
Der elfte Haupttitel der Reihe; Tales of Hearts; kam ursprünglich 2008 für den Nintendo DS raus – diese Version schaffte es niemals in den Westen. Doch die komplett überarbeitete Version; Tales of Hearts R kam 2014 auch in Deutschland auf die PlayStation Vita.
Kor lebt in einem kleinen Dorf am Meer und wird dort von seinem Großvater trainiert – dieser ist beeindruckt von seinen Kräften und vermacht ihm das Schwert Soma, welches eine besondere Verbindung zum eigenem Herzen; dem Spira, welches im Herzen eines jeden schlummert; benötigt. Hisui und Kohaku kommen ins Dorf – auf der Suche nach einem Relikt werden sie von einem mechanischen Krieger angegriffen und bei diesen Geschehnissen kommt Kors Opa ums Leben und Kohaku wird schwer verletzt. Um sie zu heilen, taucht Kor in Kohakus Spira ein und zerbricht es dabei in Herzsplitter – dadurch wird Kohaku zu einer nahezu willenlosen Puppe und Kor bricht auf, um die Splitter zu finden und Kohaku ihr Herz zurück zu geben.
Die Story des Spiels wurde von der originalen Version des NDS ein kleines bisschen verändert. So bekommt man einen Nebencharakter im Remake als zusätzlichen Mitstreiter und es gibt einen komplett neuen Charakter. Ansonsten ist die Geschichte gleichbleibend.
Während sich das Spiel alles in allem stark an anderen Titel orientiert und typische Elemente, wie das Kochen und die Skits, beinhaltet, wird das Kampfsystem; wie üblich; angepasst und individualisiert.
In diesem Titel nennt sich das System „Combination Aerial Linear Motion Battle System“, bei dem sich 2D-Sprites auf einer zweidimensionalen Linie bewegen und für die Vita-Version gab es dann das „Aerial Chase Linear Motion Battle System“. Der Unterschied ist, dass es im NDS ein „Connect Command“ gab, bei dem man selbst mit Charakteren außerhalb des Teams Kombi-Angriffe ausführen konnte, dafür hat man in der Vita-Version vier Charaktere im Kampf, anstatt nur drei – außerdem ist das Kampffeld nun natürlich wieder dreidimensional.
Man kann seinen Charakter verbessern, indem man sich das „Soma-System“ zu nutzen macht, bei dem man unterschiedliche Ressourcen nutzt, um die angelegten Waffen zu verbessern. Hierbei gibt es diverse Möglichkeiten. Parameter, die man verbessern kann, aber auch neue Artes oder passive Fähigkeiten.
Eine wirkliche Besonderheit ist jedoch das Bond-System, bei dem man durch diverse Antwortmöglichkeiten die Beziehung zu Charakteren verbessern (bzw. verschlechtern) kann und dies hat sogar Einfluss auf den Ausgang von Szenen und Dialogen. Da manche Fähigkeiten nur durch eine hohe Freundschaft gewonnen werden können, ist es auch für andere Gameplay-Aspekte wichtig.
Abgesehen davon bietet das Spiel noch den Spira Nexus, bei dem man durch die Herzen der Charaktere in verworrene Labyrinthe gelangen und dort seltene Gegenstände finden kann.
Kennt ihr diesen Ableger der Reihe?
Hier darf man ja tatsächlich Hoffnung haben, immerhin kam die Vita Version vor einigen Jahren auch zu uns… allerdings haben die Vita nicht so viele Leute… wie dem auch sei.
Das Spiel befindet sich zwar nicht in meinen Top-10 der Reihe, doch es ist definitiv ein Titel, den ich sehr gerne mag, wobei ich hier die Vita-Revision weitaus besser finde, als den NDS-Ableger, welcher natürlich nicht nur audiovisuell etwas schwächer war, sondern auch im Kampf selbst kein allzu komplexes System hatte, wegen dem 2D-Umfeld.
Viele finden den Titel tatsächlich nicht so toll (wenn auch nicht schlecht), ich mag ihn hingegen sehr gerne. Ich glaube, die Story hat nicht jeden begeistert und die Romanz-Elemente kommen ein bisschen aus dem Blauen, aber generell finde ich dafür die meisten Charaktere wirklich stark und auch die übergreifende Thematik sehr rund um die Herzen und Seelen der Menschen interessant.
Abgesehen davon mochten viele bei der Vita-Version; die natürlich die bekanntere Version ist; die Wiedereinführung der Zufallskämpfe nicht so. Persönlich finde ich, dass es zu dieser Spiele-Reihe grundsätzlich erst einmal passt und da das Erlebnis generell etwas runder ist als bei so manchem anderen Titel, hat es mir gut gefallen.
Ich glaube aber auch, dass der relativ zeitnahe Release von Tales of Xillia 2 durchaus auch etwas dazu beigetragen hat, dass das Spiel untergegangen ist. Ebenso könnte ich mir vorstellen, dass der Mangel an englischer Sprachausgabe Mitschuld tragen könnte… der Text wurde für die Übersetzung wirklich extrem stark angepasst und selbst ohne japanische Kenntnisse, kann man den krassen Unterschied merken.
Dem ist das Spiel wohl zum Opfer gefallen, aber ich konnte über diese Fehlerchen immer hinwegsehen, weil ich die Story selbst gut fand und ich die Charaktere eigentlich ins Herz geschlossen habe. Trotzdem ist es wohl ein relativ „umstrittener“ Titel, den manche eben mögen und andere furchtbar finden.
Ich kann es empfehlen, wenn einem die genannten Aspekte nicht stören.