Die Musik in Breath of the Wild

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Dann oute ich mich jetzt mal als Nicht-Musikliebhaberin :P

      Ganz ehrlich, bei den meisten Zeldas hat mich die Musik eher früher als später gestört. Besonders negativ in Erinnerung ist mir dabei Oot, beim Laufen über die Hyrule-Ebene, da hab ich den Ton fast immer leise gedreht, denn die Melodie hat mich nur noch genervt. :(

      Um so besser gefällt mir, wie das Thema Musik in BotW umgesetzt wurde. Gerade bei den langen Wegen, die man zurück legen muss, empfinde ich die fehlende Musik als sehr angenehm. Die Stille, die man in der Natur erwartet, wird nur durch "natürliche" Geräusche unterbrochen, es ist atmosphärisch wirklich gut umgesetzt. Vogelgezwitscher, das Wehen des Windes, auch mal leichtes Waffengeklirr, wenn Link durch die Gegend läuft, es gefällt mir richtig gut.

      Und bei bestimmten Gelegenheiten kommen die altbekannten - und auch von mir geliebten - Stücke ja auch wieder, wie z. B. Eponas Thema oder das der Feen. Alles in allem finde ich die Musik sehr gut umgesetzt.

      Am besten gefällt mir dabei noch das Stück, das beim Kampf gegen Moldora gespielt wird und die Musik im Außenbereich des Schlosses - die finde ich episch, hochdramatisch und absolut mitreißend. Ich renne oft aus Spaß ums Schloß herum, bloß weil die Musik mir gute Laune macht. :D

      Alles in allem ist BotW für mich das erste Zelda, bei dem ich den Ton nicht leise :) stelle.
    • Ich bin jetzt über 100 Stunden innerhalb des Spiels und kann jetzt mal mein erstes Fazit zur Musik machen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich wüsste noch immer nicht wirklich über was ich eigentlich rede... Denn eigentlich kann ich mich nicht an die meiste Musik erinnern.

      Die einzigen Stücke an die ich mich gerade erinnern kann sind:
      • Die Musik in den Schreinen
      • Das Klaiver-Geklimper auf einem Pferd
      • Feenquellen Musik
      • Kampfmusik (Wächter, Minibosse und normale Gegner)
      • Klaviergeklimper, dass rein zufällig auf der Overworld abgespielt wird
      • Krog-Wald/irgendwas mit Schrein-Rätseln/Rätselhafte Musik
      • Schneeberge, leichtes Geklimper
      • Labyrinth/Festung Melodie


      Und das ist ein sehr sehr mageres Fazit nach so vielen Stunden. Ich verstehe ja die Idee. Sie ist auch nicht schlecht und auch die eigentliche Umsetzung ist auch nicht schlecht. Aber Zelda's Fokus auf Musik und vorallem dessen Melodien sind für mich ein großer Bestandteil der Reihe. Der Soundtrack der Spiele ist mit anderen kleinen Ausnahmen der einzige Soundtrack den ich auf meinem Handy dauerhaft gespeichert habe. Seit meiner Kindheit kenne ich all die Melodien und mittlerweile sind sie in meinem Blut und meinen Knochen. Und dann ist DAS was BotW mir bieten kann? Ich bin enttäuscht.

      Ich kann ja verstehen, dass man wie @Edna (die vermutlich eine Ausnahme unter Zelda-Fans ist) nicht die ganze Zeit Musik auf der Reise über der Ebene haben will. In OoT sind die Entfernungen für mich aber gerade noch so kurz, dass es mich nicht weiter stören würde. In BotW wären ein durchgängiges Theme eindeutiger Weise irgendwann einfach zu viel. Aber ich frage mich wieso man bei der Entscheidung so radikal sein musste und so viel von Zelda einfach auf den Haufen wirft?

      Meine Idee wäre gewesen, dass es die altbekannten (und natürlich neue) Melodien und Themes (neue Varianten davon natürlich) noch immer gibt, sie aber nicht dauerhaft spielen. Es sei denn sie sind stark an kleinere Orte gebunden wie zum Beispiel die Feen-Quellen. Das Hyrule Field-Theme könnte entweder zufällig oder durch komplexere Trigger ab und zu ausgelöst werden aber nach 5 Minuten oder so wieder aufhören bis der nächste Einsatz wieder 10 Minuten später kommt oder so. Die Schneeberge könnten ein ähnliches Theme wie das von Twilight Princess bekommen, dass ein wenig mehr in den Vordergrund rückt wie das von BotW. Was ich auch sehr stark vermisse sind Melodien für Häuser die man betritt. So viele Orte haben sehr viel an Persönlichkeit verloren weil sie keine eigene Musik haben. Aufjden Fall hätte ein bisschen mehr einfach nicht geschadet.

      Aber es ist nicht nur der Einsatz der Musik der mir misfällt. Der Soundtrack scheint viel weniger Fokus auf Melodie zu legen sondern die Klangfarbe und das Arrangement ist viel wichtiger. Es ist viel klassischer und viel mehr wie "normale" Filmmusik. Klar, die objektive Qualität ist deutlich besser wie die der vorherigen Spiele. Aber mir ist selbst der Midi-Klang von OoT und MM egal wenn sich die Melodien in den Kopf brennen. Das ist aber bisher einfach nicht der Fall. Sehr schade.

      Ich habe mir den Soundtrack noch nicht einzeln von Anfang bis Ende angehört. Das werde ich aber noch tun wenn ich das Finale durchgespielt habe. Mal sehen ob sich dann mein Bild von der Musik ändert. Dann werde ich natürlich nochmal einen Beitrag schreiben.


      "Since we cannot change reality, let us change the eyes which perceive reality." - Nikos Kazantzakis
    • Was so einem riesigen Open World Spiel gut getan hätte, wäre gewesen, man hätte dem Spieler die manuelle Option geboten. Technisch machbar wäre es mit Sicherheit gewesen:
      1. BotW eigen mit der zaghaften (vorgegebenen Standard-)Musik
      2. mit jeweiligen vollen Themes (ein langes Medley des eigentlichen Zelda Theme und dem Hyrule Field aus TP wäre cool, denn das TP Hyrule Field kommt zu Pferde richtig gut zur Geltung, es hat diese Aufbruchsstimmung ähnlich dem Haupt-Theme)

      Was das Spiel vielleicht sogar auszeichnet ist, dass es ein wildes Crossover älterer Titel darstellt und nicht einfach mit aller Gewalt in die Timeline gequetscht werden kann, das alte Zelda Feeling ist voll und ganz da, mehr wünscht sich manch einer gar nicht.
      Besonders gefällt mir, dass am Todesberg bzw. im umliegenden Gebirge das uralte Ganon/Todesberg Theme des ersten Spiels angestimmt wird.
      Die Musik im Zora Dorf klingt schön, die Fasstrommeln sind nicht mehr das dominante Instrument, von daher weniger von dieser südseeartigen Urlaubsstimmung.
      An das Hateno Theme muss man sich gewöhnen, aber es macht mit der Zeit doch Spaß. Übrigens fällt mir an Hateno so eine spezielle Stimmung auf, die früher so typisch war, wenn man auf dem SNES Städte/Dörfer betrat, kann das nicht näher bestimmen. Kakariko hat mir weniger gefallen, der fernöstliche Touch der Shiekah war mir persönlich ein Bisschen zu überzeichnet.
      Das Schrein Theme erinnert mich stellenweise an Link's Awakening, aber bei 120 Schreinen wäre zumindest hin und wieder ein Bisschen musikalische Abwechslung nicht verkehrt gewesen, wenn sie sich in ihren Räumlichkeiten schon kaum unterscheiden.
    • Im Großen und Ganzen war ich mit der spärlichen musikalischen Untermalung zufrieden. Klar war es anders und zu Beginn auch ungewohnt, aber der Fokus lag ja auf der Erkundung einer lebendigen Welt. Von daher hat das schon so gepasst. Die Naturgeräusche haben definitiv zu dieser speziellen Atmosphäre beigetragen. Dennoch hoffe ich, dass der nächste Teil wieder mehr Musik zu bieten hat, vor allem epische Tracks. Die sind mir nach einer gewissen Zeit doch ein wenig abgegangen. Bis auf das Hyrule Castle und Vah Ruta Attack Theme war da so gut wie gar nichts dabei, was für abenteuerliche Stimmung gesorgt hätte. Trotz allem waren die meisten Tracks gelungen, zwar keine Ohrwürmer, aber doch gut.

      In positiver Erinnerung geblieben sind mir folgende Stücke: Natürlich die beiden oben genannten, Vah Ruta, Main Theme, Kakariko, Korok Forest, Attack on Vah Naboris, Rito Village und mit Abstrichen auch Hateno. Richtig enttäuschend fand ich nur Goron Village, der Rest war ok.