Was lest ihr gerade?

  • Harry Potter and the Goblet of Fire (Joanne K. Rowling)

    Ich lese den 3. Teil immer noch sehr, sehr gerne und natürlich geht es danach ohne Weiteres ins nächste Buch rein.

    Ähm, ich mag mich irren, aber war das nicht das 4. Buch? 🤔

    Der 3. Teil war nämlich "der Gefangene von Askaban", mein absoluter Lieblingsband der Reihe 😃

  • Ich habe gerade ein Buch namens Phönix angeschlossen. Gerne würde ich hier was erklären, aber das ist derartig komplex ...

    Jetzt lese ich gerade den zweiten Teil von der Phönix Reihe von Michael Peinkofer.

    Das Buch heißt Phönix : Widerstand.

    Man kann sagen, dass es sich sehr gut liest und eine schöne Story beschreibt. Aber wenn ich das Buch beschreiben wollen würde, müsste ich entweder lügen oder einen großen Plot Twist vorwegnehmen.


    LG Maronus

    Maroni ist die Mehrzahl von Maronus. Esst meine Brüder nicht !

  • Das Spiel (Stephen King)

    Habe vor kurzem dieses Werk des Meisters beendet. Hat mir insgesamt ziemlich gut gefallen, auch wenn es meine King-Favoriten nicht vom Thron stößt. Hab dem Buch 4 von 5 Sternen gegeben. Ich bin nicht so leicht reingekommen, was aber vermutlich an mir liegt; hab die Monate davor nur Mittelalter-Fantasy gelesen und King, der ja auch gerne mal im Slang schreibt, hat mich mit seiner neuzeitlichen Sprache zu Beginn ein wenig aus der Fassung gebracht. Aber es ging dann.

    Es geht um ein Ehepärchen im mittleren Alter, das sich das Sexleben ein wenig spannender gestalten will. Sie fahren hierfür in eine kleine Hütte im Wald und in diesem lässt sich Jessie, die Protagonistin, ans Bett fesseln. Ihr Mann erleidet dann aber einen Herzinfarkt und stirbt am Fuße ihres Bettes. Jessie liegt jetzt alleine und angekettet in dieser Hütte - scheinbar alleine. Ihre psychischen Probleme, die sie seit Jahren mit sich rumschleppt, helfen in dieser Situation nicht gerade.


    Wenn "psychologischer Horror" ein Genre ist, dann passt dieses Buch da hinein.


    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -

  • ...und mit King geht es fröhlich weiter. Nun habe ich vor ein paar Tagen damit angefangen, "The Stand" nochmal zu lesen, und, holy crap - auch wenn das Buch größtenteils seine Momente hat, hatte ich nicht mehr in Erinnerung, wie verdammt lang sich der Auftakt hinzieht, bis auf Seite sechshundertsowieso - nach über der Hälfte des Buches - alle Hauptfiguren zueinandergefunden haben. Auch wenn King die Zeit bis dorthin mit umfangreichen Biografien der Charaktere sinnvoll genutzt hat, ziehen die einen oder anderen Passagen sich dann doch ein klein wenig zu sehr in die Länge. Aber man wird für seine Lesemühen eben mit nicht uninteressanten Charakterentwicklungen belohnt. Hinzu kommt, dass einige Figuren auch einfach verdammt jung sind und man sich an manchen Stellen fragt: "Wow, hätte ich in dem Alter so handeln können?".


    Ein weiterer ganz sympathischer Aspekt ist, dass King den Roman Mitte der 70er geschrieben hat und mit dem Handlungsjahr 1990 einen Ausflug in die Zukunft gemacht hat, dabei aber auf alberne Technik-Fantasien wie fliegende Autos und frühzeitige "Videotelefone" verzichtet hat. Nun, die hätten ja am Rande einer eben erst zugrunde gegangenen Welt sowieso nichts genützt, gell?

    "You better believe that happy crappy!"

    -The Kid (The Stand)

  • Quality Land:


    Eine herrlich fiktionale dystopische Geschichte mit einer Menge schwarzem Humor, wie ich finde.


    Kern der Geschichte ist die Gründung eines Idealstaats, wo man zB. eine Punktebewertung zur

    Nützlichkeit erhält, die Antwort auf alle Fragen nur noch "OK" lautet und noch andere Dinge.

    Masken in Öffentlichkeit? Ja. Masken auf der Arbeit? Eventuell. Masken in der Schule? Nein!

  • Hermann! Vom klugen Umgang mit dem inneren Kritiker - Tom Diesbrock

    Ziemlich leichte Lektüre, die einfach und bebildert gestaltet ist. Fasst allerdings wunderbar alles zusammen, was einigen vielleicht das Leben schwer macht, ohne dabei Selbstkritik schlecht zu reden. Immerhin ist es immer gut sich selbst und andere zu hinterfragen, geht es allerdings soweit, dass man sich selbst dadurch vieler Möglichkeiten beraubt, muss der Umgang mit dem eigenen Kritiker, welchen er als Hermann bezeichnet, gelernt werden.

    Habs gestern begonnen und bin schon 70% durch, da es sich echt flüssig lesen lässt. Hat aber auch nur 110 Seiten. Also durchaus auch in einem Tag zu schaffen, wenn man nicht am Abend beginnt. :)

    »The most important thing in life is to learn how to give out love, and to let it come in.«

    - Tuesdays With Morrie, Mitch Albom

  • Ich habe gestern "Der Verrat" von John Grisham angefangen. An Grisham scheiden sich ja die Geister - man wirft ihm Humorlosigkeit vor und dass sein Thema - seine Hauptfiguren sind allesamt Anwälte - sich sehr schnell abnutzt. Das mag soweit stimmen, aber lesen tut es sich doch sehr gut. "Der Verrat" beschäftigt sich nun damit, wie eine Gesellschaft mit den Armen und Obdachlosen umgeht und dass kaum jemand daran interessiert ist, diesen Menschen aktiv zu helfen, anstatt sich einfach auf der Gewissheit auszuruhen, dass Suppenküchen und Notunterkünfte doch sowieso von den eigenen Steuergeldern mitfinanziert werden und man doch eine eigene Tür hat, vor der man kehren muss, bevor man sich um andere kümmert. Also hat man es hier mit einem Thema zu tun, das nie an Aktualität einbüßt, denn dieser 1998 erschienene Roman könnte genausogut in der heutigen Zeit spielen.

    "You better believe that happy crappy!"

    -The Kid (The Stand)

  • Ich lese aktuell immer noch Spirit Animals, da aber wohl den letzten Band.


    Es handelt von einer Welt die unserer sehr ähnlich ist. Dort gibt es die möglichkeit das einem Kind (war es ab dem 12 Geburtstag?) ein Seetentier erscheint das einen fortan begleitet. Damit diese Bindung problemlos passiert, bekommen diese von den "Grünmänteln" den Nektar gereicht. Trinkt man von diesen, geschieht die Seelenbindung problemlos und das Seelentier, sofern man das Glück hat eines zu erhalten, erscheint dann sofort. Wenn eine erscheint ist es meist eine große Ehre. Meist wird man dann von den "Grünmänteln", ebenfalls alle mit einem Seelentier gesegnet, in die Lehre genommen und sorgt dann gemeinsam mit diesem für die Ordnung in der Welt.


    Es existieren zu Beginn der Buchreihe zudem mehrere große Tiere, die ebenfalls über die Welt wachen. Allerdings gab es in der Vergangenheit einen großen Krieg in den auch diese Tiere nicht unbeteiligt waren. Dabei wurden 4 dieser Tiere getötet, aber der Frieden konnten wieder hergestellt werden.


    Im ersten Band erscheinen dann 4 Kindern in der Nektarzeremonie genau diese 4 getöteten großen Tiere als Seelentiere. Die kommen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und jeweils aus einem anderen Kontinent. Die Grünmäntel versuchen diese 4 Kinder in Obhut zu nehmen, denn die 4 großen Seelentiere werden ausgerechnet zu einem Zeitpunkt wiedergeboren, als gerade ein weiterer Krieg ausbricht. Die Ereignisse von damals scheinen sich zu wiederholen.

    Die 4 Kinder erleben dann allerhand Abenteuer im Kampf gegen diese und weitete Bedrohung. Mir hat die Buchreihe gefallen und ich finde es schade das diese bald zuende geht.


    Aber es wartet schon die nächste Reihe auf mich, zu der ich schon das erste Buch testweise gelesen habe.


    Animox


    Dort geht es um Tiermenschen die unentdeckt unter den Menschen leben. Diese sind unterteilt in mehrere Gruppen, entsprechend der Rassen. So gibt es beispielsweise die Reptilien, die Flugtiere, die Säuger etc. Der Protagonist wächst im Glauben ein normaler Mensch zu sein, in New York auf. Erst als er plötzlich mit Tieren reden kann, kommt ihm langsam der Verdacht, daß mit ihm etwas nicht stimmt. Eben weil er sich mit Tieren unterhält, wird er in der Schule gemobbt, weil sie Mitschüler denken er spinnt. Wie sich dann im ersten Buch herausstellt, ist man ein Tiermensch, kann sich also bei Wunsch in ein Tier verwandeln. Allerdings nicht nur das, es stellt sich schnell heraus, daß man eventuell ein ganz besonderer Tiermensch ist, det die Fähigkeit geerbt hat, sich in mehr als nur ein Tier zu verwandeln. Das hängt mit einem imperialen Heerscher zusammen, der sich in der Vergangenheit mit Hilfe eines Stabs die Verwandlungkräfter anderer Tiermenschen angeeignet hat. Dieser wurde damals besiegt, doch ist der Protagonist ein Nachfahre eben von jenem Heerscher. Hat er die Fähigkeiten geerbt oder nicht? Eben wegen seiner Abstammung ist er im verborgenen aufgewachsen, denn viele fürchten sein Erbe und andere suchen nach dem Stab und würden ihm seine Fähigkeiten damit gern berauben. So beginnen allerlei Abenteuer. Die nächsten Bände hab ich hier bereits liegen und sobald ich den letzten Band von Spirit Animals gelesen habe, werde ich damit beginnen.

  • Das wandelnde Schloss (Diana Wynne Jones)

    Nachdem mich der Ghibli-Film so begeistert hat, wollte ich das zugehörige Buch aus dem Jahre 1986 auch mal lesen. Das erste Drittel des Buches ist mit dem Film handlungstechnisch ident, danach geht der Plot ziemlich auseinander.

    Die Geschichte fand ich grundsätzlich interessant und die Idee eines umherstreifenden Schlosses ansich gut. Ich tat mir stellenweise nur schwer, dem Ganzen zu folgen, denn der Schreibstil hat mir nur teilweise zugesagt. Manche Beschreibungen musste ich fünfmal lesen, weil ich nicht gecheckt habe, was mir die gute Frau da sagen wollte. Wie auch der Film wird die Handlung am Ende ein wenig crazy; ich habe dann leider nicht mehr alle Fäden zusammenspinnen können. Verwirrend fand ich auch zu erkennen, was aus magischer Sicht alles möglich ist und was nicht. Dann ist man mal in erfundenen Königreichen, dann wieder in "unserer" Welt. Irgendwie bin ich da stellenweise nicht mitgekommen.

    Die Stärken des Werks sind definitiv die Charaktere. Diese haben markante Eigenschaften, aber sind so unkonventionell geschrieben, dass sie dabei wenig Klischees bedienen und sich real und glaubwürdig anfühlen. Ich konnte meist gut die Gedanken der Personen nachempfinden, seien es sympathische oder unsympathische. Calcifer war natürlich mein Liebling, genauso wie im Film.


    Alles in allem ein Fantasy-Roman mit schöner Grundidee, der mir aber aufgrund des Schreibstils nicht gar so schmackhaft war. Ich bevorzuge den Film. 3 von 5 Sterne.


    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -

  • Ich habe mir gestern Blutige Nachrichten von Stephen King gekauft (Gebundene Ausgabe, bei King muss das sein!) geholt, allerdings noch nicht reingelesen – wollte ich heute dann machen, muss aber noch arbeiten… jedenfalls gehört es zur Reihe, in die auch Mr. Mercedes, Finderlohn, Mind Control und Der Outsider gehören (Holly Gibney- bzw. Bill Hodges-Bücher).


    Mir war gar nicht bewusst, dass es noch ein Buch in dieser Reihe geben wird, daher war ich (positiv) überrascht, als ich es gestern zufällig mitbekommen habe. Tatsächlich bin ich; was Buch-Release angeht; gar nicht so auf Zack und bekomme vieles eher spontan mit… ich hoffe jedenfalls, dass das Buch genauso gut wie der Rest wird, da ich Holly aber einen der besten Charaktere von King finde, bin ich relativ positiv eingestellt.

    ✦ Veni, veni, venias ✦

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    Ne me mori facias ✦

  • Maikäfer, flieg! (Christine Nöstlinger)

    In diesem autobiographischen Werk berichtet die Autorin von ihrer Kindheit im 2. Weltkrieg. Dabei wird vom Kriegsende berichtet, vom zerbombten Wien und dem Einmarsch der Russen. Ich fand das sehr spannend zu lesen, da die meisten Geschichten aus dieser Zeit von der NS-Herrschaft und den Konzentrationslagern handeln; es war einfach mal etwas anderes. Wie für Nöstlinger typisch ist das Buch in sehr einfacher Sprache geschrieben, da es ja grundsätzlich Kinderbücher sind, die sie verfasst hat.

    Das Buch hat mich stellenweise ziemlich berührt, wie viele Geschichten aus dieser Zeit. Eine "schöne" und wichtige Sache, dieses Thema für Kinder und Jugendliche aufzubereiten. Sowas hätte mich im Geschichtsunterricht damals sicherlich mehr interessiert, als das chronologische Abhandeln der Kriegsjahre mit massig Zahlen und Fakten zum Auswendiglernen. Da das Buch das Kriegsende und nicht die NS-Herrschaft thematisiert, ist es imo nochmal etwas Besonderes. 5/5 Sterne.


    Als Nächstes geht es nun wieder mit GoT weiter. Habe ja jetzt ein paar Bücher - der Abwechslung wegen - dazwischen geschoben, nun geht es aber wieder zurück nach Westeros.


    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -

  • Habe mir sogleich den nächsten Grisham-Roman vorgenommen, diesmal den nicht ganz so unbekannten "Die Firma" (wurde einst auch mit Tom Cruise in der Hauptrolle verfilmt). Und wieder frage ich mich, wieso mich JG vorher nie so interessiert hat, wieder mal ist es sehr flüssig und spannend geschrieben. Die Thematik ist auch eine andere, diesmal geht es um einen jungen Nachwuchs-Anwalt, der von einer Kanzlei eingestellt wird, die keine Wünsche bezüglich Aufstiegsmöglichkeiten und Reichtum offen lässt, sofern man gewillt ist, die dafür notwendige Arbeit zu leisten. Dann stellt sich jedoch bald heraus, dass die Kanzlei von der Mafia kontrolliert wird und ein Ausstieg fatale Folgen hätte. So lässt der Hauptcharakter Mitch McDeere sich auf ein gefährliches Spiel ein, indem er beginnt, als Doppelagent für "die Firma" und das FBI zu agieren.

    "You better believe that happy crappy!"

    -The Kid (The Stand)

  • Ich habe mir gestern Blutige Nachrichten von Stephen King gekauft (Gebundene Ausgabe, bei King muss das sein!) geholt, allerdings noch nicht reingelesen – wollte ich heute dann machen, muss aber noch arbeiten… jedenfalls gehört es zur Reihe, in die auch Mr. Mercedes, Finderlohn, Mind Control und Der Outsider gehören (Holly Gibney- bzw. Bill Hodges-Bücher).

    Bei mir hat es endlich klick gemacht: Die erste Verwunderung kam, als das „erste Kapitel“ (der Prolog) schon ziemlich lange ging. Für ein Kapitel ~ 1 Stunde Lesezeit zu haben, ist nicht normal und hat mir auch ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen.


    Bis ich kapiert habe, dass die Buchbeschreibung einfach vollkommen falsch ist. Das Buch beinhaltet VIER Geschichten – die dritte davon ist nach dem Buch benannt, die längste Story und gehört zur Holly Gibney-Reihe… da merkt man aber, was falsches Marketing (und falsche Ausschreibung auf dem Buchrücken?) anrichten kann.


    Denn: Mir hat das Buch die ersten zwei Kapitel nur auf Grund meiner falschen Annahme nicht gefallen. Ich fand das erste Kapitel/den Prolog viel zu lang und war dann gänzlich verwirrt darüber, dass das zweite Kapitel keinerlei Zusammenhang hatte. Nur vage (Internet?), maximal.


    Bis ich mich im Internet schlau gemacht habe… nun habe ich begriffen: AH, es sind vier unabhängige Geschichten. Dementsprechend finde ich die ersten beiden Geschichten bisher ganz gut; Nummer Uno hat mir etwas besser gefallen… aber man merkt wohl auch: Nach so langer Zeit bin ich jetzt erst bei Story 3 angekommen… durch diesen anfänglichen Irrtum, hatte es mir schon ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen.


    Trotzdem freue ich mich jetzt; nicht mehr wie ein totaler Dummkopf; die anderen zwei Storys zu lesen und sie hoffentlich durchweg zu genießen. Ohne Gefühl der Verwirrung.

    ✦ Veni, veni, venias ✦

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    Ne me mori facias ✦

  • Ich befinde mich noch immer in mein Dune Reread. Derzeit bin ich im dritten Buch und freue mich sehr auf den vierten. Dieser gehört mit den ersten Buch zu den besten der Reihe.

    Bei mir ist es gut 10+ Jahre her, wie ich die Bücher damals gelesen habe. An den Inhalt des ersten Buches konnte ich mich noch sehr gut erinnern. Hatte das erste Buch nämlich öfters als die anderen Teile gelesen.


    Der Schreibstil von Herbert schafft es ein in die Welt von Arrakis zu entführen. Im höheren Alter ist mir vieles viel klarer ersichtlich und man versteht es zwischen den Zeilen zu lesen. Die subtile Ausarbeitung der Charaktere, ihre Ideale, Moral und der Bezug wofür sie thematisch stehen. Reich an Kultur und einer faszinieren Welt. So viele tolle Zitate können sich aus dem Werk verewigen.



    I’m just watching a bad dream I never wake up from.

    - Spike Spiegel from Cowboy Bebop

  • Zurzeit bin ich dabei, einige historische Romane zu lesen.


    Gestern habe ich das Buch Das Spiel des Engels von Carlos Ruiz Zafon durchgelesen. Es ist die Vorgeschichte von Der Schatten des Windes und erzählt die Geschichte von David Martín, der sich vom Möchtegern-Journalisten zum Autor entwickelt, allerdings seine Bücher nur unter einem Pseudonym veröffentlichen kann und irgendwann auch von einem mysteriösen Mann namens Andreas Corelli angeheuert wird, der von ihm verlangt, ihm ein eigenes Buch zu schreiben.
    Ich bin über das Buch etwas zwiegestalten. Der Anfang der Geschichte ist nicht wirklich so meins, da Davids Weg zur Autorenberühmtheit nicht ganz so interessant zu lesen war- erst, als er auf Corelli trifft, wird die Handlung interessanter. Gegen Ende hin schwächelt die Geschichte jedoch stark, denn meiner Meinung nach sterben auf den letzten hundertfünfzig Seiten etwas zu viele Charaktere.

    Wirklich schlecht ist das Buch jedoch nicht- zwar hätte man es nicht wirklich gebraucht, um die Handlung von Der Schatten des Windes zu verstehen, allerdings ist es trotz der Schwächen noch lesenswert.


    Zurzeit lese ich jedoch zwei Bücher gleichzeitig. Das erste Buch ist Die Zeitdetektive: Unter Pharaonen und Gladiatoren von Fabian Lenk- das ist ein Sammelband, in dem die ersten beiden Bände der Zeitdetektive zum Preis von einem abgedruckt wurden. Die Serie handelt von den drei Freunden Leon, Kim und Julian, die eines Tages eine Zeitmaschine namens Tempus in einer Klosterbibliothek finden und in den verschiedenen, in sich abgeschlossenen Bänden diese auch nutzen, um in verschiedene historische Epochen zu reisen- in diesem Band sind sie zur Zeit von der Pharaonin Hatschepsut und dem römischen Kaiser Tiberius unterwegs. Da die Serie hauptsächlich an eine jüngere Zielgruppe vermarktet wird, ist die Umsetzung nicht wirklich tiefgründig- allerdings ist das nicht schlimm, da ich manchmal auch gerne etwas Seichtes für Zwischendurch lese.
    Das zweite Buch ist Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten von Camille Aubray. Das Buch erzählt zwei Geschichten gleichzeitig- ein Erzählungsstrang spielt in den 1930ern und erzählt von Ondine, die sich mit dem Maler Picasso anfreundet, der zufällig in ihre Heimatstadt zieht und das Essen aus dem Cafe bezieht, in dem sie arbeitet, während der andere Erzählungsstrang von ihrer Enkeltochter Céline handelt, die versucht, mehr über Großmutter herauszufinden, nachdem sie ihr Kochbuch geschenkt bekommt. Weit bin ich noch nicht, aber das Buch ist trotzdem recht interessant.

  • Der Thron der Sieben Königreiche (George R. R. Martin)

    Die zähe Reise ist geschafft. Am Ende hat das Buch noch einigermaßen Fahrt aufgenommen, vor allem bei Arya, Theon und Tyrion, sogar Bran wurde langsam mal interessanter. Mein größter Bonus zum Ende hin war natürlich das Daenerys-Kapitel, die gerne zahlreicher kommen dürfen. Erstmal brauch ich allerdings Pause von GoT, auch wenn Darkshuttle123 mich schon heiß macht auf zukünftige Kapitel aus Cerseis wahrscheinlich absolut abstruser Sicht.


    Sie (Stephen King)

    Mein Einstieg in King. Weit bin ich noch nicht (laut Kindle knappe 25%), aber schon sehr, sehr angetan von seiner Schreibe, obwohl storytechnisch gar nicht so viel passiert, außer dass Paul flachliegt und seine Pflegerin immer mehr von ihrer Durchgeknalltheit offenbart. Faszinierend, wie packend er das beschreibt. Ich klebe teils regelrecht vorm Buch.


    Harry Potter and the Goblet of Fire (Joanne K. Rowling)

    Mein Highlight: Den mit Briefmarken zugekleisterten Brief, den die Weasleys an die Dursleys schicken, und der Besuch der Weasleys im Wohnzimmer. Ich mag all diese lustigen Momente, die die Filme beschneiden :ugly: Die Quidditch-WM steht nun an. In meiner Erinnerung war die im Buch recht zäh, andererseits war sie mir im Film allzu knapp dargestellt.

  • Kitti: Ich muss sagen, dass für mich Buch 2 von 5 bisher deutlich das schwächste ist. Da gibt es echt zähe Passagen, vor allem Bran und Theon, aber auch Catelyn zum Teil. Brans Storyline wird imo erst nach Winterfell interessant und Theon... Naja, die Greyjoys sind einfach nicht mein Fall. :ugly:

    Buch 3 von 5 gefällt mir bisher am besten, da gibt es u.a. viele tolle Tyrion-Kapitel. Und Arya ist halt mein Liebling. Ab Buch 4 dann Cersei, die so herrlich durchgeknallt ist... *schwärm* Brienne ist auch einer meiner Lieblinge, die dann auch ab Buch 4 im Vordergrund steht.


    Sie ist imo tatsächlich ein guter Einstieg in die King'sche Welt. Ein klassischer King, der auch nicht zu lange ist. Ich persönlich habe mit Friedhof der Kuscheltiere begonnen, auch ein sehr gutes Buch.


    An die Quidditch-WM kann ich mich gar nicht mehr so erinnern. Im Gegensatz zu vielen mag ich Teil 4 insgesamt nicht gar so gerne, einfach weil ich das Trimagische Turnier als solches für Schwachsinn halte. Aber es ist spannend erzählt, immerhin.


    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -

  • Darkshuttle123 Ich hab ja noch Buch 2.2 vor mir, also wird das ähnlich zäh :ugly: Trotzdem, selbst ein nicht so gutes GoT-Buch ist immer noch kein schlechtes Buch.


    Ich hatte Bock, endlich mal mehr Thriller und dergleichen zu lesen. Bin gespannt, ob mir das Heißhunger auf mehr macht, und gespannt war ich sowieso schon lange auf den berühmten Stephen King. Zurecht also. Ich bin zwar noch lange nicht durch, aber schon jetzt ziemlich überzeugt, dass Sie nicht mein einziges Werk von King bleiben wird. Sind andere Bücher von ihm auch so starr z.B. im Ort wie Sie?

  • Kitti "Das Spiel" hat ebenfalls einen sehr begrenzten Handlungsort, was aber dadurch wettgemacht wird, dass man etwa 70% der Zeit in den Gedanken der Protagonistin verbringt und ihre Erinnerungen durchlebt. Also nicht ganz so ein "Kammerspiel" wie Misery/Sie, aber hat einen ähnlichen Vibe. Jetzt gehört "Das Spiel" aber sowieso nicht zu den King-Werken, die ich einem Einsteiger empfehlen würde - das ist dann eher etwas für Leute, die mit King und seiner Schreibweise bereits vertraut sind und sich von etwaiger Eintönigkeit nicht so leicht abschrecken lassen :)


    Wenn ich schonmal hier bin: Ich lese gerade "Fürst der Finsternis", der zweite Band aus den Vampir-Chroniken von Anne Rice. Habe vor gut über zehn Jahren mal einige ihrer Bücher gelesen und habe jetzt mal wieder Bock auf besagte Chroniken. Der Schreibstil, vor allem die Dialoge, schwanken ständig zwischen modern und nahezu barock, aber vor allem bei der Darstellung des Lestat de Lioncourt, der sowohl im Hier und Jetzt leben als auch auf seine Herkunft bestehen möchte, kann man das mal machen, ohne dass es allzu irritierend wirkt. Irgendwann nervt es lediglich mal, dass ständig jeder in jeden verliebt ist (Lestat bezeichnet sogar sich und seine Mutter als "Liebespaar", nachdem er sie zum Vampir gemacht hat, yikes), aber man hat auch einige tolle Charakterentwicklungen, während man den Figuren so durch die Jahrhunderte folgt.

    "You better believe that happy crappy!"

    -The Kid (The Stand)

    Einmal editiert, zuletzt von Vincent Delacroix ()