Ni No Kuni II: Schicksal eines Königreichs

    • Ich habe nach mittlerweile knapp 18 Spielstunden den Friedensvertrag mit Zip geschlossen und bin nun auf dem Weg nach Ding Dong Dell. Dem Spielfortschritt und den Achievements nach zu urteilen, wird das Spiel keine 5 Stunden Hauptstory mehr haben.

      Der Fade Geschmack der ersten drei Stunden ist geblieben. Ich habe bei solchen Spielen einfach immer so eine Intuition und selbst nach wenigen Spielstunden kann ich schon erahnen, wie die restlichen 30 Stunden sein werden und ich habe mit meinem Gefühl recht behalten.

      Das Spiel ist einfach, zu einfach für meinen Geschmack, die Skirmishes sind sehr langweilig (eigentlich auch die normalen Kämpfe) und die Story reicht von silly bis unglaubwürdig. Die Musik zwischendrinn ist wieder richtig gut, dann wieder sehr langweilig und nichtssagend. Die Charaktere sind albern, überhaupt nicht liebenswürdig (ich hasse Lofty und seinen komischen Akzent) und wie Yuffie schon gesagt hat fehlt jeder nachvollziehbarer Grund oder etwas Glaubwürdigkeit, was die Motivation der Leute betrifft.

      Das Kingdom Building ist eigentlich langweilig, da es zu viele Hilfestellungen gibt und man die meiste Zeit eigentlich nur wartet, bis King Gilders reingespült werden, damit man alles weiter upgraden kann. Da steckt eigentlich keine Komplexizität dahinter, man hat hier mehr einen "Technologiebaum" eines RPGs in eine Simulation gepackt, aber die Packung fällt schon beim ersten genaueren Hinschauen ab und jeder sieht, dass hier einfach nur ein anderes typisches RPG System sich dahinter versteckt.

      Ich denke nicht, dass ich alle Quests etc freispielen werde, dazu sind die Quests zu langweilig und wiederholen sich zu sehr. 9/10 Quests setzen sich scheinbar eh nur aus drei Bestandteilen zusammen, nämlich 1. Rede mit einer Person und bekomme die Belohnung, 2. bringe einer Person eine bestimmte Anzahl Items oder 3. mach ein Skirmish. Die restlichen Quests bestehen daraus, etwas zu töten. Sie tragen also weder zur Story noch zur Charakterentwicklung bei und sind eigentlich nur dazu da, neue Dorfbewohner zu rekrutieren, damit bestimmte Forschungen schneller gehen oder manche Stätten mehr produzieren.

      Das Spiel ist kein Reinfall und dadurch dass es so leicht und scheinbar kurz ist, fällt das Durchspielen wohl nicht allzu schwer, aber es hat halt sehr viele nervige Szenen und wirkt overall weniger polished und mit weniger Liebe gemacht, als der erste Teil. Wäre es noch ein wenig schlechter, würde ich es als Cashgrab bezeichnen, aber so schlecht ist es auch nicht, nur wäre mir lieber gewesen, hätte es nicht den Titel Ni No Kuni getragen, denn dann wäre ich nicht so enttäuscht von diesem durch und durch durchschnittlichem Spiel
      Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

      #49: Piston Honda

      "Now I'm gonna pay you back, Banzai!"