Das Speichersystem - Und akzeptiert ihr eure Fehler?

  • Die meisten Spieler sollten dieses Phänomen kennen: Du schleichst dich gerade um ein feindliches Lager herum, ziehst den Bogen und bist in der Planungsphase. "Wie soll ich die Gegner am besten besiegen?" Du findest ein Explosionsfass, dass sich genau neben einer Horde von Gegner befindet. Du speicherst ab, ziehst den Bogen und wagst deinen Schuss. Upps, verfehlt. Gegner haben dich gesehen. Alle rennen Sie schon auf dich zu, du ziehst deine Nahkampf-Waffe und schon der erste Schlag verfehlt, ein weißer Bokoblin trifft dich auch schon und du hast sämtliche Herzen verloren. Verärgert drückst du auf Pause und wagst deinen neuen Versuch in dem du deinen letzten Spielstand lädst.

    Das Speichersystem von BotW ist sehr direkt, schnell und einfach und bildet somit einen starken Kontrast zu den anderen Zelda-Spielen, in denen es viel mehr eine Spielmechanik ist oder sogar in das Spielgeschehen etabliert ist. Du kannst in fast jeder Situation speichern und zu deinem vorherigen Spielstand zurückkehren. Es gibt kaum irgendwelche Nachteile das zu tun. Es ist schnell und zuverlässig und nur selten musst du einen großen Teil deines Spielverlaufs wiederholen. Trotzdem hat es nicht ganz die Natur von richtigen Savestates erlangt, die wirklich den eigentlich Zustand des Spiels abspeichern. Denn in manchen Situationen wird man herausfinden, dass die eigene Position nicht mehr identisch sein wird ist oder Ereignisse spielen sich anders hab (wie zum Beispiel die fliegenden Drachen, die beim laden des Spielstands verschwinden).

    Wie findet ihr das eigentlich? Vermisst ihr die Vogelstatuen aus Skyward Sword oder Majoras Mask (die ja beide recht unterschiedlich funktionieren!)? Oder doch lieber ein Speichersystem, dass so ähnlich ist wie OoT, TP oder TWW? Habt ihr darüber schon mal nachgedacht? Erwischt ihr euch selbst dabei wie ihr nicht mit euren Fehlern leben wollt und einfach das Spiel neu lädt?

  • Ich hab das zugegebenermaßen sehr komfortable Speichersystem von BotW kaum genutzt. Obwohl ich die Möglichkeit gehabt hätte, vor jedem größeren Kampf zu speichern und dann zu laden (was ja recht fix geht und mit wenig Wartezeit verbunden ist), hab ich das so gut wie nie getan.


    Warum nicht?


    Zum einen bin ich vermutlich von anderen Zelda-Teilen (und diversen anderen Konsolenspielen) zu sehr darauf geprägt, dass man eben nicht immer speichern kann.

    Zum anderen sind die automatischen Saves in BotW derart feinmaschig und fair gesetzt, dass ich die Notwendigkeit eigener "Quicksaves" nicht gesehen habe.

    Zudem muss eigene Blödheit auch weh tun. Wenn ich bei etwas versage, weil ich mich dumm anstelle, dann ist es für mich nicht nur legitim, dass ich ein wenig zurückgesetzt werde und Progress verliere, irgendwie gehört das für mich mit dazu und deswegen will ich das auch (so lange sich der Rückschritt in Grenzen hält - aber das war bei BotW nie ein Problem).


    Dementsprechend hab ich z.B. nie einen "Quicksave" geladen, weil ich schlecht gekämpft und deswegen zu viele Heilmittel verbraucht habe. Das habe ich dann stets als eine Art Lehrgeld gesehen, mich beim nächsten Mal nicht wieder blindlings in einen Kampf zu stürzen, sondern vorher zu überlegen.

  • Also ich wollte die Funktion zwei Mal nutzen.


    Einmal beim Quest mit dem Blutmond (Wo man sich nackig machen muss) und das zweite Mal ganz im Norden bei dem Skelett wo man den roten Drachen ziemlich gut erwischen kann (Ich wollte den Hornsplitter für den Schrein).


    Beide Male musste ich feststellen, daß irgendetwas nicht stimmt, denn mein Plan ging nicht auf.


    Bei der Blutmondquest kam der Blutmond einfach nicht, egal wie viele Feuer ich legte und mich schlafen gelegt habe und bei dem Drachen musste ich feststellen, dass er jedesmal verschwand also genau wie Moody™ oben schon schilderte.


    In dem Moment habe ich mich aufgeregt und verstand es auch nicht. Letztendlich habe ich trotzdem beide Quests gemeistert, ich musste sie halt nur anders angehen und fand es auch nicht schlimm.


    Nur merkwürdig ist diese Save Funktion dann trotzdem.

  • Meiner Meinung nach ist BotW ziemlich simple aufgebaut. Man lernt schnell, wie der Hase läuft. Insofern passt das Speichersystem sehr gut dazu. Ich hätte es jetzt schräg gefunden, wenn sie da nun irgendwelche Kniffe eingebaut hätten.


    Ich überlege gerade, wie oft ich mir das zu nutze gemacht habe. Oft war es jedenfalls nicht.

    Eigentlich immer dann, wenn ich was geübt habe. Den Donnerfluch in Vah Naboris habe ich geübt, bis ich den blind besiegen konnte. Da war das Speichersystem extrem hilfreich, denn so war es mir möglich, sofort wieder anzutreten, egal ob ich besiegt wurde oder gewonnen hatte. Ähnlich war es mit dem silbernen Leunen damals.


    Doch sonst habe ich nie den Bedarf gehabt - meine ich. Wenn, dann ist es mir entfallen.

  • Habe ich ehrlich gesagt nie genutzt, weil dadurch der Lerneffekt ein wenig für mich verpufft.

    Es ist immer besser gewesen, wenn ich nicht nur gestorben bin, sondern ein gewisser Fortschritt erneut erarbeitet werden muss. Dann habe ich stets den Dorn im Kopf gehabt "Wenn ich jetzt sterbe, dann muss ich wieder das und das machen - also bloß nicht verrecken."

    Sollte ich immer kurz vorher einen Speicherpunkt gesetzt haben, dann verliert der Kampf an Intensität und ich kämpfe mehr oder weniger lari fari - nach dem Motto "Naja, wenn ich sterbe, dann resette ich und mach es halt nochmal".

    Ich mag Signaturen nicht, weil sie die Scroll-Leiste ohne Kontext verlängern.

  • Es ist vom Spielkonzept und der Mechanik her sehr an andere Open World Spiele angelehnt. Hierbei habe ich einerseits dieses Abwenden von "klassischen" "zeldaesken" Elementen und somit macht auch das Abwenden hier von den bisherigen Speichermethoden und die Zukehr zu eben benutzerfreundlicheren Systemen - nennen wir als Vergleich und Beispiel Skyrim, bei dem man jederzeit speichern kann - auch Sinn. Ich bin sowieso eher ein Fan davon, dass man gleich an der schwierigen Stelle weitermachen kann, wo man auch tatsächlich gestorben ist und nicht vorher zehnmal die leichteren Stellen, die man eh geschafft hat und schafft, nochmal durchmachen muss, was rein pädagogisch keinen Lerneffekt per se hat, sondern nur ein hassle ist, was die Spieldauer in die Länge zieht (üblicherweise). Somit bin ich ein großer Fan dieses direkten Speicherns, das auch jederzeit verfügbar ist und es ermöglicht, jederzeit die tatsächlich schwere Stelle ohne Umwege nochmal zu probieren.

    Ob ich das genutzt habe? Genutzt insofern ja, als dass ich froh war, wenn ich durch Trial and Error irgendwo gestorben oder abgestürzt bin - aber wenn du meinst ob ich das wie einen Exploit genutzt habe um zB. bestimmte Dinge im Spiel auszunutzen (sich mit dem Baumstamm durch die Gegend zu schießen zB) dann habe ich das nicht gemacht.

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #52: König Haggard

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    "Was ist mit deinen Augen? Warum kann ich mich nicht sehen in deinen Augen?"

  • Was mir jedoch sehr auf die Nerven gegangen ist war die Tatsache, dass man nur die letzten (5 ?) automatisch gesetzten Savegames laden konnte. Ich hätte gerne auch einmal ein Savegame geladen, welches auch mal länger her ist, und mir bestimmte Savegames auch einfach nur aufgehoben. Allein schon, weil ich einem Kumpel einfach mal bestimmte Passagen im Spiel gerne gezeigt hätte, beispielsweise wie man den weißen Schimmel fängt. Ging natürlich dann nicht mehr, weil ich das schon langer vorher erledigt hatte.


    Finde es auch blöd, dass man nicht wie früher unter beispielsweise OoT im Spiel mehrere speicherstände haben kann. Stattdessen muss man ja beim Einschalten der Konsole ein anderes Profil auswählen. Mit diesem anderen Profil kann ich dann einen neuen Spielstand anfangen. Ist aber blöd, weil ich mir dann für mehrere Spielstände mehrere Profile anlegen muss, obwohl ich nur eine Person bin, und außerdem birgt es eine Gefahr für Human Error, dass sich jemand versehentlich in mein Profil einloggt, eine neue Kampagne startet und damit meine Spielstände überschreibt.


    Ich hätte mir eher die Möglichkeit, ein weiteres profil zu nutzen, als ZUSATZ gewünscht. Kombiniert dann mit den klassichen drei Speicherslots pro Profil, und die Möglichkeit, für jeden Speicherslot die Savegames, die weiter zurückliegen, "zu archivieren". Das wäre perfekt gewesen.