Horns of Fear

  • Die Zeit der Silent Hills sind leider vorbei, heute wird Horror und gerade Survival anders definiert, als noch vor 10 oder 15 Jahren. Aber gerade in so einer Zeit freut es mich als Survival Horror Fan alter Schule, wenn doch noch Horrospiele herauskommen, die mehr Mind Games sind und stimmungsvolle Rätsel wie auch atmosphärische Umgebungen und Story bieten, als skurile, unbesiegbare Gegner, brutaler Splatter oder nervige Instant Kill Gegner.

    So ein Spiel, also eines aus alter Schule, ist Horns of Fear. Das Spiel ist im knittrig animierten 2D Stil gehalten, der etwas wirkt, wie zusammengeknülltes Papiert, das man wieder entfaltet hat. Man schlüpft in die Rolle des Journalisten Jim Sonrimor (was ein klingender Name), der eines Nachts von einem unbekannten Anrufer in ein altes Anwesen gelockt wird. Jim ist aber kein normaler Journalist, ihn interessiert das Paranormale. Also kann er garnicht anders, als dem Ruf zu folgen und die Rätsel des alten Gemäuers zu lösen. Dabei trifft er auf allerlei schaurige Bewohner und knackige Rätsel um am Ende ein Geheimnis zu lüften, das wohl besser verborgen geblieben wäre.


    Das Spiel ist mit knapp 2-3 Stunden Spielzeit (wenn man sich etwas Zeit lässt) leider nicht sonderlich lang, dafür ist der Preis mit knapp 5 Euro (Steam, Stand 10.08.2018) gerechtfertigt. So als kleiner Horror Snack für zwischendurch.


    Jedenfalls bekommt das Spiel meine Empfehlung, nicht nur wegen des Preises, sondern eben auch wegen der schönen Inszenierung, die an frühere Psychological Horror Games erinnert.


    Von mir aus kann es gerne wieder mehr Spiele solcher Machart geben, gerne auch etwas länger. Das Loch, das Silent Hill hinterlassen hat, konnte bislang kaum aufgefüllt werden und wenn, dann nur durch ähnliche Indiegames, die aber leider meist nicht mehr waren als Snacks. Aber besser ein Snack, als nichts auf dem Tisch, dank ich mal.


    Link zur Steam Store Seite

    https://store.steampowered.com/app/720940/Horns_of_Fear/

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #52: König Haggard

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    "Was ist mit deinen Augen? Warum kann ich mich nicht sehen in deinen Augen?"