Von Samantha Harvey habe ich letztens Orbital gelesen und es war gar nicht meins.
Die Grundidee war an sich interessant: Mehrere Astronaut*innen befinden sich auf einer Raumstation, die sich um die Erde bewegt. Eines Tages bekommen sie jedoch die Nachricht, dass die Mutter einer von ihnen gestorben ist... Leider war die Umsetzung gar nicht meins, es gab mir zu viele philosophische Momente, die mich langweilten, und die Handlung ging da ganz weit unter.
Derzeit lese ich The Stardust Grail von Yume Kitasei und Self-made boys von Anna-Marie McLemore parallel. Das erste Buch handelt von Maya, die ein Artifakt retten will, mit dem sich das Überleben einer Alienspezies sichern lässt, gleichzeitig würde eine Übergabe an ebenjene Spezies aber auch dafür sorgen, dass die Erde von intergalaktischen Reisen abgeschlossen ist.
Das zweite Buch ist eine Nacherzählung von The Great Gatsby, aber mit dem Twist, dass Jay und Nick trans sind, ebenso sind Nick und seine Cousine Daisy Latino/Latina (auch, wenn Daisy aufgrund unklaren Gründen versucht, nach amerikanischen Verhältnissen als weiß durchzugehen). Ist bis jetzt recht interessant zu sehen, wie hier ausgearbeitet wird, wie Minderheiten in den USA der Goldenen Zwanziger behandelt wurden- auch, wenn ich ehrlicherweise nicht weiß, warum man hier gerade den Klassiker umschreiben musste und nicht stattdessen ein komplett neues/nicht von einer bekannten Geschichte inspiriertes Buch schreiben konnte... Ich hatte aber bis jetzt noch nicht das Gefühl, dass es keinen Unterschied gemacht hätte, zu welcher Version ich gegriffen hätte, ich erkenne zwar einiges aus dem Original wieder, aber bis jetzt gibt es genügend Änderungen, dass es nicht langweilig ist.