Fallout - Serie



  • „Die erste Folge war ganz okay, werde mich jetzt aber nicht gleich auf die nächste stürzen...“


    Da wurde ich im Serien-Thread von meinen eigenen Worten überholt, denn ich habe mich sogleich auf die ganze Staffel gestürzt.


    Zunächst: Wie gewohnt spare ich mir irgendwelche Eckdaten, Infos zur Serie und ihrem Inhalt sind gerade an jeder Ecke im Internet zu finden. Das hier ist nämlich ganz heißer Scheiss. Und das ist auch meine persönliche Meinung: Kam lange nicht mehr vor, dass ich das unstillbare Bedürfnis hatte eine Serie (auch wenn sie nur acht Folgen hat) am Stück durchzuziehen.


    Wie ich auch im Serien-Thread erwähnte, hatte ich mit „Fallout“ bisher sehr wenig zu tun. Das macht aber nichts, denn die Serie erzählt eine von den Spielen losgelöste Handlung im Fallout-Universum, und die bekannten Elemente werden sehr beginnerfreundlich eingeführt, sodass man zu keiner Zeit ein „Hä? Worum geht es da jetzt!?“-Gefühl hat.


    Die Serie hat ein großartiges „Amerika in den 50ern“-Flair (ist in den Spielen wohl auch so). Es gibt Oldies und Countrysongs aus dieser Zeit, Westernfilme und absurd große und bunte Automobile. Gab es zumindest, denn dann fielen die Bomben, und die Überlebenden teilten sich in verschiedene Gruppen. Von da an wird es auch direkt spannend, denn man muss dann doch ein wenig aufpassen um sich zu merken, wer zu wem gehört. Da die drei Hauptcharaktere und ihre Geschichte aber einzeln und sehr behutsam eingeführt werden, ist das auch kein Problem.


    Ein ziemlich wilder Genre-Mix ist das. Drama, Action, Horror, sogar ein bisschen Comedy - nix kommt zu kurz oder ist zu viel. Also ein wilder und gekonnter Genre-Mix. Vor allem der stets auflockernde und nie fehl am Platz wirkende Humor hat mich gut abgeholt. Mal zotig, mal trocken - auch hier von allem etwas. Es gibt nicht nur die offensichtlichen Witze, sondern auch eine ganze Menge subtilerer. Beispiel gefällig?


    In Folge 1 wird häufig ein „Don‘t lose your head!“-Plakat im Vault 33 gezeigt. Könnte man einfach als „Immer ruhig bleiben!“-Motivationsspruch verstehen. Aber: In den kommenden Folgen geht es im wahrsten Sinne des Wortes um einen verlorenen Kopf. Wenn das tatsächlich so beabsichtigt war und da nicht bloß der Interpretations-Gaul mit mir durchging: Respekt!


    Neben oben angesprochen ausgewählten Musikstücken gibt es natürlich auch einen eigenen Serien-Score. Und zwar von Ramin Djawadi, der sich spätestens mit seinen Kompositionen für „Game of Thrones“ einen großen Namen in der Filmmusik-Branche gemacht hat. Wer auf so etwas achtet, kommt hier also auch auf seine Kosten, denn der Mann leistet gewohnt vortreffliche Arbeit.


    Leider ist der Spaß jetzt erst einmal vorbei, denn eine zweite Staffel ist noch nicht offiziell abgesegnet. Es wäre aber nahezu skandalös, wenn es dazu nicht käme - alleine schon, weil das Staffelfinale mit einigen spannenden offenen Enden aufwartet. Dazu sei nur so viel gesagt: Es wird noch einmal ordentlich auf den Kopf gestellt, wer denn nun zu den Guten oder den Bösen gehört.


    5 von 5 „Okey-Dokey!“s.

    Passive good is worse than actual evil.


    -William Blake

  • Ich habe die erste Folge gesehen. Bin selbst lange Fallout fan, aber nicht sonderlich puristisch, mir gefallen alle Teile von 1 - 4. Es gibt da ja doch die ein oder andere Strömung in der Fanbase, z.B. Spieler die die Bethesda Spiele komplett ablehnen.

    Ich fühlte mich als Fan gleich ziemlich heimisch, die Serie ist gut produziert muss ich sagen.

    Die erste Folge fand ich gut aber war jetzt, genau wie Du Vincent Delacroix, nicht super gehyped oder geflashed. Eher nach dem Motto, joa Mal schauen wann ich weiter gucke.

    Wie gesagt optisch sah die wirklich gut aus.

    Als Fan hat man sofort einen Haufen Dinge wieder erkannt und die Serie fühlte sich ,für mich zumindest, wie eines der Bethesda Spiele an.

    Der Gorefaktor stand den spielen in nichts nach, komplett überzogen und dadurch schon fast komisch, aber ein paar mal habe ich echt gedacht: "AUA".


    Ich werde dann mal etwas zügiger wieder einschalten, sie Sir, haben mein weiteres Interesse angeheizt.

  • SuperMario82 Keine Angst, du WIRST noch super gehyped und geflashed sein :D Bisher habe ich stets gelesen, dass sich Fans der ersten Stunde und Leute, die noch nie von den Spielen gehört haben einig sind, dass hier ein ganz großer Wurf gelungen ist. Es würde mich doch sehr wundern, wenn dich das Fieber nicht auch ansteckt, gerade weil du ja auch Fan der Spiele bist.


    Da gibt es wohl eine ganze Menge mehr diskutierenswerteres als wenn man jetzt nur die Serie kennt.


    Ich werde mich auf jeden Fall tiefer in die Materie einarbeiten. Mit LPs oder Videos, in denen die Lore erklärt wird. Auch Reactions sehe ich mir gern an und... ich muss es nochmal auf englisch gucken. Den Humor hatte ich ja bereits erwähnt - ich bin sicher, im OT finden sich noch viele exquisite Wortwitze, die im Deutschen gar nicht zünden oder nicht als Witz rüberkommen. Ist ja des öfteren so bei Filmen und Serien.


    Freut mich jedenfalls, dass ich dich begeistern konnte, weiterzugucken. Auf schöne Diskussionen :D

    Passive good is worse than actual evil.


    -William Blake

  • Ich habe mittlerweile 7 von 8 Folgen gesehen und bin ja seit Folge 1 fasziniert gewesen. Mit den Spielen kenne ich mich gar nicht aus, sodass ich nicht sagen kann, wie akkurat das Ganze ist, aber es tut mir keinen Abbruch. Ich finde die Serie faszinierend und irgendwie erfrischend anders.


    Wie Vince Automatischer Neustart schon schrieb, trumpft die Serie mit einer tollen Mischung aus Humor, Gore, Action und Spannung auf. Besonders die Story rund um die Vaults 31 bis 33 finde ich besonders spannend.


    Heute werde ich mir voraussichtlich die letzte Folge ansehen und danach vermutlich direkt in ein paar Lore-Videos tauchen, denn die Timeline in Fallout ist wohl nicht einfach nur Amerika 1950 - BOOM - Apokalypse - Handlung der Serie.


    Ruhmeshalle Kanto (Feuerrot Edition)


  • 🥳🥳🥳🥳


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    Amazon hat eine zweite Staffel der kürzlich gestarteten "Fallout"-Serie bestätigt. Die Spielerzahlen der Rollenspiele steigen derweil weiter.
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    Ja gut, man munkelte ja bereits, dass es eigentlich nur noch eine Formsache war, es abzusegnen. Finde ich jedenfalls schön, dass man die Zuschauer mit dieser Nachricht nicht ewig hat zappeln lassen, sondern zügig damit rausgerückt hat.


    Ich-bin-Niemand Achja... die Timeline ist auch etwas, das ich noch auf die Kette kriegen muss. Nachdem ich mich dann ein wenig mit den Spielen beschäftigt habe, sonst kann ich ja mit den Infos wenig anfangen :D


    Kurz am Rande: Die Handlung der Serie beginnt ja gar nicht in den 1950ern, sondern 2077. Ist halt nur so, dass man hier ein alternatives Universum hat, in dem zur Zeit des Kalten Krieges einfach die Zeit stehengeblieben ist. Keine neue Musik, keine neue Mode... die Menschen lebten ca 120 Jahre nur im Schatten des drohenden Atomkriegs. Deshalb gehen die wohl auch so merkwürdig locker mit dem Thema um, als würde sich lediglich ein Unwetter anbahnen. Wenn man mit „Morgen fallen vielleicht die Bomben“ heranwächst, verliert es wohl den Schrecken.


    Erinnert mich an die Geschichten meiner Großeltern aus dem Krieg... die waren damals noch (Klein)Kinder und es war völlig normal für die, einfach mal mitten in der Nacht wegen eines Luftangriffes den nächsten Bunker aufsuchen zu müssen. Lästig, aber kein Grund zur Panik. Schräg.

    Passive good is worse than actual evil.


    -William Blake

  • Ach! Da fängt es direkt schon an. Das war mir gar nicht bewusst, dass die Bomben 2077 fiehlen, da sich das alles eben wie round about 1950 angefühlt hat - besonders der Prolog in Folge 1. Interessant, dass jetzt zu lesen!


    So erfolgreich, wie Staffel 1 aufgenommen wurde, war es ziemlich klar, dass die zweite Staffel alsbald angekündigt wird. Freut mich dennoch, dass es das offizielle Go jetzt gibt.


    Wie gesagt, gleich ist die finale Folge dran, bin gespannt, wie die Staffel enden wird.


    Ruhmeshalle Kanto (Feuerrot Edition)


  • Gestern war Fallout Tag und ich habe gemeinsam mit meiner Freundin die ersten drei Folgen angeschaut. Wir wollten unbedingt mehr als die erste Folge sehen, weil ihr ja geschrieben habt, dass es danach fulminant abgeht.


    Also bisher fehlt mir dieses fulminante Abgehen leider. Vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen und durch Automatics Hype etwas mitziehen lassen. Ich hatte irgendwie gedacht, dass sie mir viel besser gefallen würde, weil ich Fallout - insbesondere Teil 3 - ja so gerne mag.


    Die Serie ist nicht schlecht, aber noch fehlt mir das gewisse Etwas. Die Schauspieler wirken noch etwas hölzern und die Set Pieces wirken manchmal etwas lahm. Die Computereffekte sind auch ziemlich billig in manchen Fällen, ich fand aber vor allem die Bewegung und das Geräusch der Power Armor ein wenig komisch.


    Am Besten gefiel mir bisher The Ghoul, auch, wenn ich finde, dass er überhaupt nicht ausschaut, wie ein Ghul. Ghule sind in der Fallout Serie durchwegs ziemlich entstellt und sehen echt wie von Strahlung und dem Leben in den Wastes gezeichnet aus. Ghule in Fallout 2 sehen beispielsweise total entstellt aus, so, als hätte Nemesis mit Eddie von Iron Maiden ein Kind. Ghule in Fallout 3 und 4 sehen auch viel abgefuckter aus. Dagegen ist The Ghoul wirklich noch ein Schönling. Ich finde den fehlenden Nasen Effekt schon cool gemacht, aber der Rest ist viel zu hübsch, vor allem seine Auten und Zähne. Das zieht sich meiner Meinung nach auch durch die Serie. Die Masken sehen für mich wie Halloween Kostüme aus, die man im Laden kaufen kann und die Leute unter der Maske passen für mich oft überhaupt nicht zu den jeweiligen Figuren. Ich finde, es ist ein eher schwacher Mix aus Casting und Mask, anders kann ich mir nicht erklären, warum sich das für mich so falsch anfühlt. Vor allem aber die Power Suits sehen so langweilig und wie Plastik aus, die Kratzspuren nach der Bärenattacken sehen ebenso fake aus, wie der ganze Anzug.


    Die Wahl der Schauspieler finde ich semi gut. Mir gefallen Lucy, Maximus und The Ghoul bislang sehr gut, aber deren Kostüme und Masken sind es eben nicht.


    Musikalisch verlässt sich die Serie halt zu sehr auf den wirklich genialen Soundtrack von Fallout 3 und 4, was soll man sagen? Die Stücke sind super, aber etwas mehr Mut und eigene Stücke hätten nicht geschadet.


    Die ganzen Anleihen aus der Fallout Serie fielen mir bisher eher wie Eastereggs auf. Hier mal eine Schachtel Yam Yam Deviled Eggs, da mal einen Iguana on a Stick und eine Rad Roach Attacke, aber ja, mir fehlte da einfach etwas. Das Lager der Brotherhood of Steel schaut echt karg und langweilig aus, als wäre das Geld für Requisiten ausgegangen. Der Vault war ja noch okay, aber die Set Pieces wirken teilweise echt billig.


    Das bisher beste an der Serie war, dass ich voll heiß auf Fallout geworden bin. Vielleicht ist das auch der Zweck, dass die Serie einfach als Werbeblock für die Spiele dient. Ich hab nämlich unheimlich Lust auf Fallout 3 bekommen und würde sofort ein HD Remaster kaufen. Ebenso überlege ich mir Fallout 4 nochmal zu installieren und die Playstation 5 Version herunterzuladen. Der Playstation Store ist seit ein paar Tagen eh prall gefüllt mit Fallout Spielen und DLCs, ob das wohl zusammenhängt?

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #81: Jumbo Schreiner



    "Was ist das? Ein Festmahl für Ameisen?"

  • Heute haben wir die Serie zu Ende geschaut. Die letzten beiden Folgen fand ich besser, als die übrigen Folgen. Es ging nochmal ordentlich zur Sache und ein paar lose Enden wurden zugeknüpft. An meinem Gesamteindruck hat sich nicht allzu viel geändert, er wurde um ein paar Nuancen verschoben hin zum Positiven, aber der große Serienhit war es nicht für mich.


    Ich mochte das Setting, aber das lag daran, dass ich postapokalyptische Sachen gerne mag und die Fallout Spieleserie unheimlich gerne mag, vor allem Teil 3. "Leider" ist die Serie mehr an Teil 4 angelehnt, welcher auch ganz okay ist, aber thematisch gefielen mir - jetzt rein vom Spielerischen und der Spielwelt her - Teil 2 und 3 viel besser.


    Die drei Hauptdarsteller gefielen mir sehr, muss ich sagen und ich finde, dass sie eine tolle Wahl sind. Ich habe ja schon erwähnt, dass ich The Ghoul richtig gern mag, er mir aber etwas zu cool und hübsch ausschaut für einen Ghul, die sind sonst in den Spielen ärger entstellt und da fließt sogar etwas Body Horror mit in deren Design. Da fand ich ihn etwas zu sauber dargestellt, aber vielleicht ist das auch okay, weil, wenn er zu hässlich wäre, würde ich ihn vielleicht weniger gut finden.


    Mir gefiel ganz gut, dass man auch einen Einblick in Vault 4 bekommt und ich fand deren Geschichte fast schon interessant. Die Auflösung war es aber nicht so und ich fand, dass es weitaus interessantere Vault-Ideen aus den Spielen gibt, die man verwenden hätte können um 1-2 Folgen zu füllen. Allgemein gibts beispielsweise in Fallout 3 so viele coole Ideen, die Serienfüllend wären, sehr schade, dass die Serienschreiber sich scheinbar zu sehr auf den meiner Meinung nach viel schwächeren vierten Teil gestürzt haben. Teil 3 hätte das Potential, dass fast jeder Vault, jede Fraktion bzw. sogar jeder Außenposten eine Miniserie verdient hätte, die super cool wären. Da Teil 3 aber vor Teil 4 stattfindet, bezweifle ich aber, dass dieser thematisch aufgegriffen wird. Die Schreiber könnten sich aber einfach jede Freiheit nehmen und auch die Ideen von Vault 2 oder 3 aufgreifen, vorausgesetzt, einer von denen kennt die Spiele. Vielleicht wird die Serie erfolgreich genug für eine weitere Staffel, wo mehr Ideen aus früheren Fallout Spielen umgesetzt werden. Es gab Ansätze, bspw. mit dem kaputten Wasserchip (Fallout 2) oder den Ideen der Konzernchefs für Vault-Versuche (teilweise meine ich, dass es diese Vaults in anderen Spielen gab), die aber kaum verfolgt wurden. Ich kann jetzt zwar nicht sagen, ob Vault 4 thematisch anderswo mal vorkam, aber wie gesagt, gäbe es so viele tolle und interessante Vaults aus früheren Spielen, die eine kleine, faszinierende und spannende Geschichte erzählen würden.


    Meine Lust auf Fallout ist aber ungebrochen und ich glaube, dass ich mir demnächst Fallout 4 installieren und das Playstation 5 Upgrade herunterladen werde.

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #81: Jumbo Schreiner



    "Was ist das? Ein Festmahl für Ameisen?"

  • So, ich bin dann jetzt auch durch und bin auf jeden Fall gehypt auf Staffel 2!


    Mir hat alles an der Serie gefallen. Die grundlegende Story, die Effekte, die Charaktere und der bunte Genre-Mix.


    Die letzte Folge bot echt noch die ein oder andere Überraschung und ich hätte mit dem Twist nicht gerechnet. Es ist megaspannend gewesen und die Figuren befinden sich an total interessanten Ausgangspunkten, um in die zweite Staffel zu starten.


    Keine Ahnung, ob es gut oder schlecht ist, die Spiele und ihre Lore nicht zu kennen, aber so konnte ich ganz unbefleckt an die Sache rangehen, was ich gut fand. Ich meine auch gelesen zu haben, dass die Serie in der Welt der Spiele angesiedelt, also canon ist, aber extra keine Spiele adaptiert, sondern etwas eigenes erzählt, um Fans sowie Neulingen eine neue Erfahrung zu liefern.


    Ruhmeshalle Kanto (Feuerrot Edition)


  • Keine Ahnung, ob es gut oder schlecht ist, die Spiele und ihre Lore nicht zu kennen, aber so konnte ich ganz unbefleckt an die Sache rangehen, was ich gut fand.

    Ich kann mir vorstellen, dass dadurch für den Zuseher ohne Vorwissen einige Aha-Effekte entstanden sind. Mir ging es so, dass ich mir schon die ganze Zeit gedanklich ausgemalt habe, welche Experimente nun in den jeweiligen Vaults stattgefunden haben und wie die Geschichte erzählt wird. Große Überraschungen gab es dadurch freilich nicht. Überraschend war eher, wie die Serie den Beginn des Krieges skizzierte, meines Wissens nach wurde das in der Spieleserie nicht so klar gesagt.


    Für mich tauchte noch eine Frage auf, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Man sollte das Ende der Serie aber bereits gesehen haben


    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #81: Jumbo Schreiner



    "Was ist das? Ein Festmahl für Ameisen?"

  • Megaolf



    Aber sonst hat mir die Serie sehr gut gefallen. Ich habe sie an einen freien Tag durchgesuchtet. ganz besonders mag ich das absurde und das schwarzhumorige an der Serie. Ich mein das ganze 50er Jahre Setting ist so schön absurd. Wie man sich halt die atomare Zukunft in den 50er vorgestellt hat. Schaut alles noch nach 50er aus, ist aber schon HighTech und auch gesellschaftlich ist alles dieses perfekte Idealbild der 50er. Das macht alles so wunderbar schräg.
    Ich kenne die Spiele leider nur vom Hörensagen weil das Gameplay nciht so ganz meines ist und daher kann ich auch nicht sagen wie gut alles umgesetzt ist.
    Allerdings, was die Ghule betrifft, da hab ich ein Video aus Fallout 4 gesehen da gabs einen Ghoul der sah dem aus der Serie doch recht ähnlich, eben auch nciht so entstellt wie die meisten anderen. Also scheint es wohl "gutaussehende" Ghoule zu geben.

    "Ich war die Welt in der ich wandelte und was ich sah und hörte und fühlte kam nur durch mich selbst!"

    "Vielleicht werde ich ewig Leben oder vielleicht ist das auch nur ein allerletzter Traum vor dem ewigen Tod!"

    "What we know is a drop! What we dont know is an ocean!"

    "Chickens for KFC!"

  • Chrisael Wieso werden wir das nicht mehr erfahren? Kann sein, dass es noch weitere Rückblicke gibt (wovon ich ausgehe). Rückblenden waren ja schon in der ersten Staffel ein Stilmittel um die Hintergründe der Personen zu beleuchten, da gibts bestimmt in der zweiten Staffel noch mehr davon.


    Kurz am Rande: Die Handlung der Serie beginnt ja gar nicht in den 1950ern, sondern 2077. Ist halt nur so, dass man hier ein alternatives Universum hat, in dem zur Zeit des Kalten Krieges einfach die Zeit stehengeblieben ist. Keine neue Musik, keine neue Mode... die Menschen lebten ca 120 Jahre nur im Schatten des drohenden Atomkriegs. Deshalb gehen die wohl auch so merkwürdig locker mit dem Thema um, als würde sich lediglich ein Unwetter anbahnen. Wenn man mit „Morgen fallen vielleicht die Bomben“ heranwächst, verliert es wohl den Schrecken.

    Soweit ich mich jetzt richtig erinnere war es in den Spielen so, dass der Computerchip in dem Universum, wo die Spiele stattfinden, nie erfunden wurde. Daher wirkt alles so "Retro", aber es gibt trotzdem moderne Technologie, wie Roboter. Die Entwickler nutzten aber bewusst das Stilmittel des Atompunk, eben dieser 50er Jahre Stil, der auf futuristische Einflüsse trifft.

    Ich meine, dass die Menschen dort nicht schon so lange auf die Atombomben warten, viel mehr führen die USA bereits seit 10 Jahren Krieg gegen - ich glaube - China bzw. Russland (oder eben kommunistische Länder). Auslöser war die Ressourcenknappheit, weil durch das Fehlen von Microchips die Technologie unheimlich viele Ressourcen und Energie verbraucht hat. In der Serie geht das, glaube ich, nicht so recht hervor. Es geht halt um die kalte Fusion aber ich glaube, dass nur kurz angerissen wird, dass der Krieg eigentlich deswegen ausgebrochen ist. Im Zuge dieses Ressourcenkrieges wurde von den USA nämlich Kanada annektiert und China ist in Alaska eingefallen (ich glaube, in DLCs zu Teil 3 kann man das zum Teil nachspielen). Am Ende fallen die Bomben und keiner weiß mehr, wer zuerst auf den Knopf gedrückt hat. Zumindest war es in den Spielen so.


    Die Lore in den Spielen und die ganzen Quests rund um die Einwohner, Vaults und eben auch die verschiedenen Gruppierungen sind - für mich - neben der Präsentation der schrillen und schrägen postapokalyptischen Welt das Fleisch auf den Knochen der Spiele. Die Welt böte unheimlich viel Stoff für die zweite Staffel und ich bin schon sehr gespannt, was es da zu sehen gibt und ob man ein paar bekannte Personen aus den Spielen sehen wird.

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    #81: Jumbo Schreiner



    "Was ist das? Ein Festmahl für Ameisen?"

  • Megaolf Ich habe da auch nur so eine vage Theorie:


    Ansonsten: Yaaaaaaay! Cooper Howard aka der Ghoul, bester Mann! Ich finde es absolut großartig, wie Walton Goggins hier quasi zwei Charaktere spielt, und alle beide phänomenal gut. Sicher, der Ghoul ist ziemlich überzeichnet, aber das ist ja auch absichtlich so gemacht, damit der Comic-Faktor aufrecht erhalten bleibt - schließlich sind ja auch Lucy und Maximus ziemliche Klischees, wenn man so will. Dass er nach über 200 Jahren als Ghoul immernoch recht gut erhalten ist, nunja - das ist ja sehr, sehr häufig so bei Filmen und Serien, dass nunmal der "Mut zur Hässlichkeit" fehlt, zumindest bei den Hauptfiguren. Da dachte man sich wohl, ledrige Haut und eine fehlende Nase genügen, um den Zuschauer etwas zu gruseln. Aber ansonsten ist der Charakter einfach grandios, Antihelden sind immer für eine gute Hintergrundgeschichte und den einen oder anderen Plottwist gut. Und hier finde ich es besonders toll dass seine Geschichte nicht bloß irgendeine Tragödie ist, sondern in direktem Zusammenhang mit der Gesamtgeschichte steht. Das lässt nochmal tief blicken, warum er so verbittert ist und zu versuchen scheint, die Dinge gerade zu biegen. Wenn auch mit Mitteln, wie sie nur ein Antiheld nutzen würde. :D

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    -William Blake

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    Hier ist ein Teaser zur nächsten Staffel - diese soll dann am 17. Dezember starten. Da ich S1 schon nicht gesehen habe, habe ich auch hier kein Interesse. Die Serie soll zwar ganz gut sein, aber ich habe halt keine wirkliche Beziehung zur Reihe, demnach hat es nie mein Interesse geweckt.

  • Ich habe mir soeben die erste Folge von Staffel 2 angeschaut und musste erst wieder reinkommen. Da hat auch die lange Rückblende sehr geholfen.


    Die Folge hat definitiv geholfen, den Antagonisten (?) der Handlung einzuführen. Aber vor allem hat sie die Figuren wieder gut in Position gerückt und mir vor Augen geführt, wie die einzelnen Personen ticken. Der Ghoul ist und bleibt mein Liebling, hehe.


    Was die Brutalität betrifft, geht es auch wieder ordentlich zur Sache. Blut, extra viel Blut an jeder Ecke und sehr "besondere" Arten, draufzugehen.


    Ruhmeshalle Kanto (Feuerrot Edition)


  • Folge 2x01 nun auch endlich geschaut, und gestern kam auch schon die nächste Episode... später dann.


    Die Rückblende wird allgemein sehr gelobt, da ist man wirklich und wahrhaftig wieder drin, da wird sich einfach mal sechs Minuten lang für Zeit genommen, anstatt unzusammenhängende Szenen in 30 Sekunden zu klatschen, wie manch andere Serien es gern machen.


    Die Chemie zwischen Lucy und dem Ghoul bleibt weiterhin großartig, ihre kleine "Aufräumaktion" zu Anfang war schonmal ganz lustig. Es ist hervorragend ausbalanciert dass die beiden mal albern miteinander agieren, dann aber wieder etwas emotionale Distanz reingebracht wird. Vor allem im den Szenen, in denen Lucy begreift, wie ihr Vater Hank wirklich tickt und der Ghoul sie einfach mit der Dämmerung dieser Erkenntnis stehen lässt.


    Die Szene mit der Flohsuppe, lel. Man denkt sich so: "Das ist doch jetzt bestimmt nicht das, was ich denke, was es ist..." und doch, es ist genau das. Das war auf stumpfsinnige Weise wirklich lustig. :ugly:


    War ein hervorragender Einstieg. Nicht zu schleppend, nicht zu temporeich. Ich freue mich aber schon auf künftige Szenen, wo die (blutige) Action auch mal wieder richtig schön eskaliert :D

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    -William Blake