Made in Abyss

    • Made in Abyss


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      Promo: PV #1 | PV #2
      OP & ED: wird nach editiert.

      In mitten der Stadt Ōsu klafft ein riesiges Loch indem es nicht nur mysteriöse und vor allem gefährliche Kreaturen gibt, sondern auch Relikte von hohem Wert. Das Abenteuer suchend zieht es immer wieder Menschen hinab in den Abgrund, welcher lediglich „Abyss“ genannt wird.
      Das Waisenmädchen Rico lebt am Rande der Schlucht und möchte in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und das Geheimnis um Abyss lüften – bei ihrer ersten echten Expedition findet sie auch gleich eine echte Rarität: Einen Roboter in der Gestalt eines Jungen, den sie kurzerhand auf den Namen Reg tauft…

      Seit Oktober 2012 wird der fortlaufende Manga von Akihito Tsukushi via Web Comic Gamma online publiziert, wobei mittlerweile auch schon fünf gedruckte Bände erschienen sind. Im Dezember 2016 wurde dann bekannt gegeben, dass das Fantasy-Adventure eine Anime-Adaption erhalten wird.

      Am 07.07.2017 lief dann die erste Episode. Produziert wird der Anime von Kinema Citrus und voraussichtlich wird die Serie zwölf Folgen umfassen, doch dies ist noch nicht in Stein gemeißelt.

      Liest von euch jemand den Manga oder habt ihr jetzt mit dem Anime angefangen?

      [Ich möchte hier erwähnen, dass die Serie zum Zeitpunkt an dem dieser Thread veröffentlich wird gerade aktuell läuft und ich hier sehr gerne die Leute anregen möchte ihre wöchentlichen Eindrücke Preis zu geben, falls sie den Anime verfolgen. Das heißt auch, dass wir hier sehr gerne – aber nicht ausschließlich – aktuelle Episoden untereinander besprechen, dies hat wiederum zur Folge, dass es durchaus zu Spoilern kommen kann. Einfach um ein etwas interaktiveren Thread zu gestalten. Aus Rücksicht auf spätere User und zur Separation zu vollständigen Reviews bitte ich euch also zu markieren falls ihr von spezifischen Folgen berichtet!]

      Mich dazu zu bringen Manga zu lesen kann durchaus schwer sein, doch als ich Made in Abyss angefangen habe, hatte ich sofort Potenzial erkannt und halte mich immer auf dem neusten Stand. Vor allem sollte man sich von dem ersten Eindruck nicht trügen lassen: Nur weil die Charaktere aussehen wie niedliche kleine Kinder, heißt dies nicht, dass die Story niedlich und leichtherzig wird. Das heißt nicht, dass es nicht herzerwärmende oder gar lustige Szenen oder Momente gibt, es heißt nur, dass die Geschichte teilweise sehr verstörend und auch düster wird…

      Wie sich dies im Anime übertragen wird, kann ich nach einer Episode selbstredend noch nicht sagen – der Start hat mir jedoch gefallen und die erste Folge war ein Paradebeispiel dafür, wieso ich das Medium Anime noch immer so sehr liebe, wie ich es liebe. Die Welt wurde mit so viel Liebe zum Detail präsentiert und die generelle Exposition ist dem Zuschauer für einen großen Teil ganz natürlich aufgezeigt worden. Glücklicherweise schlummert auch in der visuellen und musikalischen Präsentation ein großartiges Potenzial, denn davon lebt diese Geschichte. Man hatte sich sofort gefühlt als wäre man in eine aufregende, aber gefährliche Welt der Fantasie abgetaucht. Alles ganz ohne die Holzhammer-Methode.

      Gemessen an der ersten Folge würde ich die Serie bisher nur loben können und jedem ans Herz legen dem Ganzen eine faire Chance zu geben. Doch ich kenne ebenfalls den Manga und daher habe ich gewisse Bedenken ob die Umsetzung später weiterhin so gelingen wird. Wenn jedoch weiterhin so viel Sorgfalt in das Welten-Design gelegt wird und man mit Musik und Bild die Atmosphäre so grandios unterstreicht, steht Made in Abyss nichts im Wege – und ich freue mich sehr darauf zu schauen, ob der hohe Anspruch gehalten werden kann oder man am Ende einen typischen Fall von „Lies lieber den Manga“ hat.
    • Ich hatte zunächst weniger Interesse an den Anime/Manga, aber als ich hörte, dass das Masayuki Kojima die Regie leitet war ich gespannt und setze mir den Anime auf meine Liste. Seine Arbeiten an bekannte Werke von Madhouse wie Master Keaton, Monster, Piano Forest oder Tibet Dog waren klasse. Um mir ein ersten Eindruck machen zu können, hatte ich dann vor einiger Zeit auch etwas in den Manga rein gelesen und empfinde den Zeichenstil als zwar sehr ungewöhnlich, aber auch schön. Ich hatte bewusst wenig gelesen, um mich voll und ganz auf den Anime einlassen zu können und notfalls kann man ja den Manga später weiter lesen, zumal er ja jetzt auch von Seven Seas lizenziert wurde.
      Die erste Episode hat mir sehr gefallen. Imposante Einführung, in der die Atmosphäre und die Welt im Vordergrund steht. So etwas gefällt mir. Auch produktionstechnisch war hier alles top. Die Musik und die Animationen waren hochwertig. Die Geschichte klingt zunächst nach fröhlichen Abenteuer, aber mir wurde von ein Kollegen berichtet, der den Manga liest, das er noch ziemlich düster wird. Aber sowas hat der Regisseur ja mit Monster auch mit Bravour gemeistert. Bedenken habe ich wenige, aber bisher hat mir der Anime am meisten Spaß gemacht und ich bleib gespannt wie die weiteren Folgen werden.


      There is no such thing as that rose-colored campus life. Why? Because there is nothing rose-colored in the world. Everything is all a bunch of colors mixed up, you see.

      - Seitarou Higuchi from The Tatami Galaxy
    • Bisher bin ich bei Folge 4 angekommen und ich muss sagen: Die Qualität der Adaption kann weiterhin meine Erwartungen erfüllen. Made in Abyss ist der beste Anime dieser Season und dies hat vielerlei Gründe.

      Einer davon ist die Geschichte, welche sich nicht nur von dem üblichen Harem-Einheitsbrei abhebt, sondern auch im Fantasy-Genre einen frischen Weg begeht. Man fühlt sich durch das Setting irgendwie stets an ein (Retro) Rollenspiel erinnert – auch wenn die Reise mit der Folge eigentlich erst richtig losgegangen ist.
      Spannung wird nicht nur durch eine absolut atmosphärische Kulisse aufgebaut, sondern vor allem auch durch den OST. Der Main-Track fällt mir immer wieder auf und sorgt für das rechte Feeling beim Zuschauer. Denke mal, dass ich mir den Soundtrack auch bestellen werde, sofern er auf dem Markt erscheint.

      Was ein Dorn im Auge sein könnte, ist die doch recht merkwürdige Balance zwischen einzigartigen Plot und den doch recht „animesierten“ Charakteren. Riko und Reg sind auf jeden Fall sehr sympathische Protagonisten, die ihrem Look, so wie ihrem Alter irgendwo gerecht werden, aber ich kann mir vorstellen, dass ein mancher Zuschauer vielleicht dann auch noch extrem realistische Charaktere erwarten würde.

      Dies ist nicht der Fall, tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Im Gegenteil. Die teils beklemmenden Situationen werden gerade durch den Cast sehr gut aufgewertet – und gerade wenn man den Manga kennt weiß man, dass es dies gebrauchen kann.

      Episode 4
      Wie Habo einfach mal Regs Schniedel begutachtet hat… solche Szenen lockern das Ganze eben auf und tun; meiner Meinung; der Gesamtheit; gut.


      Kann hier weiterhin nur meine Empfehlung aussprechen. Ein wunderschöner Anime, mit einem tollen Stil, einem gut ausgearbeiteten Setting, einer Welt voller Details, sympathischen (Haupt)Charakteren und einer vorzüglichen Präsentation.