Yahari Ore no Seishun Love Come wa Machigatteiru。

    • Yahari Ore no Seishun Love Come wa Machigatteiru。

      Englischer Titel: My Teen Romantic Comedy SNAFU
      Kürzel: OreGairu

      Websites: JP | Twitter
      PVs: PV | PV #2
      Ops & EDs: Opening #1 | Opening #2 | Ending #1 | Ending #2

      Hikigaya Hachiman hat keine Freunde und auch keine Beziehung und sieht sozialen Kontakt als anstrengend, da die meisten Menschen sowieso Lügner sind, weswegen er die Welt um sich sehr pessimistisch und pragmatisch betrachtet… und genau wegen dieser Einstellung wird der Schüler von seiner Lehrerin in den „Service Club“ gesteckt, von dem zufälligerweise die hübsche, aber ebenso abgekapselte Yukinoshita Yukino Vorsitzende ist. Das Ziel des Clubs ist es anderen Schülern bei ihren Problemen zu helfen, was den beiden überraschend gut gelingt, weswegen auch bald die aufgeweckte Yuigahama Yui mit von der Partie ist um Hilfe zu leisten…

      Ursprünglich handelt es sich bei der Serie um einen laufenden Light Novel ab 2011 aus der Feder von Watari Wataru und den Zeichnungen von Ponkan⑧, welche zum Beispiel das Originale Design von Shirobako entworfen hat. Bisher gibt es elf Bände und drei Anthologien.
      Außerdem gibt es drei laufende Manga zu dem Titel: Yahari Ore no Seishun Rabu Kome wa Machigatteiru。 -Monologue- von Kazuki Reichi mit bisher sechs Bänden; Yahari Ore no Seishun Rabu Kome wa Machigatteiru。 @comic von Io Naomichi mit bisher vier Bänden und Yahari 4-koma demo Ore no Seishun Rabu Kome wa Machigatteiru。 von Taneda Yūta mit bisher einem Einzelband.

      Am 04. April 2013 bis zum 27. Juni 2013 liefen dann 13 Episoden unter dem Studio von Brain‘ Base, sowie es eine 30-minütige OVA vom 19. September gibt, während die zweite Staffel von feel. vom 02. April 2015 bis zum 25. Juni 2015 mit ebenfalls 13 Episoden lief. Falls ihr euch also fragt, warum die PVs so unterschiedlich aussehen, dann wisst ihr nun Bescheid. Eine weitere OVA wird auch am 28. Juli 2016 erscheinen!

      Auch wenn es für diesen Thread nicht wirklich relevant ist, da es hier im Bereich um Anime und Co geht, möchte ich erwähnen, dass es ebenso ein Spiel gibt, welches am 19. September 2013 für PlayStation Vita erschienen ist, welches von 5pb. entwickelt wurde. Auch das zweite Spiel kommt aus diesem Studio und erscheint gemeinsam mit der zweiten OVA am 28. Juli 2016.

      Kennt ihr etwas aus diesem Franchise und was haltet ihr davon?

      Ich bin ein riesen Fan des Light Novels, werde mich in meinem Review aber auf den Anime konzentrieren. Die Manga habe ich nicht gelesen! Trotzdem möchte ich hier anbei sagen: Wer Interesse an LN hat oder bisher nur von der Massenkost enttäuscht wurde, sollte OreGairu auf jeden Fall mal eine Chance geben! Für mich definitiv einer meiner Favoriten.

      Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick als würde sie nur Raum für eine platte Romanze geben. Schließlich kennen wir alle das Prinzip der unglücklichen Einzelgänger, welche im Laufe der Zeit auftauen und auf einmal nicht einmal die Eigenbrötler sind, die sie mal waren. Fast jede Serie, welche in das Genre RomCom (Romance & Comedy) fällt folgt genau einem solchen Plot, doch OreGairu hat weitaus mehr zu bieten! Auch wenn die Probleme der einzelnen Schüler manchmal sehr überspitzt dargestellt wurden, empfand ich vor allem die Emotionen immer extrem gut rüber gebracht, sodass sich die Konflikte realistisch angefühlt haben und man mitfiebern konnte.
      Hier muss man aber ganz klar sagen, dass dies vor allem an den Dialogen und dahingehend mit den Charakteren zusammenhängt. Diese sind; vor allem für Genrevertreter; überdurchschnittlich gut geschrieben und zeugen immer wieder von Cleverness. Die Charaktere haben Beweggründe, authentische Hintergrundgeschichten und Beziehungen, deren Kompliziertheit man nachvollziehen kann, auch wenn man manchmal nur Andeutungen bekommt. Das Schulsetting wurde hier nicht nur mit der Geschichte selbst, sondern vor allem mit dem Cast grandios getragen und obgleich man dieses Prinzip schon etliche Male gesehen hat und etliche Male sehen wird, wird diese Serie auf jeden Fall durch einen sehr wundervollen Zugang in meinen Erinnerungen bleiben!

      Für seine Zeit waren die Animationen jeweils vollkommen in Ordnung, allerdings fand ich den Stil in der feel.-Produktion weitaus besser und falls es eine dritte Staffel geben sollte, dann doch bitte wieder von diesem Studio. Den „Hass“ auf den Stilwechsel, empfand ich demnach also eher als so lala, insbesondere wenn man bedenkt, dass zwischen den Ausstrahlungen auch zwei Jahre lagen und sich so oder so etwas verändert hatte. Die Farben sahen einfach kräftiger aus, die Lichtreflexe waren weitaus hübscher und hat dem Ganzen einen viel hochwertigeren Look verpasst. Überdurchschnittlich und herausragend ist es in dem Sinne nicht, aber es war für seine Zeit jeweils hübsch und ich denke vor allem auch, dass die Staffeln sehr gut gealtert sind und auch jetzt noch einen ordentlichen Stil, sowie solide Qualität aufbringen.

      Die Musik ist solide und erfüllt ihren Zweck, aber abgesehen vom zweiten Opening (ich liebe Yanagi Nagi!) sind mir nun nicht wirklich Tracks in Erinnerung geblieben. Ich weiß, dass sie da waren und kann mich auch erinnern, dass sie in vielen Szenen den nötigen Feinschliff in eine Serie geliefert haben, aber es ist nichts was ich im Nachhinein anhören würde. Negative Kritik ist dies für mich allerdings nicht, denn es müssen nicht immer die besten Musikstücke aus den Boxen wummern, solange der OST seinen Zweck erfüllt und dies war auf jeden Fall gegeben. Negativ sind die Untermalungen nämlich in keinem Fall aufgefallen, die Geschehnisse wurden immer passend unterzeichnet und dies ist letztendlich was wichtig ist.

      Wie man an meinem Review vielleicht sehen kann, hat der Anime seine Stärken eher nicht im audiovisuellen, auch wenn dieser Aspekt noch immer vollkommen solide ist und keinen Abfall der Qualität bedeutet. Für alle, welche eine herkömmliche „fluffige“ RomCom-Serie suchen ist dieser Anime vielleicht zu ernst und tiefgründig mit den oftmals sehr langen Dialogen, wer hingegen einen erwachseneren Versuch mit der Thematik sucht oder allgemein ein Liebhaber dieses Genres in allen Formen und Farben ist, der hat etwas verpasst, wenn er dieser tollen Serie keine Chance gibt! Bonus: Der Anime hat einen sehr süßen Otoko no Ko.
    • Nachdem ich Staffel 1 beendet habe kann ich nicht so wirklich die Beliebtheit der Serie nachvollziehen. Obwohl Yui teils zu hyperaktiv war haben mir die drei Hauptfiguren aber relativ gut gefallen, wobei ich mir Hachiman noch fieser gewünscht hätte. Aber nach dem guten Anfang in kleinem Kreise, bei dem Yui sowie zwei weiteren Personen durch den Club geholfen wurde, driftet die Serie plötzlich in Events ab. Erst ein Ausflug mit Grundschülern in den Wald, wo mir der Bezug zum Club nicht ganz klar war, anschließend eine Bühnenshow an der Schule und zum Schluss ein Sportevent, bei man sich auf gut Deutsch gegenseitig verkloppen sollte?! Die Serie zeigt nicht nur, wie langweilig unser Schulalltag in Deutschland war, sondern wie übertrieben verrückt die Japaner mal wieder sind. Zumal all das Zeug immer nur von den gleichen vier Personen geplant wurde. Außerdem war dieser Junge mit einem offensichtlich zu hohen Östrogenspiegel ein so grässlicher Charakter, da kam mein Hals auf einen Meter Durchmesser, ja genau, SO einen Hals hatte ich da. Die restlichen Charaktere blieben uninteressant und stereotypisch, auffällig waren des weiteren diese fragwürdigen Namen, bei denen meistens der Vorname oder ein Teil davon erneut im Nachnamen vorkam. Rumi Tsurumi, Yui Yuigahawa, Saki Kawasaki, Hayata Hayama, Yukino Yukinoshita...STAHP PLEASE.
      Wenigstens konnte ich über ein paar Gags schmunzeln, einmal auch schön lachen.

      Nichtsdestotrotz eine Serie, die viel zu sehr gelobt wird, wo sie sich in einigen Punkten doch nicht vom Rest unterscheidet. Waren meine Erwartungen zu hoch? Ich schau kaum noch Anime, eben genau deswegen. Sucht man sich besondere Serien raus, dann sind sie doch nichts weiter als Mittelmaß, davon ausgehend dass man 08/15 Zeug oft so richtig schön in die Tonne treten will. Das hat meine Motivation nicht gerade gefördert und ich finde es schade, nach den ersten paar Folgen dann mit der zweiten Hälfte der Serie meine Zeit verschwendet zu haben.