schon verbessert, dem Original aber wohl dennoch ähnlich. Die Delta-Episode fand ich als Zusatz richtig gut. Die neuen Mega-Entwicklungen gefallen mir auch, wobei Bibor nicht mal als Mega wirklich zu gebrauchen ist. Mhhh, Proto-Groudon und Kyogre, sowie Mega-Rayquaza gefallen mir ebenfalls, sind aber viel zu stark, vor allem bei Groudon und Rayquaza kann ich das beurteilen.
    Mega-Gewaldro hat es mir auch angetan, wie damals war es mein Starter. Das es die ganzen Legis gibt finde ich eigentlich auch gut. Die drei Vögel und Mewtu hätten der Vollständigkeit halber reingepasst, aber die gab es ja nun mal schon in X und Y.
    Mhhh, mit den Geheimbasen blicke ich leider noch nicht so ganz durch, vor allem wie man die von anderen Spielern ohne QR-Code und Streetpass bekommt, vielleicht wird das ja noch, oder jemand erklärt mir den ganzen Quatsch mal.^^


    Omega Rubin hat nach der Story durchaus Makel, aber insgesamt ein geniales Spiel, welches wohl das beste Pokemon ist, was ich kenne.

  • Für alle, die es noch nicht gehört haben, es gibt momentan die Möglichkeit gleich 6 verschiedene Starte-Pokemon aus 2 verschiedenen Regionen zu bekommen:


    Serpiroyal, Flambirex und Admurai aus der Einall Region und
    Meganie, Tornupto und Impergator aus der Johto Region


    Die ersten drei Starter kann jeder, der Pokemon OR/AS besitzt erhalten, indem man einfach in Geheimgeschehen für das jeweilige Pokemon einen bestimmten Seriencode eingibt. Für Serpiroyal gib ein: "POKEMON497", für Flambirex "POKEMON500" und für Admurai logischerweise "POKEMON503", weil es nach den PokeDex-Nummern geht.


    Die anderen drei Starter sind nur ein PokeBank-Konto erhältlich, zu denen man zusätzlich noch 6GP, oder 60 PokeMeilen bekommt.


    Beeilen müsst ihr euch nicht, die Codes einzulösen, es gibt noch kein Verfallsdatum für diese, jedoch solltet ihr euch bis November die drei anderen Starter aus der PokeBank holen, da sonst die Aktion verfällt.

  • Pokemon Alpha Saphire habe ich seitdem Erscheinungsdatum.


    Ich suchte es immer wieder und bin über die Erneuerungen wie Malvenfroh City oder das mit Latiosund Latias sehr überrascht, ich liebe die Spiele wie die anderen auch.


    Ich habe es natürlich wie Saphir wieder in kürzester Zeit durchgespielt und mit Hilfe von Freunden sogar meinen Dex auf 719 gebracht,sprich den Pokedex komplett vollständig.


    Bei Fragen oder Hilfe zum Spiel oder Dex Hilfen könnt ihr mich gern fragen.

  • Wieso heißt der Thread "Pokémon Omega Ruby & Alpha Sapphire", wenn die Spiele "Omega Rubin" und "Alpha Saphir" heißen?


    Falls es euch interessiert: Ihr könnt übrigens bis morgen Diancie bekommen. Dafür müsst ihr im Titelmenü auf die Option Geheimgeschehen gehen, dann drückt ihr auf Geschenk empfangen und dann müsst ihr "Per Internet empfangen" anwählen. Danach solltet ihr Diancie herunterladen. Wenn ihr das getan habt, müsst ihr den Lieferanten im Pokémoncenter ansprechen, der euch dann das Pokémon geben wird.
    Quelle


    Werdet ihr euch dieses Pokémon holen? Ich werde es mir leider nicht holen können, denn aus irgendeinen Grund wollen mich meine Eltern nicht an mein 3DS lassen. :thumbdown:

  • Danke für die Erinnerung. Ich hatte von dem Event gelesen, hab dann aber nicht mehr ans runterladen gedacht. Ist ja doch eine extrem kurze Zeitspanne, in der sie Diancie verteilen. Gut, ich will mich nicht beschweren, wenigstens muss man nicht sonstwohin fahren, um das Pokémon in die Finger zu kriegen. Wahrscheinlich verschimmelt es trotzdem für immer auf einer Box :ugly:

  • Wow, das höre ich aber spät. Ich habe es gerade eben noch schnell gedownloaded, auch wenn es theoretisch nicht schlimm gewesen wäre, es verpasst zu haben. Ich hab bereits eins auf meiner X Edition und mit Legis kämpfe ich eh nie.


    Ich selbst habe Alpha Saphir Ende Dezember/Anfang Januar recht schnell durchgespielt. Im Gesamten bin ich etwas enttäuscht im Vergleich zu anderen Pokémon Editionen, denn von allen 5 in meinem Besitz ist AS die schlechteste in meinen Augen. Zu Beginn war alles noch richtig toll gemacht, auch die Grafik hat mir sehr zugesagt, doch nach einigen Orden ginngen die Wasserrouten los und hörten nicht mehr auf. Ich HASSE es, sich mit Surfer fortzubewegen und ich denke, dass Ihr mich nun alle versteht, warum ich das Spiel nicht so gefeiert habe. Der Meeres-Anteil war deutlich zu groß und hat mir den Spielspaß verdorben. Des Weiteren war ich sogar ohne extra Leveln zu stark, selbst den EP Teiler hatte ich deaktiviert. In der Liga war ich gegen Champ Troy 8 Level drunter und habe kein einziges Pokémon im Kampf verloren. Items habe ich auch nicht wirklich eingesetzt, trotzdem finde ich es fast schon eine Schande, was mit dem Schwierigkeitsgrad gemacht wurde. Bei Platin hat man damals noch einen Arschtritt von Arenaleitern erhalten, wenn man nur 2 Level drunter war. Diese Zeiten wünsche ich mir mal zurück (und verzeiht mir bitte diese Ausdrucksweise).


    Dann kommt noch hinzu, dass z.B. Ben & Svenja als Leiter der 7. Arena nur 2 Pokémon im Team hatten, jeder eins. 2 Stück nur, ernsthaft? Das ist der 7. Orden! Bei Smaragd waren es damals immerhin noch 4, auch für das Entfernen von Pokémon habe ich nicht wirklich Verständnis.
    Letztendlich ist es zwar schön, dass ORAS viele zur Vervollständigung des Dexes getrieben hat, aber ich habe nach der Delta-Episode nicht mal mehr die Liga Rematches bestritten, weil ich keine Lust mehr auf das Spiel hatte. Die vielen Legis, die man fangen kann, habe ich eh schon. Wenn ich online kämpfe, dann mit meiner X Edition.

  • Das Problem, das ich mit diesen Spielen habe, ist die Tatsache, dass sie letztendlich doch unvollständig auf den Markt gekommen sind. Es stimmt zwar, dass einige Spielmechaniken wie beispielsweise die Geheimbasen weiter ausgebaut wurden, aber wenn ich mich an die Smaragd-Edition zurückerinnere und diese mit den Editionen jetzt vergleiche, dann muss ich leider feststellen, dass sie featuretechnisch weit hinter ihrem Potenzial zurückgeblieben sind.


    Trakon hat bereits den fehlenden Schwierigkeitsgrad der Moosbach-Arenaleiter angesprochen, aber ich meine mich ferner noch erinnern zu können (und man möge mich gerne berichtigen, sollte ich falsch liegen), dass man alle Arenaleiter in der Smaragd-Edition erneut herausfordern konnte, diese sich auch weiterentwickelten und neue Pokémon in ihre Teams aufnahmen. Ein wohl noch größeres Verbrechen dürfte aber das fehlende Kampfareal sein, welches mit der vergleichsweise pervers abgespeckten Version des Kampfhauses der Kalos-Editionen ersetzt wurde.


    All dies ist fehlendes Potenzial, mit dem man das Spiel nach dem Erledigen der Top 4 interessanter hätte gestalten können. Es gibt zwar noch die Delta-Episode, aber im Vergleich mit den Post-Game-Inhalten anderer Editionen kann das meiner Ansicht nach nicht mithalten.

    Le noir, ce mot désigne depuis un époque lointaine le nom du déstin.
    Les deux vierges règnent sur la mort.
    Les mains noires protègent la paix de nouveau-nés.

  • Lol GameStop 50km entfernt. Pls kill me now Trakon ;_; Ich bin früher jedem Event hinterher gejagt, aber jetzt wo man alt und nicht mehr so der Poke-Prof ist... Ja, es schmerzt doch irgendwie xD


    Ich spiel zur Zeit noch Alpha Saphir, naja, einerseits bin ich froh dass es endlich ein Remake der alten Spiele gab, die hab ich nämlich vergöttert. Ich werd auch nie mehr meine alte Smaragd-Edition anfassen, die Remakes machen schon mehr Spaß. Aber irgendwie kann ich mich auch nicht so ganz mit ihnen anfreunden, kann da eigentlich nur Aero zustimmen. Was mich noch etwas gestört hat war die Veränderung von Malvenfroh-City. Man hat die Stadt quasi abgerissen und durch ein Einkaufszentrum ersetzt, ich fands echt nicht gut dass man die Stadt zerstört hat. Das Einkaufszentrum ist echt toll, aber das hätte eher zusätzlich zur Stadt da sein sollen. Wahrscheinlich kümmert das viele nicht, aber für mich wars schon etwas schade.


    Ich bin jetzt noch nicht hinter der Top 4, aber was danach kommt scheint ja auch eher nicht so toll zu sein... Bisher kann ich nur sagen dass die Spiele zwar gut sind, aber Soulsilver und Heartgold sind als Remake schon viel besser, das Spiel bleibt schon etwas hinter den Erwartungen zurück.

  • Heute einen Code gekriegt :thumbsup:
    Hoopa sieht einfach nur...awesome aus, ich meine guckt euch nur mal das Gesicht von dem an xD
    Naja, das mit Malvenfroh fand ich auch doof, habe alle Generationen nachgeholt und muss sagen, dass das echt doof gemacht ist :/
    Generell finde ich, dass die Spiele viel zu einfach geworden sind vom Storyverlauf her.


    Was das mit den Erwartungen angeht: Ich glaube, es ist schon ziemlich schwer, da an die Erwartungen der Fans heranzukommen, die sich ja schon recht lange so ein Remake gewünscht haben und ich denke, es gibt immer Dinge die einem nicht gefallen^^

  • Du hast Glück gehabt Light Hero. Obwohl das Event erst gestern losging (gegen 16 Uhr kam die E-Mail in meinem Postfach an, weil mir beim PS3 Kauf diesen Sommer eine GameStop Mitgliedschaft aufgeschwätzt wurde) habe ich heute schon keinen Seriencode mehr erhalten können. Zwar wird es nächste Woche wieder welche geben, aber dafür fahre ich nicht extra nochmal in die Stadt. Es war reiner Zufall, dass das Event begann, als ich im Laden vorbeischauen konnte. Doch dass die nach 24h schon vergriffen sind finde ich sehr extrem.

  • Ja, das stimmt, aber das kommt vermutlich auch darauf an wo man wohnt. Es gibt Städte, wo man sehr häufig Pokemonspielern begegnet, folglich sind da die Seriencodes wahrscheinlich sehr schnell vergriffen.
    Ich bin generell eher gegen diese Verteilungen. Wenn man es unbedingt ortsgebunden machen möchte, kann man es ja auch dort speziell zum Download anbieten und muss nicht extra diese Codes ausgeben und Leute wie du zB fahren dann Ewigkeiten für so einen Code und bekommen dann keinen mehr.

  • Gab es seitens GameFreak eigentlich mal irgendwelche Kommentare darüber, ob die Spiele noch mit richtigen zusätzlichen Inhalten versorgt werden? Ich habe ja bereits schon mal weiter oben meine Meinung darüber geschrieben, was diesem Spiel vor allem im Vergleich zur Smaragd-Edition noch so alles fehlt – allen voran das Kampfareal – und es bedrückt mich ein wenig, dass ich noch gar nichts diesbezüglich im Internet finden konnte. Download-Aktionen von vereinzelten Pokémon sind ja ganz nett, aber unter "echten" DLC verstehe ich ehrlich gesagt etwas anderes.

    Le noir, ce mot désigne depuis un époque lointaine le nom du déstin.
    Les deux vierges règnent sur la mort.
    Les mains noires protègent la paix de nouveau-nés.

  • Herzlichen Glückwunsch (nachträglich), denn gestern, am 28.11.2024, feierten die Gen 3 Remakes Omega Rubin und Alpha Saphir ihr zehnjähriges Jubiläum! 2014 kamen sie auf den Markt (ein paar Tage nach japanischem Release). Wahnsinn! 10 Jahre! ZEH JAHRE! Ich kann mich noch erinnern, wie ich diese Games das erste Mal spielte und von der ersten bis zur letzten Sekunde dachte, genau so muss ein Remake aussehen. Seither ist Pokémon nicht mehr so gut gewesen für mich, wie bei diesen Games. Eine tolle Region, die tolle Neuerungen und ein Postgame par excellente erhielt. Leider wurden die Games nicht der neue Standard, den GF weiter verfolgen würde.


    Ich kann jedem, der die Reihe mag, und diese Games noch nicht gespielt hat, nur empfehlen, es nachzuholen. Die Games sind absolut top und machen Spaß!


    ( Darkshuttle123 unser nächstes Projekt, jetzt, wo ich meine Version wiederhabe?)


    Ruhmeshalle Hisui (Pokémon Legenden Arceus)


  • Ich habe vor kurzem Pokemon: Alpha Saphir weitergespielt. Hatte im Sommer 2017 angefangen, die ersten beiden Arenen gemeistert und danach aus irgendeinem Grund pausiert und nicht weitergemacht. Erst letzten Monat (nach über 8 Jahren) habe ich plötzlich wieder Lust darauf bekommen. Ich hab aber bewusst mein alten Spielstand fortgesetzt und nicht von vorne angefangen, weil ich schon einige Pokemon im Team und in der Box hatte und ein getauschtes Coiffwaff. Außerdem ist der Standpunkt nach der zweiten Arena ja noch so gut wie am Anfang und hat sich für mich daher nicht gelohnt neu zu starten.


    Ich habe dann natürlich viele weitere Pokemon gefangen und die anderen Arenen fertiggemacht. Mein Team hat sich im Laufe des Fortschritts auch erheblich verändert. Bis auf Jungglut, welches ich als Flemli als Starter genommen habe, und Duflor habe keins der anderen Pokemon noch im Team. Jetzt gerade besteht mein Team aus: Lohgock, Guardevoir, Luxtra, Schlapor, Admurai und Giflor.

    Als ich in der Liga war, hatte ich statt Admurai noch Azumarill im Team, weil ich gerne ein Pokemon mit Feen-Attacken haben wollte, das dann aber von Guardevoir quasi abgelöst wurde. Die Liga war zum Teil eine ziemliche Herausforderung für mich, besonders bei Troy Trumm, dem Champ, weil die Meisten meiner Pokemon noch ganz schön unterlevelt waren. Ledeglich Lohgock und Giflor waren gleichgelevelt bzw. überlevelt und hatten eher wenige Probleme. Die Einzige von den Top Vier, die mir Schwierigkeiten bereitet hat, war die Eis-Trainerin Frosina mit ihren zwei Frosdedje und eine Menge an Konfusstrahl. Bei Troy habe ich es immerhin bis zu seinem letzen Pokemon geschafft, sein Mega-Metagross, der dann mein angeschlagenes Mega-Schlapor mit Zen-Kopfstoß geonehittet hat. Vielleicht hätte sie es noch überlebt, wenn ich keine Megaentwicklung ausgeführt hätte, weil Schlapor dadurch zusätzlich den Kampf Typen erhält. Wer weiß...


    Jedenfalls habe ich nach der Niederlage weiter gelevelt und neue Attacken gelernt und mich der Liga später erneut gestellt.

    Diesmal nicht mehr ganz so stark unterlevelt habe ich die Top Vier so gut wie ohne Probleme geschafft. Beim Champ angekommen, nicht mehr so angeschlagen und mit einigen Top-Tränken und Belebern ausgestattet, konnte ich mich dennoch nur mühsam bis zu seinem Metagross durchschlagen, sodass am Ende nur noch mein Guardevoir kampfbereit war. Hier war es sehr vorteilhaft eine höhere Initiative zu haben und konnte ihn mit Hypnose sofort in Schlaf versetzen und dann noch zwei Mal Spukball und dann... besiegt. Geschafft! Ich hab einfach nur leise "Wow" zu mir selbst gesagt vor Begeisterung und Erschöpfung und Ungläubigkeit, weil das plötzlich so schnell ging.

    Immerhin War sein Mega-Metagross auf level 59 und mein Mega-Guardevoir nur auf Level 49.


    Danach habe ich mir genüsslich die Siegerehrung angesehen, die Abspannsequenzen und die Credits... mit der darauffolgenden Verkündung der Delta-Episode! Die habe ich dann die Tage danach absolviert. Sie bestand hauptsächlich aus "Von A nach B reisen, etwas einsammeln und wieder zurückkerhen" und vielen Dialogen. Ich fand sie aber trotzdem schön gemacht und hat auch mit ihrer Story gut zum Spiel beigetragen. Zum Schluss gab es noch den Fight gegen Rayquaza, den ich sehr episch fand, sowie gegen Deoxys.


    Jetzt bin ich gerade dabei alle besonderen und Legendären Pokemon zu fangen (natürlich ohne Meisterball!) und auch den Hoenn-Dex zu vervollständigen. Wenn mein Team hoch genug gelevelt ist, werde ich mich dann am zweiten Liga-Durchlauf wagen, wo deren Pokemon um mindestens 20 level höher sind als vorher.


    Zwar ist ORAS ein Remake von Rubin und Saphir und es ist bis jetzt erst die zweite Edition, die ich gespielt habe, doch zählt es jetzt schon zu meinen Lieblingseditionen. Hab 2016 Pokemon Y gespielt und das hat mir auch viel Spaß gemacht. Besonders gefällt mir der riesige Umfang von ORAS, die vielen verschiedenen Pokemon, die man fangen kann, die wundervoll stimmige Musik und auch die Storyelemente mit einigen Referenzen aus vorherigen Editionen fand ich schön.

    Auch die zahlreichen Städte sind gut miteinander verbunden, sodass man schnell ins nächste Pokemon-Center kommt, solange man noch nicht fliegen kann. Auch die Routen finde ich auch schön idyllisch gestaltet und eignen sich toll zum Fangen oder einfach zum Wandern, und ja auch die Wasser-Routen find ich schön. Außer Pelipper! Nie wieder Pelippeeeer!!! :ugly:

  • Pokémon Alpha Saphir - Zu zweit übers Meer


    Kapitel I

    Willkommen in Wurzelheim


    Das rotschöpfige Pokémon bleckte die spitzen Zähne. Mit scharfem Blick fixierte es seinen Gegner, als wartete es nur darauf, eine Schwachstelle in dessen Verteidigung zu finden. Das Pokémon mit dem breiten Gürtel hatte die Hände zu Fäusten geballt und wich kaum merklich zur Seite. Muntiers Augen verengten sich. Es stieß ein ohrenbetäubendes Brüllen aus, verzog das Gesicht zu einer scheußlichen Grimasse und stürzte nach vorne.

    »Weich aus, Maschock!«, rief er atemlos.

    Doch der Muskelprotz rührte sich nicht. Wie von einem Frizelbliz paralysiert, stand es einfach nur da. Mit einem Satz war Muntier bei ihm. Es holte aus und schlug zu. Die Krallen bohrten sich in die Brust des Pokémon und hinterließen einen tiefen Schnitt, der sich augenblicklich rostrot färbte. Das Pokémon stöhnte auf und wurde zurückgeschleudert. Als Maschock zu Boden krachte, erzitterte das gesamte Kampffeld, als hätte ein Morlord gerade Erdbeben eingesetzt.

    Sein Vater lachte triumphierend. »Nicht mal mit Typenvorteil kannst du dich behaupten.«

    »Aber Papa«, winselte er, »du bist schon viel länger Trainer als ich. Es ist mein erster Kampf gegen dich. Gib mir noch eine Chance. I-ich…«

    »Hör auf zu flennen. Los, weiter.«

    »Schock«, presste Maschock hervor. Es atmete schwer und hatte die Augen vor Schmerzen zusammengekniffen. Er zögerte einen Moment und schüttelte dann den Kopf. Keine Chance. Sein Pokémon war kampfunfähig.

    Er schluckte den Kloß in seinem Hals hinunter. »Ich gebe auf. Ich werde trainieren, versprochen. Bitte, Papa.«

    »Nein«, sagte sein Vater kühl. »Los, Muntier. Bring es zu Ende.«

    Muntier brüllte wie ein Despotar. Ohne zu zögern, sprang es auf ihn zu.

    Er riss die Arme hoch und schrie auf, als sich die Krallen des Wildaffen-Pokémon in seine Brust gruben.



    » …chen … tz.«

    »Mmh …?«

    »Aufwachen, mein Schatz.«

    Er blinzelte. »Papa?«

    Eine helle Stimme lachte sanft. »Dein Vater arbeitet doch schon.«

    Er öffnete langsam die Augen und blickte in ein wohlbekanntes, rundliches Gesicht. Schlaftrunken nickte er seiner Mutter zu, während sie ihm über die unversehrte Brust strich. Ihr Blick wanderte nach oben.

    »Dein Haar ist ganz zerzaust«, sagte sie liebevoll und küsste ihn auf seine Stirn. »Mach dich zurecht. Unsere neuen Nachbarn werden bald da sein.«

    Ach ja.

    Er stöhnte und rieb sich die Augen. Die kapoerafarbene Dielung gab leise Geräusche von sich, als seine Mutter nach unten ging. Er strampelte die Bettdecke (Morlords, die im Wasser plantschten, waren darauf zu sehen) zur Seite und richtete sich auf.


    Noch immer etwas benommen vom Schlaf – oder vielmehr von seinem Albtraum – torkelte er zu dem kleinen, quadratischen Spiegel auf seinem Schreibtisch. Ein bleiches Gesicht blickte ihm entgegen. Seine dunklen Augen erinnerten an das Fell eines Nachtara, während seine feinen, kohlschwarzen Haare in alle Windrichtungen abstanden. Er strich das widerspenstige Gestrüpp so gut es ging glatt, als plötzlich die ihm noch ungewohnte Türglocke läutete. Ihr Klang erinnerte ihn an den Ruf eines Pokémon, doch er konnte ihn keinem zuordnen. Hoenns Fauna und Flora waren ihm – abgesehen von den neuen Pokémon seines Vaters – nahezu gänzlich unbekannt.

    Rechts neben dem Spiegel stand eine Felino-Plüschfigur und sah ihn mit ihrem aufgestickten, unverkennbaren Lächeln munter an. Er schürzte die Lippen und griff nach ihr. Er strich mit seinem Daumen über den weichen Stoff.

    Ich hoffe, Lind achtet gut auf dich, dachte er bekümmert.

    Von unten drangen dumpfe Stimmen zu ihm herauf. Für einen Augenblick verspürte er den Drang, einfach wieder unter seine Morlord-Decke zu kriechen und weiterzuschlafen. Irgendwie musste er seinen Vater doch drankriegen können.

    »Ouji«, trällerte seine Mutter von unten, »Besuch ist da!«

    Ouji stellte die Figur zurück an ihren Platz. Er seufzte und verwarf seinen Einfall. Widerwillig schleppte er sich ins Erdgeschoss.



    Seine Mutter stand neben einer schlanken, fröhlichen Dame, die ein Kleid mit Magnolienblüten trug. Sie hatte den Arm um ein Mädchen mit rot-weißer Schleife im Haar gelegt. Es schien ungefähr in Oujis Alter zu sein und hatte einen arroganten Gesichtsausdruck aufgesetzt. An dessen Gürtel hingen eine kleine braune Tasche und ein Pokédex. Zu ihren Füßen standen zwei Pokémon: ein bläuliches mit Flossen und ein grasgrüner Gecko.

    Sie stellten sich einander vor und tauschten ein paar Worte über Johto und Hoenn aus. Seine Mutter lehnte die angebotene Hilfe beim Auspacken dankend ab. Die Maschocks hatten ohnehin bereits das meiste erledigt.

    »Ouji war dein Name, richtig?«, fragte Professor Birks Frau und lächelte ihn an.

    »Ja«, antwortete er geistesabwesend. Sein Blick hing an dem Pokémon mit den Flossen. Es erinnerte ihn an seinen zurückgelassenen Partner aus Johto.

    »Der Professor hat mal wieder die Zeit vergessen«, sagte sie.

    Der Professor. Nicht mein Mann, dachte er verdutzt.

    Sie räusperte sich und wurde rot, so als hätte sie ein Familiengeheimnis ausgeplaudert. »Um ehrlich zu sein, bin ich mit den beiden hier etwas überfordert. Mir wäre es wohler ums Herz, wenn der Professor sie bei sich behalten würde. Möchtest du Maike begleiten und ihm die Pokémon bringen?«

    Ouji zögerte.

    Warum konnte diese Maike nicht allein gehen? Sie war wahrscheinlich genauso alt wie er. Außerdem wollte er eigentlich nur zurück ins Bett. Und überhaupt ...

    Sein Blick fiel auf das erwartungsvolle Gesicht seiner Mutter. Er nickte stumm.

    Maikes Mutter klatschte erfreut in die Hände. »Vielen Dank! Das freut mich sehr.«

    »Welches Pokémon soll dich begleiten?«, fragte Maike freundlich.

    »Rop!«, rief eines der beiden aus.

    Das blaue Pokémon machte einen Satz nach vorne und rieb seine Kopfflosse an Oujis Bein. Er legte die Stirn in Falten. Wie zutraulich.

    Er ging in die Hocke, zögerte einen Moment und kraulte es dann im Nacken. Seine Haut fühlte sich glitschig an, beinahe wie die von Felino. Das kleine Wasser-Pokémon schmiegte sich an ihn, als würden sie sich nicht erst seit wenigen Sekunden kennen.


    Ein Pokémon sucht sich seinen Trainer aus, nicht umgekehrt, hatte Professor Lind mal gesagt. So wie es aussah, hatte er recht.



    Orden: 0 von 8

    Team: Hydropi (Lvl. 5)

    Metroid-Ravenous-Key-Art-Logo

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Pokémon OMEGA RUBIN - Zu zweit übers Meer



    Kapitel I

    Ankunft in Wurzelheim


    Die unendliche Leere des kalten Alls umgab ihn und es schien ihm, als wenn diese ewige Kälte selbst durch seinen Raumanzug dringen konnte. Dennoch fürchtete er sich nicht. Unter ihm spürte er den rhythmischen Herzschlag des legendären Himmelspokémon. Wo, wenn nicht auf dem Rücken des mächtigen Rayquazza, wäre er sicherer? Nicht einmal die Konfrontation mit dem Wesen aus dem All würde er scheuen. Deoxys... wenn Rayquazza und er es nicht aufhielten, hier und jetzt, dann wäre nicht nur Hoenn, sondern die gesamte Welt in Gefahr!

    Rayquazza machte sich bereit und auch er war bereit! Die Kraft der Mega-Entwicklung würde sie sicher beschützen! Das Himmelspokémon unter ihm machte sich bereit für den Angriff. Doch plötzlich bewegte sich Deoxys. Hatte es die Form verändert? Es wirkte wendiger, schmaller.

    Dann war es vor ihnen und griff an! Wieder in einer anderen Form! Rayquazza wurde getroffen, sein Körper wurde von der Wucht der unbekannten Attacke durchgerüttelt und er vom Rücken des Pokémon geworfen! Die Einschlagskraft der Attacke hatte auch ihn erwischt. Er spürte, wie er das Bewusstsein zu verlieren drohte. Gleichzeitig trieb er ab in die Dunkelheit des Alls...

    War dies das Ende seiner Reise?


    Neun Monate zuvor...


    Der gesamte Lieferwagen erzitterte, als er abermals ein Schlagloch mitnahm. Scheinbar war es dem Fahrer ein Anliegen, möglichst jedes Schlagloch, das die Straße hergab, mitzunehmen. Dieses letzte war besonders groß und ließ die verladenen Kisten wild im Laderaum tanzen. Zwischen den umherspringenden Kisten hockte Brix und seufzte laut. Warum zu Giratina musste er hinten im Laderaum sitzen? War das überhaupt erlaubt? Er war bereits genervt, noch bevor er überhaupt in Wurzelheim angekommen war. Schon jetzt sehnte er sich nach seiner alten Heimat. Teak City, wo seine Freunde lebten. Sie hatten jetzt garantiert schon von Professor Lind in Neuborkia ihre ersten Pokémon erhalten. Ob er wohl ein Pokémon von seinem Vater bekommen würde? Schließlich war er Arenaleiter. Brix wusste es nicht, aber er wusste, dass möglichst bald hier raus musste, sonst würden sich weitere Fragen erübrigen...


    Noch immer seine Blessuren bedauernd, war Brix damit beschäftigt, seine Kisten in die Regale seines neuen Zimmers in Wurzelheim zu verräumen. Hier und da wuselten die Umzugshelfer-Pokémon noch herum, doch im Großen und Ganzen nahm das Chaos in dem neuen Haus allmählich ab.

    Brix musste sich eingestehen, dass er es hier gar nicht mal so schlecht fand. Das Haus war gemütlicher als die kleine Bude, die sie früher bewohnt hatten. Dennoch... Wurzelheim schien ein verschlafenes Nest zu sein. Die schlecht erhaltene Straße hierher bewies dies schon.

    "Liebling, komm runter! Wir wollen uns nebenan den Nachbarn vorstellen!"

    "Mama, muss das sein? Wir sind noch nicht mal richtig angekommen."

    "Hab dich nicht so. Die Birks sind alte Freunde von deinem Vater und mir."

    "Schon gut. Ich komme ja schon..." Brix seufzte abermals an diesem Tag und kam sich älter vor, als er eigentlich war.


    "Oh, wie schön, dass ihr es so wohlbehalten hergeschafft habt. Wie gefällt es euch bisher?"

    "Es ist wirklich wundervoll hier! Wir sind ganz begeistert."

    Während die beiden Mütter miteinander zu sprechen begonnen hatten, kaum dass Brix und seine Mama bei den Birks angekommen waren, waren sie nicht mehr zu stoppen. Brix saß daneben und wusste nicht so recht, was er machen sollte. Nur mühsam unterdrückte er den Drang, seine Augen zu rollen.

    Plötzlich lief ein kleines, rotes Küken-Pokémon zwischen seinen Beinen umher. Erstaunt schaute er ihm nach. Da hörte Brix eine Stimme hinter sich: "Hey Flemmli! Bleib stehen! Wo willst du hin?"

    Ein Mädchen mit kastanienbraunen Haaren unter einer Schleife, die einfach bezaubernd auf seinem Kopf hüpfte ("bezaubernd"? Echt jetzt? Brix schüttelte den Kopf über sich selbst), kam die Treppe hinunter gestürmt und schnappte sich das Flemmli.

    "Meine Güte. Wir wollten doch jetzt los und Paps bei der Feldforschung helfen!" Das Mädchen tadelte das Pokémon, dann bemerkte es Brix. "Oh, hallo! Bist du der neue Nachbarsjunge?"

    Brix nickte nur dümmlich. Das Mädchen strahlte ihn an. "Das ist toll. Mein Name ist Maike. Willkommen in Wurzelheim!"

    "Äh, danke. Ich... äh... ich heiße Brix. F-freut mich."

    "Mich auch." Maike lächelte noch breiter. "So, ich muss jetzt los. Wir sehen uns!" Dann stürmte Maike mit Flemmli aus dem Haus.

    "Ach ja, sie ist ganz ihr Vater. Immer mit dem Kopf voran." Maikes Mutter lächelte und Brix erkannte, vom wem Maike dieses Lächeln geerbt hatte. "Du kannst ruhig ins Labor. Mein Mann wird sich freuen, Normans Sohn kennenzulernen."


    Das Labor war eine Fehlanzeige. Professor Birk war wohl mitten in der Feldforschung und nicht in seinem Labor, wie der Assistent ihm berichtete. Wo konnte er dann nach ihm suchen? Bevor sich Brix dieser Frage widmen konnte, bekam er eine ordentlichen Radau mit. Als er Wurzelheim verließ und nachsah, offenbarte sich ihm ein überraschendes Schauspiel. Ein Mann im Laborkittel wurde von einem Fiffyen verfolgt.

    "H-hilfe! Du! Junge! Hilf mir bitte!"

    Er? Wie sollte Brix gegen ein Pokémon ankommen. In dem Moment stolperte er über eine Tasche, die am Boden lag. Aus dieser rollten zwei Pokébälle. Brix schaute sie an und plötzlich öffnete sich einer der Bälle und ein grünes Pokémon erschien. Mit festem Blick schaute Geckarbor Brix an.

    Und plötzlich wusste Brix, was er tun musste. Er nahm den Pokéball und schickte Geckarbor in den Kampf!


    "Das war unglaublich. Du bist ein Naturtalent!" Professor Birk lachte, während er sich weitere Zweige aus den Haaren pickte. Mittlerweile waren sie bei ihm im Labor. "Brix... Normans Sohn. Kein Wunder, dass du mit Geckabor sofort so eine Bindung eingehen konntest."

    Brix schaute das Pokémon auf seiner Schulter an, das ihm nicht mehr von der Seite weichen wollte.

    "Es gehört dir. Was wäre ich für ein Forscher, wenn ich dieses Band zwischen euch zerreißen wollte?"

    "Wirklich?" Sein erstes Pokémon! Brix konnte es nicht fassen. "Vielen Dank! Vielen, vielen Dank."

    "Haha, dafür nicht! Vielleicht magst du Maike, meine Tochter, aufsuchen? Sie ist oft mit ihrem Flemmli unterwegs und hilft mir. Sie ist als Trainerin schon sehr versiert. Sie wird dir sicherlich mit den ersten Schritten als Trainer helfen."

    Brix konnte es nicht fassen... der Tag hatte so ungemütlich angefangen und er hatte keine gute Einstellung gegenüber Wurzelheim gehabt. Aber die Ankunft in Wurzelheim hatte sich als Glücksfall entpuppt. Hier würde sie also beginnen, seine eigene Reise als Pokémon-Trainer!!!


    Noch immer mit rasendem Herzen, suchte Brix Maike. Dazu passierte er Rosalstadt, ein Örtchen das kaum lebhafter war als Wurzelheim. Hier sagten sich Sengo und Vipitis sicher gute Nacht (so ging das Sprichwort doch, oder nicht?). Geckarbor hockte weiterhin auf seiner Schulter und dies allein ließ Brix sich fühlen, wie ein wahrer Trainer!

    Kurz darauf hatte er Maike gefunden. Sie hockte an einer kleinen Wasserstelle, über der ein großes, saftig grünes Blatt ragte. Ein einzelner Tautropfen balancierte auf der Spitze des Blatts, dann fiel er hinab und ließ das seichte Wasser in dem kleinen Tümpel kleine Wellenringe schlagen. Maike sah sich das Schauspiel mit ihrem Flemmli an, dann bemerkte sie Brix.

    "Hi Brix! Schön, dich zu sehen. Oh!" Sie sprang auf und starrte auf Geckarbor. "Das gibt es ja nicht. Geckarbor hat dich ausgesucht? Es war bisher immer ein Einzelgänger. Wie schön. Du scheinst echt ein Händchen für Pokémon zu haben."

    Maike war so dicht an Brix herangetreten, dass er ihren Atem auf seiner Wange spüren konnte. Die dadurch entstandene Hitze war kaum für ihn auszuhalten. Plötzlich rückte Maike leicht errötet zurück. "I-ich hatte mir so gewünscht, dass du Pokémon magst. In Wurzelheim gibt es niemanden in meinem Alter. Vielleicht können wir ja Freunde werden?"

    "D-das wäre toll!", platzte es aus Brix heraus. Geckarbor fiel ihm fast von der Schulter. Es reagierte darauf, indem es Brix mir dem Schweif gegen den Hinterkopf schlug. Maike und auch Brix mussten lachen.


    Als Brix an diesem Abend zu Hause angekommen war, konnte er kaum schlafen. All die Eindrücke und die Gedanken machten es ihm unmöglich. Er hatte sich noch lange mit Maike unterhalten und sie hatten sogar kurz gegeneinander gekämpft. Doch als dann ein Schwarm Papinella aus dem Dickicht kam, war das für Maike interessanter. Anschließend waren sie nach Wurzelheim zurück gegangen und hatten sich verabschiedet.

    Neben Brix lag Geckarbor mit verschränkten Armen hinter dem Kopf. Es schlief bereits friedlich und Brix lächelte. Sein erstes Pokémon. Sein erster Tag als Trainer. Es sollten noch so viele mehr folgen!






    Pokémon-Team:

    Geckarbor ♂️, Level 8


    Orden:

    0/8


    Ruhmeshalle Hisui (Pokémon Legenden Arceus)


  • Pokémon Alpha Saphir - Zu zweit übers Meer


    Kapitel II

    Neue Freunde


    »Mhm«, »Aha« und »Soso« spulte Ouji in fliegendem Wechsel ab, während er an der Seite des redseligen Mädchens Route 101 entlangwanderte. Maike (oder wie auch immer sie hieß) erzählte von den Feldstudien ihres Vaters, der Laborarbeit ihres Vaters, vom aufregenden Leben mit den Pokémon ihres Vaters. Er hörte jedoch kaum hin.

    Der Weg nach Rosalstadt stieg leicht an und verlief schleifenförmig zwischen saftig grünen Wiesen und weiten Getreidefeldern. Die goldgelben Ähren schaukelten im sanften Wind. Jenseits des Pfades schimmerte in der Ferne das dichte Laub der Sommerbäume.

    Hydropi tänzelte fröhlich zwischen seinen Beinen umher, während sie unter dem wolkenlosen Himmel dahintrotteten. Erst behielt er das Pokémon ständig im Blick, aus Sorge, versehentlich auf es zu treten. Doch mit der Zeit entspannte er sich. Hydropi achtete selbst behutsam darauf, nicht zerquetscht zu werden.



    Das Mädchen unterbrach seinen »Mein Vater ist ganzsupertoll«-Wasserfall jäh, als ein Bellen zu hören war. »Das dürfte ein Fiffyen sein. Warum ...?«

    Plötzlich mischte sich eine menschliche Stimme darunter. Die Rufe schienen aus einem kleinen Waldstück links von ihnen zu kommen.

    »Vielleicht ...«, begann Ouji, doch das Mädchen unterbrach ihn mit aufgeregter Stimme.

    »Da ist Papa!«, rief sie, zeigte in Richtung des Hains und stürmte mit Geckarbor, dem grünen Gecko auf ihrer Schulter, davon.

    »Ein Glück«, sagte er tonlos und lief ihr hinterher.

    »Rop«, bestätigte das Hydropi und folgte ihnen.


    Zwischen den Bäumen hielt das Mädchen inne und setzte den Gecko ab.

    »Maike, hilf mir!«, rief eine ihm unbekannte, tiefe Stimme. Schließlich holte Ouji auf und sah an Maike, die sich hingekniet hatte und auf Geckarbor einredete, vorbei.

    Hinter den Bäumen befand sich eine schmale Lichtung. Er erblickte ein kürbisfarbenes Pokémon, das an ein Küken erinnerte. Mit geschlossenen Augen versprühte es glühende Funken, die unkoordiniert im Tageslicht tanzten. Ihm gegenüber kläffte ein hundeähnliches schwarzgraues Wesen – Fiffyen – unablässig. Ein breitschultriger Mann in weißem Kittel stand in einiger Entfernung hinter ihnen und warf mit Attackennamen um sich, die das Küken-Pokémon scheinbar nicht kannte oder nicht richtig einsetzen konnte. Hinter dem Mann glitzerte die Wasseroberfläche eines ovalförmigen Teichs.

    »Geckarbor weigert sich, auf mich zu hören«, sagte Maike niedergeschlagen und sah zu ihm auf. Verzweiflung lag in ihren Augen. »Bitte hilf dem Flemmli.«

    Fiffyen fletschte die Zähne und knurrte Flemmli an.

    »I-ich ...?« Er schluckte und schielte auf das Wasser-Pokémon zu seinen Füßen. Es fixierte ihn mit einem kampfeslustigen Blick. Ouji zögerte. Vor seinem inneren Auge erschien ein im strömenden Regen regungslos liegendes Felino. Er schüttelte langsam den Kopf. »Tut mir leid, i-ich kann das nicht.«

    Das Hunde-Pokémon sprang plötzlich nach vorne und fasste nach dem Küken, das nur um Haaresbreite ausweichen konnte. Flemmli stolperte und landete unsanft auf dem Boden. Maike schrie auf und hielt sich erschrocken die Hände vor den Mund.

    »Rop!«, rief Hydropi und stieß ihn mit einer Flosse an.

    Ouji wusste doch nicht mal, welche Attacken es beherrschte. Es war nicht sein Pokémon.

    Fiffyen knurrte abermals und stürzte sich auf das Flemmli, als wäre es von einem Ariados aufgescheucht worden. Das Küken piepste.

    Er dachte an Felinos erste Wasserattacke und hoffte einfach, dass es funktionierte: »Aquaknarre!«, brüllte Ouji.

    Ein tosender Strahl blitzblauen Wassers schoss aus Hydropis Maul hervor und traf den Gegner gerade noch im letzten Moment: Mitten im Lauf wurde es von der Attacke erfasst und zur Seite geworfen. Es jaulte kurz, rappelte sich aber schnell wieder auf. Fiffyen schüttelte sich das Wasser aus dem Fell und preschte dann erneut nach vorne.

    »Nochmal, Hydropi!«, rief Ouji.

    Fiffyen wurde von einer weiteren Aquaknarre getroffen, doch es war nicht Hydropis Attacke gewesen: Ouji wirbelte herum und entdeckte ein kleines blaues Pokémon mit großem grünen Blatt auf dem Kopf, das durch die Teichoberfläche gebrochen war. Offenbar hatte es sich dazu entschlossen, mitzukämpfen.

    Diesmal war das Fiffyen weiter nach hinten geschleudert worden und lag regungslos am Boden. Ob es diesmal endgültig besiegt war? Ouji wollte es nicht herausfinden. Er sprintete an Maike vorbei, hob das unverwandt piepsende Flemmli in seine Arme und lief zu Professor Birk. Als er diesen erreichte, wandte Ouji sich um: Das Hunde-Pokémon stand mit zitternden Beinen noch einmal auf, aber griff nicht mehr an; es japste leise und verschwand dann in den Tiefen des Waldes.


    Eine schwere Hand packte seine Schulter. Oujis Nackenhaare richteten sich auf.

    »Das hast du gut gemacht«, sagte der Professor gutmütig.

    »Hier«, sagte Ouji knapp und ließ Flemmli in die Arme Birks gleiten. Es zitterte wie ein Tannza im Winterwind.

    »Rop!«, rief Hydropi hinter ihm vergnügt. Ouji drehte sich um. Das Pokémon aus dem Teich besprühte es mit winzigen Blasen, die an Hydropis Flossen zerplatzten und kleine Regenbögen erstrahlen ließen. »Lotlot«, sagte das Teich-Pokémon.

    »Das ist ein Loturzel«, sagte der Professor erstaunt. »Für gewöhnlich wandert es nicht so weit in den Süden. Und wie es gekämpft hat! Hast du das gesehen, Maike ...? Maike!«

    Das Mädchen war in Richtung Pfad davongestapft. Geckarbor döste ungeachtet des ganzen Chaos an einer Fichte.

    »Was hat sie denn bloß?«, fragte Professor Birk und runzelte die Stirn.

    Ouji zuckte plump mit den Schultern.

    »Nun, ich muss mich um das kleine Flemmli hier kümmern, es ist ganz geschafft.« Das Küken war in seinen Armen eingeschlafen. Birk seufzte. »Und Geckarbor. Wärst du so gut und würdest mit ihr reden?«

    Bei Lugia, war er in einem Videospiel gefangen? »Besiege das Fiffyen!« und »Folge der Quasselstrippe!« waren Quests, die er gar nicht annehmen wollte.

    Professor Birk schien seine Gedanken gelesen zu haben, denn er setzte rasch nach: »Da du dich so gut mit dem Hydropi verstehst, darfst du es mitnehmen. Ich spüre zwischen euch ein Band. Man merkt, dass es dich als Trainer akzeptiert hat. Es gehört dir.«

    »I-ist das Ihr Ernst?«, fragte Ouji und machte große Augen.

    »Laborarbeit ist schön und gut, aber früher oder später gehören Pokémon zurück in die Natur – oder zu einem Trainer. Ich denke, es ist bei dir gut aufgehoben. Loturzel scheint sich von Hydropi nicht mehr trennen zu wollen, warum nimmst du es nicht gleich mit?«

    »Lotlot«, quiekte das Pokémon wie zur Bestätigung. Es hatte das Wasser verlassen und trug Hydropi auf dessen Blatt umher.

    Oujis Bauch grummelte. Nach allem, was mit Felino passiert war, wusste er nicht, ob er sich wieder auf Pokémon einlassen konnte. Tausend Bilder stürmten durch seinen Kopf, als hätte ein Noctuh Wirbelwind eingesetzt.

    Erneut schien Professor Birk seine Gedanken zu erraten. Mit ruhiger Stimme sagte er: »Du hast ein Händchen für Pokémon, so etwas sehe ich gleich. Ich möchte, dass du dir in Rosalstadt zwei Pokébälle holst und die beiden fängst. Alles klar?«


    Ouji sah den beiden Pokémon eine Weile beim Spielen zu. Vielleicht nahm er die Quest »Fange dir zwei Pokémon!« doch an.



    Orden: 0 von 8

    Team: Hydropi (Lvl. 8), Loturzel (Lvl. 5)

    Metroid-Ravenous-Key-Art-Logo

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Pokémon OMEGA RUBIN - Zu zweit übers Meer



    Kapitel II

    Mach dich auf den Weg und wachse!


    "Und jetzt beende es mit Ruckzuckhieb, Geckarbor!" Brixs Geckarbor rannte so schnell es konnte auf das Zigzachs zu und rammte es. Das gegnerische Pokémon wurde in die Luft geschleudert und blieb dann bewusstlos vor seinem Trainer liegen. Brix atmete schwer, sein Herz raste. Ein Pokémonkampf war so aufregend! Der Trainer, ein Teenager, seufzte und ließ die Schultern hängen.

    "Komm zurück, Zigzachs. Wir müssen wohl noch mehr trainieren..." Es schien, als wenn der Junge gegen seine Tränen ankämpfen musste. Brix bemerkte das und ging auf ihn zu. Mit ausgestreckter Hand sagte er: "Das war ein guter Kampf. Danke dafür!"

    Der Teenager schniefte, dann nahm er die Hand und schüttelte sie. Maike, die den gesamten Kampf verfolgt und sich dabei Notizen gemacht hatte, lächelte. "Mensch Brix. Du bist echt begabt. Da bekomm ich direkt auch Lust, zu kämpfen."

    Brix wurde wieder rot. "Ich wäre jederzeit bereit."

    "Lass uns jetzt erst mal nach Blütenburg gehen."

    "Alles klar!"


    Brix war an diesem Morgen aus einem unruhigen, aber nicht unangenehmen Schlaf erwacht. Während er noch mit seiner Mama und Geckarbor gefrühstückt hatte, hatte es an der Tür geklopft. Maike war bereits auf den Beinen gewesen und hatte wissen wollen, ob Brix sie nach Blütenburg begleiten wollte. Brix fand die Idee gut, da er eh die Arena seines Vaters hatte sehen wollen. Und bei dem Gedanken, mehr Zeit mit Maike zu verbringen, hatte sein Herz aufgeregter geflattert als ein aufgeschrecktes Habitak.

    Nun wanderten sie Seite an Seite über die Straße nach Blütenburg und genossen die Aussicht. Um sie herum belebten Pokémon die Landschaft und es waren hier und da Trainer zu sehen, die gegeneinander kämpften oder wilde Pokémon fingen.

    "Weißt du, Brix, ich möchte auf eine Reise gehen!"

    "Eine Reise?"

    "Ja! Paps und seine Feldforschung sind beeindruckend. Er hat früher wohl auch verschiedene Orte besucht und dort Pokémon beobachtet. Das möchte ich auch. Deswegen habe ich viel mit Flemmli trainiert."

    "Eine Reise mit seinem eigenen Pokémon..." Brix schaute auf Geckarbor. "Das würde mir auch gefallen."

    "Äh... vielleicht könnten wir ja ein Stück gemeinsam reisen. Also nur, wenn du magst."

    "Wirklich? Das wäre super!"

    Maike lächelte und aus dem Habitak in seiner Bruste wurde ein ganzer Schwarm.


    Blütenburg war definitiv größer und auch etwas belebter als Wurzelheim oder Rosalstadt. Das imposanteste Gebäude blieb aber die Arena. Brix staunte, als er das Gebäude sah. Er sagte Maike, dass er seinem Vater einmal Hallo sagen wollte und Maike sagte fröhlich, dass sie mitkommen würde.

    In der Arena wurden sie von einer traditionellen Einrichtung mit Holzvertäfelung begrüßt. Alles roch frisch renoviert und erinnerte Brix an Teak City. Sein Vater hatte definitiv seine Vorstellungen bei der Renovierung durchgesetzt.

    "Ist das schon alles?" Eine kräftige Stimme ertönte von weiter hinten aus der Arena. Das war sein Vater. Brix und Maike liefen auf die Geräusche zu. Dann erreichten sie das Kampffeld der Arena. Norman stand gegenüber dem Eingang und schaute ernst, aber weder streng noch bösartig. Vor ihm hüpfte sein Muntier und diesem gegenüber kniete ein schwer atmendes Makuhita, dessen Trainerin hektisch und aufgeregt einen Befehl rief. Aber zu spät. Normans Muntier bewegte sich so schnell, dass einem schwindelig werden konnte. Mit einem weiteren Hieb hatte es das Makuhita besiegt und damit war der Kampf beendet.

    Norman schritt auf die Trainerin zu und legte eine Hand auf ihre Schulter. Sein väterliches Lächeln kannte Brix zu genüge. "Du hast gut gekämpft, aber für meine Arena fehlt dir noch mehr Erfahrung. Trainiere und komm dann gerne wieder."

    Die Trainerin nickte, dann nahm sie ihr Makuhita und ging. Maike staunte. "Wow, obwohl es im Vorteil war, hat das Makuhita keine Chance gehabt. Das ist dein Vater? Er ist stark!"

    "Ich weiß. Deswegen hat man ihm ja die Stelle hier angeboten. Er hat früher an der Johto-Liga teilgenommen und es sogar bis zur Top Vier geschafft."

    Norman bemerkte die Neuankömmlinge und winkte ihnen zu. "Brix! Schön, dass du hier bist. Und du hast Birks Tochter mitgebracht? Hallo zusammen."

    "Hallo Vater."

    "Guten Tag, Herr Grundig!"

    "Haha, warum so förmlich? Nenn mich ruhig Norman, Maike. Und du, Brix, immer dieses steife Vater. Mensch, da komm ich mir so streng vor."

    "Sorry, dann eben Papa."

    Norman schaute auf Geckarbor auf der Schulter seines Sohnes. "Geckarbor also, ja? Schön, dass du einen Partner gefunden hast. Wirst du jetzt gegen mich kämpfen?"

    Brix machte große Augen, dann aber nickte er. "I-ich will auf eine Reise gehen und gegen starke Trainer kämpfen. Also auch gegen dich!"

    "Das ist die richtige Antwort! Aber du bist noch zu grün hinter den Ohren. Hast du schon ein Pokémon gefangen?"

    Bevor Brix antworten konnte, kam ein weiterer Neuankömmling zaghaft herein. Er hatte den Kopf gesenkt und schaute schüchtern durch sein mintgrünes Pony zu Norman. "E-ent-entschuldigen Sie die Störung, Arenaleiter Norman. Ich... ich wollte um ein Pokémon bitten."

    "Ah, du bist doch Heiko, richtig? Ja, dein Vater erwähnte, dass du gerne ein Pokémon hättest." Norman überlegte kurz, dann überreichte er Heiko einen Pokéball. "Hier, nimm dieses Zigzachs. Ich leihe es dir. Damit kannst du ein eigenes Pokémon fangen."

    "F-fangen? Aber... aber wie?"

    "Haha! Kein Problem. Hier, die beiden da. Sie werden dir zeigen, wie das geht!" Norman deutete auf Brix und Maike, dann lächelte er wieder einmal auf seine väterliche Weise. Brix musste seufzen.


    Maike hatte die Führung übernommen und war mit Brix und Heiko vor Blütenburg gegangen. Lebhaft erklärte sie Heiko gerade, wie man am besten ein Pokémon fing. Und Brix musste zugeben, dass ihm ihre Ausführungen ebenfalls sehr halfen.

    "Ich weiß nicht, ob ich das kann..." Heikos Stimme brach beinahe. Brix schaute ihn an. "Warum möchtest du ein eigenes Pokémon?"

    Zuerst zögerte Heiko und wurde rot, dann antwortete er leise: "Ich b-bin körperlich nicht so fit und habe oft Schwierigkeiten mit der Atmung. Daher soll ich zu Verwandten nach Wiesenflur, wo die Luft b-besser ist. Ich habe aber Angst und fürchte mich, ei-einsam zu sein. Darum hätte ich gerne ein Pokémon zum Freund."

    Brix grinste breit. "Das ist ein guter Grund. Dann wirst du es auch schaffen, ein Pokémon zu finden!"

    Heiko lächelte verlegen. Dann suchten die drei im hohen Gras. Es dauerte nicht lange, da kam ein Trasla aus dem Gras gestürmt. Maike nickte. "Das ist die Gelegenheit!"

    Heiko rief das geliehene Zigzachs und griff zögerlich an. Das Trasla wehrte sich, dann aber landete Zigzachs einen Volltreffer.

    "Jetzt der Pokéball!", rief Maike. Sie schien ebenfalls aufgeregt, was Brix nachvollziehen konnte. Heiko fummelte in seiner Tasche, bis er einen Pokéball hatte. Beim Werfen wäre er ihm fast aus der Hand gerutscht, doch dann traf er das Trasla. Der Pokéball schnappte zu und zappelte wild umher, dann aber blieb er still im Gras liegen. Brix hatte nicht bemerkt, dass er die Luft angehalten hatte und atmete wieder aus. Auch Maike und Heiko schienen sich zu entspannen.

    "Du hast es geschafft", bestätigte Maike Heikos erfolgreichen ersten Fang. Brix stellte sich zu ihm und grinste. "Gut gemacht!"

    Heiko konnte nicht anders, als zu weinen. Während die drei jungen Trainer das hohe Gras wieder verließen, bemerkte niemand, dass ein weiteres Trasla hinter einem Baum stand und ihnen nachsah. Seine Unterlippe bebte und es schniefte laut.


    "Ihr habt dem Jungen einen großen Dienst erwiesen. Ich danke euch beiden", lobte Norman, während er sowie Brix und Maike Heiko nachsahen, der wild winkend nach Hause lief.

    "Ach was. Das war doch gar nichts", kommentierte Brix, der sich nicht eingestehen wollte, dass er sich über das Lob freute.

    "Haben wir gerne gemacht", sagte Maike.

    "Nun denn. Eine Reise also! Junge, das gefällt mir! Ich empfehle dir, nach Metarost City zu reisen. Die Stadt hat eine Arena und ist besonders für Neulinge gedacht."

    "Be-behandele mich nicht wie ein Kind!"

    "Hahaha! Aber du bist mein Kind! Mein Sohn. Und ich bin stolz auf dich. Mach dich auf den Weg und wachse! Dann kämpfen wir irgendwann!"

    "Okay. Aber mach dich dann auf eine Abreibung gefasst."

    Norman nickte und schaute Brix mit festem Blick an. Dann wandte er sich an Maike. "Willst du auch in der Arena kämpfen?"

    "Mal schauen. Mir geht es vor allem darum, viel zu entdecken und neue Einsichten über Pokémon zu bekommen. Die gebe ich dann an Paps weiter."

    "Sehr gut!" Gerade wollte Norman sich verabschieden, dann fiel ihm ein: "Brix, geh aber noch einmal nach Hause und verabschiede dich ordentlich von deiner Mutter. Reicht schon, dass sie mit mir einen Taugenichts hat, der sich wenig blicken lässt."

    Mit diesen Worten verabschiedete Norman schließlich wirklich Brix und Maike. Beide machten sich auf den Weg nach Hause, während der Himmel sich bereits rot verfärbte.






    Pokémon-Team:

    Geckarbor ♂️, Level 10


    Orden:

    0/8


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  • Pokémon OMEGA RUBIN - Zu zweit übers Meer



    Kapitel III

    Die Reise beginnt!


    Seine Mutter drückte ihn fest und schniefte einmal kurz laut auf. "Ja, irgendwann brechen alle jungen Menschen auf, um auf Reisen zu gehen. Als du mit Geckarbor nach Hause kamst, war mir das sofort klar, mein Schatz."

    "Mama, bitte. Ich werde ja nicht ewig weg sein. Erst einmal reise ich nach Metarost City und schau mir die Arena an. Und es gibt in jeder Stadt Pokémon-Centren, in denen wir übernachten können."

    "Ja. Ich weiß..." Seine Mama fasste sich wieder, dann lächelte sie Brix an. Als nächstes tätschelte sie Geckarbor. "Pass mir gut auf meinen Kleinen auf, ja?"

    Geckarbor nickte und ließ sich von Brix' Mama weiter streicheln. Schließlich verabschiedete sich Brix, richtete seine Tasche und schaute hoch zum Himmel, während er durch die Tür schritt. Ein Schwarm Wingull segelte über das blaue Firmament.

    Am Rande des Dorfes wartete bereits Maike. Auch sie schien alles gepackt und aufbruchbereit. Sie lächelte ihn fröhlich an und Flemmli hüpfte aufgeregt zwischen ihren Beinen umher.

    "Hast du dich verabschiedet?"

    "Japp. Hat etwas gedauert."

    "Bei mir auch. Da sind Mütter wohl gleich. Obwohl meine es von mir gewohnt ist, eigentlich..."

    Brix atmete tief durch. Dann machte er seinen ersten Schritt auf seiner Reise. Es ging endlich los! Die Sonne schien an diesem neuen Tag besonders hell.


    Schnell waren die beiden jungen Trainer an Blütenburg vorbei und Brix staunte nicht schlecht, als er vor sich einen Küstenstreifen sah. Eine frische Meeresbrise empfing sie und das Rauschen des Meeres hatte eine beruhigende Wirkung.

    "Wow, das ist ja schön hier!"

    "Die Küste von Blütenburg. Solche Orte gibt es in ganz Hoenn. Es ist eine Küstenregion mit vielen Seerouten", erklärte Maike wie aus einem Reiseführer. Brix war von der Aussicht angetan und musste sich eingestehen, dass es ihm sogar besser gefiel als in Johto - aber nur ein bisschen!


    "Da! Siehst du? Dieses Piepen verrät dir, wo du ein Pokémon findest. Das Pokédex-Navi ist eine krasse Erfindung", sagte Maike, während sie neben Brix durch das Gras schlich. Er näherte sich dem Pokémon und dann schoss plötzlich ein wildes Schwalbini auf ihn zu.

    "Boah, laut dem Navi hat es die Attacke Raserei drauf. Pass auf!", warnte Maike. Brix rief Geckarbor und beide Pokémon lieferten sich einen guten Kampf. Das Schwalbini war ziemlich aggressiv und setzte Raserei ohne Rücksicht auf sich selbst ein. Geckarbor musste ordentlich einstecken.

    "Setz schnell Absorber ein, Geckarbor", rief Brix und sein Pokémon gehorchte. Schwalbini wurde Energie abegsaugt und schien nun geschwächt genug zu sein.

    "Dann mal los, Pokéball!" Brix warf einen Ball auf Schwalbini und dieser schnappte zu. Wild zappelte und hüpfte er auf dem sandigen Boden des Küstenstreifens, dann blieb er still liegen.

    "Geschafft! Mein erstes selbst gefangenes Pokémon!" Brix hob den Pokéball auf und rief sein Schwalbini. Dieses schaute sich erst etwas verwirrt um, aber als Brix ihm Futter hin hielt und sich sowie Geckarbor vorgestellt hatte, wurde es zutraulicher.

    "Guter Fang, junger Mann!" Erschrocken sahen Brix und Maike auf. Ein älterer Herr mit einem Wingull auf der Schulter kam auf sie zu und lächelte freundlich. "Das Schwalbini ist ja ein wahrer Wildfang. Habe es kämpfen gesehen."

    "Ah, Sie sind doch Mr. Brack, oder?", erinnerte sich Maike.

    "Hoho, so ist es. Seht ihr das Haus da an der Küste auf dem Hügel? Pecko hier und ich wohnen dort."

    "Wow, da ist ein Boot vertäut", stellte Brix fest.

    "Ja, mein ganzer Stolz, auch wenn ich schon länger nicht mehr ausgefahren bin. Gute, alte Zeit, hoho."

    Brix, Maike und Mr. Brack unterhielten sich noch kurz, dann verabschiedeten sich die jungen Trainer, um weiter Richtung Blütenburgwald zu wandern.


    "Oh nein, mein Zigzachs... dabei habe ich doch so teure Top-Genesungen gekauft..." der Junge im teuren Anzug seufzte bitterlich, nachdem Brix und Schwalbini ihn geschlagen haben.

    "Tja, mit Geld kann man wohl nicht alles kaufen, was?" Der Junge zuckte mit den Achseln. "Übrigens. Dieses Trasla dort... gehört es zu euch?"

    Brix und Maike drehten sich um und da sahen sie das kleine Pokémon. Es hatte sich hinter dem Hinweisschild versteckt, das erklärte, dass vor ihnen der Blütenburgwald lag. Als es bemerkte, dass es entdeckt wurde, fing es laut zu heulen an.

    "Hey, du. Was ist denn los?", fragte Brix und näherte sich vorsichtig dem kleinen Trasla. Er hielt die Hand vorsichtig ausgestreckt hin, aber das Pokémon heulte weiter.

    "Trasla kommen hier in der Gegend gar nicht vor", meinte Maike. "Ist es uns von Blütenburg aus gefolgt?"

    Plötzlich hatte Brix eine Eingebung. "Hat es vielleicht zu dem Trasla gehört, das Heiko gefangen hat?"

    "Oje, das kann sein..."

    "Trasla, gehörst du zu dem Trasla, das wir gestern gefangen hatten?" Brix sah, wie das Trasla aufhörte zu heulen und dann nickte.

    "Mann. Das tut uns leid..." Dann hatte er eine Idee. "Wir wissen, wo der Trainer von Trasla hin möchte. Wenn du magst, bring ich dich zu deinem Freund. Wenn du mit uns mitkommen willst."

    Das Trasla schien kurz darüber nachzudenken, dann schaute es Brix lange an und nickte schließlich. Behutsam nahm Brix einen Pokéball und drückte diesen sanft auf Traslas Kopf. Der Ball schnappte zu und Trasla ließ sich ohne Umschweife fangen.

    "Also so eine Art von Pokémon-Fang habe ich noch nicht gesehen. Total cool!", staunte Maike und strahlte. Brix grinste auch. "Da scheine ich wohl ein Trasla gefangen zu haben."


    Das Blätterdach der dicht miteinander verwobenen Baumkronen des Blütenburgwalds sorgte dafür, dass der Wald vor ihnen auch bei bestem Sonnenschein dämmrig wirkte. Hier und da brachen Sonnenstrahlen durch das Geäst und ließen Pollen und Staub anmutig in ihrem Schein tanzen. Im Gras raschelten Waumpel, ak den Ästen hingen gähnend Bumelz und durch die Luft schwirrten Schwalbini.

    Brix und Maike schlenderten gemütlich durch das Dickicht und Maike war emsig dabei die Pokémon zu beobachten. Gerade hatte sie ein Waumpel gefangen und studierte jetzt jedes Detail an diesem.

    "Hey, warum fängst du nicht noch mehr Pokémon?", fragte Maike, nachdem sie Brix ihr Waumpel unter die Nase gehalten hatte. Brix überlegte kurz, bevor er antwortete. "Ich möchte nur Pokémon fangen, bei denen ich eine Verbindung spüre... oder die ich kennengelernt habe. Auf diese Weise hoffe ich, dass ich meine Pokémon besser verstehen kann. Macht das Sinn?"

    "Total! Jeder geht seine Reise individuell an."

    Brix lächelte über das Verständnis, dass Maike ihm entgegen brachte. Doch plötzlich wurde die Stille unterbrochen, als jemand aufschrie. Blitzschnell rasten die beiden Trainer um die Ecke und sahen einen Mann mit Laborkittel am Boden liegen. Ein Fiffyen hatte sich in seinem Arm festgebissen. Ein weiterer Mann stand bedrohlich über dem Wissenschaftler. Er trug eine rote, merkwürdig anmutende Uniform. "Jetzt rück raus mit den Informationen, oder mein Fiffyen reißt dir mit Vergnügen den Arm aus!"

    Brix und Maike waren wie erstarrt. Was sollte das alles bedeuten? Dann aber zwang sich Brix dazu, sich zu bewegen. "H-hey, lassen Sie den Mann in Ruhe!"

    "Wer bist du denn? Ein Superheld? Verschwinde, sonst kriegst du was ab", blaffte der Uniformierte. Aber Brix ließ sich nicht abbringen, selbst Maikes zaghaftes Ziehen an seinem Ärmel ignorierte er. Stattdessen nickte er Geckarbor zu.

    "Los geht's! Greif mit Pfund an!" Geckarbor sprang mit seinem Schweif voran auf Fiffyen zu und schlug es weg. Es rutschte beiseite, dann fasste es sich wieder.

    "Fiffyen, Biss!", brüllte der Uniformierte. Doch Geckarbor war mit Ruckzuckhieb schneller und erledigte das Pokémon mit einem weiteren Treffer. Der Uniformierte war geschockt. "Verfluchter Mist. Das bedeutet Ärger." Dann ergriff er plötzlich die Flucht.

    Brix drehte sich um. Maike hatte dem Mann während des Kampfes bereits erstversorgt. "Das ist jetzt nur provisorisch. Sie müssen zu einem Arzt."

    "Danke. Ihr wart meine Rettung. Dabei wollte ich bloß nach einem Knliz Ausschau halten..."

    „Kein Ding. Schauen wir jetzt, dass wir Sie hier rauskriegen“, meinte Brix und half dem Wissenschaftler auf die Beine. Zusammen verließen die drei den Wald. Währenddessen schaute ihnen aus dem Dickicht der Uniformierte nach. Dabei sprach er in ein Funkgerät: „Wir haben ein Problem. Ja, ich bin nicht an die Daten gekommen. Ein starker Trainer stellte sich mir entgegen. Ich werde die Verfolgung aufnehmen und bei Gelegenheit erneut zuschlagen.“




    Pokémon-Team:

    Geckarbor ♂️, Level 13

    Schwalbini ♂️, Level 12

    Trasla ♀️, Level 10


    Orden:

    0/8


    Ruhmeshalle Hisui (Pokémon Legenden Arceus)