Goofy und Max / Goof Troop (Serie / Filme)

  • Dank Yuffie Nostalgie Anime-threads bekam ich gestern die Idee das über Kinderserien zu machen, dann kam mir gestern Ich-bin-Niemand zuvor und hat dafür richtig tolle threads für einige meiner Lieblingskinderserien angelegt. Mit der leichten Befürchtung das ich IBN da jetzt in ein Projekt reingrätsche.


    Diese Serie fehlt z.B. noch.

    Goofy Troop wurde 1992 in den USA ausgestrahlt und schaffte es dann 1994 über den grossen Teich zu uns als Goofy und Max.



    Die Serie war damals noch relativ ungewöhnlich dürfte aber aufgrund der Popularität der Simpsons als Idee aufgekommen sein.

    In der Serie geht es um den alleinerziehenden Vater Goofy der mit seinem Sohn Max nach Spoonerville gezogen ist

    Nebenan wohnt Goofys alter Schulfreund Kater Karlo mit seiner Familie. Die Karlos sind finanziell gut versorgt und Kater Karlo hat einen eigenen Gebrauchtwagenhandel.

    Insgesamt befasst sich die Serie mit Alltagsproblemen und ist ähnlich einer Sitcom aufgebaut, viel der Komik ergibt sich aus der Vater Sohn Beziehung, zum einen der Vertrottelte und leicht überdrehte Vater und der "normale" Sohn.


    Die Serie liegt 2 Staffeln über 78 Folgen, bekam 1995 sogar einen Kinofilm bei dem Max mittlerweile auf die Highschool geht und dann 2000 einen nachfolgendem direkt to Home Video in dem Max aufs College geht.


    Im ersten Film bekam Max auch ein love Interesse und zwar "Roxanne", ob beide noch zusammen sind wird heute noch regelmässig von Fans bei Disney angefragt.


    Der Erfolg von Goof Trop sorgte dann dafür das die Ducks ein ähnliches treatment bekommen sollten mit Quak Pack.


    was dann wiederum im 2017er Ducktales referenziert wurde zusammen mit? Genau Goof Troop, zum 25 Jubiläum taucht kurz Goofy bei den Ducks auf und zeigt ein paar Fotos auf denen unter anderem auch Max und Roxanne sind.


    Das Konzept von Goof Troop ist einerseits wahrscheinlich etwas von den Simpsons abgeschaut, aber basiert auf den 1950er Goofy Cartoons in denen er eine Familie hat. Dort hat er aber eine Frau und einen rothaarigen Sohn.


    Was bei Goof Troop mit Frau Goofy ist wurde nie innerhalb der Serie oder den Filmen geklärt, sie wird nicht erwähnt oder ähnliches.


    Wie sieht es bei euch mit Goof Troop aus? Nostalgie? Meh?

    Erzählt mal.

  • Hehe, sehr schön. Den Thread hätte ich sonst auch noch im Kopf gehabt :z17: Zum Spiel, das es zur Serie gab, muss ich nichts mehr sagen. Definitiv eine persönliche SNES-Perle!


    Die Serie hat mir eigentlich immer gut gefallen. Karlo war immer ein Ar***, der vor Goofy protzen musste. Doch dieser war einfach glücklich mit dem, was er hatte.

    Die Dynamik von Goofy und Max fand ich toll und mir gefielen die Folgen, die sich mit Vorfahren der Goofys beschäftigten. Z.B. war da mal ein halbblinder Cowboy, der dann, Dank seiner neuen Brille, die Ganoven aus der Stadt jagen konnte.

    Überdies gab es eine geniale Folge, in welcher Karlo die Mutter aller Wohnmobile gemietet hat und alle auf einen irrwitzigen Trip mitnimmt!

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


    C39X.gif

  • Wer war noch mal dieses kleine Mädchen mit dem braunen Haar? Habe die irgendwie aus dem Intro im Kopf, aber keinerlei Idee mehr, wer das eigentlich war? Die Schwester von Max Freund bzw. Karlos Tochter?


    Hier hatte ich teilweise auch ein bisschen das Problem, dass mir Max ein bisschen auf zu cool/edgy Teenager gemacht hat, aber ich fand es definitiv besser als Quak Pack, welches da noch mal eine Schippe drauf gelegt hat, was definitiv auch an dem lag, dass die Dynamik zwischen Vater und Sohn wirklich gut dargestellt war und es da auch mal etwas anschaulichere Probleme gab (auch, wenn es jetzt nicht super deep war, soweit ich mich erinnere).


    Solide Serie.

  • Yuffie

    Das müsste Karlos Tochter Karabinchen gewesen sein.


    Im englischen sind die Familie Anspielungen auf alte Disney Cartoons.


    Kater Karlo heisst in englischen Pete und bekam je nach Cartoon einen zusätzlichen Namen.


    Karabinchen heisst im englischem Pistol.

    Also Pistol Pete, so heisst Pete in nem alten Cartoon als Pistolenschwingender Ganove.


    Seine Frau Karla heisst im englischen Peg.

    Peg ist eine Anspielung auf Peg leg Pete (Holzbein Pete), so hieß Karlo im englischen berühmten "Steamboat Willy" Cartoon als Mickyes Gegenspieler (auch wenn er da noch kein Holzbein hatte hieß er dort schon Peg Leg Pete).


    KJ (Karlo Junior) in deutschen heisst im englischen PJ Pete Junior.


    Dann haben sie ja noch eine Hündin, Cesar die im englischen aber lustigerweise CHAINSAW heisst :grin:.


    Ich fand die Serie sehr gelungen und auch wenn Max teilweise hip sein wollte hielt es sich im Rahmen. Er war doch irgendwie identifizierbar und relativ normal. Besonders tief fing die Serie da nicht da hast du recht, das übliche Papa ist peinlich, Probleme mit dem Bully an der Schule usw Problematiken wurden da aufgezeigt. So ein bißchen wie alte Simpsons Folgen "light" für jüngere. Zusätzlich dann noch Folgen wie IBN schon sagte sie sich mit den Ahnen beschäftigten.

  • Das müsste Karlos Tochter Karabinchen gewesen sein.

    WAS IST DAS FÜR EIN DUMMER NAME, hahaha. Aber ja, genau die meinte ich und jetzt da ich den Namen lese, macht es auch wieder klick.


    Die Englischen Namen sind aber ja mal viel cooler (vor allem Chainsaw), aber ich verstehe auch, dass man es vielleicht nicht unbedingt hätte übernehmen können, wobei man es sich im Deutschen dann ja wirklich einfach gemacht hat und keine Kreativität mit Karlo generell zugelassen hat.


    Als Kind war's mir egal, aber jetzt finde ich das echt interessant und kann manchmal nur mit den Augenrollen bezüglich Namensänderungen, gab es bei Anime ja auch extrem oft (und teilweise sehr inkonsequent).

  • Wow, die Hintergründe zu den englischen Namen sind ja mal genial! War mir gar nicht bewusst, was da so an Kreativität drin steckte! Allen voran ist der Name des Hundes ja mal genial! Chainsaw! Ich werf mich weg!

    Wie Yuff schon sagte, hat mich die Namensgebung als Kind nun nicht gestört. Doch wenn ich jetzt auf die Namen schaue, merke ich erst, wie viel Ideenreichtum da bei der Übersetzung verloren ging. Wirklich schade...

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


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  • Ich glaube die haben Karabinchen gewählt weil sie im Englischen Pistol heisst. Wie eine verniedlichung von Karabiner (kurzläufiges Gewehr), wäre ich aber als Kind nie drauf gekommen.

    Besonders auch da ich als Kind dachte die heißt Klarabinchen, also ne Verniedlichung von Klara da mir Karabiner auch kein Begriff gewesen wäre.

  • Ich glaube die haben Karabinchen gewählt weil sie im Englischen Pistol heisst. Wie eine verniedlichung von Karabiner (kurzläufiges Gewehr), wäre ich aber als Kind nie drauf gekommen.

    Besonders auch da ich als Kind dachte die heißt Klarabinchen, also ne Verniedlichung von Klara da mir Karabiner auch kein Begriff gewesen wäre.

    Was ein Karabiner ist, wusste ich auch nicht, kannte aber einen Karabinerhaken. Beim Wort Karabiner vermutete ich heutzutage etwas Martialisches und wäre damit tendenziell richtig unterwegs. Ob ich so eine Assoziation als Kind schon hatte, kann ich nicht sagen.


    Der Name erfordert eine Kenntnis des Wortes Karabiner, was aber Kindern oder jungen Leuten von heute kein Begriff ist. Der Gedanke liegt nahe, dass die Übersetzer in einer Generation aufgewachsen waren, in der das Wort allgemein bekannt war. Die Übersetzer waren natürlich eher geboren als die Kinder die diese Medien konsumieren/konsumierten, daher ganz anders geprägt und mit anderen und umfangreicheren Erfahrungen unterwegs als z. B. Grundschüler. Der Name ist daher keineswegs dumm, sondern nur nicht dem Wortschatz mancher Menschen entsprechend.


    Unabhängig davon ob man das Wort kennt oder nicht, ist die Endung auf „chen“ putzig bei einem so sauertöpfisch dreinschauenden Kind. ^^

    Ich meine ich habe Karabinchen mal irgendwo gesehen, kam die auch mal in lustigen Taschenbüchern vor?

  • Eine Serie, die ich richtig oft geschaut habe, obwohl ich nicht mal weiß, warum. Ich mochte und mag Gooby von allen Didney Helden einfach am Wenigsten. In Kingdom Hearts war er als besonnener, schusseliger Pendant zu Dolan angenehm und hatte auch immer wieder schlaue Ideen, aber in Goof Troop habe ich ihn einfach nur zwar als gutherzigen, bemühten Vater, aber als totalen Schussel im Kopf, dem nichts gelingt und der mit seiner schusseligen Art Max immer wieder in Schwierigkeiten bringt - und damals konnte ich mit Max mitfühlen.


    Ich fand aber die moderne Interpretation der Disney Charaktere eigentlich ganz gut, das moderne Setting stand ihnen gut und Carlo, das Schlitzohr, als Gebrauchtwagenhändler, der alle übers Ohr haut war super getroffen.

    Die Serie war damals noch relativ ungewöhnlich dürfte aber aufgrund der Popularität der Simpsons als Idee aufgekommen sein.

    In der Serie geht es um den alleinerziehenden Vater Goofy der mit seinem Sohn Max nach Spoonerville gezogen ist

    Daran hätte ich - als großer Simpsons Fan - nicht gedacht bzw. wären mir da keine direkten Parallelen deutlich aufgefallen? Jedenfalls war das "Vater zieht mit Sohn in neue Stadt" ein beliebtes Disney Klischee der Zeit, meine, dass es einige Filme gibt, (nicht nur Disney) die dieses Thema damals Anfang der 90er und vielleicht auch davor ordentlich ausgekostet haben. Die Klischees passen da auch weniger zu den Simpsons, das ich eher mit bspw. Family Guy oder anderen "Mittelschichtsfamilien / White Trash Familien" in einen Sack werfen würde.

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #67: Ass Ventura

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    "Hat mal jemand ein Pfefferminz?"

  • Megaolf

    Weniger auf den Inhalt bezogen sondern mehr darauf wie einflussreich die Simpsons als gezeichnete Sitcom waren und nochmal gezeigt haben das da was zu holen ist.

    So wäre ein Simpson z.B. "married with children" und Goof Troop das familienfreundliche und harmlosere "Full house". Ist aber ne reine Vermutung hier weil es sehr na an der Zeit ist wo die Simpsons an Popularität explodiert sind.