Tales of the World: Narikiri Dungeon 2


  • Bei diesem Spiel handelt es sich um den zweiten „Narikiri“-Titel, allerdings um den ersten Teil der World-Reihe, deren Prinzip auf Tales of Phantasia: Narikiri Dungeon / Narikiri Dungeon X basiert, jedoch als komplettes Spin-Off umfunktioniert wurde und somit nicht einem Teil zugehörig ist.


    Das RPG erschien 2002 auf dem Game Boy Advance und wurde in Zusammenarbeit von Wolf Team und Alfa System entwickelt. Offiziell kam das Spiel niemals außerhalb Japans aber es gibt eine Fanübersetzung, die das Spiel zumindest teilweise abdeckt.


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    Unter dem Segen des Weltenbaums Yggdras herrschte über Äonen Frieden. Doch nun beginnt der Weltenbaum zu verwelken und die Welt wird von Monstern heimgesucht.

    Verzweifelt beauftragen die Göttinnen der Welt Julio und Caro, die beiden Menschen mit den reinsten Herzen, die Quelle der Verderbnis des Weltenbaums zu finden. Zu diesem Zweck verleihen sie ihnen die Fähigkeit, sich mithilfe von Kostümen zu verwandeln.


    Das Spiel bietet Echtzeit-Actionkämpfe im Stil des traditionellen „Linear Motion Battle System“ der Tales-Reihe, angepasst an den GBA, wodurch es zum „Condensed Linear Motion Battle System“ wird. Die Spieler steuern einen einzelnen Charakter einer Gruppe und bewegen sich, um Angriffe und Artes in Echtzeit auszuführen.


    Ein zentrales Spielelement ist das „Narikiri“-System („Job-System“). Spieler erhalten verschiedene Kostüme, die als Charakterklassen fungieren (z. B. Krieger, Magier, verschiedene spezifische Outfits aus Tales). Durch das Wechseln des Kostüms werden die Werte, die verfügbaren Fähigkeiten und die Kampffertigkeiten des Charakters verändert. Insgesamt gibt es 200 Kostüme, wobei manche davon lediglich elementare Abwandlungen sind.

    Ein Kniff des Spiels liegt darin, eine Vielzahl von wiederkehrenden Charakteren aus früheren Tales-Spielen wie Tales of Phantasia und Tales of Destiny zu treffen und zu rekrutieren.


    Obwohl die Dungeons selbst ein festes Layout haben, sind viele Elemente darin zufällig generiert, insbesondere der Inhalt der Schatztruhen. Dies sorgt für ein Element der Unvorhersehbarkeit beim Sammeln von Gegenständen. Auf den Checkpoint-Etagen innerhalb der Dungeons können die Spieler auf ihre Kleiderschränke zugreifen und Kostüme wechseln.


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    Habt ihr von diesem Spiel schon einmal gehört oder war euch der Anfang der World-Reihe komplett unbekannt, aber ihr hättet Interesse?


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    Auch wenn man hier ebenfalls die Limitierungen der Plattform spüren konnte, sodass sich das Tales-Rezept etwas „abgespeckt“ anfühlt, finde ich, dass der „Spin Off“-Stempel den Narikiri-Spielen weitaus besser steht als daraus Sequels zu bestehenden Einträgen der Hauptreihe zu machen.

    Einfach, weil es so leichter fällt als experimentellen Seitenschritt zu bewerten.


    Verglichen mit dem spirituellen Vorgänger (oder wie auch immer man es nennen möchte) fand ich hier aber tatsächlich die Hauptcharaktere; Julio und Caro; nicht so sympathisch, wie noch Dio und Mel aus dem Phantasia-Ableger.

    Vielleicht hat man sich dahin etwas zu sehr auf das „Spin Off“ gestützt. Denn natürlich freut man sich irgendwo seine liebsten Charaktere zu sehen und mehr von ihnen zu erfahren, aber durch das losgelöste Szenario wäre ein kohärentes Writing wichtiger. Es ist nun nicht direkt schlimm, aber man sollte als Spieler eben mit der Erwartung in das Ganze gehen, dass es Fanservice ist und kein Epos.


    Im Grunde hat man nur eine Ansammlung an lauter (belanglosen) Aufträgen, die zwar Spaß machen, aber kein übergreifendes, episches Narrativ füttern. Es richtet sich eher an Menschen, die gerne grinden und „busywork“ machen – was ich jetzt wertfrei sage. Manchmal möchte ich auch einfach wiederholende Aufgaben erledigen und dabei zusehen, wie sich meine Werte verbessern (deswegen spiele ich z. B. Farming-Games).


    Und das Gameplay an sich macht Spaß. Die Dungeons sind fordernd (auch, wenn ich den Letzten irgendwie als fast schon zu fordernd in Erinnerung habe?) und bieten Bonus-Räume, in denen seltene Belohnungen oder sogar optionale Bosse lauern.

    Obwohl ich persönlich eher Fan von komplett fixen Dungeons bin, wurde hier das klassische System gut mit den „Crawler“-Elementen verwoben – insbesondere, wenn man viele Klassen (bzw. Kostüme) aufstufen möchte.


    Kurzum sage ich: Für ein Spiel, welches zu einem Teil nicht von Bamco (bzw. Wolf Team) selbst kommt, welches auf dem GBA funktionieren muss und „nur“ ein Spin-Off ist, finde ich es äußerst unterhaltsam mit viel Variation, die durch das Kostüm-System kommt.

    Als Remaster finde ich es aber schwierig, da es sehr deutlich für den „kleinen Bildschirm“ konzipiert wurde und heute an vielen Stellen altbacken wirken wird. Ein Remake wäre sinnvoller, aber auf der anderen Seite … wenn das Team sich noch einmal entscheidet einen World- bzw. Narikiri-Titel zu machen, dann würde sich ggf. ein anderer Teil besser anbieten … oder noch besser: Man macht es einfach einen komplett neuen Titel. Der letzte World-Teil ist immerhin über zehn Jahre her.


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