Hateno {Siedlung}

    • Hateno {Siedlung}


      Am Rande Hyrules, hoch oben auf den Klippen Ost-Necludas, weht der Wind über die sonnendurchfluteten Wege und Felder Hatenos. Von hier oben hat der Betrachter ein atemberaubenden Blick auf die nähere Umgebung. Kinder spielen, Windräder drehen sich und so mancher erntet Weizen oder fängt Ausdauerschrecken.
      Hateno ist ein sauberes und schönes Dörfchen, welches niemals von den Katastrophen heimgesucht wurde, die im großen Rest Hyrules wüteten. Es hat sich zu einem Handelsplatz entwickelt, der von allen gern angesteuert wird, die sich in der Region aufhalten. Ganz oben auf der Klippe steht ein Institut, doch kein Dorfbewohner hat je erfahren, wer dort wohnt und arbeitet. Nichtsdestotrotz können Einheimische und Besucher im Ort ihre Kleidung reparieren und/oder färben lassen, ihre Warenbestände auffüllen, bequem übernachten und interessante Gespräche mit anderen führen. Alljährlich findet zum Gründertag ein kleines Fest statt, wo alle Köstlichkeiten und Kostbarkeiten serviert und feilgeboten werden und neue Kontakte geknüpft werden können.
      Nur beim zweiten Hinsehen wird klar, dass in vielen Bewohnern eine tiefe Traurigkeit steckt, denn das Dorf gibt es nur wegen der Verheerung. Die Gründerfamilien sind allesamt überlebende Flüchtlinge und nicht wenige haben ihre ganze Familie verloren.
    • „So ist's brav, meine Liebe.“ Mit einem Ruck zog Tilda den Sattelgurt am Bauch ihres Ponys Mollie fest. Wie immer saß er etwas stramm - Mollie war, aus rätselhaften Gründen und entgegen aller Diätversuche immer etwas zu wohlgenährt. Zumindest sah sie so aus.
      Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen fielen zwischen den Holzdielen in die kleine Scheune. Das wurde aber auch Zeit. In den letzten Tagen war die gesamte Region von ständigem Regen heimgesucht worden, und das zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Das Hateno-Festival stand schließlich vor der Tür - ein großes Ereignis im Dorf, und ein besonderes bedeutsamer Termin für Tilda und ihre Familie. Ein Festival war der perfekte Zeitpunkt, um ein paar Waren an den Mann oder die Frau zu bringen. Und der Gewinn war bitter nötig. Und wie bitter nötig er ist, dachte Tilda zähneknirschend. Der dauernde Regen hatte sowohl bei der Jagd, als auch bei der Gemüseernte für deutlich erschwerte Bedingungen gesorgt. Deshalb war sie heute auch besonders früh auf den Beinen. Die Zeit drängte, und der Verkaufsstand würde sich am Tag des Festes wohl kaum von alleine füllen.

      Mit schnellen, energischen Handbewegungen begann Tilda, die Trense anzulegen. Als sie gerade dabei war, die Riemen zu verschließen, scharrte Mollie unzufrieden mit dem Vorderhuf und wirbelte dabei eine Staubwolke von beachtlicher Größe auf. „Hatschi! Tut mir leid, Mollie, aber wir müssen uns heute echt beeilen. Trödeln ist leider nicht drin.“ Sie klopfte der Stute beruhigend auf den Hals und führte sie aus dem Stall. Draußen angekommen wirkte Mollie schon deutlich erfreuter. Sie schnaubte wohlwollend und streckte den Kopf nach ein paar Büscheln Gras aus. Ach, ich wünschte, sie könnte mich verstehen. Dann würde sie vielleicht auch wissen, was "Nicht Trödeln" heißt.
      Tilda tastete zur Kontrolle kurz die Taschen am Sattel ab. Alles da. Danach schwang sie sich mit einem eher weniger eleganten Satz auf den Pferderücken und drückte ihre Knöchel sanft an Mollies warmen Bauch. Diese setzte sich, nicht ohne eine Portion spürbaren Widerwillen, in Bewegung.

      „Guten Morgen, Tilda! Na, schon früh unterwegs?“ Marta ist also auch schon bei der Arbeit. Tilda sah zu der fleißigen Gehilfin der Familie herab, die mühsam Karotten erntete und in einen Korb schmiss. „Der frühe Vogel fängt den Wurm, schätze ich. Oder in meinem Fall, den Hasen.“ Marta lachte leise, während sie weiter eifrig ihrer Arbeit nachging. Tilda mochte Marta, und zwischen den beiden hatte sich mittlerweile ein zartes Band der Freundschaft entwickelt. Aber häufig fragte sie sich auch, wie es Marta wohl wirklich ging und ob sie tief in ihrem Innersten zufrieden mit ihrer Arbeit und dem damit verbundenen Dasein war. Sie wirkte zumindest immer so zuversichtlich und voller Energie. Eine Energie, die ich nie für Gemüse aufbringen konnte...
      Tilda schüttelte die zweifelnden Gedanken ab. Heute war nicht der richtige Zeitpunkt für existentielle Krisen. Es gab anderes, viel wichtigeres zu tun. Sie trieb Mollie an und ritt in zügigem Galopp Richtung Hochland.

      Tilda warf einen letzten Blick zurück und ließ ihn über das Dorf schweifen. Hateno. Ihr Zuhause. So war es immer, und so wird es immer sein. Aber warum nur versetzte ihr der Gedanke daran einen so schmerzhaften Stich? Mit schnellen Galoppsprüngen ließ das Paar die Siedlung schließlich hinter sich.

      ~> geht Richtung Ost-Necluda (Glywyrm-Hochland,...)

      Not all heroes wear capes, they also come in green tunics.
      Mein Avatar stammt von diesem tollen Künstler.
    • Muri wacht auf. Die Sonne war auch schon aufgestanden, relativ hoch sogar. Hunger hatte er noch nicht.

      Mit einem durchatmen stand er auf, schaute aus dem Fenster und beobachtete die Straße. Ohne zu gucken hob er eine Tasse kaltgewordenen Tee an seinen Mund und trank ihn in einem Zug aus. Ein leichter Wind schien zu wehen, eine Eichel oder sowas fiel aus Hausdach.

      Er sollte heute im Gasthaus mithelfen. Eine größere Gesellschaft wurde erwartet und er war gebraucht. "Was denk ich drüber nach was ich heute als erstes essen soll, etwas dort naschen reicht mir schon" dachte er.

      Eine kurze Katzenwäsche, Klamotten übergeworfen und er war schon draußen. "Guten Tag!" sagte er zur draußen kehrenden Nachbarin. "Na, heute wohl wieder etwas länger geschlafen." meinte sie "Jaaaa, gute Frau." entgegnete Muri und lächelte. So, dann auf zum Gasthof.
      Nach der üblichen freundlichen Begrüßung zog er seine Schürze an. Mit den Kollegen dauerte das auch nicht so lange. Den großen Braten machte er routiniert und mit Freuden. Die vielen Leute hatten gute Laune, er verabschiedete sich freundlich und konnte gehen. Die Kollegen machten die nun kleinere Bewirtung auch ohne ihn. Sein Lohn kam gleich.

      Fürs nächste Mal will er auch für Zuhause noch was anderes haben. Lieblingsgemüse ist zwar ganz nett, aber man braucht doch was zum verfeinern. Was machen, teuer kaufen oder... "He, gute Frau! Lassen sie das, das ist zu schwer. Kommen Sie, fassen wir beide an." "Oh, dankeschön - ich will sie nicht stören..." "Schon gut."
      Die dicke Tasche kam ins Haus der Nachbarin - und er bekam tatsächlich auch was geschenkt. Nüsse! Immerhin. "Danke, gute Frau." sagte er, wieder lächelnd.

      Er kehrte in sein Haus zurück, brühte diesmal frischen Tee, setzte sich wieder ans Fenster und schlürfte. Nun muss er gar nicht mehr sammeln gehen.

      Muris Beitrag 1.
      Durch Schaden wird man klug - sagen die klugen Leute. Schaden litt ich genug, doch bin ich ein Thor noch heute.
    • Muri schaute wieder einmal aus dem Fenster, als langsam eine Reisende eintraf.

      Er ging aus der Tür, machte ein freundliches Gesicht, näherte sich ihr und grüßte sie unauffällig. Im nächsten Augenblick hatte er einen Zettel in der Hand, den er sich unauffällig einsteckte als nähme er die Hände in die Taschen.

      Es war wieder einmal schönes Wetter. Manchmal regnet es ständig, manchmal dann nicht mehr. Komisch.
      Er spazierte etwas, zu den Feldern, in die Gaststätte, hielt einen Plausch mit der Nachbarin und kehrte schließlich zurück.


      Das Stück Papier schien wie ein grob gemaltes Bild auszusehen - hielt er ihn jedoch in die Nähe eines Feuers gab er langsam seine Botschaft preis:

      "Ein treuer Verfechter unserer Sache ist tot. Seine Kehle wurde mit einem Messer durchschnitten, sonst nichts auffälliges. Zwischen Angelstedt und Hateno. Sei wachsam."

      Muri verbrennt den Zettel.

      Muris Beitrag 2.
      Durch Schaden wird man klug - sagen die klugen Leute. Schaden litt ich genug, doch bin ich ein Thor noch heute.
    • Mit langsamen Schritten lief Kamui ins Dorf. Er seufze, als er auf seine Füße hinabsah und erkannte, wie schmutzig die kleinen Schwimmhäute zwischen seinen Krallen waren. Natürlich wurden sie schmutzig, wenn er kämpfte, aber heute waren sie besonders schmutzig.

      Er seufzte, als er an den Kampf im Schlamm dachte, der daran schuld war. Eigentlich wollte er ja nicht kämpfen, auch wenn der Kampf sein Beruf war. Er war halt müde gewesen und wollte so schnell wieder zurück nach Hateno, doch dann hörte er, wie die Reisende schrie.

      Sie war laut ihren eigenen Angaben auf dem Weg nach Kakariko. Eigentlich war sie mit einer Freundin unterwegs, doch sie wurden getrennt, als sie von einem Moblin angegriffen wurden. Die Reisende war am Bein verletzt, auf den Boden gestürzt und wäre beinahe vom Schwert des Moblins geköpft worden, als Kamui mit einem Sprint auf ihn zurannte und ihn mit einigen schnellen Schwertschlägen auf den Boden schmiss und ihn dann tötete. Dann kam auch schon die Begleitung der Reisenden, die einige andere Reisende zusammengetrommelt hatte, um den Moblin zu verjagen. Natürlich hatten sie sich bei ihm bedankt und wollten ihn sogar mit nach Hateno begleiten wollte, aber Kamui hatte abgelehnt. Er war zu müde, um Gesellschaft ertragen zu können.

      Wieder seufzte Kamui und machte sich auf zum kleinen Teich von Hateno, um dort seine Schwimmhäute zu waschen.

      Kleiner geht's immer
    • Kamui sah verträumt in den Teich wie das abgewaschene Zeug von seinen Füßen versank, sah aber plötzlich ein anderes Spiegelbild und fuhr ruckartig herum.
      Das Spiegelbild mit dem Namen Muri war selbst erschrocken: "Mein Gott wie stürmisch!". Kamuis Verteidigungsmodus legte sich wieder.
      "Kenne ich Sie?" fragte Muri. "Kann sein." kam als Antwort. "Oh..." Muri sah auf die Füße herunter "sind das... ja was ist das?"
      Kamui murmelte kurz und sagte: "Das zwischen meinen Krallen? Das sind Schwimmhäute." Muri: "Unnngewöhnlich! Das kann auch sehr nützlich sein, mein Herr! ... Darf ich das Du anbieten?"- "Ja... Okay. Wie war dein Name? Ich bin Kamui." - "Muri."

      Kamui überlegte kurz. "Sie... Du kommst mir irgendwie bekannt vor. Wohnst du hier?" Muri blickte sich um. "Oh ja, seit einem Jahr ungefähr..."
      Kamui: "Ja... Ich wohne seit etwa drei Jahren hier, allerdings bin ich kaum hier, aufgrund meines Berufes." Was das wohl war dachte Muri. "Kampfschwimmer? Postbote?"
      Ein Lachen kam zurück: "Nein. Ich erforsche die Kampfweisen von Monstern." - "Hmmm..." Muri warf etwas zu Kamuis Händen. Es war eine geröstete Nuss.
      "Oh... Danke." Kamui fing an, an ihr zu knabbern "Das mach ich." sagte Muri. "Kochen. Rösten natürlich auch."
      "Interessant. Falls du mal das Dorf verlassen willst, um nach Zutaten zu suchen, könnte ich dich ja eskortieren, falls du auf Nummer sicher gehen willst. Ich werde dich auch nicht für meine Experimente missbrauchen, versprochen!"
      "Na schönen Dank auch!" Muri lachte. Kamui bot ihm einen Platz am Ufer des Teichs an, Muri setzte sich hin.

      "Schöner Tag heute, nicht? Ich bin erst vor einigen Minuten hier angekommen. Musste ein paar Reisende vor einem Moblin retten" - "Ein Beruf in der Tat." Muri schaute beeindruckt drein.
      "Also... Falls du mal von einem Moblin angegriffen wirst, ruf einfach mich. Vielleicht höre ich dich ja!" lachte Kamui. "Hmpf!" machte Muri trotzig. "Irgendwie hast du mich in meinem Stolz verletzt" Muri lächelte wieder.
      "Haha, entschuldige! Wenn du willst, kannst du auch mal alleine gegen einen Moblin kämpfen." - "Du guckst zu?"
      "Ich kann besser forschen, wenn ich mehr Leute als mich gegen Monster kämpfen sehe. Mach es also für die Wissenschaft!"
      Muri überlegte kurz.
      "Für die Wissenschaft! Nichts leichter als das..." - "...War das Sarkasmus?" lachte Kamui.
      "Hast du Angst?" entgegnete Muri. "Natürlich nicht!" Kamui zuckte leicht zusammen. "Nur... Die Leute waren nur nie so schnell einverstanden damit, gegen irgendetwas zu kämpfen" - "Und ich habs schon lange nicht mehr gemacht" - "Notfalls kann ich dir helfen."

      "Aaaach das wird schon" Kamui überlegte. "Hmmm... Ja. Sollen wir uns dann morgen so zu selben Uhrzeit hier treffen? Ich hatte heute einen harten Tag hinter mir." Kamui steht auf. "Nix is mit morgen. Du musst doch nur zugucken!" sagte Muri überschwänglich. "Sagen wir es mal so... Ich bin müde, und ich kann besser zuschauen, wenn ich nicht müde bin." konterte Kamui
      "Aaaaach... dann kann ich mich morgen aufwärmen" - "Ähm... Okay?" entgegnete Kamui.
      "Ganz ehrlich weiß ich nicht was du von mir lernen sollst, aber na gut leg dich aufs Ohr" -
      "Ich bin ein Monsterforscher, und wenn ich weiß, wie Monster ticken, kann ich die Leute davor retten, zu sterben. Bis morgen, Muri!"
      Muri lächelte. "Schlaf schön!" - und blieb sitzen. "Ähm... Du auch! Gute Nacht." Kamui lief weg.
      Leute davor retten zu sterben... dachte Muri und schaute noch eine Zeit lang ins Wasser.
      Durch Schaden wird man klug - sagen die klugen Leute. Schaden litt ich genug, doch bin ich ein Thor noch heute.
    • Kamui sah noch einmal zu Muri zurück, dann machte er sich auf dem Weg zu seiner Hütte.

      Er seufzte, als er seine Hütte betrat, und seufzte wieder, als er seine Tür hinter sich schloss. Muri ist ja schon etwas seltsam... Zum Glück habe ich etwas Abstand zwischen uns beide gebracht... Während er sein Schwert und seinen Schild auf sein Bett schmiss, dachte er weiter über ihn nach: Irgendwie ist er etwas seltsam... Er scheint zwar nett zu sein, doch als ich vorgeschlagen habe, dass er für mich kämpft, hat er mir zu schnell zugestimmt, dabei kennen wir uns quasi erst fünf Minuten...

      Er wühlte in seiner Tasche herum und fand schließlich das Notizbuch, dass zwischen einigen Äpfeln und einem Fernrohr vergraben war. Er ging zu seinem Schreibtisch, nahm sich einen Stift und begann zu schreiben. Die Auswertung des Kampfes, wo ich die Reisende gerettet habe, kann ich vielleicht noch schreiben. Aber ich bezweifle, dass der Kampf von Muri gegen den Moblin noch hier rein passt. Er sah hoch und suchte mit seinen Augen seinen Schreibtisch ab. Sein Blick blieb auf zwei Notizbüchern liegen. Hmm... Das müssten die leeren sein, oder? Er schnappte sich eins, blätterte in ihm herum und nickte erfreut. Ja, es ist leer. Ich tue die beiden Notizbücher besser gleich in meinen Rucksack. Nicht, dass ich es noch vergesse!

      Er lief zu seinem Rucksack, holte einem Apfel aus ihm und legte die beiden Notizbücher in ihn. Während er den Apfel aß, lief er wieder zurück zum Schreibtisch und beendete seinen Bericht.

      Kamui gähnte, als er das Notizbuch zuschlug. Zwei leere Notizbücher habe ich noch... Ich sollte mir mal neue kaufen. Aber dafür muss ich ein paar meiner alten verkaufen. Hmm... Vielleicht kann ich ja Muri das Notizbuch irgendwann mal andrehen, in dem sein Kampf beschrieben wird! Aber ich bräuchte die leeren Notizbücher früher... Ach, ich verkaufe ihm einfach ein anderes... Er drehte sich zu dem Stapel Notizbüchern, die er schon beschrieben hatte, und nahm sich von ihm einfach das Oberste. Der Orni durchblätterte es. Oh, ich weiß. Beim Schreiben dieses Notizbuches wurde ich mehrmals von Yiga angegriffen worden. Ich muss wohl beim Kämpfen gegen ein paar Moblins zu nah an eins ihrer Verstecke gekommen zu sein, denn die Yiga haben mich mehrmals in der Gegend angegriffen. Als ich dann weit genug geflohen bin, haben sie mich in Ruhe gelassen. Wahrscheinlich haben sie verstanden, dass ich nur ein einfacher Forscher bin, der ihnen eigentlich nichts antuen will.

      Er stand auf und packte dieses Notizbuch in seinen Rucksack, ohne hinter das Geheimnis seiner Bekanntschaft zu kommen. Muri sieht wie jemand aus, der für fünf Rubine gegen ein paar Yiga kämpfen würde. Vielleicht sollte ich ihm das Buch verkaufen, damit er nicht daran stirbt.

      Am nächsten Tag stand Kamui etwa eine halbe Stunde früher als verabredet an dem Teich, an dem die beiden sich verabredet haben. Mal schauen, wann Muri kommt... Ob er schon aufgeregt ist?

      Kleiner geht's immer
    • Muri tippt Kamui auf die Schulter. Kamui zuckt zusammen und dreht sich angriffslustig um - und erkennt dann, dass es nur Muri ist.
      "Haha, beruhig dich!" - "Oh, Hi Muri!" entgegnete Kamui und atmet beruhigt auf. Er mustert Muri und fragt: "Bist du kampfbereit?"
      Muri antwortet: "Nun ich kämpfe immer so unspektakulär ausgerüstet. Ich dachte einfach nur das ich wieder in Übung kommen sollte, nichts weiter."

      "Hmmm... Gut. Ich habe nur nachgefragt, da die Leute, mit denen ich normalerweise kämpfe, etwas andere Ausrüstung haben..." überlegt Kamui und zögert kurz "...ich meine jetzt die mit denen ich normalerweise kämpfe, die Leute mit denen ich Seite an Seite kämpfe. Die Yiga zum Beispiel kämpfen ungefähr mit deiner Ausrüstung - aber ich will dir jetzt natürlich nicht unterstellen, ein Yiga zu sein!" Kamui lacht nervös.

      "Ich hab doch gar nichts dabei, nur ein normales Messer. Keine Sichelklinge, keinen Bogen." entgegnet Muri. Kamui: "Ähm... Egal. Ich würde es einem Yiga zwar zutrauen, nur mit einem Messer zu kämpfen, aber... Egal. Wollen wir dann?"

      "Bitte! Lauf einfach vor wenn du weißt wo Moblins sind" sagt Muri lächelnd. "Also gut..." bekam er als Antwort.


      Muri und Kamui gehen nach Ost-Necluda.
      Durch Schaden wird man klug - sagen die klugen Leute. Schaden litt ich genug, doch bin ich ein Thor noch heute.

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    • >Kommt von Ost-Necluda

      Am Rand von Hateno trennten sich Muri und Kamui. Während der Orni sich auf den Weg zu seiner Hütte machte, blieb Muri kurz stehen und lief dann in das Stadtzentrum. Allerdings achtete Kamui nicht wirklich darauf, wohin sein Gefährte ging, denn er war in seine eigenen Gedanken versunken.

      Schließlich betrat er sein Haus und schmiss seinen Rucksack auf seinen Stuhl. Danach legte er sich auf sein Bett und dachte nach. Hm... Ob ich ihm zuviel von meiner Hintergrundgeschichte erzählt habe? ...Nein, eigentlich nicht. Ich habe sie ja nur angedeutet. Er dachte noch ein bisschen über den Tag nach, dann ging er seine Aufzeichnungen über den Tag noch durch, dann hielt er bis zum Abend ein Nickerchen. Er wollte ja schließlich vorbereitet auf die nächsten Kämpfe sein!

      Kleiner geht's immer
    • Kommt auch von Ost-Necluda.
      Es war merkwürdig. Muri hatte es wenig gekümmert was er eigentlich tat. Kamui konnte er gut leiden und aus seinem Mund vom Tod eines von ihm geliebten Menschen zu erfahren, machte ihn doch nachdenklich. Unerwartet.
      Es ist notwendig das Yiga manchmal töten, dachte er. Es dient einem höheren Ziel. Aber hat ein Monster ein höheres Ziel? Es ist armselig blind zu morden, aber das tue ich nicht, das weiß ich. Also mach dir keine Vorwürfe. Es ist in Ordnung.

      Muri dachte das der Abschied etwas unangebracht war. Es war doch alles in Ordnung, warum hatte er nichts gesagt. Komisch.

      Er ging noch etwas spazieren, genoss den Wind und die hereinbrechende Dämmerung, ging nach Hause und ohne weitere Gedanken schlafen.
      Durch Schaden wird man klug - sagen die klugen Leute. Schaden litt ich genug, doch bin ich ein Thor noch heute.
    • >> kommt aus Richtung Stall der Zwillingsberge
      Es war früher Nachmittag, als Zoltan, Anya und Eve das Tor passierten, welches den Dorfeingang Hatenos markierte. Seine beiden Begleiterinnen hatten einiges an Geschick bewiesen, was das Zähmen von Wildpferden anging und so konnten sie bereits vor der Mittagsstunde vom Stall der Zwillingsberge aus aufbrechen. Den Vormittag und den etwa vierstündigen Ritt zum Dorf hatte er zum größten Teil schweigend verbracht, zu sehr beschäftigte ihn die Rückkehr in seine alte Heimat und was ihn dort erwarten würde. Er rechnete nicht unbedingt damit, von den Leuten wiedererkannt zu werden - er war schon als Junge niemand, der sich gern unter Leute mischte und hatte dementsprechend wenige Menschen gehabt, die ihm nahe standen. Jedoch... vielleicht würde er sich als Sohn der Stadt zu erkennen geben, falls er sich ernsthaft hier niederlassen sollte. Das Spiel mit der Tarnidentität, welches er die letzten Tage durchgezogen hatte, kam ihm nun albern und überdramatisch vor. Und wenn er sich offenbarte, würden sich zweifellos doch ein paar Leute an ihn erinnern, und welche Rolle würde er dann innerhalb der Dorfgemeinschaft einnehmen? Er war kein hundertprozentig Fremder, würde aber dennoch einigem Misstrauen ausgesetzt sein. In Gegenden wie dieser waren die Leute besessen davon Klatsch auszutauschen, und seine langjährige Abwesenheit und seine spontane Rückkehr würden gewiss für eine Weile der Mittelpunkt dessen sein. Nun, abwarten.


      Die drei Reisegefährten suchten zunächst einen Unterstand nahe des Gasthofes auf, wo ein herumlungernder Mann mittleren Alters sich dazu bereit erklärte, die Pferde zu versorgen. Allerdings schien er wohl nicht zu sehr an dieser Aufgabe zu hängen und riet dazu, die Tiere langfristig auf dem Bauernhof unterzubringen, welcher auf halber Höhe des Hügels lag, auf dessen Spitze das von Gerüchten umrankte Institut thronte. Eine Wissenschaftlerin vom Stamm der Shiekah sollte dort hausen, die Tag und Nacht mit antiker Technologie herumexperimentierte - jener Materie, die vor 50 Jahren eine große Rolle in der Zerstörung des Königreiches Hyrule spielte. Es muss nicht extra erwähnt werden dass die Einwohner Hatenos, welche froh waren von der Verheerung und ihren Folgen weitestgehend verschont geblieben zu sein, nicht allzu begeistert von diesem Arrangement waren. Besonders ein auf dem Dach prangendes Wächterwrack empfanden nicht wenige Dorfbewohner als Provokation. Ein wahres Wunder, dass sich in den letzten Jahrzehnten noch kein Mob mit Fackeln und Mistgabeln bewaffnet hatte, um dem wie auch immer gearteten Treiben ein Ende zu setzen. Vielleicht würde er sich das Ganze später einmal aus sicherer Entfernung ansehen. Für's Erste würde er sich ohnehin irgendwie allein die Zeit totschlagen müssen - es erschien ihm recht unangebracht, bei Anyas Treffen mit ihrem Bruder oder Eves Angelegenheiten, welche auch immer das sein mochten, wie ein stummer Diener im Hintergrund herumzustehen. In seiner Reisekasse sollten noch genügen Rubine für neue Kleidung sein. Anya hatte sich alle Mühe gegeben sein Gewand zu reinigen und zu flicken, aber nach allem, was er in letzter Zeit damit erlebt hatte, fühlte es sich dennoch nicht komfortabler an als ein zurechtgeschneideter Kartoffelsack. Wenn das erledigt war, könnte er dem Krämerladen einen Besuch abstatten und die antiken Materialien, die er am Vortag erbeutet hatte gegen Bares eintauschen. Damit wäre am Ende noch genug übrig, um sich für ein paar Tage im Gasthof einzuquartieren. Kein schlechter Plan für die nächsten paar Stunden.
      "Also dann," wandte er sich an Anya und Eve. "Ich würde gern ein paar Dinge erledigen und wenn ich das richtig verstanden habe, seid ihr auch nicht nur zum Vergnügen hier. Falls mich jemand sucht, ich bin heute Abend im Gasthof. Bis dahin..." Er wandte sich ab und fragte sich im selben Moment, ob die beiden auf das Angebot eingehen würden - wenngleich er mit Anya in den letzten Tagen einiges erlebt hatte, waren sie sich immernoch relativ fremd, und ihr gemeinsames Ziel war erreicht. Es bestand im Grunde keine Notwendigkeit mehr, Zeit miteinander zu verbringen. Ein seltsamer Gedanke nach diesen wenigen Tagen, die ihm wie eine bedeutend längere Zeit vorkamen. Schon bei Gustls überstürztem Abgang hatte er leichtes Bedauern verspürt - obwohl er das sicher niemals zugeben würde. Nun, und mit Eve verband ihn nicht wirklich viel, wenngleich das gestrige Gespräch mit ihr ihm ein wenig Last von der Seele genommen hatte. Aber alles in allem war er nun wieder allein, denn schon in Kürze würden beide sich in Richtung eines neuen Ziels aufmachen. So in Gedanken versunken schlenderte er in Richtung Ortseingang, wo sich die beiden Läden befanden. Er ignorierte die argwöhnischen Blicke der Dorfbewohner, an denen er vorbeikam. Es kam offenbar nicht alle Tage vor, dass ein bewaffneter Reisender in zerschlissener Kleidung durch den Ort spazierte.
      Willkommen zuhause, dachte er ironisch. Scheint so, als würde es ein wenig dauern, bis ich hier neue Freunde finde.
      Erlaube mir, dich zu warnen, dass es ein gefährliches Unterfangen ist, meine Genialität in Frage zu stellen; es könnte deinen Tag um einiges surrealer machen.

    • Hateno.

      Anya atmete ein und ließ die Luft lange in ihren Lungen. Ihr Blick wanderte durch das Dorf, das sich vor ihr erstreckte, als würde sie etwas sehen können, was nicht da war.

      Hateno.

      Sie atmete aus. "Ich gehe spazieren", sagte sie endlich zu Eve. "Ich will mich ein wenig umsehen und vielleicht treffe ich ja meinen Bruder."
      Gesagt, getan. Hateno war ein schönes Dorf. Anya fand, dass es vielleicht sogar das schönste in ganz Hyrule war. Die Häuser waren alle sehr solide gebaut, die große Straße durch das Dorf war breit und stabil. Und nur hier gab es Windmühlen, die so beeindruckend waren. Wenn sich Anya recht erinnerte, war das auch das ausschlaggebende Argument für ihren Bruder gewesen, hierherzuziehen. Seitdem ein Mal ein Händler ins Tabanta-Dorf kam und ein Gemälde von den Windmühlen rumreichte, gab es kein anderes Thema mehr. Für ihren Bruder stand fest, dass Hateno der beste Ort auf der ganzen Welt sein musste und kaum hatte er genug Rubine gespart, verließ er Tabanta-Dorf. So jedenfalls hatte es ihre Mutter erzählt.
      Anya hatte es nie ausgesprochen; schon der Gedanke daran war eigentlich nicht greifbar. Aber seitdem ihr Bruder die Heimat verließ, hatte er sich nie wieder gemeldet. Anya war sich nicht sicher, ob er überhaupt jemals hier angekommen ist. Ob er noch lebte...
      Wie jeder andere in der Familie auch, konnte er nicht schreiben, aber mit Sicherheit würde er einen Weg finden sich zu melden, wenn er denn wollte. Hateno wurde auch von den Orni angeflogen und irgendjemand würde sicher für ihn einen Brief schreiben können, dass er sicher und gesund war. Aber so ein Brief kam nie an.

      Anya war sich nicht sicher, was passieren würde, wenn sie dieses Dorf betrat. Sie hoffte, dass ihr Bruder zufällig gerade hier entlang lief. Aber das war nicht der Fall. Jetzt macht sie unsichere Schritte, einen nach den anderen. Es gab nicht all zu viele Häuser im Dorf, auch wenn es eines der größten Ansiedlungen war, die Anya kannte. Sie würde an jede Tür klopfen.
      Etwa nach der Hälfte der Häuser setzte sich Anya auf eine Bank, die nahe einer Laterne stand. Obwohl sie noch einige Haustüren vor sich hatte, war sie sich sicher, dass ihr Bruder nicht hier war. Keiner der Menschen, die sie bisher gefragt hat, kannte ihn. In dem Moment, wo Anya klar wurde, dass ihr Bruder Hateno nie erreicht hatte, blies ein heftiger Ostwind über Hateno hinweg. Die mächtige Eiche einige Meter entfernt ließ ihre Blätter im Wind tanzen und hier und da flogen einige wenige im Wind davon. Er ist nie hier angekommen.
      Ein Blatt taumelte direkt vor ihrem Gesicht im Wind hin und her und erregte Anyas Aufmerksamkeit. Ihr Blick folgte dem Blatt, als sie bemerkte, dass sich die Ranelle-Spitze dahinter erhob. Der Gipfel war wie immer im Nebel gehüllt, was für viele Märchengeschichten im ganzen Land sorgte.

      Anya erhob sich und ging wieder in Richtung Gasthaus. Es war klar, dass ihre Suche beendet war. Doch statt Trauer fühlte sie eine seltsame Erleichterung. Seitdem sie den mächtigen Berg im Norden wahrgenommen hatte, meinte sie, diese seltsame Melodie zu hören. Nicht die ganze Zeit, aber immer in Abschnitten und ganz schwach. Sie kam in dem Moment, als sie einsah, dass ihr Bruder wahrscheinlich nicht mehr lebte. Sie war tröstend, bestätigend und erklärend.
      Es war nun das dritte Mal in den vergangenen Jahren, dass Anya dem Berg so nahe gekommen war und seit dem ersten Mal, wo Anya auf der Suche nach Fröstlingen im Naydra-Schnellfeld dieses Amulett fand, hörte sie diese Melodie. Zunächst glaubte sie, verrückt geworden zu sein. Doch inzwischen war sie sich sicher, dass sie Naydra hören konnte; Naydra, der Eisdrache, der eigentlich nur in Sagen existierte und den noch nie jemand gesehen hatte.

      "Hey du", rief eine Stimme und weckte sie aus ihrem Tagtraum. "Hast du etwas Zeit und Kraft, und kannst uns beim Holzsammeln helfen?" Eine ältere Frau mit drei jungen Kerlen winkte ihr vom Rande eines Weizenfeldes zu. Sie beluden gerade einen Pferdewagen mit Holz, vor dem ein alter Klepper gespannt war.
      "Ja gern!"
      Während Anya half, erfuhr sie, dass es am Abend ein großes Lagerfeuer geben würde, wo sich alle im Dorf versammeln und Neuigkeiten und Geschichten austauschen würden. Traditionell wurden auch viele Gäste aus dem benachbarten Kakariko und fernen Orten erwartet. Es würde der Auftakt zu den Festlichkeiten sein, die zu Ehren des 50. Gründungstages des Dorfes gehalten werden.
      Anya erzählte etwas von sich und ihrer Reisegruppe und fragte, ob sie sich dazugesellen durften, was die gute Frau mit einem hellen und warmen Lachen quittierte.
      "Aber gern, kommt nur! Und erzählt uns ein paar gute Geschichten, abgemacht?"
    • Muri war überrascht. Sie ging an seine Tür und an jede andere, sie suchte jemanden. Das feuerrote Haar erinnerte ihn auch an einen anderen Ort. Irgendwas war mit ihr.

      Er ließ sich natürlich an der Tür nichts anmerken. Er würde jedenfalls zu diesem Lagerfeuer gehen. Es kamen sowieso in letzter Zeit eine Menge neuer Gesichter, das wird ihm wahrscheinlich nicht helfen eine Spur zu finden... Ist ja auch bald Fest.

      Sowieso genug gewartet, seit dem Brief brannte es ihm schon unter den Nägeln. Er muss endlich wieder richtig unter Leute gehen.
      Was macht er überhaupt falls er den Mörder finden würde... darüber kann er nachdenken wenn er ihn findet. Vielleicht ist derjenige auch gar nicht hier sondern irgendwo anders. Trotzdem wird er gehen, er kann sich vielleicht wieder mit Kamui unterhalten wenn er da ist. Wer weiß wer alles da ist... wer weiß...

      Er trinkt einen Tee. Die Blätter rauschen durch das Fenster. Auf den Abend warten, dann los...
      Durch Schaden wird man klug - sagen die klugen Leute. Schaden litt ich genug, doch bin ich ein Thor noch heute.
    • Neu

      >>>kommt aus Richtung Ranelle-Spitze

      Talux fliegt übers weite Land und hat bereits die Kälte Region hinter sich gelassen. Es war schon spät und die Sonne stand schon tief. Er fragte sich ob es noch weit währe und seine Kräfte würden ihn auch nicht mehr lange in der Luft halten. Aber da sah er eine Siedlung und er war sich sicher das dass Hanteno sein müsste da er ja das Institut auf dem Berg sehen konnte.

      Nach nicht all zu langer Zeit landete er auf dem Dorfplatz. Er sah sich nach einem Gasthof um und da sah er auch direkt eins. Er geht hin und nimmt sich ein Luxusbett da er sehr erschöpft war. Er wollte als nächstes was essen und bestellte sich ein Luxusgrill-wild da er ein morz Hunger hatte. Als er es bekam war es nicht nur ein augenschmaus sondern auch der Geruch war schon so gut das im das Wasser im Schnabel zusammen lief. Nachdem er das ganze Fleisch verdrückt hatte bestellte er sich noch ein Stück Karottenkuchen. Dieses war das der beste Kuchen denn er bis jetzt gegessen hatte. Er sah sich noch den Sonnenuntergang an und ging danach ins Bett. Die nächsten Pläne wollte er morgen beim Essen oder so machen. Er war jetzt einfach schon zu müde. Und er schlief auch rasch ein.

      |||schläft im Gasthof von Hanteno.