ZFZZ 9 - Euer Spielefortschritt [OoT]



  • Meine sehr geehrten Forumianer*innen,


    es ist soweit! Unser nunmehr neuntes ZFZZ-Projekt steht bereit. Gemeinsam begleiten wir Link auf seinem Abenteuer, Hyrule vor dem bösartigen Gerudokönig Ganondorf zu bewahren. Dafür überschreitet er sogar die grenzen der Zeit. In seiner Hand hält er die Okarina der Zeit, die er von Prinzessin Zelda erhalten hat. Wird er es schaffen und die Mächte des Bösen zurückschlagen? Gemeinsam werden wir es erfahren!


    In diesem Thread landen all eure Eindrücke (und Meinungen) in Form von Spieleberichten. Ab 01.03.2026 kann fleißig euer Spielfortschritt dokumentiert werden! Schon jetzt bin ich auf all die vielseitigen, bunten, spannenden, fantastischen Berichte gespannt, die ein jeder Teilnehmende hier verewigen wird!


    Euren Beiträgen bezüglich eures eigenen Spielerlebnisses (inklusive den von mir ausgedachten Challenges) könnt ihr die Kopfzeile voran setzen, die ihr als Vorlage hier findet - einfach kopieren und loslegen!


    Regeln gibt es für die Beiträge keine - außer, dass ihr bitte darauf achtet, Fließtexte und keine Stichpunkte zu verfassen. Seht auch bitte von Einzeilern ab. Doch ansonsten gilt: lasst eurer Kreativität freien Lauf! Es ist auch erlaubt auf die anderen Beiträge einzugehen, sodass ein lebendiger Austausch entstehen kann. Diese Beiträge müsst ihr nicht mit einer Kopfzeile versehen.


    Hier findet ihr noch einmal die Auflistung der Abschnitte sowie die dazugehörigen Herausforderungen:


    Das wäre von meiner organisatorischen Seite alles und viel bleibt mir nicht mehr zu sagen, außer:


    It's dangerous to go alone! Take the forum with you!




    Viel Spaß mit dem ZFZZ 9!


    Ruhmeshalle Sinnoh (Platin Edition)


  • Abschnitt 1.1

    Konsole: Nintendo 3DS XL


    Der feenlose Junge und der Dekubaum


    "War das eine Fee?" Salia blinzelte und schaute dem Lichtpunkt nach, der eilig durch die Luft zischte - geradewegs zum Haus von Link! Sofort begann Salias Herz uu klopfen, fast zu rasen. Konnte es endlich so weit sein? Würde Link seine Fee empfangen und endlich ein vollständiger Kokiri werden? Sie schaute auf ihre eigene Fee, die Frage lag in ihrem Blick. Salias Fee sprach langsam. "Ich weiß es nicht... nur eins ist gewiss: der Kokiri-Wald fühlt sich heute anders an. Der Dekubaum ist in Sorge..."

    Salia beeilte sich und lief zu Links Haus. Gerade hatte sie die zu unterste Sprosse der Leiter erreicht, die hoch ins kleine Baumhaus führte, da kam Link bereits hinabstiegen. Sein Kopf hochrot vor Aufregung.

    "Guten Morgen, Link", grüßte die grünhaarige Kokiri. Ihr Blick fiel auf die Fee an Links Seite.

    "Guten Morgen, Salia! Schau, eine Fee! Ich habe eine Fee und einen Auftrag vom Dekubaum!" Noch bevor sie die Gelegenheit bekam, ihm zu antworten, eilte er bereits davon. Sie streckte die Hand nach ihm aus, wollte etwas sagen, hielt dann aber inne. Ein Stich ließ ihr Herz für einen Wimpernschlag aussetzen.

    Salia hatte das unangenehme Gefühl, dass sie Link heute zum letzten Male sehen würde...


    "Hallöchen, liebste Salia!", säuselte Mido mit einem dümmlichen Grinsen im Gesicht und zwinkerte ihr zu, als sich Salia dem Pfad zum Dekubaum näherte.

    "Hallo, Mido. Kam Link hier vorbei?"

    Der Kokiri grunzte verächtlich und verdrehte die Augen. "Ja, der feenlose Kerl kam vorbei. Mit einer Fee! Kannste dir das vorstellen? Ich kann's nicht, und doch ist's die Wahrheit! Und zum Dekubaum soll er auch. Hat sich dafür sogar Schwert und Schild besorgt. Hätte ihn sonst auch nicht passieren lassen. Nein, hätte ich nicht!"

    "Was möchte der Dekubaum wohl von ihm, möchte ich gern wissen." Salia sprach mehr zu sich, als zu Mido. Ihre Stirn lag in Sorgenfalten. Dann schaute sie Mido durchringend an. "Lass mich passieren!"

    "Aber Salia, wir können doch nicht-"

    "Lass mich passieren, ich bitte dich."

    Mido seufzte. "Einverstanden. Aber ich komme mit, sonst kannst du gleich wieder umkehren. Ja, so sei es!"

    Salia nickte eifrig. Was auch immer nötig war, um herauszufinden, was mit Link und dem Wald geschah!


    Als sie den Dekubaum erreichten, sprach dieser gerade mit Link. Krankheit und Schwäche hallten in der Stimme des mächtigen Waldgeistes wider. "Meine Zeit ist um. Der finstre Mann aus der Wüste belegte mich mit einem Fluch, als ich ihm nicht gab, was er begehrte. Doch du sollst es haben, das Kleinod. Link, nimm den Kokiri-Smaragd und geh dahin, zum Königreich und ins Schloss. Treffe die Prinzessin. Sie weiß mehr."

    Noch während Link den Smaragd entgegennahm, hauchte der Dekubaum sein letztes Fünkchen Leben aus. Ein Ruck ging augenblicklich durch den Wald und traf Salia mit solcher Wucht, dass es ihr den Atem raubte. Sie wankte und fiel nur nicht hin, weil Mido sie stützte.

    Salia starrte auf Link, ihr Herz war schwer und plötzlich spürte sie einen Drang in sich, eine Unruhe. Sie musste gehen. Etwas holen. Der Abschied nahte.

    Salia eilte davon und ließ Mido mit fragendem Blick zurück.


    Sie beobachtete Link, wie er zaghaft den ersten Schritt tat - oder den letzten, wie man's sehen wollte. Der erste Schritt in die große Welt und den letzten hinaus aus dem Kokiri-Wald. Als er halb über die Brücke war, dem einzigen Weg hinaus, zeigte sie sich.

    "Du willst... nein, du musst gehen, nicht wahr?"

    Erschrocken drehte Link sich um. Kummer lag in seinen blauen Augen. Diesen wunderschönen kristallblauen Augen. Abermals durchzuckte ein Stich ihr Herz, dann riss Salia sich zusammen, ein erzwungenes Lächeln auf den Lippen.

    "Nimm diese meine Okarina. Spiele sie ab und an und denk an mich. Und an den Wald, deine Heimat!"

    Der Junge machte einen Schritt auf sie zu, zögerte, nahm dann aber das dargebotene Instrument. Einsamkeit und der Funke von Abenteuerlust standen im Streit miteinander und ließen seine Augen noch schöner leuchten. "Ich danke dir, Salia. Du warst... du bist die Einzige, die mir immer Gutes wollte. Ich werde dich nie vergessen." Dann machte er kehrt und rannte. Rannte, ohne sich umzudrehen. Und das war auch gut so. So konnte er sie nicht sehen, die Tränen, die über Salias Gesicht rollten und im dämmrigen Schein des Waldes wirkten wie kleine Smaragde...




    Die Dämmerung färbte den Himmel über der hylianischen Steppe in rot und Friedel gähnte herzhaft, gestützt an seinem Speer. Torwächter war dieser Tage kein ruhmhafter Posten, ging's ihm durch den Kopf. Andererseits war das auch gut so. Beim Gedanken an Abenteuer schauderte es ihn. Allein die Vorstellung, diese Knochengänger nachts über die Steppe schleichen und klappern zu sehen, machte ihn angst und bange. Nein, Friedel freute sich über sein ereignisloses Dasein als Torwächter. Vor allem, wenn die Zugbrücke zur Nacht hin - so wie jetzt auch - hochfuhr und somit alle Gefahren der Nacht ausschloss.

    Noch einmal gähnte Friedel herzhaft, spuckte aus und verabschiedete sich von dem Gräuel, noch bevor es sich zeigte.

    Dann aber sah er etwas, nein - jemanden! War das ein Kind? Ein Junge, gekleidet in Grün, jagte auf das Tor zu. Doch Friedel war's klar: der Junge würde es nicht schaffen.

    "Heda, lass die Brücke unten. Da kommt ein Kind!", brüllte Friedel seinem Kameraden zu, doch dieser schüttelte nur den Kopf. "Befehl is' Befehl", knurrte er und dann knirschte und ächzte die Brücke, bis sie schließlich ganz oben war.

    Friedel hielt die Luft an. Vermaledeiter Dreck! Das arme Kind, dachte er. Was tun? Was tun? Friedel zuckte hin und her, blickte immer wieder zur Zugbrücke, dann zum Himmel und beschwor die Göttinnen, dass sie den Tag endlich anbrechen lassen würden.

    Stunden später, ohne ein Auge zugemacht zu haben, sprang Friedel los, sobald die Brücke sich in Gang setzte. Er würde dem Jungen, sofern die Göttinnen gnädig mit ihm waren, retten. Oder zumindest seine Überreste finden.

    Dann aber, kaum draußen vor den Stadtmauern, blieb Friedel erschrocken stehen. Vor ihm lagen dutzende zerstrümmerte Knochen, die sich, sobald die Sonnenstrahlen über sie krochen, zu Staub wandelten. Inmitten dieser Knochen stand der Junge. Sein kleines Schwert und den hölzernen Schild noch in Händen. Dann steckte er beides ein, atmete tief durch und ging ohne ein Wort an Friedel vorbei, über die Brücke und in die Stadt!




    Abschnitt 1.1 - Herausforderungen


    • Meistere den Dekubaum in 20 Minuten oder weniger
    • lass dich von keinem Knochengänger treffen, während du erstmals durch die Steppe läufst - habe ich ebenfalls geschafft, war aber knapp, als kurz vor Sonnenuntergang der besonders große Knochengänger auftauchte!
    • Game Over: 0


    Ruhmeshalle Sinnoh (Platin Edition)


  • Abschnitt: 1.1

    Konsole: Switch 2 (N64-Version)



    Schadens- und Wachprotokoll #1


    🏰👑 Im Namen des Königs und der Prinzessin von Hyrule 👑🏰


    Gegenstand: Randalierender Minderjähriger

    Zuständigkeit: Ministerium für Helden- und Feenangelegenheiten (MIFHEUFE)

    Einsatzgebiet: Kokiri-Wald


    Bestandsdokumentation


    Biozönose

    • Dekuranha-Pflanzen (Zustand: verstümmelt)
    • Kokiris (Zustand: traumatisiert)
    • Feen (Zustand: traumatisiert; Anm.: Normalzustand)
    • Parasitäre Spinnen (Zustand: nahezu ausgelöscht)
    • Deku-Baum (Zustand: Graufärbung fortgeschritten, Kiefersperre anhaltend, Vitalfunktionen überwiegend eingestellt)
    • Methusa (Zustand: redselig; Anm.: Normalzustand)

    Sachbeschädigung

    • Zerbrochene Tongefäße: 8
    • Abgefackelte Spinnenetze: 6
    • Aufgebrochene Kisten: 4

    Sicherheitsmaßnahmen im Einsatzgebiet

    • Felskugel (Bewertung: hart, aber langsam)
    • Spinnenkönigin (Bewertung: bemüht, aber schwächlich)
    • Mido (Bewertung: glaubwürdig, aber untherapiert)

    Geschätzter finanzieller Schaden


    24.200 RUB


    Mutmaßlicher Täter


    Vorname (laut Reisepass): Link

    Nachname (laut Reisepass): ⬛⬛⬛⬛ (Anm.: geschwärzt)

    Abstammung (laut Reisepass): Kokiri (Anm.: vermutlich Identitätsdiebstahl, wahrscheinlich Hylianer)

    Physiologische Merkmale (laut Zeugenaussagen): blond, blauäugig, bewegt sich laufend und rollend fort, überwiegend stummgeschaltet

    Kleidung: Tunika und Mütze (kokirigrün), Stiefel (dekunussbraun)

    Besonderheiten: verwendet ein defektes Navigationssystem („Navi“). Anzahl der Meldungen sowie Lautstärke nicht regulierbar.


    Endbericht


    Minderjähriger ohne bekannte Bezugspersonen entnahm eine Stichwaffe (Genehmigung nicht erteilt) aus einer unzureichend gesicherten Holzkiste (Sicherheitsstandards überwiegend nicht erfüllt). Der Tatverdächtige führte mehrere aggressive Purzelbäume im Ortszentrum aus (Motiv: mutmaßliches Aufmerksamkeitsdefizit). Ein Deku-Schild wurde ordnungsgemäß erworben, die zugrunde liegenden finanziellen Mittel vermutlich illegal beschafft. Holzstäbe wurden als Schlagstöcke, Deku-Nüsse als Blendgranaten missbraucht. Der Beschuldigte verschaffte sich Zugang zum Deku-Baum (ohne Terminvereinbarung). Verbotene Nutzung diverser Plattformen innerhalb des genannten Lebewesens (Einweisung nicht erfolgt). Dieser übergab dem Tatverdächtigen den Kokiri-Smaragd (Übergabegenehmigung nicht beantragt). Dem Beschuldigten wurde zudem rechtswidrig der Auftrag zur Weltrettung übertragen (Formular „Auswahl des Helden“ nicht eingereicht).


    Prognose


    Der Tatverdächtige ist potentiell gefährlich und flüchtig. Weitere Verfolgung und Beobachtung bestätigt. Übergabe an die Dienststelle Hyrule-Stadt/Kakariko erfolgt.



    Game Over: 0

    Herzen: 4

    Bestandene Challenges: Deku-Baum < 20 min, ohne Treffer durch die Steppe

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Abschnitt: 1.1

    Konsole: Nintendo 3DS (mit Capture Card)

    Überschrift: Ein müder, aber sehr freudiger Start

    IbN ist soooo toll, danke für alles... blabla.


    Zelda Ocarina O Time



    Okay, mein Gott, ich freue mich total, Ocarina of Time mal wieder zu spielen. Ich habe da in den letzten Monaten wirklich oft darüber nachgedacht, das endlich mal wieder zu nehmen, aber dann fehlte mir hier die Zeit oder da standen andere Projekte an, oder, oder, oder. Und jetzt zum Wochenende hin kommt das doch sehr gelegen. Und dass ich krank werde, kommt zwar nicht so richtig gelegen, aber fürs Spiel ist es nicht so schlecht. Ich habe sogar extra meinen alten 3DS mit Capture Card rausgekramt, damit ich euch hier meine Beiträge mit Bildern ausschmücken kann für die Leute, die nicht so gerne lesen. (Also eigentlich nur für mich.) Ich versuche, dieses Playthrough ein bisschen aus meinem Gedächtnis rauszumachen. Also nicht nach einem Guide, oder sonst was, auf Krampf die 100 Prozent voll machen zu wollen, sondern ich werde alles, was ich irgendwie aus meinen Gehirnwindungen rauskramen kann, auch machen. Und ich will den größtmöglichen Spaß beim Exploren haben. Einfach mal auf eigene Faust nochmal dreimal dieselbe Stelle nachgucken, ob da auch wirklich nichts ist; mich selber verbessern und alles. Da habe ich extrem Bock drauf. Und da hilft uns auch Navi weiter, die um mich herumfliegt, um mich aufzuwecken, weil schlafen ist eins meiner größten Hobbys.


    01


    Navi sagt uns, okay, wir müssen jetzt zum Dekubaum hin. Er hat uns gerufen. Wir sind natürlich ein bisschen verwirrt, weil wir bisher keine eigene Fee hatten. Aber nun gut, wir schnappen uns also das Kokiri-Schwert und kaufen uns ein Schild und begeben uns zum Dekubaum, der schon sehnlichst darauf wartet, uns in seinen Mund aufzunehmen. Ich habe als Kind immer gedacht, okay, was soll denn das? Kann das nicht irgendwer anders machen? Ja, aber natürlich kann das nicht irgendwer anders machen, sonst wäre das Spiel ja relativ witzlos. Im Dekubaum kenne ich mich tatsächlich noch extrem gut aus. Hier werde ich auf jeden Fall 100% rausholen können und das auch unter 20 Minuten. Das ist überhaupt gar keine Frage. Den habe ich so oft gemacht. Wenn du mich um drei Uhr nachts weckst, dann spiele ich dir den Dekubaum auch durch mit verbundenen Augen. Ja, das ist überhaupt gar kein Problem.


    02


    Deswegen kann ich hier nicht allzu viel dazu sagen. Wir sammeln hier und da die Skulltulas ein und stehen dann ein paar Minuten später auch schon vor Gohma, die ich als Kind total eklig fand, weil ich als Kind Spinnen auch total eklig fand. Mittlerweile ist es völlig in Ordnung. Spinnen sind halt auch Lebewesen. Ist mir egal. Nachdem wir im Dekubaum fertig sind, eröffnet uns der ehrwürdige Baum, dass er nicht mehr lange Zeit hat, genau genommen überhaupt keine Zeit mehr hat. Er überreicht uns schnell den Kokirismaragd und stirbt dann tatsächlich. In diesem Spiel wird überraschend oft das Thema Tod behandelt, ohne dass man es so richtig merkt.


    03


    Naja, wie dem auch sei, mit dem Kokiri-Smaragd in der Tasche und den Gedanken an den Deku-Baum machen wir uns auf, den Kokiri-Wald zu verlassen. Auf der Brücke werden wir nochmal von Salia aufgehalten, die sich zu Recht fragt, wo wir zur Hölle denn wohl hinwollen. Aber als Abschiedsgeschenk schenkt sie uns ihre Feen-Okarina, was ich sehr schön finde. Das habe ich als Kind auch schon immer gedacht. Mann, das ist super traurig, dass wir jetzt gehen müssen. Und ich weiß, dass Salia auch traurig ist, aber sie gibt uns zumindest ein Abschiedsgeschenk mit.


    04


    Und das finde ich schön. Als nächstes machen wir einen kleinen Sprint durch die Steppe und eigentlich schaffe ich es immer, im ersten Zeitzyklus pünktlich an der Brücke zu sein, ohne die Nacht abwarten zu müssen. Aber nein, genau dieses Mal klappt das nicht und ich fliege voll auf die Nase. Ja, dann warte ich die Nacht eben im Stadtgraben ab, das ist mir auch egal. In Hyrulestadt angekommen, als es dann endlich Tag wurde, begebe ich mich direkt in das Wachhaus und zerstöre da Krüge, bis ich die 99 Rubine voll habe. Ja, ich weiss, man kann sich das Schild später kostenlos oder mit Rabatt holen, aber ich möchte das immer hier schon haben. Das ist so ein innerer Drang irgendwie. Naja, jeder spielt das Spiel eben anders. Das Hylia-Schild habe ich jetzt also und wir machen uns mit großen Schritten auf den Weg zum Schloss Hyrule, wo wir Malon treffen. Das ist die Tochter von Talon. Und Talon soll hier Milch von der Lon-Lon-Farm ausliefern, aber sie hat Sorge, dass Talon eingeschlafen ist und gibt uns deswegen ein Ei, was dann auch sehr bald schlüpft. Damit wir ihren Vater aufwecken können, der tatsächlich am Schloss Hyrule eingeschlafen ist. Mann, Mann, Talon.


    05


    Naja, dass wir ihn geweckt haben, findet er, glaube ich, nicht allzu witzig. Darauf kann ich jetzt allerdings nicht wirklich viel Rücksicht nehmen. Sobald er aus dem Weg ist, können wir die Kisten durch die Gegend schieben, um uns einen versteckten Weg ins Schloss frei zu machen. Wobei, was heißt frei machen? Eher zugänglich machen. Dort schleichen wir uns an den Wachen vorbei, ohne natürlich gesehen zu werden. Und im Innenhof sehen wir Prinzessin Zelda. Sie bittet uns um Hilfe und wir schauen uns Ganondorf einmal aus der Nähe an. Sie fürchtet, dass er böse ist und ich kann ihrs verraten, ja, er ist böse. Sie bittet uns, die anderen zwei heiligen Steine zu finden. Und diese Bitte können wir ihr wohl kaum abschlagen. Und damit endet auch schon der erste Abschnitt. Beim nächsten Mal geht es dann weiter bei den Goronen und in Dodongos Höhle.


    06


    Challenges:

    Dekubaum in 20 Minuten oder weniger ✓

    Von keinem Knochengänger getroffen ✓

    Nicht von den Wachen erwischt werden ✓

    King Dodongo besiegen, ohne Bombenschaden ?

    Ich hoffe das ist so in Ordnung. Ich bin echt nicht die Beste im Schreiben und im Angesicht von anderen wirklich talentierten Schreibern hier im Forum.. naja.

    Ich freue mich auf all eure Beiträge! ♥

  • Abschnitt: 1.1

    Konsole: Switch (N64-Version)




    Wie so oft verbrachte Salbeité den ganzen Tag mit seiner Lieblingsbeschäftigung: Er schlief.


    Unruhig wälzte er sich hin und her, denn er hatte einen Albtraum: Jemand weigerte sich, ihn mit seinem richtigen Namen anzusprechen und nannte ihn stattdessen einfach nur "Toast". Toast! Als sei er so ein dummer Lappen aus Teig. Welch Unverfrorenheit!


    Salbeité wollte dem Unhold gerade mit blumigen Worten seine Meinung geigen, da hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach. "Hallo?! Wach gefälligst auf, wenn ich mit dir rede!"
    Salbeité blinzelte mit einem Auge und sah etwas um sich herum schwirren. Das kommt davon, wenn man mit offenem Fenster schläft, dachte er. Mit einer müden Handbewegung versuchte er, die Mücke zu vertreiben. Er traf.
    "Au, hey! Lass das!", hörte er die Stimme wieder. Diesmal klang sie weniger ungeduldig und eher genervt. Da fiel Salbeité ein, dass Mücken eher selten genervt klangen. Oder sprachen.


    Erneut schlug er die Augen auf und sah, dass die Mücke keine Mücke war, sondern eine Fee. "Wurde auch Zeit! Komm mit, der Deku-Baum hat dich zu sich befohlen. Er hat dich zwar bisher ignoriert und dir nicht mal eine Fee geschenkt, aber trotzdem musst du ihm helfen."
    Die Fee tanzte um Salbeités Kopf herum. "Los, komm schon!"
    Salbeité wollte eigentlich viel lieber weiterschlafen, aber die Fee hatte Recht: Er hatte schon lange darauf gewartet, seine eigene Fee zu erhalten und in die Welt hinauszuziehen, um der beste Pokémontrainer aller Zeiten zu werden.

    Schnell sprang er also auf und stürmte hinaus. Er hörte gar nicht mehr richtig zu, als die Fee sich als "Ivan" vorstellte. Vielleicht war es auch andersherum.


    Er wollte gerade die Leiter vor seiner Hütte herunterklettern, da kam auch schon Salia angelaufen. "Salbeitee!"

    "Das heißt Salbeité!"

    "Ja mein ich doch. Los, geh in den Wald!"
    "Bin schon unterwegs", rief Salbeité ihr zu und wollte schon an ihr vorbeilaufen, als er abrupt stehen blieb, um das Schild vor seinem Haus zu begutachten. "Hier wohnt Toast", stand darauf. Salbeité nahm einen Edding in die Hand, strich das "Toast" durch und krakelte "Salbeité" darüber. Schon besser. Dann nahm er das Schild mit.


    Er ging zum Dorfausgang. "Lass mich durch, Mido", sagte er zum Türsteher. "Professor Eich hat mich gerufen. Siehst du, ich habe sogar eine Fee von ihm bekommen! Das ist Ivan", erklärte er und deutete mit der Hand auf die Fee. "Ich heiße Navi!", erwiderte diese empört, doch Salbeité hörte ihr nicht zu. Erwartungsvoll sah er Mido an.
    Dieser gab sich unbeeindruckt. "Mir egal. Ohne Schwert und Schild kommst du hier nicht vorbei. Die Stöcke im Wald sind heute besonders aggressiv."
    Salbeité hielt das Schild, das er immer noch in der Hand hatte, empor.
    Mido verdrehte die Augen. "Nicht so eins, du Depp. Du brauchst einen richtigen Schild. Und jetzt lass mich weiter in Ruhe hier herumstehen."
    Salbeité war nicht sicher, was mit seinem Schild nicht stimmte, beließ es aber dabei. Er wusste, dass es keinen Zweck hatte, mit Mido zu diskutieren.


    Salbeité wusste zufällig, dass es hinter einem geheimen Pfad im Dorf eine Truhe mit einem Schwert gab, schließlich hatte er es selbst dort versteckt, nachdem er es Mido geklaut hatte. Er wurde einmal von einem Stein überrollt, aber das war es wert, schließlich wollte er der beste Pokémontrainer aller Zeiten werden. Das Schwert nutzte er, ein paar Büsche im Dorf zu zerhacken und herumzulaufen, bis er genügend Geld zusammenhatte, im örtlichen Laden einen Schild zu erstehen. Dieser war zwar genauso aus Holz wie das Schild vor seinem Haus (und wesentlich kleiner) und auch da hatte jemand mit Edding draufgeschmiert, aber immerhin ließ Mido ihn nun passieren.


    Salbeité verließ das Dorf und wurde gleich von Stöcken attackiert. Immerhin hatte Mido nicht gelogen. Er machte mit ihnen kurzen Prozess, nahm ein paar davon mit und ging weiter, bis er endlich dem Pokémon-Professor gegenüberstand. Er hätte nicht gedacht, dass es sich bei Professor Eich tatsächlich um einen Baum handelte.
    "Oi, Professor, ich wusste nicht, dass du ein Baum bist. Das ist voll cool", begrüßte er den Professor. "Meine Mama ist auch ein Baum."
    Der Baum öffnete ein Auge. "Was? Wer bist du denn, du Holzkopf?"
    "Selber", murrte Salbeité. Dann stellte er sich vor: "Ich bin Salbeité!"

    "Salbeitee?"

    "Salbeité!"
    "Wie auch immer", fuhr der Baum fort. "Ich sehe, du hast Navi bei dir. Du bist der Auserwählte. Sicherlich plagen dich Albträume..."
    "Bist du etwas dafür verantwortlich?", warf Salbeité ein.
    "Was? Natürlich nicht. Und jetzt hör mir zu, Salbeitee." - "Salbeité!" - "HÖR MIR ZU!" Beleidigt ließ Salbeité sich auf den Boden fallen und spielte mit ein paar Grashalmen herum.

    Der Baum holte tief Luft und fuhr fort: "Ich bin der Deku-Baum und wache hier irgendwie über den Wald, weil es sonst keiner tut. Eigentlich würde ich dir jetzt eine Geschichte erzählen, aber weil du so viel Zeit verschwendet hast, fehlt die Zeit, also ist hier die Kurzfassung: Ein Typ aus der Wüste hat mich verflucht. Brich den Fluch. Dann schenke ich dir einen Stein."
    Salbeité blickte auf. "Cool", sagte er. "Wie breche ich den Fluch?"
    "Kennst du das, wenn du zum Arzt gehst und 'AAAAAAAH' sagen musst? Genau so, nur anders. Ich sage 'AAAAAAAH' und du gehst in mich hinein und brichst den Fluch von Innen."
    Salbeité war nicht sicher, ob das Sinn ergab. Doch bevor er etwas erwidern konnte, öffnete der Baum seinen Mund ganz weit auf. Navi piekste ihn an. "Los, lass uns hineingehen. Der Deku-Baum ist sehr weise."
    Kopfschüttelnd stand Salbeité auf und trat, gefolgt von seiner Fee, hinein.


    Anders als vermutet war es in dem Baum erstaunlich geräumig und es gab sogar Fackeln. Salbeité war nicht sicher, ob das eine so gute Idee war und nahm sich vor, das später einmal bei der örtlichen Feuerwehr anzusprechen. Hier und da trieben sich ein paar Monster herum und Navi glänzte mit hilfreichen Tipps wie "Wie man eine Tür öffnet", aber Salbeité schlug sich tapfer und hielt schon wenige Augenblicke später eine Schleuder in den Händen. Todesmutig stürzte er sich von ganz oben in die Spinnweben, planschte ein wenig im Pool (der Baum war wirklich geräumig) und mobbte ein paar Laubkerle, bis er schließlich dem bisher größten Monster gegenüberstand: Gohma.
    Glücklicherweise hatte Salbeité keine Angst vor Spinnen, aber eklig fand er das Vieh doch. Er machte mit ihm kurzen Prozess und sackte als Belohnung einen Herzcontainer ein. Das blaue Licht schien ihn zu rufen und so stellte er sich hinein, nur um kurz darauf wieder vor dem Deku-Baum zu stehen.


    Stolz sah Salbeité den Baum an. Der schaute zurück. "23 Minuten. Du hast zu lange gebraucht. Deshalb sterbe ich jetzt."
    "Aber wärst du nicht sowieso gestorben?", fragte Salbeité.
    "Ja, doch. Ich wollte dir nur ein schlechtes Gewissen machen. Du hast mich durchschaut", entgegnete der Deku-Baum. "Hier, nimm den Stein." Ein grün schimmernder Stein erschien über Salbeités Kopf.
    "Ist das ein Arenaorden?", fragte Salbeité, während er danach griff.
    Der Deku-Baum hob eine Augenbraue. "Ein was? Egal. Von mir aus. Los, geh nach Hyrule und such die Prinzessin, die kann sich mit dir herumschlagen. Ich habe Besseres zu tun." Damit starb er.


    Sorry.


    Als Salbeité kurze Zeit später ins Dorf zurückkehrte, wurde er förmlich von Mido überfallen. "Was fällt dir ein?! Ich hab meinen Orden noch nicht! Jetzt werde ich nie Pokémon-Meister. Und hey, ist das mein Schwert?!"
    Salbeité ignorierte sein Gezetere und ging weiter in Richtung Dorfausgang. Nach Hyrule also? Und eine Prinzessin suchen? War sie etwa verschwunden?


    Als er gerade die Brücke, die aus dem Dorf führte, überquerte, wurde er von Salia überrascht, die sich plötzlich hinter ihm materialisierte. Salbeité war beeindruckt. Den Trick wollte er auch lernen.
    "Ich wusste schon immer, dass du das Dorf verlassen würdest", sagte sie. "Hier, ein Abschiedsgeschenk für dich. Ich habe es selbst gebacken." Sie hielt ihm etwas entgegen. Als Salbeité auf sie zutrat, stellte er fest, dass es ein Stück Brot mit Löchern war. Er nahm es entgegen.
    "Cool, danke", sagte er biss probeweise hinein. Hart. Egal, Proviant konnte er immer gebrauchen. Er versprach Salia noch, ihr eine Postkarte zu schicken, dann machte er sich auf den Weg.


    Er kam nicht weit, ehe er wieder aufgehalten wurde. "Schuhu", ertönte es plötzlich über ihm.
    "AAAAAAAAAH!", schrie er und warf erschrocken das Stück Brot, das er noch immer in der Hand hielt, in Richtung der Stimme. Er hörte einen dumpfen Aufprall.
    "Aua! Was zum Kuckuck? Was hast du für Probleme?", erklang die Stimme erneut, diesmal vom Boden aus. Salbeité nahm sich eine Sekunde und realisierte, dass es eine Eule war. Mit Beule. Und das Stück Brot lag auf dem Boden. Er hob es auf und steckte es ein.
    "Sorry", sagte er dann und wandte sich wieder an die Beule-Eule, die ihn entrüstet anblickte.
    Auch Navi meldete sich zu Wort. "Vergebt ihm bitte, werte Eule. Er ist, mit Verlaub, ein Idiot."
    Die Eule richtete sich auf. "Ich seh schon", sagte sie. "Wie heißt du?"
    "Salbeité", sagte Salbeité.

    "Salbeitee?"

    "Salbeité!"
    Die Eule blickte ihn eine lange Zeit an. Dann sah sie zu Navi. "Du hast Recht, er ist wirklich ein Idiot. Schuhu." Dann breitete sie die Flügel aus und flog ein Stück hinauf auf einen Ast. "Besser. Jetzt kann ich auf dich herabblicken, wie es sich gehört. Schuhu. Geh zum Schloss. Und dann..."
    Salbeité stellte die Ohren auf Durchzug. Er ließ sich doch nicht so beleidigen. Während er überlegte, warum sich alle nur wiederholten und ob er die Eule vielleicht mit der Schleuder runterholen sollte, erklang plötzlich wieder ihre Stimme. "HAST DU MICH VERSTANDEN?"
    "Was?", fragte Salbeité, aus den Gedanken gerissen. "Ja. Nein. Keine Ahnung."
    Die Eule plusterte sich empört auf. "Was fällt dir ein! Na gut, ich wiederhole mich. Schuhu. Also, wie ich bereits sagte..."
    Salbeité versank wieder in Gedanken. Vielleicht hätte er den Wald besser nicht verlassen sollen. Oder gar aufstehen. Hier waren doch alle verrückt. Er überlegte gerade, ob er lieber zurück nach Hause gehen oder sich doch dieses "Hyrule" anschauen sollte, da wurden seine Gedanken erneut unterbrochen.

    "WILLST DU, DASS ICH DAS WIEDERHOLE?", fragte die Eule.
    Salbeité stöhnte auf. "Nein, bitte nicht", flehte er. Doch die Eule hörte nicht zu. "Wie bereits gesagt... Schuhu, wo willst du hin?!"
    Salbeité hatte beschlossen, einfach weiterzugehen, Navi im Schlepptau. Er ignorierte die Eule und machte sich aus dem Staub.


    Schon bald konnte er in der Ferne eine Stadtmauer erkennen. Er hoffte bloß, nicht wieder aufgehalten zu werden und beschleunigte, als er merkte, dass es langsam dunkel wurde. Tatsächlich schaffte er es, die Stadt zu erreichen, ehe die Zugbrücke geschlossen wurde. Aus irgendeinem Grund fanden die Wachen es aber offenbar lustig, sie hochzuziehen, als er gerade darauf stand. Schnell hechtete er nach vorn. Der Wachmann warf ihm einen beeindruckten Blick zu. "Nicht schlecht. Die meisten schaffen es nicht. Die werden dann ausgesperrt und müssen die ganze Nacht über das endlose Geschwafel der Eule anhören, während sie von Skeletten attackiert werden."
    Salbeité erschauderte bei dem Gedanken an die Eule. Schnell beschloss er, so viel Abstand wie möglich zu gewinnen, aber nicht bevor er im Wachhaus nebenan ein paar Krüge zerdepperte.


    Es war Nacht, weshalb auf dem Marktplatz nicht viel los war. Dafür liefen gefühlt 3247 Hunde durch die Gegend, von denen offenbar nur einer einen Besitzer hatte. Er brachte ihn nach Hause und bekam im Gegenzug ein Herzteil. Ein Mädchen erklärte, sein Vater sei zum Schloss gegangen, aber noch nicht zurückgekehrt. Ein Paar tanzte auf dem Marktplatz.
    Salbeité verließ er die Stadt in Richtung Schloss, campierte ein Weilchen, um Hotelkosten zu sparen, und wartete, bis die Sonne wieder aufging. Zum Glück fand ihn die Eule hier nicht.


    Als es hell wurde, betrat er die Stadt wieder, die nun voller Leben war. In einem Laden verkaufte ein bärtiger Mann Stöcke aus dem Wald. Salbeité war nicht sicher, wie lukrativ das war und kaufte stattdessen einen vernünftigen Schild, der nicht aus Holz war. Dann zerdepperte er erneut ein paar Krüge im Wachhaus, um seinen Geldbeutel wieder aufzufüllen, und ging zurück zum Marktplatz.


    Zwar hatte er sich geschworen, die Schießbude diesmal außer Acht zu lassen, überlegte es sich jedoch anders und schaffte es nach nur vier Versuchen, alle Rubine zu treffen und den Hauptpreis zu erhalten. Dann verließ er die Stadt erneut und traf draußen wieder auf das Mädchen von zuvor. Es bat "Salbeitee" ("Salbeité!") darum, seinen Vater zu suchen, und schenkte ihm ein Ei. Salbeité war das Recht, solange daraus keine Eule schlüpfte. "Nein, keine Sorge. Du kannst mir vertrauen, hihihi...", kicherte das Mädchen und eilte zurück in die Stadt.


    Salbeité ging weiter. "Hey, warte!", rief Navi. Sie blieb schwebend vor Salbeités Gesicht stehen. "Pass auf, dass du nicht entdeckst wirst. Die Wachen hier machen bestimmt kurzen Prozess mit dir, wenn du hier herumlungerst."
    "Aber ich bin im Auftrag des Deku-Baums hier!", protestierte Salbeité.
    "Das ist egal. Du siehst halt verdächtig aus", erklärte Navi. "Pass einfach auf, dass dich niemand entdeckt."
    Salbeité war ein bisschen geknickt, ließ es sich aber nicht anmerken. Er schlich an den Wachen vorbei, bis er einen schlafenden Mann fand, der es sich neben dem Schlossgraben gemütlich gemacht hatte. Dummerweise lag er im Weg und so musste Salbeité ein Weilchen warten, bis das Ei schlüpfte. Glücklicherweise hatte das Mädchen nicht gelogen und es war keine Eule, sondern ein Huhn, das hinausschlüpfte. Er krähte dabei auch ganz laut und weckte den schlafenden Mann.
    "Hmm? Was? Was soll das? Kann man nicht mal in Ruhe die Augen schließen?", beschwerte er sich. Dann schaute er Salbeité an. "Wer bist du denn?"
    "Salbeité!"

    "Salbeitee?"

    "Salbeité!"
    Der Mann schüttelte den Kopf. "Egal. Ich muss zurück. Eigentlich sollte ich hier Milch abliefern, aber ich habe keine Lust mehr und lasse das Zeug einfach hier stehen. See ya." Dann ging er fort.
    Salbeité entschied, die Kisten ein wenig umzusortieren. Es dauerte nicht lange und er konnte durch das Kanalsystem ins Innere der Schlossmauern eindringen, während er überlegte, warum er denn bitte schön verdächtig aussah.


    Innen angekommen, sah er noch mehr Wachen, doch auch ihnen auszuweichen war kein großes Problem. Es dauerte nicht lange und er erreichte eine Art Hof. Am anderen Ende schien jemand zu stehen und durch das Fenster zu spähen. Ein Spion?


    Jetzt nur keinen Lärm machen.


    Salbeité überlegte. Das konnte nur ein Spion sein. Sicherlich würde der König ihn reich entlohnen, wenn er die Gefahr beseitigte. Also zückte er sein Schwert und schlich sich näher heran. Leider stolperte er unterwegs und verursachte dabei so einen Lärm, dass der Spion sich umdrehte. Dabei stellte Salbeité fest, dass es sich um ein junges Mädchen handelte. Vielleicht doch kein Spion.


    Mit großen Augen blickte das Mädchen Salbeité an. "Du hast ja eine Fee! Bist du... ein Kokiri aus dem Wald?", fragte es schließlich.

    Sofort wurde Salbeité wieder misstrauisch. Woher will sie das wissen? Ich dachte, andere können den Wald nicht betreten. Und Kokiri können nicht raus.
    Doch bevor er fragen konnte, fuhr das Mädchen fort. "Ich bin Prinzessin Zelda. Wer bist du?"
    Ah, die suche ich doch. Gefunden, dachte Salbeité. "Salbeité", stellte er sich vor.
    "Salbeitee?"

    "Salbei... ach, weißt du was, von mir aus."
    Er stand wieder vom Boden auf. "Ein Baum befahl mir, dich zu suchen", erklärte er. "Außerdem hat eine Eule nicht aufgehört, mich zuzulabern und ich musste einen Typen mit einem Huhn vor den Schlossmauern vertreiben. Aber du scheinst gar nicht verschwunden."
    Die Prinzessin sah ihn an, als sei er verrückt. "Ähm, okay. Gut, dass du hier bist. Bitte, mach es dir bequem... ich rufe auch ganz sicherlich nicht die Wachen..." Sie ging ein paar Schritte zurück. "Willst du währenddessen vielleicht diesen Mann im Schloss angucken? Ich geb dir auch ein Autogramm." Sie hielt ein Blatt Papier hoch.
    "Nein, danke", sagte Salbeité und winkte ab. Stattdessen setzte er sich ins Gras und fragte, an Navi gewandt: "Hey Ivan, hat der Baum eigentlich gesagt, was wir machen sollen, wenn wir die Prinzessin gefunden haben?"
    Die Fee schwirrte beleidigt um ihn herum. "Ich heiße Navi! Und keine Ahnung. Vielleicht kann sie uns weiterhelfen?"


    Erwartungsvoll schaute Salbeité wieder zu Zelda. Sie stand noch immer am Fenster. "Jetzt guck schon, sonst kann ich die Wachen nicht hinter deinem Rücken verständigen." Sie deutete mit dem Stück Papier ungeduldig auf das Fenster.


    Natürlich nicht. Niemals.


    Salbeité beschloss, ihr den Gefallen zu tun und trat näher heran. Erst nahm er das Autogramm an sich und schaute dann durch das Fenster. Tatsächlich konnte er einen Flur sehen, in den just in diesem Moment ein Mann trat. Er hatte rote Haare und böse Augen. Salbeité beobachtete, wie er niederkniete. Plötzlich warf der Mann einen Blick zur Seite und fixierte Salbeité mit seinem bösen Blick. Salbeité stolperte zurück.

    "Haha, reingefallen", sagte Zelda. Sie schien amüsiert. "Die Wachen sind nutzlos und brauchen eine Weile, deshalb erzähle ich dir solange eine Geschichte. Der Mann da drin will die Welt vernichten. Du musst ihn aufhalten, aber dafür brauchst du noch zwei weitere Steine. Du hast doch einen vom Baum bekommen, oder?"
    Salbeité traute ihr nicht und verneinte. "Sicher?", fragte Zelda. Sie spielten das "Nein!"-"Doch!"-Spiel eine Weile, bis Salbeité aufgab. "Meinst du den Arenaorden?" Er zeigte ihn Zelda.
    Sie schlug begeistert die Hände zusammen. "Wusste ich's doch!"
    Salbeité sagte nichts.
    "Genau, du brauchst noch zwei weitere. Die sind... oh, endlich ist die Wache da! Impa! Bring Salbeitee heraus. Er muss erst noch zwei Steine finden."


    Als Salbeité sich umdrehte, sah er hinter sich eine Frau mit roten Augen stehen. "Ich bin Impa", stellte sie sich vor. "Ich bringe dich hier heraus, aber vorher bringe ich dir noch ein Lied bei. Es wird von der Königsfamilie von Generation zu Generation weitergegeben und niemand außerhalb darf es lernen und spielen, aber für dich machen wir eine Ausnahme. Hast du ein Instrument?"
    Salbeité kramte hastig in seinen Taschen. Der Arenaorden, das Autogramm, eine Handvoll Stöcke, eine Schleuder, das Huhn und das Stück Brot mit Löchern. "Nein, leider nicht, nur das hier." Er hielt ihr das Brot hin. Impa warf einen prüfenden Blick darauf.
    "Das tut's auch. Tu einfach so, als wäre es ein Instrument und präge dir die Melodie ein." Sie pfiff eine Melodie. Salbeité gab sich Mühe und stellte überrascht fest, dass auf einem Brot zu spielen leichter war als gedacht. Er spielte die Melodie nach.


    Mir kann niemand erzählen, dass die Feen-Okarina

    nicht wie ein Stück Brot aussieht.


    Impa zeigte sich zufrieden. "Gut. Und jetzt raus mit dir." Ehe Salbeité reagieren konnte, hatte sie ihn bewusstlos geschlagen. Als er wieder zu sich kam, standen sie vor den Stadttoren. "Da vorne ist Kakariko", erklärte Impa. "Geh dahin. Dahinter ist ein Vulkan und da findest du den nächsten Stein. Geh nicht drauf." Mit den Worten verschwand sie.


    Salbeité war nicht sicher, was er von der ganzen Sache halten sollte, aber immerhin wusste er nun, wo er die nächsten Arenaorden finden konnte.




    Challenges:

    × Meistere den Dekubaum in 20 Minuten oder weniger (23:58)

    ✓ Lass dich von keinem Knochengänger treffen, während du erstmals durch die Steppe läufst

    ✓ Werde auf deinem Weg zu Zelda nicht von den Wachen erwischt


    Statistik:

    Herzcontainer: 4

    Herzteile: 1

    Skulltulas: 4




    Fazit:

    Puh, ich hab sicherlich insgesamt vier oder fünf Stunden für den Beitrag gebraucht (drei Stunden Tippseln und anderthalb oder so zum Formatieren und Korrekturlesen). Und das für etwas mehr als eine Stunde Spielzeit^^'


    Hachja, OoT. Ich habe es vor gar nicht so langer Zeit (ich glaube, 2023?) zuletzt gespielt, aber freue mich trotzdem darauf. Den Deku-Baum habe ich tatsächlich nicht in unter 20 Minuten geschafft - vielleicht hätte es geklappt, wenn ich nicht ständig stehengeblieben wäre, um mir Notizen zu machen, aber was soll's - hatte ja ohnehin nicht geplant, die Challenges zu machen (nur, wenn ich sie zufällig schaffe).


    Wie auch meine Vorposter habe ich mich entschlossen, die Abschnitte nochmal für mich zu unterteilen, da sie für meine Spielverhältnisse etwas zu groß sind. Wahrscheinlich mache ich nur einen Dungeon pro Abschnitt, d.h. der erste wird für mich aus dreien bestehen.


    Ich kann nicht versprechen, dass ich zu jedem Abschnitt einen so großen Beitrag schreiben werde, das kommt immer etwas auf meine Motivation und meine Zeit an, aber ich gebe mir Mühe, hehe.


    Achja: Der Name "Salbeitee" ist tatsächlich ein Zeichen zu lang. Ich wollte ihn dann "Salbeité" nennen, aber man kann kein Apostroph über das E setzen und "Salbeite" sah dumm aus. Daher heißt mein Spielstand offiziell "Toast", aber Link würde einfach viel lieber wieder Salbeitee (oder eben Salbeité) heißen, wie es in meinem ersten ZFZZ war.

  • Abschnitt: 1.2

    Konsole: Nintendo 3DS XL


    In der großen Stadt!


    Malon saß am Brunnen in der Mitte des Marktplatzes. Um sie herum herrschte emsiges Treiben. Die Menschen strömten über den Markt, sahen sich Stände an, wurden von Marktschreiern angelockt. Es war eng, es war laut, es war überwältigend, egal wie oft sie auch nach Hyrule-Stadt kam. Sie wäre gerne wieder zurück zur Farm gegangen, doch ihr Vater ließ wie immer auf sich warten.

    "Was trödelt er denn nur wieder so?", sagte Malon laut und trat ein Steinchen weg. Dieses flog im hohen Bogen über den Brunnen und...

    ...traf einen Jungen ihres Alters am Kopf. Malon hielt erschrocken die Luft an, dann rannte sie zu dem Jungen, der völlig in Grün gekleidet war. "Oh nein, verzeih mir!" Dann aber sah sie die Fee, die den Jungen begleitete und ihre Augen wurden weit. "Eine Fee! Du bist ein Feenjunge. Kommst du aus den Verlorenen Wäldern? Vater sagt, man darf sie nicht betreten!"

    "Ja, ich bin ein Kind des Waldes", bestätigte der Feenjunge. Malon war aus dem Häuschen.

    "Warum hast du den wald verlassen?"

    Der Feenjunge zögerte, dann aber antwortete er: "Ich muss zum Schloss. Es ist wichtig."

    "Zum Schloss? Das muss Schicksal sein, Feenjunge. Kannst du dort einmal nach Vater schauen? Er müsste irgendwo am Schloss sein und unsere Lieferung bringen. Vermutlich ist er aber eingeschlafen. Gib ihm dies." Malon händigte dem Jungen das rätselhafte Ei aus, das sie stets bei sich trug, falls ihr Vater wieder verschlief. Der Feenjunge schaute verdutzt, nahm es aber und versprach, nach Malons Vater Ausschau zu halten. Malon bedankte sich und dann wartete sie. Und wartete weiter. Und wartete weiter. Sie verlagerte das Gewicht von einem Bein aufs andere, zählte die Blütenblätter der sie umgebenen Blumen, zählte bis 1000 (zwei Mal!) und dann wartete sie weiter.

    Endlich kam ihr Vater durch das große Tor geschritten. Sein Kopf war hochrot, der Schweiß perlte auf seiner Stirn. Als er sie sah, ächzte er. "Malon, mein Küken! Es tut mir so leid. Die Arbeit war so anstrengend, dass der Schlaf mich packte. Wäre da nicht ein grüner Junge erschienen, dann würde ich noch weiter da liegen, schnarchend und nichtsnutzig."

    "Ach Vater. Den Feenjungen habe ich dir geschickt! Schön, dass er Wort hielt und dich zu mir schickte. Jetzt aber los! Und beeile dich. Wir wollen vor Sonnenuntergang zurück sein. Sonst ist's an Basil, uns beide zu rügen."

    "ja, mein Küken", kam noch kleinlaut zur Antwort, dann folgte Talon seiner Tochter.




    Impa saß auf dem Mauersims und konnte sich einem verschmitzten Lächeln nicht gänzlich erwehren. Zelda hatte ihr zuvor davon erzählt, dass sie im Traum einen Jungen sah, gewandet in Grün und begleitet von einer Fee. Eben dieser Junge schien nun den Schlossgarten erreicht zu haben. Und mehr noch, gelang es diesem tollkühnen, frechen Bengel, die Schlosswache hinters Licht zu führen. Kein einziger bemerkte ihn. Beachtliche Leistung, so viel gestand Impa dem Jungen ein.

    Als er schließlich die Prinzessin erreichte und sich beide miteinander unterhielten, seufzte Impa schwer. Die Last des gesamten Königreichs sollte auf den Schultern dieser beiden Kinder ruhen? Weil die Herrschenden, die Erwachsenen unwillens waren, die Wahrheit zu sehen? Eine Schande! Und dafür hatten die Shiekah sich aufgeopfert? Fast wäre Impa dem Zorn erlegen, doch sie wusste, dass Zelda die geborene Anführerin war. Eher würde sie sich opfern, als Unschuldige leiden zu sehen. Impa schüttelte den Kopf, straffte ihre Schultern und trat aus dem Schatten, in dem sie sich verborgen genähert hatte, um sich dem Jungen zu zeigen.

    "Du bist also jener Bengel, auf den die Prinzessin wartete? Ich hoffe für dich, dass du dir der Tragweite bewusst bist, die Zeldas Vertrauen mit sich bringt?"

    "I-ich denke schon", war seine knappe Antwort. Sie hatte ihn etwas eingeschüchtert und tadelte sich nun dafür - jedenfalls ein wenig. "Dann komm jetzt, Bursche. Ich bringe dich vor die Mauern der Stadt."

    Impa führte den Jungen, er hatte sich auf ihre Nachfrage hin als Link vorgestellt, durch die geheimen Gänge, die nur ihr als Shiekah bekannt waren, aus dem Schloss und schließlich durch die Stadt. Die weite Ebene vor sich ausgebreitet, sprach Impa: "Am Todesberg leben die Goronen. Dieses stolze Bergvolk besitzt einen der drei heiligen Steine, die Zelda braucht, um sie vor Ganondorf zu bewahren. Geh nach Kakariko, welches am Fuße des Todesbergs liegt. Von dort führt ein Weg nach Goronia. Ich wünsche dir viel Glück, Link!"

    Der Junge bedankte sich bei Impa, dann verabschiedete er sich und rannte davon. Sie sah ihm nach und hoffte, dass Zelda sich bei ihm nicht irrte.




    Herausforderung

    • werde auf deinem Weg zu Zelda nicht von den Wachen erwischt ✅️
    • Game Over: 0


    Anmerkungen:


    Boy, ich habe eine Sache vergessen, die mich tierisch nervt: wann immer man das Spiel startet, hockt man bei Link im Häuschen. Man, ich hatte das nicht mehr auf dem Schirm und es nervt, jedes Mal den Weg über die Ebene zu laufen. Bin echt froh, dass ich mittlerweile schon die Verbindung zur Goronia geöffnet habe - auch wenn diese Abkürzung auch mit Aufwand verbunden ist.

    Bei der Schlosswache wäre ich um ein Haar vom Balken gefallen. Was ein Gefummel. Doch ich blieb unentdeckt bei ersten Versuch, hehe.


    Ruhmeshalle Sinnoh (Platin Edition)


  • Abschnitt: 1.2

    Konsole: Switch 2 (N64-Version)



    Vertrauliche Briefe #1


    Der Sichelmond schob sich gemächlich hinter die Spitze des höchsten Schlossturms. Es war, als zerschnitt sie das Nachtgestirn: auf der einen Seite die strahlende, täglich kräftiger werdende Hälfte und auf der anderen ein unbekanntes Reich der Schatten.

    »Kageyori«, flüsterte eine sanfte Stimme hinter ihm.

    Er verschränkte rasch die Arme vor seiner Brust, ballte seine Hände und brummte. Er spürte ihren Blick in seinem Rücken. Der Dielenboden knarzte laut, als seine Frau näher trat. Ihre warme Hand streichelte seinen Rücken.

    »Schatz«, sagte sie, »komm endlich ins Bett. Du musst morgen früh raus.«

    Er brummte wieder, ohne dabei seinen Blick vom Schloss abzuwenden.

    Sie seufzte und ließ ihre Hände an seinen Armen entlanggleiten. Sein Körper spannte sich unwillkürlich an. »Das Versetzungschreiben?«, fragte sie flüsternd.

    Kageyori nickte langsam. In seiner rechten Hand knisterte Pergament. »Gib mir…«, setzte er an, doch seine Stimme brach. Er räusperte sich und fuhr fort: »Gib mir noch einen Moment.« Flüchtig sah er sie an. Im fahlen Lichte des Sichelmondes wirkte Akaris Gesicht blasser als sonst, doch sah er in ihren Augen eine Spur Trotz.

    »Du brauchst dir keine Sorgen um uns machen«, sagte sie und strich über ihren rundlichen Bauch. »Die Versetzung kommt fürwahr zu einem unpassenden Zeitpunkt, ja. Aber ich werde zurechtkommen. Kakariko ist nicht fern. Ich könnte dich morgen zur Mittagszeit besuchen und…«

    »Nein.« Das Wort schnitt durch die Luft wie eine gezogene Klinge. Er schloss kurz die Augen.

    »Nein«, sagte er milder. »Schone dich. Du brauchst deine Kräfte. Nach sieben Jahren Wachdienst in Hyrule-Stadt wird es eine Umstellung für mich werden, aber ich habe geschworen zu dienen. Ich werde mich schon an Kakariko gewöhnen. Ich… Ich habe geschworen.«

    Seine Frau musterte ihn einen Moment lang und seufzte dann erneut. »Du schaffst das. Wir schaffen das.« Sie gab ihm einen lieblichen Kuss auf die Wange und ging zu Bett.

    Kageyori löste seine verschränkten Arme erst, als Akaris Atem gleichmäßiger wurde. Das Pergament in seiner Hand war ganz zerknittert, sein pechschwarzes Wachssiegel jedoch unversehrt geblieben. Mit dem Daumen fuhr er über die Gravur, die das Zeichen der Gerudo zeigte.

    Als er das Siegel mit einem leisen Knacken brach, schluckte er und begann leicht zu zittern. Dann entrollte er die Antwort auf den Brief, den er vor drei Nächten abgesandt hatte - ohne dies im Wachbuch zu verzeichnen. Bloß ein einziges Wort war auf dem Schriftstück in engem, elegantem Schwarz zu lesen.


    Beobachten


    Kageyori hob den Blick. Der Sichelmond war weitergezogen und hinter dem Schloss verschwunden. Nun blieb nur noch Schatten.



    Game Over: 0

    Herzen: 4

    Bestandene Challenges: Nicht von Wachen erwischen lassen


    Die Switch-Version der N64-Variante ist dank der Steuerung nicht meine liebste. Hab es wieder in der Schießbude gemerkt... Aber ein Vorteil ist auf jeden Fall das Anlegen der Speicherpunkte, sodass man sich einiges an Gelaufe erspart.

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Abschnitt: 1.2

    Konsole: Nintendo 3DS (mit Capture Card)

    Überschrift: Sie denken wir machen direkt weiter? Nein.

    IbN ist soooo toll, danke für alles... blabla.


    Zelda Ocarina O Time



    Ich hatte zwar in meinem letzten Beitrag erzählt, dass wir jetzt direkt in Dodongos Höhle wieder einsteigen, aber da habe ich die Rechnung selbstverständlich ohne mein ADHS gemacht. Das hat mich natürlich erstmal dazu gezwungen, in Kakariko die Hühner einzufangen, um die Flasche zu bekommen.


    07


    Dann habe ich einen wunderschönen Ausflug auf den idyllischen Friedhof unternommen, nur um da mittels Zeldas Wiegenlied einen Grabstein zu sprengen. Ja, einfach schöne Nachmittagsunterhaltung, das, was man eben so macht an einem Samstag Nachmittag. Die Hymne der Sonne muss mitgenommen werden, denn die ist sehr wichtig. Und bis hier her das einzige Stück auf der Ocarina, welches ich ohne nachzuschauen spielen kann. Auf dem N64 war das einfacher bzw. da kann ich alle Songs auswendig. Ich weiß gar nicht, warum das auf dem 3DS so ein großes Problem für mich ist. Naja.


    08

    Danach ging es über einen kleinen Jogger durch die Steppe auf die Lon-Lon Farm, wo ich geschlagene dreimal das Spiel mit den Hühnern spielen musste, um die Flasche Lon-Lon Milch zu erhalten. Es gab auf dem Nintendo 64 so einen super Trick, dass man die Hühner erst hinter Talon werfen konnte, damit die drei besonderen Hühner alleine im Raum standen. Aber ich habe es auf dem 3DS nicht geregelt bekommen, das wie früher auszuführen. Egal, es hat immerhin nur drei Versuche gebraucht und nicht 30. Es geht also schlimmer. Danach bin ich frustriert zu Marlon auf die Pferdewiese gestiefelt, die hat gefallen an meiner Okarina gefunden und dann habe ich erstmal mit ihr ein kleines Konzert für die Pferde gespielt. Das war sehr schön. Einem Pferd hat die Melodie scheinbar besonders gefallen, denn das kleine Pony Epona schob mich daraufhin einmal quer über die Farm. Sehr freundlich, nur musste ich leider zum anderen Ende der Farm, in dieses kleine Futterhäuschen. Zumindest glaube ich, dass es ein Futterhäuschen ist. Dort ein paar Kisten verschoben und ein Herzteil eingesackt. Sehr, sehr praktisch, möchte ich an der Stelle anmerken.

    09

    Jetzt geht es aber tatsächlich endlich in Richtung Todesberg. Wir winken der Lon-Lon Farm noch einmal und sagen Tschüss. Dann drehen wir uns um und machen uns auf den Weg zum Todesberg. Klingt natürlich auch schon extrem einladend, oder? Todesberg. Das ist ein Ort an dem kleine Kinder spielen sollten. Jap. Der Wache in Kakariko zeigen wir unseren Brief, den Zelda handschriftlich für uns ausgefüllt hat. Und klettern frohen Mutes den Berg hoch. Oben angekommen gehe ich nicht direkt nach Goronia rein, sondern mache einen sehr gewagten Rückwärtssalto, damit ich an ein Herzteil komme, was man eigentlich erst kriegen kann, wenn man erwachsen ist. So haben wir das aber einfach umgangen. Nun betreten wir Goronia und es ist einfach eine sehr schöne Stadt. Und jetzt fällt mir brühwarm ein, dass ich gar nicht Salias Song habe. Also noch einmal komplett zurück in die verlorenen Wälder. Das geht ja zum Glück über Goronia mittels der Fackeln und Donnerblumen und schnell das Lied von Salia eingesackt. Wieder da spielen wir es Darunia vor und er beginnt sogleich zu tanzen. Ich erinnere mich, dass ich das als Kind auch schon extrem cool fand, dass der durch dieses Lied wieder fröhlich geworden ist, weil ich das auch als Kind schon verstanden habe. Wenn es mir nicht so gut ging, habe ich manchmal einfach einen Song angemacht, der mir ein bisschen Serotonin zurückgegeben hat. Und dann ging es mir auch gleich immer ein bisschen besser. Das finde ich ganz schön.


    10

    Von Darunia bekommen wir das kleine Kraftarmband und fortan können wir auch Donnerblumen aus eigener Kraft hochheben. Sehr gut, damit können wir den Eingang zu Dodongos Höhle freisprengen. Und genau das machen wir auch. Also, gesagt, getan. Die Höhle ist offen und wir setzen die ersten Schritte hinein. Dodongos Höhle finde ich als Dungeon an sich sehr schön. Ich erinnere mich daran, dass ich das Spiel als Kind gerne bei meiner Oma gespielt habe. Das war dann immer ein Riesenaufwand, den ganzen N64 bei mir zu Hause abzubauen und bei ihr wieder aufzubauen. Aber es gab diesen einen Moment, wo ich in der Höhle war, und dort muss man im dritten Raum, glaube ich, (oder im zweiten?) diese Statuen verschieben. Und genau da hat meine Oma Link den "Wackelärschchen Ritter" genannt. Und das fand ich damals so extrem lustig, dass ich mir das bis heute gemerkt habe. Das ist bestimmt 25 Jahre her. Der Rest des Dungeons ist tatsächlich meiner Meinung nach sehr geradlinig und sehr gut zu spielen. Es gibt keine riesigen Rätsel, wo man sich denkt "boah, was soll denn der Mist jetzt?" Aber es ist auch nicht viel zu einfach. Also alles in allem würde ich auf jeden Fall sagen, dass es ein sehr entspannter zweiter Dungeon ist.


    11

    Nachdem wir die Bomben eingesackt haben, geht es auch quasi schon direkt zum Endgegner King Dodongo. Mein süßes kleines Haustier. Ist doch immer wieder schön, hier zu sein. Von einer Bombe wurde ich hier noch nie getroffen. Was aber immer passiert, ist, dass der mich überfährt. Also ich weiß ganz genau, dass ich zur Seite gehen muss, damit er mich eben nicht trifft, aber um so zwei oder drei Pixel, da schaffe ich es immer nicht und er schafft es, über mich drüber zu rollen. Das alles dauert aber auch wirklich nicht lange und wir haben es schon sehr bald geschafft, King Dodongo zu besiegen. Wir können den Herzcontainer einsammeln und den Dungeon wieder verlassen. Dort treffen wir direkt Darunia, der uns den Goron-Opal überreicht und fortan als seinen Bruder ansieht. Das finde ich extrem cool, zumal ich einen Kumpel habe, der ungefähr die gleichen Maße wie Darunia hat und der auch ein extrem guter Freund ist.


    12


    Das war's also soweit von mir, vom zweitheissesten Ort in ganz Hyrule und dann lesen wir uns auch beim nächsten Mal wieder. Wenn es heißt "warum steht da eine Kuh im Wohnzimmer dieser Menschen in Kakariko?"


    Challenges:

    Dekubaum in 20 Minuten oder weniger ✓

    Von keinem Knochengänger getroffen ✓

    Nicht von den Wachen erwischt werden ✓

    King Dodongo besiegen, ohne Bombenschaden ✓

  • Kiba.

    Ich finde deine Berichte samt der Bilder wirklich sehr anschaulich und ich freue mich, sie mir jedes Mal durchzulesen! Als ich in kakariko war, konnte ich auch nicht anders, als direkt die Hühner einzusammeln. Das nächste "monk-esque" von mir war, dass ich mich um den Maskendeal kümmern musste, nachdem der Wächter mich darum bat. ich also dahin, Maske geholt, zu ihm gebracht und natürlich konnte ich das Geld nicht einfach bei mir halten, bis ich das nächste Mal in Hyrule-Stadt war. Nope, direkt hin und Geld zurück. Nur die nächste Maske habe ich dann nicht sofort abgeholt, hehe.


    Darkshuttle123

    Du hast mich verdammt neugierig gemacht! Der erste Bricht war einfach nur pures Comedy-Gold, während der zweite fast schon ein Drama war. Da bin ich richtig gespannt, in welchem Gewand dein dritter Beitrag daherkommen wird.


    @Slyph

    Heiliges blau (sacre bleau), was für eine Wall of text! SO ein toller und detaillierter, gleichzeitig witziger Beitrag. Richtig, richtig stark! Ich glaube dir sofort, dass das ewig gedauert hat, bis du fertig gewesen bist.


    Bin schon neugierig, wie die anderen Teilnehmenden ihre Beiträge gestalten (und wie sie die bisher veröffentlichten finden).


    Ruhmeshalle Sinnoh (Platin Edition)


  • Ich finde es schön, wie jeder hier eine andere Herangehensweise hat und sich wirklich Mühe gibt, dem altbekannten Klassiker neues Leben einzuhauchen bzw. seinen Beiträgen etwas Einzigartiges zu verleihen. Bin gespannt, wer noch dazu kommt!


    Danke nochmal an Ich-bin-Niemand für die Organisation und dass du mit gutem Beispiel vorangegangen bist (erster Beitrag). Ich mag deinen Schreibstil einfach und bin gespannt, wenn du noch „sprechen“ lassen wirst.

    Ein Dank auch an die anderen, die schon etwas beigetragen haben! Kiba. Ich finde die Bilder ergänzen deine Beiträge perfekt und ich mag an ihnen, dass sie nicht nur erzählerisch sind, sondern eben auch deine Eindrücke direkt verarbeiten, Vergleiche mit früher, als du das Game als Kind gespielt hast, angestellt werden etc.

    Sylph Wie IBN schon sagte, dein Beitrag strotzt nur so vor Details und Witz. Dabei wirken die humorvollen Stellen nicht platt, sondern gehen Hand in Hand mit der uns allen bekannten Handlung. Habe deinen Beitrag sehr gerne gelesen. :)

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Abschnitt: 1.2

    Konsole: Switch (N64-Version)




    Salbeité machte sich sofort auf den Weg nach Kakariko, wie Impa es ihm aufgetragen hatte. Er war bestrebt, den Feuerorden so schnell wie möglich zu bekommen, damit er bald Pokémon-Meister werden konnte. Er wies Navi an, sich zu beeilen, was ihr gar nicht gefiel.


    Es war bereits Abend, als sie Kakariko erreichten. Der Himmel hatte sich rötlich gefärbt, doch im Dorf herrschte noch reges Treiben. Salbeité sah ein paar Leute, die einfach nur ziellos quer durch die Gegend zu laufen schienen, was ihm nicht allzu produktiv vorkam. Ein ebenso unproduktiv vor einem Baum stehender Mann beschwerte sich über sie.


    Als er sich im Dorf umsah, traf er eine verzweifelte Frau, die Hühner suchte... dummerweise war sie allergisch gegen die Flatterviecher. Ein klarer Fall von Beruf verfehlt. Doch Salbeité war heute gnädig und schaffte die verlorenen Hühner zurück, wofür er mit einem Herzteil belohnt wurde. Er empfahl der Frau noch, den Hühnerstall besser zu sichern, doch sie ignorierte ihn. Zur Strafe stahl er ein Huhn wieder und versteckte es im oberen Stockwerk des Hühnerstalls, indem er es gegen ein Herzteil austauschte.

    In der Windmühle traf er auf einen merkwürdigen Kauz, der ihm nicht geheuer war, und auf dem Friedhof einen Grabräuber, der sich als Kind ausgab. Also alles ganz normal.


    Salbeité beschloss, sich wieder auf den Weg zu machen zu dem Ort mit dem einladenden Namen "Todesberg", doch ehe er das Tor passieren konnte, wurde er von einem Wachmann aufgehalten. "Hey, du darfst hier nicht vorbei", wies er Salbeité an. "Es sei denn, du kannst beweisen, dass du stark genug bist."

    Salbeité war es langsam müde, dass ihn Leute dauernd aufhalten wollten, und das, obwohl er diesmal ausgerüstet war, sogar mit zwei Schilden.

    Salbeité wühlte in seinen Taschen nach etwas, mit dem er den Wachmann bestechen konnte. Das Huhn hatte sich mittlerweile in Luft aufgelöst (macht nichts, im Dorf waren ja genug), ansonsten hatte er noch das Stück Brot, einen Haufen Stöcke, seinen ersten Arenaorden... Moment, was war das? Er zog einen zerknitterten Einkaufsbon aus seiner Tasche, den er bekommen hatte, als er den Hylia-Schild in Hyrule gekauft hatte. Er hatte keine Verwendung dafür und bot ihn dem Wachmann an.

    "Hier, du kannst diesen Einkaufsbon haben. Der ist ganz viel wert, versprochen", sagte er. Der Wachmann blickte ihn skeptisch an und warf einen Blick auf den Bon.

    "Du hast einen Hylia-Schild gekauft? Du hast mich überzeugt. Du kannst passieren", erklärte er und trat zurück. Das Tor öffnete sich wie von Zauberhand.

    Während Salbeité sich noch wunderte, sprach der Wachmann erneut: "Du hast Talent. Vielleicht solltest du einmal im Maskenladen in Hyrule vorbeischauen. Die haben so ein Programm, mit dem man schnell reich werden kann! Du solltest es unbedingt ausprobieren."

    Salbeité spitzte die Ohren - schnell reich werden? Hieß das, er musste nicht mehr Krüge im Wachhaus zerdeppern? Das klang spannend.

    Er wollte mehr wissen. "Wie funktioniert das denn?"

    Der Wachmann grinste. "Es ist ganz einfach und total legal. Ich bin damit auch reich geworden. Eigentlich brauche ich nicht arbeiten, ich stehe nur zum Spaß hier herum."

    Salbeité war überzeugt. Das klang nach einer guten Möglichkeit, seinen Geldbeutel zu füllen.

    Plötzlich klang der Todesberg nicht mehr so verlockend und Salbeité wollte sich lieber das Geschäft genauer anschauen. Er verabschiedete sich nicht einmal und machte sich sofort auf den Weg zurück nach Hyrule.


    Da es bereits Abend war, als er Kakariko verließ, hieß das, dass er die Nacht draußen verbringen musste. Er wurde von mehreren Knochentrocken angegriffen und gab sich Mühe, so viel Lärm wie möglich zu verursachen, damit die verfluchte Eule ihn nicht wieder belästigte.


    Am nächsten Morgen war er in Hyrule, noch bevor die Zugbrücke ganz heruntergelassen war. Nach alter Tradition zerschlug er erstmal die Krüge im Wachhaus, ehe er weiter zum Marktplatz ging und schnurstracks auf das Gebäude mit den Ohren zulief.

    Drinnen sah es unheimlich aus, was vor allem an dem Ladenbesitzer lag, der ein ewiges Grinsen ins Gesicht getackert zu haben schien. Auf einem Schild an der Wand stand "Reich werden ohne Arbeit".

    "Willkommen bei 'Majoras Lachende Masken', kurz MLM und ganz bestimmt legal", begann der Händler. "Hihi, ich kann dich reich machen. Alle Infos findest du da an der Wand." Er deutete auf das Schild. Salbeité trat näher, um das Kleingedruckte zu lesen:


    Bewirb dich jetzt!

    Details:

    Keine Verpflichtungen - keine Rechte!

    home office

    nur 30h/Tag

    home office ist eine Lüge

    keine Benefits

    keine KV

    kein Gehalt, dafür zahlst du UNS!


    Salbeité war überzeugt. Das klang gut, besonders der Punkt mit "keine Verpflichtungen". Er brauchte gar nicht weiterlesen.

    "Ich mach's", stimmte er zu. Der Ladenbesitzer verzog keine Miene (d.h. er grinste noch immer) und holte ein dickes Buch unter dem Tresen hervor. Er schlug es auf und nahm einen Stift in die Hand. "Gut, gut. Wie ist dein Name?"

    "Salbeité."

    "Salbeitee?"

    "Salbeité!"

    "Gut, Salbei T.", sagte der Händler, krakelte etwas ins Buch und schlug es zu. Eine dichte Staubwolke stieg empor, doch er grinste unbekümmert weiter. Salbeité beschloss, dass er vertrauenswürdig aussah. "Dann erkläre ich dir jetzt, wie es funktioniert: Ich verkaufe dir eine Maske für viel Geld", erklärte er, "und du verkaufst sie weiter. Damit verdienen wir beide Geld." Er grinste vielversprechend. "Win-win!"

    "Wow", staunte Salbeité. "So einfach?"

    Der Ladenbesitzer nickte, noch immer grinsend. "Und zufällig haben wir genau jetzt eine super Maske für dich im Angebot - eine Pikachu-Maske! Wozu ein Pikachu fangen, wenn man selbst eins sein kann?" Er griff hinter sich und kramte etwas aus einem staubigen Karton. Er begutachtete die Maske kurz, pustete den Staub ab und wischte einmal mit dem Ärmel drüber. Dann hielt er sie Salbeité hin. "Schau!"

    Salbeité zögerte kurz, ehe er zu der Maske griff. Es war tatsächlich eine Pikachu-Maske, zumindest glaubte er das, denn er hatte noch nie ein Pikachu gesehen. Probeweise setzte er sie auf. "Pika?"

    Der Ladenbesitzer nickte eifrig. "Sehr gut! Und jetzt schau, wem du sie andrehen kannst. Ich bekomme 10 Rubine von dir." Er griff über den Tresen und nahm Salbeité das Geld ab. "Und jetzt zisch ab, ich hab noch andere Kunden."


    Wieder draußen überlegte Salbeité, was er mit der Maske anstellen sollte. Vielleicht sollte er sie als Erstes seinem neuen Freund, dem netten Wachmann, zeigen.

    Das klang nach einer guten Idee und Salbeité machte sich gleich auf den Weg zurück nach Kakariko. Trotz der Maske erkannte ihn der Wachmann sofort. "Hey, da bist du ja wieder! Und was ist das?" Er wedelte mit einer Hand vor Salbeités Gesicht.

    Salbeité erklärte, wie er zu der Maske kam und dass er sie verkaufen sollte. Der Wachmann zeigte sich beeindruckt. "Das klingt ja total lukrativ!" Er überlegte kurz. "Hey, ich hab eine Idee: Ich kaufe sie dir ab und dann verkaufe ich sie weiter. Dann verdienen wir beide Geld."

    Salbeité fand, dass das nach einer sehr sinnvollen Idee klang, und überreichte die Maske dem Wachmann.


    Es gab nur ein Problem: Jetzt hatte er keine Maske mehr. Also stattete er dem Maskenladen einen weiteren Besuch ab. Der Händler war überrascht, ihn so schnell wiederzusehen: "Sag bloß, du bist die Maske tatsächlich losgewor... ich meine, gute Arbeit natürlich!" Er klatschte grinsend in die Hände. "Und nun habe ich eine neue Maske für dich: Eine Onix-Maske! Der absolute Hit für Groß und Klein! Ich verkaufe sie dir für 20 Rubine." Erneut nahm er das Geld entgegen.


    Salbeité überlegte kurz, wem er die Maske andrehen konnte. Zweimal nach Kakariko zu gehen klang ein bisschen zu naheliegend. Vielleicht sollte er sich nicht auf einen Ort beschränken. Dann fiel ihm ein, dass er Salia eine Postkarte versprochen hatte. Dummerweise hatte er keine Post in Hyrule gesehen - aber vielleicht würde sie sich ja über die Maske freuen? So ging er zurück ins Kokiri-Dorf, ja bedacht, bloß nicht noch einmal dieser Eule zu begegnen. Zur Not würde er die Maske nach ihr werfen.


    Kaum hatte Salbeité den Wald betreten, wurde er auch schon von einer laufenden Vogelscheuche umgerannt und fiel zu Boden. Salbeité hörte nur ein Kichern und stellte fest, dass die Maske verschwunden war. War das etwa ein Dieb?

    Salbeité zögerte nicht lange und rannte dem Unhold hinterher - und tatsächlich, auf einer Waldlichtung sah er die Vogelscheuch-Ente Flöte spielen. Salbeité wollte ihm mit dem Schwert beikommen, doch der Flötenspieler hatte offenbar Tricks von Salia gelernt, denn er verschwand urplötzlich. Salbeité stand eine Weile verdutzt da und entschloss dann, bei Salia zu petzen.


    Bitte nicht T_T


    Diese hatte offenbar nichts Besseres zu tun als tiefer im Wald als notwendig auf einem Baum zu sitzen und Musik zu spielen. Offenbar hatte sie ein weiteres Brot gebacken.

    "Salbeitee! Da bist du ja wieder! Hast du die Welt gerettet?"

    "Salia! Ich habe dir ein Andenken aus Hyrule mitgebracht, aber so eine komische Vogelscheuch-Ente hat es geklaut!", beschwerte sich Salbeité.

    "Vogel-was? Meinst du Horror Kid? Das tut mir leid", entgegnete Salia. "Es spielt gerne Streiche."

    "Es kann was erleben! Wenn ich es nur in die Finger bekomme...", erwiderte Salbeité. Er war aufgebracht. Er hatte die Maske gerade erst bekommen!

    Salia versuchte, ihn zu beruhigen. "Chill. Hier, zur Ablenkung bringe ich dir ein Lied bei. Hast du das Brot noch?" Sie hielt ihr eigenes hoch.

    Salbeité nickte und kramte das harte Stück Brot hervor. Salia spielte eine kurze Melodie und Salbeité gab sich Mühe, sie nachzuspielen.

    "Ja, so ungefähr. Gut gemacht!", lobte ihn Salia. "Pass aber auf, das Lied ist magisch. Es kann sein, dass du Stimmen hörst, wenn du es spielst. Aber dann bist du immerhin nicht einsam." Sie nickte bekräftigend. "Ich bin sicher, es wird dir nützlich sein."


    Salbeité war nicht so sicher, beließ es aber dabei. Er hatte eine Idee. Er ließ Salia stehen und eilte zurück zu der Lichtung, auf der er Horror Kid gesehen hatte. Es tanzte noch immer herum und spielte Musik. Salbeité beschloss, ihm auch etwas vorzuspielen und spielte das kurz zuvor von Salia gelernte Lied.

    Horror Kid hörte auf zu spielen und sah Salbeité misstrauisch an. Als Salbeité zu Ende gespielt hatte, hüpfte es aufgeregt auf der Stelle, aber es sah gar nicht freudig aus. "Was fällt dir ein, hier zu spielen? Das ist MEINE Lichtung! Such dir gefälligst eine eigene!" Es warf mit etwas nach Salbeité. "Los, verschwinde!"


    Er will doch nur spielen.


    Salbeité nahm die Beine in die Hand. Zu seiner Überraschung hatte Horror Kid ihn mit Rubinen beworfen, also immerhin etwas. Das Blöde war nur, dass er jetzt schon wieder ohne Maske da stand. Er beschloss, zum Maskenladen zurückzugehen.


    "Hey, da bist du ja wieder! Genau rechtzeitig, ich habe eine neue Maske im Sortiment." Der Händler, noch immer grinsend, kramte wieder in seiner Kiste. Er holte ein Stück Baumrinde hervor. "Es ist noch ein Prototyp, aber ich bin sicher, irgendein Dummkopf wird sie schon kaufen. Hier. Ich bekomme 30 Rubine von dir." Er nahm das Geld. "Die Firma dankt."


    Salbeité war nicht sicher, was er mit der Baumrinde sollte. Salia würde sie sicher nicht gefallen, denn Bäume gab es im Wald ja genug. Aber vielleicht hätte ja jemand in Kakariko Freude daran, jemand, der altes Zeug sammelte?


    Auf dem Friedhof wurde er fündig. Der Grabräuber war noch immer am Werk. Salbeité sprach ihn an. "Hey, schau mal." Er hielt sich die Baumrinde vors Gesicht. "Das ist eine äußerst wertvolle Maske, geschnitzt aus dem Holz des Deku-Baums. Voll wertvoll."

    Der Grabräuber sah ihn misstrauisch an. "Aus dem Holz des Deku-Baums? Ich dachte, niemand von außerhalb kann den Wald betreten."

    "Ja, genau deshalb ist sie auch so wertvoll. Handgefertigt, von Kokiri geschnitzt."

    "Kokiri? Sind das nicht kleine Kinder?" Der Grabräuber stemmte die Hände in die Seiten. "Unterstützt du etwa Kinderarbeit?!"

    Salbeité kam ins Schwitzen. Das lief nicht wie geplant.

    "Wow, das ist so richtig falsch. Nix da. Ich bestehle zwar vielleicht die Toten, aber ich habe PRINZIPIEN. Und Kinderarbeit, das geht gar nicht. Ich konfisziere die Maske. Los, gib her!"

    Ein Gerangel entstand, aus dem der Grabräuber siegreich hervorging. Er schlug mit der Baumrinde nach Salbeité. "Los, verzieh dich!"

    Salbeité wollte weglaufen, lief in seiner Panik allerdings in die falsche Richtung und fiel in ein Grab. Navi rief ihm noch hinterher, dass es das königliche Grab war, aber da war es schon zu spät.


    Salbeité sah sich um. Es sah sehr einladend aus, zumindest war alles voller Knochen, was auf viele Besucher schließen ließ. Weiter vorne sah er einen Stein, auf dem ein Gedicht stand:


    Des Ofens Flamme schwindet bei Nacht.

    Erst am Tage ist wieder sein Feuer entfacht.

    Wasser und Mehl und mit Hefe bestreut.

    Des Bäckers Kunst mit klebenden Broten erfreut.

    Hungrige Seelen wandern ohne Wonne.

    Wart’ nicht zu lang, sonst ist’s für die Tonne!


    Salbeité bekam Hunger, denn das klang sehr gut. Navi meldete sich zu Wort: “Das klingt wichtig. Du solltest dir das Rezept merken.”

    Salbeité nickte und prägte es sich ein. Er wollte es möglichst bald ausprobieren, aber dummerweise trieb sich der Grabräuber immer noch auf dem Friedhof herum. Salbeité wollte ihm ausweichen, fiel aber schon wieder in ein Grab. Auch hier wurde er freundlich begrüßt, denn kaum war er drinnen, wurde er von dem Bewohner, einem Zombie, umarmt. Salbeité verstand die Geste, allerdings ließ er sich nicht gerne von Fremden drücken. Er versuchte, seinen Gastgeber loszuwerden und warf den erstbesten Gegenstand, den er aus seiner Tasche zog, nach ihm. Wie es der Zufall wollte, war es das harte Stück Brot. Es traf und der Zombie klappte zusammen. Salbeité entschuldigte sich bei seinem Gastgeber. Dieser nahm es ihm zum Glück nicht übel und schenkte Salbeité zum Abschied ein Herzteil.


    Als Salbeité wieder aus dem Grab stieg, war von dem Grabräuber nichts zu sehen. Stattdessen lungerte ein alter Mann auf dem Friedhof.

    "Hey du", begrüßte er Salbeité. Es schien ihn nicht zu wundern, dass dieser gerade aus einem Grab gestiegen kam. "Wie ist dein Name?”

    "Salbeité", stellte Salbeité sich vor.

    "Salbeitee?"

    "Nein." Salbeité schüttelte den Kopf.

    Der Mann nickte. "Okay. Ich bin Boris, der Hausmeister hier. Ich habe eine tolle Idee: Du bezahlst mich, damit ich meine Arbeit mache." Er hielt eine Schaufel empor.

    Salbeité war nicht sicher, ob das Sinn ergab. "Warum sollte ich das tun? Ich bin doch nicht dein Arbeitgeber."

    Boris deutete mit der Schaufel auf Salbeité: "Das nicht, aber ich habe gesehen, wie du aus dem Grab gekommen bist. Wir haben hier ein Problem mit Grabräubern. Wenn du mich nicht bezahlst, sage ich meinen Freunden, dass du der Schuldige bist." Er lächelte süffisant. "Dann sorgen die dafür, dass du den Friedhof nicht mehr verlässt."

    Salbeité überlegte kurz. Das klang nicht angenehm. "Na gut, du hast mich überzeugt. Hier", er reichte Boris ein paar Rubine. Der steckte sie ein. "Immer wieder erfreut, Geschäfte zu machen." Dann grub er ein Loch.

    Das Spiel wiederholten sie ein paar Mal, bis Boris die Puste ausging. Salbeité nutzte die Gunst der Stunde und machte sich aus dem Staub. Immerhin ein Herzteil hatte er einsacken können.


    Kakariko war unheimlicher als gedacht. Salbeité beschloss, sich doch wieder zu seinem ursprünglichen Ziel, dem Todesberg, aufzumachen.

    Er passierte unterwegs wieder den Wachmann, der noch immer die Pikachu-Maske trug. "Pika, pika!"


    Der Weg hinauf stellte sich glücklicherweise als weniger anstrengend heraus als befürchtet. Es dauerte nicht lange und Salbeité kam in Goronia an, einer Stadt, in der ganz viele Goronen wohnten. Da sie sich als Kartoffeln tarnten, hatte Salbeité Probleme, sie zu sehen.

    Nachdem er mit Hilfe von Donnerblumen ein wenig umdekoriert hatte, besuchte er Darunia, der Salbeité sogleich zu einem Tanzduell herausforderte. Leider stolperte Salbeité über seine eigenen Füße, sodass das Duell recht schnell vorbei war.

    "Yeah! Krasse Moves! Aber wer bist du eigentlich?", fragte Darunia.

    "Salbeité!"

    "Salbeitee?"

    "Salbeité!"

    "Auch egal", sagte Darunia. "Ich habe gewonnen, deshalb schenke ich dir als Trost das Armband hier. Weiter unten auf dem Berg ist eine krasse Disco. Komm wieder, wenn du deine Moves trainiert hast." Damit warf er Salbeité hinaus.

    Salbeité fragte ein wenig bei den Kartoffeln herum und fand heraus, dass die Disco tatsächlich existierte, allerdings von Steinen versperrt war. Tatsächlich hatte er beim Aufstieg ein paar Steine vor einem Höhleneingang gesehen. Er kehrte zurück.


    Vor dem versperrten Höhleneingang traf er einen Goronen.

    "Gähn… Hä, wer bist du denn?"

    "Salbeité!"

    "Salbeitee?"

    "Salbeité!"

    "Ich bin zu müde für den Mist, ich nenne dich einfach Klaus. Klaus, was willst du hier?", fragte der Gorone.

    Salbteité war ein wenig beleidigt, antwortete aber trotzdem: "Ich will hier in der Disco meine Moves trainieren."

    Der Gorone nickte. "Ergibt Sinn. Dummerweise hat ein fieser Fieskopp einen Haufen Steine vor dem Eingang deponiert und wir können nicht mehr rein."

    "Aber fressen Goronen denn keine Steine? Kannst du die Höhle dann nicht freimachen?", wollte Salbeité wissen.

    "..."

    "..."

    "Nein", antwortete der Gorone schließlich.

    "Wieso nicht?"

    "Weil das im Spielverlauf nicht vorgesehen ist. Also mach den Weg frei und lass mich weiter Kartoffel spielen." Mit diesen Worten rollte der Gorone sich wieder zusammen und schlief ein.


    Salbeité seufzte. Immer muss ich die ganze Arbeit machen, dachte er und machte sich an die Arbeit. Mit Hilfe einer Donnerblume gelang es ihm schließlich, den Weg freizuräumen. Der Gorone bedankte sich nicht einmal.


    Salbeité betrat die Disco. Sofort wurde er von krassen Lichteffekten und Lasern begrüßt, konnte ihnen aber gekonnt ausweichen. Danach fand er neue Trainingspartner in zwei Echsen, die fairerweise nur im Wechsel angriffen, mobbte noch ein paar Laubkerle und sackte ein paar Skulltulas ein.

    Schließlich stand er DJ Dodongo gegenüber, dem Besitzer der Disco. Dank seiner neuen Moves konnte Salbeité ihn schnell in einem Tanzduell besiegen und die Echse gab klein bei. Als Belohnung winkten ein Herzcontainer und weitere Discobeleuchtung in Form von blauem Licht.


    Nein Navi, nicht reinfliegen!


    Als Salbeité vor der Disco wieder zu sich kam, sah er sich von Goronen umzingelt. Auch Darunia war dabei: "Yeah! Ich habe deine Moves gesehen. Du bist jetzt ein echter Gorone. Nimm das hier als Zeichen meiner Wertschätzung." Er schenkte Salbeité einen weiteren Arenaorden.

    "Komm wieder vorbei, wenn du tanzen willst", sagte er noch und verabschiedete sich dann.


    Salbeité war glücklich. Jetzt hatte er schon zwei Orden! Statt direkt wieder nach Kakariko zu gehen, kletterte er noch den Todesberg hinauf. Oben angekommen, wäre er fast wieder umgekehrt, denn er sah seinen Albtraum, die Eule, wieder. Sie starrte ihn wortlos an, während er an ihr vorbei schlich. Offenbar war sie noch immer beleidigt.


    Salbeité fand eine brüchige Stelle in der Wand und sprengte ein Loch hinein. Vielleicht konnte er sich darin vor der Eule verstecken?

    Als er hineinging, fühlte er sich wie in einem Traum. Alles war voll Wasser, glitzernder Lichter und mystischer Musik. War das hier etwa die geheime Disco der Goronen? Oder doch ein Schwimmbad?


    Als Salbeité näher an das Wasserbecken trat, stolperte er und sah, wie das Brot ihm aus der Tasche ins Wasser fiel. Er wollte gerade danach greifen, als er ein hysterisches Lachen hörte. Plötzlich kam aus dem Wasser jemand hervorgestiegen. Vor lauter Schreck stolperte Salbeité erneut und fiel zu Boden.

    Über dem Wasser schwebte eine Gestalt. Sie gähnte und sah Salbeité mit missmutigem Blick an. Salbeité verstand ihren Ärger, denn auch er wurde nicht gerne aufgeweckt.

    "Bist du derjenige, der hier so einen Lärm verursacht? Hast du meine Haustür weggebombt?" Sie zeigte mit einem anklagenden Finger auf Salbeité.

    "Es war ein Notfall!", verteidigte er sich. “Da war eine gruselige Eule."

    Sein Gegenüber entspannte sich und nickte verständnisvoll. "Okay, das ergibt Sinn. Eulen sind unheimlich. Aber warte… wer bist du überhaupt?"

    Salbeité stellte sich vor. "Salbeité."

    "Salbeitee?"

    Salbeité gab auf. "So in etwa."

    "Okay, Salbeitee, weißt du was, ich helfe dir. Ich bin nämlich eine Fee, eine RICHTIGE Fee und nicht so ein Betrüger wie die da", sie winkte mit einer Hand in Richtung Navi. Diese protestierte empört: "Was fällt dir ein!"

    Auch Salbeité fand das nicht nett. "Hey, ich mag Ivan, auch wenn er nicht besonders hilfreich ist."

    Nun richtete Navi ihren Ärger auf Salbeité. "Ich heiße Navi!"

    Die Fee machte eine beschwichtigende Handbewegung, ehe ein Streit losbrach. "Okay okay, sorry. Als Wiedergutmachung helfe ich euch. Hier ist ein grüner Balken. Damit kannst du effektiver Gegner ausschalten." Sie gab Salbeité einen Balken. "Aber du solltest jetzt besser gehen, denn ich bin müde. Falls du meine Schwestern irgendwo siehst, weck sie ruhig auf, das wird sie sicher freuen. Bye!" Damit verschwand sie wieder im Wasser.


    Navi war noch immer eingeschnappt, als Salbeité schließlich wieder aus der Höhle trat.

    "Schuhu", hörte er da vor sich.

    Abrupt blieb er stehen. Er hatte die Eule ganz vergessen!

    Die Eule sah ihn mit prüfendem Blick an. "Schuhu, ich kann dich von diesem Berg herunterbringen. Keine Sorge, es ist ganz ungefährlich… ich lasse dich auch nicht fallen…du kannst mir ruhig vertrauen… hihi…"

    Salbeité lehnte ab. Lieber kraxelte er zu Fuß hinunter. Da konnte er unterwegs noch ein paar Skulltulas einheimsen.


    Jetzt ganz vorsichtig...


    Einige Zeit später kam er wieder in Kakariko an. Völlig erschöpft überlegte er, ob er sich irgendwo ausruhen sollte, zur Abwechslung mal drinnen. Sicherlich würde ein Bewohner ihm Unterschlupf gewähren. Ohne zu klopfen ging er wahllos in ein Haus hinein.

    Nanu, wohnt hier niemand?, fragte er sich. Es sah verwahrlost aus, voller Spinnweben und Gerümpel. Vorsichtig ging Salbeité ein paar Schritte hinein. Fast wäre er vor Schreck umgefallen, denn plötzlich kam eine Skulltula von oben herab.

    "AAAAAH!", schrie er.

    Die Skulltula sah ihn an. "Schrei hier nicht so rum", sagte sie.

    Salbeité verstummte. Dann sah er genauer hin. Die Skulltula sah etwas anders aus als die anderen, die er bisher gesehen hatte. "Du kannst sprechen?", fragte er.

    Die Skulltula verzog das Gesicht. "Natürlich. Ich bin doch keine gewöhnliche Skulltula, nein, ich bin etwas BESONDERES!", sagte sie hochnäsig. Sie drehte eine Pirouette und wackelte dabei mit ihren zahlreichen Armen.

    "Ich bin Salbeité", stellte Salbeité sich vor.

    "Das interessiert mich nicht", entgegnete die Skulltula. "Hör zu, weil ich so gutmütig und weise bin, darfst du mir helfen, indem du mir Essen bringst."

    Salbeité war nicht sicher, ob er richtig gehört hatte. "Essen?", fragte er.

    Die Skulltula nickte. "Genau, Essen. Speis und Trank. Du hast sicher kleine Skulltulas im Land herumkriechen gesehen. Bring sie mir", forderte sie.

    Salbeité kam das komisch vor. "Aber wäre das nicht Kannibalismus?", fragte er.

    "Natürlich nicht", widersprach die Skulltula. "Ich bin ja keine gewöhnliche Skulltula, sondern etwas BESONDERES." Zur Betonung drehte sie sich einmal im Kreis. Salbeité konnte schwören, dass ein bisschen Glitter um sie herumflog. "Ich bin fancy. Sparkly! Nicht so wie die gewöhnlichen Skulltulas." Sie rümpfte die Nase.

    "Okay", sagte Salbeité. "Und das da?” Er deutete in die Ecke. Dort hampelte jemand herum.

    "Der da? Den kannst du ignorieren. Er war mein Diener, bevor du gekommen bist", sagte die Skulltula. "Tehe."

    Salbeité schlenderte trotzdem zu dem Hampelmann. Dieser schien sich über Salbeités Auftauchen zu freuen. "Ich bin frei! Frei! Und das nur dank dir!" Er griff mit beiden Händen Salbeités Hand und schüttelte sie. "Nun muss ich nicht mehr für Skulltulla schuften! Hier, nimm das als Zeichen meiner Dankbarkeit." Er hielt Salbeité eine Art Geldbörse hin. "Hier passen genau 200 Rubine rein. Also wahlweise 200 grüne, 40 blaue, 10 rote oder 4 lilane. Keiner mehr. Und ja, das ergibt Sinn", erklärte er. Salbeité dankte ihm, nahm die Geldbörse an sich und verließ das Haus wieder.


    Draußen atmete er erst einmal die frische Luft ein. Dann sah er in seinen Trainerpass: Zwei Orden hatte er bereits. Ein bisschen fehlte noch, aber er hatte eine grobe Idee, wo er hin musste, und schlug den Weg in Richtung Zora-Fluss ein.




    Challenges:

    ✓ Besiege King Dodongo ohne dich selbst mit einer Bombe zu verletzen


    Statistik:

    Herzcontainer: 6

    Herzteile: 7

    Skulltulas: 11




    Fazit:

    Ich war tatsächlich nie ein großer Fan von Dodongos Höhle, dabei ist der Dungeon nicht so lang. Ich glaube, als Kind hatte ich Angst vor den Strahlzyklopen, weil ich nicht wusste, dass man sie mit Bomben besiegen kann. Apropos Angst: Die großen Feen fand ich auch immer gruselig und die Zombies sowieso. Heutzutage nicht mehr, aber ihren Schrei finde ich immer noch unangenehm, brr.


    Ansonsten habe ich genau wie ihr die Maskenquest gestartet, d.h. ich bin mehrfach zwischen Kakariko und Hyrule hin und her gelaufen, hehe. Hab auch ein wenig Herzteile und Skulltulas gesammelt.


    Tatsächlich habe ich gestern Abend bereits Jabu Jabu betreten, wollte aber vorher noch gerne einen Beitrag absenden, ehe es wieder so ausufert.


    Ich finde es auch toll, dass jeder einen ganz eigenen Stil hat! Mir gefallen eure Berichte echt super.


    @IBNs Berichte aus Sicht unterschiedlicher NPCs sind interessant, da wir so ein wenig über ihr Innenleben erfahren. Ebenso wie Darkshuttle bin ich schon gespannt, aus wessen Sicht du noch schreiben wirst.


    Darkshuttle123 So unterschiedlich sind die beiden Beiträge! Der erste war mega witzig und der nächste extrem dramatisch. Bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht!


    Kiba. Ich finde toll, wie du deine Beiträge mit Anekdoten aus der Kindheit ausschmückst. "Wackelärschchen Ritter" ist eine sehr treffende Beschreibung für die Statuen!

    Oben angekommen gehe ich nicht direkt nach Goronia rein, sondern mache einen sehr gewagten Rückwärtssalto, damit ich an ein Herzteil komme, was man eigentlich erst kriegen kann, wenn man erwachsen ist.

    Ach guck, das wusste ich gar nicht, dass das geht. Habe ich gleich mal ausprobiert und tatsächlich das Herzteil bekommen und Link ist dabei auch nur fast draufgegangen. Cool, danke für den Hinweis!

    Was aber immer passiert, ist, dass der mich überfährt. Also ich weiß ganz genau, dass ich zur Seite gehen muss, damit er mich eben nicht trifft, aber um so zwei oder drei Pixel, da schaffe ich es immer nicht und er schafft es, über mich drüber zu rollen.

    Finde ich auch nicht so leicht. Ich ducke mich meist einfach unter meinem Hylia-Schild und hoffe, keinen Schaden zu bekommen. Klappt in meinem Fall glücklicherweise häufiger als in die Ecke stellen.

  • Abschnitt 1.1

    Konsole: New Nintendo 3DS


    Weil Baum

    Abenteuer auf einer Insel! Möwen! Ein riesiges Ei auf einem Berg! Eine Urheberrechtsverletzung!


    Senf erhielt ein Schreiben von der Traumanwaltschaft. Cocolint war nicht sein Traum, sondern der Traum des Windfisches. Senf war also rechtlich gezwungen, etwas anderes zu träumen.


    In seinem (eigenen!) Traum stand er vor der Hauptstadt von Hyrule, die ebenfalls Hyrule hieß. Da es gerade Nacht war, war die Zugbrücke eingezogen. Wegen des Sturms wurde sie aber extra für Senf heruntergelassen. Kurze Zeit später wurde er aber enttäuscht: Die Zugbrücke wurde für einen Reiter heruntergelassen. Doch wer reitet denn da durch Nacht und Wind? War es die Zofe mit einem Kind? Während Senf weiterdichten wollte, kam ein weiterer Reiter heran. Dieser war grün und streckte Senf die Handfläche zum High Five entgegen. "Ich komme nicht dran, du musst schon vom Pferd steigen!" sagte Senf. Der Reiter antwortete mit "Hey! Listen! Hey! Hey!"


    Senf erwachte. Irgendwas leuchtendes schwebte über seinem Bett. War es ein Insekt? War es ein Irrlicht? Link beschloss, sich irgendwann mal einen Kescher zu besorgen. "Listen!" Guter Plan, er sollte sich eine Todo-Liste erstellen.


    "Steh endlich auf, du Faulpelz!" sagte das Licht. Als Kompromisslösung setzte Senf sich hin. "Na endlich. Der Deku-Baum schickt mich, du sollst dich sofort auf den Weg zu ihm machen!"

    "Wieso denn das?", fragte Senf. "Weil Baum. Und jetzt komm endlich"


    Senf stand auf. Mittlerweile war es Mittag, Zeit für seinen Frühsport. Er rollte durch sein Haus, lief um den Tisch in der Mitte und schrie dabei herum. Ein Dienstag wie jeder andere. Oder war es Mittwoch? Neben einem Kescher brauchte er wohl auch noch einen Kalender.

    Genug Sport, Senf trat aus seinem Haus heraus. Kaum war er über die Schwelle getreten, kam ihm schon Salatia entgegengelaufen. "Hallo Link! Wow, du hast endlich eine Fee! Glück gehabt! Wir wollten dich schon aus dem Wald werfen!"


    Senf ließ Salatia einfach stehen und machte sich auf den Weg zum Deku-Baum. Das war leichter gesagt als getan, denn der Deku-Baum hatte anscheinend geschlossen. Hatte Senf etwa die Öffnungszeit verschlafen? Was sollte er jetzt machen? Der Türsteher schlug ihm dann vor, in der Zwischenzeit nach seinem Schild und seinem Schwert zu suchen, das er verlegt hatte. "Kannst du nicht selber nach deinem Kram suchen?", fragte Senf. "Nein, dann könnte ich hier nicht im Weg rumstehen."


    Also zog Senf durchs Dorf. Auf einem Hügel fand er ein paar Schilder in der örtlichen Unkrautsammlung. Leider konnte er sie nicht mitnehmen, da auf ihnen was von Schwertern stand. Ein paar Meter weiter fand er etwas verdächtiges. Jemand hatte angefangen einen U-Bahn-Tunnel zu graben. Das Loch war zwar ein wenig klein, aber es kam Senf verdächtig vor. U-Bahnen fahren doch unterirdisch! Senf wollte der Sache auf den Grund gehen und kroch hindurch.

    Auf der anderen Seite angekommen wurde Senf dann prompt von einem Stein überrollt. Der Stein ließ sich nicht weiter von ihm beirren und rollte einfach weiter. Einen Moment später kam der Stein zurück. Senf wollte nicht noch einmal überrollt werden und suchte sei Heil in der Flucht.


    In einer Nische fand er ein Werbeplakat ("Kauft Informationen bei den Gebrüdern Keine & Ahnung"), dahinter eine Truhe. In der Truhe befand sich das Schwert des Türstehers. Senf fragte sich, wie man ein Schwert an einem solchen Ort verlegen konnte. Jetzt fehlte nur ein passender Schild.


    Senf suchte das ganze Dorf ab und verdiente sich nebenher ein bisschen Taschengeld mit Rasenmähen. Als er sich ein Eis davon kaufen wollte,rief ihm jemand was vom Dach zu. Senf wollte nicht aufgehalten werden und betrat den Laden.


    Der Laden an sich war seltsam. Am Eingang wurde er von einer Kokiri gewarnt, dass der Laden voll der Scam war. Hinter dem Tresen stand jemand, für den der Tresen eindeutig zu hoch war. Warum baute man einen so hohen Tresen, wenn alle Kokiri gleich klein waren? Bevor er sich über das Mobiliar beschwerte und Hausverbot bekam, wollte Senf erst mal einkaufen. Es gab leider kein Eis, aber er kaufte einen coolen Schild. Auf der Rückseite war das Wort "Türsteher" eingeritzt. Er hatte also den richtigen Schild gefunden!


    Also kehrte Senf zum Türsteher zurück. Da er für den Schild bezahlt hatte, wollte Senf ihn nicht einfach so dem Türsteher zurückgeben. Der Türsteher weigerte sich, Senf die 40 Rubine zurückzuzahlen. Senf behielt den Schild deswegen. Das Schwert wollte er auch behalten, nicht dass ihm der Türsteher damit irgendwann in einer dunklen Gasse auflauerte. Schmollend ging der Türsteher davon.


    Senf verarbeitete auf einem engen Waldpfad noch ein paar Piranha-Pflanzen zu Stöcken (die magischen Fähigkeiten des Kokiri-Schwerts halfen ihm dabei), und schon stand er vor dem Deku-Baum. Soweit er sich erinnern kann, lebte Senf schon sein ganzes Leben im Dorf, dem Deku-Baum ist er aber nie begegnet, schließlich ist er nur ein Baum. Im Wald.


    Dennoch sprach ihn der Deku-Baum an: "Du bist nun also erschienen, Senf. Ich hörte, dich plagen Alpträume."

    "Ja. Von Anwälten."

    "Ich meine die Spinnen, Senf. Die Spinnen in deinen Träumen."

    "Nein...eigentlich nicht."

    Senf wusste nicht ganz, worauf der Baum hinauswollte.

    "Du hast keine Alpträume von Spinnen?"

    "Nein, habe ich nicht. Die machen mir keine Angst."

    "Gut, perfekt sogar. Ich brauche nämlich deine Hilfe."

    "Als epischer Held, der die Welt rettet?"

    "Nein, als Kammerjäger. Ein Schatzsucher aus der Wüste suchte nach dem grünen Stein der Weisen. Da ich ihm nicht helfen wollte, ihn zu finden, setzte er einen Haufen Spinnen aus und jetzt werde ich die Viecher nicht mehr los."

    Senf fragte, warum der Baum dem Typen nicht einfach bei der Suche helfen konnte.

    "Ich hätte es getan, allerdings war ich gerade zu beschäftigt."

    "Womit sollte ein Baum denn beschäftigt sein."

    "Um über das Dorf der Kokiri zu wachen."

    "Wie willst du das Dorf denn bewachen, wenn du nur ein Baum bist?"

    "Ist dir etwas schlimmes im Dorf zugestoßen, Senf?"

    "Nein...?"

    "Gern geschehen."

    Senf wollte mit dem Baum eigentlich nicht weiterdiskutieren.

    "Wenn du mir hilfst, gebe ich dir den Stein, nach dem der Wüstenmann gesucht hat."

    Senf wusste nicht so ganz, was er mit so einem Stein anfangen sollte. Andererseits - wenn der Schatzsucher so tief in den Wald kam, um danach zu suchen, musste er sicher ein Vermögen wert sein...

    "Ok, wo sind die Viecher?"

    "Hier drin." Der Deku-Baum öffnete seinen Mund.

    "Du hast die Spinnen gegessen?"

    "Ja, ich hatte zwischendurch Hunger. Und jetzt machen sie mich krank."

    Senf war sich immer noch nicht sicher, warum der Deku-Baum den anderen Leuten im Dorf so wichtig war. Mit einem Seufzer betrat er den Baum.


    Drinnen sah alles verwahrlost aus. Überall waren Spinnweben, und auch so sah es aus, als hätte hier schon lange keine mehr sauber gemacht. Gut, dass Senf sich nur um die Spinnen kümmern musste, die Wischmopp-Mannschaft die hier noch gebraucht wurde war nicht zu beneiden.


    Als Senf an einer Kletterwand vorbeikam, schlug die Fee (Senf nannte sie Tomtom) ihm vor, diese Wand doch hinaufzuklettern. Da sie sich hier auszukennen schien, versuchte er hochzuklettern. Ein paar Meter weiter oben wurde er von eine Spinnen-Gang angefallen und fiel von der Wand. Die Fee lachte darüber. Senf beschloss, nicht mehr auf sie zu hören. Stattdessen ging er weiter.


    Vor einer Tür angekommen erklärte die Fee ihm, wie man Türen öffnet. Das stellte Senf vor ein Dilemma. Einerseits wollte er nicht mehr auf die Fee hören. Andererseits wollte er schon wissen, was in dem Raum war. Senf schob den Gedanken beiseite und trat ein.

    Drinnen fand er eine Truhe, darin befand sich ein Y. Mit Gummiband. Tomtom erklärte Senf wie man damit Deku-Kerne durch die Luft yeeten konnte.


    Das war die perfekte Möglichkeit die Spinnen von der Kletterwand wegzubekommen. Also schoss er die Spinnen von der Wand und kletterte hinauf. Oben angekommen waren noch mehr Spinnen. Sie waren auch viel größer. Nachdem er sie erledigt hatte, stolperte Senf über einen Stein und fiel in die Tiefe, direkt auf das große Netz in der Mitte. Einen kurzen Moment überlegte Senf, ob das Netz als Trampolin herhalten könne, aber dann riss es und er fiel weiter in die Tiefe und landete schließlich im Wasser. Wieso hatte der Deku-Baum einen Pool im Keller? Handelte es sich etwa um ein verlassenes Hotel?


    Nachdem er ein Spinnennetz wegfackelte, betrat er den nächsten Raum. Dort warf ihm ein...Salatmann(?) eine Deku-Nuss entgegen.

    "Willkommen im Deku-Andenkenladen! Hier haben wir alles von der beliebten Deku-Marke! Deku-Stäbe, Deku-Kerne. Brauchst du etwas zum Knabbern? Wir haben Deku-Nüsse. Brauchst du eine Topfpflanze? Wir haben Deku-Ranhas!"

    Senf wollte eigentlich nichts kaufen. "Warum hat der Andenkenladen denn geöffnet, wenn das Hotel doch komplett verlassen ist?"

    "Das Hotel ist verlassen?", fragte der Salat. "Das erklärt wohl, warum lange keiner mehr hergekommen ist. Dann gehe ich mal nach Hause."

    Herr Salat verschwand, mit ihm leider auch sein ganzer Andenkenladen.


    Nach ein paar Leuten landete Senf wieder beim Pool, allerdings auf einer etwas erhöhten Terasse. Auch hier war ein Spinnennetz zum wegbrennen. Leider merkte Senf nicht, dass er dabei selber gerade auf dem Netz stand und fiel wieder in die Tiefe. Auch hier war ein Pool, wobei dieser etwas kleiner war. Er lief an drei Salaten vorbei, die ihm wieder etwas andrehen wollten und landete schließlich in einem dunklen Raum.


    Senf sah sich ein wenig um und fand die Oberspinne. Sie war ziemlich bunt, hatte ein leuchtendes Auge und sah überhaupt nicht wie eine Spinne aus. Bestimmt war sie für die Krankheit des Deku-Baums verantwortlich! Senf zerstörte sie, bevor sie noch weiteren Schaden anrichtete. Kurze Zeit später erschien ein blaues Licht und Senf fand sich vor dem Deku-Baum wieder.


    "Ich danke dir Senf. Trotzdem sterbe ich jetzt. Aber erst erzähle ich dir eine Geschichte! Also, am Anbeginn der Zeit..."

    "Was ist mit dem Stein?", fragte Senf.

    "Dazu komme ich doch jetzt. Also, Din erschuf Steine..."

    "Ich meine den Stein der Weisheit!"

    "Genau, dann kam Nayru und erschuf die Weisheit..."

    "Den grünen Stein!"

    Der Deku-Baum faselte weiter: "Achja, grün. Farore pflanzte überall Gras..."

    Senf hörte nicht mehr zu während der Baum weiterredete. Irgendwann warf er ihm eine glänzigen Stein entgegen.

    "Danke, dass du dir die ganze Geschichte angehört hast. Übrigens gehört der Stein zu einem Set. Frag die Prinzessin im Schloss, sie kann dir mehr dazu sagen."

    "Aber...hieß es nicht, dass wir sterben, wenn wir den Wald verlassen?" fragte Senf.

    "Nö, ist gelogen."

    Dann versteinerte der Baum. Zumindest hörte er auf zu reden.


    Auf dem Weg zum Dorf zurück kam Senf der Türsteher entgegen. "Ey, was hast du mit dem Baum gemacht? Du hast ihn umgebracht, oder?"

    Senf verneinte. "Nein, das war ein Typ aus der Wüste."

    "Jaja, ganz sicher, ein Typ aus der Wüste. Als nächstes erzählst du mir noch, dass er grün und ein männlicher Gerudo ist oder was? Verschwinde jetzt!"

    Senf hatte keine Lust mehr, sich die Vorwürfe anzuhören. Er wollte mehr von den Glitzersteinen sammeln.


    Am Dorfausgang materialisierte sich Salatia hinter ihm. "Ich wusste schon immer dass du das Dorf verlässt." Sie warf Senf eine Kartoffel entgegen. "Hier, eine Feen-Kartoffel. Du musst sie immer bei dir tragen, sie ist ein Erinnerungsstück an uns." Senf betrachtete die Kartoffel. Er wusste nicht, was er damit sollte, steckte sie aber sicherheitshalber ein.

    "Viel Glück bei deiner Suche nach den Glitzersteinen!"

    Salatia verabschiedete sich und Senf ging hinaus.


    Kaum trat er aus dem Wald, wurde er von einer Eule angefallen. Diese ließ nicht locker und redete gefühlt noch mehr als der Baum. Senf nickte einfach nur höflich. Ein fataler Fehler, weil so signalisierte er der Eule, dass sie noch mal von vorn erzählen sollte.

    Senf unterbrach sie irgendwann und sagte, dass er von der Prinzessin erwartet wird und nicht zu spät kommen darf. Beleidigt zog die Eule von dannen.


    Kurz, bevor Senf die Stadt erreichte, wurde die Zugbrücke nach oben gezogen. Jetzt musste Senf die Nacht vor dem Schloss verbringen. Wenn die Eule doch bloß nicht so viel geredet hätte...

    Zumindest leisteten ihm ein paar Skelette Gesellschaft. Sie sangen und tanzten die ganze Nacht, es wirkte wie ein Fiebertraum.

    Als es schließlich Morgen wurde, konnte Senf die Stadt endlich betreten.




    Challenges

    • meistere den Dekubaum in 20 Minuten oder weniger ✅ (16:18 🎉)
    • lass dich von keinem Knochengänger treffen, während du erstmals durch die Steppe läufst ✅


    Fazit:

    Ich weiß jetzt nicht mehr, wie viel Zeit ich für den Abschnitt gebraucht habe, das Schreiben hat aber sicherleich mehr Zeit in Anspruch genommen. Mal sehen, wahrscheinlilch sollte ich mich da kürzer fassen.


    Was soll ich sagen, ich glaube Ocarina of TIme ist wohl das Zelda-Spiel das ich am zweithäufigsten (nach Links Awakening) durchgespielt habe. Dementsprechend ging es bis hierhin natürlich locker-flockig. Sollte am Anfang des Spiels aber auch gar nicht anders sein.


    Ich habe mich für die 3DS-Version entschieden, weil ich die Kartoffelgrafik vom N64 schon zu oft gesehen habe. Außerdem ist die Steuuerung hier auch angenehmer (Stichwort: Eisenstiefel).




    Gegenstand: Randalierender Minderjähriger

    #OcarinaOfCrime


    "Weil das im Spielverlauf nicht vorgesehen ist. Also mach den Weg frei und lass mich weiter Kartoffel spielen." Mit diesen Worten rollte der Gorone sich wieder zusammen und schlief ein.

    Weiß nicht warum, aber bei dem Teil hatte ich nen Lachflash. Gut, dass ich den Beitrag nicht in der Bahn gelesen habe 😅


    Sie starrte ihn wortlos an

    Schön wärs...

    "Glaubt nicht alles, was im Internet behauptet wird."
    - Abraham Lincoln

  • Wie angekündigt nehme ich das ja auf, weshalb es bei mir hauptsächlich im Video-Format bleiben wird. Sprich ich werde jetzt nicht so wie andere kreative Berichte schreiben.

    Ich werde auch jeden Part hier verlinken und paar Inhalte zu schreiben. Im Gegensatz zudem ALttP ZFZZ werdet ihr aber auf den jeweiligen Beitrag warten müssen, da ich alles "nicht gelistet" hochlade, sodass keiner vorab schauen kann. (da es random sein wird, wann ich die Parts hochlade und wann ich den Beitrag schreibe.)


    Damit die Beiträge wegen der Videoverlinkung nicht zu groß werden etc. packe ich das meiste in Spoiler-Tags.


    Wird in etwa so aussehen, das ich das Video in einem Spoiler verlinke, innerhalb diesen Spoiler-Tags unter dem Video einen weiteren Spoiler reinpacke, wo ich grob die Inhalte des Parts aufschreibe. Inventar Bild lasse ich aus, das sieht man im Video mit eingefügt, weil ich Item Tracker nebenbei laufen lassen hab.


    Noch als Info, mein Run ist ein 100% Run, d.h. alle Herzen/Items/Erweiterungen/Skulttulas etc.

    Unwichtige Spots lass ich größtenteils aus, kann aber gut mal sein das mein Rando Brain tickt und ich zu einer unwichtigen Truhe latsche. xD


    Videos sind btw. weitaus länger als beim ZFZZ 8, aber das liegt daran das OoT einfach mehr Inhalt hat als ALttP. Und ich jetzt für Abschnitt 1 z. B. nicht 8 Parts oder so raushauen will. :'D


    Part 1 hat btw. am Anfang einen doofen Biep Sound, ich weiß nicht warum, aber das ist mir erst nach dem rendern aufgefallen.




    Abschnitt: 1
    Part 1 von 4

    Konsole: PC-Port (Zwecks Aufnahme)


    Sonstige Informationen: Hat jemand einen Timeline-Split bestellt?


  • Abschnitt: 1.3

    Konsole: Switch 2 (N64-Version)



    Schadens- und Wachprotokoll #2


    🏰👑 Im Namen des Königs und der Prinzessin von Hyrule 👑🏰


    Gegenstand: Verhaltensauffälliger Minderjähriger (Wiederholungstäter)

    Zuständigkeit: Ministerium für Arbeitsverweigerung und Grabinspektion (MIEFTWIEGRAS)

    Einsatzgebiet: Kakariko


    Verstöße


    Bauaufsicht

    • Unbefugtes Betreten von Baustellen
    • Zerschlagung von Dachziegeln durch akrobatische Aktivitäten
    • Balancieren auf Tragbalken ohne Sicherheitsausrüstung
    • Leitern: Aufstieg ordnungsgemäß, unerlaubter Abstieg durch freien Fall

    Friedhofsverwaltung

    • Grabschändung außerhalb der Öffnungszeiten
    • Durchführung eines verbotenen Wetterrituals zur Herbeiführung eines Blitzeinschlags
    • Ruhestörung von ruhelosen Geistern

    Dokumentierte Zeugenaussagen


    »Wir wurden getragen, geworfen, geschubst, für Kurzstreckenflüge missbraucht… Tierquälerei ist das, sage ich Ihnen! Wieso tut denn niemand etwas?”

    - Hühnchen (Anm.: gackert unablässig; Maßnahme: Individuen wieder voneinander trennen)


    »Eh. Mein Leben habe ich damit verbracht, Grabsteine anzuordnen, eh. Er kommt einfach, eh, und schiebt sie hin und her, eeeeh.«

    - Boris (Anm.: hobbylos; Maßnahme: Freizeitprogramm für Rentner erweitern)


    »Ich wollte es auch, hehe. Es hat sich schön angefühlt, von jemandem berührt zu werden, der atmet.«

    - Zombie (Anm.: kann nicht loslassen; Maßnahme: Therapieplatz anbieten)


    »Er betrat mein Haus in der Nacht. Sagte kein Wort. Hob einen Krug hoch und schmiss ihn gegen die Wand. Starrte mich an. Verließ das Haus kommentarlos. Das war eine belastende Situation.«

    - Anonymer Dorfbewohner (Anm.: sperrt sein Haus offenbar nicht zu; Maßnahme: Keramikutensilien nachbestellen und wieder aufreihen)


    »Ich habe ihn nur angesehen und er ist einfach davon gerannt. Das hat meine Gefühle verletzt.«

    - Verfluchte Skulltula (Anm.: außerordentliche Hässlichkeit bestätigt; Maßnahme: alleine lassen)


    »Meine Freunde wurden vor meinen Augen kaltblütig ermordet. Ich verlange Gerechtigkeit.«

    - Flederbeißer (Anm.: Flügel zum Davonfliegen offenbar nicht genutzt; Maßnahme: neue Individuen für den nächsten Strike nachzüchten)


    »Er hat mir geholfen, so nett! Er ist ein wirklich toller Mensch. Fast so toll wie Kafei, meine große Liebe.«

    - Anju (Anm.: wiederholte exzessive Träume über einen nonexistenten Mann dokumentiert; Maßnahme: medikamentöse Dosis deutlich erhöhen)


    »Er hat unseren Song geklaut! TÜ-DE-LÜÜÜ-TÜ-DE-LÜÜÜ! Sehen Sie? Wir sind das Original.«

    - Gebrüder Brahmstein (Anm.: Copyrightverletzungen können die Sperrung des Spielstands nach sich ziehen; Maßnahme: Verjährung der Songrechte prüfen)


    Eingereichte Formulare

    • Antrag “Aktivierung eines Vergeltungssystems durch das Geflügelkollektiv” (Status: in Bearbeitung)
    • Kündigungsschreiben an alle Bauarbeiter (Status: abgelehnt; Anm.: weiterhin ziellos rumlaufen lassen)
    • Verlängerungsansuchen “Arbeitslos und deprimiert unter einem Baum hocken” (Status: angenommen)
    • Gleichstellungsansuchen von verfluchten Skulltulas (Status: abgelehnt; Anm.: gesellschaftliche Ächtung fortsetzen)
    • Antrag auf erneute Wachdienst-Versetzung (Status: in Bearbeitung)

    Psychologisches Gutachten (Tatverdächtiger)


    Der Patient verfügt über stark eingeschränkte Kommunikationsfähigkeiten. Undefinierbare Lautäußerungen werden in unregelmäßigen Abständen von sich gegeben. Wird der Pa. angesprochen, reagiert er mit weit aufgerissenen Augen und stoischem Kopfnicken...

    ...oder gar nicht. Konflikte werden durch Wegrollen oder Verstecken unter einem zu großen Hylia-Schild vermieden. Alternativ werden konfliktbehaftete Situationen durch Androhung von Stichwaffeneinsatz nicht deeskalierend behandelt. Der Pa. scheint keinen moralischen Kompass zu besitzen: Zeigt gegenüber anderen Fürsorge und Hilfsbereitschaft, hält sich aber nicht an einfache Verhaltensvereinbarungen und hat eine ausgeprägte Tendenz zum Zerstören.


    Diagnosevorschlag: Woher zum Ganondorf soll ich das wissen, für solche Psychos bin ich mitnichten ausgebildet worden. Erhöht mein Gehalt, ihr Ar… Posttraumatische Belastungsstörung durch defektes Navigationssystem („Navi“).


    Prognose


    Unberechenbares Verhalten des Tatverdächtigen weiterhin dokumentieren, insbesondere bei Hühneralarm. Einschreiten gemäß der Auflagen des Kinderschutzkonzepts derzeit nicht möglich (Evaluierung und Überarbeitung dringend empfohlen).



    Game Over: 0

    Herzen: 5

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Abschnitt 1.1

    Konsole: Switch (NSO-Bibliothek)


    (Dekubaum) Zu Hülf! Ein Parasit nagt an meinen Eingeweiden! Navi, get ze Flammenwerfer!

    (Navi) Wäre ein Flammenwerfer nicht etwas zu rabiat, Eure Knorrigkeit? Seit Tagen berichtet Ihr von eurem Todeskampf, könnte man diesen nicht kurz und schmerzlos beenden ohne zu riskieren, den ganzen Wald niederzubrennen?

    (Dekubaum) So sei es. Hol diesen Jungen, der seit zehn Jahren Sozialleistungen bezieht und sage ihm die Zeit ist gekommen, da er an den Arbeitsmarkt angebunden werden muss!

    (Navi) Da bin ich mal gespannt, was es diesmal ist. Dieser Bengel neigt zu abenteuerlichen Ausreden, um nicht an die Schippe zu müssen.

    (Link) Schon wieder so ein Alptraum. Ich fürchte, ich stecke in einer hochgradig depressiven Phase. Besser, ich drehe mich nochmal um und schlafe weiter...

    (Navi) Daraus wird nichts, sonst werden deine Leistungen um 50% gekürzt, und sollte das nicht fruchten, erhälst du nur noch Lebensmittelmarken.

    (Link) Na guuuut...

    (Salia, hat den ganzen Morgen darauf gelagert, im rechten Moment auf Links Haus zuzurennen) Guten Morgen! Du darfst vor dem Dekubaum treten, das ist eine grooooooße Ehre!

    (Link) Ist es das? Mir kam zu Ohren, erst letzte Woche war dort drin ein Trupp Innenarchitekten und Handwerker zugange, um so eine Art Escape Room einzurichten...

    (Mido) Du kommst hier net rein! Es sei denn... Hey, du hast ja ein Schwert und einen Schild! Dazu habe ich dich doch noch gar nicht aufgefordert! Was ist nur los mit diesem gruseligen kleinen Hellseher...

    (Dekubaum) Ah, Herr Link. Schön, dass wir uns auch mal begegnen. Nun, bereit, mir dieses lästige kleine Geschwür zu entfernen?

    (Navi) Wie bitte?!

    (Dekubaum) Ich spreche von dem Parasiten. Klettere einfach in meinen Mund.

    (Link) Hier drinnen ist es total seltsam. Wer hat diese Ranken gepflanzt und das Abwassersystem im Keller angelegt? Warum sind hier Waffen und Karten versteckt? Achja, der Escape Room... großartig, ich darf also den Testlauf machen.

    (Gohma) Hier ist Endstation! Ich bin die Königin der Spinnen! Verschlinger von Welten! Ich bin... hast du mich gerade mit einem Dekustab geschlagen? Mein Kryptonit... leb wohl, schnöde Welt...

    (Dekubaum) Du hast den ersten Teil deiner Prüfung bestanden, junger Link! Nun höre, was ich, der Dekubaum, dir wichtiges zu sagen habe. Hyrule wurde vor Jahrtausenden von drei goldenen Kühlerfiguren erschaffen. Hier hast du einen grünen Stein. Zeig ihn der Prinzessin im Schloss. Mach das Beste draus, ich bin dann mal tot.

    (Link) Warte mal, du stirbst erst jetzt, nachdem ich das Spinnenmonster erledigt habe?

    (Dekubaum) Ja.

    (Link) Das heißt, hätte ich das nicht getan, hättest du ewig weiterleben können, wenn auch mit einem zwicken in den unteren Körperregionen?

    (Dekubaum) Nun... theoretisch...

    (Link) Tja, ganz schön blöd. Dann verlasse ich mal den Wald. Durch den einzigen anderen Ausgang. Den sicher noch nie jemand benutzt hat, um rein oder raus zu kommen.

    (Salia) Oh, du verlässt uns? Das überrascht mich nicht. In der Popkultur ziehen alle Waisenjungen irgendwann los, um auf ein großes Abenteuer zu gehen. Hier, nimmt mein altes Nokia 3310. Ich habe es beim aufräumen auf dem Dachboden gefunden. Es hat noch zwei Ladebalken und der selbstkomponierte Klingelton "Salias Lied" ist noch drauf!

    (Link) Ui, dieses Teil muss doch einen hohen nostalgischen Wert für dich haben!

    (Salia) Eigentlich nicht. Solltest du zufällig auf deinen Reisen ein besseres Mobiltelefon finden, ersetze es einfach dadurch.

    (Eule) Nun tritt der Auserwählte endlich seine Reise an! Warte nur ab, was noch alles vor dir liegt!

    (Link) ...was denn?

    (Eule) Das sag' ich dir nicht. Mach's gut!


    12 Stunden später...


    (Link) Kann mir mal jemand sagen, was hier mit Raum und Zeit los ist? Ich bin doch bloß einen sanft ansteigenden Hügel herauf und wieder hinabgestiegen, um zum etwa 500 Meter entfernten Schloss zu kommen! Und jetzt ist es schon Abend? Na egal. Rein in die gute Stube, ich will nicht noch die ganze Nacht in dieser Einöde verbringen.


    Im nächsten Teil: Neue, garantiert geistig gesunde Freunde, die Prinzessin der Adelsklischees und Steinmenschen auf Zwangsdiät.


    Passive good is worse than actual evil.


    -William Blake

  • Abschnitt: 1

    Konsole: GameCube


    Vor dem obligatorischen Start des Spiels ist es im Disc-Menü natürlich Pflicht sich mindestens einen tollen Trailer für andere GameCube-Games anzuschauen. Ich präferiere dabei die Hot Clips, aber der für F-Zero GX ist auch klasse. WHAT A RUSH! Danach war ich kurz davor Master Quest zu starten, doch ich wollte nicht einen Regelverstoß oder ähnliches bei diesem ZFZZ betreiben und werde den entsprechenden Replay des Games zu einem späteren Zeitpunkt starten. Das Original auf dem GameCube war übrigens noch nicht gespiegelt wie später auf dem 3DS!


    Wieso GameCube? Abgesehen davon, dass die Konsole und der Controller absolut geil sind und mir wahnsinnig viel bedeuten, ist es eben auch von Vorteil, dass man es auf Deutsch mit 60 statt 50 Hz wie auf N64 oder Switch spielen kann. Klar, die Switch bietet auch die englische US-Variante in 60 Hz, aber das Spiel ist für mich einfach auf Deutsch Pflicht. Mit der 50 Hz Variante hat man es schwerer die 20 min Challange zu bestehen und generell wird die Spielzeit eben länger. Mit Komponentenkabeln, die ich mir mal extra für meine Retro-Konsolen angeschafft hatte, sieht die Qualität im Gegensatz zu RGB-Scart auch noch bis heute super aus.


    Genug der Vorworte, los geht's und viel Spaß!




    Im Walde lebte der junge Joghkurt und er schnarchte sehr laut. So laut, dass es keiner mehr ertragen konnte. Eine Fee flog in sein Zimmer:

    "SEISTILL, wach auf!"

    Auch ein junges Mädel rief vor seinem Haus:

    "Guten Morgen, SEISTILL!"
    Joghkurt wusste nicht, ob die beiden höflich oder frech sein wollten, jedenfalls war er nun wach und absolut still. Nachdem er einige Rubine für etwas Equipment zusammengekratzt hatte, die er sogar für astreine 10/10-Backflips vor ein paar Steinen im Trainingszentrum erhielt, stand er dem großen Deku-Baum gegebenüber.
    "Jo, was soll denn der Aufruhr? Und wieso brüllen mich alle an?"

    "Sei willkommen, SEISTILL!"
    Der Baum war nicht besser als alle anderen.
    "Was geht denn mit euch allen?"

    "SEISTILL, höre Navis Worte, denn es sind Worte der Weisheit."
    Was zu bezweifeln war.


    Im Inneren des Deku-Baums glänzte er gleich zweimal mit äußerst starken Oberschenkeln, nachdem er aus mehreren Metern Höhe das große Loch in der Mitte verfehlte und stattdessen auf dem harten Boden aufschlug, aber unmittelbar danach weiterlaufen konnte, als wäre nie etwas geschehen. Trotz dieser zeitlichen Unterbrechungen erledigte er seinen Auftrag in 16 min.
    "Ey, das war ja mal alles voll locker easy..."
    "SEISTILL! Begib Dich nun zum Schloss!"
    Und Joghkurt blieb still und lief rückwärts in Richtung Schloss, denn das war der neueste Trend und Studien zufolge auch schneller als 08/15-Vorwärtslaufen. Noch vor Sonnenuntergang erreichte er die Stadt und sprach mit einigen Leuten. Ein Handelsstand war besonders beliebt, denn es tummelten sich mehrere Kunden dicht davor. Joghkurt versuchte auch etwas zu erkennen, doch es gelang nicht.

    "Lasst mich auch mal gucken!"

    Eine Frau drehte sich zu ihm um:

    "Häh? Was? Still, Kleiner! Still!"

    Immerhin brüllte sie nicht, aber das Zauberwort fehlte weiterhin.


    Ein paar Stunden später, es war bereits dunkel, betrat Joghkurt endlich den Schlossgarten, doch zwei Wachen versperrten den Weg und bewegten sich keinen Zentimeter. Gleiches galt für die Kamera, die wohl keine Lust hatte seinen Bewegungen zu folgen und Joghkurts Existenz war ohne diese Verfolgerkamera nichts Wert. Letztendlich wurde er geschnappt und kam erst beim dritten Mal auf die Idee, dass das Schloss tagsüber weniger bewacht sein könnte, was sich letztendlich bewahrheitete. Im Hellen spazierte er gemütlich zu Prinzessin Zelda, die ganz aus dem Häuschen war, und betrachtete eingerahmte Screenshots aus Super Mario 64.
    "Das ist Ganondorf, der ist ganz böse, das weiß ich aus meinem erfundenen Traum!"
    Joghkurt entgegnete:
    "Wieso sollte das mein Problem sein?"
    "SEISTILL... Wir sind die einzigen, die Ganondorfs Pläne durchkreuzen können!"
    Selbst die Prinzessin höchstpersönlich kannte keinen ordentlichen Umgangston mit dem Jungen. Am Ende wurde er von Impa dann hinausbefördert, die womöglich den Fehler bei ihm sah.


    Auf der Lon-Lon-Farm traf Joghkurt erneut auf Malon und Talon, zeigte seine krassen Skills beim Suppenhuhn- oder Super-Huhn-Spiel, machte Malon einen Heiratsantrag und schloss innige Freundschaft mit der kleinen Epona, die ihn über die gesamte Koppel schob. Als er anschließend nach Kakariko reiste, ging es mit den Hühnern sogleich weiter, diesmal ohne Suppe und mit Allergie. Ein beherzter Seitwärtssprung vom Aussichtsturm ließ ihn direkt mit den Klöten auf einem Zaun landen, damit er auf das Dach eines Hauses steigen konnte, dessen Eigentümer wohl lieber auf als im Haus saß.

    "Schön, dich wiederzusehen!"

    Joghkurt kannte diesen Mann nicht, aber wurde direkt von ihm ins ¼-Herz geschlossen. Auch vor Grabschänderei am Friedhof kannte er keine Zurückhaltung.


    Dank gültigem Reisepass durfte er auf den Todesberg und nach Goronia weiter, wo er nicht nur ein Portal in den Kokiri-Wald entdeckte, sondern auch einwandfreien Umgang mit Donnerblumen zeigte, als hätte er schon sein Leben lang gerne Dinge in die Luft gejagt. Dieses Können war goldwert, denn nur er war dazu in der Lage Dodongos Höhle zu betreten, den Dondongos mal ordentlich in die Dodongos zu treten und letztendlich dem Großmaul das Großmaul zu stopfen. Sowas kann schon mal mit einer Blutsbrüderschaft belohnt werden.

    "AU! Spinnst du?"

    Salia wiederum war leider nicht ganz so auf der Höhe wie Joghkurt.

    IMG-20260304-175107.jpg

    "JA, ICH KANN DICH HÖREN, KRASS DIESE TECHNIK HEUTZUTAGE!"


    Nun hatte Joghkurt die Reiselust gepackt und er rannte ins Gerudo-Tal, das offenbar nicht in das Gültigkeitsgebiet fiel. War der Reisepass also doch nicht international gültig? Via Suppenhuhn-Flug wurde er an den Hylia-See angespült, lernte von einem waschechten Angelsachsen das Sachsen und flötete schiefer denn je vor den Vogelscheuchen, die das voll geil fanden und nie wieder vergessen würden. Den See fand er so schön, dass er ganz laut "ECHOOOOOO!" über ihn rief. Eine Eule störte ihn dabei sichtlich genervt:

    "SEISTILL, das hier ist ein ruhiger See mit kristallklarem, kühlen Wasser."

    Und Joghkurt war wieder still. Geknickt verließ er den Urlaubsort seiner Träume und war wieder im Süden der Hylianischen Steppe. Die Eule nervte ihn erneut:

    "Vor Dir liegt der Hylia See."
    "Wohl eher hinter mir, du Kauz!"


    Zurück in Hyrule-Stadt angekommen, wurde die Wirtschaftslage auf den Kopf gestellt. Während die Schießbude mit massiven Rubinverlusten zu kämpfen hatte, konnte das Krabbelminen-Bowling ein äußerst starkes Umsatzwachstum verzeichnen. Die Betreiberin der Spielothek wurde zunächst auf Diebstahl verdächtigt, doch genauere Untersuchungen des Wachpersonals ergaben, dass sie 24/7 nur am Schlafen war und nichts mit den Vorfällen zu tun hatte. Dies muss somit noch weiter beobachtet werden. Der Maskenladen wiederum wurde aufgrund seines verdächtigen Geschäftsmodells angeklagt, doch auch dies konnte nach einem Gegenwind von etlichen Mythensteinen im Land und einem angewachsenen Bestand auf acht Masken abgelehnt werden, obwohl diese inzwischen kostenlos ausleihbar und nicht mehr verkäuflich waren.

    Joghkurt durfte zwar nicht ungestört am Hylia-See sein, doch er sehnte sich nach Wasser und lief zum Zora-Fluss.

    "Whoa, Wundererbsen, kennste?"

    "Krass, Alter!"

    "Ja, geht steil, Mann! Willste?"

    "Ja, Mann!"

    "Noch mehr?"

    "Als her!"

    "100 Rubine!"

    "Abzocke, Junge, nie wieder kauf ich bei dir erneut! Das gibt eine 1-Sterne-Rezension!"

    "Eh alle, die hier sind unverkäuflich!"

    Mit Wut im Bauch rannte er durchs ganze Land und pflanzte nicht nur Wundererbsen, sondern auch Käfer in sämtliche Löcher. Diesem Verkäufer würde er es damit garantiert heimzahlen!


    In Zoras Reich angekommen, versperrte ihm ein großer Rollmops den Weg, aber mit seiner neuen Taucherausrüstung und einem Unterwasser-Reisepass durfte er passieren und den großen Jabu-Jabu kennenlernen, der heute ganz besonderen Hunger auf Hylianer, Elektrizität, Zoras, Elektro-Quallen, Tentakel, Tentakel mit Bio-Siegel, dicke Elektrokabel und Elektro hatte. Da durchfuhr ihn ein Gedankenblitz:

    "Wieso nutzen wir die Elektrizität nicht, um Laternen und Geräte mit Strom zu versorgen?"

    Das klang einleuchtend für alle und Jabu-Jabu beruhigte sich wieder. Ein kleines Zora-Mädchen wollte Joghkurt aufgrund seiner Intelligenz sogar heiraten, aber das musste er erst mit seiner Frau Malon und seinem Anwalt besprechen.


    Zurück auf dem Weg nach Hyrule-Stadt wurde er ungewollt Zeuge einer Verfolgungsjagd und eines neuen Weltrekords von 30 Metern im Okarina-Weitwurf. Der offenbar doch böse Ganondorf wollte die Richtung wissen und Joghkurt deutete gen Todesberg.

    "Ha Ha Ha!"

    "Verdammt, hätte ja klappen können. Schnell weg hier, sieben Jahre in Zukunft!"

    Gesagt, getan.

    "Endlich bin ich groß! Endlich bin ich volljährig! Endlich kann ich mich selbst krankmelden!"

    Vor ihm tauchte ein unhöflicher, alter Mann auf:

    "SEISTILL... Erschrick nicht... Schau Dich an..."

    Und Joghkurt erschrak, dass seine Kleidung mitgewachsen war und er immer noch sieben Jahre alte Milch mit sich führte. Dass Hyrule dem Untergang geweiht war, sollte ihn diesmal nicht stören. Darum würde er sich ein anderes Mal kümmern.




    Mein Fazit: Ocarina of Time kannte ich früher in und auswendig. Ich hab es dreimal durchgespielt und glaube 6-7x auf YouTube angeschaut. Das alles ist nun über zehn Jahre her und ich bin froh über diese bewusste Pause, denn ich hab viel vergessen, weshalb ich einerseits sehr aktiv Schilder lesen oder mit NPCs sprechen muss (z.B. vor Jabu-Jabu) und andererseits kommt es mir manchmal vor, als hätte ich es erst gestern zuletzt gespielt. Gerade so Kleinigkeiten wie das Rückwärtslaufen, die starken Deku-Stäbe, die Maskenquest, dieser Seitwärtssprung in Kakariko oder den Weg durch die Verlorenen Wälder habe ich immer noch auswendig gekannt. Dennoch hätte ich ohne eure Berichte nicht mehr gewusst, wo und wie man an die Hymne der Sonne kommt oder dass unter einem der Gräber ein Herzteil versteckt ist. Des Weiteren hat mich die Suche nach goldenen Skulltulas total in ihren Bann gezogen, obwohl ich das überhaupt nicht eingeplant hatte. Ich strebe weiterhin keine 100 % diesbezüglich an, aber begebe mich dennoch proaktiv auf die Suche nach ihnen. Das Spiel ist so entspannend für mich, viel entspannter als die meisten anderen Videospiele. Ich sollte zukünftig wieder öfters Replays nach anstrengenden Tagen machen, anstatt mich immer wieder in etwas Neues reinzufuchsen. Gerade auch deswegen, da ich oft nur in kurzen Sessions zum Spielen komme.


    PS: Das Okarina-Weitwurf-Video ist ein kurzer Clip aus einem Let's Play, bei dem ich damals der Co-Kommentar war. Das waren noch Zeiten, da denke ich gerne dran zurück, als wir zu zweit rumgeblödelt und es auf YouTube gestellt haben :woot2:




    Fortschritt:

    • Spielzeit: ca. 10 Stunden
    • Herzcontainer: 9/20
    • Herzteile: 15/36
    • Goldene Skulltullas: 32/100
    • Upgrades: Bomben (30), Deku-Stäbe (30), Deku-Nüsse (40), Deku-Kerne (50), Rubinbörse (500), Stein des Wissens


    Challenges:

    • Meistere den Dekubaum in 20 Minuten oder weniger
    • Lass dich von keinem Knochengänger treffen, während du erstmals durch die Steppe läufst
    • Werde auf deinem Weg zu Zelda nicht von den Wachen erwischt
    • Besiege King Dodongo ohne dich selbst mit einer Bombe zu verletzen



    Eure Berichte sind wirklich große Klasse und die Schreibstile meiner Wahrnehmung diesmal kreativer und verschiedener denn je. Ich hab schon mehrfach laut lachen müssen und werde somit auch nochmal meine Favoriten rauspicken. Leider musste ich mich persönlich kürzer fassen und es hat trotzdem knapp vier Stunden gedauert, aber immerhin den gesamten und wohl längsten Abschnitt abgedeckt. Nicht nur würde ich Berichte in eurem Umfang zeitlich nicht stemmen können, sondern mir fehlten auch die Ideen für die kleinen Details, die ihr einbringt. Ich genieße das aktuelle ZFZZ sehr, auch wenn es deutlich mehr Lesen und Spielen als Schreiben für mich ist. Insbesondere das Wiedersehen mit Salbeitee und Senf ist eine große Ehre, weshalb ich einfach wieder Joghkurt einführen musste, der in Wahrheit SEISTILL heißt! Weiter so an euch alle! Großartig!

    Deku-Baum (Zustand: [...] Kiefersperre anhaltend

    Herrlich, man schicke bitte einen Kieferorthopäden!

    Holzstäbe wurden als Schlagstöcke, Deku-Nüsse als Blendgranaten missbraucht.

    Die S.W.A.T. Einheiten Team Alpha, Bravo und Charlie vermissen bereits ihr Equipment.

    »Ich wollte es auch, hehe. Es hat sich schön angefühlt, von jemandem berührt zu werden, der atmet.«

    - Zombie (Anm.: kann nicht loslassen; Maßnahme: Therapieplatz anbieten)


    »Er betrat mein Haus in der Nacht. Sagte kein Wort. Hob einen Krug hoch und schmiss ihn gegen die Wand. Starrte mich an. Verließ das Haus kommentarlos. Das war eine belastende Situation.«

    - Anonymer Dorfbewohner (Anm.: sperrt sein Haus offenbar nicht zu; Maßnahme: Keramikutensilien nachbestellen und wieder aufreihen)

    :ugly:

    Professor Eich hat mich gerufen.

    Perfektes Crossover!

    Die Stöcke im Wald sind heute besonders aggressiv.

    Da wird mir schmerzlich bewusst, dass ich bislang stets zu unvorsichtig diesbezüglich war.

    23 Minuten. Du hast zu lange gebraucht. Deshalb sterbe ich jetzt.

    Ich hab soooo laut gelacht, einfach nur großes Danke dafür!

    Kein Problem!

    Gut, Salbei T.

    Mr. T

    Nein Navi, nicht reinfliegen!

    Um Gottes Willen, flieg nicht in das Licht!

    Am Eingang wurde er von einer Kokiri gewarnt, dass der Laden voll der Scam war. Hinter dem Tresen stand jemand, für den der Tresen eindeutig zu hoch war. Warum baute man einen so hohen Tresen, wenn alle Kokiri gleich klein waren?

    Das sind die wirklich wichtigen Fragen im Leben :hmm:

    die Fee (Senf nannte sie Tomtom)

    Oh ja, so hab ich Navi bei meiner OoT-Geschichte aus dem Schreibwettebwerb 2014 auch genannt :thumbsup:

    "Aber...hieß es nicht, dass wir sterben, wenn wir den Wald verlassen?" fragte Senf.

    "Nö, ist gelogen."

    Mein ganzes Leben, eine Lüge!

    (Link) Warte mal, du stirbst erst jetzt, nachdem ich das Spinnenmonster erledigt habe?

    (Dekubaum) Ja.

    (Link) Das heißt, hätte ich das nicht getan, hättest du ewig weiterleben können, wenn auch mit einem zwicken in den unteren Körperregionen?

    (Dekubaum) Nun... theoretisch...

    giphy.gif

    Es gab auf dem Nintendo 64 so einen super Trick, dass man die Hühner erst hinter Talon werfen konnte, damit die drei besonderen Hühner alleine im Raum standen.

    Ich glaube den kannte ich noch nicht bzw. hatte ihn wieder vergessen. Gut zu wissen, leider nun nicht mehr relevant für mich!

    Boy, ich habe eine Sache vergessen, die mich tierisch nervt: wann immer man das Spiel startet, hockt man bei Link im Häuschen.

    Das wusste ich tatsächlich noch, deshalb hab ich oft versucht beim Betreten der Dungeons das Spiel zu beenden, die das aushebeln. Aber tatsächlich sind die Laufwege über die Steppe auch schneller, als ich es in Erinnerung hatte, weshalb es mich bislang nicht wirklich gestört hat. Vom Kokiri-Wald bis Hyrule-Stadt hab ich beispielsweise nur 3 min gebraucht, natürlich rückwärts :woot2:

  • Abschnitt: 1.3

    Konsole: Nintendo 3DS XL


    Unterwegs zum Todesberg


    Malon saß auf einem Strohballen und lächelte sanft, während sie dabei zusah, wie der Feenjunge die besonderen Hühner ihres Vaters fand. Er schien ein gutes Auge für Details zu haben - oder unverschämtes Glück. Denn er fand alle Hühner in Handumdrehen. Talon lächelte breit und nickte dem Feenjungen anerkennend zu. "Erst hilfst du mir am Schloss und nun zeigst du ein geschicktes Händchen mit meinen Hühnern. Du wärst der perfekte Ehemann für Malon!"

    "Vater! Hör auf, solch einen Blödsinn zu verzapfen!" Malon lief rot an, dann schnappte sie sich den Feenjungen, während ihr Vater schallend lachte. Statt sich Blödsinn anzuhören, zeigte sie dem Feenjungen lieber die Pferdekoppel. Der Junge schien sich sofort für das Fohlen Epona zu interessieren, doch das Pferd lief ihm immer davon.

    "Komm her, Feenjunge. Ich bringe dir diese Melodie bei. Du trägst schließlich ein Instrument bei dir." Sie zeigte auf die Okarina an seinem Gürtel. Er holte sie hervor und Malon spielte ihm Eponas Lied. Sobald er es wiederholte, näherte sich Epona neugierig.

    "Was für ein liebes Tier du doch bist", sprach der Junge und tätschelte den Hals Eponas. Malon bemerkte, wie fröhlich er dabei war. Gerne hätte sie noch mehr Zeit mit ihm verbracht, doch seine Fee drängte ihn zu Eile, sodass er sich schließlich entschuldigend verabschieden musste. Während sie ihm nachsah und winkte, rief sie ihm hinterher: "Komm gerne jederzeit wieder vorbei! Wir freuen uns über Besuch!"

    Der Feenjunge winkte ihr energisch zurück und nickte zustimmend. Malons Vater schlurfte grinsend an ihre Seite. "Wir freuen uns? Wohl eher, mein Schatz."

    "Ach, sei ruhig und geh arbeiten, Vater!"

    "Jaaaa, wäre schön, wenn ich nicht der Einzige wäre, der sich hier krummbuckelt!", schimpfte Basil aus dem Kuhstall heraus.




    Henriette sah erstaunt dabei zu, wie der grüngewandete Junge angeflogen kam - an einem ihrer Hühner hängend! Er landete geschickt vor ihr und setzte anschließend das Huhn im Freigehege ab, wo es sofort zu scharren begann und sich so den restlichen Hühnern anschloss. "Das war der Wahnsinn! Vielen Dank! Link war dein Name, oder?"

    "Genau, Link", antwortete der Junge strahlend. Henriette nickte. "Du hast alle meine Hühner gefunden, ich danke dir! Das war sicher eine Heidenarbeit. Ach, wenn ich doch nicht allergisch wäre..."

    "Kein Problem. Es hat mir Spaß gemacht. So konnte ich wenigstens Kakariko kennenlernen. Außerdem pflegte der Dekubaum stets zu sagen, man solle jenen helfen, die Not haben."

    "Ein Baum hat dir da gesagt?"

    "Ja!"

    Henriette sah Link besorgt an, dann aber wanderte ihr Blick zu dem hibbeligen geflügelten Lichtpunkt, der durch die Luft zappelte. Eine Fee... dann waren sprechende Bäume wohl kaum verwunderlicher. "Ach, wie kann ich dir nur danken? Eine Flasche allein reicht doch niemals aus."

    "Nein, die ist toll. Danke!" Link nahm das leere Gefäß freudestrahlend entgegen und verabschiedete sich. Henriette sah ihm nach, wie er Richtung Friedhof abbog. Wollte er nicht zum Todesberg? Der Junge schien keine gute Orientierung zu haben...





    "Die Maske ist perfekt, vielen Dank! Mein Junge wird sich freuen. Aber bist du sicher, dass du da rauf willst? Selbst mit der königlichen Erlaubnis?" Der Torwächter sah den Feenjungen skeptisch an, während dieser sich das schwere Hylia-Schild auf dem Rücken zurechtschob. "Ich habe so meine Skrupel, ein Kind den Berg hinaufstiegen zu lassen."


    "nein, schon gut. Ich schaffe das schon. Schließlich habe ich eine wichtige Aufgabe zu erfüllen." Der Junge strahlte Zuversicht aus und wanderte fröhlich am Wächter vorbei. Ohne zu zögern, begann er mit dem Aufstieg.





    Darunia saß im Dunklen und grummelte vor sich hin. Die verschlossene Dodongohöhle. Der finstre Mann aus der Wüste. Der wütende Todesberg. All diese schlechten Omen quälten ihn und sein Volk. Wie solle er diese Krisen bewältigen? Wo sollte er beginnen? Bei den Göttern, was würde er sich über ein Felsfilet freuen, um seine Gedanken zu erhellen. Auch ein liebliches Liedchen würde schon ausreichen. Aber nein, stattdessen versank er in Trübsal.

    Plötzlich öffnete sich das von ihm versperrte Tor. Was soll das denn, dachte Darunia und sah zu, wie ein frecher Bengel, ganz in Grün, wie ein Grashüpfer, seine Kammer betrat. Bevor er fragen konnte, was hier los war, begann der Junge bereits davon zu erzählen, dass er auf der Suche nach den drei heiligen Steinen wäre und...

    "Jetzt langt's mir aber! Bursche, Grashüpfer! Kommst hier herein und stellst mir Forderungen! Du fehltest mir noch! Verschwinde, sag ich. Verschwinde! Wärst du ein Barde, ich würde dir Gehör schenken, vielleicht. So aber, gehab dich fort!"

    Der Junge sah Darunia mit großen Augen an, dann plötzlich schien es dem Goronen, als ob der Grashüpfer vom Blitz getroffen wurde. Mit erhellter Miene machte er auf dem Absatz kehrt und rannte aus der Kammer. Gut so. Verschwinde, dachte Darunia mürrisch.


    Kurze Zeit später jedoch stand der Grashüpfer wieder vor ihm. Augenblicklich wollte Darunia ihn davonjagen, dann aber zückte der Junge eine Okarina und spielte eine so liebliche Melodei, dass er ihm nicht mehr bös sein konnte. Darunias Gram verschwand und sein Herz wurde ihm leichter. Als der Junge - Link hieß er - ihm nun erzählte, weshalb er hier war, antwortete ihm der Gorone: "Den Goronen-Rubin suchst du? Ebenso, wie der finstre Mann aus der Wüste. Geben kann ich ihn dir nur, wenn du dich als würdig erweist. Nimm dieses Armband und du wirst unsere Donnerblumen anheben können. Betrete die Dodongohöhle. Dort wirst du den Goronen-Rubin finden!"

    Link bedankte sich bei Darunia und eilte sofort los. Der Anführer der Goronen sah dem Jungen nach und wünschte ihm nur das beste...




    Herausforderung

    • Game Over: 0
    • Herzteile: 3
    • Flaschen: 2


    Anmerkungen:


    Trakon ich finde es toll, dass du den Gamecube benutzt. Ich liebe dieses Teil! Dein beitrag liest sich ebenfalls toll und ich finde es stark, dass du auch so auf die anderen Beiträge eingegangen bist!


    Ruhmeshalle Sinnoh (Platin Edition)


  • Wow, ihr habt ja schon alle richtig fleißig gepostet. Ich bin zwar noch nicht dazu gekommen, alle Beiträge zu lesen (weshalb ich noch nicht darauf eingehe), werde das aber als Nächstes nachholen!




    Abschnitt: 1.1

    Konsole: Nintendo 64



    Tagebuch-Eintrag #1


    Liebes Tagebuch,


    ich weiß gar nicht, wie ich in diesen Schlamassel geraten bin. Und ich bin mir auch nicht sicher, wie man so ein Tagebuch richtig führt, aber ich versuche es einfach mal. Vor drei Sonnenaufgängen begegnete ich einer neuen Fee in unserem Dorf, als ich gerade das Blumenbeet nahe des Heiligen Baums begoss. Macht ja sonst niemand. Ich glaube, Laya hieß sie. Oder war es Maya? Egal, ich frage ich sie nachher noch mal.


    Jedenfalls: wir kamen ins Plaudern und sie erwähnte immer wieder ihr tolles Tagebuch und dass ich mir unbedingt auch so eines besorgen müsste. Zum Glück hatte ich noch ein paar Rubine, um mir im Kokiri-Laden Stift und Buch zu kaufen. Sieht zwar nicht so hübsch verziert aus wie ihres, und rosa ist es auch nicht, aber was soll’s. Mal schauen, ob das was wird…


    Oh, ich sollte mich Dir bestimmt noch vorstellen, liebes Tagebuch. Mein Name ist Navi, ich lebe mit meinen Artgenossen im Kokiri-Wald. Ein verschlafener Ort, aber es gefällt mir hier.


    Und jetzt sitze ich hier im Inneren unseres Heiligen Baums. Kann nicht mehr schlafen. Es ist unheimlich hier, von der Decke tropft es, überall sind eklige Spinnen und mein Begleiter schnarcht gerade laut. Also dachte ich mir, ich schreibe mal meinen ersten Eintrag, bevor ich noch durchdrehe.


    Ja, liebes Tagebuch, mein Begleiter. Wo soll ich nur anfangen? Am besten ganz von vorne, oder? Als ich mich heute Morgen wieder um unsere Blumen kümmerte (macht ja sonst niemand!), erschrak ich richtig, als mich plötzlich der Heilige Baum zu sich rief. Natürlich eilte ich sofort zu ihm, und was er mir da erzählte, versetzte mich in Angst. Ich sollte diesen Jungen aufsuchen, der keine Fee hat. Wusste nicht, wie der hieß, aber manchmal sehe ich ihn draußen. Ich glaube, er ist sehr schüchtern und bringt nicht viele Worte aus sich heraus. Manchmal macht er merkwürdige Geräusche und rollt peinlich herum, aber das scheinen ja manche lustig zu –


    Apropos merkwürdige Geräusche… habe mich gerade etwas weiter weg gesetzt, denn mein neuer Begleiter hat wohl letztens was schwer Verdauliches gegessen oder so. Puh.


    Und jetzt tropft es auch noch auf mein Buch. Wie soll ich denn so schreiben? Egal… jedenfalls: ich weckte ihn auf und sagte ihm, was mir der Heilige Baum erzählte. Natürlich habe ich mich auch vorgestellt, wie es sich für eine hübsche Dame gehört. Und schon klingelte sein lauter Wecker direkt neben mir! Höre das Klingeln immer noch im Kopf. Wusstest Du schon, wie der Typ heißt?


    Abraham Linkle!


    Was ist das für ein Name?! Na ja, man sucht ihn sich ja nicht selbst aus, oder…?


    Er zog sich an, setzte sich seinen dämlichen Zylinder auf und als wir gerade losgehen wollten, den Heiligen Baum aufzusuchen, kam auch noch Salia herbei stolziert und meinte irgendwas von wegen: guten Morgen, mein toller Auserwählter oder so, Du bist ja so klug und witzig und so.


    Entschuldigung, bin gerade nicht so gut drauf. Hoffentlich ist die nächste Nacht besser. Ich glaube, wir machen uns auch gleich auf den Weg, den Rest erzähle ich Dir später.





    Tagebuch-Eintrag #2


    Liebes Tagebuch,


    tja, aus dem wir wird wohl nichts, denn als ich zu dem Jungen zurückkehrte, war er nicht da. Vielleicht schaut er sich gerade um oder er ist ohne mich weitergezogen. Wehe! Und auf der Karte, die wir vorhin erhalten haben, kann ich auch nicht nachsehen, denn die hat er mitgenommen. Drüben ist eine Tür und dahinter konnte ich was hören, kann sie aber nicht allein öffnen. Also habe ich mich wieder hingesetzt und schreibe einen weiteren Eintrag...


    Also, wir wollten zum Heiligen Baum, aber der eine Typ, der ihn bewacht, Mido, wollte, dass wir uns vorher ein Schwert und einen Schild holen. Das war keine große Aufgabe – jedenfalls für mich. Der Junge hingegen wurde mehrmals fast von Felsen überrollt und ich glaube, ich muss aufpassen, dass er sich nicht mit dem Schwert noch verletzt. Ich zeigte ihm, wo er Rubine finden kann, und so gütig, wie ich bin, legte ich meinen Anteil dazu, so dass wir einen Deku-Schild kaufen konnten. In dem Laden, wo ich auch mein Buch her habe.


    Und so sind wir hier gelandet. Irgendwas Gefährliches haust hier und wir müssen den Heili–


    Oh, er scheint zurück zu sein. Und hat da wohl ein neues Spielzeug, sieht aus wie eine Schleuder oder so. Das muss ich mir mal ansehen. Ich schreibe Dir nachher wieder.



    Weißt Du, was er gerade zu mir sagte?! Er meinte, ich solle mal kurz nach oben fliegen und nachsehen, was es dort so gibt. Ich bin doch kein Hündchen, das man wie vor dem Laden zurücklässt und danach Kommandos gibt! Als Nächstes soll ich ihm wohl Stöckchen holen? Da sagte ich zu ihm, ich hoffe, dass er sich mal irgendwann in einen Hund oder so verwandelt und von jemandem hoffentlich quer durchs Land herumkommandiert wird! Also so was…





    Tagebuch-Eintrag #3


    Liebes Tagebuch,


    wir übernachten gerade in einem Stall und diesmal bin ich von noch mehr Flatulenzen umgeben als je zuvor. Aber egal, denn mir ist gerade ganz anders zumute. Im Heiligen Baum fanden wir das Nest der Königin und konnten dieses Ungeheuer besiegen, aber es war zu spät. Er ist gestorben und seitdem denke ich immerzu an ihn – und an meine Heimat, die jetzt nicht mehr unter seinem Schutz steht. Was sollen wir nur machen?


    Wir haben den Wald nun verlassen, mein Begleiter erhielt zum Abschied eine Okarina von dieser Salia und wir begaben uns auf Geheiß einer redelustigen Eule ins Schloss. Die Steppe ist wirklich riesig und kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir den Marktplatz. Dort lernten wir so ein eingebildetes Mädchen kennen, das seinen Vater vermisst oder so. Da er sich auf dem Weg ins Schloss befand, konnten wir so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, auch wenn ich nicht weiß, warum wir ihr überhaupt helfen sollten.


    Vorbei an den Wachen im Schlossinneren, trafen wir auf Zelda. Wow, ich habe noch nie eine echte Prinzessin gesehen. Und dann noch die ganzen Blumen! Ich war wie verzaubert von dem schönen Garten und machte es mir in einer Blüte bequem, während sie von ihren Vorahnungen und dem merkwürdigen Mann erzählte. Ich weiß nicht, was ich über die Prophezeiung denken soll, aber sie glaubt wohl daran. Vielleicht sollten wir ihr erst mal glauben.


    Wir wurden von einer Beschützerin namens… Empa? Ompa? Impa-Limpa? Keine Ahnung… hinaus begleitet (schade, ich fand es so schön dort!) und erreichten das Dorf Kakariko. Auch ganz nett, aber ich glaube, hier würde ich mich als einsame Fee nicht wohl fühlen. Der Junge jedenfalls machte dort lauter unnötiger Sachen, verdiente sich eine Flasche und trat auf große Spinnen, um seine Geldbörse zu erweitern. Der Wächter öffnete uns das Tor zu den Bergen, aber der Junge kehrte wieder zum Marktplatz zurück. Dort holten wir uns einen neuen Schild, der viel zu groß für ihn war. Ich werde aus ihm noch nicht sonderlich schlau, konnte mir ein Lachen jedoch nicht verkneifen, als er sich bückte, um sich zu schützen.


    Gegen Sonnenuntergang erreichten wir eine große Farm mit vielen Pferden. Ich liebe Pferde, musst Du wissen! Schade, dass sie zu groß für mich sind. Das alles gehörte wohl dem Typ von neulich, der einfach weglief, ohne seine Milch zuzustellen. Und da war schon wieder dieses Mädchen!


    Auf die hatte ich keine Lust, deshalb sah ich mich ein wenig um. Neugierig, wie ich bin, drehte ich am Türknauf eines Hauses und da war doch tatsächlich der Milch-Mann! Um meine Langeweile zu verdrängen, spielte ich mit ihm ein Spiel, um eine Flasche zu gewinnen. Toll, noch eine Flasche… entweder war das Spiel zu einfach oder ich bin einfach zu klug, denn ich zeigte einfach auf die richtigen Hühner und gewann. Er schien dennoch beeindruckt zu sein. Weißt Du, was er mich danach fragte? Ob ich Malon heiraten wollte. Ha, ist klar! Und prompt kehrte der Junge mit einer neuen Melodie und seinem bekloppten Zylinder zurück und nahm die Flasche, die ich gerade für ihn gewonnen hatte. Na ja, ich kann sowieso nichts damit anfangen.


    Als es spät wurde, bekamen wir freundlicherweise die Erlaubnis, kostenlos zu bleiben. Und hier sind wir jetzt. Ich frage mich, was die beiden auf dem Pferdehof wohl zu besprechen hatten…? Na ja, ist auch egal. Sie ist ja eigentlich ganz lieb, und hübsch ist sie au–


    Diese blöde, eingebildete Kuh! Hält uns mit ihren Wehwehchen auf. Ich hasse sie!!



    (Navi haut das Buch zu und legt sich schlafen.)





    Challenges:

    1. Meistere den Dekubaum in 20 Minuten oder weniger.
    2. Lass dich von keinem Knochengänger treffen, während du erstmals durch die Steppe läufst.
    3. Werde auf deinem Weg zu Zelda nicht von den Wachen erwischt.


    Selbst auferlegte Zusatz-Challenge:

    • Erhalte von Malon das Ei, bevor die allererste Nacht in Hyrule vorbei ist.

    Ich schwöre, ich habe Malon genau in dem Moment angesprochen, als es zum neuen Morgen krähte. Und deshalb musste ich einen weiteren vollen Tag warten, bis das Huhn aus dem Ei schlüpft, hehe.

    DNXWATT.png


    » Oops! But you AREN’T a human anymore, are you? You’re a beast! Eeh hee! «

  • Abschnitt: 1.3

    Konsole: Switch (N64-Version)




    Kaum erreichte er den Fluss, hörte Salbeité zwei Dinge: Ein gackerndes Huhn und einen Mann, der seine eigenen Hände aß. Zumindest sah es auf den ersten Blick so aus, aber bei genauerem Betrachten stellte Salbeité fest, dass er Smarties aus einem Beutel futterte.

    Salbeité mochte Smarties.


    "Hey", begrüßte er den Mann. "Kann ich auch welche haben?"

    Der Mann sah ihn an und grunzte. "Okay", sagte er. "Gib mir 10 Rubine."

    Salbeité fand, dass das ein fairer Preis war, und zahlte ihm das Geld.

    "Hier ist eins. Wenn du mehr willst, kostet das 20 Rubine", sagte der Mann da.

    Salbeité wollte mehr Smarties, aber bald ging ihm das Geld aus. Er vermutete, dass er übers Ohr gehauen wurde, aber beweisen konnte er es nicht. Weiter flussaufwärts fand er ein paar reiche Frösche, die ihr Geld für ein Konzert gerne mit ihm teilten. Schließlich war Salbeité 10 Smarties reicher und 550 Rubine ärmer und der Mann weigerte sich, ihm mehr zu geben. "Das sind MEINE Smarties, geh weg!", rief er, während er den Beutel schützend umklammerte.

    Salbeité beschloss, ihn in Ruhe zu lassen und ging weiter. Leider fiel ihm unterwegs ein Smartie in ein Loch im Boden. Er wollte es wieder rausfischen, doch stattdessen wuchs eine Pflanze heraus. Okay, dachte er. Vielleicht sollte ich sie doch nicht essen.


    Wenig später stand er vor einer schwierigen Entscheidung: Er konnte entweder einen Wasserfall herabspringen oder ertrinken. Eine richtige Zwickmühle. Beides klang verlockend und tödlich endend. Nach langer Überlegung entschloss er sich für ersteres, aber aus irgendeinem Grund landete er nicht im Wasser, sondern in Zoras Teich. Oder so.


    Die Zora waren Fische mit Beinen, wie sich herausstellte. Oder Aliens. Salbeité fragte einen, ob er ihn essen durfte, aber der Zora verneinte und gab ihm stattdessen eine Schuppe. Salbeité aß die Schuppe. Sie schmeckte nicht, aber dafür konnte er nun tiefer tauchen. Hatte die Schuppe etwa die Verwandlung in einen Fisch ausgelöst? Er wusste, dass Pokémon sich manchmal entwickelten, wenn sie etwas Bestimmtes aßen, aber dass das auch für ihre Trainer galt, war ihm neu.


    Panisch wollte Salbeité das Leben im Wasser so schnell wie möglich lernen - beim Tauchen fand er sich plötzlich in einem See wieder. Während er schwamm, bemerkte er, dass jemand offenbar seinen Glasmüll im See entsorgt hatte. Er hob die Flasche auf und beschloss, sie artgerecht zu entsorgen, schließlich wollte er in einem sauberen Gewässer leben.

    Als er wieder Zoras Teich betrat, fragte er sich zu den Glascontainern durch.

    Ein Zora schickte ihn zum König. Der König? Wohnte der etwa im Glascontainer?

    "Nein, du Depp", erklärte der Zora. "Glas wegwerfen ist aber nur werktags bis 20 Uhr erlaubt. Heute ist Sonntag. Deshalb wird der König dich bestrafen."

    Salbeité bekam Angst, als er König Zora entgegentrat.

    "Was ist dein Verbrechen?", wollte der König wissen.

    "Ich wollte eine Flasche in einen Glascontainer werfen", gab Salbeité kleinlaut zu. "An einem Sonntag."

    "AN EINEM SONNTAG?!", tönte der König. "Das ist ein schweres Verbrechen! Darauf stehen 10 Jahre Straflager! WACHEN!"

    Nun bekam Salbeité Angst. Aber vielleicht konnte er sich noch retten. Er holte die Flasche hervor. "In der Flasche ist auch ein Stück Papier drin, vielleicht ist es-", begann er, aber er wurde vom König unterbrochen.

    "Du wolltest PAPIER im GLASMÜLL entsorgen?, fragte er erbost. "Darauf stehen 30 Jahre Straflager! WACHEN!!!"

    Salbeité wich zurück. "Aber-"

    Der König sah ihn misstrauisch an. Dann sagte er: "Da fällt mir ein, meine Tochter ist verschwunden. Hast du etwas damit zu tun?"

    "Nein", beeilte sich Salbeité zu sagen. "Aber in dieser Flasche ist ein Brief von ihr."

    "Du hast die Prinzessin entführt? Darauf steht die TODESSTRAFE. WACHEN!", schrie der König erbost.

    Salbeité hatte genug. "Ich habe niemanden entführt! Jetzt lest endlich den verdammten Brief!", verlangte er und warf dem König den Brief zu.

    Der König reagierte empört. "Hast du gerade den König mit Müll beworfen? Darauf steht- oh, ein Brief von meiner Tochter. Lord Jupp hat sie gegessen. Los, rette sie." Damit zeigte er auf Salbeité. "Wenn du sie unbeschadet zurückbringst, vergebe ich dir die anderen Verbrechen. Und nimm deinen Müll mit."

    Salbeité wollte schon aufmucken, beschloss aber, doch ruhig zu bleiben. "Okay, wie gelange ich zu diesem Lord?"

    Der König sah ihn an. "Achso. Ja, der ist hinter mir. Hier, ich mache den Weg frei." Er bewegte sich nicht.

    Salbeité wartete ein bisschen.

    "Ähm, wolltet Ihr nicht den Weg frei machen?", erinnerte er den König zehn Minuten später.

    "Alter Mann ist halt kein D-Zug. Oder überhaupt ein Zug. Ich bin ein Fisch, wir sind langsam an Land. Warte kurz, ich mache den Weg frei."

    Er rutschte etwa drei Millimeter zur Seite. "Gut so?"

    Salbeité seufzte. Vielleicht sollte er später wiederkommen.


    Und wenn nicht? Häh? Was dann??


    Er ging zurück zum See und beschloss, ein wenig zu angeln. Der Angler (ein echter Angelsachse!) redete etwa so viel wie die Eule und erklärte: "Deine Rekorde werden übrigens auch in der Zukunft angezeigt. Wenn du jedoch in der Zukunft einen Rekord aufstellst, wird er nicht im Heute angezeigt", sagte er.

    "Das ergibt Sinn, aber warum spoilerst du mich?", fragte Salbeité.

    Der Angler wurde bleich. "Mist! Aber das Spiel ist schon fast 30 Jahre alt, sag mir nicht, dass du davon nichts wusstest?"

    "Dass eine Zukunft existiert? Das wusste ich nicht, also VIELEN DANK AUCH."

    Trotzig sah Salbeité den Angler an. Der reichte ihm eine Angel. "Pech gehabt. Hier."

    Nun konnte Salbeité endlich loslegen. Nach ein paar Versuchen zog er einen echten Brocken an Land, etwas schwerer als Salbeité selbst. "Hey, da ist ja mein Abendessen", sagte der Angler dann. "Danke dir. Hier, eine Belohnung." Er schenkte Salbeité ein Herzteil.


    Als Salbeité wieder aus der Hütte trat, war es Nacht.

    Er verarbeitete ein paar Skulltulas zu Hack für Skulltula-Mann und erschrak fast zu Tode, als er zwei aufgespießte Gestalten im Dunkeln sah. Wie sich herausstellte, handelte es sich um Salbeitéscheuchen und sie hatten ein gutes Gedächtnis. Vorsichtig trat er näher und sprach eine davon an.

    "Yo, was geht? Wie heißt du?"

    "Salbeité", stellte Salbeité sich vor.

    "Salbeitee? Ein schöner Name! Gefällt mir!" Die Scheuche drehte sich im Kreis. "Ich bin Byron. Oder Balzac. Hab's vergessen, wir sehen nämlich gleich aus." Die Scheuche deutete auf die andere Scheuche. "Wir sind Brüder. Wie auch immer das bei Vogelscheuchen funktioniert." Sie wedelte mit den Armen. "Aber auch egal. Du siehst musikalisch aus. Lass uns zusammen Musik machen. Du spielst und ich tanze."

    Salbeité tat, wie ihm geheißen und spielte ein paar schiefe Töne.

    "Yeaaah", rief die Vogelscheuche und fuchtelte mit den Armen. "Cooler Beat. Weißt du was, das merke ich mir jetzt. Aber nur acht Noten. Und die werde ich NIE WIEDER vergessen."

    Salbeité hatte selbst völlig vergessen, was er gespielt hatte, aber er nickte brav und verabschiedete sich von Byron/Balzac.


    Dann verließ er den See und ging zur Lon Lon Farm, um noch Milch für die Skulltula zu kaufen. Auch dort konnte er ein paar Skulltulas sammeln. In einem Hühnerstall durfte er nicht Motorrad fahren, dafür bot Talon ihm einen Deal an:

    "Ich wähle drei zufällige Hühner aus und wenn du sie hochhebst, schenke ich dir etwas."

    Salbeité sagte zu. Er fand die drei gesuchten Flatterviecher ohne große Schwierigkeiten und bekam als Belohnung eine Flasche Milch. Hätten Eier nicht mehr Sinn ergeben?

    Talon schüttelte den Kopf, als Salbeité ihn darauf ansprach. "Würde man denken, ja. Aber das hier sind Superhühner. Die legen keine Eier, dafür Milch. Frag nicht, wie das funktioniert, das willst du nicht wissen."


    Salbeité folgte seinem Rat und ging wieder hinaus. Draußen traf er Malon wieder.

    "Oh, Salbeitee!"

    "Salbeité!"

    "Salbeitee, hör auf die Pferde zu verscheuchen. Wollen wir nicht zusammen jammen?", schlug sie vor. Warum wollten hier alle Musik machen?, fragte sich Salbeité.

    "Hast du denn überhaupt ein Instrument?", fragte er.

    "Nein, deshalb machst du die Musik und ich schaue dich verurteilend an. Achja, und singe."

    Sie fing an zu singen. Salbeité beeilte sich und gab sich Mühe, mit einzusteigen.

    Malon hörte auf, als ein Pferd angelaufen kam. "Schau nur, Salbeitee, du spielst so schlecht, dass selbst die Pferde dich loswerden wollen!"

    Wie zum Beweis schob das Pferd Salbeité einmal quer über die Kuppel.


    Dann machte er sich wieder auf zu Zoras Teich. Der König sah Salbeité erwartungsvoll an.

    "Da bist du ja wieder. Hast du meine Tochter gerettet?", fragte er.

    Salbeité schüttelte den Kopf. "Nein. Ihr wolltet zur Seite rutschen, damit ich vorbei kann. Schon vergessen?"

    Das schien die falsche Antwort zu sein. "HAST DU MICH ETWA FETT GE- achso, stimmt ja. Da war doch was."

    Salbeité sagte nichts und wartete, bis der König mit seiner Aktion fertig war.

    "So, jetzt aber. Und jetzt hinfort mit dir. Komm nicht ohne Ruto wieder."


    Salbeité machte sich auf den Weg.

    Draußen wurde von einem Fisch begrüßt. Auf einem Schild stand, dass es sich dabei um Lord Jupp handelte. Okay, das ergab Sinn.

    Er stellte sich vor den Fisch und sprach ihn an. "Hallo. Ich bin Salbeité. Habt Ihr Prinzessin Ruto gesehen?", fragte er.

    Der Fisch antwortete, wie ein Fisch typischerweise antwortet, nämlich gar nicht. Ausdruckslos starrte er Salbeité an.

    Salbeité versuchte es erneut. "Ich suche die Prinzessin der Zoras. Habt Ihr sie gesehen?"

    Der Fisch sah ihn weiter an.

    Salbeité überlegte. Vielleicht konnte er ihn überreden, ihm zu helfen, wenn er ihm Essen brachte? Da er die Prinzessin verschluckt hatte, schien er Zoras zu mögen. Nur war Salbeité unsicher, ob er einen Zora finden würde, der sich bereiterklärte, als Nahrung zu dienen. Das hatte ja schon einmal nicht geklappt.


    Er entschied sich für die zweitbeste Option: Einen Fisch.

    Das Problem war, dass er dafür in Zoras Teich zurück musste und der König hatte eindeutig befohlen, dass er nicht ohne die Prinzessin wiederkehren sollte. Damit steckte Salbeité in einem Dilemma: Einerseits wollte er den König nicht erzürnen, andererseits war es ihm egal. Also ging er zurück und fischte einen Fisch aus dem Wasser. Mit diesem trat er wieder vor Lord Jupp, der vor Begeisterung das Maul weit aufriss.


    Bye, Fisch. War schön, dich kennenzulernen.


    Salbeité fühlte sich leicht an Professor Eich erinnert und ging hinein. Drinnen sah es fast so unordentlich wie in Skulltulas Haus aus - alles war voller Krimskrams, Umzugskartons, schwebender Quallen, Schatztruhen mit Dingen wie einem Kompass und einem Bumerang, Skulltulas natürlich und einem Fisch mit Beinen.

    "Hey, wer bist du? Was machst du hier?", fragte sie, als Salbeité sie ansprach.

    "Salbeité!"

    "Salbeitee? Was für ein bescheuerter Name. Wer hat sich das denn ausgedacht?", fragte sie.

    "Natürlich ist 'Salbeitee' bescheuert, deshalb heiße ich auch 'Salbeité'!", entgegnete Salbeité.

    Die Zora sah nicht überzeugt aus. "Lass mich in Ruhe, ich traue dir nicht." Mit diesen Worten lief sie davon und geradewegs in ein Loch. Wo es hinführte, dass wusste Salbeité nicht genau, aber er wollte es ehrlicherweise auch nicht so genau wissen.

    Trotzdem folgte er ihr.


    Und ich dachte, ich hätte merkwürdige Hobbies.


    Die Zora war nicht erfreut, ihn so schnell wiederzusehen. "Wieso verfolgst du mich eigentlich? Was willst du von mir?", forderte sie.

    "Ich suche einen Stein", antwortete Salbeité.

    Die Zora überlegte kurz. "Achso, wenn das alles ist. Ich habe hier einen Stein reingeworfen, aber er ist verloren gegangen. Wenn du mir hilfst, schenke ich ihn dir."

    Salbeité stimmte zu und wollte sich in Bewegung setzen, da sah er, dass die Zora sich auch setzte - allerdings nicht in, sondern auf etwas und in diesem Fall auf den Boden.

    "Was machst du da?", wollte er wissen.

    "Was meinst du mit 'was machst du da?'", fragte sie. "Ich sitze auf dem Boden, sieht man doch. Du musst mich tragen. Ich habe mir beim Fall eben den Fuß verrenkt."

    "Du konntest doch bis eben noch normal stehen!", widersprach Salbeité.

    "Ja, bis eben. Aber jetzt habe ich keine Lust mehr, also trag mich. Und wirf mich nicht durch die Gegend."

    Widerwillig hob Salbeité sie hoch und marschierte weiter.


    Navi, u drunk?


    Nach einer Weile fand er nicht nur einen äußerst hilfreichen Bumerang, sondern auch den Stein, von dem die Zora gesprochen hatte.

    "Woher hast du eigentlich einen so funkelnden Stein?", fragte Salbeité sie.

    "Von meiner Mutter, der Zora-Königin."

    Da fiel Salbeité ein, dass er ja die Zora-Prinzessin suchen sollte. Offenbar hatte er sie unabsichtlich gefunden.

    "Wirf mich auf die Plattform, dann hole ich den Stein."

    "Sagtest du nicht eben, ich soll dich nicht werfen?"

    "Jetzt mach schon!", forderte sie und zappelte. Er tat wie befohlen und warf sie auf die Plattform mit dem Stein. Wie sich herausstellte, war das ein Aufzug, denn sofort setzte dieser sich in Bewegung und fuhr mitsamt Stein und Zora-Prinzessin hinauf.

    Geschieht ihr Recht, dachte Salbeité. Dummerweise musste er ihr trotzdem folgen, denn er brauchte den Stein.


    Schließlich stand er einer großen Krake gegenüber. Vielleicht war es auch ein Oktopus. Er wusste es nicht genau; sicher war nur, dass es hässlich war. Und nervig. Er brauchte länger als notwendig, das Vieh im Kreis zu jagen, bis es schließlich aufgab und er weitergehen konnte. Einige Räume später fand er noch ein anderes Hässlon mit Tentakeln, mit dem er kurzen Prozess machte und im Anschluss wieder raus konnte.


    Draußen wurde er von der Zora-Prinzessin angesprochen.

    "Da bist du ja. Hier ist der Wasserorden - der heilige Stein der Zora", erklärte sie und übergab ihn ihm. "Eigentlich darf ich ihn nicht weggeben, also sag meinem Vater nichts davon. Er regt sich nur wieder auf und hat Blutdruck."

    Salbeité erzählte ihr lieber nichts davon, dass ihr Vater in ihrer Abwesenheit schon einige Wutausbrüche gehabt hatte.


    Er verabschiedete sich und beschloss, auf dem Weg nach Hyrule noch einen Abstecher nach Kakariko zu machen, schließlich hatte er schon einige Skulltulas gesammelt. Er betrat das Haus der Skulltula-Trulla.


    "Da bist du ja endlich wieder! Hast du mir Essen mitgebracht?", forderte sie, sobald sie ihn sah.

    "Ja, hier. Ganz frisch. Ich habe auch Milch von der Lon Lon Farm", bot Salbeité ihr an.

    "Von der Lon Lon Farm? Ist das etwa diese eklige Milch? Nein danke." Die Skulltula rümpfte die Nase. "Allein, dass du sie mir - MIR! - anbietest, ist eine Beleidigung. Schließlich bin ich FANCY." Die Skulltula drehte sich einmal und verstreute dabei wieder Glitter und Konfetti. "Die kannst du ruhig selbst behalten."

    "Dann halt nicht, irgendwer wird sie schon nehmen", entgegnete Salbeité und steckte die Milch wieder ein, während er Konfetti von seinem Kopf schüttelte. Das Glitter würde er nicht so schnell loswerden.


    Als er gehen wollte, sah er, dass in der Ecke jemand Neues herumhampelte. Er ging hin. "Dobby ist frei! Frei! Yay! Vielen Dank! Hier ist eine Belohnung für dich." Dobby überreichte ihm einen Beutel. "Da passen sogar 500 Rubine hinein. 500 grüne. Du kennst das Spiel." "Kann ich denn den alten auch behalten und so insgesamt 700 tragen?", fragte Salbeité.

    "Nein", entgegnete Dobby. "Das ist nicht möglich."


    Salbeité bedankte sich und beschloss, Gärtner zu werden. Er besuchte verschiedene Orte und pflanzte dort Smarties und Käfer in den Boden, in der Hoffnung, dass daraus mal Pflanzen wachsen würden, aber es kamen nur Skulltulas heraus. Und so sammelte er nebenbei einige Skulltulas und Herzteile ein, die seine Energie erhöhten (die Herzteile, nicht die Skulltulas).


    Gebannt beobachtet der Deku-Händler Salbeité, wie er Käfer einpflanzt.

    Könnte er daraus ein neues Geschäftsmodell entwickeln?


    Dann jedoch machte er sich wieder auf nach Hyrule, denn Zelda sagte, dass er dorthin sollte.


    Irgendetwas war aber komisch, denn die Zugbrücke zur Stadt war oben, obwohl hellichter Tag war. Als Salbeité näher kam, bemerkte er den Grund: Die Brücke war oben, damit sie dramatisch herunterfahren konnte, um einen noch dramatischeren Reiter hindurchzulassen.

    Zelda und ihre Zofe ritten so spät durch Nacht und Wind.

    Salbeité wollte sie begrüßen, aber dazu war keine Zeit. Er sprang zur Seite, um nicht vom Pferd überrannt zu werden, und sah gerade noch rechtzeitig, wie Zelda etwas ins Wasser warf. Da kam also der ganze Müll im Hylia-See her. Und natürlich haute Zelda auch noch ab. Der Zora-König würde die Schuld sicher wieder auf Salbeité schieben, deshalb beschloss dieser grummelnd, den Müll wegzuräumen. Bevor er jedoch dazu kam, kam noch jemand aus dem Schloss geritten. Es war der Mann, den sie zuvor durch das Fenster beobachtet hatten.


    Er sah Salbeité an. Dann sprach er: "Ich bin die Polizei. Die Prinzessin hat illegalerweise Müll im Stadtgraben entsorgt und ist mit ihrer Zofe geflohen. Sag mir, Bengel, wo sind sie hin?"

    "Dahin", sagte Salbeité und zeigte in Richtung Zora-Fluss. Der Zora-König würde sicher gerne hören, wer für den Müll im See verantwortlich war.

    Doch der Mann glaubte ihm nicht. "Ha, darauf falle ich nicht herein!" Er holte seinen Taser raus und schockte Salbeité. "Muhaha, geschieht dir Recht. Und jetzt zieh Leine!" Er ritt davon.


    Als Salbeité wieder aufstehen konnte, ging er näher ans Wasser. Dort schimmerte etwas Blaues. Als er es aus dem Wasser holte, stellte er fest, dass es ein blaues Brot war. Ebenfalls hart und mit Löchern wie das, das Salia gebacken hatte, aber eben in Blau.

    Salbeité überlegte. Das sah selten aus. Er warf Salias Brot weg und steckte das blaue ein. Das würde Salia sicher nichts ausmachen, oder?


    Gnädigerweise hatten die Wachen die Brücke unten gelassen, sodass er die Stadt direkt betreten konnte. Drinnen sah alles wie immer aus. Nichts wies darauf hin, dass hier vor Kurzem noch eine Verfolgungsjagd auf Pferden stattgefunden hatte.

    Salbeité hatte Lust, etwas in die Luft zu jagen. Beim Krabbelminen-Spiel stellte er sich erstaunlich geschickt an und gewann nicht nur eine größere Bombentasche, sondern auch Krabbelminen und ein Herzteil. Der Laden musste daraufhin zwar schließen, weil ihm die Hühner ausgingen, aber Salbeité war sicher, dass sie in Kakariko schnell neue finden würden.


    Erstmal umdekorieren.


    Er besuchte auch den Maskenladen wieder, bereit für seine nächste Aufgabe. Der Inhaber grinste wie eh und je und klatschte in die Hände, als er Salbeité sah.

    "Hihi, mein bester Mitarbeiter! Hier ist meine nächste Maske für dich: Eine Hasenmaske! Nur 50 Rubine!" Er rieb sich die Hände.

    Salbeité nahm die Maske an sich. Er wusste noch nicht, wem er sie geben sollte, aber einen Käufer würde er schon finden.


    Tatsächlich war das Glück ihm hold, denn als er Hyrule erneut verließ, wurde er schon wieder fast umgerannt. Diesmal zum Glück nicht von einem Pferd, sondern einem Jogger. "Sorry, aber ich trainiere für das große Wettrennen (LINKILINK) von Hyrule!" Salbeité wollte unbedingt mehr wissen und lief dem Jogger hinterher. Als es Abend wurde, setzte dieser sich hin.

    "Was ist los? Trainierst du auch?", fragte der Läufer.

    "Eigentlich nicht, aber ich will dir ein Angebot machen. Hier, schau dir diese Maske an." Salbeité holte die Hasenmaske hervor. "Sie ist magisch. Damit gewinnst du das Rannen garantiert."

    Der Läufer war sofort überzeugt. "Du meinst, ich kann meine Chancen steigern, wenn ich mein Gewicht erhöhe? Ich mach's! Los, gib her!"

    Salbeité überreichte ihm die Maske. Der Läufer schien reich zu sein, denn er zahlte ihm mehrere Hundert Rubine - so viele, dass die Geldbörse, die Salbeité kürzlich erst bekommen hatte, komplett aufgefüllt wurde.

    Der Läufer schien begeistert. "Du hattest Recht, da ich nun nicht mehr so viele Rubine mit mir rumschleppe, kann ich schneller laufen! Juhu!" Er rannte davon. Salbeité ging zurück zum Maskenhändler.


    Dieser war ganz aus dem Häuschen, dass Salbeité die Maske so schnell losgeworden war. "Unglaublich! Du hast alle Masken verkauft! Dafür gebe ich dir diese besondere Maske hier." Er überreichte Salbeité eine Maske mit einem Auge. "Die Maske ist magisch, aber ich verrate dir nicht, wie man sie benutzt. Tihi." Dann drehte er sich um. "Übrigens haben wir jetzt weitere Masken im Angebot." Salbeité sah, wie sich plötzlich Masken in einem der Regale materialisierten. Dann sah der Händler ihn wieder an: "Komm jederzeit wieder vorbei!"


    Salbeité überlegte, was er machen sollte. Hatte Zelda nicht etwas von der Zitadelle der Zeit gesagt? Er beschloss, sich diese erstmalig genauer anzusehen.


    Vor der Zitadelle standen vier Steine, die ihn anstarrten.

    Salbeité war mulmig zumute und er ging schnell in das Gebäude hinein.

    Drinnen beobachtete ihn zumindest niemand. Dafür war die Musik, die hier aus Lautsprechern kam, etwas unheimlich. Salbeité ging zu einer Art Podest und las die Inschrift.

    "Nur wer drei Arenaorden hat, darf hier vorbei. Zum Beweis bitte Orden platzieren und Lied singen."

    "Hey", sagte Navi. "Das solltest du ausprobieren. Das klingt gut. Vielleicht bekommst du sogar etwas Wertvolles?"

    Salbeité beschloss, es auszuprobieren. Was sollte schon schiefgehen? Dass er in einen Schlaf fiel, aus dem er jahrelang nicht aufwachte? Bestimmt nicht. Behutsam legte er die Orden in die vorgesehenen Mulden und trötete dann auf seinem neuen blauen Brot eine Melodie.


    Navi flatterte aufgeregt hin und her. "Sieh nur! Ein Tor hat sich geöffnet! Schnell, hinein!" Sie flog los, während Salbeité noch das Brot wegpackte. Er wollte die Orden gerne wieder mitnehmen, aber sie schienen festgeklebt. Er wollte gerade Navi zurufen, da hörte er ihre Stimme: "Woah, wie cool!"


    Nun war Salbeité neugierig geworden. Er ließ die Orden erstmal, wo sie waren (sie würden für ein paar Minuten schon sicher sein, schließlich kam nie jemand hier vorbei) und folgte Navi in den Nebenraum.

    Ein wenig Licht fiel aus einem Fenster und beleuchtete ein Podest. Auf diesem war ein Stein platziert und in diesem Stein steckte ein Schwert mit violettem Griff.


    Navi flog aufgeregt auf und ab. "Schau nur! Sieht das nicht wichtig aus?"

    Salbeité nickte. "Stimmt. Das sieht praktisch aus." Er kniete nieder.

    Navi meldete sich erneut. "Aber warte mal, wieso bist du auf dem Boden…?" Sie klang verwirrt.


    Doch Salbeité hörte sie nicht. Er betrachtete den Stein, in dem das Schwert steckte. Er sah wichtig aus, schließlich war ein heiliges Dreieck eingeritzt. Sicher würde er ihm auf seinen Reisen von Nutzen sein. Er könnte damit Gegner abwerfen oder beim Hausbau in Kakariko helfen. Er beschloss, den Stein mitzunehmen.


    Dabei gab es nur ein Problem: Das Schwert darin war im Weg. Salbeité würde es erst entfernen müssen. Also stellte er sich auf das Podest, ergriff das Schwert mit beiden Händen und zog. Zu seiner Überraschung ging das leichter als- halt, doch nicht, irgendetwas war komisch. Plötzlich war er von Licht umgeben.


    Yeeeeha!


    Als Salbeité wieder zu sich kam, war er in einem blauen Raum und ihm stand ein alter Mann gegenüber.

    "Salbeitee", sprach dieser.

    Salbeité wollte ihn korrigieren, aber sein Körper gehorchte ihm nicht.

    Der Alte fuhr fort: "Ich bin Rauru. Ganondorf ist gemein. Du musst ihn aufhalten."

    Salbeité konnte sich noch immer nicht bewegen.

    "Salbeitee, erschrick nicht, aber… sieh dich an."

    Endlich erlangte Salbeité die Kontrolle über seinen Körper wieder. "Das heißt 'Salbei-'", wollte er rufen, doch ihm stockte die Stimme. Er klang anders. Vielleicht hatte er einen Frosch im Hals? Er probierte etwas anderes: "Hiya, hiya." Nein, auch das klang falsch.

    Dann sah er an sich herunter und erschrak. Plötzlich hatte er eine Strumpfhose an! Und nicht nur das, der Boden war weiter weg als zuvor. Es gab nur eine Erklärung.


    "Bin ich eine Giraffe geworden?", fragte er.

    Der Alte hielt sich eine Hand vors Gesicht. "...und die Welt liegt wirklich in den Händen dieses Idioten?"

    Navi flog ihm fast ins Gesicht. "Was redest du da? Salbeitee, du bist gewachsen! Du bist älter geworden!"

    Salbeité erschrak. Das klang furchtbar. Musste er jetzt etwa diese komischen Steuern zahlen, über die sich Erwachsene immer beschwerten? War sein Geld überhaupt noch etwas wert, bei der wirtschaftlichen Lage?

    Dann wurde er fast panisch. Und musste er jetzt selbst beim Arzt anrufen, um einen Termin zu vereinbaren?

    Verzweifelt blickte er zu Rauru. Dieser sah ihn gelangweilt an. "Jetzt mach dir mal nicht in die Strumpfhose. Das lässt sich umkehren. Sobald du die Welt gerettet hast, schicken wir dich zurück. Du musst nur Ganondorf, den Groß-Pokémon-Meister des Bösen, bezwingen."

    Salbeité fühlte sich schlagartig besser. Okay, das konnte er machen. Erst würde er Pokémon-Meister werden und dann könnte er zurück. Das würde sicher nicht zu lange dauern, drei Orden hatte er ja bereits… die Orden! Hoffentlich hatte sie keiner gestohlen.

    Hastig verabschiedete er sich von Rauru. "Ja ok, ich geh dann mal. Bis später."


    Rauru blickte ihn noch einmal kopfschüttelnd an und breitete die Hände aus. Ein Licht umgab Salbeité und alles wurde weiß.




    Challenges:

    (keine)


    Statistik:

    Herzcontainer: 10

    Herzteile: 18

    Skulltulas: 38




    Fazit:

    In diesem Teilabschnitt habe ich gar nicht so viel "Story" gemacht - eigentlich nur den dritten Dungeon. Ich habe aber extrem viel gesammelt, viele Herzen und Skulltulas, da mir der Teil sonst zu kurz vorkäme. Nun bin ich soweit aber gut aufgestellt und kann mich in die Tempel stürzen. Den Anfang macht der Waldtempel und ich bin schon gespannt darauf, ob ich mich wieder so verlaufen werde wie das letzte Mal, als ich ihn gemacht habe.


    Und damit habe ich nach drei monströsen Beiträgen auch den ersten Abschnitt beendet! Die folgenden werden vermutlich weniger geteilt sein - mein Plan ist ein Teil pro Tempel, aber wenn ich zwischendurch nicht viel mache, könnte ich theoretisch zwei Tempel in einem Beitrag abfrühstücken. Mal schauen!



    Grabschändung außerhalb der Öffnungszeiten

    Während der Öffnungszeiten ist es erlaubt!

    »Er betrat mein Haus in der Nacht. Sagte kein Wort. Hob einen Krug hoch und schmiss ihn gegen die Wand. Starrte mich an. Verließ das Haus kommentarlos. Das war eine belastende Situation.«

    Sehr gut beschrieben! :D

    "Wie willst du das Dorf denn bewachen, wenn du nur ein Baum bist?"

    "Ist dir etwas schlimmes im Dorf zugestoßen, Senf?"

    "Nein...?"

    "Gern geschehen."

    Was passiert nun, da der Deku-Baum tot ist? :wacko:

    Salia, hat den ganzen Morgen darauf gelagert, im rechten Moment auf Links Haus zuzurennen

    Wenn man so darüber nachdenkt, hast du Recht. Sie muss viel Zeit haben, andererseits ist im Kokiri-Dorf sonst nicht viel zu tun?

    Salbeitee

    Salbeité! Aber ja, freut mich auch, dass Joghkurt wieder dabei ist!

    Und Joghkurt erschrak, dass seine Kleidung mitgewachsen war und er immer noch sieben Jahre alte Milch mit sich führte.

    Du meinst, die Milch ist nun zu... Joghurt geworden?

    Boy, ich habe eine Sache vergessen, die mich tierisch nervt: wann immer man das Spiel startet, hockt man bei Link im Häuschen.

    Darauf habe ich ja noch gar nicht geantwortet - ich habe es komplett vergessen. Ein Glück, dass die Switch-Fassung save states hat, so beende ich das Spiel gar nicht erst und selbst wenn, kann ich direkt weitermachen, wo ich aufgehört habe. Das Laufen hat mich früher immer genervt...

  • Abschnitt: 1.3

    Konsole: Nintendo 3DS (mit Capture Card)

    Überschrift: Ein Sammelsurium an Items. Und Eine Prinzessin.

    IbN ist soooo toll, danke für alles... blabla.


    Zelda Ocarina O Time



    Mein Gott, ich liebe dieses Spiel wirklich. Es ist richtig, richtig krass, wie ich meine komplette Energie da reinversenken kann und meine ganze Aufmerksamkeit eingesogen wird. In meinem Alltag ist immer alles so wild und ich mache 75 Millionen Sachen gleichzeitig, aber dieses Spiel schafft es wirklich, dass ich mich darauf konzentriere und richtig Lust habe, alles abzusuchen und das ist unfassbar schön.


    13


    Kommen wir jetzt aber wieder zum Geschehen. Und zwar im letzten Beitrag haben wir es geschafft, King Dodongo zu besiegen. Nun stolpern wir aus Dodongos Höhle raus und werden von Darunia in Empfang genommen. Der uns, wie bereits berichtet, den Goron-Opal überreicht. Jetzt sind wir sein Bruder und alle Goronen wollen mit uns kuscheln. Das ist Link allerdings nicht so richtig geheuer. Also, nachvollziehen kann ich das schon ein kleines bisschen. Wenn ein drei Meter großes Steinmännchen auf mich zukommen würde, würde ich höchstwahrscheinlich auch das Weite suchen. Nichtsdestotrotz sind sie ja jetzt verbrüdert und das ist auch schön so. Ich kletter den Todesberg hoch, um oben festzustellen, dass die nervige Eule schon auf mich wartet. Ich muss ja sagen, dass sie mich dauernd beim Spielen unterbricht und mich vollquatscht, ist schon extrem nervig, aber an sich finde ich die Eule (vom Design her) ganz cool. Ich habe mal darüber nachgedacht, ein Tattoo-Design anzufertigen als Chestpiece, wo die Eule ein Herzcontainer festhält. Das WIP-Design gibt es sogar noch. Das ist aber nie fertig geworden. Vielleicht poste ich das mal ins User-Center. Wie dem auch sei. Ich gucke ein bisschen in den Todeskrater rein, weil ich dachte, ich könnte hier auch als kleiner Link was machen. Konnte ich dann aber doch nicht. Ich habe mich nicht getraut, die Wand runterzuklettern und das Herzteil zu holen. Macht aber nichts. Schnell wieder aus dem Todeskrater raus habe ich eine Wand aufgesprengt und dort meine Magieleiste und die Wirbelattacke von der großen Fee erhalten. Mein Gott, was schön. Danach habe ich mich von der Eule runterbringen lassen nach Kakariko. Ich habe das als Kind so geliebt, dass man mit dieser Kamerafahrt da nach unten gebracht wird. Also das war für mich, ja, ich würde fast immersiv sagen. Ich habe mich dann, da war ich irgendwie acht oder so, und habe mich vor dem Fernseher so hin und her mitbewegt, damit sich das so anfühlt, als würde ich damit runterfliegen. Komplett verrückt, aber das ist mir auf jeden Fall in Erinnerung geblieben.


    14


    In Kakariko angekommen, stehen wir jetzt passend auf dem Haus, in dem sich eine Kuh befindet. Ich wusste bestimmt schon mal, warum diese Kuh in diesem Haus ist, aber ich habe es jetzt vergessen. Wenn es irgendwer weiß, bitte schreibt mir gerne. Ich lasse mich also vom Dach fallen, klettere von hinten in das Haus rein und stehe jetzt mit der Kuh im Gefängnis. Absolut verrückt. Ich nehme mir schnell das Herzteil und gehe, bevor die Leute darauf kommen, dass ich in ihr Haus eingedrungen bin. Inzwischen habe ich genug goldene Skulltulas gesammelt, um mir die große Geldbörse als Belohnung abzuholen. Das finde ich ziemlich cool, denn ich habe das Gefühl, meine Rubin-Geldbörse wäre bald geplatzt. Aber da ich jetzt so weiter nichts zu tun habe, außer hier und da Herzteile und Skulltulas einzusammeln, machen wir uns auf den Weg, die Story weiter fortzusetzen und kommen am Zora-Fluss an.


    15


    Dieses Gebiet finde ich wirklich äusserst schön. Ich liebe es, da mit dem Huhn rumzurennen und mir gleich zwei Herzteile holen zu können. Wirklich, wirklich stark. Das macht immer wieder Spaß, auch wenn mich das Huhn manchmal zu Weißglut treibt, weil es sich nicht wieder einfangen lässt. Und die Kamerafahrt, die kommt, wenn man vor dem Eingang von Zoras Reich Zeldas Wiegenlied spielt, finde ich einfach geil. Ja, es ist im Prinzip nur ein Rauszoomen, aber durch die verwundenen Wege sieht das einfach so, so, so schön aus. In der Fotografie gibt es das ja auch, dass man absichtlich mit führenden Linien fotografiert und das kommt hier halt auch total gut rüber. Ich liebe das, deswegen musste ich da auch unbedingt einen Screenshot von machen. Angekommen in Zoras Reich spielen wir selbstverständlich sofort das Minispiel, um die Silberschuppe zu erhalten. Und irgendwie ist es Tradition geworden, dass ich aus Versehen den Zora danach wieder anspreche und aus Versehen das Minispiel erneut zu triggern. Und ich wurde dieses Mal sogar belohnt. Neben ganz vielen blauen Rubinen ist auch ein goldener Rubin ins Wasser gefallen. Der ist 200 Rubine wert. Hatte das schon mal irgendjemand von euch? Also das ist wirklich krass.


    16


    Hier sammeln wir auch ein Herzteil ein, nämlich das, wo man die ganzen fackelnden Zoras Reich anschalten muss, um dann die Truhe hinter dem Wasserfall zu erreichen. Ich kann mich erinnern, als Kind fand ich das extrem schwierig. Und jedes Mal, wenn ich dieses Herzteil heute holen will, glaube ich, dass ich nicht genug Zeit habe oder dass ich nicht genug Skill habe. Das ist natürlich Quatsch, ich schaffe es jedes Mal, aber das sitzt einfach noch drin. Nachdem wir das Herzteil erhalten haben, schwimmen wir zum Hylia See. Beziehungsweise wir tauchen dorthin. Wir sammeln die Nachricht in der Flasche von Ruto ein. Und weil ich ein bisschen die Geschwindigkeit rausnehmen möchte, gehe ich erstmal angeln. Wenn ich dort bin, muss ich immer an meinen Großvater denken, der hat nämlich leidenschaftlich gerne geangelt. Und einmal hat er mir sogar zugesehen, als ich bei Zelda geangelt habe. Ich glaube, es hat ihn nicht sonderlich dolle interessiert, aber zumindest hat er sich dazu gesetzt und geschaut. Was würde ich dafür geben, noch einmal mit ihm angeln zu gehen..? Und jetzt muss ich tatsächlich ein bisschen weinen. Ich schreibe gleich weiter.


    17


    Ich bin echt ne kleine Memme. Wir verschieben den Heulkrampf ein bisschen und spielen erstmal weiter. Nachdem ich den größten Fisch aus dem See gezogen habe, mache ich mich zurück auf den Weg nach Zoras Reich. Ich übergebe König Zora, dem Vater von Ruto, ihren Brief in der Flasche. Er ist daraufhin ein ganz kleines bisschen besorgt und rutscht zur Seite, damit wir hinter ihn gelangen können. Dort lebt der Schutzpatron der Zoras, Lord Jabu-Jabu (Wem erzähle ich das eigentlich? Ihr kennt das Spiel). Am Teich gibt es auch eine sprengbare Wand. Die sprenge ich auch, weil ich bin ein kleiner Unruhestifter. Und hinter der Wand verbirgt sich eine Fee, die mir nach dem Spielen von Zeldas Wiegenlied Farores Donnersturm überreicht. Ich benutze diesen Zauber nie, aber ich habe ihn jetzt. Schön. Danach platziere ich direkt vor Lord Lord Jabu-Jabus Nase[?] oder eher vor seinem Maul einen kleinen Fisch. Und anstatt, dass er ihn einfach irgendwie isst, nein, er saugt gleich seine komplette Umgebung ein. Ich finde mich also im Inneren eines heiligen Schutzpatrons wieder. Warum auch nicht? Ich kann mich daran erinnern, dass ich diesen Dungeon als Kind extrem... Verwirrend fand. Ich habe das nicht verstanden. Ich bin dauernd überall runtergefallen & habe mich verlaufen. Aber es gibt ja einen klaren Weg durch den Dungeon. Das weiß ich jetzt auch. Und deswegen habe ich diesen klaren Weg selbstverständlich sofort genommen. Und daher gibt es gar nicht so viel zu erzählen. Ich sammle Ruto ein, dann hole ich mir den Boomerang. Dann meint sie aus irgendeinem mir nicht bekannten Grund, dass es wohl lustig wäre, mit einem Riesen-Oktorok Ärger anzufangen. Muss ja jeder selber wissen, ne. Nach dem Minibosskampf ist sie jedenfalls verschwunden und ich bin auf mich allein gestellt, was ich ehrlicherweise aber gar nicht so schlimm finde. Ja, sie ist ein bisschen nervig und arrogant und dass ich jetzt mal eine kleine Pause von ihr habe, das kommt mir vielleicht auch ganz gelegen. Wenn man nicht alle zwei Minuten angemeckert wird, kommt man auch schneller voran.


    18


    Wir holen uns also hier und da noch ein paar Skulltulas und schließlich kommen wir schon im Raum des Endbosses an. Wir stehen Barinade gegenüber. Mein Bruder und ich fanden Barinade früher immer extrem eklig. Und ich glaube, meine Meinung hat sich bis heute nicht geändert. Ich finde sie immer noch eklig. Zumindest weiß ich aber, wie man sie schnell besiegt und deshalb ist das auch extrem schnell erledigt. Gar kein Stress. Wie Barinade letztendlich den metaphorischen Löffel abgibt, finde ich vielleicht noch ein bisschen ekliger, ja? Erst wird sie ja von diesen komischen Pusteln übersät und dann platzt sie einfach. Hä? Igitt. Ja. Ich nehme meinen Herzcontainer und gehe. Das ist wirklich... Ja, irgendwann reicht es auch. Oh, aber was ist das? Ich möchte gerade diesen Ort hier verlassen und ähm Ruto befindet sich schon im Teleporter nach draussen. Wir holen uns ein bisschen Anschiss von ihr ab und sie ist der festen Überzeugung, dass wir jetzt bald heiraten. Sorry, Süße, ich bin vergeben, das können wir nicht machen. Ausserdem bist du ein Fisch. Ich weiss ja nicht, ob das überhaupt möglich ist. Von daher muss ich dich leider vertrösten. Ich fürchte nur, sie wird in dem Glauben bleiben, dass wir irgendwann heiraten. Aber das sei mal dahingestellt.


    19


    Ich mache für diesen Abschnitt Schluss und möchte mich einmal bei euch für die ganzen Beiträge bedanken. Ich finde es extrem schön, wie viele hier teilnehmen und wie viel Herzblut hier in die Beiträge gesteckt wird und alles. Das finde ich total toll. Also einfach eine schöne Gemeinschaft hier.



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    Ich kann leider keine Zitate einfügen, ohne dass ich mir die Formatierung zerschieße (Skill Issue 😂) - deshalb mach ich's mal mit @.

    Ich-bin-Niemand Wie witzig! 😁 Die Masken hebe ich mir immer bis zum "Ende" der Kinderstory auf, weil man das dann alles so schön hintereinander machen kann. Dann ist es direkt in einem Rutsch erledigt. Danke für den Kommentar und DANKE für dieses Event. Ich liebs komplett. Hätte ich vorher nicht gedacht. 🥰

    Sylph Freut mich, dass ich dir ein Herzteil bescheren könnte. Das liebe ich einfach echt an diesem Thread hier, bzw. am ZFZZ. Wir bringen hier alle was ein. Aber jeder macht es auf seine Art und Weise. So geil. Ich lese die Abenteuer von Salbeité auch sehr gerne.

    Darkshuttle123 Ich muss wirklich immer lachen bei deinen Beiträgen. Die Protokolle, die Kommentare, es ist zu gut. Love it.