• Der lang ersehnte 2D Shooter ist nun seit einigen Tagen erhältlich. Cuphead erschien am 29. September 2017 dzt. noch exklusiv für Xbox One und PC. Bei dem Spiel handelt es sich um einen klassischen Coop 2D Shooter. Eigentlich könnte es ein Shooter wie jeder andere sein, wäre da nicht der einzigartige Look, der an Cartoons der 30er wie Steamboat Willie angelehnt.


    Die Grafik und der Sound sind wohl das Auffälligste am ganzen Spiel, darum gehe ich darauf zuerst ein. Sobald man loslegt fühlt man sich in die 1930er zurückversetzt und glaubt einen Cartoon der Silly Symphonies zu sehen, dass es sich hier um einen waschechten 2D Shooter handelt, sieht man erst auf den zweiten Blick. Handgezeichnete Hintergründe und butterweiche Animationen gehören genauso zum Repertoire wie stimmiges Gegner- und Leveldesign. Untermalt wird das Ganze von einem Soundtrack, der direkt aus den alten Cartoons stammen könnte.


    Aber auch vom Gameplay her verschenkt Cuphead nichts. Knackige Steuerung, ein sehr gut umgesetzter 2 Player Couch Coop und etliche freischaltbare Goodies sowie ein wahrlich knackiger Schwierigkeitsgrad und ein hoher Wiederspielwert erwarten den Spieler. Cuphead bietet also nicht nur perfekte Optik, sondern hat auch einiges unter der Motorhaube.


    Für derzeit 19,99 Euroerhält man also ein richtig pralles Paket, perfekt für Fans von Retro Spielen und knackigen 2D Shootern, der Contra Generation. Lasst euch von
    der knuffigen Optik nicht täuschen, das Spiel ist mit allen Wassern gewaschen, easy to learn, hard to master. Es macht richtig Spaß wie früher, die Angriffsmuster der Bosse auswendig zu lernen und nach zahlreichen Anläufen das Level beinahe blind zu meistern. Wer auf Contra, Megaman oder ähnliche Sidescroller steht muss hier einfach zugreifen. Der Umfang ist zwar nicht allzu beträchtlich, bis man jedoch alles gesammelt und auf das beste Rating gebracht hat, vergehen immerhin einige Stunden. Der Coop Modus ist natürlich ein großer Pluspunkt, wie viele Spiele haben heutzutage noch einen Couch Koop?

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #50: Robert Cop

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  • Für mich kam das Spiel aus dem Nichts, aber es wurde ja tatsächlich schon länger ersehnt. Artstyle und Animation sind wirklich großartig gemacht und momentan in der Videospiel-Branche etwas einzigartiges. Es ist auch der Grund wieso das Spiel so explodierte. Aber das Charakter-Design ist nicht so mein Geschmack und ich habe mich vorerst gewundert wieso das Spiel überhaupt so viel Aufmerksamkeit bekommt.


    Zum Gameplay kann ich nicht wirklich etwas sagen, mal abgesehen davon, dass es sehr unübersichtlich zu sein scheint. Auch ist hinter dem Schießen irgendwie nicht genügend Power dahinter. Aber ich habe es noch nicht gespielt.


    Allein schon weil es ein neues Indie-Spiel ist, dass man auch auf GoG.com kaufen kann und gut angekommen ist, habe ich ein wenig Interesse. Aber es ist ungewiss ob ich es irgendwann mal spielen werde. Mal sehen... Gibt echt viele Spiele die man ausprobieren will.. :)


    Hier der Launch-Trailer:


  • Cuphead sieht vom Spiel-Inhalt her einfach nur fantastisch aus. Ich habe beim reinschnuppern auf RBTV und von einigen LP's richtig Lust auf Metal Slug oder einen Bullet Hell Shooter bekommen. Megaolfs Vergleich zu Contra oder Megaman kann ich also definitiv beipflichten. Das Ganze sieht auf jeden Fall nach einem fordernden side-scrolling SHMUP aus. Mit jeder Menge Action, verschiedenen Waffen sowie Movesets. Und das Wichtigste: Ein geballter Haufen Gegner, Boss-Attacken und umherfliegender Projektile zum ausweichen!


    Ziemlich lustig, was sich für ein harter Gameplay-Kern hinter der an Disney Cartoons erinnernden Fassade verbirgt.


    Gerade der Coop Modus sieht sehr gut umgesetzt aus. Die Bosse halten mehr aus. Und die Möglichkeit seinen Partner wieder zu beleben, insofern man nach Ableben den in den Himmel schwebenden Geist noch rechtzeitig erreichen kann, sorgt für die richtige Kooperations-Würze. Nur schade, das ich meine Schwester momentan so selten sehe. Sie wäre die einzige von meinen Freunden mit genug Skill für so ein Projekt. 8o


    Insofern: Nur für mich selbst werde ich es erst mal nicht kaufen. Lieber nochmal Metal Slug oder einen Danmaku rauskramen.

  • Also ich konnte es kurz antesten und war ziemlich begeistert von der Atmosphäre und vom Design. Allerdings hab ich nach 20 Min aufgegeben weil ich das erste Level nicht geschafft habe.


    Mag ja sein das einige Leute solche Spiele mögen, aber ich werde davon frustriert und spiele es nicht weiter. Leider lässt sich auch die Schwierigkeit nicht regulieren.


    Da hat mir Apotheon als moderner Sidescroller weitaus besser gefallen.

  • Also ich konnte es kurz antesten und war ziemlich begeistert von der Atmosphäre und vom Design. Allerdings hab ich nach 20 Min aufgegeben weil ich das erste Level nicht geschafft habe.


    Mag ja sein das einige Leute solche Spiele mögen, aber ich werde davon frustriert und spiele es nicht weiter. Leider lässt sich auch die Schwierigkeit nicht regulieren.


    Da hat mir Apotheon als moderner Sidescroller weitaus besser gefallen.

    Das stimmt schon, nicht jedermann ist für (schwere) SHMUPs oder Bullet Hell Spiele gemacht. Und genau das ist Cuphead trotz des unscheinbaren Cartoon Artstyles.


    Was den Schwierigkeitsgrad angeht, zumindest zwischen "Simple" und "Regular" kann man doch wählen. Standard-mäßig ist "Regular" eingestellt. Was hast du gewählt?

  • Im Rahmen der Game Awards hat Cuphead dieses Jahr ein paar Preise abräumen können. So hat es den ersten Platz in den Kategorien Best Art Direction und Best Independent Game gewonnen, was ich persönlich schön finde. Aber auch in Best Score/Music und Best Action Game wurde es zumindest genannt.


    Ich habe Cuphead ebenfalls gespielt, allerdings zu Zweit, und finde das Spiel sehr schön. Man spielt praktisch mit einer Figur, die wie Micky Maus, nur mit einer Tasse als Kopf aussieht. Jump-'n-Run-mäßig durchläuft man eine Weltkarte, die viele Bosse und einige Leveln enthält. Das Spiel ist auffällig kurz, zumindest, wenn man nicht all zu lange an bestimmten Herausforderungen hängt, und kann in wenigen Stunden durchgespielt werden. Aber das macht nichts, denn es lohnt sich, Cuphead nicht nur einmal durchzuspielen. Besonders unter den Bossen gibt es einige, die ich gern mehrmals herausfordere.


    Besonders die Zahl der Bosse ist auffällig. Mehr als 30 von ihnen gilt es hier zu besiegen, womit der Entwickler StudioMDHR Entertainment sogar einen Eintrag in den Guinness-Buch der Rekorde erhalten hat.


    Man kann fast jeden von ihnen in einem von zwei Schwierigkeitsgraden herausfordern: Simple und Regular. Regular ist sozusagen der normale Schwierigkeitsgrad, der nicht selten dennoch recht hoch angesetzt ist und sich eher wie ein gedachtes Hard anfühlt, weshalb es den einen oder anderen Boss gibt, den wir auch nach vielen Versuchen nicht schlagen konnten. Simple dagegen ist deutlich einfacher, aber (wie sich erst später herausgestellt hat) für den Spielfortschritt unbrauchbar, da ein Boss nur dann als wirklich besiegt gilt (das heißt, man bekommt nur dann einen Soul Contract), wenn man ihn auf Regular besiegt hat.


    Manchmal habe ich die Attacken von Gegnern als übertrieben empfunden, weil man auf so vieles auf einmal achten muss, aber beim Spiel zu Zweit hat man andererseits den Vorteil, dass man sich unter gewissen Bedingungen gegenseitig wiederbeleben kann und erst dann verloren hat, wenn beide Spieler gleichzeitig tot sind.


    Dennoch gibt es mehrere Bosse, die ich sehr toll fand. Besonders Hilda Berg in Threatenin' Zeppelin, Cagney Carnation in Floral Fury und Beppi the Clown in Carnival Kerfuffle haben mir gefallen.


    Grafisch und musikalisch ist Cuphead ein echter Genuss. Es erinnert sehr an die ganz alten Cartoons von Walt Disney und hat einen tollen Soundtrack, den ich mir immer wieder gern anhöre. Hierzu zählen auch die Themen der oben genannten Bosse. Hierfür verdient der Entwickler großes Lob und ich kann den Soundtrack jedem ans Herz legen.


    Abgesehen von dem etwas zu hohen Schwierigkeitsgrad ist mir auch die Steuerung stets ein Dorn im Auge gewesen. Es ist nicht leicht gewesen, sich bei den vielen Dingen, denen man schnell ausweichen muss, immer korrekt zu bewegen. Vor lauter Aufregung hat sich meine Spielfigur regelmäßig vertippt oder in die falsche Richtung bewegt. Eine etwas weniger sensible und komplexe Steuerung wäre mir persönlich lieber gewesen. Aber davon abgesehen hat man in Cuphead vieles sehr schön und eindrucksvoll umgesetzt. Es eignet sich auch als nettes Spiel für zwischendurch.

  • Auch, wenn ich gerne so Weeb-Zeug wie Tōhō zocke, bin ich in Spielen wie diesen, nicht sonderlich gut und habe irgendwie auch niemals das Gefühl, dass es mich genug motiviert. Zuschauen; bei Leuten, die es besser können; mache ich da schon lieber oder ich spiele es halt „casual“ soweit ich komme und lasse es dann liegen, wenn es nicht mehr klappt.


    An Cuphead kam man ja aber nicht vorbei – das Spiel ist audiovisuell, aber auch ganz große Klasse. Der Retro-Cartoon-Look mit dem genialen OST, zeichnet das Spiel schon extrem aus und hat seinen Hype verdient.


    Durchgespielt habe ich es selbst niemals, aber ich habe es mir in einem Stream angeschaut. Die handgezeichneten Gegner sehen fantastisch aus und sind auch im Design super kreativ und einzigartig.


    Demnach ist das Spiel meiner Meinung nach schon „verdient“ in aller Munde (gewesen), auch wenn ich selbst es eben nicht gespielt habe. Für Fans eines solchen Genres, auch sicherlich ein absolutes Must-Have.

  • Cuphead müsste ich mal wieder weiter spielen, so wie die meisten meiner Steam Spiele.
    Groß viel habe ich noch nicht erreicht, aber schon einmal zwei oder drei Bosse die Mütze gekloppt. Sehr knackig und pfiffig, weil man immer den normalen (und schweren) Modus wählen muss, damit man im Spiel weiter kommt. Aufiovisuell wie bereits erwähnt große Klasse. Sehr viel Retro Charme - Disney und die Fleischer Brüder der 20er und 30er Jahre. Eigens dafür neu komponierte Musik die sich perfekt einmauert in das Spielgefühl.



    I’m just watching a bad dream I never wake up from.

    - Spike Spiegel from Cowboy Bebop

  • Und weil das Spiel durch seinen Retro-Cartoon-Look und den knackigen Schwierigkeitsgrad (zu Recht!) viel Erfolg eingeheimst hat, gibt es bald auch DLC mit dem Namen „The Delicious Last Course“ – wann es genau soweit ist, kann man noch nicht sagen, aber bis irgendwann 2019 müssen sich die Fans wohl noch gedulden!