Koutetsujou no Kabaneri [Kabaneri of the Iron Fortress]


  • OP & ED: Opening | Ending


    Als ein Originalwerk aus der Feder von Ichirou Ookouchi (Turn A Gundam, Code Geass oder Brave Story) entsteht der Anime beim Hause Wit, welche ins besondere durch Shingeki no Kyojin (Attack on Titan) bekannt sein dürften und genau an die erinnert die Serie doch sehr stark. Die Regie führt Tetsurou Araki der bekannt für seine Regieführung bei Werken wie Death Note oder eben auch Attack on Titan ist. Durch ein kürzliches Erdbeben in Japan wurde die zweite Folge um eine Woche verschoben, womit der Anime bisher erst drei Folgen umfasst. Amazon Prime hat sich weltweit die Rechte an den Anime gesichert und zeigt diesen in ihr Programm.


    In einer Fantasywelt, welche gerade eine industrielle Revolution durchlebt erscheinen urplötzlich die Kabane. Nahezu unsterbliche Monster, das durch Infektionen Menschen in untote Wesen verwandelt. Ihre einzige Schwäche ist ihr Herz, die jedoch durch eine dicke Schicht aus Eisen geschützt sind. Im Osten des Landes auf der Insel Hinomoto haben die Menschen Stationen gebaut, um sich vor diesen Kreaturen zu schützen. Mithilfe von einer riesigen Dampflokomotive transportieren sie Personen und Ware hin und her.


    Bisherigen eigener Eindruck:
    Zu aller Erst: Ich liebe das Ending. An die Serie selbst hatte ich selber im Vorfeld keine großen Erwartungen. Einfach aus dem Grund, dass mir Attack on Titan nicht sonderlich gefallen hat und mich die über dramatisierte Tote einfach nur genervt haben und den Anime ins Lächerliche gezogen haben. Da hier der Staff zum großen Teil aus den selben Team besteht, kann man meine Skepsis wohl nachvollziehen. Bisher gefällt mir KnK aber um einiges besser und die Handlung ist zwar recht Popcorn-lästig und sehr auf Action getrimmt, jedoch unterhält es. Die Musik ist klasse. Für mich einer der besten aus der Season. Die Animationen sind ziemlich gut und Visuell am Charakterdesign konnte ich bisher nie an Studio Wit meckern. Das haben sie in ihren anderen Produktionen auch immer sehr positiv gezeigt, auch wenn es oft am Skript mangelte.



    I’m just watching a bad dream I never wake up from.

    - Spike Spiegel from Cowboy Bebop

  • Episoden #01 - #04

    Ich find es ehrlich gesagt immer etwas komisch, wenn man KnK mit SnK vergleicht – nicht im Sinne von „da sind keine Ähnlichkeiten“, sondern im Sinne davon, dass SnK eine Manga-Adaption ist und KnK ein eigenständiges Projekt von Studio Wit. Demnach sind es schon zwei Paar Schuhe.


    Persönlich finde ich SnK, aber auch „gut“ im Sinne von Popcorn-Anime und in diese Kategorie reiht sich für mich auch definitiv Kabaneri ein – vorweg also gesagt: Wer das eine mochte, wird vermutlich auch dies mögen. Ob es umgekehrt der Fall ist und Kabaneri am Ende zu etwas „Besserem“ wird als die Titanen ist nach vier Episoden selbstredend schwer zu sagen.
    Falls jemand das eine noch nicht gesehen hat, möchte ich nun aber eigentlich keine Vergleiche mehr ziehen, es waren einfach nur ein paar einleitende Sätzchen.


    Kabaneri ist bisher ziemlich unterhaltsam und kann audiovisuell einen relativ angenehmen Standard halten, wenn auch immer mal Einbrüche da sind. In den Action-Szenen wird bisher allerdings nicht wirklich gespart und vor allem Szenen mit Mumei gefallen mir gut. Generell finde ich es gut, dass der Cast was seine Fähigkeiten angeht relativ ausgeglichen ist – wenn auch einige Personen bisher recht eindimensional bleiben und die typischen Stempel aufgedrückt bekommen. Da es hier aber nicht versucht wir ein tiefsinniges Werk zu erzeugen ist es vollkommen in Ordnung. Ich hatte anfangs die Befürchtung, dass der kleine Ikoma auch sofort ein super Kämpfer wird, allerdings hält er sich bisher bedeckt und ist kein Vergleich zu Mumei (Tut mir leid, doch noch ein Vergleich: Mumei könnte Mikasa so hart die Fresse einschlagen… Mumei best girl), allerdings muss ich sagen, dass mich ihre Attitüde in Episode 3 überhaupt nicht gefallen hat. Bin sehr froh, dass es sich in Episode 4 nun wieder eingependelt hat… aber diese sture Art ist absolut nicht nachvollziehbar gewesen…
    Ich verstehe, dass irgendwo dieser Konflikt gegeben sein muss, dass Menschen die Kabaneri fürchten, ABER wenn man sich ansieht was um die ganzen Leute geschieht, dann ist es absolut verständlich. Warum Mumei dann leichtfertigt rum zickt, sich über alle stellt und keinerlei Erklärung liefert (zum Beispiel zu dem Fakt, dass sie Blut trinken muss), fand ich dann einfach künstliches Drama. Wenn sie von Anfang an kooperativ gewesen wäre – und sie kann freundlich sein, wie man immer wieder merkt – dann hätte man sich einen ganz großen Teil des Gezeters in der dritten Folge sparen können…


    Sorry, darüber musste ich mich jetzt auslassen. Alles in Allem gefällt mir die Serie, aber ich denke, dass sie für mich einen typischen Popcorn-Anime-Effekt hat. Es ist nichts, was man Stunden analysieren muss und es gibt einige Logiklücken, wenn man zu genau auf alles achtet. Aber wenn man jetzt einfach gute Aktion sehen will, in guter Ausführung hat man hier auf jeden Fall einen guten Griff gemacht.

  • Bei KnK bin ich wenigsten auf den aktuellen Stand (Episode 6). Ich bin hier mir im unklaren was ich bisher von ihr halten soll. Das Design gefällt mir sehr gut, war auch in SnK schon recht gut, jedoch ist die Animationsqualität nicht stets konstant und es viele Stellen wo es deutlich schwächer oder kaum animiert ist. Dafür wie von Yuffie bereits erwähnt, aber auch gute Action Szenen die schon gut animiert sind. Was ich bisher bemängle, ist die durchwachsene Qualität. War die erste Episode eher ein schwacher Einstieg, so machte die zweite Episode wieder alles wett. Die dritte empfand ich als zu übertrieben und unpassend. Folge vier bis sechs waren dann zwar wieder etwas besser, jedoch nicht so gut wie die zweite. Es hat hier eine Entwicklung statt gefunden mit der ich mich nicht so ganz anfreunden kann. Evtl. ärgere ich mich zu früh und es pendelt sich wieder ein oder meine Befürchtung trifft doch ein und es wird nun nach ein Schema ablaufen den ich nicht ganz folgen mag.



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  • Folge #05 + #06
    Ja, muss schon sagen, die Qualität schwankt stark, allerdings finde ich es noch immer relativ sehenswert, wenn man „nur“ einen Action-Flick sehen will und nun nicht erwartet, dass hier ein Anime mit dem durchdachtesten Plot kommt. Manchmal wird zu Gunsten des Dramas ein absolut unsinniges Problem eingeworfen (zum Beispiel das mit dem Hund) und dann wird ein bisschen geschwollen daher geredet… außerdem hat mich genervt, dass Mumei und Ikoma praktisch instant wieder fit waren. Ja, ich weiß: Als Kabaneri haben sie bessere Regenerationsfähigkeiten. Aber Mumei konnte sich kaum bewegen als sie unter den Trümmern gefangen war, dann aber sofort wieder umherturnen. Gleiches für Ikoma, dessen Gedärme rausgefressen wurden, was aber im Endeffekt kein Problem war.
    Da hat mir einfach ein bisschen die Konsequenz gefehlt. Wie wäre es denn zum Beispiel gewesen, wenn sich die Gruppe dann eben ohne ihre beiden Trumpfe hätte beweisen müssen? Die zwei Kabaneri müssen drinnen bleiben, weil sie Kampfunfähig sind, die Ingenieure sprengen das Herz frei und dann hätte man zum Beispiel einbauen können, dass endlich mal irgendwas mit Ayames Bogen gemacht wird… dass sie dann so eine Explodier-Tasche reinfeuert oder was auch immer.
    Im Moment ist es mir noch ein bisschen zu sehr: „Alle verlassen sich auf Mumei und Ikoma!“ (dann aber instant arrogant handeln, wenn mal was schief läuft und man sich auf andere Charaktere verlassen muss). Hatte übrigens einen Moment geglaubt, dass Sukari stirbt… aber zum Glück nicht. Aber irgendwie ist auch dies das Problem: Man weiß irgendwie, dass keiner von den wichtigen Charakteren stirbt. Um hier kurz zu Shingeki no Kyojin zurück zu kommen: Immerhin sind da auch ein paar Charaktere „mit Namen“ gestorben. Diese Bedrängnis fehlt mir… man weiß irgendwie: Auch Ayame, Kurusu, Kajika und Co. werden wohl eher nicht sterben. Es sind immer diese „gesichtslosen“ die ihr Leben lassen müssen…


    Alles in allem finde ich es noch immer als Popcorn-Anime unterhaltend, langsam könnten aber mal die anderen Charaktere beweisen, was sie auf den Kasten haben und die Gefahr könnte auch mal etwas bedrohlicher sein…

  • Folge #07 + #08

    Doppelpost, aber ich muss mich jetzt doch mal „ausweinen“. Während die siebte Episode zu einem großen Teil ein bisschen fanservice-y war, war ich von der aktuellen teilweise sogar richtig stark angenervt (und ich könnte ins kalte Kotzen ausbrechen, wenn Leute dauernd sagen, dass der Anime ein perfekter Aktion-Anime wäre). Dies mag auf die Actionszenen an sich vielleicht zutreffen – wenn man die teilweise wirklich schlechte Animation außer Acht lässt – aber dafür fangen die Charaktere an zu Gunsten des Plots immer ein Drama zu machen… ich mag einfach nicht mehr mit ansehen, wie der Cast wegen dem kleinsten Disput ein absoluten Elefanten macht nur weil die Story es gerade verlangt…


    Insbesondere möchte ich hier auf Episode 8 eingehen. Obgleich Biba-sama vollkommen Recht hat (und jeder auf dem gesamten Planeten ihm zustimmen würde, dass man unter den Umständen in denen die Menschen leben stark sein muss um für das Überleben kämpfen zu können), sieht natürlich zufälligerweise nur Ikoma ein Problem mit seiner Ansicht. Alle anderen äußern sogar, dass Biba hier im Recht ist, dass er sich zum Beispiel gegen seinen Angreifer nur verteidigt hat, aber zu Gunsten des Plots und weil Biba-sama ja wirklich „böse“ ist…
    Auch: Mumei will von Ayame den Hauptschlüssel für den Zug. Diese fragt natürlich nach einem Grund, den Mumei nicht nennen kann… sie wird dann mit einem falschen Schlüssel abgespeist und als sie dies dann erfährt ist ihre Reaktion: „OH IHR BAKA, IHR VERTRAUT MIR GAR NICHT!“ WTF? Warum sollte man einfach so IRGENDWEM den Schlüssel geben, wenn man nicht mal eine plausible Begründung nennt… wenn deine Bekannten/Freunde einfach so sagen „Übrigens, gib mir den Schlüssel zu deiner Wohnung!“ – „Warum?“ – „Gib ihn mir einfach!“ machst du es doch auch nicht…?


    Es wird einfach viel zu oft grundlegende Menschenlogik zu Gunsten von gekünsteltem Drama vernachlässigt und Ikoma mit seiner extrem naiven Einstellung… mein erster Eindruck von ihm war positiv, aber das nervt….


    Nein, der Anime ist nicht total schlecht, aber bitte übersehen wir hier mal nicht die stinkenden Scheißhaufen im Raum und loben es als den neusten Anime des Jahrhunderts. Das ist nämlich definitiv nicht der Fall.

  • Und es geht tatsächlich (bis Episode 8) in genau diese Richtung, welche ich so nicht haben wollte. Die Visuals und die Hintergründe (besonders am Anfang von Episode 7) sind sehr schön gezeichnet. Das macht der Anime wenigstens gut. Opening/Ending gefallen mir von Mal zu mal immer besser und gehören zu den Top Sachen was in dieser Season läuft. Auch der reguläre Soundtrack, den man ab und zu leise im Hintergrund hört ist ziemlich gut. Die Animationsqualität ist weiterhin stark schwankend, auch innerhalb der Folgen. Dafür sind meines Erachten nach die Licht Effekte und kurzen Szenen, wo man das Wasser fließen sieht sehr schick.
    Alleine am Unterschied von Episode 7 und 8 sieht man wieder einmal wie diskontinuierlich das Skript ist. Abgesehen von bisschen (unnötigen) SoL Geblubbere und Otaku-Waifu Material zu Mumei sehe ich kein Existenzgrund für die siebte Episode.


    Zu Episode acht hat Yuffie auch schon alles gesagt. Unnötiges Drama und Interaktionen der Charaktere zu Gunsten der Handlung. Bin aber wirklich mal gespannt wie der Anime das alles noch in vier Episoden zurecht biegen möchte. Es sei denn, es wurde ohne meines Wissen eine zweite Staffel bzw. weiteren Cour bekannt gegeben, was ich aber nicht glaube. ^^ Gefallen haben mir die Action Szenen die in dieser Episode ganz gut zur Geltung kommen. Jedoch fand ich diese Mopeds ein bisschen unpassend.
    Btw. Biba sieht bisschen aus wie Seymor, oder? xD



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  • Ich möchte hier ein Video dalassen, welches meine Meinung eigentlich viel perfekter auf den Punkt bringt als ich es jemals könnte. Es ist vielleicht etwas faul meine eigenen Ansichten so zu präsentieren, aber mein Review dieser Serie hat nur solange gedauert, weil ich auf Biegen und Brechen versucht habe andere Worte zu finden als die, welche hier schon sehr treffend formuliert werden. Wer also einen; meiner Meinung nach; wirklich guten und treffenden Review sehen möchte, der kann sich das Video anschauen. Es spiegelt eben auch meine Meinung wieder, nur viel cooler ausgedrückt und mit visueller Untermalung:


  • Jo Gigguk, schön das er btw. wieder regelmäßig Videos macht, hat es treffend auf den Punkt gebracht. Kabaneri mag in einigen Fällen solides Standard sein, doch damit wollte sich die Serie nicht zufrieden geben, auch die zu Anfang eher "gewöhnliche" Action Story sollte nicht gewöhnlich sein, sowie seine Arche typischen Charaktere sollten heraus stechen. Also baute man "charakterliche Entwicklungen" ein und dramatisierte die Elemente, um dieses Action-postapokalyptische Handlung und ihr Setting völlig zu entfremden. Anstelle sich also auf die Action zu konzentrieren, fügt man forciertes Drama ein, in dem sich die Charakterisierung der Figuren zunehmend den beiden Polen „Psychopath“ und „leidendes Opfer“ annäheren. Die Figuren fallen in dieser Überdramatisierung dann schnell in sich zusammen und was Mitgefühl erregen soll, produziert in erster Linie Langeweile und Augenrollen. Mehr als fragwürdige Entwicklungen, die letztendlich der eher annehmbaren Handlung den Rest gibt und für mich bisher der größte Fail des Jahres ist. Technisch auf ein ganz guten Stand, mit netten Open- und Ending, jedoch innerlich ein Desaster. Kann ich niemanden auch nur im entferntesten weiter empfehlen.



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  • Ist irgendwie an mir vorbei gegangen, aber offensichtlich wird es einen Sequel-Film zum Anime geben – der Film heißt Kōtetsujō no Kabaneri: Unato Kessen / Kabaneri of the Iron Fortress: The Battle of Unato und wird am 10. Mai in Japan anlaufen.



    Nicht vergessen: Wer Interesse hat, kann den Anime völlig legal via Amazon Prime anschauen.