Watashi ga Motenai no wa Dō Kangaetemo Omaera ga Warui!

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    • Watashi ga Motenai no wa Dō Kangaetemo Omaera ga Warui!

      Kürzel: WataMote
      Englischer Titel: No Matter How I Look at It, It’s You Guys' Fault I’m Not Popular!

      Website: JP
      PVs: PV #1
      OP & EDs: Opening | Ending | Ending #2 | Ending #3 | Ending #4

      Kuroki Tomoko hat innerhalb ihrer drei Monate in der neuen Klassenstufe noch nicht mit einer Person ein Gespräch geführt, doch sie ist optimistisch: Mit all den Erfahrungen, welche sie in Otome Games und Anime gesammelt hat, müsste es ihr doch gelingen das Blatt zu wenden und zu einem populären fünfzehnjährigen Mädchen zu werden. In der Realität sieht es natürlich anders aus und sie mutiert zum Außenseiter, während sie immer wieder beweist, dass ihr soziale Interaktionen nicht liegen…

      Alles fing am 04. August 2011 seinen Lauf, als die neue Serie vom Mangaka-Duo Nico Tanigawa sein erstes Kapitel auf GanGan Comics Online veröffentlicht wird. Noch immer läuft der Manga, hat es in gebundener Form bis Dato aber schon zu neun Bänden geschafft. Es dauerte nicht lange bis der 4koma (ein Manga mit nur 4 Bildern pro „Geschichte“) unter dem Namen Watashi no Tomodachi ga Motenai no wa dō Kangaete mo Omaera ga Warui。 vom selben Duo kam, welcher noch bis heute im GanGan Joker läuft.

      Nach der ungeahnten Popularität von Tomoko war es nicht verwunderlich, dass der Manga auch bald zu einem Anime gemacht wurde. Das Studio Silver Link übernahm daran die Arbeit und am 08. Juli 2013 startete die Serie und endete mit zwölf Episoden am 23. September 2013.

      Wer kennt diese Serie als Manga oder Anime?

      Persönlich kannte ich den Manga schon vor dem Anime, den 4koma habe ich aber nie gelesen und es auch eigentlich nicht vor. Den Anime habe ich dann selbstredend gesehen und deswegen bezieht sich ein großer Teil meines folgenden Textes auch auf diesen, Story und Charaktere kann man aber gut für Beides werten.

      Vorweg sei gesagt: WataMote ist für viele Menschen recht schwer anzusehen. Nicht, weil man es hier mit Gore oder einer Geschichte zu tun hat, welche per se schlimm ist; wie es das Opening des Anime vielleicht vermuten lassen würde; sondern, weil der Werdegang unserer Protagonistin beinahe schmerzhaft peinlich zu verkraften ist. Deswegen ist es für mich auch schwer die Story rund um Tomoko als Komödie zu sehen. Für mich war es eher eine unangenehme Erinnerung daran, wie grausam die Welt für Kinder sein kann, welche nicht in die Normen passen, soziale Probleme haben und trotz den Bemühungen sich anzupassen auf Grund ihres Charakters immer wieder jämmerlich scheitern. Es gab witzige Momente; einfach, weil alles extrem übertrieben dargestellt wird; aber am Ende hatte ich immer das Gefühl, dass die Story eine bittere Tragik erzählt. Nein, hier hat man es definitiv nicht mehr der alltäglichen School-Comedy zu tun.

      Wenn man hier von „Charakteren“ sprechen würde, wäre dies schon ein Fehler. Der Fokus der Serie liegt ganz klar auf Tomoko und sämtliche Nebencharaktere dienen nur dazu, die Misere dieser armen Kreatur noch einmal mehr zu verdeutlichen. Ihr Bruder interessiert sich nicht für sie, ihre Eltern halten sie für eine Perverse (vielleicht nicht ganz zu Unrecht), in der Schule will niemand etwas mit ihr zu tun haben und die einzige Freundin, welche sie hat, scheint unsere bemitleidenswerte Anti-Heldin nur indirekt all das zu zeigen, was sie gerne hätte, aber niemals haben wird. Und das tragische ist: Tomoko versucht sich zu bessern, sie versucht anders zu sein um Erfolg im Leben zu haben und trotzdem ist der Fall einfach so hoffnungslos. Wenn man sich mit diesem Charakter identifizieren kann; was ich selbst sehr gut kann, ich sehe sogar etwas aus wie sie; dann scheint das Schauen der Serie noch einmal bitterer.

      Die Animationen sind in Ordnung, die Darstellung passt sich dem Setting perfekt an und verzichtet zu einem großen Teil auf den bunten Look, den man bei einer Serie wie dieser vielleicht erwarten würde. Qualitativ waren Verbesserungen möglich, hässlich war es aber nicht und die meiste Zeit solide ohne aber großartige im Gedächtnis zu bleiben. Das Charakterdesign ist passend, vor allem war die Farbgebung sehr oft atmosphärisch und hat etwas zur allgemeinen Stimmung beigetragen.

      Über das Opening lässt sich streiten, für mich gehört es zu einem der Besten und auch wenn man auf den ersten Blick vielleicht denken mag, dass dieser eher „brutale“ Klang vielleicht nicht zu dem Inhalt passt, der ist sich der Brutalität der Serie wohl nicht bewusst. Die Endings sind von witzig bis niedlich und haben so ihre Besonderheiten, innerhalb der Serie kann der OST jedoch nicht punkten. Meistens nur dezent und ehrlich gesagt fällt es auch kaum auf. Bei diesem Typ von Serie ist es auch nicht unbedingt nötig, aber eine bessere Präsentation hätte die gesamte Qualität sicherlich aufgewertet.

      Wenn man sich WataMote ansieht, dann denkt man im ersten Moment vielleicht, dass man eine typische Komödie bekommt, doch dies ist nicht der Fall. Ausnahmsweise wird ein Außenseiter auch mal als Außenseiter dargestellt. Es gibt kein Harem, unsere Protagonistin sieht nicht aus wie das heißeste Babe und ist auf mystische Weise trotzdem total unbeliebt. Die Geschichte um Tomoko beinhaltet für viele junge Menschen mehr Wahrheit als man es sich vorstellen möchte und wenn man sich dessen bewusst wird, bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Ja, irgendwo ist es witzig, doch der bittere Beigeschmack und das Mitgefühl bleiben. Wenn man es überhaupt schafft dran zu bleiben, denn man fühlt sich in fast jeder Minute peinlich berührt… wer also mal einen ANDERE Comedy und Slice-of-Life-Serie schauen möchte, sollte dem eine Chance geben. Nur sollte man kein Happy End erwarten. So läuft das Leben oft nicht.