Bungō Stray Dogs

    • Bungō Stray Dogs


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      OP & ED: Opening | Ending

      Ohne eine Aussicht auf eine Zukunft, am Hungertuch nagend ohne Obdach, rettet der Junge Atsushi Nakajima einen Mann; der sich im Versuch auf Selbstmord ertränken wollte; das Leben. Der Selbstmordgefährdete stellt sich als Osamu Dazai vor, welcher in einer Agentur voller Leute mit außergewöhnlichen Fähigkeiten arbeitet. Nichtsahnend wird auch Atsushi in das Abenteuer gerissen und er wird Teil der Truppe – was sich aber gerade für ihn als gefährlicher entpuppt als man glauben möchte…

      Schon seit 2012 wird der übernatürliche Action-Manga; geschrieben von Asagiri Kafka und illustriert von Harukawa Sango im Magazin Young Ace abgedruckt und mittlerweile zu neun Sammelbänden zusammengefasst. Seit dem 07. April läuft aber auch ein Anime aus dem Hause Bones, welcher erst einmal 12 Episoden haben wird, im Oktober 2016 aber mit weiteren 12 Episoden vorerst abgeschlossen werden wird.

      Wer kennt den Manga? Verfolgt ihr aktuell vielleicht gerade den Anime?

      [Ich möchte hier erwähnen, dass die Serie zum Zeitpunkt an dem dieser Thread veröffentlich wird gerade aktuell läuft und ich hier sehr gerne die Leute anregen möchte ihre wöchentlichen Eindrücke Preis zu geben, falls sie den Anime verfolgen. Das heißt auch, dass wir hier sehr gerne – aber nicht ausschließlich – aktuelle Episoden untereinander besprechen, dies hat wiederum zur Folge, dass es durchaus zu Spoilern kommen kann. Einfach um ein etwas interaktiveren Thread zu gestalten. Aus Rücksicht auf spätere User und zur Separation zu vollständigen Reviews bitte ich euch also zu markieren falls ihr von spezifischen Folgen berichtet!]

      Episode #01 - #05
      Der Anime hat mittlerweile seine Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Witz gut eingependelt, auch wenn ich es von Anfang an nicht störend empfand, hatte ich kurz die Befürchtung, dass die Szenen mit etwas mehr Tiefgang darunter leiden könnten – doch diese Befürchtung hat sich als falsch herausgestellt. Gerade in Folge 3 und auch teilweise 4 kam alles gut zur Geltung, was teilweise durch den Stil, aber auch die Musik unterstrichen wird.
      Animationstechnisch spielt die Serie in der oberen Liga diese Season mit, das Charakterdesign ist toll und vor allem ist der Cast sympathisch. Die komplette Serie ist nicht ganz so tiefsinnig, was man auch merkt, hat aber durchaus sehr starke und emotionsgebundene Momente – die Vergangenheit von Atsushi wird aber vielleicht etwas zu oft verwendet um etwas begreiflich zu machen, was schon begriffen wurde.

      Stray Dogs macht Spaß mir bisher sehr viel Spaß zu schauen und auch wenn ich die ganzen Fähigkeiten aus der Serie schon kenne (oder non-Fähigkeiten, wenn man die fünfte Episode einberechnet), finde ich die Umsetzung super. Die Dynamik unter den Charakteren ist so lustig und ich kann es eigentlich empfehlen, wenn man Lust auf sowas hat~ Bonus-Spaß hat man übrigens, wenn man die Figuren kennt, welche als „Namensvetter“ für die Charaktere herhalten!

      Meine Lieblingsfähigkeit, von denen die man bisher kennt, ist übrigens Sasame Yuki von Jun'ichirō – sieht so hübsch aus, aber alle Fähigkeiten sind relativ cool, sei es wegen dem Skill an sich oder auch wegen den Konditionen, welche damit kommen.
    • Wahrscheinlich mein geheimer Favorit aus der Season, auch wenn die Qualität recht schwankend ist. Schlägt so der Anime zwar ernste Töne an, wird dann aber rasch von seiner Comedy unterbrochen. Es ist sehr unbalanciert. Die Charaktere machen das hier aber wieder wett von den ich jeden einzelnen in mein Haus aufnehmen würde. Das Design ist mit das Beste aus der Season und die Animationen können sich auch sehen lassen, auch wenn es nciht die allerbesten sind. Dafür sind die Hintergründe sehr detailreich und kräftig gezeichnet. Auch wenn es am Anfang nicht den Anschein machte, entwickelt sich der Anime immer mehr zu einer ernsten Geschichte und schafft es von Folge zu Folge mehr die Balance zwischen Comedy und ernste Erzählung zu halten und verbessert dies.


      There is no such thing as that rose-colored campus life. Why? Because there is nothing rose-colored in the world. Everything is all a bunch of colors mixed up, you see.

      - Seitarou Higuchi from The Tatami Galaxy
    • Dann auch mal hier meine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke; vollkommen Spoilerfrei!

      Als großer Fan des Mangas war dieser Anime einer auf den ich mich sehr gefreut habe, mit der Umsetzung bin ich dennoch nicht so sehr zufrieden, wie es hätte sein können. Trotzdem galt Bungō Stray Dogs für mich persönlich zu einer der unterhaltsameren Serien dieser Season!

      Die Story war für mich wohl der Punkt, welchen man am besten hätte verbessern können. Persönlich empfand ich den Cliffhanger als nicht so gut gesetzt – das hätte durchaus schon eine Folge früher passieren können. Was aber generell das Problem ist, ist vor allem die Balance zwischen prickelndem Nervenkitzel und dem albernen Humor mit welchem der Erzählstil immer wieder um die Ecke kommt. Dies hat die Serie zwar durchaus sympathisch wirken lassen, hat aber oft auch für die Einbuße von Ernsthaftigkeit gesorgt. Manchmal hätte ich der Story einfach mehr Dramatik an den richtigen Stellen gewünscht, aber wenn man es eher als eine spaßige Szene ohne schwerwiegende Tragik sieht hat das Konzept soweit funktioniert. Trotzdem wünsche ich mir hier sehr, dass in der nächsten Staffel weniger mit Witz und mehr mit Glaubwürdigkeit gearbeitet wird.

      Sympathie steht an oberster Stelle und die überzeichneten Individuen fungieren in ihrer Rolle sehr gut. Mir hat es Spaß gemacht dem Haufen an Chaoten zuzuschauen, ihre Macken kennenzulernen und die unterschiedlichen Persönlichkeiten beim Agieren zu beobachten. Auch wenn die tragische Geschichte unseres Tigerchens vielleicht ein bisschen zu oft aufgerollt wurde (ja, ich glaube spätestens nach dem fünften Recap haben wir verstanden, dass er ein armes Kerlchen ist), konnte man vermutlich einen Draht zu dem Cast aufbauen. Ein Schmunzeln blieb mir zumindest nicht verwehrt, dennoch war an manchen Stellen vielleicht zu dick aufgetragen und man ist etwas zu sehr ins Klischee abgerutscht. Einige Charaktere hätten einfach mehr Facetten verdient, doch in Hinblick, dass die Serie noch fortgesetzt wird, kann dies vielleicht noch werden und man kann den Charme des Mangas auch auf den Bildschirm zaubern.

      Die Animationen befinden sich die meiste Zeit im oberen Bereich, sehen vor allem beim Einsatz der unterschiedlichen Fähigkeiten gut aus und brechen auch bei den Aktionen-Szenen kaum ein. Trotzdem schwankt die Qualität manchmal, wobei dies eher bei den etwas gediegeneren Szenen ist in denen nicht so viel Wert auf das Detail gelegt wird. Manchmal wirkte die Umgebung etwas stumpf, doch die flüssigen Kämpfe und der coole Einsatz von Effekten werten das Gesamtwerk dann wieder auf.

      Opening und Ending haben mir sehr gut gefallen, sowie auch die Musik innerhalb der Serie immer wieder zur Atmosphäre beigetragen hatte. Passend waren die einzelnen Tracks, dennoch muss ich auf der anderen Seite sagen, dass es nun kein OST ist bei dem ich das Bedürfnis habe mir unbedingt die CD zu kaufen. Gut, Zweck auch mehr als auszureichend erfüllt, aber eben auch kein herausstechendes Meisterwerk.

      Wie man vielleicht an der Bewertung sehen kann, empfand ich die Serie trotz aller Makel als sehenswert und obwohl ich mir gewünscht hätte, dass sie die Vorlage nicht so auflockern, war ich stets unterhalten. Man sollte an die Serie aber auch wirklich nicht gehen und Erwartungen an einen epischen Thriller mit dramatischen Elementen haben, sondern wissen, dass die Hauptzutaten Comedy und Action sind. Darin funktioniert die Serie dann auch sehr gut. Für die zweite Staffel wünsche ich mir dennoch in einigen Punkten Verbesserungen. (Außerdem spielen in dem Anime lauter sexy Anime-Daddys mit; Yukichi, Francis und Ōgai, ich liebe euch. )