Unruh-Stadt

  • Kaum zu glauben, dass der zentrale und wichtigste Ort von Majora's Mask in sein Forum-Bereich kein eigenes Thema hat.


    Unruh-Stadt zählt zu einer der größten Errungenschaften von Majora's Mask. In Kombination mit den verbliebenen 72 Stunden und der veränderten Reaktionen der Bewohner, je nach Tageszeit und Tag, wirkt die Stadt sehr lebendig. Es ist in fünf verschiedene Bereiche eingeteilt. In alle Himmelsrichtungen und ein zentralen Mittelpunkt, wo das Spiel beginnt.

    In der Stadt gibt es zahlreiche Quest zu erledigen. Die größte und bekannteste dürfte die von Kafei sein. Seine Zeit kann man in der Stadt in der Milchbar vertreiben oder bei den zahlreichen Mini-Aufgaben um Herzteile oder größere Taschen zu ergattern.


    Wie fandet ihr die lebendige Stadt in Majora's Mask? Ist es tatsächlich die beste Stadt, die Nintendo je entworfen hat?



    I’m just watching a bad dream I never wake up from.

    - Spike Spiegel from Cowboy Bebop

  • Ich habe ungelogen vorhin alle Threads mir angeschaut und mich gefragt, wo dieser Thread ist. Weil es das einzige ist, was ich bisher in meinem Run gesehen habe. Und dazu wollte ich auch gerne mal meinen Senf abgeben. Aber ich dachte mir einfach, dass ich Blind bin. xD


    Also ich muss sagen, dass diese Stadt definitiv zu den Highlights gehört was MM zu bieten hat. Dieser Aufbau mit Tag und Nacht und dann die diversen Tage immer ist etwas anderes los. MEGA! Der eine brauch Klopapier, hier ne Schießbude, da n Überfall. Unglaublich und man darf nicht vergessen. Das alles passiert immer und immer. Dieses Konzept, darauf muss man halt auch erstmal kommen.


    Ich finde es auch schön, dass da auch alles so bekannt wirkt. Dadurch, dass die "selben" Charakter benutzt wurden sind wie bei OoT. Wirkte das halt wirklich wie ein Universum. Sie wirkt für mich wie ein weiteres Kakariko. Nur in besser, eben durch die ganzen Möglichkeiten.


    Und imo die beste Stadt. Sowas hätte ich gerne wieder. So viele Möglichkeiten. Unglaublich.

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    Leben ist, wenn man trotzdem lacht.


  • Es gibt sie wirklich!!!


    Dass Nintendo Kargowa gebaut hat finde ich äußerst beeindruckend. Was eine schöne Stadt! Viele Gebäude besitzen echt einen interessanten historischen Hintergrund. Schlesien, das waren noch Zeiten! Da ist der Nachbau in Majoras Mask leider total misslungen. Überhaupt nicht detailgetreu, Rathaus und Marktplatz erkenne ich kaum wieder. Ich muss schon sagen, Unruh-Stadt hat meine hohen Erwartungen zu einem tiefen Fall gebracht, ich war erschüttert.


    Spaß beiseite, Unruh Stadt ist der Hammer und einer meiner liebsten Orte des gesamten Spieleuniversums. Lebendigkeit wird hier groß geschrieben, denn alles ist nach Uhrzeit getaktet und nachverfolgbar. Wie daniaelx schon schrieb hat es viel ausgemacht, dass optisch aus OoT bekannte Figuren nun mit Namen und teils sogar Hintergrundgeschichte ausgestattet wurden, weshalb man sich gleich deutlich heimischer fühlte. Diverse Namen wie Anju habe ich dann sogar auf OoT übertragen, welche zuvor für mich schlicht die Hühnerfrau war. Aber diesmal arbeitet sie im Gasthaus, zeigt nachvollziehbare Gefühle und ist in eine der interessantesten Quests des Spiels involviert. Aber auch der Postbote macht seine täglichen Rundläufe, die Minispiele ändern sich von Tag zu Tag, nachts sind andere Charaktere als tagsüber anzutreffen und die kleinen Bomberkinder sind absolute Meister im Nächte Durchmachen! Dank den Wachen an den Stadttoren, welche den Deku-Link nicht haben passieren lassen, kam auch ein Gefühl von Sicherheit und Schutz trotz der bevorstehenden Katastrophe auf. Über die Stadtmauern hinweg zu schauen war nicht möglich und inmitten von ihnen gab es Geborgenheit.


    Nicht nur der zeitliche Ablauf war detailliert, sondern ebenfalls der Aufbau. Es gab den Spielplatz und den Waschplatz, aber auch die Untergrundpassage zum Observatorium. Dort war die Musik stets sehr beruhigend. Gerne ist man aber auch mal in die Milchbar einen Trinken gegangen und hat der guten Mucke gelauscht. Von den Aktivitäten wurden kaum Grenzen gesetzt, Beschäftigung gab es in Form von Spielen und Quests mehr als genug. Selbst wenn man einfach nur auf der Rutsche gelaufen ist oder die Bomber zum zwanzigsten mal gefangen hat, Langeweile gab es nicht. Das Notizbuch zu vervollständigen hat mir ziemlich Spaß gemacht und so hatte man die Tagesabläufe stets auf einen Blick.


    Generell war der Ort ja die zentrale Anlaufstelle für so ziemlich alles. Ohne die Bank wäre das Spiel einfach nicht das gleiche, aber auch der Uhrturm stellt sowohl den Beginn, als auch das Ende dar. Als größtes Gebäude der Stadt ist er unübersehbar und wirkt wie eine Verbindung zum Mond, was er letztendlich auch ist. Gefiel mir sehr als Symbolik und ich mochte die bedrückende Stimmung am dritten Tag sowie die Reaktionen auf den Weltuntergang. Viele sind geflohen, manche wie der Schwerttrainer haben sich wiederum versteckt oder einfach nur auf das Ende gewartet. Dieser Moment zeigt am besten, wie viel Tiefgang in Majoras Mask und Terminas Bewohner steckt. Wie würden wir damit umgehen? Alles zittert und bebt, der gruselige Mond ist zum Greifen nah und die Heimat dem Untergang geweiht. Der Game Over Bildschirm bedeutet zugleich das Ende von der schönen Stadt und das ist unglaublich traurig mit anzusehen. Da merkt man, wie sehr sie einem am Herzen liegt.


    Die beste Stadt des Nintendouniversums? Spontan fällt mir jedenfalls keine bessere ein. Anwärter auf den Titel wäre sie definitiv!

  • Unruh-Stadt ist eine der tollsten Städte in der Zelda-Reihe, die ich kenne. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt des ganzen Spiels und die zentrale Lage macht sie jederzeit gut erreichbar.


    Bei meinem allerersten Spieldurchgang dachte ich direkt: „Boah, ist das eine große Stadt.“ Es gibt, gerade beim ersten Mal, so viel zu entdecken, dass man sich ohne Probleme die drei Tage dort aufhalten kann (und muss), ohne dass es langweilig wird. Auch später noch bietet die Stadt so viel. Gerade auch deshalb, weil man als Mensch ganz andere Möglichkeiten hat und von den Bewohnern anders wahrgenommen und behandelt wird. Dadurch, dass man sich oft und lange in der Stadt aufhält und die vielen Probleme der Leute mitbekommt (und man diese zu lösen versucht), kommt man den Leuten näher und sie wachsen einem ans Herz. Irgendwann kennt man die Gewohnheiten und Tagesabläufe der verschiedenen Leute.


    An manchen Orten wechselten auch die Angebote je nach Tag. So bot das Spielecenter Liebling & Schätzchen jeden Tag ein anderes Spiel an. Auch die Musik und die Stimmung änderte sich mit jedem Tag, an dem der drohende Untergang näher kam.


    Ich fand es auch toll, dass es diesen Geheimweg zum Observatorium gab, den nur Mitglieder der Bomber betreten durften. Unruh-Stadt finde ich alles in allem sehr gelungen.


    Als ich später Majoras Mask 3D gespielt habe, konnte ich die Stadt aufs Neue entdecken. Hier und da wurden ja diverse kleine liebevolle Details hinzugefügt.

  • Mir gefällt die Unruh-stadt sehr, man merkt halt das die Stadt lebt und das ständig was zu tun ist. Vorallem gefällt mir wie sich die Stimmung der Stadt die Tage sich verändert . Erst am ersten Tag gehen alle ihre Normalen Arbeiten nach, aber merken schon an das sie unruhig sind wegen der Bedrohung des Mondes. Am dritten Tag versuchen sich fast alle in Sicherheit zubringen und akzeptieren das der Mond herunterkracht.


    Von den Shops mag ich das Octorok ziel schießen, das macht ziemlich Laune. Oder das Mini-Spiel in den Schatztruhenhaus, das macht auch spass.


    Mir gefällt auch das es so eine große schöne Gestaltete Stadt ist, mit vielen Handlingsorten Rätsel und wichtige Charaktere.

  • Ich kann sie hören, ich kann sie sehen, ich kann sie fühlen. Aber wohl nie betreten. Unruh-Stadt ist mein liebster Ort in Termina und vermutlich meine liebste Stadt in der Legende von Zelda. Unruh-Stadt ist etwas einzigartiges. Sie erzählt viele Geschichten, aber vorallem die der Angst, dass die Zeit auch mal ablaufen kann. Wie der Name schon sagt, scheint es eine große Unruhe zu geben. Das Karneval der Zeit soll stattfinden, doch die meisten Bewohner der Stadt wollen dem nicht so ganz trauen. Ein großer Mond steht am Himmel. Mit einem verstörten Gesicht kündigt er den brennenden Untergang an und die meisten wollen fliehen.


    Die Atmosphäre, die Geschichten und all die Figuren der Stadt geben ihr so viel Leben. Egal ob am Tag oder Nacht, ich bin so gerne dort, lausche der Musik, lausche den Geräuschen und beobachte was so geschehen mag. Nicht immer zahlt sich das aus, aber die einzigartigen Momente in denen etwas besonderes passiert werde ich wohl nie vergessen. Diese Stadt hat ein Eigenleben wie keine Andere.


    Aber auch als Spielmechanik dient sie ihren Zweck. Sie ist ein Hub, in alle vier Himmelsrichtung kann man treten, alle mögliche Wahre kann man erstehen. Hier durchschreitet der ahnungslose und verwirrte Held zum ersten Mal die fremde Welt von Termina, doch auch hier endet das Abenteuer rund um die verfluchte Maske. Sie ist der perfekte Schauplatz einen dreitätigen Zyklus beginnen zu lassen und eine elegante, besondere Art und Weise das Spiel zu starten.


    Man kann nicht genau sagen von welchem Ort diese Stadt inspiriert sein soll. Die primitiven Formen und verwaschenen Texturen führen dazu, dass man sich ein echtes Bild nur in der Vorstellung erahnen kann. Das verleiht dem ganzen ein wenig Zauber, den man in den heutigen Spielen missen könnte. Gerade diese Einzigartigkeit würde mich in einem neueren Spiel wieder reizen.


    Die wichtigste Frage muss man aber noch klären: Wie viele kleine Kuh-Figürchen gibt es in Unruh-Stadt?

  • Ich kann da Moody in seiner Begeisterung nur beipflichten, Unruhstadt ist wirklich etwas besonderes. Ebenso finde ich den deutschen Namen äußerst gelungen, Clock Town ist etwas fade. Jedenfalls hat Unruhstadt einen wirklich bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen. Denn hier werden Geschichten erzählt: Kleine, die das Schicksal von bestimmten Personen betreffen. Und große, die Personengruppen oder die ganze Stadt betreffen. Man selbst ist nur ein Beobachter dieser Abläufe, wenngleich auch die Möglichkeit besteht, in diese einzugreifen. Ich empfand es immer als ziemlich beeindruckend, wie die einzelnen Tagesabläufe und Schicksale ineinander übergreifen und der Stadt eine sehr lebendige Atmosphäre verpassen. Und die ganzen "Aha!"-Momente, die man bei seinem Aufenthalt in Unruhstadt erlebt, wenn sich das Puzzle langsam zu einem Gesamtbild zusammensetzen lässt. Die Quest rund um Kafei ist da natürlich das Aushängeschild.


    Was mir außerdem sehr gut an Unruhstadt gefällt, ist die unglaublich hohe Dichte an Content. Wenn ich durch diese Stadt schlendere, kommt bei mir ein richtiges Feeling vom bummeln auf. Es gibt unglaublich viele Geschäfte, die man aufsuchen kann. Einige davon haben einzigartige Items im Angebot. Es gibt ein paar nette Rummelbuden, wo man verschiedene Minispiele zocken kann. Wir haben das Hotel, wo sich Geschichten weiterentwickeln. Oder die exklusive Milchbar Latte, in der man an kostbares Chateau Romani kommt, oder sich musikalisch austoben kann. Wir haben eine Bank, ein Schwert-Trainings-Dojo, Versteckspielen mit der Bomber-Gang, und und und. Unruhstadt strotzt einfach nur so voller Leben, und das wird nochmal damit multipliziert, das es 3 verschiedene Tage mit eigenen Abläufen gibt.


    Ich bin alles in allem einfach ein riesiger Fan dieser einzigartigen Stadt der Zelda-Geschichte. Und als ob das nicht schon genug wäre, gibt es im selben Spiel auch andere interessante Siedlungen wie die Halle der Zoras, oder das Goronendorf. Majora's Mask ist da mMn. einfach ein beeindruckendes Kunstwerk.