Prison School

    • Prison School

      Alternativ Titel: Kangoku Gakuen

      Website: JP
      PVs: PV #1 | PV #2 | CM #1 | CM #2 | CM #3 | CM #4
      OP & ED: Opening | Ending

      Hachimitsu Akademie ist als eine der striktesten Mädchenschulen bekannt, weswegen es im ersten Moment wie ein Traum klingt als eine Hand voll männlicher Schüler dort eine Chance bekommen sollen. Kiyoshi und seine vier Freunde; die einzigen Männer; merken aber schnell, dass das Paradise gar nicht so wundervoll ist, wie sie es sich vorstellen, denn schon der kleinste Fehler führt zu demütigenden Bestrafungen und es dauert nicht lange bis die fünf im schulinternen Gefängnis landen um dort unter schwersten Bedingungen ihre Schuld abzusitzen…

      Am 07. Februar 2011 wurde das erste Kapitel des Manga im Shūkan Young Magazin vom Mangaka Hiramoto Akira veröffentlich, obwohl die Serie schon 21 gebundener Bände umfasst, ist sie noch nicht abgeschlossen.

      Der Anime vom Studio J.C. Staff startete am 21. Juli 2015 und endete mit 12 Episoden am 26. September desselben Jahres, im gleichen Jahr startete auch noch ein Dorama (real Serie). Neun Episoden liefen zwischen dem 26. Oktober und dem 21. Dezember 2015.

      Der letzte Streich des Franchise ist die OVA, welche am 04. März dem zwanzigsten Band des Manga beilag und den Mad Max-Arc thematisiert.

      Kennt jemand von euch Prison School?

      Ich kenne den Anime, sowie den Manga. Das Dorama habe ich aber ausgelassen, da ich mir die Umsetzung sehr schwer vorstelle und generell Dorama meistens auch nicht so gut finde, da viele Sachen der Anime und Manga-Welt eben nicht in real funktionieren würden. Mein Review fokussiert sich auf den Anime, die Aspekte was Story und Charaktere angeht, kann man aber auf den Manga übertragen (auch, wenn ich dort noch nicht annähernd so weit bin).

      Wenn Prison School etwas schafft, dann ist es das Ecchi-Genre ein wenig neu zu definieren und mit seinem Exzess nicht nur fast an der Grenze des guten Geschmacks zu kratzen, sondern mit dem Holzhammer alle Barrikaden einzureißen und Szenen zu kreieren, welche man nur mit einem Wort beschreiben kann: Ekelhaft. Ich glaube, dass es nicht eine Episode gab, in welcher ich nicht vor Ekel mein Gesicht verziehen musste – und ich bin wirklich nicht prüde. Manchmal habe ich auf den Bildschirm gestarrt und nicht so Recht gewusst was ich nun empfinden soll – und ich glaube exakt dies hat die Serie auch versucht zu erzeugen. Der Plot an sich ist relativ dünn und erzählt selbstredend keine epische Story, doch der Grad an Obskurität scheint an vielen Stellen immer wieder getoppt zu werden. Eine Mischung aus roher Gewalt und Sexappeal sind das Rezept, doch in so einem Maße, wie man es selten gesehen hat. Dabei nimmt sich die Serie nicht annähernd ernst und das macht es amüsant: Würde man es hier mit dem wahren Versuch handeln Ecchi zu verkaufen, würde meine Reaktion darauf wohl anders aussehen.

      Ich möchte die Charaktere nicht unbedingt sympathisch nennen, aber: Sie bleiben einem im Gedächtnis. Jeder einzelne scheint so bizarr, dass es schwer ist auch nur einen von ihnen ernst zu nehmen, abgesehen vielleicht von dem Protagonisten und dessen Herzensdame. Sie bilden jeweils den männlichen Ruhepol und den weiblichen Ruhepol, wobei Kiyoshi es dennoch oft genug schafft dem Fass den Boden auszuschlagen. Auch hier gilt einfach, dass vollkommen in die Extremen gegangen wird, mit denselben Mitteln wie schon bei der Story angewendet werden… manchmal will man die Augen verschließen, weil es schwer ist hinzuschauen bei dem furchtbaren Schmarn, den die Charakter fabrizieren, aber auf der anderen Seite sind es oftmals auch Aktionen, die man so in einem Anime im freien Fernsehen noch nicht gesehen hat. Obwohl auch was die einzelnen Individuen angeht total auf „Sex sells!“ gegangen wird, hat sich die Serie für mich weniger schlimm angefühlt, wie Serien, welche diese Thematik ernsthaft verkaufen – hier nimmt sich einfach nichts und auch niemand ernst.

      Anfangs war ich total abgeschreckt was den Stil angeht, weil es eine komische Mischung aus etwas realistischerem Stil ist, aber absolut abgefahrenen Charakterdesign. Selbst die Zeichnungen scheinen irgendwie eine Verkörperung der Serie zu sein – man gewöhnt sich auf jeden Fall daran, die Qualität kann sich auch sehen lassen und befindet sich oft auf einem sehr hohen Standard, fällt aber ab und zu auch etwas ab. Allerdings niemals in ein Bereich in dem es unter dem Durchschnitt des Jahres 2015 angesiedelt werden kann. Wenn man mit dem Design nicht warm wird, dann könnte es schwer werden, aber ich finde es wirklich passend und es hat der Serie noch mal ein Sahnehäubchen aufgesetzt, wenn es auch etwas konstanter hätte sein können.

      Die Musik innerhalb der Serie war nicht nennenswert, das Opening habe ich aber heute noch oftmals im Ohr, wenn ich auch nur annähernd „Puri“ höre (selbst, wenn es um ein komplett anderes Wort als „Prison“ geht) – die Serie hat aber auch ohne großartigen Score funktioniert, dennoch ist dies natürlich eine Schwäche.

      Alles in Allem: Ich spreche durchaus sehr positiv von dieser Serie, eine volle Empfehlung kann ich aber auch nicht aussprechen. Prison School ist ekelhaft ohne Ende und hebt die Ecchi-Klischees in einen komplett neuen Olymp. Wer allerdings mit typischen Fanservice-Comedy-Serien nichts anfangen kann und seine Ekel- sowie Schamgrenze herausfordern will, dem würde ich raten einen Blick zu präsentieren. Für mich war dies, mitunter, die Comedy-Perle aus dem Sommer 2015 und einige Szenen haben selbst mich wirklich ein bisschen verstört – dabei habe ich die Liste von billigen Ecchi-Streifen eigentlich schon ziemlich ausgekostet. Wer nichts mit Vulgarität anfangen kann, wird hier jedoch seinen Nemesis finden.
    • Prison School ist eine sehr seltsame Erfahrung für sich. Wie Yuffie schon in ihren Eingangsbeitrag erwähnte, ist der Anime sehr ekelhaft und schreckt nicht davor zurück diesen Stil auch durchgehend anzuwenden, nein, sich sogar fast noch zu toppen. Gewiss ist es sehr absurd und vollkommen überzeichnet, aber daraus zieht der Anime die Quelle seines Humors. Mit diesen Aspekt hat man eine gewisse Unterhaltung geboten, ganz gleich, was ein sonst für Abgründe sonst ein auf den Bildschirm geboten werden.
      Von den Manga kenne ich nur wenige Kapitel und kann zumindest sagen, dass er teils gute Zeichnungen parat hat.


      There is no such thing as that rose-colored campus life. Why? Because there is nothing rose-colored in the world. Everything is all a bunch of colors mixed up, you see.

      - Seitarou Higuchi from The Tatami Galaxy