Terminator 3: Rise of the Machines / Rebellion der Maschinen

  • 12 Jahre.

    12 Jahre sind die Zeit in der es 2 Terminator Filme gab und daraus bestand die Reihe.

    Ja, es gab Videospiele, Comics usw, aber die Hauptreihe bestand aus 2 extrem erfolgreichen und vor allen Dingen hervorragenden Filmen.


    Für James Cameron war seine Terminator Reihe mit Teil 2 beendet, er hatte original sogar vor das Ende anders zu gestalten, welches man auf Blu Ray, DVD usw in den Extras findet, um es "Sequelsicher" zu halten.

    Hätte er es mal gemacht :grin: .


    Die original Inhaber der Terminator Rechte Carolco haben bereits 1992 bekannt das man innerhalb der nächsten 5 - 7 Jahre Terminator 3 auf den Weg bringen wollte.

    Ende 1995 war Carolco aber pleite.


    In 1995 hatte sich Cameron alles nochmal anders überlegt, mit der Pleite von Carolco und da er gerade eine Attraktion für Universal Studios Theme Parks entwickelte, Terminator 2 3D: Battle across time (geiler Ride btw), hatte er Bock auf ein Sequel.

    Der Theme Park Ride wurde 1996 veröffentlicht und war laut Cameron ein Sprungbrett für T3 sein.

    Er sagte aber gleich, das es noch einige Jahre dauern würde da er erstmal für 20th Century Fox "Titanic" machen würde.


    20th Century Fox wollte eigentlich die kompletten Rechte von Carolco erwerben, aber wurde um 8 Millionen überboten. Dieses Angebot umfasste aber nicht Fortsetzungsfilme zu Terminator und Terminator 2, so plante 20th Century Fox sich in 1996 die Rechte an filmischen Fortsetzungen zu T1 & 2 rechtlich zu sichern.

    Was aber nicht passierte.


    1997 verhandelte Fox zwischen Schwarzenegger, Cameron und dessen Exfrau, die die Hälfte Rechte an Terminator besaß. Ganze 9 Monate gingen diese Verhandlungen.

    Die andere Hälfte der Rechte waren noch offen und sollten vor Gericht verhandelt werden, mit den Verhandlungen wollten sie sich schon mal einen Vorteil verschaffen vor Gericht, da sie dort mit Planungen argumentieren konnten.


    Im October 1997 machte sich Fox Sorgen um das Budget das Terminator 3 erhalten sollte.

    Es hätte Teil 2 deutlich übersteigen müssen, da zum einen der Kauf der Hälfte der Rechte mit einberechnet werden musste und Schwarzenegger 25 000 000 Dollar für seine Mitwirkung haben wollte.

    Zusätzlich machte ihnen die Postproduktion von Camerons' "Titanic" sorgen.

    Also stiegen sie aus und wollten die Hälfte der Terminator Rechte nicht mehr.


    Schwarzenegger versuchte Cameron davon zu überzeugen sich selbst die Rechte zu sichern.

    Cameron wollte aber nicht.

    Cameron war eigentlich involviert gewesen nur für Arnie und um etwas Quality Control zu betreiben, aber er war nicht so angetan einen weiteren Film zu machen wie Arnie.

    Cameron stieg aus und gab Arnie und seiner Ex-Frau den Segen einen Film ohne ihn zu machen.


    Arnie wollte nicht ohne Cameron und lehnte Terminator 3 ohne Cameron ab.

    Es gab noch ein richtiges Geplänkel um die Rechte und der Film befand sich in "development hell bevor es überhaupt richtig los ging,, keiner wusste ob Arnie, Hamilton (Sarah Connor) überhaupt mitmachen würden.


    Nach einigem hin und her landeten die Hälfte der Rechte bei Andrew Vajna und Mario Kassar.

    Sie hatten von ihrem Freund Cameron erfahren das die Rechte verfügbar waren und hinter seinem Rücken sich die Rechte gesichert.

    Das ganze ist kompliziert und Cameron war jetzt doch beleidigt, weil seine Kumpels das hinter seinem Rücken gemacht haben....usw und so fort.


    Jedenfalls, Arnie fühlte sich immer zu Cameron verpflichtet, die beiden sind gute Freunde.

    Cameron sagte zu Arnie, mach den Film wenn Dir das Skript gefällt uns sie dir einen Haufen Geld bieten.


    Und soooo ging es los.


    Linda Hamilton (Sarah Conner) gefiel das Skript nicht. Ihr Charakter wäre sang und klanglos in der Mitte des Films gestorben, also lehnte sie ab.


    Der Regisseur, Jonathan Mostow, hatte aber die Bedingung gestellt, dass Linda Hamilton an Bord sein sollte.

    Er sah aber ein das sie im Skript eher wie das fünfte Rad am Wagen war und willigte ein den Film zu drehen. Sarah Connor wurde aus dem Skript geschrieben.

    John Connor wurde neu besetzt.


    Also kommen wir endlich zum Film:




    Im July 2003 war es dann soweit, Terminator 3: Rise of the Machines stand als Sommerblockbuster auf der Matte.

    Die Werbetrommel wurde gerührt und gerührt.

    Ja, das hier ist der Nachfolger des legendären Terminator 2.

    Wir erfahren wie es mit John Conner weiter geht.


    Terminator 2 gilt als einer DER Actionfilme, ein Film der seinen Status als Legende mehr als verdient hat.


    Ich freute mich im Sommer 2003 bereits auf meine anstehende Hochzeit im August und hatte mir vorgenommen T3 im Kino zu sehen.


    Skeptisch war ich auf jeden Fall, da:


    1. T 1 und 3 unglaublich gute Filme sind und es schwierig wird das es nochmal so gut wird.

    2. James Cameron nicht Regie führte

    3. T2 die Serie eigentlich abgeschlossen hat und ich mich fragte wo da noch die Möglichkeit eines Sequels gibt.


    Terminator 3 hat im Kino Spass gemacht, das sage ich ehrlich.

    Ich hatte richtig Spass, aber kam auch sehr ernüchtert aus dem Kino.


    Gefallen haben mir viele der Actionsequenzen, T 3 setzt auf einem Mix aus CGI und praktischen Effekten.

    Die Kranfahrt durch die Stadt wo alles zerlegt wird ist tatsächlich so gedreht worden.

    Die Szene ist super in Szene gesetzt und geht gut ab.

    Die CGI Effekte im Film dienen dem Zweck, hauen aber nicht so vom Hocker wie zu Terminator 2 Zeiten.

    Dieser Überraschungseffket von T2, oder auch Jurassic Park 1, hatte sich mittlerweile abgenutzt.


    Ich fand gut das Arnie wieder dabei war und das Ende fand ich gut, aber dazu später mehr.


    Weniger gut fand ich den neuen Darsteller des John Conner Nick Stahl.

    Das lag nicht an Stahl selbst, aber ich hatte arge Probleme T2 John und T3 John auf einen Nenner zu bekommen.

    Was mir sehr sauer aufgestoßen ist, ist der Humor. Versteht mich nicht falsch, auch T1 & 2 hatten Humor. Aber es wirkt hier so viel dümmer, Platter und tonal völlig anders als die Vorgängerfilme.


    Das plagt besonders das erste Drittel bis Hälfte des Films.


    Was mir auch sauer aufgestoßen ist, der Film wirkt wie ein rehash von Terminator 2.

    Mit einem guten Ende was sich der Film aber auf dem Weg nicht verdient.


    Zudem steht es im Kontrast zu dem was T1 und 2 sagen.

    In T2 wird es sogar explizit ausgesprochen, es gibt keine Bestimmung, wir machen selber unseren Weg. Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt.


    In T3 wird das Gegenteil behauptet, auch direkt ausgesprochen. Judgement Day wäre vorbestimmt und es wurde nichts bringen das ändern zu wollen.

    Was alleine durch T2 widerlegt wird, da dort Judgement Day verhindert oder verzögert wurde...


    Leider wurden meine Befürchtungen wahr.


    Terminator 3 fühlt sich etwas an wie ein schales Bier, man hatte aber ein schön mundiges Bier erwartet.

    Besonders da die Plotline sehr ähnlich zu T2 verläuft und er somit dem grossen Bruder hinterherläuft.


    Der Regisseur hat den Humor später komplett auf seine Kappe genommen, er sagte er wusste das sich die Überraschung für die CGI Effekte abgenutzt hat und man mit CGI nicht mehr diesen WOW-Effekt hat wie Anfang der 90er.

    Er wusste auch, dass man T2 als einen der besten Actionfilme aller Zeiten nicht toppen können wird.

    Also entschied er sich den Humor hochzuschrauben um das zu kompensieren.


    Meiner Meinung nach keine gute Idee, man hätte sich T3 sparen können.


    An sich keine Gurke von Film, aber nicht so gut wie die Vorgänger. Bringt der Reihe keinem Mehrwert und fühlt sich wie ein schlechterer Teil 2 an.

    Aber für einen amüsanten Nachmittag auf jeden Fall zu empfehlen. Alleine die Sequenz mit dem Baukran Fahrzeug ist einen Blick wert.

    Ab hieran würde es eher weiter bergab mit der Reihe gehen.