Gerudo-Stadt {Siedlung}


  • Im Herzen der sengend heißen Gerudo-Wüste, umgeben von einem Meer aus Sand und Dünen und umringt von hohen, unüberwindbaren Mauern aus natürlichem Gestein liegt Gerudo-Stadt, die Heimat der stolzen Kriegerinnen mit den feurig roten Haaren. Die Heimatstadt der Gerudo ist für jegliche Besucher männlichen Geschlechts verbotenes Territorium. Ausschließlich Frauen dürfen eine der drei Tore passieren und mit den Freuden und Mysterien, die ihnen die Stadt bietet, Bekanntschaft machen.


    Besucherinnen werden dort vom Treiben des Marktplatzes begrüßt, ein weitläufiges Arreal, an dem sich Stände aneinanderreihen, an denen um Kleidung, Schmuck oder leckeren Spezialitäten gefeilscht werden kann. Wem es dort zu hektisch ist, kann sich in eine der vielen verwinkelten Gassen zwischen Häuserschluchten begeben und dort vielleicht das ein oder andere kleine Geschäft ausmachen, in dem ganz besondere Waren oder manchmal sogar Kochkurse angeboten werden.


    Um der sengenden Hitze der Wüste zu trotzen haben die Gerudo ihre Häuser tief in den Stein ihrer Stadtmauer geschlagen, wo es sich auch tagsüber aushalten lässt. Für zusätzliche Abkühlung sorgt ein Aquädukt, das sich wie eine Vene durch die Stadt zieht und ihre Bewohnerinnen jederzeit mit kristallklarem, kühlen Wasser versorgt, welches oberhalb des Tempels entspringt.


    Der königliche Palast, das Herzstück der Stadt, dient der Anführerin der Gerudos als Heimstätte. Er ist in den Berg gehauen, aus dem die Wasserquelle entspringt und wird von der Königin und ihrem Hofstaat bewohnt. Von diesem Palast aus hat einst Urbosa, die Reckin der Gerudo mit Stärke und Gerechtigkeit geherrscht, ehe sie im großen Krieg mit den Wächtern verschwand. Noch heute findet man im Palast zahlreiche Denkmäler, die Urbosa und ihrer Fähigkeit, Blitze zu beschwören, huldigen. Doch nur wenigen Fremden waren es bisher vergönnt, so tief in die Hallen des Palastes vorzudringen.

    Лига выдающихся джентльменов

    #71: Yuri

    yurigdcq7.jpg

    "Nein, Genosse Premier, es hat gerade erst begonnen!"

  • >>> kommt mit Brom, Sebariell und Symin von Gerudo-Wüste


    Es war beinahe zu einfach, wie die vier ins Innere dieser geheimnisumwobenen Stadt gelangten. Eine Stadt, in der nur Frauen zutritt hatten. Und Goronen, was aber einem eher peinlichen Umstand geschuldet war. Die Unterhaltung der Wächterinnen bestätigte, was Brom ihnen bereits ihm Lager gesagt hatte. Eine der Wächterinnen hatte sogar Schwirigkeiten, Goronen überhaupt auseinanderzuhalten. Dabei konnte man den guten Brom doch wirklich nicht mit anderen Goronen verwechseln. Die gute Broma versuchte Malkus' Verstand ihm einzubläuen. Vermassel es nicht! Er würde sich Mühe geben. Sich zu verstellen und mit der Macht des Wortes Türen und Tore zu öffnen war doch Malkus' Stärke. Oder besser gesagt Malkiras Stärke! Es wäre doch gelacht, wenn sie hier auf Probleme treffen würden. Malkus war sich sicher, dass er mit etwas weiblichem Charme und seiner silbernen Zunge die Gefährten aus jeder Situation herausreden konnte. Er war sich fast schon zu sicher. Beinahe so sicher, dass ihm gegenüber der Wachen ein flotter Spruch über die Lippen gekommen wäre. Er musste sich fassen, seine Gefährten schauten ihn immerzu prüfend an, sie wussten, wohl, was er momentan dachte.


    Seine Augen weiteten sich, als er durch das Tor und in das Innere der Stadt schritt. Von außen hatte es nicht so groß gewirkt, aber je näher sie den Mauern gekommen war, desto weiter hatten sich diese in den Himmel geschoben und jetzt, als er tatsächlich innerhalb dieser nicht enden wollenden Mauern stand, war er noch beeindruckter. Er hörte nur mehr mit halbem Ohr, wie sich die Wächterinnen über den nahenden Sandsturm unterhielten.


    "Da erwartet uns aber ein ganz gewaltiger Sturm. Ich hoffe nur, dass er die Stadt nur streifen wird. Nach dem letzten großen Sandsturm musste ich zwei Wochen lang die Palasttreppen kehren. Meine Hände sind geschaffen einen Speer in den Feind zu treiben und nicht, Sandkörner mit einem Besen zu vertreiben." Die zweite Wächterin erwiderte darauf etwas, was Malkus nicht mehr verstehen konnte. Sie hatten wohl gerade noch Glück gehabt, die Stadt rechtzeitig zu erreichen. Ein Sandsturm war etwas, womit in der Wüste nicht zu spaßen war, schon garnicht, wenn man nirgendwo Unterschlupf hatte. Vor Malkus erstreckte sich ein Vorplatz mit mehreren Markstände. Wie es ausschaute, waren die Händlerinnen aber dabei, ihre Waren zusammenzupacken und ihre Stände Windfest zu machen. Es wurden Sonnensegel und Markisen eingezogen, das Treiben wirkte geschäftig, aber nicht hektisch. Ein Sandsturm war wohl etwas, womit die Bewohnerinnen hier jederzeit rechnen mussten. Ihre Handbewegungen wirkten einstudiert und beinahe automatisch. Mit leicht verstellter Stimme fragte er Broma "meine liebe Broma, ihr kennt auch doch hier gut aus, nicht wahr? Gibt es denn eine Bleibem wo vier hübsche Mädchen standesgemäß bleiben können, bis der Sandsturm vorüber gezogen ist?" Brom spannte die Lippen etwas an. Sein Blick sprach Bände. Er schlug einen Gasthof vor, den er wohl kannte. Sandstürme wären zwar gefährlich aber würden oft nicht länger als ein oder zwei Stunden dauern. Im Gasthof könnten sie sich ausruhen und ihren Durst stillen. Malkus konnte es sich gerade noch verkneifen zu fragen, wo man denn hier am besten Gerudo Frauen treffen kann, hauptsächlich wegen Broms ernstem Blick. Sein Händlerdasein in diesem Teil von Hyrule stand auf dem Spiel und Malkus wusste auch nicht, ob die Gerudos es dabei beließen, die männlichen Eindringliche nur aus der Stadt zu werfen. Er hatte Geschichten von Männern gehört, die versuchten in die Stadt zu schleichen und dann in den Kerker geworfen wurden.


    Diese Frauen dürften mich jederzeit einsperren, dachte er sich. Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Brom ging voraus und die Gefährten folgten ihm den steinernen Weg entlang, als ihnen auf einer kleinen Treppe eine groß gewachsene Gerudo entgegen kam. Sie trug nur einen durchsichtigen, leicht gefärbten Schleier über ihrem Oberkörper, worunter man den Stoff sehen konnte, den sie elegant über ihren Busen gewickelt hatte. Sie wirkte nicht weniger drahtig und muskulös, wie die Wächterinnen, sah aber für Malkus etwas jünger und beinahe verloren aus. Die Gerudo schien gehetzt, sie blickte sich mehrmals um und zog sich ihren Schleier noch tiefer ins Gesicht. Für einen Moment kreuzten sich Malkus und ihre Augen, die leuchteten, wie Saphire. Für einen Augenblick stand die Zeit still. Malkus' Gedanken waren einzig und allein bei dieser Frau, die ihn anblickte, wie man es mit einem Bekannten tut, dem man zufällig auf dem Marktplatz oder in der Taverne über den Weg lief und den man nicht sofort wieder erkannte, da man ihn hier nicht erwarten würde. Der Moment verging, die Zeit drehte sich weiter und die hübsche Gerudo stolperte beinahe über ihre eigenen Beine. Malkus hechtete nach vorne und fing die Gerudo auf, um zu verhindern, dass sie stürzte. "Ihr müsst ein wenig vorsichtiger sein und darauf achten, wo ihr hintretet" sagte Malkus mit beinahe unverstellter Stimme. Er räusperte sich und fuhr eine Oktave höher fort "Es wäre doch schade wenn sich ein so hübsches Mädchen wie ihr euch die Beine brechen würde."


    "Das wäre... nicht nötig gewesen. So schnell breche ich mir meine Beine nicht" sagte die Gerudo etwas schroff, Malkus bemerkte aber, dass dies nur gespielt war. "Was erlaubt ihr ... euch überhaupt ... euch... mir in den Weg zu stellen?" fuhr sie fort, aber Malkus fielen die kleinen Pausen und Unsicherheiten auf. Warum verstellte sich diese Gerudo? Oder die viel bessere Frage wäre, wer war diese Gerudo überhaupt, dass sie sich verstellen musste? Malkus ließ ihre Hände los und trat einen Schritt zurück. "Natürlich, verzeiht, wie konnte ich so respektlos sein, dass ich geglaubt habe, eine stolze Gerudo würde sich bei einem so kleinen Sturz verletzen. Wenn, dann wäre es wohl die Treppe, die Schaden davontragen würde." flötete er und lächelte. Die Gerudo wurde unsicher. Sie blickte sich erneut um und zog sich den Schleier, der ihr beim Sprechen heruntergeruscht war, wieder tiefer ins Gesicht. Für einen Moment konnte Malkus das Gesicht der Gerudo sehen. Sie war wirklich bezaubernd. Ihre Züge waren weich und liebevoll, nicht wie jene, der Wächterinnen mit ihren ernsten Blicken und den steinernen Zügen. "Ich... ich muss weiter." sagte die Gerudo, doch bevor sie an Malkus vorbeihuschte, hauchte sie ihm noch etwas zu. "Dennoch... ich danke euch". Dann war sie verschwunden.

    Лига выдающихся джентльменов

    #71: Yuri

    yurigdcq7.jpg

    "Nein, Genosse Premier, es hat gerade erst begonnen!"

  • Das war einfacher als gedacht! Mit nur wenigen Worten hatte Brom, jetzt Broma, die Gefährten hinter die hohen sandfarbenen Mauern der Stadt gebracht. Und genau das machte Sebariell stutzig! Wenn etwas so einfach war, dann würde es wohl schnell anderswo eskalieren! Misstrauisch schaute sich Seba um. Dabei musste er ständig seinen Schleier richten, der ihm ungewohnt und unangenehm im Gesicht hing. Doch die Sorge, sein Bart könne jeden Moment zur Schau gestellt werden, machte ihn nur noch nervöser!


    Malkus, jetzt Malkira, hatte Brom gefragt, wo sie wohl während des Sandsturms asuharren konnten. Der Gorone führte sie direkt zu einem Gasthof. Doch bevor sie diesen erreicht hatten, war Malkus bereits mit einer Gerudo zusammengestoßen und hatte sofort zu flirten angefangen. Dieser verflixte Weiberheld! Konnte er denn nicht einmal seine Zunge im Zaum halten?

    Der Wortverdreher starrte der Gerudo noch nach, während diese schon längst um die nächste Ecke verschwunden war. Um die Gefährten nicht noch länger aufzuhalten, ging Seba auf Malkus zu und packte ihn an der Schulter. "Würdest du jetzt die Güte haben, mitzukommen, Malku... äh Malkira?" Während der Schmied sprach, ließ er seine Stimme zum Ende hin höher werden, um seine Tarnung nicht zu gefährden. Dabei spürte er sogleich die Hitze seines sich rötenden Gesichts.

    Malkus nickte abwesend und ließ sich von Seba fortführen. Gemeinsam verließen die Gefährten die Seitengasse und betraten die Kühle des Gasthofs, zu dem sie Brom führte.


    Man stieg eine schmale, in den Sandstein geschlagene Treppe hoch und betrat dann einen kleinen Schankraum. Direkt rechts hinter dem Eingang befand sich ein Tresen. Hinter diesem stand eine hochgewachsene Gerudo, deren fuchsrotes Haar von einzelnen grauen Strähnen durchzogen war. Sie schaute mit scheinbar gleichgültigem Blick auf die Neuankömmlinge. Doch Sebariell erkannte sofort, dass sich hinter der Gleichgültigkeit mehr versteckte. Obwohl sie uninteressiert wirkte, heftete sich ihr Blick auf die Gefährten, bis sich diese in eine der hinteren Ecken des Gasthofs an einen Tisch gesetzt hatten.

    Außer ihnen waren noch andere Auswertige (alles Frauen) anwesend. Sie verteilten sich über die kreuz und quer verteilten Tische und waren in Gespräche oder den Inhalt ihrer Gläser vertieft.

    Ein kühles Bier wäre genau das richtige, was Seba im Moment gebrauchen konnte! Er war am verdursten. Doch wie funktionierte die Getränkebestellung hier? Kam jemand zu ihnen an den Tisch oder mussten die am Tresen selbst bestellen? Diese Frage verunsicherte Sebariell so sehr - allen voran, weil er Sorge hatte, aufzufallen -, dass er schlussendlich gar nichts bestellte...


    Die Gruppe saß einige Minuten einfach nur schweigend da, was nicht minder auffällig war. Allmählich wurde es Seba unbehaglich. Doch da stand plötzlich die Wirtin bei ihnen am Tisch und blickte von oben herab auf sie. "Wollt ihr was bestellen?" Ihre Stimme klang kratzig und wenig feminin.

    Die Gefährten wechselten hektisch Blicke. Dann sprach Malkus mit Samtzunge und entschuldigte sich für die Schweigsamkeit der Gefährten. Er erzählte irgendetwas davon, dass sie alle völlig durcheinander wären, da sie dem Sandsturm nur knapp entkommen waren. Die Wirtin schien das nicht zu interessieren und schrieb nur die Bestellungen auf. Als Sebariell dran war, sagte er mit möglichst hoher Stimme: "Ein Bier, bitte."

    Dann war die Gerudo wieder weg und stiefelte Richtung Tresen davon. Um nicht wieder in Schweigen zu verfallen, fragte Sebariell in die Runde: "Was machen wir als nächstes? Warten wir ab, bis der Sandsturm abklingt und verschwinden dann wieder oder versuchen wir etwas über Mordred und sein Versteck herauszufinden?"

    Malkus zuckte bei der Frage zusammen, als ob man ihn geihrfeigt hätte. Der Gedanke, dieses Frauenparadies wieder zu verlassen, gefiel ihm wohl nicht. Doch was dachten Brom und Symin?

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


    C39X.gif

  • Die Gefährten waren kaum in Gerudo Stadt, da passiert Malkus prompt das erste Missgeschick. Er stieß nämlich sogleich mit einer Gerudo zusammen und unterhielt sich mehr als nötig mit ihr. Brom konnte nur hoffen dass er keine Dummheiten im Kopf hatte. Brom drängte zum weitergehen, sie durften nicht mehr auffallen als nötig.


    Im Gasthaus herrschte erst einmal Stille, die Gefährten waren sich wohl unsicher, wie man sich in Gerudo Stadt verhielt, vor allem als vermeintliche Frau. Nachdem sie endlich etwas bestellt hatten, fragte Sebariell nach ihren weiteren Plänen.


    Also ich würde die Gelegenheit nutzen, um einige meiner Edelsteine beim örtlichen Juwelier zu verkaufen, diese sind dort nämlich sehr begehrt und werden zu wahren Schmuckstücken weiterverarbeitet. Einer meiner größten Geschäftspartner hier. Bei der Gelegenheit werde ich mich versuchen, mich diskret umzuhören. Zu der Frage ob wir länger bleiben sollten, würde ich vorschlagen, das wir nicht länger bleiben als nötig. Und falls wir doch übernachten müssen, gibt es hier günstige Zimmer für 20 Rubine.


    Die nächsten Worte flüsterte Brom eher Richtung Sebariell, statt sie laut auszusprechen:

    Es gibt hier zwar auch eine Übernachtung mit speziellem Service, aber um unser aller Sicherheit, pass auf das Malkus nichts davon erfährt, er käme sonst auf dumme Ideen. Und dir und Symin rate ich auch eher davon ab, wäre sehr riskant.


    Aber jetzt entschuldigt mich, ich möchte möglichst schnell zum Juwelier, noch bevor uns womöglich Umstände dazu zwingen die Stadt zu verlassen. er blickte bei diesen Worten speziell Malkus an.


    Brom trank daraufhin sein Getränk leer und machte sich auf zum Basar. Den Weg zum Juwelier fand er mittlerweile ohne Probleme. Wegen des Sturms waren allerdings alle Fenster geschlossen und auch vor der sonst offenen Tür waren ein paar Barrikaden. Daher konnte er nicht direkt eintreten, sondern klopfte an.


    Ich hoffe ihr habt trotz des Sturms etwas Zeit für eine gute Freundin, rief er dabei hinein.


    Drinnen wurden Schritte laut. Täuscht mich mein Ohr, oder war das die Stimme von der guten Broma. ein Gesicht schaute hinter dem Verschlag hervor. Ihr seit es ja tatsächlich. Was führt euch denn schon wieder nach Gerudo Stadt? Euer letzter Besuch ist doch noch gar nicht so lange her? Wolltet ihr nicht eure Eltern besuchen, oder seit ihr schon wieder zurück?


    Nun ja, es ist mir etwas dazwischen gekommen, darum musste ich meine Pläne ändern. Ich konnte allerdings unterwegs ein paar Edelsteine erwerben, darum dachte ich mir, ich schau kurz bei euch vorbei. mit diesen Worten schnürte Brom seinen Rucksack auf, um ihr den Inhalt zu zeigen.


    Sie bekam daraufhin strahlende Augen, solche wie Malkus, wenn er einer hübschen Frau verfällt, und rief erfreut: Hui, was habt ihr denn da wieder für ware Schätze mitgebracht. Schnell, kommt herein in die warme Stube, die wollen wir doch lieber dort begutachten, statt hier in der stürmischen Luft.


    Brom nahm dieses Angebot nur zu gern an und trat ein, um sich in der Stube gleich in eine Ecke zu setzen. Dort breitete er seine Ware etwas auf dem Boden aus, so dass die Juwelierin es besser in Augenschein nehmen konnte. Diese nahm sich nach und nach verschiedene Edelsteine, um die näher in Augenschein zu nehmen.


    Wie ist eigentlich die Lage hier in Gerudo Stadt, seit meinem letzten Besuch? Auf dem Weg hier her hörte ich von Ärger mit Räubern. Es soll Überfälle auf der Straße nach Gerudo Stadt gegeben haben. fragte Brom ganz beiläufig.


    Die Juwelierin unterbrach ihre Warenschau und blickte zu Brom auf. Wie meinst du das? Meinst du die üblichen Überfälle der Yiga oder geht es dir um andere Räuber?


    Nun, ich meinte eher anderes Gesindel. In letzter Zeit soll es nicht vereinzelt zu Überfällen gekommen sein, beispielsweise wurde Kakariko kürzlich angegriffen. Und da ich von überfallen in der Nähe hörte, bekam ich Angst, man könnte es auch auf Gerudo Stadt angesehen haben.


    Die Juwelierin überlegte kurz. Nö, bisher ist mir nichts bekannt und selbst wenn, dann weiß Gerudo Stadt sich zu wehren. So schnell kommen hier keine dreckigen Männer rein. Und du siehst auch nicht gerade aus, als wärst du wehrlos. Als kräftige Gorone wird man dich auch nicht so schnell überwältigen können.


    Da ist es wieder, abermals ist man davon überzeugt, Brom wäre in der Lage sich selbst zu schützen. Dabei war er doch nur ein schwächlicher Händler. Oder etwa doch nicht?



    Übrigens hätte ich Interesse an diesen Edelsteinen hier, die sind von guter Qualität. Und wegen deiner Fragen, vielleicht solltest du dich Mal an die Wächterinnen wenden. Wenn jemand von irgendwelchen dreckigen Räubern wüsste, dann wohl dort.


    Brom handelte noch kurz mit der Juwelierin über den Preis für die genannten Edelsteine und verabschiedete sich dann. Mittlerweile war der Sturm auch etwas abgeklungen. Ob die anderen wohl etwas erfahren hatten in der Zwischenzeit. Oder sollte sich Brom doch vielleicht noch an die Wächter wenden, mit seinen Fragen? Er hatte Angst dass es vielleicht zu viel auffällt wenn er zuviele Fragen stellte.

  • Der Gorone konnte sich natürlich die Chance auf ein gutes Geschäft nicht entgehen lassen und verabschiedete sich von den Gefährten, nachdem ihnen Getränke serviert worden waren. Er wirkte in Eile und antwortete nur knapp auf Sebariells frage, ob sie die Nacht hier verbringen sollten. Gedanklich war er wohl schon dabei, um seine Edelsteine zu feilschen. Malkus wunderte sich, was der große Gorone denn in seinem Beutel alles mit sich herumschleppte. Hatte er tatsächlich die ganze Zeit über wertvolle Handelswaren in seinem Rucksack gehabt? Malkus hatte seinen alten Beutel, der ihn schon lange auf seiner Reise begleitete, draußen bei der Oase gelassen, mitsamt seiner Kleidung. Er hätte nicht zu seinem neuen Gewand gepasst. Ein abgenutzter, brauner Beutel passte überhaupt nicht zum schicken fliederfarbenen Kleid, das er trug. Leider hatte der Händler dort keine passende Tasche für ihn, weswegen er sich dazu entschied, sein Hab und Gut, zu vergraben. Zumindest jene Dinge, an denen er nicht allzu sehr hing und die ihrer Verkleidung nicht zuträglich waren. Malkus hoffte, dass der Sandsturm die Stelle nicht zu sehr verwehen würde. Die hohe Palme dort würde ihm als Zeichen dienen, damit er seine Habseligkeiten wieder fand.


    Malkus wandte sich wieder Sebariell zu, der seine Antwort bereits kannte. "Mir gefällt es hier außerordentlich gut, wir können hier gerne noch etwas länger Urlaub machen, meine Schöne" zwitscherte er Sebariell zu. Brom war wohl nicht ganz außer hörweite, denn ein tiefes, brummendes Seufzen war zu hören und Malkus hätte schwören können, dass er selbst das Augenrollen des Goronen kurz vernehmen konnte. "Ich komme schließlich nicht alle Tage hierher, da möchte ich mich schon noch etwas in der Stadt umsehen." Sebariell gefiel dieser Plan scheinbar ganz und garnicht. Es wirkte, als wollte er nicht länger hier bleiben, als unbedingt notwendig. Es galt höchstens ein paar Informationen zu sammeln aber dies überließ er Brom, der sich hier wesentlich besser auskannte. Er selbst wollte einfach nur die Füße still halten und unentdeckt bleiben. Malkus' Gehabe gefiel ihm daher ganz und garnicht. "Wenn ihr hier bleiben und in euer Glas starren möchtet, nur zu. Ich werde ein wenig die Stadt erkunden, wenn der Sturm sich etwas gelegt hat. Schließlich möchte ich keinen Sand du weißt schon wo hinbekommen." Er zwinkerte überdeutlich.


    Der Schankraum war spärlich gefüllt, hier und da saßen Gäste, die wohl, ebenso wie die Gefährten, den Sturm aussaßen, denn es war noch nicht spät genug, um sich in der Schänke zu betrinken. Malkus kannte die Sitten in der Stadt nicht, dachte aber, dass Schenken wohl überall in Hyrule gleich wären. Die schroffe Barfrau war zumindest ein Hinweis darauf, dass es hier in der Stadt nicht anders sein sollte. Er fragte sich kurz, ob ihm die Schlägereien, wüsten Beschimpfungen und gelegentlichen Rülpser nicht fehlen würden, so ganz ohne männliche Gäste. Gerade, als er seinen Gedanken zu ende geformt hatte, stieß eine der Gäste hinter ihnen einen herzhaften tiefkehligen Rülpser aus, dass die Gläser und Flaschen hinter der Bar beinahe zu zittern begannen. Gut, dann fehlen nur noch die Schlägereien und Beschimpfungen dachte sich Malkus und nahm abermals einen tiefen Schluck.

    Лига выдающихся джентльменов

    #71: Yuri

    yurigdcq7.jpg

    "Nein, Genosse Premier, es hat gerade erst begonnen!"

  • Ein spezieller Service? Bei den Worten von Brom, wurde Sebariell auf der Stelle unbehaglicher als zuvor! Sollte Malkus auch nur den Hauch eines Gerüchts in diese Richtung aufschnappen, könnten sich Sebariell und die anderen auch gleich den Gerudo stellen...

    Der Schmied seufzte und nickte Brom zu. "Danke für die Warnung. Symin und ich werden auf Malkus aufpassen..."

    Danach war der Gorone aufgebrochen, um seinen Geschäften vor Ort nachzugehen.


    Nachdem sie ihre Getränke von der schroffen Wirtin serviert bekommen hatten und alle einen ordentlich Schluck getrunken hatten, waren sie kurzzeitig in ein erneutes Schweigen versunken.

    Dieses wurde alsbald von Malkus zerrissen, als er seine Pläne offen kundgab. Der Wortverdreher wollte die Gelegenheit, sich Gerudo-Stadt genau anzusehen, nicht entgehen lassen. Sobald er ausgetrunken hatte, wollte er los.

    Sebariell wäre vor Empörung fast aufgesprungen, hatte sich aber dann doch noch unter Kontrolle. Stattdessen atmete er mehrmals tief ein und aus, um sich so selbst etwas zu beruhigen.

    "Malkira... ich bitte dich. Benimm dich während wir hier sind! Das ist kein Spiel! Wir brauchen Informationen."

    Eindringlich blickte der Schmied mit seinen grauen Augen auf Malkus. Dieser versuchte Augenkontakt zu vermeiden. "Vergiss nicht, weswegen wir hier sind!"

    Symin räusperte sich etwas, was sowohl Malkus' also auch Sebariells Aufmerksamkeit erregte. Der Yiga deutete mit einem kaum merklichen Nicken in Richtung des Tresens. Die Wirtin hatte einen mürrischen Blick auf sie gerichtet. Sie hatten ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nicht gut. Sofort wurden beide Männer still und setzten ihre Gläser an, um weiterzutrinken.


    Im Schankraum war nicht viel los. Die Plätze waren spärlich besetzt und es war weitestgehend still - bis auf das plötzliche Rülpsen, dass durch die Stille fast knallte wie ein Donnerschlag. Von irgendwo war ein anerkennendes Bravo zu hören, dann wurde es wieder ruhig und vereinzeltes Gemurmel war zu vernehmen.

    Während Sebariell seinen Blick schweifen ließ, bemerkte er auf einmal eine Frau, die allein an einem Tisch in der Ecke saß, fast so, wie die Gefährten es taten. Sie kam Seba bekannt vor und dann sah er den Lederharnisch, den sie trug. Es war die Reisende, die er an der Oase ausfragen wollte und die ihm dort schon irgendwie aufgefallen war.

    Die Reisende schaute sich hin und wieder im Schankraum um, so als ob sie die Lage sondierte. Ob sie auf jemanden wartete? Oder hatte sie auch nur Schutz suchen wollen, vor dem Sandsturm?

    Malkus hatte wohl bemerkt, dass Seba jemanden beobachtete, denn er fragte mit seiner besten Säuselstimme: "Wo schaust du denn hin, Sebanna? Hast du etwas interessantes gesehen?"

    Bevor Sebariell hätte etwas erwidern können, hatte Malkus die Reisende entdeckt. "Oh, welch Schönheit!" Malkus stand augenblicklich auf, um auf die Frau im Lederharnisch zuzugehen.

    "Lass das besser bleiben", rief Sebariell und stand abrupt auf, um seinem Freund zu folgen. Dabei war der Schmied aber so hektisch, dass er eine kräftig gebaute Frau, ebenfalls keine Gerudo, anstieß und so den Inhalt ihres Krugs auf ihr Gewand schüttete.

    Erschrocken riss Sebariell die Augen auf und wollte sich entschuldigen. Doch da hatte die kräftige Frau ihm bereits donnernd eine Ohrfeige verpasst, die Sterne vor seinen Augen tanzen ließen.

    "Die werd ichs zeign, Schlampä!", lallte die Frau und griff nach Seba...

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


    C39X.gif

  • Brom war auf dem Weg zurück zu seinen Gefährten. Auf dem Basar kam langsam wieder das Leben zurück, jetzt wo der Sandsturm abklang. Die ersten Frauen waren schon wieder unterwegs. Brom schnappte während des Gesprächs so einige Wortfetzen auf.


    "...Dieser Sandsturm...Hof wieder kehren... Jedes Mal das gleiche..."


    "...Das nächste Robbenrennen... Kennst du den neuen Surfer... Der wird sicher gewinnen..."


    "... Dachte Ritter sind doch alle besiegt... Hab gehört es wurde eine gesehen... Kann doch gar nicht sein..."


    "... Heute Abend Treffen auf einen Vaai will Vooi... Neue Eislieferung... Keine Ahnung wie sie das in die Wüste bekommen..."


    "... Gerudo mit diesem einarmigen Begleiter... Stört bei Mediation... Keine Ruhe beim Tal der 7..."


    "... Meine Nachbarin plant Gerudo Stadt zu verlassen...Mann suchen... Will Kinder..."


    Brom war fast bei der Gaststätte angekommen, als er plötzlich stehen blieb. Er hatte gar nicht bewusst hingehört, aber war da nicht gerade die Rede von Eve gewesen? Oder hatte er sich verhört? Und dann dieser einarmige Bandit? Hatte dieser Handlanger von dieser Gerudo nicht einen Arm verloren? Scheinbar wurden sie im Tal der 7 gesichtet, wenn er das richtig verstanden hatte, wo auch immer das sein soll. Wäre auf jeden Fall ein erster Hinweis, wo man sich umsehen könnte. Brom beschleunigte seine Schritte um seinen Gefährten zu erzählen, was er da gerade aufgeschnappt hatte.


    Er betrat das Gasthaus, als gerade jemand lautstark

    Die werd ichs zeign, Schlampä!

    brüllte.


    Brom versuchte die Situation mit einem Blick zu erfassen. Malkus wandte sich gerade einer abenteuerlichen Dame zu, während Seba gerade von einer weiteren Dame bedroht wurde, von der die Worte stammten. Wem sollte er vor seinem Unglück als erstes Helfen?


    Er entschied sich für Sebariell, und hoffte dass Malkus in der Zwischenzeit keine Dummheiten mit der Dame anstellte. Er eilte gerade noch rechtzeitig zu Seba um die Hand der Dame zu ergreifen, bevor sie Seba in die Hände bekam.


    Entschuldigt wenn ich mich einmische, aber was hat meine Freundin euch angetan, das sie so eine grobe Behandlung verdient hätte? wandte er sich an die Angreiferin.


    Was zum... Wer hat diesen hässlichen Hinox in die Stadt gelassen... Und was mischt er sich hier ein... Der kleine Bokblin dort schuldet mir einen neuen Drink... Lasst mich los...


    Brom war im ersten Moment irritiert, weil er als Hinox angesprochen wurde und Seba hatte ebenfalls nur wenig Ähnlichkeit mit einem Bokblin. Aber es war eindeutig dass die Dame wohl schon einen über den Durst getrunken hatte. Damit die Situation nicht noch mehr eskalierte, griff Brom in seine Börse um einige der frisch verdienten Rubine herauszunehmen.


    Hier, nehmt diese, das sollte mehr als genug sein für 2-3 weitere Tränke, aber wenn ihr einen guten Rat hören wolltet, ihr solltet es für heute besser sein lassen.


    Ach, haltet eure Klappe und gebt mir die Rubine, sonst Ruf ich die Wächterinnen, damit sie euch Monstergezücht vor die Stadt werfen.


    Brom gab ihr die Rubine und ließ sie los. Statt auf seinen Rat zu hören, wandte sie sich tatsächlich wieder zum Tresen, um weitere Getränke zu ordern. Brom schüttelte nur mit dem Kopf, das war nicht mehr sein Problem.


    Stattdessen bahnte sich gleich die nächste Gefahr an, den Malkus war mittlerweile bei der Dame im Lederoutfit angekommen und flirtete ganz offensichtlich mit ihr. Brom eilte zu ihm und zog an seinem Arm.


    Malkira, wir sollten gehen. Der Sandsturm ist vorbei und ich glaube ich weiß wo wir finden was wir suchen...

  • Als Symin die Tore von Gerudo-Stadt erblickte, lief es ihm eiskalt den Rücken herunter. Unbehagen war das Gefühl, was es wohl am besten beschrieb, in Kombination mit ein wenig Angst und Abscheu. Als er die misstrauischen Blicke der sehr großen, muskulösen Gerudo-Wächterin auf sich spürte, intensivierten sich die negativen Gefühle. Während die Wächterin Symin von oben bis unten inspizierte, blickte Symin ins Gesicht der Dame. Sie wirkte misstrauisch, aber in einem für Wächterinnen üblichen Maße. Die schneeweiße Bekleidung, bestehend aus einem Kopftuch, in das ein paar Perlen eingenäht waren, einem Schleier, einem knappen Oberteil über der Brust und einem Rock, der ungefähr bis zu den Knien reichte, schien ihren Zweck zu erfüllen, denn nach relativ kurzer Zeit wurde er durch gelassen. "Symina" hatte es in die Stadt geschafft. Es fühlte sich ungewohnt an. Nur ungern blickte er in die Gesichter der Gerudo, auch wenn irgendwas in ihm ihn dazu zwang, nach vertrauten Gesichtern Ausschau zu halten. Irgendwas in ihm, dass immer und immer wieder eine Gerudo-Lanze den Körper eines gleichaltrigen Lernkameraden durchbohren sah. Etwas, dass sich nach Gerechtigkeit, nach Vergeltung sehnte. Aber dafür war er nicht hier. Er konnte nur hoffen, dass ihn niemand anhand der Narbe, die ein wenig über dem Schleier hervorguckte, erkannte und er diesen Ort so schnell wie möglich verlassen konnte.

    Er hasste die Gerudo. Nicht nur, weil sie Feinde der Yiga waren, er hasste ihre Eitelkeit, ihren übertriebenen Stolz. Sie fühlten sich wie das mächtigste Volk der Wüste, wenn nicht als das Mächtigste aus ganz Hyrule. Und siehe da - ein Yiga hatte es unentdeckt in ihre Reihen geschafft. Und dann auch noch ein Mann! Das machte ihn fast schon ein wenig stolz.


    Wie er in seinen Gedanken versunken war, merkte er gar nicht, wie schnell sie vorangekommen waren. Sie hatten einen kleinen Gasthof erreicht, in dem es angenehm kühl war. Nachdem Brom verschwand, um Geschäften nachzugehen, blieben Malkus oder "Malkira", Sebariell oder "Sebanna" und "Symina" zurück. Und dann kam auch schon die ungewollte Aufmerksamkeit auf die drei zu: Malkus machte sich auf, eine Dame anzusprechen und Seba rempelte in seinem Versuch, ihn aufzuhalten, eine andere, offentsichtlich betrunkene Dame an. Sie schlug ihm daraufhin fest ins Gesicht und die Situation drohte zu eskalieren. Symin stand auf und seine Hand wanderte instinktiv zu seinem Schwert. Doch zum Glück kam es nicht so weit, denn Brom kam zurück und deeskalierte. Jetzt galt es nur noch, Malkus davon abzuhalten, sich um Kopf und Kragen zu reden. Brom zog ihn mit einem kräftigen Ruck von der Dame weg und machte ihm klar, dass sie nun schnell hier raus sollten. Die schroffe Wirtin hatte Wind von dem ganzen bekommen und pflichtete dem bei. "Ja, ihr solltet gehen. Streithähne kann ich hier gar nicht gebrauchen. RAUS!" warf die Wirtin ihnen lautstark entgegen. Die Gefährten verließen hastig das Lokal, denn Ärger mit den Gerudo war das Letzte, was sie brauchten. Der Sandsturm war merklich abgeklungen, aber noch immer waren die Winde stark und es wehte einem schnell etwas rauer Sand gegen den Körper. Brom erklärte ihnen dann, was er gehört hatte: Er hatte wohl mitbekommen, dass der einarmige Gehilfe Varas wohl gesichtet wurde. Angeblich in einem Tal namens "Tal der Sieben". Symin musste ein wenig nachdenken, aber er kam darauf, wo das sein musste. "Ich denke ich weiß, wo das ist." sagte Symin mit, aus Sicherheitsgründen, immer noch hochgestellter Stimme. "Es müsste im Nordosten der Wüste sein. Dort gibt es 7 Statuen, die haben wohl eine religiöse Bedeutung für die Gerudo oder so, mehr weiß ich auch nicht. Lasst uns dann auch so schnell wie möglich aufbrechen." fuhr er fort. Malkus hatte aber Einwände: "Aber Symina, ich würde doch so gerne noch ein wenig bleiben." sagte er in hohem Ton und klimperte dabei mit den Augen. Er spielte diese Rolle so gern und hatte richtig Spaß dabei. Sebariell und Brom dagegen fühlten sich auch unwohl und wollten lieber weiterziehen. Schließlich einigten sich die Gefährten darauf, noch über die Nacht zu bleiben, denn es war spät und bei nächtlicher Kälte durch die Wüste zu wandern war mehr als nur ungemütlich. Sie mussten sich jetzt also einen Schlafplatz suchen...

    Maroni ist die Mehrzahl von Maronus. Esst meine Brüder nicht !

  • Die Gefährten traten vor das Gasthaus, um weiteren Ärger zu vermeiden. Dabei hätte Malkus sich noch so gerne mit der stattlichen Kriegerin in der Lederrüstung unterhalten. Brom hatte ihn grob von ihr weggezogen, noch bevor er sich vorstellen und nach ihrem Namen fragen konnte. Sie schien nicht weiter überrascht und wandte sich wieder ihren Gedanken zu, denen sie nachgegangen war, bevor Malkus sie angesprochen hatte. Trotz ihres hastigen Abgangs versuchte Malkus in seiner Rolle zu bleiben. Sich zu verstellen war ein Kinderspiel für ihn und umgeben zu sein von hübschen Frauen beflügelte seine Schauspielkünste umso mehr.


    Vor dem Gasthaus war es wieder ruhiger, der Sturm war vorbei gezogen und die Sonne stand wieder am Himmel jedoch gerade dabei, sich für die Nacht zu verabschieden. Der Sand auf dem Steinboden der Stadt war der letzte Hinweis, dass es überhaupt einen Sturm gegeben hatte, mit jedem Schritt gab er ein raues Knirschen von sich. Malkus wollte erneut vorschlagen, noch etwas Zeit in der Stadt zu verbringen, um Informationen zu sammeln, als Brom seinen Freunden erzählte, was er am Marktplatz während seines Rundgangs aufgeschnappt hatte. Symin wusste sofort, wo dieser Ort war, von dem Brom sprach, schlug aber im selben Atemzug vor, die Nacht in der Stadt zu verbringen. Malkus freute sich, dass der Vorschlag nicht von ihm kam, denn er hatte das Gefühl, dass die Anderen ihn nicht ernst nehmen würden. "Eine gute Idee" sagte Malkus. "So könnten wir auch gleich noch mehr Informationen sammeln. Ihr wisst schon, um sicherzugehen, dass wir auch sicher auf der richtigen Spur sind." Seine Gefährten schauten ihn etwas missbilligend an. Sie kannten seine Intention, die er nicht einmal ansatzweise zu verheimlichen versuchte. Malkus zwinkerte. "Wir können auch neue Kontakte knüpfen und ein wenig mehr über die Bräuche hier lernen? Dies könnte von unschätzbarem Wert für unsere Reise sein." fügte er spitzbübisch hinzu. Brom gefiel es ganz und gar nicht, dass Malkus weiteren Kontakt mit den Gerudo suchen wollte, er vergewisserte sich, dass niemand in Hörweite war und teilte Malkus sein Bedenken mit, dass ihre Tarnung auffliegen konnte. Auch Sebariell schaute ihn streng an. Diese Blicke bedeuteten, kein Aufsehen zu erregen und keine Gerudos anzusprechen. Brom schlug vor, das Reden von nun an zu übernehmen, da er sich hier am Besten auskannte und mit den Gebräuchen vertrauter war, als seine Begleiter. "Dann lasst uns wenigstens irgendwo unterkommen, wo man gutes Essen bekommen kann" sagte Malkus etwas enttäuscht. "Oder gönnt ihr mir diese Freude nun auch nicht mehr?"


    Brom schlug vor, in ein Gästehaus zu gehen, das sich in einer der Seitengassen befand. Dort würden sie weniger Aufmerksamkeit erregen und mit etwas Glück waren dort weniger Gäste, die Malkus behelligen konnte. Die Gruppe stimmte zu und Brom ging mit schweren Schritten voraus. Malkus überlegte, wie er doch noch ein wenig der Kultur und den Frauen in der Stadt näher kommen konnte, ohne, dass seine Gefährten es bemerken würden. Sie hatten einfach zu wenig Vertrauen in ihm und taten gerade so, als würde er sie unentwegt in Schwierigkeiten bringen. Malkus war meisterlich darin, Problemen zu entkommen. Zugegeben, die meisten brockte er sich ja schon selbst ein, aber er hatte mit der Zeit einen großen Löffel angefertigt, mit dem er die Suppe stets auslöffelte.

    Лига выдающихся джентльменов

    #71: Yuri

    yurigdcq7.jpg

    "Nein, Genosse Premier, es hat gerade erst begonnen!"

  • Die Sonne verschwand gerade hinter der westlichen Stadtmauer, nicht aber ohne Gerudo-Stadt noch einmal in rotes Dämmerlicht zu tauchen. Dieser Anblick erinnerte Sebariell kurz an jene unheilvolle Nacht, als der Blutmond aufleuchtete... Ein kalter Schauer einer Vorahnung jagte über seinen Nacken und ließ die feinen Härchen dort hochstehend zurück. Seba schüttelte das Unbehagen ab und konzentrierte sich wieder auf das Gespräch der Gefährten.

    Brom hatte also ein Gerücht aufgeschnappt, wonach sich einer der Männer von Lady Vara im Tal der Sieben aufhalten könnte. Nun, ein Hinweis, ob gut oder schlecht, war alles, was sie brauchten, um zumindest eine Richtung zu finden.

    Aber Symin hatte - ganz zur Freude von Malkus - recht, sie mussten sich für die Nacht eine Bleibe suchen. In tiefster Schwärze und bei tödlicher Kälte durch die Wüste zu streifen war mehr als töricht!

    Brom kannte ein Gästehaus in der Nähe, sodass er die Führung übernahm und die Gefährten leitete.


    Im Gästehaus herrschte reges Treiben und ein Stimmengewirr erfüllte den Raum, zusammen mit einer Duftwolke, geboren aus den verschiedensten Parfüms, die die Frauen trugen. Sebariell merkte, wie ihm bei dem Duft, der stickigen Wärme aufgrund des Andrangs und dem wilden Durcheinanderreden allmählich unwohl wurde. Mit Freuden überließ er es Brom, für sie Zimmer zu organisieren.

    Der Gorone drehte sich nach seinem hitzigen Gespräch - so schien es zumindest, da sowohl Brom als auch die Besitzerin heftig gestikuliert hatten - zu Seba, Symin und Malkus. Entschuldigend sagte er, dass es keine Einzelzimmer mehr gab. Nur noch Gruppenzimmer für bis zu fünf Personen waren übrig - und dies auch sehr überteuert! Dennoch nahmen sie das Angebot an und teilten die Kosten untereinander auf.


    Sebariell war froh, als die vier Freunde endlich auf ihrem Zimmer waren. Fast augenblicklich ließ er sich auf eins der freien Betten fallen und erlaubte sich kurz aufzustöhnen. Der Marsch durch die Wüste, die Bedrohung durch einen Sandsturm, die Maskerade... all das hatte an seinen Kräften gezerrt, sowohl körperlich als auch mental. Endlich ausruhen zu dürfen, war ein Segen!

    "Verzeiht, ich habe mich einfach auf ein Bett geworfen! Falls jemand von euch besondere Schlafwünsche hat, sagt es bitte. Mir ist jedes Bett recht", sagte Sebariell, als ihm plötzlich aufgefallen war, wie egoistisch er sich benommen hatte.

    "Nun, ich gedenke noch, ein paar weitere Informationen einzuholen", antwortete Malkus. Sein Blick schien aber eine andere Sprache zu sprechen. Seba wollte nicht wieder eine Standpauke halten, weswegen er hoffte, dass Malkus sich zu benehmen wusste, wenn es darauf ankam. Stattdessen wandte er sich an Symin. "Du weißt etwas über das Tal der Sieben? Kannst du uns mehr verraten. Es wäre gut, wenn wir wüssten, was es mit diesem Ort auf sich hat, bevor wir dorthin aufbrechen!"

    Symin nickte. Er trat etwas vor, sodass alle ihn besser sehen konnte und berichtete von dem, was er wusste. Als er geendet hatte, bedankten sich die anderen bei ihm.

    Sebariell wollte gerade vorschlagen, dass sie sich einen Plan zurecht legen sollten, was sie zu tun gedachten, sollten sie das Versteck von Mordred dort tatsächlich finden. Jedoch klopfte es plötzlich an der Tür. Wer konnte das sein? Malkus, der direkt an der Tür stand, drehte am Knauf und öffnete sie vorsichtig...

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


    C39X.gif

  • Nachdem Brom den anderen erzählt hatte, was er erfahren hatte, ergänzte Symin sofort die Information, da er die Örtlichkeit kennt. Diese wäre wohl das nächste Ziel der Gruppe. Doch nicht mehr heute, denn die Sonne ging bereits unter und Brom wusste wie kalt es in der Wüste nachts wurde.


    Darum entschied sich die Gruppe im örtlichen Gasthaus ein Zimmer zu nehmen. Brom übernahm die Verhandlung mit dem Wirt. Dieser wollte ihm wie zu erwarten die Einzelzimmer mit dem speziellen Service empfehlen, doch darauf ließ sich Brom erst gar nicht ein. Allerdings war stattdessen nur noch das Gemeinschaftszimmer frei. Brom konnte nur hoffen dass außer ihnen sonst niemand eine Unterkunft brauchte und somit das letzte Bett frei blieb.


    Somit betraten sie Gefährten das Zimmer um sich für die Nacht bereit zu machen. Doch Just in diesem Moment öffnete sich die Zimmertür erneut, es gab wohl doch einen weiteren Gast.


    Alle drehten sich zur Tür und dort kam die Händlerin herein, die die Gefährten gerade eben noch in der Taverne gesehen hatten. Sie schloss gleich hinter sich die Tür und schaute in die stummen Gesichter.


    Was macht ihr denn für lange Gesichter? begrüßte sie die Gefährten. Wolltet ihr etwa lieber allein sein, Werte Herren.


    Beim letzten Wort klappten den Gefährten die Münder auf. Was hatte sie gesagt, "Herren". Verdammt ging es Brom durch den Kopf, wir waren aufgeflogen. Aber vielleicht war es noch nicht zu spät.


    Ihr müsst euch irren, wir sind 4 Damen auf Reisen. Wären wir Männer, wäre es doch geradezu waghalsig hier zu sein... fing Brom an stotternd zu erklären.


    Die Händlerin fing an zu grinsen. Die Wächterinnen könnt ihr vielleicht mit eurer Verkleidung täuschen, aber ich beobachte euch schon seit der Oase. Ich glaube ich weiß auch wieso ihr hier seid. Zumindest schließe ich daraus aus euren Erkundigungen. Ihr sucht Mordred.


    Wieder erstauntes schweigen. Nicht nur das sie wusste, wer sie waren, sie wusste sogar, wen sie suchten. Verdammt, war sie ein Spitzel von ihm?


    Die Händlerin sag wohl die Sorgen die sich immer weiter in den Gesichtern zeigte. Manch ein Gefährte tat sogar Anstalten sich kampfbereit zu machen. Daher winkte die Händlerin schnell ab.


    Moment, wir wollen hier doch jetzt keine unnötige Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Ich habe weder vor euch an die Wächterinnen zu verraten noch an jemand anderen. Schließlich haben wir einen gemeinsamen Feind. Mordred hat das Geschäft meines Bruders in den bankrott getrieben, so dass er sich am Ende das Leben genommen hat. Deshalb trachte ich danach, ihm ebenfalls zu Schaden. Doch allein kann ich gegen ihn nichts ausrichten, darum brauche ich Unterstützung und hoffe, sie in euch gefunden zu haben.


    Immernoch betretenes schweigen. Bis Sebariell das Wort ergriff. Nehmen wir Mal an, alles was sie sagten stimmt. In wie weit könnten sie uns bei der Suche helfen?


    Die Händlerin überlegte kurz und sagte dann: Wie wäre es für den Anfang, wenn ich euch durch meine Kontakte Robben besorge, damit ihr besser durch die Wüste kommt. Wenn ihr dafür Mordred einen harten Schlag versetzt. Wie schaut es aus...

  • Nachdem sich die Gefährten auf ihr Zimmer begeben hatten, dauerte es nicht lang, bis eine weitere Person hineinplatzte. Eine schlanke, große Gerudo trat durch die Tür, mit einem den Gefährten bekannten Gesicht. Es war die Dame, die sie bereits vor wenigen Augenblicken in der Taverne gesehen hatten. Just nach ihrer Ankunft ließ sie die Bombe platzen: Sie wusste, dass die Gefährten Männer waren. Auch Broms mehr oder weniger gelungener Rechtfertigungsversuch konnte daran nichts ändern. Symins Puls wurde schneller, die Augenbrauen zogen sich zusammen, er verlagerte den Körperschwerpunkt auf den leicht weiter vorne stehenden linken Fuß und der recht Arm wanderte instinktiv in Richtung seines Gürtels, doch die Gerudo gab zunächst Entwarnung. Sie hatte nicht vor, die Gefährten zu verraten, sondern wollte sich mit ihnen zusammen gegen Mordred auflehnen, da dieser wohl ihren Bruder in den Ruin getrieben habe. Ein wenig lockerte sich Symins Haltung wieder, doch er blieb misstrauisch. Die Geschichte ergab Sinn und ihr Angebot, den Gefährten Sandrobben zur Fortbewegung zu leihen war sehr hilfreich. Doch das alles könnte auch eine Falle von Mordred sein. Sie könnte nur hier sein, um die Gefährten zu Mordreds Versteck zu bringen, wo sie dann bereits von Mordreds Armee erwartet würden. Symin wusste nicht, was zu tun war. Auch seine Gefährten schienen über das Angebot nachzudenken. Symin sagte seinen Gefährten also, dass sie sich besprechen sollten und deutete der Gerudo, aus dem Zimmer zu gehen, sodass sie Gefährten nicht hören konnte.


    "Ich denke, wir können ihr vertrauen. Die Geschichte klingt realistisch und sie macht uns ein gutes Angebot." begann Malkus die Runde. "Du hast Recht, Sandrobben wären sehr hilfreich. Vor allem, weil das Tal der Sieben nicht direkt in der Nähe ist. Aber es könnte auch eine Falle von Mordred sein. Ich würde ihm das definitiv zutrauen." entgegnete Symin daraufhin. Auch Brom und Sebariell schienen ziemlich besorgt. Sollte es eine Falle sein, wäre alles, was sie bis hierhin geschafft hatten, umsonst gewesen. Aber dennoch war das Angebot sehr gut. Nach etwas Stille, in der die Gefährten gegrübelt hatten, brachte Sebariell einen völlig neuen Punkt ins Spiel. "Sie weiß aber bereits, dass wir Männer sind. Wenn wir ihr Angebot nicht annehmen, macht sie das vielleicht sauer genug, uns an die Wachen zu verraten." "Und das wäre ein Riesenproblem, weil die Wachen mich vielleicht erkennen würden. Und wenn sie das tun, würden sie mich töten." ergänzte Symin. Nach eingehender Überlegung hatten sich die Gefährten also dazu entschieden, das Angebot anzunehmen. Sie informierten die Gerudo darüber, welche sich darüber, und über den Umstand, dass sie wieder ins Zimmer konnte, sehr freute...

    Maroni ist die Mehrzahl von Maronus. Esst meine Brüder nicht !

  • "Wie lautet denn euer Name?" fragte Malkus die Händlerin. Sie lächelte ihn an und verzog ihre Lippen keck, die mit dünnem, blauen Lippenstift nachgezogen worden waren und ihrem Gesicht dadurch eine besondere Eleganz verliehen. Es fiel Malkus schwer, nicht ihrer exotischen Ausstrahlung zu verfallen. Ihre bläulichen Lippen formten sich zu einem Wort, das ebenso exotisch war, wie die braungebrannte Dame selbst. "Risa". Sie senkte ein wenig ihren Kopf und durchdrang Malkus mit ihrem Blick, als wollte sie direkt durch seine Augen in seine Gedanken schauen. "Risa? Das ist ein schöner Name. Ich finde, er passt zu euch." Malkus erwiderte den eindringlichen Blick mit einem Lächeln. "Ihr habt bestimmt schon ein Zimmer hier im Gasthaus, aber ich fürchte, dass ihr dort unter Umständen nicht sicher seid. Mordreds Schergen könnten überall ihre Augen und Ohren haben. Hier bei uns wärt ihr viel sicherer. Zu eurem Glück haben wir noch ein Bett in unserem Zimmer frei, falls ihr uns Gesellschaft leisten wollt. Ich habe auch gehört, dass die Nächte in der Wüste sehr kalt sein sollten, bevor ihr in eurem Bett erfriert kann ich euch anbieten, mit mir das Meinige zu teilen." Der Gorone schlug sich deutlich hörbar die flache Hand an die Stirn und Sebariells Augenrollen war förmlich spürbar. Risa zwinkerte Malkus zu. "Ganz im Gegenteil, mein Lieber, wenn ihr ein Bett mit mir teilt, bestünde die Gefahr, dass ihr euch an mir die Finger verbrennt." Demonstrativ packte sie Malkus Hand am Gelenk und schob sie in Richtung ihrer Schulter, die unbedeckt war. Als sein Zeigefinger locker ihre Haut berührte, machte sie ein zischendes Geräusch. "Zisssschhhhh" grinste sie, als sie seine Hand los ließ, die weiterhin auf ihre Schulter zeigte.


    "Zum Glück habe ich noch etwas Branschutz-Medizin übrig" sagte Malkus mit einem verschmitzten Zwinkern. Risa verzog ihre blauen Lippen erneut zu einem Grinsen. "Trefft mich zum Morgengrauen vor dem Haupttor. Vergewissert euch, dass niemand euch folgt." Mit diesen Worten lehnte sie sich nach vorne und fasste an Malkus' Hüfte. "Wenn ihr keine Angst vor Verbrennungen habt, könnt ihr mich ja in meinem Bett besuchen kommen." Sie gab Malkus noch einen flüchtigen Kuss auf die Wange, der sich wie die heiße Berührung einer Brandmarke anfühlte. Noch bevor Malkus etwas erwidern konnte, verabschiedete sich Risa und verließ das Zimmer der Gefährten.


    Brom sah Malkus mit diesem Blick an, der sagte, dass er nicht ernsthaft in Erwägung zog, der Dame zu folgen. Malkus lächelte. Obwohl sehr viel auf dem Spiel stand, konnte er dem Drang und der Neugierde nicht widerstehen. "Du hast Ausgehverbot" sagte Sebariell aber Malkus sagte hochgestochen mit erhobener Stimme "Ihr wollt doch eine Lady nicht hier in diesem schmutzigen Zimmer einsperren, nicht wahr?"


    Malkus hatte seinen Entschluss gefasst und wer weiß, vielleicht konnte er aus Risa ja noch die ein oder andere Information herausbekommen? Außerdem galt es erst einmal, ihr Zimmer zu finden.

    Лига выдающихся джентльменов

    #71: Yuri

    yurigdcq7.jpg

    "Nein, Genosse Premier, es hat gerade erst begonnen!"

  • "Du hast Ausgehverbot", sagte Sebariell und funkelte Malkus dabei böse an. Dieser Risa zu folgen war doppelt gefährlich. Zum einen konnten sie alle deswgen auffliegen, was zur Folge hatte, den Zorn der Gerudo auf sich zu ziehen. Zum anderen war einfach nicht klar, wer diese Risa war. Sie konnte einen Groll gegen Mordred hegen. Genauso gut konnte sie aber eine Gesandte Mordreds sein. Sie wussten zu wenig. Zu wenig über diesen Mordred und zu wenig über Risa.

    Doch das alles schien Malkus nicht zu stören, mehr noch, es schien ihm förmlich egal. Mit einem verschmitzem Lächeln begab er sich zur Zimmertür. Dabei zwitscherte er mit verstellter Stimme etwas. Sebariell aber ignorierte das Gerede, legte die Hand auf die Tür, die sein Freund bereits etwas geöffnet hatte, und presste sie mit einem Ruck wieder zu.

    Während seine Hand schwer auf der Tür ruhte - Malkus versuchte vergeblich sie wieder zu öffnen -, schaute Sebariell ernst auf den Wortverdreher. "Ich meine es ernst! Du kannst nicht für eine Nacht des Vergnügens unser aller Leben in Gefahr bringen!" Mit der freien Hand deutete Sebariell auf Brom und Symin. "Es war ohnehin schon riskant, hierher zu kommen!"

    Malkus ließ seufzend von der Tür ab. Dann erklärte er, dass er dieser Risa mehr Informationen entlocken wollte - so sie denn mehr wissen sollte, als sie zugab. "Ich tue das nur für unser aller Wohl. Mit Unbehagen werde ich zum Märtyrer", schloss Malkus seine Ansprache.

    "Verzeih mir, wenn ich dir nicht glaube!" Sebariell zischte fast, als er sprach. Und plötzlich hatte er seine Hand nicht länger an der Tür, sondern packte nach dem Kragen von Malkus' Kleid.

    "H-hey!" Brom war erschrocken und überrascht zugleich, als er sah, wie Sebariell nach Malkus griff. Doch der Wortverdreher war wie ausgewechselt, ballte die Faust und war drauf und dran, zuzuschlagen.

    Da aber griff Symin plötzlich ein, stieß Sebariell ein Stück zurück und hielt Malkus' ausgestreckten Arm fest. Misstrauisch sah er sich um und zog die Luft scharf durch die Nase ein. "Irgendetwas stimmt hier nicht! Ich rieche etwas..."

    Dann schaute er zu Brom. "Das Fenster. Mach es bitte auf, Brom!" Der Gorone nickte, lief zum einzigen Fenster im Zimmer und riss es weit auf.


    Als die kalte Luft des Abends das Zimmer allmählich füllte, ebbte die Wut, die Sebariell bis gerade gespürt hatte, langsam ab. Er hielt sich den Kopf und stammelte eine Entschuldigung in Malkus' Richtung. Dieser nickte knapp und entschuldigte sich gleichfalls.

    Was war nur in die beiden gefahren? Sebariell zumindest dröhnte der Kopf, als würde er gleich explodieren...

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


    C39X.gif

  • Als die Händlerin gerade den Raum verlassen hatten, gingen Sebariell und Malkus sich plötzlich einander an die Gurgel. So aggressiv kannte Brom den Schmied gar nicht, er wirkte wie ausgewechselt.


    Doch dann schien Symin zu ahnen was hier passierte. Er trennte die beiden und befahl Brom, die Räumlichkeiten zu lüften, in dem er das Fenster öffnete. Dadurch entspannten sich die beiden Streithähne merklich. Aber was war jetzt wirklich der Auslöser.


    Auch hier hatte Symin eine Ahnung und wandte sich an die Tür, vor der er sich bückte um etwas aufzuheben. Der Gruppe zeigte er daraufhin eine kleine Kugel, die halb aufgelöst war. Brom hatte keine Ahnung was das für ein Material war.


    Das ist das Werk eines Yiga. begann Symin aufzuklären. Die Kugel beginnt sich schnell aufzulösen, sobald sie der Luft ausgesetzt ist und hinaus strömt ein kaum wahrnehmbares Gas das Aggressionen auslöst. Yiga manipulieren normalerweise ihre Feinde damit, damit sie sich untereinander umbringen. Die Kugel wurde schätzungsweise, kurz nachdem die Händlerin uns verlassen hatte, unter der Tür durchgerollt.


    OK, wenn das wirklich dass Werk eines Yiga war, erklärt es warum Symin darüber Bescheid wusste. Aber wer hatte es getan, etwa die Händlerin. Brom glaubte eigentlich nicht, das sie etwas damit zu tun hatte, das war sicher nur ein dummer Zufall, oder nicht?


    Wie dem auch sei, Sebariell musste sich davon überzeugen, das der Feind nicht mehr hinter der Tür wartete und öffnete sie daher vorsichtig. Doch hinter der Tür war niemand, allerdings war auf der gegenüberliegenden Wand ein Zettel mit einem Dolch angenagelt. Auf diesen Stand mit großen Buchstaben MÖRDER! VERRÄTER!


    Scheinbar war das Gas und diese Nachricht eine Warnung an jemanden von den Yiga. Aber wer hatte sich die Wut der Yiga zugezogen, das sie selbst davor nicht zurückschreckten in Gerudo Stadt einzudringen, um ihre Botschaft zu überbringen. Auf jeden Fall wollten sie damit ganz klar zeigen, das derjenige auch in Gerudo Stadt nicht vor den Yiga sicher war.


    Symin nahm den Zettel schnell von der Wand und steckte ihn ein, bevor noch jemand anders die Nachricht sah, der zufällig den Gang herunterkommen könnte, meinte er. Aber irgendwie geschah das etwas zu hastig, fand Brom.


    Auf jeden Fall gefiel es der Gruppe gar nicht. Jetzt hatten sie scheinbar nicht nur Mordred als Feind, sondern aus irgendeinem Grund hatten sie auch die Aufmerksamkeit der Yiga geweckt. Wie konnte das nur passieren. Waren sie jetzt überhaupt noch in Gerudo Stadt sicher?

  • Symin konnte zunächst kaum glauben, was er da sah! Sebariell war nicht im Ansatz so beruhigt wie sonst, im Gegenteil, er ging Malkus direkt an Kragen. Als Symin das, und, wie Malkus die Hand zu einer Faust ballte, sprang er auf und stellte sich zwischen die beiden. Wie konnten sie sich nur so kindisch verhalten! Was war in sie gefahren? Wider Symins Erwarten lag die Antwort nur wenige Atemzüge entfernt. Symin vernahm ein Gas mit einem eigenartigen, aber ihm doch allzu bekannt erschien. Ein Gas der Yiga, dass Leute dazu manipulierte, die Kontrolle zu verlieren. Düstere, mächtige Magie, die Symin nie verstanden oder gar, gemeistert hatte. Also forderte er Brom sofort auf, dass Fenster zu öffnen. Er klärte die Gefährten sofort über die Lage auf. Daraufhin öffnete er die Tür, um zu schauen, ob er irgendwelche Spuren finden konnte. Dort fand er eine Nachricht, ein dünnes Blatt Papier, mit Kohle in dunklen Buchstaben, die die Wörter "MÖRDER!" und "VERRÄTER" bildeten, beschrieben. Durch das dünne Blatt konnte Symin weitere Buchstaben auf der Rückseite ausmachen, doch er steckte den Zettel ein, bevor noch jemand ihn lesen konnte. Symin konnte gerade alles besser gebrauchen, als einen Konflikt mit den Yiga. Symin spürte die Angst in ihm aufkommen. Immer weiter stieg die Furcht davor, alles zu verlieren. Doch auf das Unbehagen antwortete Symin mit Zuversicht, auch wenn es ein wirklich kleiner Funke war, verglichen mit der riesigen Finsternis, die er erhellen sollte. Dieser Funke bestand darin, dass dies keine offizielle Operation der Yiga sein konnte. So gingen sie nicht vor, sie würden ihn nicht auf diese Art und Weise warnen. Sie würden warten, bis er Gerudo-Stadt verlässt, und ihn dann töten. Das hieß, dass es ein persönlicher Rachefällzug sein musste. Was die Lage auch nicht unbedingt verbesserte, aber immerhin war er wahrscheinlich nicht chancenlos ausgeliefert. Lange starrte Symin in die Leere und dachte darüber nach, was er tun sollte. Letztendlich fasste er einen Entschluss. Und machte sich daran, die Fragezeichen aus den Gesichtern seiner Gefährten zu vertreiben. "Ich.. Ich denke ich habe wohl Einiges zu Erklären." sagte Symin leise, mit gesenktem Kopf. Man merkte ihm an, dass er sich dabei nicht wohlfühlte. "Das " er kramte den Zettel hervor und blickte ihn an. Dabei laß er, was auf der Rückseite stand "ist an mich gerichtet. Die ganze Geschichte kann ich euch leider nicht erzählen, das würde zu lange dauern. Ich kann hauptsächlich eines tun: Ich um Vertrauen bitten. Ich weiß, ich verlange viel, aber mehr kann ich aktuell nicht tun. Ich muss mich darum kümmern, aber ich muss es alleine tun." fuhr Symin fort, während er die Schrift auf dem Zettel bereits fertig gelesen hatte. Das, was auf dem Zettel stand, bestärkte Symin nur in seiner Entscheidung. Er musste sich stellen, ob er wollte oder nicht. Doch Sebariell entgegnete sofort: "Tut mir leid, Symin, aber wir können dich nicht alleine gehen lassen. Was es auch ist, wir stehen hinter dir!" Symin schüttelte den Kopf und antwortete prompt: "Nein, das kann ich nicht zulassen. Ich werde euch da nicht mitreinziehen. Wenn ihr mir folgt, dann könnte das alles hier umsonst gewesen sein. Ich werde euch da nicht mit reinziehen, ihr seid nicht das Ziel! Es geht ihnen nur um mich. Egal, was passiert, " Symin's Unterlippe begann zu schlottern, seine Augen wurden feucht " ob ich zurückkomme, oder nicht, sie werden euch in Ruhe lassen. Ihr könnt auf jeden Fall weiterleben und unseren Plan weiterführen." sagte Symin mit zittriger Stimme. Noch bevor seine Gefährten etwas sagen konnten, drehte er sich um, öffnete die Tür und schlug sie sofort hinter sich zu. Er wollte sich nicht die Zeit geben, den einfachen Weg zu wählen. Um sicherzugehen, dass seine Gefährten ihm wirklich nicht folgten, ging er den Gang hinab ins Badezimmer, wo er dann, von der Toilette aus seine Yiga-Fähigkeiten benutzte, um sich aus der Stadt zu teleportieren.


    Er tauchte auf der Ostseite von Gerudo-Stadt wieder auf, wo er, wie die Rückseite der Nachricht bereits erklärt hatte, erwartet wurde...

    Maroni ist die Mehrzahl von Maronus. Esst meine Brüder nicht !

  • Noch vor wenigen Augenblicken hatte Malkus das Bedürfnis, Sebariell seine Faust ins Gesicht zu rammen und ihn seiner Zähne zu befreien. Er wusste nicht warum, irgendetwas in seinem Kopf hatte ihm befohlen, dass es das einzig Richtige war. Woanders würde eine Gerudo in ihrem Bett auf ihn warten. Er sah sie vor seinem geistigen Auge. Die dünne Decke über den nackten Körper gezogen, ihre Reize beinahe entblößend ihm zulächelnd. Er möchte nicht, dass du sie siehst. Er möchte nicht, dass du dich vergnügst, dass du es gut hast. Er möchte nur Schlechtes für dich. Er ist dein Feind. Los, zeig ihm, wie man mit Feinden umgeht. Die Stimme in seinem Kopf wuchs von einem Flüstern zu einem Brüllen an. Die Knöchel seiner Faust färbten sich weiß, als er er die Fingerspitzen in sein Ballen grub. Einen Augenblick später hätte der sonst so friedliebende Hylianer, der mit Worten zu kämpfen wusste, seinem Gefährten die Faust ins Gesicht schnellen lassen. Im nächsten Moment war die Wut wie ein böser Traum, der vom kühlen Wind, der zum Fenster herein wehte, hinweggespült wurde. "Was... ich... Sebariell..." verdutzt bemerkte Malkus, dass es kein böser Traum war. Er spürte die Fingernägel, wie sie sich in das Fleisch seiner Hand gegraben hatten und dort kleine Abdrücke hinterließen. "Ich... was... es tut... mir leid." stotterte der sonst so wortgewandte Hylianer. Auch Sebariell ließ von ihm ab, das Blitzen in seinen Augen war ebenso erloschen.


    Kurz darauf folgte die Erklärung für seinen Sinneswandel. Gas?! Die Wut, welche noch zuvor wie ein Nebel über seinen Geganken gelegen hatte, lichtete sich. Er konnte wieder klar sehen und denken. Es tat ihm leid, dass er sich so leicht der Wut hingab und bereit war, seinen Gefährten, nein, seinen Freund zu verletzen. Er klopfte Sebariell auf die Schulter, in seinen Augen stand deutlich geschrieben, dass es ihm sehr Leid tat. Jetzt war aber keine Zeit für Reue, denn Symin klärte die Gefährten auf, was es mit der Gaskugel zu tun hatte. Es bestätigte sich also, was wohl alle Gefährten schon seit ihrem Kampf mit den Moblins vermuteten. Etwas war geschehen, das Symin seither belastete und dem musste sich der Junge jetzt stellen. Malkus wollte ihm gerade noch alles Gute nachrufen, als Symin die Tür hinaus verschwunden war. "Sollen wir ihn einfach so ziehen lassen? Er ist unser Gefährte. Unser Freund! Egal, was er gerade durchmacht, es betrifft uns gleichermaßen. Wer Symin bedroht, bedroht uns alle. Wir sollten dem Kleinen helfen!" Malkus Worte waren feurig, er war wieder er selbst. Malkus riss die Tür auf, er dachte nicht einen Augenblick daran, was sich hinter der Tür befinden würde, erblickte aber nur einen leeren Gang. "Kommt, lasst uns keine Zeit verlieren" Malkus vergaß für einen Moment, dass sie in Frauenkleidern an einem Ort waren, in dem Männer nicht erwünscht waren. Wie ein Blitz durchzog diese Erkenntnis seinen Kopf und er besann sich. Seine Stimme wurde wieder etwas höher, für den Fall, dass sie jemand hören würde. "Lasst uns keine Zeit verlieren. Mordred und Risa müssen warten. Erst einmal gilt es unserem Freund zu helfen."

    Лига выдающихся джентльменов

    #71: Yuri

    yurigdcq7.jpg

    "Nein, Genosse Premier, es hat gerade erst begonnen!"

  • Malkus hatte recht! Zwar hatte Symin gesagt, er wolle sich allein um das Problem kümmern, aber das konnten sie unmöglich so auf sich beruhen lassen! Seit sie sich damals in Hateno begegnet waren, sind ihre Schicksale miteinander verwoben gewesen. Ob es Symin gefiel oder nicht, zumindest wollten Sebariell, Malkus und Brom versuchen, ihrem Kameraden beizustehen!

    So liefen Sebariell und Brom Malkus hinterher, der bereits auf den Flur geeilt war. Sebariell hatte sich noch schnell sein Schwert geschnappt, das er seit sie ihre Verkleidungen trugen, in ein reich verziertes Tuch gehüllt hatte.


    Nach wenigen Schritten hatten die beiden Malkus eingeholt, der wie angewurzelt inmitten des Flurs stand und sich hektisch umsah. "Was ist los?", wollte Sebariell wissen.

    "I-ich habe keine Ahnung, in welche Richtung Symin gelaufen ist..."

    "Mist. Es ist wahrscheinlich seinen Fähigkeiten geschuldet, dass er uns schnurstracks entkommen konnte!"

    "Was jetzt?", fragte Brom, der hinter Sebariell stand.

    "Hm... keine Ahnung. Die Stadt ist groß. Er könnte überall sein."

    "Wahrscheinlich nicht", begann Malkus grüblerisch. "Sich in die Gerudo-Stadt einzuschleichen ist sicherlich selbst für einen Yiga riskant! Sollte er also auf eine Konfrontation aus sein, dann sicher nicht mitten auf einer belebten Straße."

    Seba nickte. "Das ist wahr. Wir sollten also eher auf Gassen und den Stadtrand achten. Orte, die verborgener liegen."

    Brom und Malkus stimmten dem Schmied zu. Gemeinsam überlegten sie, wie sie weiter vorgehen sollten.

    "Sollten wir uns aufteilen, um so effizienter nach Symin zu suchen? Oder bleiben wir zusammen, können dann aber weniger schnell die Stadt auskundschaften?" Sebariell hatte die Frage gestellt und schaute auf Brom und Malkus. Wofür würden sie stimmen? Seba selbst hielt es besser, würden sie sich trennen. Doch er überließ es Brom und Malkus, sich zu entscheiden.

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


    C39X.gif

  • Gerade noch fragten sich alle, wieso sie Yiga jetzt auch noch hinter ihnen her sind und im nächsten Moment offenbarte Symin ihnen, das es ihm galt. Brom Verstand nicht genau wieso. Hatte es damit zu tun, das Symin auf Seiten von Kakariko gegen diesen Yiga gekämpft hatte, oder war es gar ein anderer Grund, von dem die Gefährten noch nichts wussten?


    Hatte er vielleicht schon einmal so eine Nachricht bei den Moblins erhalten und war deshalb seit dem so verbittert? Aber wieso hatte er die Geschichte die ganze Zeit mit sich herumgetragen.


    Symin stellte sich vor die Gefährten und hielt den Zettel vor sich, der zuvor noch an der Wand gehangen hatte. Er betrachte sich ganz genau die Rückseite. Stand da etwa noch mehr, als nur diese zwei Worte. Gerade noch überlegte Brom noch, was dort stand, als ihm etwas auffiel.


    Doch bevor er es ansprechen konnte, war Symin auch schon aus dem Zimmer gestürmt, um sich den Yiga allein zu stellen. Warum hatte er so wenig Vertrauen in seine Gefährten.


    Malkus wollte ihm direkt hinterher stürmen und auch Sebariell zögerte keine Minute. Doch obwohl sie kurz nach Symin auf den Flur hinaustraten, war er nicht mehr zu sehen. Wie konnte er so schnell verschwinden.


    Sebariell schlug gerade vor in Gassen und Seitenstraßen nach Symin zu suchen, allerdings war er unsicher ob es gut war sich aufzuteilen. Aber sie mussten herausfinden wo Symin war. Um jeden Preis.


    Gerade als Brom überlegte, wo Symin sein könnte, fiel ihm seine Beobachtung wieder ein, die er gerade getätigt hatte.


    Freunde, ich glaube ich weiß wo er sein könnte oder zumindest hab ich einen Hinweis, begann er. Seine Gefährten schauten ihn überrascht an. Dann setzte er seine Rede fort.


    Als Symin gerade vor uns Stand, um uns sein Vorhaben mitzuteilen, hielt er den Zettel auffällig vor sich. Zunächst hatte ich noch überlegt, wieso. Doch dann fiel mir auf, das er vor der Garderobe stand.


    Die Gefährten blickten auf besagte Garderobe, die auch einen Spiegel besaß, um zu überprüfen, ob die Kleidung sitzt.


    Genau vor diesem Spiegel stand er. Wahrscheinlich war ihm das vor lauter Aufregung gar nicht bewusst. Aber mir war es zufällig aufgefallen. Leider verdeckte er mit seinem Oberkörper das meiste vom Zettel. Aber trotzdem konnte ich darauf wenige Worte erkennen. Eines davon war "Ostseite". Vermutlich wird er sich daher auf der Ostseite von irgendwas befindet. Leider konnte ich nicht sehen von was. Es könnte die Ostseite dieses Gebäudes sein, aber es könnte auch die Ostseite vom Palast sein oder Ostseite des Markt Platzes. Aber es ist immerhin ein erster Hinweis.


    Das ist tatsächlich ein guter Hinweis, dann schnell Großer. Du kennst dich am besten in Gerudo Stadt aus von uns. Auf welchen Ort könnte das zutreffen? wollte Malkus dringen von ihm wissen. Das war leichter gesagt als getan.


    Die meisten davon kommen schon allein deshalb nicht in Frage, weil sie zu öffentlich sind. überlegte Brom laut. Und dann ging es um eine Auseinandersetzung zwischen Yiga, auch das grenzte viele Orte aus, eigentlich sogar alle Orte innerhalb von Gerudo Stadt.


    Aber muss es überhaupt ein Gebäude innerhalb von Gerudo Stadt sein? gab Sebariell zu bedenken.


    Warum denn überhaupt ein Gebäude? Außerhalb von Gerudo Stadt reicht doch. Vielleicht ist einfach die Ostseite von Gerudo Stadt gemeint. warf Malkus ein


    Aber klar, wieso sind die Gefährten nicht gleich darauf gekommen. Innerhalb von Gerudo Stadt war es für Yiga viel zu gefährlich, also war es das naheliegendste, sich außerhalb zu treffen. Daher war die Ostseite von Gerudo Stadt der wahrscheinlichste Ort in nächster Nähe. Daher eilten die Gefährten zunächst in dieser Richtung, in der Hoffnung dass sie richtig lagen.


    Auf jeden Fall hatten sie einige Zeit verloren und Symin damit schon einiges an Vorsprung. Sie konnten nur hoffen dass sie nicht zu spät kamen.

    5Ohsct8.png

    4 Mal editiert, zuletzt von Endymion82 ()

  • Die Nacht war eiskalt und ein rauer, starker Wind wehte den trockenen Sand gegen Symins Beine. Auf diesem Sand schritt Symin ein paar Meter voran und sah sich nach dem Verfasser der Nachricht um. Just in dem Moment, in dem sich Symin in Richtung der Stadtmauern gewendet hatte, segelte ein maskierter Schatten von oben auf ihn hinab. Gerade noch schaffte es Symin, sein Schwert zu ziehen und es zwischen sein Gesicht und die Klinge des Angreifers zu pressen. Dabei erforderte es die ganze Kraft seines Armes, den auf ihn herabfallenden Krieger von sich wegzudrücken. Doch es gelang ihm und der attackierende Yiga-Novize landete ungefähr einen Meter vor Symin auf dem Boden. Symin fragte reflexartig: "Wer bist du?" nachdem der Mann auf dem Boden landete. Dabei entfernte er sich vorsichtig um ein paar Meter, um den Kontrahenten nicht zum Angriff zu bewegen. Erst sah es so aus, als wollte der Mann Symin gleich mit dem nächsten Schwertstreich den Garaus machen, doch er hielt sich zurück, ließ das Schwert sinken und setzte die Maske ab. Ein schwarzhaariger Mann mit kurzem Bart, der Symin bekannt war, trat darunter zum Vorschein. Nun war Symin auch klar, warum der junge Yiga vor ihm so einen Alleingang gestartet und ihn schließlich so aggressiv angegriffen hatte. Es war Meilan, der Mann, den Trynja geliebt hatte. Sie hatten sich schon seit langem einander versprochen und waren Verlobte, bis Symin Trynja getötet hatte. In diesem Moment kam all die Gefühle, die Symin danach verspürt hatte, wieder emporgeschossen. Eine vernichtende Kombination aus Schuld, Trauer und Mitleid nahm Symins Verstand ein und erstickte den letzten Funken Fröhlichkeit, den Symin in sich getragen hatte. Die Düsternis überschattete nun seinen Verstand und er starrte mit leerem Blick zu Boden. Doch Meilan riss Symin aus den Gedanken und zog seine Aufmerksamkeit auf sich: "Wieso hast du sie getötet? Red dich nicht raus, ich weiß, dass du es warst! Sie hat mir davon erzählt, dass sie dich mit dieser Bande gesehen hat. Wie konntest du nur? Ich hab dich immer gemocht, Symin. Und jetzt hast du uns verraten!" schrie Meilan mit feuchten Augen und zitternder Unterlippe. Und Symin stand einfach nur da, starrte ihn an und sagte nichts. Denn er hatte doch mit allem Recht, was er sagte! Was hätte Symin denn entgegnen können?

    Nach einem tiefen Durchatmen sagte Meilan mit zittriger Stimme: "Ich kann dich damit nicht nicht davonkommen lassen!" Meilans linker Fuß rutschte langsam über den Sand nach vorne und der rechte Fuß schlitterte behutsam nach hinten, während der rechte Arm sich in Richtung seines Gürtels drehte um den Handballen an den Griff seines Dämonenrings zu drücken und jenen schließlich mit allen Fingern zu umfassen und aus der Schwertscheide schnell empor in Richtung Himmel zu ziehen. Doch Symin zog nicht das Schwert. Und er begab sich auch nicht in Kampfhaltung. Er blickte nur, das erste Mal, seitdem Meilan und Symin sich hier getroffen hatten, in Meilans Augen und antwortete leise: "Ich weiß." Symins Augen wurden feucht und sein Unterkiefer schlotterte. Bevor er sich dem Schicksal, was ihn, auch seiner Meinung nach, gleich zurecht ereilen würde, stellte, wollte er aber noch ein einziges, letztes Mal die Wahrheit sagen. Und schließlich antwortete er auf die eingangs von Meilan gestellten Fragen. "Du hast mich gefragt, wieso ich dies tat. Und ich habe keine Ahnung. Seit dem Moment, in dem ich sie umgebracht habe, frage ich mich das. Seitdem leide ich, weil ich nicht mehr in den Spiegel gucken kann ohne ein Monster zu sehen. Aber, so dumm das auch klingen mag, ich wollte dem Clan nie schaden." Als er ihren Tod ansprach, musste Symin schlucken. Er konnte nach wie vor nicht fassen, dass er das wirklich getan hatte. Seine Worte brachten Meilan jedoch sichtlich aus der Fassung und hatten ihn einen Stillstand versetzt. Das gab Symin genug Zeit, noch etwas anzufügen. "Wenn du mich töten willst, dann tu es. Denn ich hab es verdient." Symins Augen waren noch feuchter als zuvor und an seinem gesamten Körper konnte kein einziger Fleck mehr starr bleiben.

    Meilan schritt langsam auf Symin zu, hob den Schwertarm an und ließ ihn dann langsam vor Symins Augen herabsinken und steckte den Dämonenring in die Scheide zurück. Schließlich sagte er "Nein, denn ich bin so nicht. Ich werde nicht den gleichen Fehler machen wie du." Er atmete tief durch und blickte Symin dabei in die Augen. Die Beiden blickten sich ein ewig erscheinende Zeit einfach nur an, wobei Meilan immer noch aufgewühlt, aber nun etwas beruhigter schien und Symin's Gesicht eine verwirrte Mischung aus Fröhlichkeit und Trauer wiederspiegelte. Daraufhin fragte Symin: "Was wirst du nun tun?" Meilan überlegte eine Zeit lang und antwortete dann: "Ich muss darüber nachdenken. Vielleicht werde ich dich melden, aber sie würden dich dann auch töten. Ich müss mir überlegen, ob das das ist, was du verdienst. Aber sobald ich noch ein einziges Mal davon höre, dass du einen Yiga getötet hast, dann werde ich dich auf jeden Fall melden. Denn dann war das hier alles gelogen." Dann drehte sich Meilan weg und war auch schon kurz darauf verschwunden, Symin hingegen plumpste auf den sandigen Boden und starrte mit leerem Blick in die Sterne, während er versuchte, all diese Gedanken und Gefühle, die gerade in seinem Kopf herumschwirrten, zu sortieren und zu verarbeiten...


    Maroni ist die Mehrzahl von Maronus. Esst meine Brüder nicht !