Hataraku Maō-sama!

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    • Hataraku Maō-sama!

      Englischer Titel: The Devil Is a Part-Timer!

      Websites: Light Novel (JP) | Anime (JP) | Twitter
      PVs: PV
      OP & ED: Opening | Ending

      Ente Isla steht unter der eisenharten Schreckensherrschaft von Satan und seinen Schergen, welcher Stück für Stück dabei ist mehr Land für sich zu gewinnen. Doch die hübsche Heldin Emilia kann dies jedoch nicht zulassen und in einer epischen Schlacht befördert sie den bösen Herrscher und seinen Untertan Alsiel in eine andere Dimension…
      Das moderne Tokyo ist nun nicht die Umgebung, welche die Dämonenbrut gewöhnt ist, weswegen sie beschließen sich anzupassen, bis sie einen Weg zurück in ihre eigene Welt finden – sofern dies überhaupt möglich ist. Und dies geht nur, indem sie ein normales Leben aufbauen. Maō Sadao und Ashiya Shirō; wie sie sich jetzt nennen; führen fortan ein außergewöhnlich durchschnittliches Leben, beziehen eine Wohnung und die Lordschaft fängt sogar an in einem Fast Food-Restaurant zu arbeiten…

      Seit dem Februar 2011 erscheint der Light Novel aus der Feder von Wagahara Satoshi und mit den Zeichnungen von 029 (Oniku) in mittlerweile 16 Bänden.

      Im Februar 2012 startete dann eine Manga Adaption von Hīragi Akio, welche mittlerweile neun Bände umfasst, sowie seit Mai 2012 einen Spin-off-Titel Hataraku Maō-sama! High School! gezeichnet von Mishama Kurone in bisher fünf Bänden.

      Am 04. April 2013 startete Studio White Fox dann eine zugehörige Anime-Serie, welche nach 13 Episoden am 27. Juni 2013 ihr Ende fand. OVAs und dergleichen gibt es von diesem Franchise nicht.

      Kennt ihr dieses Franchise?

      Ich habe den Light Novel angefangen, nachdem ich den Manga kannte, sowie ich beide Manga unregelmäßig verfolge – wobei dies hier weniger an dem Inhalt liegt, als an den schönen Illustrationen. Da die Werke aber auch alle noch laufen und ich bei weitem nicht Up-to-Date bin, bezieht sich auch hier mein Review lediglich auf die animierte Serie.

      Schon seit Jahren bekommen wir jede Season einen – oder sogar mehrere Anime – mit derselben Prämisse. Ein Kerl (mit außergewöhnlicher Power) wird in eine für ihn eher ungünstige Situation geworfen (er kommt an eine Mädchenschule; er ist der Loser auf der Elite-Kampf-Akademie oder wie in diesem Falle: Er wird in eine fremde Welt geschleudert), während nach und nach die Mädchenherzen ihn zu Füßen fliegen. Der Unterschied zu dieser Serie und vielen; vor allem aktuellen; Shows ist aber, dass sie sich vielleicht abgesehen von den ersten paar düsteren Minuten überhaupt nicht ernst nimmt und irgendwie nur einen einziges Ziel zu verfolgen scheint: Den Zuschauer zum Lachen zu bringen. Selbst wenn mal vermeintliche Gefahren lauern, werden diese Szenen zu einem sehr großen Teil dazu genutzt weitere Comedy-Elemente einzufügen. Da gibt es deswegen keine sonderliche Entwicklung und wer einen dichten Plot sucht, der wird vergebens suchen – wer jedoch witzige Szenen im Minutentakt erwartet, der wird hier finden was das Herz begehrt. Und es schlägt dabei auch nicht unbedingt den Weg der Pseudo-Romantik ein, auch wenn es hin und wieder mal Andeutungen gibt, steht es nie im Fokus.

      Die Charaktere sind ebenso nur ein Instrument und haben nicht viele Facetten zu bieten, funktionieren in einem rein komödiantischen Genre aber ausgezeichnet. Selbst vermeintliche ernste Szenen, werden am Ende doch selbst durch den Kakao gezogen und die Vielfalt an weiblichen Cast-Mitgliedern ist auch immer für ein bisschen (ungewollten) Fanservice zu sehen, wobei man hier nicht allzu sehr in die Extreme schlägt was zum Beispiel Nacktheit oder sexuelle Anspielungen angeht. Wenn man sich darauf einlässt und keine tiefgründigen Problematiken und dramatischen Hintergrundgeschichten erwartet, dann hat man es hier mit einem sympathischen und vor allem bunten Haufen zu tun. Von der liebenswerten und etwas tollpatschigen Mitarbeiterin bis hin zu dem sadistischen Bösewicht, der am Ende zu einem richtigen NEET mutiert; und übrigens mein Liebling war; bekommt man eine Vielzahl an zweckerfüllenden Charakteren.

      Visuell muss man erst Mal festhalten, dass es bei so einem Genre vollkommen klar ist, dass das Design gut aussieht, allerdings sticht es hier nicht unbedingt durch Individualität hervor. Im Vergleich würde es wohl hinter vielen LN-Adaptionen zurückstecken, dennoch empfand ich die Charaktere hübsch und vor allem auch schön animiert. Kunterbunte Farben waren hier Programm und sofern es zu den over-the-top Action-Szenen kam, waren die Bewegungen flüssig und die Effekte stilsicher. Die Musik war eher zweckdienlich und bleibt einem sicherlich nicht im Ohr hängen, wozu man auch den Opening- und Ending-Song zählen kann. Sicherlich ist es natürlich generell Geschmacksache, aber man kann schon sagen, dass es sich um sehr typische JPop-Tracks handelt.

      Wer Comedy-Serien im Stile von zum Beispiel Hentai Ōji to Warawanai Neko。 oder auch Kono Subarashii Sekai ni Shukufuku o!; also sehr extrem ohne sich dabei ernst zu nehme; sucht, der sollte hier auf jeden Fall einen Blick riskieren. Als Comedy-Anime habe ich diese Serie sehr genossen.