Ganon besiegt - offene Fragen, Eindrücke, Fazit

  • Genau so seh ich das auch. Der Kampf war viel zu kurz und vor allem zu einfach. Da hätte ich mir mehr so ein Kampf gewünscht wie in OoT gegen Ganondorf.


    Das Ende war dann nochmal richtig schlecht. Ganz Hyrule ist kaputt und am Ende erscheinen nur die 4 Recken und der König... Da fragt man sich doch wo das Volk geblieben ist? Sind die alle in der Hölle gelandet?

  • Das Ende war dann nochmal richtig schlecht. Ganz Hyrule ist kaputt und am Ende erscheinen nur die 4 Recken und der König... Da fragt man sich doch wo das Volk geblieben ist? Sind die alle in der Hölle gelandet?

    Das hatte wahrscheinlich damit zu tun, das die Geister von den Recken und dem König von den Göttinnen in der weltlichen Ebene gehalten wurden, weil sie noch eine Aufgabe zu erfüllen hatten. Und als sie dann ohne großen Abschied verschwunden sind, sind sie wahrhaftig gestorben. :(


    Ich finde es irgendwie interessant, das Zelda das einzige verbleibende Mitglied der hylianischen Königsfamilie ist am Ende von BotW. Und irgendwie das Königreich wieder neu ergründen und aufbauen muss. Ich frag mich, ob die mittlerweile autonomen Hylianer Zelda als Oberhaupt akzeptieren und gemeinsam eine neue Hyrule-Stadt aufbauen werden.

  • Das hatte wahrscheinlich damit zu tun, das die Geister von den Recken und dem König von den Göttinnen in der weltlichen Ebene gehalten wurden, weil sie noch eine Aufgabe zu erfüllen hatten. Und als sie dann ohne großen Abschied verschwunden sind, sind sie wahrhaftig gestorben.

    So hatte ich das gar nicht gesehen. Interessante Sichtweise. Ich hatte das Verschwinden gar nicht damit in Verbindung gebracht, dass sie ihre Aufgabe erfüllt haben und nun in Frieden ruhen können. Das ist natürlich traurig, denn ich war froh, zumindest die Geister zu haben, wenn man schon die Recken nicht retten konnte.
    Trotzdem hätte ich schön gefunden, wenn man am Ende noch sehen könnte, wie die Völker feiern oder zumindest anfangen, das Land wieder aufzubauen. Natürlich waren alle verzweifelt, aber wenn ich am Ende auch nur sehe, wie die Recken verschwinden und Link und Zelda durch die Wildnis laufen, habe ich nicht das Gefühl, etwas bewirkt zu haben. Als sei es immer noch gefährlich, als könnte immer noch jederzeit ein Blutmond erscheinend, und das finde ich eben sehr schade, dass mir das Spiel keinen so guten Eindruck am Ende hinterlässt.

    Ich finde es irgendwie interessant, das Zelda das einzige verbleibende Mitglied der hylianischen Königsfamilie ist am Ende von BotW. Und irgendwie das Königreich wieder neu ergründen und aufbauen muss. Ich frag mich, ob die mittlerweile autonomen Hylianer Zelda als Oberhaupt akzeptieren und gemeinsam eine neue Hyrule-Stadt aufbauen werden.

    Gute Frage. Ich denke aber schon, dass die Hylianer Zelda akzeptieren, da viele ja die Geschichte kennen und unter der Verheerung Ganon gelitten haben. Auch die anderen Völker, insbesondere die Zora, kennen die Geschichte um Zelda und die Recken sehr gut. Da sie Link anerkennen und er sie am Ende befreit, kann ich mir gut vorstellen, dass es mit Zelda genauso aussehen wird. Die Leute sind wahrscheinlich froh, dass die Verheerung gebannt ist, und fangen langsam wieder an, Hyrule wieder aufzubauen. Manche bleiben sicherlich auch in ihrer neuen Heimat, aber einige wird es sicherlich auch wieder zurück nach Hyrule ziehen oder allgemein werden einfach neue Städte entstehen, neue Außenposten etc. pp., nun, da die Straßen wieder sicher sind (Taburasa ist ja ein gutes Beispiel dafür). Ich könnte mir auch vorstellen, dass eine große Stadt errichtet wird, in der alle Völker gemeinsam leben - es herrscht ja Frieden zwischen ihnen, aber dennoch fand ich schade, dass alle so für sich geblieben sind mit Ausnahme ein paar weniger Reisender.

  • So hatte ich das gar nicht gesehen. Interessante Sichtweise. Ich hatte das Verschwinden gar nicht damit in Verbindung gebracht, dass sie ihre Aufgabe erfüllt haben und nun in Frieden ruhen können. Das ist natürlich traurig, denn ich war froh, zumindest die Geister zu haben, wenn man schon die Recken nicht retten konnte.Trotzdem hätte ich schön gefunden, wenn man am Ende noch sehen könnte, wie die Völker feiern oder zumindest anfangen, das Land wieder aufzubauen. Natürlich waren alle verzweifelt, aber wenn ich am Ende auch nur sehe, wie die Recken verschwinden und Link und Zelda durch die Wildnis laufen, habe ich nicht das Gefühl, etwas bewirkt zu haben. Als sei es immer noch gefährlich, als könnte immer noch jederzeit ein Blutmond erscheinend, und das finde ich eben sehr schade, dass mir das Spiel keinen so guten Eindruck am Ende hinterlässt.

    Die Leute sind wahrscheinlich froh, dass die Verheerung gebannt ist, und fangen langsam wieder an, Hyrule wieder aufzubauen. Manche bleiben sicherlich auch in ihrer neuen Heimat, aber einige wird es sicherlich auch wieder zurück nach Hyrule ziehen oder allgemein werden einfach neue Städte entstehen, neue Außenposten etc. pp., nun, da die Straßen wieder sicher sind (Taburasa ist ja ein gutes Beispiel dafür).

    Die feiernden Völker fehlen auf jeden Fall. Doch sind viele Leute echt seltsam. Ist dir schon mal aufgefallen, dass etwas mit den Frauen in Hateno nicht stimmt ("Guck mich nicht an! Geh einfach weg!" (Frau im Hühnergehege); "Ich steh immer hier in der Ecke. Ich steh hier gerne." (Frau im Klamottenladen))? Dann war Hyrule schon vor 100 Jahren zerfallen und verwittert. Möglicherweise ist der Zusammenhalt zwischen allen doch nicht so fest. Fehlende Tauschgeschäfte und Handelsstraßen sprechen ebenfalls dafür. Es wird nie gesagt, warum das so ist. Sehr viel mehr Menschen und andere Spezies dürften auch gar nicht gelebt haben damals als nun in der Gegenwart. Hyrule-Stadt ist zerstört und es gibt kleinere Ruinen. Aber dazwischen gibt es oft nichts als Wiesen und Berge.

    Ich finde es irgendwie interessant, das Zelda das einzige verbleibende Mitglied der hylianischen Königsfamilie ist am Ende von BotW. Und irgendwie das Königreich wieder neu ergründen und aufbauen muss. Ich frag mich, ob die mittlerweile autonomen Hylianer Zelda als Oberhaupt akzeptieren und gemeinsam eine neue Hyrule-Stadt aufbauen werden.

    Vielleicht will sie keine Prinzessin mehr sein. Sie hat kein Zuhause mehr. Das Schloss ist komplett zerstört, es gibt kein Personal mehr. Die Erinnerungen habe ich immer so interpretiert, dass sie viel lieber forschen und erkunden will, als eine Prinzessin zu sein. Link hat ein Häuschen in Hateno - dort könnte sie wohnen und einfach ein Teil der Gemeinde werden. Oder sie geht ins Orni-Dorf, wo sie auch niemand kennt, denn keiner von ihnen hat schon vor 100 Jahren gelebt. Das könnte ich mir eher vorstellen.

    Mir kam gerade der Gedanke, dass ihr Name ja mit "da" endet... Also vielleicht... hehehe!

  • Also sollte man definitiv erst alles erreichen was man erreichen möchte und dann auf Ganon kloppen... OmG


    Wie gut das ich noch nie nen Leunen besiegt habe, meine Antikrüstung erst einen Stern hat, die Hyliarüstung erst auf 3 Sterne ist usw...


    Und dafür gibt man 70 Euronen aus 8|


    Das DLC kostet au nochmal 20 Euronen und somit ist man bei ~90 Euronen für ein Spiel, dass einem eine depressive Ernüchterung bringt^^ :rolleyes:

  • das spiel ist definitiv 70 EUR wert. auch 90 EUR oder mehr. wenn ich überlege, dass ich schon über 200 stunden in hyrule verbracht habe. da hab ich für manches PS4 spiel ähnlich viel zu release bezahlt, und war nach 20 spielstunden bereits fertig...

  • Das steht außer Frage rekordmeister !


    Ich spiele das Game auch immer noch sehr gern und freue mich riesig, wenn ich in den weiten von Hyrule neue Sachen finde.


    Letztens erst Schneeballbowling gespielt... Nice :D


    Mir ging es hauptsächlich um das Ende und die Ernüchterung, dass das Finale nicht zwingend zum Game passt. Aber ich bin da noch ein wenig entfernt von.
    Ist spannend hier die Eindrücke zu lesen.
    Wenn es soweit ist, mach ich mir selbst ein Bild und wer weiß, evtl zocke ich dann das Game nochmal, aber befreie nicht die Titanen.

  • Hmm, mir hat im Kampf auch etwas Ganondorf gefehlt muss ich sagen. Auf mich wirkte Ganon insgesamt ein wenig stumpf und hirnlos und weniger smart, diabolisch und bedrohlich wie z.B. Ganondorf in Twilight Princess und Ocarina of Time. Ganondorf gibt es ja erst seit Oot und ich frage mich gerade hat Ganon in A Link to the Past denn Textboxen oder ist er so stumm wie Ganon in Breath of the Wild?


    Ganons spinnenhaftes Aussehen fand ich zwar irgendwie creepy aber nicht im positiven Sinne. Klar, er war in Wind Waker auch schonmal als Spinne zu sehen, aber da tauchte dann auch noch der echte Ganondorf auf.


    Die 2. Form von Ganon fand ich dann aber designtechnisch sehr gelungen, erinnerte mich sehr an Ganon aus Twilight Princess.


    Schloss Hyruel an sich fand ich auch ziemlich cool designed, vor allem die Innenräume wie Speisekammer und Bibliothek haben Spaß gemacht. Auch hier musste ich immer wieder an die Szenen aus dem Unterwasserschloss Hyrule aus Wind Waker denken. Den Außenbereich fand ich mit den Wächtern und Leunen eher nervig.


    Kurze Frage noch zum Schluss. Konnte man den "Lasersrahl" von Ganon mit dem Schild zurückwerfen? Dann habe ich mir den Kampf ja unnötig schwer gemacht. Als er in die Feuerphase überging habe ich immer nur diesen Ausweichkonter gemacht und ihn dann mit mehr Glück als Verstand besiegt ^^

  • Kurze Frage noch zum Schluss. Konnte man den "Lasersrahl" von Ganon mit dem Schild zurückwerfen? Dann habe ich mir den Kampf ja unnötig schwer gemacht. Als er in die Feuerphase überging habe ich immer nur diesen Ausweichkonter gemacht und ihn dann mit mehr Glück als Verstand besiegt

    Ja, das sind exakt die gleichen Laserstrahlen wie die von den Wächtern.


    Könnte man sich auch die Frage stellen, warum Ganon diese Fähigkeit oder besser Technologie hat. Das nährt meine Vermutung (im Zusammenhang mit der Tatsache, dass er sich die Wächter und Titanen unter den Nagel reißen konnte), dass da irgendwelche Mauschelein im Spiel waren, als die Dinger entwickelt und gebaut wurden.

  • Also ich hab jetzt Ganon auch besiegt... eher zufällig, dachte man könnte den Thronasaal erkunden und muss nicht gleich zum Kampf. :D Aber da er dann ja schonmal begonnen hatte, hab ichs auch fertig gemacht.
    In oben besagter Phase gingen mir die Schilde aus. Ich war am verzweifeln. Ein Schlag hätte noch gefehlt. Zum Glück war Daruks Schirm wieder aufgeladen und hat mir das Leben gerettet. Ich fand den Kampf doch recht gut. Der zweite Teil gegen das Biest war fast schon einfach, aber gut, ich hab eh alles verschossen und kaum noch Tränke und Essen dabei gehabt. Ausserdem gefiel mir, dass es Ähnlichkeiten mit dem "Erobern" der Titanen hatte.


    Irgendwie hätte ich es schön gefunden, wenn man nach dem Endgegner noch weiterspielen hätte können. Also in einem verheerungsfreien Hyrule. Die Monster kann es ja trozdem geben.


    Das Schloss fand ich im Nachhinein auch ganz gut, wenn auch recht tricky. Aber die Rüstung der Zoras hat auch gut geholfen teilweise. Das war für mich das, was einem Dungeon am nächsten kam. Ausserdem fand ich die ganzen tollen Waffen, die fand ganz gut.

  • Was mich am Ende ja stört, ist ja, dass 'Besiege Ganon' nie als geschafft eingetragen wird. Ich finde, selbst wenn man ihn immer und immer wieder besiegen kann, wäre es schön gewesen, es einmal als geschafft markiert zu haben, weil man so immer das Gefühl hat, irgendetwas im Spiel noch nicht vollendet zu haben.

  • Auch ich habe nun Ganon besiegt (Mehr oder weniger zufällig wie im anderen Thread beschrieben).


    Ich bin massiv enttäuscht. Mir kam das alles zu unspektakulär, abgehackt und viel zu einfach daher. Ich habe mit weißen und silbernen Leunen teilweise deutlich mehr Probleme. Habe ja sogar die Verherrung gar nicht für den richtigen Endgegner gehalten....war es aber.


    Die Dämonenbestie ist ja audiovisuell wenigstens spektakulärer aber dieser greift ja nichmal richtig an. Von der Endsequenz hatte ich mir dann auch etwas mehr erhofft. Genau wie die vier Flüche ist auch die Verherrung Ganons die für mich grlößte Enttäuschung des Spiels. Naja Gott sei Dank ist der Rest des Spiels alles andere als unspektakulär !

  • Ich finde es nur schade das man keine Welt ohne die Verherung starten kann wenn man die besiegt hat. Wäre ein Idee für einen DLC. Das es immernoch die Monster gibt und die auch neu spawnen. Der Sinn dahinter wäre das man halt ein neues Hyrule aufbauen könnte. Aber echt schade das man Ganon ja nicht wirklich besiegen kann und der Fight war auch nicht Spannend da hab ich mir etwas mehr erhofft.

  • Das wäre in der Serie ja neu und untypisch, dass man "nach dem Endboss" weiterspielen kann, dh. in einer Welt spielen kann, in der das große Übel besiegt ist. Ich schätze, das würde dann den Rahmen von Breath of the Wild sprengen, wenn man danach noch am Aufbau der Welt arbeiten kann. Du bist bestimmt nicht der einzige, der sich so eine Art "Endlos Content" wünscht, aber ich fände das zuviel des guten. Sollte ja irgendwo auch ein ultimatives Spielziel geben bei einem derartigen Adventure, und das ist nunmal das Besiegen des Endbosses, Ganon eben.

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #52: König Haggard

    king-haggard-last-unicxfx8.jpg

    "Was ist mit deinen Augen? Warum kann ich mich nicht sehen in deinen Augen?"

  • Man könnte ja eine weitere Story einbauen das man durch ein Wurmloch in eine Schattendeminsion reisen kann wo es dan weiter geht und parallel dann Hyrule aufbauen kann. Dann könnten sie noch einen Endboss einbauen wo Ganon im Vergleich nur ein roter bokblin ist. Das würde das Spiel dann warscheinlich ziemlich groß werden lassen

  • Ich muss da Megaolf zustimmen: Mir würde das Spiel dann zu groß. Nicht nur ist es einfach sehr untypisch, nach dem Endkampf weiterspielen zu können, es wäre kein Breath of the Wild mehr, sondern eine Fortsetzung. Wenn Nintendo so etwas möchte, würden sie ein neues Spiel machen, aber dass es durch einen DLC eingebaut wird, ist unwahrscheinlich. Mir wäre es auch einfach zu viel des Guten; Breath of the Wild ist so schon ein großes Spiel und es nun noch weiter aufzublähen, würde irgendwie die Faszination zunichte machen, zumindest wäre das bei mir der Fall.


    Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, wie das aussehen soll, in eine Schattendimension zu reisen und gleichzeitig Hyrule wiederaufzubauen. Im Spiel wird eine Schattendimension/Parallelwelt mit keiner Silbe erwähnt; diese nun nachträglich einzubauen, würde für mich ehrlich gesagt storytechnisch überhaupt keinen Sinn ergeben und jede Erklärung würde zwangsläufig "dazugeklatscht" wirken. Dann lieber so lassen, wie es ist, damit man auch gute Erinnerungen an das Spiel hat und nicht das Gefühl, dass es künstlich noch weiter aufgebläht und ausgeschlachtet wird.


    Das Spiel ist vom Umfang her gut so, wie es ist. Einige Dinge (Endkampf, Erinnerungen, Features wie Kochbuch und Reparatur von Waffen etc.) hätten schöner implementiert werden können, aber die Geschichte nun auszuweiten, gehört meiner Meinung nach nicht dazu.

  • Das Storytelling und die Präsentation von ihm war schlecht, er hat keinen (?) Einfluss im aktiven Spielgeschehen und hat kaum eine Präsenz als Charakter im gesamten Spiel. In diesem Punkt heben sich Spiele wie Ocarina of Time, Twilight Princess oder WInd Waker deutlich von BotW ab und geben dieser machtbessesenen Kreatur Ganon/Ganondorf deutlich mehr Raum, um sich zu entfalten und auch zu wirken. Das geht hier total unter und dementsprechend ist auch das Charaktersetting von Zelda/dem König eher schlecht als recht.

    Zum Hauptkampf gegen Ganon ist nicht viel zu sagen, leider. Die Kreatur unter dem Thronsaal hat mich deutlich negativ überrascht und im ersten Moment war es eher ein "Öhm, soll das jetzt ernsthaft Ganon sein?". Der ganze Kampf wirkte wie ein Zwischenboss aus einem anderen Zelda. Die zweite Phase war sogar noch schlechter, da wäre es deutlich einfacher gewesen ein kleines Video abspielen zu lassen. Der Reitkampf aus Twilight Princess gegen "normale" Mobs! war mechanisch deutlich angenehmer und flüssiger.

    Durch das Setting im Schloss war ständig bei mir im Hinterkopf ein Schwertkampf. Nach dem Sieg hatte ich immer dieses Gefühl, dass das fehlt.

    Offene Fragen gab es eigentlich kaum - das Triforce spielt hier anscheinend keine Rolle, die Götter auch nicht?
    Das Ende war nicht spektakulär, es gab keinen Plot-Twist, keine emotionale Veränderung, keinen Abschied.

    Die einzige Sache, die mich stört ist der Umgang mit dem Speicherpunkt vor Ganon. Warum gibt es ihn? Ich finde den so nutzlos und nichtssagend, weil ich viele Spiele kenne, die genauso sind. Aber mit dem Unterschied, dass entweder eine After-Story existiert oder weil der Endboss/das Ende verändert werden kann.

    Ich mag Signaturen nicht, weil sie die Scroll-Leiste ohne Kontext verlängern.

  • Es ist mittlerweile schon mehrere Monate her, dass ich das Spiel durchgespielt habe oder nochmal eine Gaming-Session mit Breath Of The Wild hatte, die mir wirklich ein gedankliches Tor zu Hyrule ermöglichte. Ganon ist besiegt, alle Schreine entdeckt und durchgespielt, und alle möglichen Arten von Krog-Rätseln und Gegnern bezwungen und die wichtigsten Nebenquests geschafft. Ich glaube nicht, dass ich den restlichen Content weiterspielen muss. Das würde meine Meinung zum Spiel weiter zum negativen beeinflussen. Aber was fehlt noch? Achja, das Fazit. Zwar ist das Fazit schon auf viele verschiedene Threads verteilt, doch habe ich noch nicht einmal meine gesamte Meinung zum Spiel zusammengefasst.


    Breath Of The Wild mag eine große und längere Erfahrung sein. Letztendlich kann man das Spiel aber auf wenige Aspekte herunterbrechen. Der fast größte Teil sind die Schreine und hier kann ich mit einem sehr alten Zitat von mir beginnen, dass ich losgeworden bin als wir noch kaum etwas über das Spiel wussten.

    Breath of the Wild konzentriert sich eindeutig auf die Oberwelt, die gigantisch zu sein scheint. Allein schon das große Plateau, auf das sich der 7-stündige Stream fokussierte wirkt größer als das komplette Hyrule das wir aus Ocarina Of Time kennen. Es gibt Gerüchte, dass die Welt etwa 12 mal größer sein soll wie die von Twilight Princess und im Stream war von etwa 100 verschiedenen Schreinen die quasi Mini-Dungeons sind! Das sind erstaunliche Infos und was komplett neues für die Zelda-Serie.

    Der Beitrag ist echt lesenswert und fast all meine Befürchtungen wurden zur Realität. Ein ständiger Kampf von Qualität und Quantität. Also was hat die enorme Größe des Spiels mit sich gebracht ? Zuerst die Schreine.

    Im normalen Spiel gibt es erstaunliche 120 Schreine. Alle Schreine nutzen die gleiche Musik und Assets und sehen von außen völlig identisch aus. 60 Schreine davon beschränken sich auf Puzzle, 10 Stück haben ein Quest und im Inneraum weitere Puzzle. Das ist knapp mehr als die Hälfte. Viele der Schreine haben echt interessante und neue Konzepte. Allerdings werden diese Konzepte nur angekratzt und selten wirklich weitergeführt. Manche Puzzle sind viel zu simpel oder schnell kaputt. Manchmal fühlen sich die Puzzle mehr wie Kreationen von simplen Editoren und Fans an, die man aus Super Mario Maker oder Portal 2 kennt. 21 weitere Schreine bestehen nur aus einem identischen Kampf. Das ist ein volles Sechstel. Der Kampf ist nicht nur immer identisch, zusätzlich kann es sein, dass der Kampf noch uninteressanter wird weil er viel zu leicht ist. Die nächsten 25 Schreine sind im Innenraum leer, aber meist noch mit einer simplen Quest auf der Overworld verwoben. Die 4 letzten Schreine sind komplett leer.

    Ein echt mieses Ergebnis. Die Quantität wird hier sehr offensichtlich. Ich finde 40 Schreine hätten es auch getan. Mehr Abwechslung mit Assets und derer Geschichte wäre natürlicher und schöner gewesen. Aber man hätte die Schreine auch in dieser Form mit einfachen Mitteln verbessern können. Denn die vermutlich recht willkürliche Reihenfolge, wie man auf die Schreine getroffen ist, hat nicht sicher gestellt, dass die Mischung der Inhalte der Schreine ausgewogen ist. Es kann sein, dass du die meisten guten Puzzle-Schreine noch nicht gespielt, aber dafür mehrere leere Schreine aufgefunden hast, bevor du dein Ende des Spiels findest. Die Schreine scheinen, neben den Krogs, nicht zu einer Aufgabe gehören, die der normale Spieler bis zum Ende spielen soll. Nur der, der nicht genug bekommt (oder so ein verrückter wie ich) hat die Schreine bis zum Ende durchgespielt. Wie wäre es wenn die Inhalte der Schreine nicht mit dem Fundort verknüpft wären und die eine fast feste Reihenfolge haben? So könnte man die Puzzle aufeinander aufbauen, mehr Abwechslung hinein bringen und die Schwierigkeit von Schrein zu Schrein leicht ansteigen lassen. Nur mal so als Beispiel. Die Schreine sind mein fast größter Kritikpunkt und haben mir buchstäblich fast das ganze Spiel versaut.


    Auch konnte BotW dieses Disaster nicht mit den 4 Dungeons ausgleichen. Alle Dungeons haben wieder die gleichen Assets und Musik. Zwar unterscheiden sie sich ein wenig von den Schreinen, jedoch ist das Theme trotzdem etwas verwandt. Die Rätsel der Dungeons waren in Ordnung, doch Kämpfe gab es kaum. Die länge der Dungeons war auch recht kurz. Die kleine Anzahl der Dungeons ist an sich nichts schlimmes, wenn sich die Dungeons mehr unterscheiden würden und mehr Liebe bekommen hätten. Das war aber nicht der Fall. So stört mich die kleine Anzahl der Dungeons in Majoras Mask überhaupt nicht.


    Die Kampf-Mechaniken bieten in der Theorie viele Freiheiten und Kreativität, in der Praxis bröckelt das Grundgerüst aber schnell zusammen. Die meisten Techniken sind total ineffizient. So wird man am Anfang des Spiels vermutlich ein wenig mit der Umwelt gearbeitet haben, um die Gegner zu bezwingen. Aber am späteren Spielverlauf wird es keine große Rolle mehr spielen, dass du Gegner mit einem Baumstamm umhauen könntest . Die Balance des Schwierigkeitsgrad ist fast nicht vorhanden. Kämpfe fühlen sich viel zu schnell sehr leicht oder sehr schwer an. Das hat auch größtenteils mit dem Rüstungs- und Schadenssystem zu tun, dass mit einfachen Subtraktionen und Additionen arbeitet, statt prozentuale Multiplier zu nutzen. Dazu sind die Regeln inkonsistent und man kann sich schnell viele Inhalte selbst versauen. So sind Endbosse schnell viel zu einfach. Ohne Selbsteinschränkungen hat man schnell keinen Spaß mehr. Gegner sind viel zu oft Schaden-Schwämme und es kann sein, dass man einen Kampf nicht gewinnen kann obwohl man die Mechaniken beherscht und den Gegner im Kampf überlistet. Die Dodge-Mechanik hat keinen sinnvollen oder nachvollziehbaren Auslöser und kein Risiko. Manche Animationen von Gegnern lösen Instant-Damage und direkte Attacken aus, die man nicht mehr ausweichen kann. Letztendlich geht es nur darum Gegner zu betäuben und so viel Schaden wie möglich zu machen, da viele Feinde vermutlich viel zu viel Schaden aushalten können. Manche Kämpfe kann man dadurch sogar nicht gewinnen, obwohl man den Gegner im Kampf überlisten kann und die Mechaniken beherscht. Die zerbrechlichen Waffen sind zwar an sich eine gute Idee, aber die Umsetzung ist schlecht.

    Letztendlich erfüllt es in dieser Form nur wenig Zwecke. Da man Waffen nicht reparieren kann, forciert das System an einer Waffe zu bleiben, statt mehrere Waffen-Stile zu nutzen (die sich innerhalb von BotW sowieso nur wenig unterscheiden und es gibt nur 3-4). Es gibt noch allerlei anderer Probleme, aber vorallem forciert es ähnliches Gegner-Design, da der Entwickler nicht davon ausgehen kann, dass der Spieler eine bestimmte Waffe hat. Dazu kommt das man, so lang man 1/4 Herz hat, praktisch unverwundbar ist, weil man Pause drücken und sich dann mehrere 10-gänge-Menüs gönnen kann.


    So fühlt sich das Ganze sehr Samey an und das wird weiterhin verstärkt von den wenigen Gegner-Typen. Ein kleiner Überblick:

    • Je nach Definition etwa 13 normale Gegner (einige davon nicht weit verbreitet, 1-Hit-Kill oder recht ähnlich zueinander)
    • 3 Minibosse, davon einer nur in einem Gebiet. Also wird man in 14 Gebieten nur auf 2 verschiedene Typen von Minibossen treffen.
    • 8 Endbosse, davon 5 mit fast identischen Assets und Guardian-Attacken, einer davon DLC und noch ein weiterer war kein richtiger Kampf (Ganon auf dem großen Feld)

    Das ist einfach viiiel zu wenig und ich kann echt nicht verstehen, dass man davon nicht beeinflusst wurde.


    The Legend of Zelda war noch nie sonderlich bekannt für bahnbrechende Geschichten. Allerdings war die Serie recht erfolgreich darin, emotionale Momente zu erschaffen, einprägsame Charaktere und Kleingeschichten zu erzählen und zum Nachdenken anzuregen und dabei tolle Atmosphäre zu haben. Breath Of The Wild war im Story- und Charakter-Department in fast jeglicher Hinsicht mehrere Schritte zurück. Die Erzählweise hätte man zwar gut ausnutzen können, aber das wurde von vorne bis hinten einfach nicht getan. Die Sprecher waren nicht so mein Ding und das Pacing der Geschichte wird durch die DLCs sogar noch schlechter.


    Breath Of The Wild hat diesen Namen weil der Fokus auf die Erkundung der Welt und Wildnis steht. Aber wie soll ich Exploration genießen wenn ich genau weiß was hinter der nächsten Ecke steht, weil ich es schon dutzende Male gesehen habe? All obrigen Aspekte die ich aufgezählt habe, von Schreinen, Krogs, die wenigen Gegner u.s.w. haben sich negativ auf die Erkundung ausgewirkt. Die Welt fühlt sich, egal ob man auf Eisbergen wandert, oder Wälder durchstreift, ziemlich ähnlich an. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich nach um die 50 Spielstunden auf mein erstes Molduga traf und ich wieder voll in die Welt gezogen wurde. Leider waren diese Momente viel zu selten.


    Letztendlich ist dieser Beitrag eine riesige Tirade geworden. Breath Of The Wild macht aber vieles richtig, was viele andere Open-World Spiele falsch machen. Der Grafikstil sieht grandios aus und wird sehr gut altern. Das Sounddesign ist erste Klasse und dafür, dass das Spiel so ambitioniert ist, bin ich nur im seltesten Fall auf irgendwelche Bugs gestoßen. Von Vorn bis Hinten fühlt sich das Spiel polished an. Breath Of The Wild hat viele Dinge versucht, die kein anderes Open-World Spiel anfassen wollte, hat dabei leider auch öfter ins Klo gegriffen. Letztendlich ist das Spiel gut, aber hier kommen wir zum wichtigsten Punkt von mir: Es hat meinen Zelda-Durst absolut nicht befriedigt. Es hat sich zu sehr von den Zeldas, in die ich mich verliebt habe, distanziert und hat sich bei anderen Spielreihen wie The Elder Scrolls orientiert. Es gibt einen Grund wieso ich im Zelda-Forum angemeldet bin und nicht in einem Skyrim-Forum. Ich habe mich für Zelda entschieden weil es mir eine kleine Welt mit Charakteren bietet, in die ich mich verlieben kann. Melodien die sich in meinen Kopf brennen und Gegner die Kampf und Rätsel ineinander verfließen. Eine Spielerfahrung die sich von Anfang bis Ende des Spiels stark weiterentwickelt weil ich immer mehr Möglichkeiten habe mich innerhalb der Spielwelt zu bewegen oder zu interagieren. Das fehlt mir und so vieles mehr... Und neben Zelda habe ich nur eine Hand voll Spiele, die genau diese Spielerfahrung der herrkömmlichen Zeldas liefert.