Legend of Mana

  • Ich denke, ich bin soweit mit dem Spiel fertig (bis auf die Events, die nicht mehr gehen) und es hat mir auf jeden Fall Spaß gemacht. Das Konzept, viele kleine Levels zu betreten, hat mir gefallen, die Musik ist überwiegend sehr schön (vor allem die Remaster-Versionen; ganz besonders gern mag ich die Hafenstadt Bolbota und Lumina) und die vielen NPCs mag ich auch alle. Und dass man Gegnerkämpfe beliebig ein- oder ausschalten kann, ist praktisch.


    Bezüglich der negativen Aspekte kann ich Dir in allen Punkten zustimmen. Einige Anleitungen gibt es zwar in der Enzyklopädie und auf der Weltkarte, aber im Wesentlichen steht man ziemlich hilflos da und weiß nicht, was was ist. Die Artefakte habe ich einfach zufällig platziert, weil ich nicht wusste, wohin sonst. Dass ein Schritt auf der Weltkarte einem Tag entspricht und der oben rechts eingeblendete Geist den Wochentag darstellt, weiß ich erst seit kurzem (also als ich schon fast fertig war) dank eines Guides. Ups.


    Das Spiel bietet viele Möglichkeiten. Man kann Waffen und Rüstungen upgraden, Instrumente und Golems herstellen, Monster-Eier fangen und so neue Begleiter züchten. Es gibt unzählige Gegenstände, die man in Truhen findet oder geschenkt bekommt. Dennoch habe ich einen großen Teil dieser Möglichkeiten gar nicht wahrgenommen, weil sie nicht nötig sind. Zum Beispiel habe ich keinen Golem hergestellt, weil mir das trotz ausführlicher Anleitung auch etwas zu kompliziert war. Und von meinem Inventar, in dem mehr als 130 Arten von Gegenständen lagern, habe ich fast nichts benutzt. Das liegt zum einen daran, dass man die meisten von ihnen halt nicht braucht, aber auch, dass sie nicht befriedigend erklärt werden. Bei vielen Items steht zum Beispiel nur „Primär“ oder „Sekundär“, womit ich leider nichts anfangen kann.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, benutzt man Magie ausschließlich über Instrumente. Ich hab verschiedene Instrumente durchprobiert und einige Zauber können Gegner tatsächlich auch mit einem Schlag töten, aber oft sind sie, wie Du schon sagtest, zu schwach und lang, weshalb ich meistens lieber mein Schwert benutzt habe. Dadurch haben die Geister nur eine untergeordnete Rolle gespielt.


    Was mir auch aufgefallen ist: die Bosse sind allesamt ziemlich leicht. Ich kann mich nicht erinnern, mal Probleme bei einem Kampf gehabt zu haben, da das Raufhauen mit dem Schwert in der Regel genügte und Magie keinen großen Mehrwert brachte. Gerne hätte ich bei Kämpfen etwas mehr Herausforderung gehabt (also mehr Gefahr und vielleicht auch Bosse, die man nur mit bestimmten Zaubern besiegen kann), aber vielleicht war ich auch einfach nur zu gut trainiert? Zumindest kann ich mich aus anderen Spielen an deutlich knackigere Endgegner erinnern. Oder wie war es bei euch ( Megaolf, Yuffie)?


    Ansonsten haben wir das Problem mit den Events ja schon angesprochen. Auch wenn ich Rätsel, bei denen man suchen, nachdenken und mit Leuten reden muss, ganz gern habe, ist das Lösen von Quests hier oft mühsam, weil man häufig keinen Anhaltspunkt findet, wie es jetzt weitergeht und wo man suchen könnte. Tagebuch und Wahrsagerin können manchmal Informationen liefern, aber in vielen Fällen auch nicht. Auch blöd ist, dass manche Events nicht mehr machbar sind, wenn man bereits ein anderes Event ausgelöst oder in einem Event gefailt hat. Dieses Verwehren eines 100-prozentigen Spielstands gibt es in vielen Spielen und ist immer etwas bitter, wenn man gerne alles schaffen will. Und schade, dass der Bug bei der Checkliste vom Kaktus nicht repariert wurde.


    Wie auch schon angesprochen, verschwinden Erfahrungspunkte (7 bis 8 Sekunden) und Säcke (5 Sekunden) sehr schnell, so dass man sie oft verpasst. Etwas mehr Zeit zum Einsammeln wäre vielleicht angemessener.


    Das sind natürlich viele Kritikpunkte auf einmal, aber trotzdem muss ich sagen, dass ich das Spiel wirklich genossen habe und es positiv in meiner Erinnerung bleiben wird. Es hat gewisse Schwächen mit unterschiedlichen Gewichten. Was mir wohl am meisten gefehlt hat, ist etwas mehr Hilfestellung beim Lösen der Events und eine bessere Integration von Gegenständen und den Magiegeistern in das Spiel. Aber es gibt auch Stärken wie eine tolle Atmosphäre, nette Storys und zumeist sympathische Charaktere, die den Kauf für mich rechtfertigen. Dazu ist Legend of Mana mit 30 Euro für die Switch auch nicht unbedingt teuer.

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    » Oops! But you AREN’T a human anymore, are you? You’re a beast! Eeh hee! «

  • Zumindest kann ich mich aus anderen Spielen an deutlich knackigere Endgegner erinnern. Oder wie war es bei euch

    Ging mir gleich. Selbst der Endboss ließ sich mit der Stunlock-Taktik gut besiegen. Im zweiten Durchgang auf dem schwersten Grad hatte ich einzig Probleme beim Schiff-Djinn, seine Attacken haben sehr reingehauen und das Problem war halt, dass er fliegt und keine meiner Waffen eine gute Reichweite hatten. Vielleicht wäre hier Magie die richtige Möglichkeit gewesen? Die macht halt zu wenig schaden, dauert lange und lässt dich dann offen für Gegenangriffe und ich glaube er hat sich auch ordentlich geheilt, aber besiegt habe ich den Gegner trotzdem, er war deswegen nicht schwerer, hat nur länger gedauert, weil man seine 4-5 Attackemuster halt auch gleich durchschaut. Eher waren die Gegner (die Pflanze mit den zwei Köpfen?) lästig, nicht schwer, weil man sie nur zu bestimmten Zeiten angreifen konnte. Die Bosse fand ich vom Design her cool, aber vom Verhalten und ihrer Herausforderung schlecht.

    Wie auch schon angesprochen, verschwinden Erfahrungspunkte (7 bis 8 Sekunden) und Säcke (5 Sekunden) sehr schnell, so dass man sie oft verpasst. Etwas mehr Zeit zum Einsammeln wäre vielleicht angemessener.

    Ich hätte sowieso bevorzugt einen fixen Punktesatz zu bekommen, denn, wie ich schon erwähnte, ist es super nervig, wenn man bspw. mit der KI spielt, da diese die Exp nicht aufsammelt und man so seine Begleiter de facto nicht leveln kann.

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #81: Jumbo Schreiner



    "Was ist das? Ein Festmahl für Ameisen?"

  • Ich glaube nicht, dass es für irgendwen im Forum relevant ist, aber damit es doch auch noch jeder mitbekommt: Die Handy-Version des Spiels kann man jetzt für 21,99€ kaufen. Hier die Versionen: Google Play (Android) | App Store (iOS).


    Würde mich mal wundern, wie die Version so läuft, aber ich selbst werde da ganz bestimmt nicht in den sauren Apfel beißen. So viel ist mir das Wissen dann doch nicht wert. xD

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    Neben Trials of Mana kommt auch dieses Remaster auf Xbox raus zum Preis von 29,99€. Wer allerdings den Game Pass hat, muss keinen Aufpreis zahlen und kann einfach via Service reinschnuppern.


    Ich hatte das Remaster ja nie weit gespielt (auch nicht weit genug, um eine faire Meinung zu bilden), aber na ja, dass ich nicht sofort wieder Feuer und Flamme war, sagt ja auch schon was aus, wobei ich an sich cool finde, wenn eine Reihe sich etwas ausprobiert und ich das OG zumindest nicht kacke fand. Warum das Remaster mich dann nie gecatched hat, weiß ich gar nicht so.

  • Weiß nicht, ob es hier Interessenten gibt, aber: Das offizielle Artbook zum Spiel ist mittlerweile auf Amazon vorzubestellen. Es soll im Juli erscheinen und umfängt 80 Seiten. Im Moment ist es für 25,99€ drinnen und es greift die Vorbestellerpreisgarantie (d. h. sollte der Preis steigen, muss man nicht mehr zahlen, fällt er hingegen, muss man weniger bezahlen - der tiefste Preis wird genommen).


    Bitte schaut selbst, ob es nicht noch andere Websites gibt, auf denen man es ergattern kann, wenn ihr Interesse habt. Ich habe es nur zufällig gesehen (und selbst bestellt, da ich die Artworks hinfällig des Spiels sehr gerne mag) und deswegen wollte ich es mit euch teilen.