Teufelsturm

  • Hej hej :) ,


    ich habe das gesamte OoT-Unterforum manuell durchgeblättert und bemühte natürlich auch die Foren-Suchmaschine in der Hoffnung einen Thread zum Teufelsturm (aka Ganons Castle/Ganons Schloss) zu finden. Da ich nicht fündig geworden bin, starte ich jetzt den Thread zum letzten Dungeon in OoT und möchte euch gerne fragen, wie euch der Teufelsturm gefallen hat? Welche Stelle beeindruckte euch am meisten, wo wärt ihr beinahe verzweifelt? Wie fandet ihr Optik, Musik und Gegner? Welche Siegel brecht ihr als erstes, welcher Weise muss am längsten auf seine Befreiung warten? Wie gefällt euch das Dungeon-Item? Ich fänds super spannend eure Meinungen zu diesem finalen Dungeon zu lesen.

  • Der Teufelsturm ist für mich gut bis mittelmäßig. Er hat seine wirklich schönen Stellen, aber genauso auch jene, die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Während ich das Schattensiegel beispielsweise zu einfach fand und beim Waldsiegel nicht ganz den Zusammenhang zum Wald herstellen konnte, so lag mir das Feuersiegel wiederum überhaupt nicht. Im Grunde ist es gar nicht so schwer, aber trotzdem kriege ich es immer wieder gebacken mehrmals in die Lava zu fallen. Verzweifelt wäre ich außerdem beinahe im Lichtsiegel, als ich auf den Trickraum reingefallen bin und grad wieder umgekehrt hatte. Nach sehr langem Irren durch alle Räume und Siegel hab ich zum Internet gegriffen und die Lösung war so......grrrrr, was hab ich mich über meine Dummheit geärgert. Das werde ich nie vergessen :wacko2:

    Eine bestimmte Reihenfolge habe ich bei den Siegeln nicht, aber man hat ja durch das Dungeonitem auch nicht komplett die freie Wahl.


    Sobald man beginnt im Turm höher zu steigen, nimmt die Dichte der Atmosphäre definitiv zu. Ein Kampf nach dem anderen, dazu das Orgelspiel von Ganondorf. Die roten Teppiche brachten auch mal endlich ein bisschen Abwechslung in die sonst karg gestaltete Umgebung, wobei die Festung von außen wiederum ziemlich cool aussieht. Ab hier fing der Finaldungeon an mir zu gefallen. Der Kampf gegen Ganondorf ist nicht gerade kurz und bietet kaum Abwechslung, aber so stellt er doch eine kleine Herausforderung dar. Wem das allerdings zu wenig Action war, der wird ja noch mit der Flucht und dem Ganon-Fight bedient, die Ocarina of Time gelungen und furios abrunden.


    Die Titanenhandschuhe waren geil. Was hab ich gestaunt, als Link erstmals so einen Obelisken umhergeworfen hat. Das hätte ich gerne noch öfter im Spiel gesehen, ihr Einsatz war zu kurz. An sich waren sie ja auch "nur" ein Upgrade, von daher sowieso nichts Überragendes. Nett war außerdem noch der Feenraum.


    Zwar ist der Teufelsturm nicht gerade mein Favorit, aber ich hab auf jeden Fall schon schlechte Finaldungeons erlebt. Genauso jedoch auch bessere.

  • Der Teufelsturm ist der neunte und letzte Dungeon in OoT. Für mich ist die Zahl 9 (d.h. die Gesamtzahl aller Dungeons/Tempel im Spiel) eine kleine Homage an das erste TLoZ, wo es genauso viele unterirdischen Labyrinthe gab. An der Haupthalle im Teufelsturm mag ich die Verknüpfung der dunklen Gemäuer mit den farbenfrohen Bannsiegel-Energieströmen. Das symbolisiert m.M. den Kampf zwischen Gut und Böse ziemlich gut und passt thematisch perfekt zu diesem finalen Dungeon.


    Ich würde die Siegelräume immer gerne in der gleichen Reihenfolge machen, wie die Tempel im vorherigen Spielverlauf. Trakon hat das Problem dabei aber schon angesprochen, denn es ist einem (augrund des fehlenden Tempelitems) nicht möglich. Ich arbeite deshalb meistens zuerst, die für mich nervigeren Räume ab (d.h. Wald-/ oder Schattensiegel). Beim grünen Siegel gibts m.M. einen unlogischen Stilbruch, durch die Ventilatoren und die damit einhergehende Notwendigkeit der Gleitstiefel (was doch eigentlich mehr zum lilafarbenen Siegel passen würde) . Das Schattensiegel nervt fast genauso, mit dem Fackel-Zeitlimit, den schwebenden Blöcken und der riesigen Knochenfratze. Allerdings gibts hier auch eine schöne Belohnung, was das Ganze schon wieder weniger schlimm macht. Beim Geistersiegel ist es schade, dass das Spiegelschild nicht mehr zum Einsatz kommt und das Feuersiegel zeigt sich (wie schon der Feuertempel) im guten Mittelfeld was Schwierigkeitsstufe und Optik betrifft. Meine beiden Favoriten sind Licht- und Wassersiegel. Beim blauen Siegel fand ich es sehr schön, dass der Eishöhle am Ende nochmal Tribut gezollt wurde. Das gelbe Siegel hebe ich mir meistens bis ganz zum Schluss auf, weil es meine Lieblingsaufgabe ist. Es sieht schon verdammt episch aus, wenn Link den Riesenblock hochhievt und wegwirft (mir gefällt die Kameraeinstellung in dieser Sequenz auch immer sehr gut) und das kleine Geheimnis am Ende bereitete mir während dem ersten Spieldurchgang auch ziemlich viel Kopfzerbrechen (wobei die Lösung -eigentlich- so simpel ist). Bei der Befreiung der Weisen finde ich es auch immer schön, dass jede/r nochmal ein paar ermutigende Worte an Link richtet. Das gibt nochmal einen kleinen Motivationsboost.


    Und dann, nachdem der letzte Weise befreit wurde, kommt der Moment in dem Link endlich durch das Maul dieser fiesen, schlangenähnlichen Fratze schreiten kann. Der Treppenturm ist mein Lieblingsabschnitt in diesem Dungeon. Nicht nur weil die Athmosphäre mit jedem Raum schwerer und dunkler wird, sondern auch weil dort so viele gute Gegner auf einen warten. Dinofol, Stalfos-Krieger und zwei Eisenprinzen (und als Zuckerl obendrauf kann man sich noch aussuchen ob man die Eisenprinzen nacheinander oder gleichzeitig erledigen möchte). Über die Sinnhaftigkeit des Masterschlüssels im Teufelsturm lässt sich streiten. Für mich war er irgendwie unlogisch, auch deshalb weil ich es blöd fand, dass er nicht die Türe zum eigentlichen Bossfight öffnete. Die letzte Wendeltreppe mit den bunten Glasfenstern und der immer lauter werdenen Orgelmusik war hingegen ein extrem guter Abschluss des Dungeons in dem die Aufregung vor dem finalen Endkampf mit jedem Schritt anstieg.

    Was das Tempelitem angeht, muss ich Trakon voll und ganz zustimmen. Die Titanhandschuhe sind wirlich stylisch und die Anwendung macht Laune, allerdings bekamen sie (genauso wie die Lichtpfeile) viel zu wenig Raum im Spiel. Schade, denn es wäre wirklich schön gewesen, hätte man diesen Gegenstand öfter benutzen können.

    Einmal editiert, zuletzt von Ursa () aus folgendem Grund: 10=D ... Zwielichtige Himmelsbewohner.

  • Hach, der Teufelsturm (lies: Teufel-Sturm). Ein nicht all zu spektakulärer, aber würdiger finaler Dungeon, in dem ich durchaus meinen Spaß hatte. Bereits im letzten großen Zelda A Lonk to the Past gab es mit Ganons Turm einen hohen, umfangreichen und an Schwierigkeit nicht zu unterschätzenden letzten Dungeon, der einiges an Ausdauer abverlangt hatte. Um so schöner fand ich es, dass man das im Nintendo-64-Titel fortgesetzt und mit neuen Ideen bereichert hatte.


    Mir hat es grundsätzlich gefallen, dass man hier die Siegel brechen musste, um am Ende den zentralen Turm besteigen zu können. Vom Aufbau her wirkte der Teufelsturm sehr übersichtlich und symmetrisch, weshalb man sich keine Sorgen machen musste, sich zu verirren. Vermutlich ist das eines der Gründe gewesen, warum es weder Karte noch Kompass gab (und natürlich wollte man auf diese Weise die Schwierigkeit des Dungeons erhöhen). Jedes Siegel befand sich in einem eigenen kleinen Abschnitt. Die Aufgaben in diesen Abschnitten waren teils unterschiedlich, teils auch etwas zu ähnlich mit der Silberrubinjagd, was ich etwas schade finde. Etwas mehr Abwechslung hätte mir gefallen, aber auch etwas mehr Schwierigkeit, da die Rätsel doch schon sehr elementar - teils schon fast banal (Lichtsiegel) - und im Wesentlichen aus vorigen Tempeln bekannt waren.


    Die Titanhandschuhe waren ein schönes Item. Endlich maximale Kraft! Dass man die Handschuhe gerade hier und insbesondere im Schattensiegel findet, war anfangs etwas überraschend und wirkte für mich schon beinahe deplatziert, aber letztlich sehe ich Link einfach gern in dieser goldfarbenen Titanlegierung.


    Sobald man den Turm in der Mitte betreten darf, wird es spannend. Die Orgelmusik hat mir sehr gefallen und man durfte sich noch einmal den stärksten Gegnern stellen - nur mit dem Unterschied, dass man bereits so stark sein dürfte, dass sich auch diese Gegner nur noch wie Spielzeug anfühlen. Von daher war der Turm für mich auch immer wie ein Spaziergang bis ins höchste Stockwerk, in dem ich Ganondorfs musikalischem Können lauschen konnte.

  • Große Kunst zeichnet sich dadurch aus, dass das Ende in Einklang mit dem Stück gebracht wird - und das wird hier verdammt nochmal getan. Die überraschende Offenbarung von Zelda ist perfekt in Szene gesetzt, die strahlende Regenbogen-Brücke zum Teufelsturm vermittelt einen intensiven Kontrast und der dramatische Aufstieg zur Turmspitze ist eindrucksvoll, optisch sowie musikalisch. Dabei mündet alles in einem epischen Kampf zwischen Gut und Böse, die letzten zwei Filmsequenzen haben die Qualität und das Potenzial eines Blockbusters. Zelda und Ganondorf bekommen eine relativ lange Screentime, wobei aber jeder Dialog essenziell für die Geschichte und Entwicklung der Charaktere ist.

    Die riesige und ereignislose Eingangshalle ist mit den jeweiligen Räumen der Elemente wie ein großer Kerker, der versucht die Weisen zu fesseln. Hinter den ganzen Türen wartet dann immer ein kleiner Ableger vorheriger Dungeons, teilweise schöne Details eingebaut und versucht am Thema zu bleiben - eine wirklich nette Idee. Hinter der Türe mit dem grünen Element scheint das Konzept nicht umgesetzt worden zu sein, das ist aber die Ausnahme. Der Aufstieg zur Spitze nach der Befreiung der Weisen ist dann fürstlich gestaltet; überall wird versucht die Balance zwischen Schloss und Tempel des Bösen zu erzeugen - was erstaunlicherweise funktioniert. Wenige Gegner, die aber bestens ins Erscheinungsbild passen und keine weiteren Rätsel signalisieren klar, dass hier keine "Spielchen mehr gespielt werden", sondern Ganondorf wartet. Trotzdem gibt es einen Großen Schlüssel, der irreführender nicht sein könnte. Die Orgelmusik ist der schiere Wahnsinn, mehr Atmosphäre ist kaum möglich.

    Jedoch gibt der Teufelsturm anfangs den Anschein als wäre es ein weiteres Labyrinth und umso enttäuschender ist es, dass bereits kurz nach Freilegung der inneren Brücke Ganondorf bereits vor einem steht. Die Ernüchterung ist nicht spürbar, aufgrund des gesamten Settings, aber es ist der letzte Dungeon und das Konzept der Elemente ist gut, aber nicht dessen würdig was anschließend folgt. Wirklich fordernd ist der Teufelsturm nicht, weder in der Länge noch in seinem Schwierigkeitsgrad.

    Die goldenen Handschuhe sind da eine kleine und charmante Überraschung, das Upgrade von Silber auf Gold ist für mich hier eher als Metapher zu verstehen. Aber nicht schlimm, die Szenen als Steinschleuder kommen gut zur Geltung.

    Obergroßmeister des Bösen Ganondorf gibt sich endlich die Ehre und es passiert der Wahnsinn: Er schleudert erneut Blitzkugel auf uns. Wenn das Setting und die Story in dem Moment nicht so zur Geltung kommen würden, wäre es schon fast langweilig. Hier wird versucht den Schwierigkeitsgrad nach oben zu drehen, in dem kein Z-Targeting möglich ist und einige Bodenplatten sich lösen, aber das Kampfmuster bleibt identisch. Positiv zu erwähnen ist, dass er wesentlich mehr Ausdauer aufweist als sein Phantomkollege.
    Der 2. Kampf hat ein unfassbar authentischen Charakter, das pure Böse Ganon mit Tunnelblick versucht nur Link zu töten, die Flammen ringsherum schirmen alles ab und die dunkle Umgebung unterstreicht die Atmosphäre. Ganon ist unheimlich vital und richtet moderaten Schaden an, falls er treffen sollte.
    Leider haben beide Kämpfe eine eher langsame und monotone Eigenschaft und werden lediglich dadurch erschwert, dass sich die komplette Szene in die Länge zieht. Durch den zusätzlichen Sprint ist der Spieler gezwungen lange fokussiert zu bleiben.

    Der geschichtliche Aufbau findet grandios zum Ende, die Charaktere kommen zur Geltung und die gesamte Atmosphäre wirkt authentisch. Mehrere perfekte Videosequenzen, tolle visuelle und liebevolle Gestaltung sowie eine atemberaubende musikalische Begleitung ermöglichen es das Finale zu erleben. Mechanisch mangelt es an Herausforderung, da war deutlich mehr drin. Der Dungeon versucht eine gewisse Vielfalt zu bieten, schwächelt aber an der Komplexität und besonders beim Boss ist eine Eintönigkeit spürbar.

    Ich mag Signaturen nicht, weil sie die Scroll-Leiste ohne Kontext verlängern.

  • Der Teufelsturm war noch einmal eine schöne Abrundung am Ende des Hauptspiels. Kleine Räume die alle die jeweiligen Tempel als Thema haben und noch ein paar kleinere, aber knifflige Rätsel beinhalten damit Link den Turm erklimmen und Ganondorf stellen kann. Auch schon in anderen Teilen sind Türme von großer Bedeutung, die es zu erklimmen gilt um dort im obersten Stockwerk Ganon, Ganondorf oder andere Bossgegner zu stellen.

    Der Teufelsturm als einer der ersten Türme neben Heras Turm ist da keine Ausnahme und eine stimmige Szene nicht nur als letzter Dungeon sondern auch für den Endkampf gegen Ganondorf.

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #55: Salem Saberhagen

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    "Das war mal wieder ein Schuss in den Ofen, Miauz."

  • Der Teufelsturm ist ein würdiger Finaldungeon in Ocarina of Time. Merkwürdig finde ich die Rätsel und Aufmachung für den Waldtempel, aber ansonsten sind die anderen Bereiche thematisch gut darauf abgestimmt.

    Durch das Brechen der Siegel kommt nochmal eine Bedrohung auf. Man hatte es bisher geschafft und kann nicht einfach in das Schloss des Feindes hinein spazieren und diesen direkt gegenüber stehen. Zuvor muss man noch viele Gegner bekämpfen und viele Treppenstufen erklimmen. Das Orgelspielen von Ganondorf ist sehr atmosphärisch und erzeugt Spannung und Gäsehaut zugleich. Es kündigt das Grand Slam Finale zwischen Link und Ganondorf an.

    Der Bosskampf war nicht sonderlich spektakulär, aber war beeindruckend in Szene gesetzt.



    I’m just watching a bad dream I never wake up from.

    - Spike Spiegel from Cowboy Bebop

  • Ein würdiger Abschluss eines legendären Videospiels, audiovisuell meisterhaft in Szene gesetzt.


    Der so langsam in sich einstürzende Turm birgt ein gewisse Gefahr mit sich und man fühlt sich (nicht nur durch den späteren Counter) irgendwie unter Druck gesetzt. Man muss sich beeilen, das Ende naht.


    Die verschiedenen Dungeonsthemen lassen das Geschehene nochmal revue passieren und man erinnert sich sofort und es kommt einem vor, als lägen diese Dungeons schon Jahre zurück.


    Die beiden Bosskämpfe sind toll in Szene gesetzt. Einmal Ganondorf und zum Schluss nochmal die Bestie GANON. Schön finde ich auch auf dem Dach (Man wusste ja irgendwie schon, dass jetzt noch was kommt) wie der äußerst angeschlagene Ganondorf nochmal all seine Kräfte bündelt und Link seinen Zorn offen zeigt.


    Ich hatte damals den Bosskampf mit dem von A Link to the Past verglichen und wurde nicht enttäuscht.

    Jedenfalls kein Vergleich mit dem Showdown aus BotW....

  • So als letzten Dungeon fand ich den Teufelsturm jetzt nicht herausragend fordernd... klar, die tempelbezogenen Rätsel waren schon eine nette Sache, und die Prügelei mit gleich zwei von diesen Eisenmännern erfordert ein klein wenig Konzentration, aber "schwer" war es absolut nicht. Viel mehr nochmal eine nette Zusammenfassung dessen, was man so hinter sich hat. Ganondorf bzw Ganon als End-Endgegner sind auch keine große Herausforderung, aber welche Boss in OoT ist das schon? Vielleicht spricht da auch einfach nur die Übung aus mir :D Richtig unnötig finde ich den ablaufenden Timer, wenn man mit Zelda aus dem einstürzenden Turm fliehen muss. Die Zeit reicht selbst mit Gegnern die einen aufhalten mehr als dicke, wozu also der Stress?

    Erlaube mir, dich zu warnen, dass es ein gefährliches Unterfangen ist, meine Genialität in Frage zu stellen; es könnte deinen Tag um einiges surrealer machen.