3. Kapitel: Bei den Zwillingsbergen
Majestätisch erhoben sich die Zwillingsberge auf beiden Seiten des Weges. Link starrte hinauf und konnte den Blick nicht abwenden. Die Berge übten eine Faszination auf ihn aus, deren Ursprung er nicht ergründen konnte. Ein Schauer lief ihm über den Rücken, so als ob er schon einmal hier gewesen war, während etwas schwerwiegendes geschehen war. Dieses unstetige Gefühl holte ihn immer wieder ein, seit er das Plateau verlassen hatte. Links Ziel war das Dorf Kakariko. Der alte Mann, der sich als Geist des verstorbenen Königs herausgestellt hatte, hatte ihm dieses Ziel vorgeschlagen. Dort würde er die Dorfvorsteherin Impa treffen, die zur Zeit der Verheerung bereits lebte.
Doch zuerst breitete sich vor ihm eine weite Ebene aus, kaum dass er die Zwillingsberge hinter sich gelassen hatte. Überall auf dieser saftig grünen Ebene waren die alten Wracks der Wächter verteilt, die er bereits auf dem Plateau angetroffen hatte. Auch auf seinem Weg hierher hatte er an ein paar Stellen einzelne Wracks gefunden. Hier nun befand sich die bisher größte Ansammlung. Was sie wohl einst hergeführt hatte? Link kam es fast so vor, als müsse er sich erinnern...
Das war gar nicht so leicht, schoss es Link durch den Kopf, während er sich der braun-weiß gescheckten Stute näherte, die nahe des Stalls graste. Die Betreiber des Stalls an den Zwillingsbergen hatten ihm erklärt, wie man ein Wildpferd zähmen konnte. Doch es stellte sich heraus, dass es gar nicht so leicht war, sich überhaupt unbemerkt zu nähern. Seit nunmehr einer guten Viertelstunde hockte Link jetzt bereits im hohen Gras und hinter einer verfallenen Mauer und wartete auf einen günstigen Moment. Als die Stute nun graste, witterte er seine Chance. Er sprang hoch, rannte auf die Stute zu und bevor sie es bemerkte, schwang er sich auf ihren Rücken. Die Stute sträubte sich, versuchte ihn mit aller Kraft abzuschütteln, doch schließlich gab sie auf, schnaubte noch einmal missmutig und fügte sich ihrem Schicksal.
Link tätschelte Plötze den muskulösen Hals und veränderte seine Position im neu erworbenen Sattel. Unter Plötzes Hufen klackerten die Steine der verfallenen Brücke, die sie gerade querten, um ihren Weg nach Kakariko fortzusetzen. Der junge Mann war gespannt darauf, das Dorf zu sehen. Bisher war das Land recht verfallen und menschenleer. Leidglich einzelne Reisende und allen voran Monster hatten bisher seinen Weg gekreuzt. In Kakariko erhoffte er sich, etwas Ruhe zu bekommen. Und Antworten, so die Göttin, deren Namen er nicht kannte (oder vergessen hatte) es wollte.
Fortschritt:
Schreine: 008/120
Türme: 02/16
Krogs: 040/900




