ZFZZ 9 - Euer Spielefortschritt [OoT]

  • Abschnitt: 1
    Part 2 von 4

    Konsole: PC-Port (Zwecks Aufnahme)


    Sonstige Informationen: Kakariko + Goronia


  • Abschnitt: 1.4

    Konsole: Switch 2 (N64-Version)



    Vertrauliche Briefe #2


    Die geschliffene Oberfläche des blauen Rubins spiegelte einen Mann, den er zu kennen glaubte. Er sah das kurze, struppige Haar, die Narben auf dem abgekämpften Gesicht und die dunklen, hervorstehenden Augen, doch der bläuliche Schimmer des Edelsteins legte sich wie ein Schleier über sein Erscheinungsbild, durch den man bloß Schemen erkennen konnte. Es fühlte sich an, als sähe er sich nicht in seiner völligen Gänze.

    Kageyori beugte sich näher an sein entrücktes Ebenbild, als hinter ihm eine hölzerne Tür krachend aufflog und sich Licht über seinen Rücken ergoß. Ruckartig richtete er sich auf und ließ den Rubin in seiner Manteltasche verschwinden. Ein Grölen drang aus der Taverne, in der er den Abend verbracht hatte.

    »Kage, da steckst du!«, sagte eine fröhliche Stimme. Ryuu? Ryo? Er wusste nicht mehr, wie der Mann hieß, der ihm nach seiner Ankunft in Kakariko zur Seite gestellt worden war. Namen waren wie ein Schloss ohne König, doch so oder so sah er das Gesicht des jungen, schlaksigen Wachmanns vor seinem geistigen Auge. Eine Stimme vergaß er nie, schon gar nicht, wenn sie ihn ständig umgab.

    »Mhm.«

    »Wir dachten schon, du drückst dich«, sagte der Mann nicht unfreundlich. »Wir warten auf deinen Einsatz, Kollege. Ein Spiel, ein Roter. Der Abend ist noch jung.«

    »Ich bin müde«, log Kageyori und dachte an den Fünfer in seiner Tasche. Er zog seinen Wams zu und machte sich daran, loszugehen, als sich eine unerwartet weiche Hand auf seine Schulter legte.

    »Komm schon, ein Spiel noch. Für Neulinge gehört sich das.«

    Kageyori sah über seine Schulter. Der junge Kollege blinzelte wiederholt, wich jedoch nicht zurück. Er hatte ein schmales, glattes Gesicht, strohblondes Haar und abstehende Zähne. »Wie lange dienst du schon?«, fragte er ihn.

    »Ich? Öh… weiß nicht, drei Monate oder so«, sagte er, »seit dem Tod meiner Mutter. Jedenfalls... was ist denn jetzt mit dem Würfeln?«

    »Für heute lass ich es gut sein. Danke, aber ich leg mich hin«, sagte Kageyori.

    »Ach, komm«, sagte sein Gegenüber quengelnd, »lass uns nicht hängen. Das gebietet die Ehre.«

    »Was weißt du schon von Ehre?«, fragte er brummend.

    Der Wachmann zuckte mit den Schultern und setzte ein dümmliches Grinsen auf: »Nicht viel, es klang einfach gut. Lass uns würfeln. Ich brauche die Rubine für meine Familie, hehe.«

    Kageyori wollte seine zur Faust geballten Hand öffnen, konnte es aber nicht. Der junge Mann bewegte noch den Mund, doch Kageyori verstand ihn nicht mehr. Der Puls bebte in seinem Ohr wie Lava im Krater des Todesbergs. Der Schlag kam schneller als er gedacht hatte - und härter. Er schloss unwillkürlich die Augen, als das Blut spritzte und kleine weiße Stückchen von Zähnen wie Sterne durch die Nacht flogen. Er ging neben seinem Kollegen, der nun am Boden kauerte und vor sich hin winselte, in die Hocke. Kageyori zischte: »Ein Wort. Noch ein Wort und du kannst deiner Mutter am Friedhof erzählen, warum du ihr nachgefolgt bist.«

    Der Wachmann starrte ihn einige Sekunden mit aufgerissenen Augen an, bevor sich dicke, kugelige Tränen einen Weg über das blutverschmierte Gesicht bahnten. Kageyoris Magen fühlte sich an, als wäre er mit Goronen gefüllt worden. Ein Wächter schützt die Schwachen, hatte sein Vater stets gesagt. Daran musste er denken, als er keinen Mann, sondern einen Jungen vor sich sah.

    »Ryuu?«

    »Mmm… Ryo...«

    Kageyori nickte, zögerte noch einen Moment und wandte sich dann um. Er stapfte mit gesenktem Blick zurück zur Wachstube.


    Verdammt, was ist los mit mir? Seit jeher hatte er Geduld und Achtsamkeit zu seinen Tugenden gezählt, doch er schien nicht mehr er selbst zu sein. Ein Wort. Noch ein Wort und… Seine Gedanken flogen nach Hyrule-Stadt, in der er aufgewachsen war. Akari und er hatten sich vor kurzem ein kleines Häuschen mit Blick auf das Schloss gekauft. Ein Wort. Erst war es Soldkürzung gewesen. Dann folgte schwanger. Die Stunden, in denen er stillschweigend in der Stadt oder über die Schlossgründe auf- und abmarschierte, waren länger und länger geworden; bis er ein weiteres, hoffnungsvolleres Wort vernommen hatte, das in den hiesigen Wachstuben geflüstert worden war: Ganondorf. In seinen sieben Dienstjahren hatte Kageyori gelernt, dass Wachsoldaten vor allem eines waren: Männer. Wochenlang lauschte er den anderen aufmerksam und immer wieder tauchte dasselbe Thema auf: Die Aufwartung des unabhängigen Gerudos vor dem König. Ein mächtiger Anführer, einer in hundert Jahren, geboren in einem Volk von unbändigen Frauen. Viel wurde über den Reichtum der Gerudo gesprochen, deren Ländereien nur auf dem Stück Pergament Teil des Königreichs waren. Und so hatte er, als später die Erzählung eines Traums durch die Stuben waberte wie ein Irrlicht, einen Brief geschrieben. Einen Brief über seine Not. Einen Brief über einen Jungen, der in den Wachprotokollen erwähnt und mit der Prinzessin von Hyrule gesehen worden war und sich gerüchteweise auf den Weg nach Kakariko befand. An denjenigen, von dem die Prinzessin geträumt und vor dem sie gewarnt hatte.



    Der nächste Morgen hing grau und schwer über den sanften Hügeln Kakarikos. Ryo war nicht zu seinem Dienst erschienen, stattdessen hatten sie ihm einen alten Tattergreis hingestellt, der eher die Wolken zu beobachten schien als das kleine, verschlafene Dörfchen am Fuße des Gebirges. Hie und da blitzte die Sonne durch und sie hatte schon fast ihren Zenit erreicht, als plötzlich ein Klirren die Luft zerschnitt. Er kniff die Augen zusammen und ließ seinen Blick schweifen. Nahe des Dorfzentrums stand ein Kind, nicht älter als zehn Sommer, zwischen Keramikscherben. Es war ganz in grün gekleidet, hatte goldblondes Haar und trug einen Hylia-Schild am Rücken, der fast größer war als es selbst. An seinem Handgelenk befand sich ein Armreif, in den ein grüner und ein roter Edelstein eingelassen waren. Kageyori war, als hörte er ein Summen, wie das Zirpen einer Zikade. Für den Bruchteil eines Moments leuchtete etwas Blaues neben dem Kind in grün auf. Er blinzelte und schaute nochmal hin: nichts.

    »Hast du das gesehen?«, fragte er den alten Wachmann, ohne den Jungen aus den Augen zu lassen.

    »Ja… so schön«, sagte dieser, ohne sich vom Himmel abzuwenden.

    Kageyori brummte. Der Junge nickte plötzlich und das Summen verstummte. Das Kind sah sich schuldbewusst um, dabei trafen sich ihre Blicke kurz. Der Junge winkte fröhlich und zuckte dabei beschwichtigend mit den Schultern. Kageyori dachte an Ryo und wollte schon den Gruß erwidern, ehe er innehielt. Beobachten. So, wie es ihm befohlen worden war.



    Game Over: 0

    Herzen: 6

    Bestandene Challenges: King Dodongo besiegt, ohne sich selbst wegzusprengen

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Abschnitt: 2

    Konsole: GameCube


    Letztes Mal hatte ich euch die Hot Clips aus dem Disc-Menü verlinkt, doch handelte es sich dabei um die amerikanische Variante des Trailers. Für den europäischen Markt wurde dieser angepasst. So haben wir Fußball (International Superstar Soccer 3) statt American Football (Madden NFL 3) und Baseball (All-Star Baseball 2004) bekommen, was auf die Popularität der jeweiligen Sportarten zurückzuführen ist. Weshalb jedoch James Bond 007: Nightfire und Need for Speed: Hot Pursuit 2 bei uns durch Rayman 3: Hoodlum Havoc ersetzt worden sind, kann ich mir nicht erklären :hmm:


    Weiterhin ziehe ich mir vor jedem Spielen ein paar der Trailer rein, egal wie oft ich sie schon gesehen habe! WHAT A RUSH!




    Joghkurt war nun erwachsen und erwachsen sein war richtig öde. Denn Erwachsene machten halt so langweilige Erwachsenen-Sachen, zum Beispiel nach einem harten und langen Arbeitstag nur noch böse grummeln und langsam nach Hause schlurfen, schließlich war ihre Energie komplett aufgebraucht. Ganz Hyrule-Stadt war voller Erwachsener und Joghkurt flüchtete schnell vor ihnen. So wollte er nicht enden!


    Er rannte in einem Affenzahn zur Lon-Lon-Farm. Was hatte Malon die letzten sieben Jahre nur ohne ihn gemacht? Sie sang nachts heimlich auf der Koppel und schuftete weiterhin fleißig jeden Tag für das Wohl der Tiere, ganz im Gegensatz zu Basiluigi. Er musste wohl auch einer dieser ominösen Erwachsenen sein. Schelmisch erklärte er Joghkurt, wie man auf Epona reiten würde, obwohl er eigentlich gar nicht wollte, dass man Epona reiten würde. Verstehen Sie das? Ich nämlich nicht. Nach einem kleinen Warm-Up auf der Koppel tauchten die Rubine in Basiluigis Augen auf und er bot dem Grünschnabel Joghkurt ein Rennen an, bei dem er dessen Vollsprints mehrfach abblocken konnte. Joghkurt überholte ihn zwar noch in der letzten Kurve, doch Epona sagte Nein bzw. versuchte es vergeblich zwischen all den Schnauflauten zu sagen und so zog Basiluigi einen Meter vor der Ziellinie vorbei zu seinem ersten, ruhmreichen Sieg.


    Doch Joghkurt lernte aus seinen Fehlern und zog bei der Revanche gekonnt im Sprint auf der Innenbahn vorbei, als er kurz die Lücke sah. Während er auf der Geraden das Tempo drosseln und Basiluigi abblocken konnte, setzte er in der letzten Kurve nochmal zum Schlussprint an. Er war so im Siegesrausch, dass er das noch ein zweites Mal wiederholte und Epona behalten durfte. Als er sich wie der König fühlte und seiner Frau lässig zuzwinkerte, wurde sein Kontrahent zu einem gänzlich neuen Menschen. Dieser verhielt sich nun nicht mehr wie einer dieser Erwachsenen und schien somit geheilt zu sein. Auch Talon konnte wieder zurückkehren und Joghkurt war glücklich, dass wieder alles beim Alten war. Beim Hindernisparcours verdiente er sich abschließend noch ein wertvolles Geschenk zum 7. Hochzeitstag.


    Zusammen mit Epona ritt er zum Hylia-See, um schon mal die besten Sonnenliegen mit einem Handtuch zu reservieren. Der Anblick des nahezu ausgetrocknetes Sees schockierte ihn zutiefst. Das war es wohl mit seinen verdienten, friedlichen Flitterwochen! Er flötete die Vogelscheuche herbei und fragte sie, was das denn solle und wer das zu verantworten hätte, doch diese schickte ihn erst mal zum Angeln.

    "WHOA, mein einziger Kunde ist zurück!"

    Sehr profitabel.

    "Das bedeutet, dass ich auch dein bester Kunde bin!"

    Mit viel Können und nach über vier Minuten Ziehen war es soweit: Das Abendessen war gesichert! Fehlte nur noch das passende Küchenutensil zur Zubereitung.


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    "Woher weißt du denn überhaupt, dass er 20 Pfund wiegt?"

    "Das hab ich gerochen ...und Augenmaß!"

    "Kann ich mit diesem Rekord als Kind vor den anderen Kindern angeben?"

    "Nein!"

    Sowas würde nur ein Erwachsener sagen.


    Auf dem Friedhof beging Joghkurt mal wieder Grabschänderei und der Jüngere von zwei Gebrüdern erschien, nicht jedoch der Ältere. Egal was er probierte, nichts funktionierte. Wenigstens entdeckte er noch das letzte Grab der grausigen Grabgruseltour und grub den Fanghaken aus. In der Windmühle brachte er letztendlich nochmal richtig Schwung in die Bude, bevor er das Dorf wieder verließ.


    Joghkurt wollte als nächstes sein Hochzeitsgeschenk begutachten, doch der Kokiri-Wald war voller Ungeziefer. Erst der See und dann das! War Hyrule-Stadt etwa der einzige Ort, der eigentlich genau wie vorher aussah? In den Tiefen des Waldes bei der Lichtung traf er auf Shiek, die auf ihrer Harfe düdelte. Joghkurt überschüttete sie mit Fragen:

    "Wer bist du? Woher kommst du? Wie alt bist du? Was ist dein Lieblingsessen? Gibts die Hose auch in Grün? Und wer bist du?"

    "SEISTILL, wir werden uns wiedersehen!"

    Diese unhöfliche Aussage sollte noch zum Running Gag werden.


    Im Waldtempel mischte der Held alles einmal auf, fiel im Kampf gegen einen Skelett-Ritter durch ein klaffendes Loch im Boden, das von seinem schwebenden Gegner gänzlich ignoriert wurde, und brachte den kompletten Adventskranz im Hauptsaal mit allen vier Irrlichtern zum Brennen. Phantom-Ganon bruzzzelte ihn leider zweimal, weshalb dieser nach seiner Niederlage beschloss ins Lebensmittelgeschäft einzusteigen.


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    Die Wälder waren gerettet, der blaue Henni grölte aus voller Kehle, ein neuer Spross hatte nun das Kommando und alle Kokiris fragten sich, ob dieser laut schnarchende SEISTILL jemals wieder zurückkehren würde? Dieser war schon längst wieder ganz woanders und sammelte auf der Hylianische Steppe erstmals alle zehn Nachtschwärmer ohne Hilfestellung ein. Erstmals? Nun, die vorherigen Male müssen Paralleluniversen gewesen sein. Verstehen Sie das? Die 1.000 Payback-Punkte konnte er auch direkt gegen eine leere Flasche einlösen. Super! In denen konnte man doch blendend Käfer züchten! Er fing einen Käfer ein und leerte die Flasche sofort wieder, sodass drei rauskamen, von denen er zwei wieder einfangen konnte. Die vermehrten sich innerhalb weniger Sekunden, das war ein Geschenk der Natur! Der arme Bettler in Kakariko schien verrückt nach den Insekten zu sein und offensichtlich auch gar nicht so arm, denn Joghkurt verkaufte ihm eine Trillion Käfer und bekam jedes Mal 50 Rubine dafür, die eh nicht mehr in seine Börse passten. Irgendwie hatte er sich mehr als nur Rubine erhofft, sowas wie ein Herz oder so, aber da hat er sich wohl getäuscht und ewig seine Zeit verschwendet.


    In Goronia stoppte Joghkurt aus Frust einen kleinen Goronen, der nur sinnlos im Kreis rollte und dabei voll den Krach machte. Diesmal wollte er den Spieß umdrehen und ihn anbrüllen, wie er sonst von allen anderen Personen angebrüllt wurde.

    "SEISTILL!"

    "SEISTILL!", erwiderte der Gorone.

    Sie wurden ziemlich beste Freunde.


    Mit der roten Sonnencreme gings als nächstes in den Todeskrater und den dort beherbergten Feuertempel. Zahlreiche Goronen waren hier gefangen und nicht zuletzt stürzte sich Joghkurts Blutsbruder in ein höllisches Gefecht, ohne dabei seinen Masterschlüssel rauszurücken. Wenigstens das hinter sich Zuschließen hätte er doch sein lassen können! Nach dem Deku-Baum und Waldtempel setzte der eingecremte Held auch hier seine Tradition fort und fiel durch ein großes Loch im Boden mehrere Stockwerke nach unten. Abgesehen davon verlief die feurige Odyssee relativ reibungslos und gegen Volvagia gelang ihm fast ein No-Damage-Run... fast. Der subterrane Lavadrachoid liebte es mit Steinen im Glashaus zu werfen, nur konnte leider nicht besonders gut mit ihnen zielen. Einer dieser Steine flog nicht auf, sondern neben die Plattform und leider genau an die Stelle, an der Joghkurt sich seitlich festhielt und in Sicherheit wog. Doch Pustekuchen, dieser eine Stein traf ihn mit voller Wucht auf den Hinterkopf, erhöhte sein Denkvermögen und katapultierte ihn von der Kletterwand ins Magma. Sollte Volvagia nicht eigentlich ein subterraner Magmadrachoid sein?


    Wie schon sieben Jahre zuvor musste jetzt der Zora-Fluss als nächstes folgen und dort nutzte Joghkurt die Wundererbse, um zu einem langersehenten Herzteil zu springen, was über 20 Versuche in Anspruch nahm!!! War er so unfähig? Die Sonne ging zwischenzeitlich mindestens sechsmal auf und wieder unter. Sollte er tatsächlich eine Woche dafür benötigt haben? Lächerlich! Doch woher nahm der Zora-Fluss all sein Wasser? Aus dem Zora-Eisschrank konnte es wohl kaum kommen, blieb nur noch die Zora-Quelle übrig. Dort gabs lediglich ein paar Eiswürfel im großen Getränk. Aus der Eishöhle schien die Kälte zu kommen und wer brauchte schon normales Feuer, wenn man auch blaues Feuer haben konnte? Doch mehr als einsame Eisenstiefel und einen Schneewolfsheimer, der bereits mit einem Schlag dahingerafft war, konnte Joghkurt in der Höhle nicht antreffen. Das vollständige Bezwingen dieser löste leider nicht das Problem des Zora-Eisschranks, aber wenigstens war der Rollmops wieder am Atmen. Das war auch wichtig, damit die Apotheke wieder in Betrieb genommen werden konnte.


    Kennen Sie das? Sie sind einer dieser Erwachsenen und haben es nach zehn Stunden Fußweg endlich geschafft daheim anzukommen? Und jetzt auch noch aufwändig, abwechslungsreich und gesund kochen? Buuuhhhh, bloß nicht! Mit diesem einfachen und leckeren Rezept werden Sie garantiert keine unnötige Zeit mehr in der Küche verschwenden:


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    ~ Gebratene Augäpfel in Sahnesoße ~


    Zutaten:

    - Augäpfel

    - Braten (egal welcher)

    - Sahne

    - Soße

    Vermischen, fertig.


    "Göttlich!"

    - Seeforscher


    "Göttlich!"

    - Angelsachse


    "Öööööööööööhhhhhhhhhh!"

    - Zufriedener, gesättigter Erwachsener


    Wussten Sie schon, dass "Erwachsen" von "Wachsen" kommt und man auch als Erwachsener immer noch weiter wachsen kann? Nun, dann wissen Sie es jetzt! Einer dieser selten Spezialfälle ist Biggoron. Legenden besagen, dass er immer weiter wachsen würde. Doch während andere Erwachsene ihre Genauigkeit im Laufe der Zeit verlieren, wurde Biggoron immer besser darin. Das Schmieden liegt ihm bis heute im Blut. Es dauerte zwar ca. 20 Herzteil-Sprünge, bis er sein neuestes Werk vollendet hatte, doch Joghkurt war nun Besitzer des besten Schwertes der Welt. Mit diesem betrat er den Wassertempel und schwor, dass er das Wasser an den See zurückholen würde. Für das Wasser!




    Mein Fazit: Es macht so viel Spaß zu spielen. Immer wieder pausiere oder beende ich Videospiele innerhalb der ersten paar Stunden und dann kommt OoT daher und die Zeit vergeht wie im Flug. Fast täglich lege ich eine kleine Session ein, sodass sich Spielzeit und Fortschritt schnell summieren. Davon können andere Games in meiner Sammlung oft nur träumen.




    Fortschritt:

    • Spielzeit: ca. 17 Stunden
    • Herzcontainer: 13/20
    • Herzteile: 23/36
    • Goldene Skulltullas: 49/100
    • Upgrades: Köcher (40), Bomben (40), Deku-Stäbe (30), Deku-Nüsse (40), Deku-Kerne (50), Rubinbörse (500), Stein des Wissens


    Challenges:

    • Meistere den Dekubaum in 20 Minuten oder weniger
    • Lass dich von keinem Knochengänger treffen, während du erstmals durch die Steppe läufst
    • Werde auf deinem Weg zu Zelda nicht von den Wachen erwischt
    • Besiege King Dodongo ohne dich selbst mit einer Bombe zu verletzen
    • "Verliere" Prinzessin Ruto nicht, indem sie zu viel Schaden durch Gegner nimmt
    • Gewinne die Pferderennen auf der Lon-Lon-Farm je beim ersten Versuch
    • Verirre dich nicht in den Verlorenen Wäldern
    • Besiege Phantom-Ganon ohne dich vom Gemälde täuschen zu lassen und ohne von den Energiebällen getroffen zu werden
    • Werde während des Kampfs gegen Volvagia nicht von herabstürzenden Felsen getroffen und stürze nicht von der Plattform
    • Ergattere die Goldschuppe beim Angeln
    • Trinker-Challenge: Sammle alle Flaschen




    Eure Berichte sind wie immer klasse.

    Außerdem pflegte der Dekubaum stets zu sagen, man solle jenen helfen, die Not haben."

    "Ein Baum hat dir da gesagt?"

    "Ja!"

    Henriette sah Link besorgt an, dann aber wanderte ihr Blick zu dem hibbeligen geflügelten Lichtpunkt, der durch die Luft zappelte. Eine Fee... dann waren sprechende Bäume wohl kaum verwunderlicher.

    Henriette = :spinner:

    Wärst du ein Barde, ich würde dir Gehör schenken, vielleicht.

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    Trakon ich finde es toll, dass du den Gamecube benutzt. Ich liebe dieses Teil! Dein beitrag liest sich ebenfalls toll und ich finde es stark, dass du auch so auf die anderen Beiträge eingegangen bist!

    Danke dir, freut mich mega! Ist auch ein hammer Projekt hier!

    Dort lernten wir so ein eingebildetes Mädchen kennen [...]

    Und da war schon wieder dieses Mädchen! Auf die hatte ich keine Lust [...]

    Na ja, ist auch egal. Sie ist ja eigentlich ganz lieb, und hübsch ist sie au–

    Diese blöde, eingebildete Kuh! Hält uns mit ihren Wehwehchen auf. Ich hasse sie!!

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    Sir, ich weiß Ihre Beiträge stets sehr wertzuschätzen, doch nehmen Sie diese Worte gegenüber meiner Frau sofort wieder zurück!

    Selbst auferlegte Zusatz-Challenge:

    Erhalte von Malon das Ei, bevor die allererste Nacht in Hyrule vorbei ist.

    Ei Ei Ei, noch mehr Challenges! Die hätte ich definitiv auch nicht bestanden.

    Leider fiel ihm unterwegs ein Smartie in ein Loch im Boden. Er wollte es wieder rausfischen, doch stattdessen wuchs eine Pflanze heraus. Okay, dachte er. Vielleicht sollte ich sie doch nicht essen.

    Wunderpflanzliche Ernährung :rainbow:

    "Ich wollte eine Flasche in einen Glascontainer werfen", gab Salbeité kleinlaut zu. "An einem Sonntag."

    "AN EINEM SONNTAG?!", tönte der König. "Das ist ein schweres Verbrechen! Darauf stehen 10 Jahre Straflager! WACHEN!"

    Nun bekam Salbeité Angst. Aber vielleicht konnte er sich noch retten. Er holte die Flasche hervor. "In der Flasche ist auch ein Stück Papier drin, vielleicht ist es-", begann er, aber er wurde vom König unterbrochen.

    "Du wolltest PAPIER im GLASMÜLL entsorgen?, fragte er erbost.

    :thumbsup:

    Einfach nur die beste Stelle des gesamten bisherigens ZFZZs! Beim Papier im Glasmüll hat es mich zerrissen!

    "Deine Rekorde werden übrigens auch in der Zukunft angezeigt. Wenn du jedoch in der Zukunft einen Rekord aufstellst, wird er nicht im Heute angezeigt", sagte er.

    "Das ergibt Sinn, aber warum spoilerst du mich?", fragte Salbeité.

    Das hab ich mich auch direkt gefragt, den Satz hätte man locker erst dem erwachsenen Link erzählen können.

    Er fand die drei gesuchten Flatterviecher ohne große Schwierigkeiten und bekam als Belohnung eine Flasche Milch. Hätten Eier nicht mehr Sinn ergeben?

    Talon schüttelte den Kopf, als Salbeité ihn darauf ansprach. "Würde man denken, ja. Aber das hier sind Superhühner. Die legen keine Eier, dafür Milch. Frag nicht, wie das funktioniert, das willst du nicht wissen."

    Ich geh mal den SMS-Guru fragen. Das sind schließlich die wirklich wichtigen Fragen im Leben!

    Er betrachtete den Stein, in dem das Schwert steckte. Er sah wichtig aus, schließlich war ein heiliges Dreieck eingeritzt. Sicher würde er ihm auf seinen Reisen von Nutzen sein. Er könnte damit Gegner abwerfen oder beim Hausbau in Kakariko helfen. Er beschloss, den Stein mitzunehmen. Dabei gab es nur ein Problem: Das Schwert darin war im Weg. Salbeité würde es erst entfernen müssen.

    Das ist so genial, wir sollten diesen Stein in die Massenproduktion bringen!

    Salbeité! Aber ja, freut mich auch, dass Joghkurt wieder dabei ist!

    Sag ich doch, Salbeitee.

    Du meinst, die Milch ist nun zu... Joghurt geworden?

    Touché

    Ich gucke ein bisschen in den Todeskrater rein, weil ich dachte, ich könnte hier auch als kleiner Link was machen. Konnte ich dann aber doch nicht. Ich habe mich nicht getraut, die Wand runterzuklettern und das Herzteil zu holen.

    Danke, das hab ich voll vergessen. Das Zeitlimit ist zum Glück sehr großzügig.

    Und irgendwie ist es Tradition geworden, dass ich aus Versehen den Zora danach wieder anspreche und aus Versehen das Minispiel erneut zu triggern. Und ich wurde dieses Mal sogar belohnt. Neben ganz vielen blauen Rubinen ist auch ein goldener Rubin ins Wasser gefallen. Der ist 200 Rubine wert. Hatte das schon mal irgendjemand von euch?

    Oha, ich hab es zwar schon öfters gemacht, auch letzte Woche, aber das hatte ich noch nie! Gabs das schon vor dem 3DS-Remake?

    Am Teich gibt es auch eine sprengbare Wand. Die sprenge ich auch, weil ich bin ein kleiner Unruhestifter. Und hinter der Wand verbirgt sich eine Fee, die mir nach dem Spielen von Zeldas Wiegenlied Farores Donnersturm überreicht. Ich benutze diesen Zauber nie, aber ich habe ihn jetzt. Schön.

    Awww maaaannnn, komplett vergessen, großes Danke. Farores Donnersturm ist im Waldtempel ziemlich nützlich, falls man für kleine Schlüssel oder nach Erhalt des Bogens nochmal Backtracking machen muss. Zu spät. Vielleicht profitiere ich ja nochmal im Wassertempel davon...

    Wir stehen Barinade gegenüber. Mein Bruder und ich fanden Barinade früher immer extrem eklig. Und ich glaube, meine Meinung hat sich bis heute nicht geändert. Ich finde sie immer noch eklig. Zumindest weiß ich aber, wie man sie schnell besiegt und deshalb ist das auch extrem schnell erledigt. Gar kein Stress. Wie Barinade letztendlich den metaphorischen Löffel abgibt, finde ich vielleicht noch ein bisschen ekliger, ja? Erst wird sie ja von diesen komischen Pusteln übersät und dann platzt sie einfach. Hä? Igitt.

    Hä, ich liebe Barinade :crying: neben Bongo-Bongo für mich der beste Bosskampf im gesamten Spiel. Nachdem ich bei König Dodongo jedes Mal einschlafe, fliegen hier endlich richtig die Fetzen. Die Kampfgeschwindigkeit, das Design und die verschiedenen Phasen, ich finde das alles so perfekt. Ich wünschte man könnte Bosskämpfe wiederholen, denn den hier würde ich immer wieder und wieder bestreiten.

    Ich mache für diesen Abschnitt Schluss und möchte mich einmal bei euch für die ganzen Beiträge bedanken. Ich finde es extrem schön, wie viele hier teilnehmen und wie viel Herzblut hier in die Beiträge gesteckt wird und alles. Das finde ich total toll. Also einfach eine schöne Gemeinschaft hier.

    Diese Worte bringen es perfekt auf den Punkt. Kann ich nur so unterschreiben! :thumup2:

  • Abschnitt: 1.4

    Konsole: Nintendo 3DS XL


    Das Heilige Reich


    Navi konnte nicht anders, als beeindruckt zu sein. Link war alles andere als ein gewöhnlicher Junge. Obwohl noch so jung, strotzte er nur so vor Mut. Das war ihr bereits aufgefallen, als er sich tapfer den Monstern entgegenstellte, die den Dekubaum heimgesucht hatten. Doch auch jetzt, hier in der Dodongo-Höhle, gab er sein bestes. Er kämpfte sich durch die Monsterhorden, trotzte der Hitze und löste die Rätsel, die ihm ein Hindernis waren. Navi versuchte ihr bestes, um Link zu unterstützen. Sie hatte alles über die Flora, Fauna und die Lebewesen gelernt, die hier in Hyrule beheimatet waren - und sogar darüber hinaus. Sollte ein Gegner eine Schwäche haben, wollte Navi es wissen, um Link zu helfen.

    Schließlich erreichten sie den tiefsten Punkt der Höhle. Navi wusste, dass sie hier der Herr der Höhle erwarten würde, King Dodongo. Das Monstrum brach aus einem Lavabecken heraus und griff im selben Augenblick Link an. Doch dieser wich nicht zurück, sondern stellte sich tapfer den Kampf. Navi blieb an seiner Seite, egal was geschehen würde!




    Es ist dunkel und kalt.

    Ich bin ganz allein.

    Aber das macht mir nichts aus.

    Gar nichts!

    Ich fürchte mich nicht, niemals!

    Was machen alle diese Biester bloß hier? Sind sie Schuld daran, dass Lord Jabu-Jabu so unruhig ist?

    Ich kann sie nicht berühren! Sie stehen unter Strom. Es tut so weh!

    Ich muss fliehen...

    Nein! ich darf nicht fliehen. Ich bin die Prinzessin! Ich muss für mein Volk mutig sein!

    Wo ist er? Wo ist er nur? Habe ich ihn verloren? Das Andenken an meine Mutter! Nein, nein, nein! Das darf nicht geschehen. Ich muss ihn finden. Bitte... meine Mutter...

    Wer ist das? Ein Junge? Mit einer Fee? Was will er von mir? Wer ich bin, fragt er? Du solltest mich kennen! Ich bin die Prinzessin der Zora, du Banause. Er will mir helfen? Ts, ich brauche deine Hilfe nicht! Warum weicht er nicht von meiner Seite? Na fein, dann hilf mir eben. Aber wehe, er ist mir im Weg.

    Link... ein schöner Name, muss ich gestehen.

    Er kann kämpfen. Wie er kämpft. So mutig! Tut er all das für... mich? Was ist los mit mir? Mein Herz schlägt so schnell. verdammt, still! Er hört es sonst noch.

    Da! Da ist er! Der Stein, das Andenken an meine Mutter. Bei Hylia, ich bin so erleichtert. Danke, Link. Das meine ich von ganzem Herzen. Ich...

    Was ist das? Es ist plötzlich so dunkel. Und so schleimig. Igitt! Hilfe! Hilfe! Link! Wo bist du nur? Bitte komm schnell! Bitte!!!

    Was ist nun wieder? Dieses schleimige Etwas bewegt sich. Ist das Link? Hilfe! Ich bin hier drin! Hilfe, Link!

    Ich bin frei, den Göttinnen sei Dank. Link? Warum hat das so lange gedauert, verflixt? Man, ich bin so froh, so erleichtert, ihn zu sehen. Warum bin ich so erleichtert? Werde ich gerade rot? Oh, ich hoffe, er bemerkt es nicht...

    Link, wie kann ich mich erkenntlich zeigen? Was brauchst du? Den Zora-Saphir? Aber er ist... weißt du nicht, wofür er steht? Er ist ein... ein... Verlobungsgeschenk... Was ich gesagt habe? Hör doch zu, verflixt! Ein Verlobungsgeschenk ist er! Du brauchst ihn unbedingt? Warte, will er damit sagen, dass er mich unbedingt braucht? Kann er etwa ohne mich nicht mehr leben? Na gut, fein. Wahrscheinlich wird Vater nicht mit ihm einverstanden sein, aber es hilft ja nichts. Wenn er ohne mich nicht mehr leben kann.

    Hier, jetzt nimm schon, du Tölpel! Und wehe, du vergisst unser Versprechen.

    Ich bin verlobt. Hihi... man, warum grinse ich so dümmlich?




    Friedel war nervös, so nervös! Heute war sein erster Tag als Schlosswache! Unglaublich! Der Hauptmann der Torwache hatte ihn empfohlen. Hatte gemeint, der Friedel wär'n guter Kerl. Würde mit offenen Augen Wache halt, zuverlässig, wie ein treuer Ackergaul. Friedel war rot geworden, auch wenn er sich fragte, ob der Vergleich mit einem Ackergaul als Kompliment gemeint war. Nun stand er hier, im Schloss, und war unglaublich nervös. Zum Glück trugen sie hier nur eine leichte Rüstung. Friedel befürchtete, dass er seine Rüstung zum Klappern brächte, so sehr zitterte er vor Anspannung.

    "Hey, Frischling, steh gerade!" Ein hochgewachsener, breitschultriger Mann kam auf ihn zu. Friedel erkannte ihn als Hauptmann der Schlosswache. Wie hieß er noch gleich? Fredlaf! Genau, Fredlaf. Der Hauptmann musterte ihn. "Hab gehört, du bist ein aufgewecktes Kerlchen? Ich will dich im Schlossgarten sehen. Da musste ich jüngst ein paar Idioten rauswerfen, die so'n grünen Wicht haben durchschlüpfen lassen. Ne Schande, sag ich dir, ne Schande. Sowas kann ich nicht gebrauchen. Die dürfen jetzt an der Grenze zur Gerudowüste Schicht schieben. Glaub mal, da willste nicht hin. Verstehste? Mach deine Arbeit hier ordentlich, sonst gibt's an der Wüstengrenze bald Verstärkung."

    Friedel wurde leichenblass. Sein Herz rutschte ihm in die Hose. Ein grüner Wicht? Meinte der Hauptmann etwa jenen Jungen? Bei Hylia, Friedel hoffte, es wäre nicht so. Käme heraus, dass er den Jungen in die Stadt ließ... Nein, er war doch gerade erst befördert worden. Daum bemüht, sich nichts anmerken zu lassen, lächelte Friedel seinen neuen Vorgesetzten bloß dümmlich an und nickte zustimmend. Hauptmann Fredlaf lachte schallend. "Gut, dass wir uns verstehen, Soldat!"


    Friedel lief seine Runde durch den Schlossgarten, blieb immer an den vorgegebenen Positionen stehen, sah sich um und schritt weiter. Am letzten Stopp, den er einlegen musste, konnte er durch einen Torbogen lugen und den zentralen Platz des Schlossgartens ausmachen. Es hieß, dass sich die Prinzessin dort bevorzugt aufhielte, doch er konnte niemanden erkennen. Stattdessen richtete er seinen Helm, umfasste den Griff seiner Hellebarde fester und schritt seine Runde zum wiederholten Male ab. Gehen, stehen bleiben, umsehen, weitergehen. Gehen, stehen bleiben, umsehen weitergehen. Schrecklich monoton, doch es gefiel ihm ungemein gut.

    Irgendwann kam er wieder an seinen Posten am Torbogen und wieder lugte er vorsichtig um die Ecke. Immer noch keiner dort. Gerade wollte er sich wieder auf den Weg machen, da erschien im Garten eine weißhaarige Frau mit bernsteinbrauner Haut. Sie trug ein Lederwams und das Symbol der Shiekah, ein rotes Auge mit einer Träne darunter. Friedel hatte von ihr gehört, dies musste Impa sein, die Leibwächterin der Prinzessin! Und tatsächlich, da war auch die Prinzessin zu sehen! Friedel machte große Augen, dann besann er sich und wollte sich seiner Runde widmen. Plötzlich aber ertönte Lärm und Hektik brachen aus. Friedel nahm seine Hellebarde in beide Hände, hielt sie zum Angriff bereit, als er plötzlich sah, wie Impa an seine Seite trat. "Soldat, halte ein."

    Erschrocken wandte sich Friedel in Impas Richtung. "Aber..."

    "Etwas kommt. Etwas böses. DU wirst es nicht aufhalten können - keiner von uns wird das können. Die Prinzessin... sie hat auf jemanden gewartet. Dieser jemand ist noch nicht zurück, aber er wird bald kommen."

    "Wer?"

    "Ein Junge, gekleidet im Grün des Waldes. An seiner Seite eine Fee."

    "D-den kenne ich.. äh... ich meine..."

    "Still jetzt! Nimm den Geheimgang, Soldat. Na komm schon her, verdammt. Ich zeige ihn dir. Hier! Geh dort hindurch, warte in der Stadt und wenn du den Jungen siehst, dann sage ihm, er solle mit den Heiligen Steinen in die Zitadelle der Zeit einkehren. Hast du verstanden, Soldat?"

    Friedel nickte.

    "Gut, sehr gut. Dann..." Weiter kam Impa nicht, denn plötzlich tauchten Kriegerinnen im Schlossgarten auf und Messer flogen durch die Luft. Wer waren diese Angreiferinnen?"

    "Lauf!", schrie Impa, wehrte ein Messer im Fluge ab und eilte zur Prinzessin. Friedel stolperte in Richtung des Geheimganges. Dann spürte er plötzlich einen Ruck in der Schulter, ein Stechen, dann Schmerz. Er ließ die Hellebarde los, taumelte in den Geheimgang und wurde von dessen Dunkelheit verschluckt...


    Friedel keuchte und ächzte, während er eine Kiste beiseite schob, die ihm den Weg versperrte. Endlich bewegte sie sich und licht quoll durch einen Spalt in die Dunkelheit. Er mühte sich weiter ab, ignorierte die Schmerzen in seiner Schulter und das darin steckende Messer auch. Endlich war genug Platz, dass er sich aus dem Gang pressen konnte. Er taumelte abermals, sackte gegen eine Hauswand und sah sich um. Eine Hintergasse der Stadt. Er hatte es geschafft, jetzt musste er nur noch...

    Friedel ruckte hoch. War er ohnmächtig geworden? Wo war er? Noch immer lehnte er gegen die Hauswand. Doch er war nicht allein. Vor ihm stand... jener Junge! Die Fee tänzelte um seinen Kopf, er schaute besorgt auf Friedel.

    "Was ist geschehen? Kann ich dir helfen?"

    "N-nein. Du musst... Steine... Zitadelle! Die Prinzessin. Bitte geh zur... Zi-Zitadelle!"

    Der Junge zögerte, doch auch seine Fee schien ihn zu Eile zu gemahnen. Widerstrebend nickte er und rannte davon. Friedel sah ihm kurz nach und lächelte gequält. Gut, sehr gut. Er hatte seine Aufgabe erfüllt. Er war ein guter Soldat gewesen. Sicher würde das der Hauptmann auch so sehen. Ja, er musste sicherlich nicht zur Wüste. Sicher wäre man zufrieden mit ihm...




    Herausforderung und Fortschritte:

    • Alle Herausforderungen von Abschnitt 1 gemeistert
    • Game Over: 0
    • Herzteile: 7
    • Flaschen: 3
    • Skulltulas: 21


    Ruhmeshalle Alola (Sonne Edition)


  • Abschnitt: 2

    Konsole: Switch (N64-Version)




    Erleichtert stellte Salbeité fest, dass die Arenaorden auch Jahre später noch an ihrem Platz waren. Offenbar klebten sie so fest, dass niemand sie entwenden konnte. Gerade als Salbeité die Zitadelle verlassen wollte, hörte er von hinten eine Stimme: "Hey, du!"
    Überrascht drehte Salbeité sich um. Das klang nicht wie Navi.
    "Ja, du! Bleib stehen."
    Hinter ihm hatte sich eine Gestalt materialisiert. Salia? Nein, nicht ganz. Die Person hatte sich zwar vermummt, aber Salbeité konnte trotzdem erkennen, dass sie blonde Haare und rote Augen hatte.
    Er ging einen Schritt auf den Unbekannten zu. Dieser wich einen Schritt zurück und streckte die Arme aus. "Halt, Moment! Bleib stehen, sagte ich. Social distance und so." Er deutete auf seine Maske. "Man kann nie sicher genug sein."
    Salbeité verstand. Er beschloss, sich vorzustellen. "Ich bin Salbeité", sagte er.
    Sein Gegenüber schüttelte den Kopf. "Schön für dich. Ich bin ein Shiekah und mein Name ist Shiek."
    Ein komischer Name, dachte Salbeité. Nur, weil er Hylianer war, hieß er ja auch nicht Hylia. Wieso eigentlich nicht, überlegte er.
    Shiek räusperte sich. "Wie dem auch sei. Du musst die Weisen in den Tempel befreien und die Welt retten", sagte er.
    Salbeité nickte. Das hatte Rauru ihm schon mitgeteilt.
    Shiek fuhr fort: "Ich könnte dir jetzt ein paar Lieder beibringen, um dir die Arbeit zu erleichtern, aber ich habe keine Lust. Also mach's gut." Damit verschwand er.


    Salbeité fühlte sich an Impa erinnert. War das die Verabschiedung aller Shiekah? Er beschloss, erstmal raus aus der Zitadelle zu gehen und sich in Hyrule-Stadt umzusehen.
    Erschrocken stellte er fest, dass in seiner Abwesenheit die Zombie-Apokalypse ausgebrochen war. Die ganze Stadt wimmelte nur so von ihnen - die ganze Stadt? Nein, nicht ganz, im Wachhaus saß ein merkwürdiger Geister-Zyklop, der wollte, dass Salbeité ihn mit Geistern fütterte. Salbeité beschloss, ihn in Ruhe zu lassen und stattdessen zu schauen, was in Kakariko abging.


    Wie es schien, ging eine Party ab, denn die Stadt war voll Leben und offenbar waren die meisten Bewohner aus Hyrule einfach nur umgezogen. Gut für sie.
    Salbeité stellte auch fest, dass das Haus in der Mitte endlich fertig gebaut war. Dann brauchte er den Stein aus der Zitadelle doch nicht. Er besuchte die Hühnerfrau, die noch immer vor ihrem Stall stand. "Oh hey, hier, ein Ei. Ich höre mit den Hühnern auf, jetzt will ich was anderes werden. Ich habe gehört, dass Masken ziemlich lukrativ sind..."


    Salbeité ließ sie stehen und ging zum Friedhof. Vielleicht sollte er Boris bitten, ein paar Gräber für die Zombies in Hyrule auszuheben. Von Boris war keine Spur zu sehen, dafür wurde Salbeité von einem Geist begrüßt. Er hielt Abstand und sah sich um. Entzückt stellte er fest, dass aus einem der eingepflanzten Käfer eine Pflanze geworden war. Vielleicht war es auch das Smartie gewesen, egal, jedenfalls durchlebte die Pflanze offenbar eine Identitätskrise, denn sie verhielt sich wie ein Aufzug, als Salbeité sich darauf stellte. Er hinterfragte es nicht, da er so immerhin ein Herzteil bekam.


    Da von Boris weit und breit keine Spur war, beschloss er, sich selbst um die Gräber zu kümmern. In Ermangelung einer Schaufel würde er aber wohl auf bestehende Gräber zurückgreifen müssen. Das würde den Bewohnern doch nichts ausmachen, oder? Vielleicht sollte er sie zuerst fragen. Er schob einen Grabstein beiseite und betrat das Grab.


    Drinnen brannte zum Glück Licht. Das war für die Geister sicherlich wichtig. Vor ihm schwebte ein Geist. Da Salbeité ein Sylph Scope™ besaß, sah er, dass es sich um Boris handelte.
    "Hey, da bist du ja wieder. Los, spiel Fangen mit mir!" Er flog davon.
    "Hey, bleib stehen, ich habe eine Fra-", begann Salbeité, machte sich dann aber auf den Weg.
    Boris war, wie sich herausstellte, ein Pyromane. Salbeité überlegte es sich lieber zwei Mal, ob er einen armen Zombie mit hier einziehen lassen sollte, denn das war gefährlich. Andererseits war das Grab WIRKLICH geräumig, da würden sicherlich mehrere Leute Platz drin finden.
    "So warte doch!", rief Salbeité erneut, während er dem durchgeknallten Gespenst hinterherlief. Nach einer Minute stoppte Boris.
    "Okay, worüber wolltest du reden?"
    "Ich habe eine tolle Idee für dein Grab. Du bist doch sicher einsam, oder nicht?"
    "Eigentlich nicht", entgegnete der Geist.
    "Nicht ein bisschen?", fragte Salbeité ungläubig.
    "Nee."
    "Was hältst du denn davon, wenn noch jemand hier einzieht?", fragte Salbeité trotzdem.
    Boris überlegte kurz. Dann nickte er. "Könnte praktisch sein, dann müsste ich nicht alleine den Haushalt schmeissen."
    Salbeité war erleichtert, aber eine Frage blieb ihm doch: "Was gibt es denn hier zu tun? Das ist ein Grab."
    Boris sah sich um. "Du hast Recht. Ich brauche keine Mitbewohner. Los, verschwinde."
    Er löste sich in Luft auf. Hinter ihm blieb nur eine Schnur zurück. Enttäuscht steckte Salbeité die Schnur ein und ging dann hinaus.


    Offenbar war er unabsichtlich bergauf gelaufen, denn er fand sich in der Windmühle wieder. Der Müller spielte immer noch seine Musik. Salbeité wollte ein Herzteil einstecken, stellte aber fest, dass sein sieben Jahre jüngeres Ich ihm zuvorgekommen war. Im Gegensatz zu jetzt konnte dieses nämlich mit einem Bumerang umgehen.
    Der Mann sprach Salbeité an. "Howdy! Hey, was hältst du davon: ich bringe dir ein Lied bei und beschwere mich dann, dass du es spielst?"
    Salbeité war nicht sicher, ob er verstand. "Was für einen Sinn hat das denn?", fragte er.
    "Gar keinen. Los, nimm deine Instrument in die Hand." Der Mann spielte eine Melodie.
    Salbeité beeilte sich, ihm nachzuspielen. Offenbar spielte er so schlecht, dass selbst der Himmel erzürnt war und es regnen ließ.
    Der Mann stoppte und schaute Salbeité wütend an. "Was fällt dir ein, dieses Lied zu spielen?", beschwerte er sich.
    Salbeité verließ die Mühle wieder.


    Er ging erneut zum Friedhof, denn er wollte nochmal versuchen, Boris zu überzeugen. Dieser ließ sich aber trotz allem nicht umstimmen und bestach Salbeité mit einem Herzteil, ihn endlich in Ruhe zu lassen. Salbeité gab auf und verließ die Stadt.


    Kurz darauf schlüpfte aus dem Ei ein Huhn und Salbeité machte er sich auf den Weg zur Lon Lon Farm, um es dort abzugeben. Er hatte keine Verwendung für ein Huhn, vielleicht konnte er es also Talon unterjubeln.


    Zu seinem Schreck war Talon aber gar nicht da. Seine Tochter stand in der Scheune: "Basil hat die Farm übernommen und ich stehe den ganzen Tag hier herum."
    Salbeité ging zur Pferdekuppel, weil er schauen wollte, wie es Epona ging. Dummerweise war das Tor zu. "He, du da!", rief Basil, der vor der Kuppel stand. Salbeité ging neugierig näher. Basil bot ihm an, um die Wette zu reiten und Salbeité sagte natürlich zu. Mit Hilfe seines magischen, blauen Brotes gelang es ihm, Epona anzulocken, womit das Wettreiten ein Kinderspiel war, da Basil nur ein 0815 Pferd hatte.


    "Neiiin, ich wollte Epona doch Ganondorf schenken! Wie konntest du nur!", rief Basil erzürnt. "Weißt du was, ich mache das Tor zu, damit du nicht raus kannst. Ätschibätschi!"
    Das Tor fiel wie von Zauberhand zu. Salbeité war verwirrt. Hatte Basil etwa vergessen, dass der Zaun, der die Kuppel umgab, niedrig genug war, dass ein Pferd darüberspringen konnte? Wahrscheinlich. Salbeité beschloss, Basil später per Brief darüber in Kenntnis zu setzen, aber erst, nachdem er geflohen war.
    Als er auf Epona über den Zaun segelte, erkannte er seinen Irrtum: Der Zaun war vielleicht niedrig, aber die Klippe, auf der die Farm stand, recht hoch. Wer baute eine Farm auch an einer Klippe?


    Epona stellte sich als Wunderpferd heraus, denn es gelang ihr, auf dem Grund zu landen, ohne sich die Beine zu brechen. Salbeité war erleichtert und bedeutete ihr, in Richtung Kokiri-Wald zu reiten.


    Offenbar waren auch die Kokiri ausgezogen, denn im Dorf wimmelte es nur so vor Monstern. Salbeité ignorierte sie und ging in den Wald, wo er auf einen Mann traf, der ihm vage bekannt vorkam. Weil er einsam aussah, schenkte Salbeité ihm das Huhn, um ihn aufzuheitern. Der Mann war so dankbar, dass er Salbeité im Gegenzug einen stinkenden Pilz gab, frei nach dem Motto "Hab ich gefunden, will ich nicht haben, kümmer du dich darum." Als Salbeité ihn genervt ansah, fügte er hinzu: "Achso, und eine alte Frau in Kakariko sammelt Pilze, vielleicht kannst du sie ja ihr geben."


    Salbeité fühlte sich etwas verpilzt, denn eigentlich hatte er seine MLM-Geschäfte in der Vergangenheit belassen. Trotzdem reiste er nach Kakariko und verlor wertvolle Zeit, weil er nicht wusste, in welchem Haus diese alte Frau sich aufhielt. Schließlich fand er sie doch und machte sich gleich wieder auf den Rückweg in den Wald, weil sie ihm Hühnerfutter geschenkt hatte.


    Wieder im Wald traf er auf eine Kokiri. "Hey", sprach Salbeité sie an. "Wo ist der Typ mit dem Huhn?"
    Die Kokiri gab ihm eine Säge. "Der hat hier unerlaubt Bäume gefällt, deshalb haben wir ihn vergraben."
    "Und das Huhn?", wollte Salbeité wissen.
    "Gute Frage." Die Kokiri grinste. "Übrigens, heute steigt eine Grillparty in Kokiri-Dorf… und du bist nicht eingeladen." Damit ging sie fort.

    Salbeité beschloss, das nicht weiter zu hinterfragen und steckte die Säge ein. Dann ging er tiefer in den Wald hinein, um Salia zu fragen, was das alles sollte.


    Auf der Lichtung fand er keine Salia, aber dafür wartete Shiek auf ihn.
    "Ich bringe dir ein Lied bei, mit dem du dich jederzeit zur Waldarena teleportieren kannst. Es gibt mehrere solcher Lieder", erklärte er.
    "Wäre es dann nicht effektiver, wenn du mir einfach alle auf einmal beibringst?", fragte Salbeité.
    Shiek sah ihn schweigend an. Dann holte er eine Leier heraus und spielte ein Lied.
    "Das ist das Menuett des Waldes. Merke es dir."
    Salbeité gab sich nicht zufrieden. "Ist ein Menuett nicht eigentlich ein Tanz?", wollte er wissen.
    Shiek schloss die Augen und atmete tief ein. "Du kannst es auch tanzen, mir egal. Ich verschwinde jetzt." Damit löste er sich in Luft auf.
    Salbeité schmollte und beschloss, die Arena vor sich zu erkunden.


    Kleines Konzert im Wald.


    Drinnen tat er erstmal das, was er am besten konnte: er verlief sich. Nach einigem Gefluche und Herumgeirre schließlich fand er Pfeil und Bogen, mit denen er gleich mal vier Geister-Schwestern erneut ins Jenseits (also ins Jenseits²) beförderte und dann mit dem Aufzug ins Untergeschoss fuhr, in dem bereits Phantom-Ganon und sein Ross auf ihn warteten. Offenbar war auch er nicht auf der Grillparty der Kokiri willkommen und hatte beschlossen, selbst eine Grillfete zu schmeißen. Salbeité war zwar geschmeichelt, eingeladen zu werden, doch offenbar lag ein Missverständnis vor, denn das berittene Phantom fing gleich damit an, Salbeité zu grillen. Dieser wehrte sich mehr schlecht als recht und es entbrannte (ha) ein Wettkampf, aus dem schlussendlich Salbeité als Grillmeister hervorging. Er sackte einen Herzcontainer ein und machte sich aus dem Staub, ehe die Feuerwehr anrückte, weil sie im Wald herumgefackelt hatten. Trotzdem musste er sich vor Salia und dem neuen Deku-Baum verantworten, der jetzt als Zwiebel neugeboren war. An der Grillparty durfte er trotzdem nicht teilnehmen.


    Zeit für ein Nickerchen im Wald.


    Mit dem Pflanzenorden in der Tasche ging Salbeité gleich zurück in den Wald und kürzte nach Goronia ab, um seinen Bro Darunia zu besuchen und eine eigene Grillparty zu organisieren. Dummerweise war auch hier tote Hose und Salbeité traf nur einen Goronen, der seine Runden drehte. Als Salbeité ihn sanft mit einer Bombe zu Halt brachte, stellte er sich vor:
    "Ich bin Toast!"
    Er erklärte, die Goronen seien alle gefangen genommen worden. Dann schenkte er Salbeité ein rotes Hemd.


    Salbeité sagte lieber nichts, streifte sich aber brav das Hemd über. Mit einem schiefen Grinsen gab er einen Daumen hoch und entfernte sich vorsichtig wieder. Insgeheim hatte er eine Vorstellung, warum ausgerechnet dieser Gorone nicht gefangen genommen wurde.


    Das Hemd stellte sich erstaunlicherweise als ziemlich robust heraus. Mutig stieg Salbeité in den Krater herab und traf erneut auf Shiek, der auch ohne rotes Hemd kein Problem damit zu haben schien, in einem Vulkan zu stehen.

    "Salbeitee. Wir sehen uns wieder. Ich bringe dir nun den Bolero des Feuers bei. Und ja-", Shiek hob eine Hand, als Salbeité Anstalten machte, etwas zu sagen. "Ich weiß, Bolero ist auch ein Tanz. Mach daraus, was du willst." Er klimperte eine Melodie.
    Salbeité schüttelte den Kopf. "Aber ist ein Bolero nicht auch ein Kleidungsstück?"
    Shiek rollte mit den Augen, atmete tief durch und verschwand dann.


    Welcher Ort bietet sich besser für ein Konzert an

    als der Krater eines Vulkans?


    Salbeité warte ein Weilchen, zuckte dann die Achseln und ging weiter. In der Feuerarena traf er tatsächlich auf Darunia, der ihm auftrug, die Goronen zu retten, bevor er die Tür abschloss. Salbeité rüttelte ein bisschen daran und stellte fest, dass sie besser gesichert war als Darunias Zimmer in Goronia. Dann tat er wie ihm geheißen.


    Als er sich in einem Raum mit herumrollenden Steinen wiederfand, meldete Navi: "Hey, hier oben scheint etwas zu sein… und es riecht auffällig nach Vogelscheuche. Vielleicht könntest du das Lied spielen?"
    Salbeité zermarterte sich das Gehirn und versuchte verzweifelt, sich das Vogelscheuchen-Lied ins Gedächtnis zu rufen, auch wenn es nur aus zwei verschiedenen Tönen bestand. Nach 20 Jahren gelang es ihm, aber nichts passierte. Er stellte fest, dass er vergessen hatte, die Vogelscheuche nach seiner Zeitreise aufzusuchen… also wieder hinaus aus der Arena, aus dem Vulkankrater gekraxelt und erstmal zurück nach Hyrule-Stadt, wo Shiek bereits in der Frikadelle der Zeit wartete.


    "Salbeitee, hör mir zu und lerne die Kantate des Lichts. Diese wird dich immer hierher führen."
    "Hättest du sie mir nicht beibringen können, als ich das erste Mal hier war?", fragte Salbeité leicht genervt.
    Shiek sah ihn eine Weile an. Dann sagte er: "Nein."
    Er holte die Leier hervor und spielte ein Lied. "Merk dir das. Und nun tschüss."
    Salbeité seufzte tief. Erwachsensein war doof.


    Konntest du mir das Lied nicht beibringen,

    als ich das erste Mal hier war?


    Am Hylia-See fand er seinen besten Freund, die Vogelscheuche, wieder. Er spielte seinen Song und sie tanzte dazu. "Yeah! Spiel das Lied und mein Bruder wird dir helfen. Ich bleibe aber lieber hier und starre das Wasser an."
    Da er schon mal hier war, besorgte Salbeité sich gleich noch ein Herzteil per Smartie-Aufzug und ging erneut angeln. Der Angler war begeistert: "Du bist mein einziger Kunde, das bedeutet, du bist der erste Kunde seit sieben Jahren! Los, gib mir 20 Rubine und fang mein Abendessen. Ich habe seit sieben Jahren nichts gegessen."
    Salbeité angelte eine Weile. Offenbar waren auch die Fische in den vergangenen sieben Jahren gewachsen, denn er fing recht schnell einen Fisch, der 15 Pfund wog. Das brachte ihm eine Goldschuppe ein. "Die hab ich einem Zora geklaut, als er nicht hingeschaut hat", erklärte der Angelsachse. Salbeité versprach, in sieben Jahren erneut vorbeizuschauen und ging hinaus.


    Unter Wasser Fische angeln ist für den Fisch gesund.


    Wieder draußen fiel ihm ein Gebäude auf, das er bislang noch gar nicht betreten hatte. Merkwürdig, schließlich war es doch recht prominent. Als Salbeité hineinging, merkte er auch, wieso: Der Typ war unheimlich. Immerhin schenkte er Salbeité ein Herzteil, als dieser seine Tauchkünste demonstrierte. Salbeité versprach, nie wieder vorbeizukommen und teleportierte sich zurück zum Todesberg, denn er hatte noch Goronen zu retten und mit Volvagia ein Hühnchen zu rupfen.


    Wieder in der Feuerarena beschwor er die Vogelscheuche, schnappte sich die Skulltula und lieferte sich ein Wettrennen gegen die Flammen, das ihm 100 Rubine einbrachte. Nur dumm, dass sein Geldbeutel voll war. Nicht voll hingegen war sein Pfeilköcher, aber offenbar waren Pfeile hier drin Mangelware, denn er fand unzählige Bomben und Herzen in Krügen, aber keine Pfeile. Nach einem Tanzduell mit einem Flammenderwisch erlangte er das Relikt der Goronen, einen Hammer, den Salbeité in seinem Werkzeugbeutel verstaute, gleich neben der Säge. Wenn das mit der Weltrettung nichts wurde, konnte er sich vielleicht als Handwerker in Kakariko verdienen. Einen passenden Stein hatte er ja auch schon gefunden, sogar mit Dreieck.


    Als alle Goronen gerettet waren, fand er einen Schlüssel, mit dem er endlich Darunia folgen konnte. Den Goronen fand er nicht, dafür wurde er von einem Drachen begrüßt. Entweder Darunia verstand nicht, was "ablenken" hieß oder er war gefressen worden.
    Der Drache schien auf seine Haarpracht ganz offensichtlich stolz zu sein und ließ keine Gelegenheit aus, sie Salbeité zu präsentieren. Dieser war wenig beeindruckt und kloppte den Drachen mit seinem neuen Hammer zu Brei. Den herabregnenden Felsen wich er grazil aus (die vielen Tanzduelle hatten sich gelohnt) und so war der Drache recht schnell Geschichte.


    Wie sich herausstellte, war Darunia doch nicht gefressen worden. Er chillte im blauen Licht. "Jetzt, da du die Goronen gerettet hast, kann ich mich endgültig meinen Tanzmoves widmen. Hab Dank." Er überreichte Salbeité den Feuerorden.

    Salbeité bedankte sich und beschloss, eine Pause einzulegen. Hier war es doch zu warm für ihn.




    Challenges:

    ✓ gewinne die Pferderennen auf der Lon-Lon-Farm je beim ersten Versuch

    ✓ verirre dich nicht in den Verlorenen Wäldern

    × besiege Phantom-Ganon, ohne dich vom Gemälde täuschen zu lassen und ohne von den Energiebällen getroffen zu werden

    ✓ werde während des Kampfes gegen Volvagia nicht von herabstürzenden Felsen getroffen und stürze nicht von der Plattform


    Statistik:

    Herzcontainer: 14

    Herzteile: 26

    Skulltulas: 54




    Fazit:

    Ich habe doch beide Tempel in einen Beitrag gepackt, um es in einem Beitrag unterzubringen.

    Der Feuertempel war nie mein Lieblingstempel, weiß gar nicht genau, wieso. Dummerweise habe ich auch vergessen, die Vogelscheuchen nochmal anzuquatschen und bin wieder rausgelatscht, damit ich die Skulltula besorgen kann, ehe ich es vergesse. Im Anschluss habe ich noch ein paar Skulltulas am Todeskrater gesammelt, für die man den Hammer braucht, und die Fee besucht, die mir einen zweiten grünen Balken geschenkt hat.


    Das Rennen gegen Boris in unter einer Minute zu schaffen war nicht so einfach und hat mich einige Versuche gekostet, aber am Ende hat es dann doch geklappt. Ich glaube, auf dem 3DS war es etwas einfacher, bin aber nicht mehr sicher.


    Als Nächstes geht es wohl wieder zu den Zora und zum Wassertempel. Bin gespannt, ob ich mich dort so ähnlich wie im Waldtempel verlaufe, denn ich habe ein Talent dafür, mich in Zelda-Dungeons zu verirren.



    Hier sammeln wir auch ein Herzteil ein, nämlich das, wo man die ganzen fackelnden Zoras Reich anschalten muss, um dann die Truhe hinter dem Wasserfall zu erreichen. Ich kann mich erinnern, als Kind fand ich das extrem schwierig. Und jedes Mal, wenn ich dieses Herzteil heute holen will, glaube ich, dass ich nicht genug Zeit habe oder dass ich nicht genug Skill habe.

    Ich habe früher immer die Fackeln hinter dem Wasserfall vergessen und mich dann erstmal gewundert, wieso nichts passiert. Hab auch jetzt wieder drei (?) Versuche gebraucht, bis es geklappt hat - tatsächlich finde ich die Zeit relativ knapp bemessen.

    Mein Bruder und ich fanden Barinade früher immer extrem eklig. Und ich glaube, meine Meinung hat sich bis heute nicht geändert. Ich finde sie immer noch eklig.

    Barinade finde ich auch extrem eklig, pfui bäh. Lustigerweise finde ich den Kampf gegen sie aber einfacher als gegen den Oktorok da - bei Letzterem laufe ich ständig gegen die Stacheln.

    Joghkurt war nun erwachsen und erwachsen sein war richtig öde. Denn Erwachsene machten halt so langweilige Erwachsenen-Sachen, zum Beispiel nach einem harten und langen Arbeitstag nur noch böse grummeln und langsam nach Hause schlurfen, schließlich war ihre Energie komplett aufgebraucht. Ganz Hyrule-Stadt war voller Erwachsener und Joghkurt flüchtete schnell vor ihnen. So wollte er nicht enden!

    Genial und leider wahr :crying:

    Mit viel Können und nach über vier Minuten Ziehen war es soweit: Das Abendessen war gesichert! Fehlte nur noch das passende Küchenutensil zur Zubereitung.

    Krass, 20 Pfund hatte ich noch nie. Glückwunsch! Bekommt man da etwas Spezielles?

    Phantom-Ganon bruzzzelte ihn leider zweimal, weshalb dieser nach seiner Niederlage beschloss ins Lebensmittelgeschäft einzusteigen.

    Das Bruzzler-Bild ist klasse!

    Einfach nur die beste Stelle des gesamten bisherigens ZFZZs! Beim Papier im Glasmüll hat es mich zerrissen!

    Danke, danke :D

    Friedel war nervös, so nervös! Heute war sein erster Tag als Schlosswache! Unglaublich!

    Friedel? War das nicht dein Charakter bei Metaphor: ReFantazio? Wittere ich da ein spannendes Crossover?


    Ich finde eure Beiträge alle toll und freue mich über die Aktivität bei diesem ZFZZ!

  • Abschnitt: 1.5

    Konsole: Switch 2 (N64-Version)



    Vertrauliche Briefe #3


    An Seine Erhabenheit,


    es ist mir fremd, Eure geschätzte Zeit wiederholt zu beanspruchen, doch bringe ich Neuigkeiten, die für Euch von Belang sein könnten. Vor zwei Tagen, kurz vor dem ersten Glockenschlag zur Mittagszeit, sah ich den Jungen in Kakariko. So, wie es die anderen Männer vorhergesagt hatten. Obgleich er auf den ersten Blick nur wie ein unbedarftes Kind wirkte, schien er mir auffällig. Ins Auge sprang mir ein Armreif mit zwei großen Edelsteinen, deren Herkunft mir zunächst unbekannt war. Aufgrund eines dienstlichen Vorfalls musste ich in Goronia Wache beziehen. Dies stellte sich jedoch als Glücksgriff heraus, denn so war es mir möglich, einigen der redseligeren Goronen wertvolle Informationen zu entlocken. Beim roten Edelstein handelt es sich um einen Opal, eine Art Heiligtum der Goronen, den der Junge für Verdienste um das hiesige Volk überreicht bekommen hatte. Leider entzieht sich meiner Kenntnis, was genau dieses Kind vollbracht hat. Er scheint nun in Richtung Lon-Lon-Farm losgezogen zu sein. Beflügelt von dieser Entdeckung habe ich Einsicht in die Wachprotokolle genommen und eine Abschrift angefertigt, die beiliegt. Aus diesen geht hervor, dass es sich beim grünen Edelstein vermutlich um den Kokiri-Smaragd handelt. Ich weiß nichts über derlei Artefakte, finde es aber höchst eigenartig, dass sie im Besitz eines Kindes sind. Ich hoffe, dass Euch die vorliegenden Informationen von Nutzen sind. Da ich meinen Posten nicht verlassen kann, werde ich versuchen, über andere Wachmänner an zusätzliche Informationen zu gelangen.


    In Erwartung Eurer Antwort

    Ein Diener



    Niemanden einweihen. Folge dem Kind.



    Kageyori starrte ausdruckslos in die Kerzenflamme, deren Flackern gelbliche Punkte auf dem Pergament vor ihm tanzen ließen. Dem Jungen folgen? Aber wie? Eine erneute Versetzung würde unmöglich stattgegeben. Irgendwo in den Tiefen dieser Stadt stöhnte ein Gorone. Desertieren bedeutet Hochverrat, ich muss einen anderen Weg finden. Kageyori zählte zum dritten Mal die Rubine, die dem knappen Antwortschreiben beigelegt worden waren. Sie wirkten schwerer als sie sollten. Er schluckte. Er dachte an Akari. An seinen ungeborenen Sohn. Er seufzte und richtete sich dann ruckartig auf, als ihm etwas einfiel. Ryo. Der junge Wachmann, den er niedergeschlagen hatte. Dieser hatte Angst vor ihm. Möglicherweise könnte er ihn einschüchtern und dazu zwingen, seinen Posten zu übernehmen. Kageyori könnte derweil einfädeln, jemandem aus dem Dorf sicheres Geleit zur Lon-Lon-Farm anzubieten; die Zeiten waren unsicher geworden und viele trauten sich nicht mehr, alleine die Stadt zu verlassen. Er nickte, wie um sich selbst zu bestätigen. Ja, ja. Irgendein altes Mütterchen konnte er schon um den Finger wickeln. Er spitzte die Gänsefeder, tauchte sie in die kohlrabenschwarze Tinte und schrieb dann eine Antwort.



    An Seine Erhabenheit,


    ich werde die Gelegenheit nutzen, meine Loyalität in größerer Verantwortung unter Beweis zu stellen.


    Euer ergebener Diener



    Kageyori wurde langsam nervös. Er hatte seinen Plan doch noch umsetzen können und das grüngewandete Kind eingeholt. Es hatte mehr Mühen und Zeit gekostet, die Wachrochade in Gang zu setzen und in Kakariko jemanden aufzutreiben, als erwartet und so hatte er schon Sorge gehabt, das Kind aus den Augen zu verlieren. Und jetzt, auf der Farm, passierte... nichts. Der Wachmann hatte sogar seine Hilfe bei der Reparatur des Scheunendachs angeboten, um den sonderbaren Jungen länger beschatten zu können. Doch alles, was dieser tat, war Hühner zu zählen, Kühe zu melken und mit der Farmerstochter zu musizieren. Verdammter Narr. Was ist, wenn das Kind nicht mehr als das war, was er jetzt sah - ein Kind? Und er hatte sich mit einem fremden Herrscher verschworen um… ja, wofür eigentlich? Zweifel legten sich über Kageyoris Herz, als er die letzten Dachschindeln festklopfte und die glutrote Sonne hinter der Farm verschwand. Er versuchte, das unschuldige Lachen der beiden Kinder zu überhören.




    Game Over: 0

    Herzen: 6

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Abschnitt 1.2

    Konsole: New Nintendo 3DS


    Senf wurde von rasselnden Ketten und einem Knarren geweckt. Doch wann ist er eingeschlafen? Er konnte sich zwar nicht daran erinnern, aber es kam ihm realistisch vor, dass er während des Skeletttanzes eingeschlafen ist. Einige Zeit, nachdem die Zugbrücke der Stadt ausgefahren wurde, stand er auf und betrat die Stadt...oder er wollte es zumindest tun.


    Vorher betrat er das Wachhäuschen an der Mauer, um sich darüber zu beschweren, dass ihm die Zugbrücke vor der Nase hochgezogen wurde.

    Im Wachhäuschen war jedoch nur ein einziger Wächter. Er rührte sich nicht, während Senf seine Beschwerde darlegte. Irgendwann jedoch reagierte er dann doch: "Hä? Wie? Was? Welche Beschwerde? Sorry, ich habe geschlafen. Wenn du willst, kannst du ein paar Rubine als Entschädigung haben. Du musst sie aber selber suchen, ich habe sie einzeln in den Vasen hier versteckt."

    Senf fragte gar nicht erst, warum die Rubine dort versteckt waren und zerdepperte die Vasen, eine nach der anderen. Als er dann fertig war, betrat ein anderer Wächter den Raum. "Wachablö...moment, was ist hier passiert? Das war die Vasensammlung der Chefin!"

    Senf versuchte sich zu verteidigen, dass er die Erlaubnis vom anderen Wächter hatte.

    "Von dem? Sicher nicht, der schläft immer nur. Er arbeitet noch nicht mal bei uns. Oh, wenn die Chefin das mitbekommt! Halt, bleib stehen!"

    Senf wusste, dass es für ihn nur eine Möglichkeit gab, hier herauszukommen: Ab durchs Fenster! Vermutlich sollte er sich bei den Wachen nicht mehr blicken lassen.


    Nachdem er ein paar Seitengassen durchquert hat, kam Senf am Marktplatz an. Das bunte Treiben faszinierte ihn. Zum Beispiel war da ein Pärchen, das versuchte, zum 4/4 Takt Wiener Walzer zu tanzen. Oder jemand, der auf einer Matte saß und die ganze Zeit mit den Händen auf die Matte einschlug. Oder ein Typ, der jedem Passanten stolz von seinem Bart erzählte. Senf gruselte sich vor dem Typen und floh in das erstbeste Gebäude, das er finden konnte. Dort saß ein andere Bartmann hinter einem Tresen. Senf ließ sich von ihm einen Schild andrehen, der viel zu groß für ihn war. Als Senf durch die Tür nach draußen spähte, war der Gruseltyp nicht mehr da. Also trat Senf auf den Marktplatz heraus.


    Keine zehn Meter weiter wurde er wieder angesprochen. "Hey, ich bin Malon. Wer bist du? Kommst du aus dem Wald? Du siehst aus wie ein Kokiri. Die sterben aber, wenn sie versuchen den Wald zu verlassen. Bist du dann jemand anders? Aber du kommst aus dem Wald oder? Aber die Leute verwandeln sich in in Bäume, wenn sie den Wald betreten. Bist du ein Baum? Natürlich nicht nicht, hahaha! Ist das da etwa eine Fee? Darf ich sie streicheln?".

    Der ganze Wortschwall ergoss sich über Senf innerhalb von nur wenigen Sekunden. Einen Bruchteil davon hat er verstanden, er wollte also höflich sein und tat so, als hätte er zugehört. "Woher weißt du wie Kokiri aussehen, wenn keine den Wald verlassen hat? Und woher weißt du, dass Waldbesucher sich in Bäume verwandeln? Wer ist denn aus dem Wald zurückgekehrt und hat die Geschichte erzählt?"

    Malon faselte etwas von Tiktok-Videos. Senf entschuldigte sich damit, dass er schnell zur Prinzessin müsste. Doch Malon ließ nicht locker.

    "Warte Senf! Ja, ich habe deinen Namen erraten. Wenn du meinen Vater im Schloss findest, sag ihm, er soll nach Hause kommen. Er ist schon seit einer Woche da drin. Hier nimm das. Dann kannst du ihm auch gleich sein Frühstücksomlett braten."

    Malon überreichte Senf ein Ei. Senf beeilte sich in Richtung Schloss.


    Als er den Schlosspark betrat fiel ihm wieder ein, dass Wachen ihn immer noch wegen der kaputten Vasen suchten. Glücklicherweise hatten die meisten Wachen einen Tunnelblick und waren extrem kurzsichtig, sodass es relativ einfach war, an ihnen vorbeizuschleichen. Er schwamm noch kurz durch den Schlossgraben und kam schließlich beim Abfluss des Innenhofs an. Davor schlief jemand. Da er aussah wie Mario, hätte er aber auch der Klempner sein können. Oder ein Obdachloser. Senf wollte ihm etwas Kleingeld geben, hatte aber keins dabei (Münzen waren in Hyrule schwer zu finden). Also wollte er ihm stattdessen das Ei geben, das Malon ihm zugesteckt hatte. Doch aus diesem schlüpfte plötzlich ein ausgewachsener Hahn, der dann auch prompt lautstark krähte. Dadurch erwachte der Klempner. Die Wachen schöpften glücklicherweise keinen Verdacht. Senf fragte den Hobo nach seinem Namen. "Mein Name? Ich bin Talon, der Vater von Malon."

    "Eure Familie ist ja sehr kreativ mit Namen. Ich glaube deine Tochter sucht dich."

    "Was? Sorry, ich habe Milch ausgeliefert und bin eingeschlafen. Hast du zufällig ein Frühstücksomlett dabei?"

    Senf verneinte. "Menno. Dann haue ich halt ab." Talon sprintete schneller als Sanic aus dem Schlossgarten. Jetzt war zumindest der Weg auch frei. Senf verschob noch ein paar Kisten, die anscheinend Kühe enthielten und kam durch ein Rohr schließlich im Innenhof an.


    Im Innenhof suchten die Wachen weiter nach Senf. Er hörte sie murmeln. "Wenn ich den erwische...Bastard!".

    So gut es ging versuchte Senf an ihnen vorbeizuschleichen. Als er beinah erwischt wurde, waren die Wachen aber kurz abgelenkt. Anscheinend schlich hier noch jemand anders herum und versuchte sich mit einem Packkarton zu tarnen. Die Wachen erwischten ihn und über dem Karton tauchte ein rotes Ausrufezeichen auf. Senf sah nicht mehr, wer darunter war, seinetwegen hätte es auch eine feste Schlange sein können. Senf beeilte sich weiter und dann sah er Prinzessin Zelda.


    Es hätte auch eine andere Prinzessin sein können, aber den Namen Zelda kannte er zumindest, schließlich wurde er selbst früher oft so genannt.

    Zelda schien etwas durch Fenster zu beobachten. Senf räusperte sich. Zelda erschrak und trat Senf ins Gesicht.

    "Oh, ein kleiner Junge. Sorry, für den Tritt, das war ein Reflex. Ich habe mich erschrocken, weil ich den Typen da beobachtet hatte."

    "Was für einen Typen? Warum beobachtest du Leute durchs Fenster?"

    "Weil ich Hofarrest habe und das Schloss nicht betreten darf. Schau mal selbst, der Typ ist böse."

    Als Senf durch Fenster schaute, betrat ein grüner Typ den Raum. "Warte, wenn er erst jetzt den Raum betritt, wen hast du da beobachtet?" Der grüne Typ wandte sich in Richtung Senf. Senf wich zurück. Irgendwie kam ihm der Typ bekannt vor. "Sag mal Zelda, ist das nicht der Typ aus der Werbung? Du weißt schon, die mit den Staubsaugern..." - "Nein, weiß ich nicht. Aber er ist böse. Bestimmt macht er irgendwann mal fiese Sachen. Was willst du hier eigentlich?"

    Senf erklärte ihr, dass er auf der Suche nach Schätzen war und zeigte Zelda den grünen Stein, den er vom Deku-Baum bekommen hatte. "Oh cool? Der sieht fast so aus wie Stein von den Goronen. Aber er hatte eine ganz andere Form. Und war rot. Eigentlich hatte er keine Ähnlichkeit mit diesem diesem Stein."

    "Wo finde ich diesen Goronen-Stein?"

    "Bei den Goronen, wo sonst?"

    Senf bedankte und verabschiedete sich. Plötzlich tauchte eine hochgewachsene Gestalt hinter ihr auf. "Öy! Bist du der Typ, der meine Vasensammlung zerstört hat?"

    Senf verneinte und behauptet, der Typ, der im Karton durch den Innenhof schlich sei es gewesen.

    "Aus dem mache ich Kleinholz. Danke für den Hinweis. Mein Name ist übrigens Impa. Du hast dir eine Belohnung verdient. Ich bringe dir den Song meine Leute bei. Leider sind die alle tot, deswegen ist es Zeldas Schlaflied. Hast du ein Instrument zur Hand?"

    Senf hatte keins. "Geht auch eine Kartoffel?"

    "Na klar. Ich habe auch kein besseres." Impa pfiff auf ihren Fingern. Senf spielte alles auf seiner Kartoffel nach.

    "Gut, und jetzt verschwinde. Ich bringe dich hier raus."

    Senf blinzelte und stand plötzlich außerhalb der Schlossmauern. Impa erklärte ihm noch, dass er die Goronen durch Kakariko erreichen könnte, dann verschwand Impa in einem Lichtblitz.


    Dann also auf nach Kakariko! Nach einigem Wandern konnte Senf schon die ersten Gebäude sehen. Kaum betrat er das Dorf, machte sich Enttäuschung in ihm breit. Das Dorf war ja viel kleiner, als er bisher dachte! Und wer zu Geier singt da die ganze Zeit? Senf folgte der Stimme und traf auf...Malon. Sie erklärte Senf, dass er sich auf der Lon-Lon-Farm befindet, danach wollte sie ihm jemanden vorstellen.

    "Das hier ist der Fert. Der Fert sehr suß und sehr nett."

    "Ähm...ok?"

    Malon sprach weiter. "man kann reiten fert, aber wenn ich versuchen auf fert zu steigen, dann fert wegreiten."

    "Toll, jetzt redest du in Kleinbuchstaben."

    "Ja sorry. Ich bringe dir jetzt das Lied von meiner Mutter bei. Da sie tot ist, ist das jetzt das Lief vom Fert."

    Senf wunderte sich, warum schon wieder ein Song recyclet wird, spielte Malons Gesang aber brav auf seiner Kartoffel nach.

    Sie unterhielten sich dann noch ein wenig über Käse. Als Senf dann Ziegenkäse erwähnte, schien das Malon zu triggern.

    "nein ichsthe nicht vor der zige ich sthen vor dem fperd"

    "Bitte was?"

    "Nichts. Aber der Fert mag dich wohl."

    Senf wusste damit nichts anzufangen und verließ die Farm wieder.


    Senf dachte nach. Eigentlich wollte er zu den Goronen. Da diese wohl gerne in Lava baden, findet man sie vielleicht am Vulkan. Also setzte Senf sein Wanderung in Richtung Vulkan fort. Und schon war er in Kakariko.


    Die Einwohnerschaft schien hauptsächlich aus ein paar Handwerkern zu bestehen, die im Kreis liefen, und ihrem Chef, der sich darüber beschwerte, dass sie unproduktiv seien und faulenzten. Während er selbst unproduktiv an einem Baum faulenzte. Dann war da noch eine junge Dame, die auf die Hühner aufpassen sollte (wem gehörten die Hühner eigentlich?). Da sie aber keine Massentierhaltung betreiben wollte, warf sie die Hühner aus dem Käfig und sagte, das innere des Käfigs wäre jetzt "draußen". Demnach sind alle Hühner noch drin. Senf bekam davon Kopfschmerzen und ging weiter, bis er von einem Wächter aufgehalten wurde.


    Der Wächter wollte Senf nicht durchlassen, weil nur große Helden hindurchdurfte.

    "Hier schau, das ist mein Heldenausweis. Ich bin ein großer Held!" Senf wedelte mit einem alten Kassenbon vor dem Gesicht des Wächters herum. Da der Wächter nichts sehen konnte, weil sein Helm seine Augen verdeckte, glaubte der Wächter Senf und ließ in hindurch. Außerdem wollte er Senf noch in ein Pyramidensystem locken, aber Senf hatte keine Lust auf Dreiecke.


    Nun galt es, den Todesberg zu besteigen. "Besteigen" ist hier ein ziemlich starkes Wort, eigentlich brauchte Senf nur einem Spazierpfad zu folgen. Dieser wurde von rissigen Wänden gesäumt, hinter einer davon schien sich auch eine Kuh zu befinden. Bestimmt ist sie aus ihrer Kiste ausgebüxt. Unterwegs traf er auch ein paar Goronen. Sie erzählten ihm, dass sie verhungern, weil sie Steine essen, aber ein Stein ihre Vorratskammer blockierte.

    "Könnt ihr nicht einfach den Stein essen, der vor der Höhle da steht?"

    "Nein."

    "Warum denn nicht?"

    "Weil der Stein nicht uns gehört. Den hat irgendein Typ aus der Wüste da aufgestellt. Wenn wir den Stein essen würden, wäre das Diebstahl."


    Okay, anscheinend war das wieder ein Problem, das Senf nicht lösen konnte. Er setzte seinen Weg fort und landete endlich in Goronia, der Stadt der Goronen. Anscheinend hatten die Goronen ein ganz eigenes Verständnis, was das Wort "Stadt" bedeutete. Aber immerhin lief hier Musik. Die Musik kam anscheinend aus einer Höhle. Senf folgte der Musik und..


    ...fand sich plötzlichim Wald wieder. Wieso haben die Goronen einen Zugang zum Wald? Senf folgte weiter der Musik. Irgendwie kam sie ihm bekannt vor...

    Plötzlich wurde er von einem Wolf angefallen. Da der Wolf offenbar nicht für die Musik verantwortlich war, erldigte Senf den Wolf. Danach stellten sich ihm noch ein paar Salatmänner in den Weg (die Senf wieder ihr Merchandise andrehen wollten), bis Senf auf Salia traf.

    "Hallo Senf. Ich habe dem Wald sein Lied gestohlen, jetzt ist es meins. Hast du noch die Kartoffel, die ich dir mitgegeben habe?"

    Sie brachte Senf wieder ein Second Hand-Lied bei.

    "Der König der Goronen soll ein großer Fan dieses Liedes sein."

    Achja, richtig! Goronen! Der rote Funkelstein! Senf bedankte sich bei Salia für den Musikunterricht und kehrte nach Goronia zurück.


    Er fragte ein paar Goronen, die einfach in der Gegend rumsaßen, wo er denn den König finden könnte.

    "Ach der? Der hat seinen Thronsaal an einem Ort, der einem König gebührt. Also ganz unten."

    Senf war diese Art der Stadtplanung fremd, aber er begab sich ins unterste Stockwerk.


    Als er den Thronsaal betrat, fragte er den König umgehend nach dem roten Stein. Der König sagte "Nein". Außerdem war er anscheinend mies gelaunt. Da fielen Senf Salias Worte ein. Er spielte Salias Lied und die Laune des Königs besserte sich augenblicklich. Er tanzte durch den Raum und fand das Lief einfach groovy. Dann schenkte er Senf ein Armband.

    "Ich will aber den roten Funkelstein!"

    "Den bekommst du erst wenn..."

    "...wenn was?"

    "Lass mich nachdenken...du bekommst den Stein erst, wenn du den Drachen in der blockierten Höhle umnietest."

    "Wie soll ich das denn anstellen?"

    "Keine Ahnung. Versuchs mit Dynamit oder so."


    Senf wusste zwar nicht, was er genau anstellen sollte, aber ging schonmal in Richtung Höhle. Unterwegs traf er auf einen Goronen, der herummaulte, dass die Höhle da unten war und er mit seinen Bomben hier oben saß.

    "Warum wirst du die Bomben nicht runter, um die Höhle freizusprengen?"

    "Weil sie dann kaputtgehen und explodieren."

    "Ist das nicht Sinn der Sache?"

    "Nein das ist zu gefährlich."


    Da Gefahr Senfs zweiter Vorname (sowie Nachname) war, nahm Senf die Sache selbst in die Hand, ebenso wie eine Bombe. Gekonnt warf er sie in den Abgrund, nach einer Explosion war der Stein pulverisiert und der Höhleneingang war frei. Senf stieg hinab und betrat die Höhle. Dann beschloss er, sich auszuruhen.


    Challenges

    • werde auf deinem Weg zu Zelda nicht von den Wachen erwischt ✅

    Fazit

    Oje, da ist man mal eine Woche nicht da, schon kommt man mit dem Lesen nicht mehr hinterher 😅

    Jedenfalls fangen jetzt auch schon die ganzen Möglichkeiten für den Side-Content an. Im Gegensatz zu den 2D-Zeldas gibt es doch schon eine ganze Menge mehr Dinge zu erledigen, natürlich viel zu viel, um alles aufzuschreiben.

    Mal sehen, ob ich euch noch einhole...


    Anm.: außerordentliche Hässlichkeit bestätigt; Maßnahme: alleine lassen

    Ah, der Mobbingbeauftragte waltet seines Amtes.

    Hyrule wurde vor Jahrtausenden von drei goldenen Kühlerfiguren erschaffen.

    Kühlerfiguren? Als ich die zum ersten Mal gesehen habe, habe ich an Oscars gedacht 😅

    Ein gackerndes Huhn und einen Mann, der seine eigenen Hände aß

    Nägelkauen - Extreme Edition

    Salbeité fragte einen, ob er ihn essen durfte

    Einfach nur 😂🤣😂🤣

    Damit steckte Salbeité in einem Dilemma: Einerseits wollte er den König nicht erzürnen, andererseits war es ihm egal.

    Naja, der König hätte sich einfach an seinen Platz setzen können, dann wäre Salbeité gefangen...

    Ich bin die Polizei.

    Das kam jetzt unerwartet 😂

    Joghkurt war nun erwachsen und erwachsen sein war richtig öde. Denn Erwachsene machten halt so langweilige Erwachsenen-Sachen, zum Beispiel nach einem harten und langen Arbeitstag nur noch böse grummeln und langsam nach Hause schlurfen, schließlich war ihre Energie komplett aufgebraucht. Ganz Hyrule-Stadt war voller Erwachsener und Joghkurt flüchtete schnell vor ihnen. So wollte er nicht enden!

    Don't grow up - it's a trap!

    "Glaubt nicht alles, was im Internet behauptet wird."
    - Abraham Lincoln

  • Abschnitt: 1.4 / 2.1

    Konsole: Nintendo 3DS (mit Capture Card)

    Überschrift: Aus dem einen Drama raus, ins nächste rein


    Zelda Ocarina O Time



    Einen wunderschönen guten Tag wünsche ich euch. Schön, dass ihr alle immer noch so fleißig in diesen Thread reinpostet. Mir macht das ganze Projekt auch immer noch unheimlich viel Spaß, obwohl es aktuell mehr Schreiben als Spielen ist, da ich so gut wie durch bin. Aber na gut, es gibt natürlich jetzt erstmal den aktuellen Bericht, in dem ich tatsächlich ein bisschen von zwei Abschnitten behandeln muss. Wir haben hier einmal Abschnitt 1.4 und 2.1. Das macht aber nichts, wir werden gleich sehen, was wir alles so geschafft haben.


    20


    Nachdem wir nämlich das letzte Mal Prinzessin Ruto aus dem Bauch von Lord Jabu-Jabu befreit haben, ging es direkt Vollspann Richtung Burgtor bzw. Stadttor von Hyrule. Ich wollte nämlich was in der Stadt erledigen und habe komplett vergessen, dass egal was ich mache, automatisch DIE Cutscene anfängt zu spielen. Na gut, dann habe ich mir die altbekannte Cutscene eben angesehen. Die finde ich immer noch absolut genial, wie Impa da mit dem weißen Pferd rausgeballert kommt und Zelda den heftigsten Ocarina-Wurf der Geschichte hinlegt. Also das muss ja wohl Weltrekord sein. Ich glaube, noch nie hat irgendjemand eine Ocarina so weit geworfen und schon gar nicht in ihrer Altersklasse. Ganondorf folgt und guckt mich böse an. Ich mache mir ein bisschen in die Hose und freue mich, dass diese gruselige Begegnung bald auch schon wieder vorbei ist. Da ich beim ganzen Cutscene-Geschaue komplett vergesse, was ich eigentlich machen wollte, erledige ich jetzt erst einmal die Maskenquest. Also, ich hole mir die diversen Masken und verteile sie an die jeweiligen neuen Besitzer. Bei der Maske von dem kleinen Jungen auf dem Friedhof in Kakariko vertue ich mich immer ein bisschen. Ich versuche ihm immer die falsche Maske zu geben, und zwar die, die man dem einen Horror-Kid bringen muss. Ich vergesse nämlich, dass man diese hässliche Baumrindenmaske dem Kind bringen muss und nicht die Schädelmaske. Wie dem auch sei, am Ende der Quest hat jeder seine Maske bekommen und der Marathonläufer ist ganz begeistert, dass er jetzt noch schneller rennen kann dank der Hasenohren. Ich hole mir hier und da ein paar Herzteile. Überall auszuführen, wo ich genau die Herzteile hole, wäre jetzt ein bisschen zu viel an der Stelle. Ich habe sie halt hier und da eingesammelt, wo ich wusste, dass welche sind, oder ich habe teilweise auch geschaut, wo welche sein könnten und dann waren da auch welche. Also von daher war das alles sehr abenteuerlich und es hat super viel Spass gemacht.


    21


    Gut, da wir die Sammelei jetzt erledigt haben, geht es auch endlich in die Stadt rein, zumal wir hier tatsächlich gar nicht so viel machen werden. Aber dazu kommen wir jetzt. Die Okarina habe ich natürlich schön im Stadtgraben liegen lassen. Da ist es dann erstmal meine Aufgabe, den Schatztaucher zu spielen. In der Stadt angekommen, nehme ich an dem völlig bescheuerten Bowling-Spiel teil. Ich hasse diesen Abschnitt, weil.. ich kann es nicht. Das ist mit ganz großer Sicherheit nicht nur Glück und es liegt ganz, ganz sicher an mir. Dann schleiche ich in der Nacht ein bisschen durch die Gassen und sehe eine Wache. Ich spreche ihn also sogleich an und biete meine Hilfe an. Aber der Typ erzählt mir nur was von der Zitadelle der Zeit und dann stirbt er. Ich habe das völlig ausgeblendet, dass in den Spielen so Themen wie Tod und so weiter behandelt werden. Also was heißt behandelt. Wirklich behandelt wird es nicht. Er sitzt nun mal dort, ich höre mir seine letzten Worte an und dann ist er tot. Ich habe das als Kind, glaube ich, gar nicht realisiert, dass genau das passiert ist oder ich habe gar nicht mit ihm gesprochen. Das weiß ich jetzt nicht mehr. Jedenfalls ist er auch verschwunden, wenn man das nächste Mal wiederkommt. Er sitzt dann nicht mehr in dieser Gasse. In dem Sinne, Rest in Peace, tapfere Stadtwache von Hyrule. Ich werde dich niemals vergessen. Jetzt ist unser Ziel erstmal die grosse Fee. Die kann den tapferen Soldaten zwar auch nicht wieder lebendig machen, aber sie kann mir etwas anderes geben und zwar Dins Feuersturm. Richtig geil. Den hole ich mir immer, damit ich später beim Schattentempel die Tür in eins aufkriege. Ich weiss gar nicht, ob das mit den Feuerpfeilen überhaupt möglich ist, deswegen greife ich da immer auf Dins Feuersturm zurück.


    22


    Dann fällt mir wieder ein, dass es doch noch ein paar Herzteile und zusätzliche Items zu holen gibt. Und deswegen wackele ich nochmal los und hole mir auch diese. In Kakariko angekommen, geht es direkt mal zu den Skulltulas ins Haus und da bekomme ich den Stein des Wissens. Ich muss ehrlich sagen, so richtig viel kann ich damit nicht anfangen. Ich weiß auch immer noch nicht so genau, wie das Teil funktioniert. Vielleicht kann mir das ja jemand erklären. Dann sammle ich hier und da wieder ein paar Herzteile ein. Als besonders schön, aber auch gleichzeitig nervig habe ich das Herzteil in den verlorenen Wäldern empfunden, wo ich mit meiner Okarina eine Art Simon Says mit den beiden Horrorkids spielen musste. Ich bin leider gar nicht mal so gut darin und habe jedes Mal beim letzten Spiel verkackt. Also die vier Runden vorher gingen gut und die fünfte Runde ist immer in die Hose gegangen. Schade für mich. Ich wollte dann schlau sein und habe ein Foto von meinem Bildschirm gemacht, aber ich glaube, wenn man für die Eingabe zu lange braucht, dann ist es auch ungültig und deshalb musste ich sehr oft von vorne anfangen. Naja, gut, nachdem das aber nun alles erledigt ist, gehe ich endlich zur Zitadelle der Zeit.


    23


    Ich kann mich erinnern, dass ich es früher bereits relativ magisch und aufregend fand. Ich wusste damals bereits von einer Freundin, dass es möglich sein wird, das Schwert aus dem Stein zu ziehen und somit in die Zukunft zu reisen. Aber diesen, naja, Prozess dahin, den empfand ich immer schon als cool und wie gesagt, auch ein bisschen mystisch, obwohl ich ja wusste, was passiert. Aber wenn man so die Zitadelle betritt mit der, ja, fast schon andächtigen Musik und man dann langsam auf das Podest zugeht, die Hymne der Zeit spielt und die Steine dann so um einen rumfliegen, das gibt einem schon ein cooles Gefühl und da freue ich mich auch in jedem Playthrough wieder drüber. Es ist auch immer wieder lustig, wenn man dann mit diesem äußerst kleinen Jungen auf das Podest klettert, um dann eben das Schwert rauszuziehen. Ich weiß, das offizielle Artwork stellt das so richtig schön dar, dass das Schwert wirklich, wirklich groß ist und Link quasi wie der kleine Bubi da steht und mit all seiner Macht versucht, das Schwert aus dem Stein zu entfernen. Und wenn man dann erwachsen ist... dann sieht das Schwert schon gar nicht mehr so groß aus. Das soll natürlich auch so, aber ich finde das immer ziemlich lustig, wie er sich da einen abmüht. ~ Ende Abschnitt 1


    Challenges:

    Dekubaum in 20 Minuten oder weniger ✓

    Von keinem Knochengänger getroffen ✓

    Nicht von den Wachen erwischt werden ✓

    King Dodongo besiegen, ohne Bombenschaden ✓


    24


    Gut, nachdem wir uns also sieben Jahre in die Zukunft katapultiert haben, finden wir uns in der Halle der Weisen wieder, wo wir das Amulett des Lichts erhalten. Mein Bruder und ich fanden es früher immer extrem lustig, uns vorzustellen, dass das Pizza mit komischem Belag wäre. Ja, wir sind komische Kinder gewesen. Nachdem Rauru mir die Prophezeiung eröffnet hat und ich ehrlicherweise nicht wirklich zugehört habe, landen wir wieder in der Zitadelle der Zeit, nur jetzt eben sieben Jahre weiter. Wir treffen dort auf einen augenscheinlich jungen Mann namens Shiek und der erzählt uns, was wir zu tun haben, dass wir doch bitte die anderen Weisen finden wollen und damit Hyrule vom Bösen zu befreien. Ganondorf hat sich natürlich auch mal wieder eingemischt und will uns hier die Zeit so unangenehm machen, wie es nur geht.


    25


    Wo wir gerade von Ganondorf und unangenehm sprechen, auf der Lon-Lon-Farm hat es einen Machtwechsel gegeben. Der gute Basil ist nun der Besitzer und er ist kein wirklich guter Besitzer, er ist eher ein, naja, Geschäftsmann, der für alles und jeden Geld haben will. Dass ich beim Betreten der Lon-Lon-Farm nichts bezahlen musste, ist wirklich alles. Da ich mir als junger Link Eponas Song geholt habe, schaffe ich es, die treue Stute davon zu überzeugen, mich auf sich reiten zu lassen. Basil findet das höchst ungewöhnlich, aber das soll nicht mein Problem sein. Er meint, wenn ich doch so toll mit Pferden umgehen kann, dann soll ich ihn doch bitte in einem Pferderennen schlagen und wirklich: nichts lieber als das. Dieser Mann ist mir so hochgradig unsympathisch, dass ich es mit meiner Ehre nicht vereinbaren kann, dieses Rennen zu verlieren. Ich brauche niemals mehr als die Pflichtversuche. Ich habe noch kein einziges Rennen gegen diesen Unsympath verloren. Mein Herzchen schlägt einfach für Epona und ich weiß, dass es besser ist, sie aus dieser toxischen Umgebung zu entfernen. Und das schaffen wir auch. Basil ist natürlich nicht so ganz begeistert davon. Er möchte uns fortan einfach auf der Farm einschließen. Er hält zwar sein Wort und sagt, ja, das ist jetzt dein Pferd. Allerdings macht er die Tür zu und sagt, ja, kann ja dann dein Pferd sein, aber eben hier drin. Das ist uns allerdings total egal und Epona holt sich Raketenhufe. Keine Ahnung, wie sie das gemacht hat, aber wir können einfach über den Rand der Farm springen. Und wenn man mal schaut, in welchem Winkel wir wieder in die Steppe fallen, dann sieht das Ganze doch wirklich sehr abenteuerlich aus und erinnert mich wirklich an eine Art Rakete. Das würde kein Pferd überleben. So tief springt niemand, auch nicht beim Mächtigkeitsspringen, was ich im Übrigen für äußerst verwerflich halte. Aber hier endet unser heutiger Beitrag auch schon. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diesen zu verfassen und ich freue mich auf alle weiteren Beiträge.


    Challenges:

    Pferderennen auf der Lon-Lon-Farm beim ersten Versuch ✓

    Nicht in den verlorenen Wäldern verirren ?

    Phantom-Ganon ohne Täuschung und ohne Treffer ?

    Bei Volvagaia nicht von Felsen getroffen werden & nicht von der Plattform fallen ?


    ____________________________________________________________________________________


    Die obligatorischen Mentions, da ich zu doof zum Zitieren bin:


    Trakon: Liebe deinen Beitrag, der war übel witzig. Ich glaube ich musste beim Bratwurst Bild wirklich laut lachen. Wie kommst du auf sowas. 😂 Voll gut. Und Die Fotos vom Bildschirm geben mir nen krassen Nostalgie-Schub. Sowas hab ich früher auch immer gemacht. 😭


    Sylph Beim Nickerchen im Wald war ich SO verwirrt. Ich hab das bestimmt 2 Minuten angesehen und dachte "Hä? Wann legt der sich denn mal hin? Und vorallem wieso vorm Deku-Baum?" Ja. Ne. Ist klar. Ich hab's dann jetzt auch verstanden und konnte gut darüber lachen (und auch über mich).


    Sushi "Da Gefahr Senfs zweiter Vorname (sowie Nachname) war, nahm Senf die Sache selbst in die Hand" Der gute Senf Gefahr Gefahr. Man kennt und fürchtet ihn. 😂

    "Im Nichtwissen liegt keine Schande, denn es birgt die Gelegenheit, neues Wissen zu erlangen."


    Purah Sig

  • Abschnitt: 1.6

    Konsole: Switch 2 (N64-Version)



    Schadens- und Wachprotokoll #3


    🏰👑 Im Namen des Königs und der Prinzessin von Hyrule 👑🏰


    Gegenstand: Akute Gefährdungslage durch Minderjährigen Routinekontrolle

    Zuständigkeit: Ministerium für hydrologischen Frieden und maritimen Schutz (MCFISH)

    Einsatzgebiet: Zoras Reich


    Verheerende Eingriffe in die lokale Fauna Biologische Besonderheiten


    Frösche

    • Abnorme Zellwucherungen Kaum merkliche Vergrößerung als Reaktion auf verstörende Okarinamusik standardisierte auditive Reize

    Fische

    • Gewaltsames Einbringen Behutsames Einführen in zu kleine DIN-zertifizierte Flaschen (Anm.: NAYRU- und FARORE-Zertifizierung noch ausständig)

    Elektroterrestrischer Biotentakel Barinade

    • Allergischer Schock und Selbstdetonation Leichte Pustelbildung als Reaktion auf wiederholten, rücksichtslosen Stichwaffeneinsatz geringfügige Ruhestörung

    Zoras (Speziesbeschreibung)

    • Wissenschaftlicher Name: Homo zora (hyl. für "schwules Fischi")
    • Ordnung: Süßwasserzora (Anm.: Abgrenzung von Salzwasserzoras biologisch umstritten und sozialpolitisch heikel)
    • Körperbau: fischig
    • Lebensweise: amphibisch
    • Gewählter Schutzpatron: Säugetier
    • Systematische Kategorisierung: nicht klassifizierbar (Anm.: Identitätskrise wahrscheinlich)
    • Gesetzliche Lage: Auf das Nichtvermählungsgesetz zwischen Zoras und Hylianer ist insbesondere zu achten. Regelmäßige Kontrollen erfolgen durch das Diwasserstoffmonoxid-Kommando.


    Programm während königlicher Fortbewegungsaktivitäten (Vorschläge)

    • Zubereitung einer Mahlzeit
    • Besteigung des Todesberggipfels
    • Vollständige Entleerung des Hylia-Sees sowie anschließende Wiederbefüllung
    • Erwerb einer Immobilie in Hyrule-Stadt, anschließender Abriss und Neubau
    • Manuelle Erfassung sämtlicher Sandkörner in der Gerudo-Wüste
    • Absolvierung der Weltrettung inklusive nachfolgendem Weltuntergang


    Prognose


    Zunehmende Eskalation des Tatverhaltens zweifelsfrei dokumentiert. Keine Auffälligkeiten. Unmittelbares Einschreiten dringend empfohlen. Weitere Beobachtung und Dokumentation mit sofortiger Wirkung einstellen.


    Zuständiger Wachmann: ⬛⬛⬛⬛ (Anm.: Das Protokoll wurde nach bestem Ermessen geführt)




    Game Over: 0

    Herzen: 8

    Challenges: Depperte Kuh verloren X

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Abschnitt: 2.2

    Konsole: Nintendo 3DS (mit Capture Card)

    Überschrift: Überwucherte Wände und ein Phantom


    Zelda Ocarina O Time



    So, da sind wir auch schon wieder bei Ocarina of Time im ZFZZ. Mein Gott, ich bin immer noch total erfreut über dieses Projekt. In diesem Teil unserer Berichterstattung befassen wir uns mal mit dem Waldtempel. Ein schöner Tempel, mit besonders schönem OST. Erstmal müssen wir uns natürlich den Weg durch die verlorenen Wälder bahnen. Hier verlaufe ich mich tatsächlich nie. Mein Orientierungssinn im echten Leben lässt wirklich zu wünschen übrig. Und wenn man mich in meiner Heimatstadt am falschen Ort aussetzt, finde ich auch nicht wieder nach Hause. Aber in Videospielen und besonders hier ist das wirklich kein Problem. Die Probleme kommen dann erst bei der Orientierung in den Tempeln, aber nicht ausserhalb. Wir treffen mal wieder auf Shiek und bekommen ein neues Musikstück beigebracht, das Menuett des Waldes, was ich auch wirklich sehr schön finde. Allgemein gibt es, glaube ich, kein Stück Musik aus Ocarina of Time, wo ich sagen würde, das ist schlecht. Nee.


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    Der Waldtempel ist für mich ein faszinierender Tempel, weil warum steht er da? Wer hat ihn gebaut und vor allem wofür wurde er gebaut? Da gibt es ganz viele Lore und Theorie-Videos drüber, die alle super interessant sind, die ich jetzt aber hier nicht wiedergeben kann, da ich erzählerisch einfach nicht auf dem Level bin. Wie dem auch sei, wir betreten den Tempel und sehen eine Art Fahrstuhl, umgeben von vier Fackeln, die sogleich ausgehen. Warum? Ha! Vier kleine Geister nehmen ihre jeweilige Fackel mit und verschwinden in die Tiefen des Tempels. Ob das wohl mal Angestellte waren oder irgendwelche Adeligen, die sich jetzt verstecken? Ich weiss es nicht. Der Tempel an sich ist mit einer oder zwei Ausnahmen relativ geradlinig. Wenn es draußen um die Gräben geht, beziehungsweise die beiden "draußen Punkte" sind ja mit diesem Tunnel im Brunnen verbunden und ich vergesse immer, wie genau der schnellste Weg ist, den Wasserstand dort runterzukriegen. Aber gut, auch das ist irgendwann geschafft. Ansonsten gibt es hier nicht viele schwere Rätsel und nach einem erbitterten Kampf gegen die Stalfos-Krieger halten wir auch schon das Dungeon-Item in den Händen. Dies ist der Feenbogen. Eins meiner Lieblingsitems.


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    Mit dem Feenbogen in der Hand ist es uns nun möglich, zwei der Geister mit den Fackeln zu besiegen. Diese verstecken sich ja bekanntlich in ihren Gemälden und mit einem gezielten Schuss ins Gemälde locken wir sie schließlich hervor. Die Kämpfe sind nicht allzu schwierig, aber das sollen sie, glaube ich, auch gar nicht sein. Trotzdem finde ich die vier Geister in diesem Dungeon äusserst passend und ich könnte mir den Dungeon nicht ohne vorstellen. den Masterschlüssel finden wir auch alsbald, da war nur eine kleine Umdrehung des Gangs vonnöten. Aber auch den halten wir dann bald in den Händen und wir kommen über ein Schachbrett mit herunterfallender Decke zum dritten Geist. Der hat scheinbar ein eigenes Zimmer bekommen und muss nicht als Bild in einem Treppenhaus rumhängen. Er gibt uns allerdings auch ein kleines Puzzle-Rätsel. Hier ist die Schwierigkeit natürlich nicht, herauszufinden, wo die Teile hin müssen, sondern das Blockpuzzle schnell zusammenzusetzen. Aber auch das ist schnell geschafft.


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    Wir finden uns schon bald in der Eingangshalle wieder und dort wartet der letzte Geist auf uns. Dieser Kampf ist ein bisschen trickier als die anderen drei, aber auch der geht sehr schnell, wenn man auf die Zeichen achtet. Der vierte Geist ist dann auch besiegt und die Fackeln brennen. Da alle Fackeln nun wieder brennen, taucht auch der Aufzug wieder auf und wir begeben uns ins untere Stockwerk, wo wir nach ein bisschen Wände verschieben und Schalter drücken in einer verlassenen Galerie landen. Und diesen Bossraum finde ich mit am besten in ganz Ocarina of Time. Es ist zwar immer dasselbe Bild, aber irgendwie macht das schon Eindruck. Ich stelle mir dann einen extrem reichen Menschen vor, der zu einem Künstler gesagt hat, ich will genau dieses Motiv, aber achtmal. Das Level an Dekadenz ist wirklich schwer zu übertreffen.


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    Aber wie sollte es auch anders sein? Das ist natürlich keine schöne Galerie, in der wir verweilen und uns der Kunst hingeben können. Nein, hier wartet ein Kampf auf uns. Phantom Ganon kommt auf seinem Phantompferdchen angeritten und will uns das Leben zur Hölle machen. Ich muss sagen, Phantom Ganon ist alleine vom Aussehen her mein Lieblingsendgegner in Ocarina of Time. Er sieht so extrem cool aus. Also, da haben die Entwickler wirklich gekocht, wie die Jugendlichen heutzutage sagen würden. Ich habe einen Gen Alpha Cousin, okay? Ich kann nichts dafür, dass ich diese Ausdrücke kenne. Jedenfalls fasziniert mich der Kampf jedes Mal wieder. Und dass mir Phantom Ganon aus den Gemälden entgegengeritten kommt, ist jedes Mal beeindruckend. Ich muss zugeben, in früheren Playthroughs ist es mir schon mal passiert, dass er mich ein bisschen veräppeln konnte. Aber in diesem hier nicht. Ich habe tatsächlich jedes Mal den richtigen getroffen.


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    Das anschließende Tennismatch hat mir auch Spaß gemacht, zumal das ja wirklich überhaupt nicht schwer ist. Und damit hat sich Phantom Ganon auch schon schnell erledigt. So schön ich den Kampf beziehungsweise den Endgegner und den Tempel auch finde, so schnell war es jetzt doch wieder vorbei. Wir nehmen uns den Herzcontainer und finden uns in der Halle der Weisen wieder, wo wir nicht nur das Amulett des Waldes erhalten, sondern auch Salia wieder treffen. Da freue ich mich, die mochte ich schon immer. So, aus der Halle der Weisen werden wir aber auch wieder raus teleportiert und finden uns vor dem Deku-Baum wieder.


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    Dort schaut Link ganz verwundert auf den Fußboden und der Deku-Spross schießt aus dem Fußboden und Link macht scheinbar ein kleines Nickerchen. Liebe Grüße an Sylph an dieser Stelle. Jetzt habe ich es auch wieder drauf, warum Link sich da einfach auf die Lichtung legt. Ja, dass der Deku-Baum einen schönen neuen Spross bekommt, finde ich sehr, sehr schön. Ich mag den Deku-Baum, das ist ein toller Charakter. Es ist zwar ein bisschen schade, dass er in diesem Spiel nicht mehr erwachsen wird, aber das wäre ja auch viel zu schnell und äußerst unlogisch. Deshalb freue ich mich jetzt einfach, dass er da ist und dass die Kokiri bald wieder einen neuen Schutzengel haben; oder Schutzbaum, wie auch immer. Damit sind wir aber schon wieder am Ende unseres Berichts. Beim nächsten Mal ziehen wir die Tausch-Quest durch, finden ein paar schöne Klamotten und begeben uns in eine äußerst heiße Umgebung. Das wird spaßig. Ich wünsche euch allen noch eine wunderschöne Woche und dann lesen wir uns auch beim nächsten Mal wieder.


    Challenges:

    Pferderennen auf der Lon-Lon-Farm beim ersten Versuch ✓

    Nicht in den verlorenen Wäldern verirren ✓

    Phantom-Ganon ohne Täuschung und ohne Treffer ✓

    Bei Volvagaia nicht von Felsen getroffen werden & nicht von der Plattform fallen ?


    "Im Nichtwissen liegt keine Schande, denn es birgt die Gelegenheit, neues Wissen zu erlangen."


    Purah Sig

    2 Mal editiert, zuletzt von Purah ()

  • Abschnitt: 1
    Part 3 von 4

    Konsole: PC-Port (Zwecks Aufnahme)


    Sonstige Informationen: Dorf der Zora's + das Innere eines Fisches




    Abschnitt: 1
    Part 4 von 4

    Konsole: PC-Port (Zwecks Aufnahme)


    Sonstige Informationen: Menge Sidequests + reine RNG Hölle...





    Yay, Abschnitt 1 fertig. War bisher irgendwie der längste Abschnitt wegen den ganzem Nebenkram, wird hoffentlich bisschen weniger jetzt als erwachsener Link. xD Jedenfalls würde sich mein Renderprgramm darüber freuen, die 1-Stunden Parts haben teils 2~3 Stunden gebraucht zum fertig rendern. e.e

  • Abschnitt 2.1

    Konsole: Nintendo 3DS XL


    Sieben Jahre später


    Shiek saß auf der eingefallenen Mauer gegenüber der Zitadelle der Zeit und ließ seine Finger geistesabwesend über die Saiten der Harfe tanzen, während er seinen Blick an den trüben Himmel heftete. Bald, sehr bald war es soweit. Sieben Jahre... so viel Zeit war vergangen. So viel Leid war geschehen. Würde er Hyrule wiedererkennen, sobald er erwachte? Würde er die Bürde tragen, die ihm das Schicksal auferlegt hatte? Shiek konnte es nicht voraussagen. Es war nicht fair gewesen, was einst von ihm verlangt wurde. Dennoch hatte er das Schwert aus dem Sockel gezogen. Vor sieben Jahren... Seither schlummerte jener Junge. Nein, ein Junge würde er nicht mehr sein. Jetzt würde er ein Mann sein, würdig das heilige Bannschwert zu führen...

    Plötzlich brach der Himmel auf und ein Lichtstrahl erhellte das Firmament für einen Herzschlag, bevor er auf die Zitadelle hinabfuhr. Shiek sah zu, wie das alte Heiligtum kurz von innen heraus aufleuchtete und die Buntglasfenster Muster auf den Boden warfen, dann war das Schauspiel vorbei. Der Shiekah erhob sich, steckte die Harfe weg und seufzte. Nun war es soweit. Link war wieder erschienen!




    Malon ließ die Schultern hängen und ächzte. Sie hatte sich nie vor der Hofarbeit gescheut, hatte immer eifrig und fröhlich alle Arbeiten verrichtet. Doch seid ihr Vater vertrieben wurde und Basil die Farm übernahm, schuftete sie tagein tagaus, ohne Unterlass. Sie sehnte sich so sehr, davonzulaufen. Doch wagte sie es nicht, zu groß war die Angst, Basil würde seine Drohung wahr machen und den Pferden ein Leid zufügen. Epona und die anderen hatten es nicht verdient, unter Malons Egoismus zu leiden. Nein, sie würde bleiben und weiterarbeiten. Ohne Hoffnung. Ohne Freude.

    Während sie so grübelte, trug sie einen vollen Milchkrug ächzend ins Lager. Doch als sie den Stall verließ, hörte sie plötzlich das wilde Geklapper von Hufen. Was war da los? Basil! Er trieb die Pferde an. Nein, er lieferte sich ein Pferderennen mit einem unbekannten jungen Mann, gekleidet in Grün. Der grüne Kerl, er... er ritt auf Epona?! Malon wunderte sich. Wie war das möglich? Epona war so scheu, lief vor allen davon, außer vor Malon selbst. Und jetzt ritt sie wie der Wind und hielt ihren unbekannten Reiter in ihrem Sattel! Mehr noch, er ritt Basil davon, der leichenblass wurde, als er bemerkte, er würde nicht als erster das Ziel erreichen. Und was schimpfte der alte Sklaventreiber. Er tobte und schrie, dann grinste er teuflisch, sprach von einer Wette und dass der Unbekannte Epona behalten könne, nicht aber die Farm verlassen durfte. Doch dann grinste der Reiter in Grün, tätschelte liebevoll Eponas Hals und wandte sich mit ihr um. Er trieb sie bestimmt an, sie hasteten auf den Zaun zu und dann sprangen sie! Sprangen in die Freiheit und waren auf und davon.

    Basil keifte und Malon lächelte melancholisch. Was wäre sie gerne mit über den Zaun gesprungen und in die Freiheit entschwunden...




    Dunkelheit hatte sich über die Verlorenen Wälder gelegt. Monster tummelten sich allerorts, selbst das Dorf der Kokiri war davor nicht geschützt. Mit Trauer musste Salia mit ansehen, wie ihre Freunde voller Furcht in ihren Hütten hockten, nicht in der Lage, diese gefahrlos zu verlassen. Salia derweil befand sich im Waldtempel. Diese heilige Stätte war der Dunkelheit ebenfalls anheim gefallen und sie allein war nicht stark genug, das Böse aus diesem Ort zu vertreiben. Was sollte sie nur tun? Nicht zum ersten Mal dachte sie an Link. Er war vor sieben Jahren verschwunden und ward seither nicht mehr gesehen. Wie sehr wünschte sie sich seine Rückkehr. Stattdessen aber irrte sie durch die Ruinen des Waldtempels, suchte nach dem Quell der hiesigen Finsternis. Ohne Erflog.

    Plötzlich hielt Salia inne. Sie hatte etwas gehört. Was war das? Hektisch sah sie sich um, horchte genauer hin. Waren das etwa... Harfenklänge? Verwirrt folgte sie dem Geräusch und erreichte den Eingang des Waldtempels. Dort standen zwei Personen. Eine war gehüllt in Shiekah-Gewänder, die andere trug Grün und war in Begleitung einer Fee! War das etwa? Salia riss die Augen auf. Ja, er war es! Link! Er betrat mutig den Waldtempel. Konnte es möglich sein? War er der Auserwählte? Der Held der Göttinnen, auf den alle warteten? Salias Herz raste in Eile und sie wollte Link folgen. Dann aber hielt sie abermals inne. Eine Stimme erklang in ihrem Kopf und da offenbarte sich ihr ihre wahre Bestimmung...




    Challenges:

    • Gewinne die Pferderennen auf der Lon-Lon-Farm je beim ersten Versuch
    • verirre dich nicht in den Verlorenen Wäldern
    • Besiege Phantom-Ganon ohne dich vom Gemälde täuschen zu lassen und ohne von den Energiebällen getroffen zu werden




    So, ich bin wieder am Start, hehe. Mittlerweile habe ich bis zum Feuertempel gespielt, aber ich wollte zumindest mal einen ersten Bericht wieder hier lassen. Die letzten Tage war nicht so viel Zeit zum Spielen, aber ich merke jedes Mal, wie schnell mich das Spiel doch wieder am Haken hat. Tatsächlich würde ich aber eine bequemere Zockerweise bevorzugen. Ich habe vergessen, dass der 3DS XL recht schnell ungemütlich in der Hand liegt.


    Eure Beiträge finde ich wie immer großartig, ihr Lieben! So viel Mühe und herz, ich kann gar nicht auf alles Bezug nehmen, freue mich aber, dass hier regelmäßig gepostet wird!


    Ruhmeshalle Alola (Sonne Edition)


  • Abschnitt: 3.1

    Konsole: Switch (N64-Version)




    Um sich abzukühlen, beschloss Salbeité, schwimmen zu gehen. Er reiste zum Hylia-See und musste erschrocken feststellen, dass jemand den Stöpsel gezogen hatte, denn irgendwie war das ganze Badewasser weg (was ihm vorher nicht aufgefallen war).

    Ob er sich beim Zora-König darüber beschweren sollte? Er dachte an seine vorherigen Begegnungen mit dem Fischkönig zurück und haderte eine Weile mit sich selbst, ob er sich das wirklich antun wollte. Doch es führte kein Weg daran vorbei und er machte sich auf zum Zora-Fluss. Jemand hatte perfiderweise den Eingang vom Hylia-See aus mit einem Eisblock versperrt, weshalb Salbeité den langen Weg über den Zora-Fluss gehen musste.


    Zum Glück hatte auch die dortige Smartie-Blume eine Umschulung zum Transportdienstleister gemacht und beförderte Salbeité ohne große Probleme zu seinem Ziel.


    Wieder in Zoras Teich angekommen, wurde er erneut überrascht. Alles war voller Eis! So viel leckeres Eis! Das war ja noch viel besser zum Abkühlen geeignet als ein ausgetrockneter See. Allerdings war von den Zora keine Spur zu sehen. Salbeité entschied, Lord Jupp zu fragen, wo die ganzen Fische hin waren.


    Unterwegs stellte er fest, dass der Zora-König sich in einem persönlichen Eisklotz befand. Typisch Adel, hat immer den extravaganten Firlefanz, dachte Salbeité, als er am König vorbeiging. Offenbar hatte dieser es in sieben Jahren nicht geschafft, an seinen ursprünglichen Platz zu rücken.


    Draußen war von Lord Jupp keine Spur zu sehen. Dafür fand Salbeité eine Reihe von lustigen Eisschollen, auf denen er etwas Spaß hatte, ehe er sich in einer Eishöhle wiederfand. Hier war es noch kälter als draußen und langsam fragte Salbeité sich, ob er es mit dem "Abkühlen" nicht vielleicht übertrieben hatte. Glücklicherweise dauerte es nicht lange und er fand eine Wärmequelle: Aus irgendeinem Grund hatte hier jemand ein Lagerfeuer gemacht und es blau angemalt. Salbeité beschloss, es in einer Flasche mitzunehmen und beim Fundbüro abzugeben.


    Im Fundbüro musste er jedoch feststellen, dass es sich beim zuständigen Mitarbeiter wohl um Rotkäppchen handelte, das von einem Wolf gefressen worden war.

    Ehe Salbeité zu lange darüber nachdenken konnte, lief der Wolf weg und ließ ein Paar Schuhe zurück. Salbeité erschrak. Waren das etwa Rotkäppchens Stiefel? Vielleicht sollte er diese auch zum Fundbüro bringen. Er steckte die Schuhe ein. Bevor er jedoch gehen konnte, wurde er von Shiek aufgehalten.


    "Salbeitee, da bist du ja wieder."

    Salbeité sah Shiek misstrauisch an. "Was machst du hier?"

    "Irgendwas mit Flüssen und Zeit."

    "Was?", fragte Salbeité irritiert.

    "Nichts", sagte Shiek und sah ihn an. "Ich bringe dir ein Lied bei, das dich zur Wasserarena bringt."

    "Ach, jetzt geht das plötzlich, ohne, dass ich den Weg selbst finden muss?", fragte Salbeité. Er war genervt, dass er die anderen Arenen erst selbst finden musste.

    "Ja. Wenn es dir aber lieber ist, kann ich auch vor der Arena auf dich warten", erklärte Shiek und betrachtete seine Fingernägel.

    Salbeité schüttelte schnell den Kopf. "Nein, bring es mir jetzt bei."

    Shiek holte die Leier hervor. "Okay, also lausche nun der Serenade des Wassers."

    Salbeité klimperte die Melodie nach. Dann fragte er: "Was zum Kuckuck ist eine Serenade?"

    Shiek sah ihn an. "Ein Lied."

    Salbeité sah Shiek an.

    Shiek verschwand.


    Nein, meine Hände sind nicht an die Okarina gefroren...

    ganz bestimmt nicht!


    Salbeité seufzte. Das alles lief gar nicht nach Plan. Kurz überlegte er, sich direkt zur Wasserarena zu teleportieren, entschied sich aber dagegen und machte sich erst auf den Weg zurück zum Zora-König. Der saß noch immer in seinem Eisklumpen herum.

    Salbeité fand, dass er lange genug darin herumgesessen hatte und warf ein bisschen von dem Feuer auf ihn, um ihn zu schmelzen. Das Eis zischte und verschwand. Da erst stellte Salbeité fest, dass es merkwürdigerweise rot gefärbt war. Andererseits war das Feuer auch blau, deshalb war das wohl nicht weiter verwunderlich.


    Mit einem Gähnen richtete der Zora-König sich auf. Sein Blick fiel auf Salbeité, der vor ihm stand, noch immer mit Flasche in der Hand.

    "Du schon wieder?", fragte der König missmutig.

    Salbeité verdrehte die Augen und wollte die Flasche einstecken, da schien der König diese zu bemerken. "Hast du SCHON WIEDER Glasmüll hierher gebracht? Was ist bloß los mit dir?", wollte der König wissen.

    "Chill. Wobei, lieber nicht. Ich habe keine Zeit dafür, ich muss zur Wasserarena", sagte Salbeité und wollte sich auf den Weg machen.

    "HALT!", rief da der König. Salbeité drehte sich zu ihm um. "Wenn du zur Wasserarena gehst, nimm das hier mit." Er warf Salbeité einen blauen Lappen zu. "Mach nach dir sauber."

    Salbeité verkniff sich eine Antwort und holte sein Musikbrot heraus, um sich zur Wasserarena zu teleportieren.


    Dort angekommen, war von Shiek keine Spur zu sehen. Salbeité entdeckte allerdings einen Eingang, der eindeutig in die Arena führte. Er war sich sicher, dass er richtig war aus einem Grund: Wasser.

    Alles war nass und so holte Salbeité den Lappen hervor, um sich abzutrocknen. Dabei merkte er, dass es ein Hemd war. Er streifte es über und fühlte sich fast wie ein richtiger Zora. Das musste Magie sein.


    Er begann die Arena zu untersuchen und es dauerte tatsächlich nicht lange, bis er sich erfolgreich verlaufen hatte. Alles wie immer also. Nach einer Weile Mit-dem-Wasserstand-Herumspielen fand er ein Seil, das er an sein altes Seil knotete und nun ein längeres Seil hatte. Das hatte sich gelohnt. Immerhin gelang es ihm damit, an bisher unerreichbare Orte zu gelangen.


    Er traf auch auf seinen finsteren Doppelgänger mit noblem Hintergrund, Earl Grey. Er forderte Salbeité zu einem Duell heraus und so pieksten sie sich gegenseitig, bis Earl Grey keine Lust mehr hatte und lieber im Boden versank. Auch gut.

    Salbeité ging weiter und es dauerte nicht lange, bis er einem weiteren Gegner gegenüberstand: Einer Wasserschlange oder sowas, er war nicht sicher. Diese wollte ihn gerne umarmen, aber Salbeité mochte das nicht so sehr und war die Schlange bald auch schon Geschichte.

    Salbeité traf erneut auf Ruto, die ihm seinen zweiten Wasserorden überreichte und verabschiedete sich dann.


    Geh ruhig näher ans Wasser, Salbeité. Hihihi.


    Als er hinaustrat, traute er seinen Augen kaum: Der Hylia-See war wieder voll Wasser. Wahrscheinlich hatte Shiek in der Zwischenzeit den Wasserhahn wieder aufgedreht. Allerdings musste er zugeben, nach diesem Abenteuer erst einmal genug geplanscht zu haben.


    Da fiel ihm ein, dass er ja noch die Säge aus dem Wald hatte. Er machte sich auf ins Gerudo-Tal. Die fehlende Brücke stellte für seine neue Schnur kein Problem dar und kurz darauf stand er schon vor dem Zimmermann. Dieser beschwerte sich, dass seine Untertanen verschwunden waren.

    Salbeité zeigte ihm die Säge und setzte sein Verkäufergesicht (das nicht aussah wie das des Maskenmanns) auf.

    "Kann ich Sie für die Supersäge 3000 begeistern?", fragte er.

    Der Mann schien interessiert. "Die Supersäge 3000?"

    Salbeité strahlte ihn an. "Ja! Damit können Sie alles sägen: Holz, Plastik, Holz, Metall, Holz, Steine, Holz, Tannenzapfen…habe ich Holz schon erwähnt?"

    "Und Holz?", fragte der Zimmermann.

    "Und Holz!", bestätigte Salbeité.

    "Und Brot?", fragte der Zimmermann.

    Salbeité wurde ernst. "Mit Brot ist nicht zu spaßen."

    Der Zimmermann entschuldigte sich. "Ich nehme sie."

    Salbeité grinste wieder. "Super! Wenn Sie JETZT anrufen, erhalten Sie abgestandene Milch gratis dazu!" Er holte die Flasche Lon Lon Milch heraus, die er noch immer bei sich trug. "NEU NEU NEU"

    Der Zimmermann schaute die Milch an. Die Milch schaute zurück. "Lass mal stecken, ich nehme nur die Säge…", sagte er. "Aber weißt du was, ich schenke dir dafür ein zerbrochenes Schwert. Hier."

    Salbeité nahm das Schwert grummelnd entgegen. Warum nur wollten ihm alle ihren Müll andrehen? Kein Wunder, dass der Zora-König so schlecht gelaunt war.

    Er verabschiedete sich vom Zimmermann, ließ ihn stehen und ging zum Todeskrater, um das Schwert in den Vulkan zu werfen, um nicht wieder vom Zora-König angepflaumt zu werden.


    Als er jedoch beim Vulkangipfel ankam und gerade das Schwert entsorgen wollte, wurde er von einer Stimme gestört. "Wer versucht da, illegal seinen Müll im VULKAN zu entsorgen?"

    Salbeité drehte sich um. Vor ihm war ein Gorone erschienen, der größer war als alle Goronen, die er bisher gesehen hatte.

    "Ich bin Salbeité", stellte er sich vor.

    "Salbeitee?"

    "Salbeité!", widersprach Salbeité.

    "Okay, und warum wirfst du deinen Müll in meinen Vulkan, Salbeitee?", fragte der Gorone.

    "In deinen Vulkan?"

    "Ja, ich wohne hier."

    "Echt?", wollte Salbeité wissen.

    "Nein", entgegnete der Gorone. "Aber trotzdem solltest du deinen Müll nicht hier entsorgen. In Vulkane dürfen nur Ringe rein."

    Salbeité war verwirrt. "Aber warum?"

    Der Gorone stellte sich auf. "Weil darum. Jeder weiß, dass Müll in den Hylia-See gehört. Also los, zum Zora-König mit dir."

    Salbeité gab sich geschlagen und machte sich auf den Weg zu Zoras Teich. Der König saß noch immer dort, wo Salbeité ihn zuletzt und auch schon vor sieben Jahren gesehen hatte.


    "Was willst du schon wieder hier?", fragte der König.

    Salbeité gab sich Mühe, gerade zu stehen. "Der Gorone vom Todeskrater schickt mich. Ich soll dir das hier geben." Er holte das Schwert hervor, dass sich in der Zwischenzeit in ein Stück Papier verwandelt hatte.

    "Hast du SCHON WIEDER PAPIER mitgebracht, du Rotzlöffel?", wollte der Zora-König wissen. "Ich sagte bereits, darauf steht- oh, Moment, du meinst Heinz?"

    "Heinz?", fragte Salbeité.

    "Ja, der Gorone oben auf dem Berg. Ein alter Freund von mir. Wirf deinen Müll gefälligst in den Vulkan."

    "Aber-", begann Salbeité, doch er kam nicht weit.

    "Ich sagte IN DEN VULKAN, und jetzt VERSCHWINDE VON HIER", schrie der König und guckte ihn böse an.

    Salbeité sah ein, dass eine Diskussion sinnlos war. Er drehte sich um.

    "Achja", sagte da der König. Salbeité blickte zurück. "Der ganze Müll, den du vorher entsorgt hast, ist im Hylia-See. Es wäre gut, wenn du da sauber machen würdest."

    "Aber der Müll im See ist nicht von mir", protestierte Salbeité.

    "Das ist MIR EGAL, LOS MACH SAUBER", rief der König.


    Salbeité machte sich auf den Weg zum Hylia-See, Was sollte das? Während er in Gedanken versunken in Richtung See marschierte, vernahm er plötzlich eine Stimme. Sie kam aus dem Haus am See.

    "Hey, pssst!", wisperte die Stimme.

    Salbeité blieb überrascht stehen. "Ich?"

    Die Stimme erklang erneut. "Ja, du! Siehst du sonst noch jemanden hier?"

    Salbeité sah sich um. Eine Vogelscheuche und ein paar komische Spinnen sprangen hier herum. "Naja…"

    Die Stimme fuhr fort: "Ich habe etwas für dich. Willst du sehen?"

    Salbeité bekam Angst. "Nein, lieber nicht. Meine Mutter sagte, ich soll nicht mit Fremden mitgehen."

    "Deine Mutter?", fragte die Stimme.

    "Ja", entgegnete Salbeité. "Sie ist ein Baum."

    Die Stimme hielt kurz inne. Dann: "Das ergibt keinen Sinn."

    Salbeité überlegte kurz. Aber es war wahr...

    Die Stimme erklang erneut. "Egal, ich wollte dir eigentlich nur das hier schenken. Das hat irgendein Trottel in den See geworfen und jeder weiß, dass Medikamente nicht in den Hausmüll gehören. Wenn der Zora-König davon erfährt, brennt hier alles."

    Salbeité verstand gut. Beim Gedanken an den Zora-König erschauderte er.

    Die Stimme klang erneut. "Bitte entsorge die Medizin da, wo sie hingehört: Im Vulkan."

    Salbeité war nicht sicher, ob das so Sinn ergab, aber der Gorone auf dem Vulkan schien vernünftiger als der Fischkönig zu sein.

    Er stimmte zu und streckte die Hand aus. Ein Fenster des Hauses öffnete sich und eine knochige Hand kam heraus und ließ einen Beutel in seine Hand fallen. Dann schloss das Fenster wieder.

    Die Knochenhand fiel ab. Eine dumpfe Stimme erklang. "Verdammt, nicht schon wieder!"

    Salbeité ließ den Verrückten in Ruhe und machte sich wieder auf in Richtung Todesberg.


    Oben angekommen, sah der Gorone ihn erwartungsvoll an. "Ich habe auf dich gewartet. Du hast aus Versehen das kaputte Schwert hier liegen lassen und meinen Einkaufszettel mitgenommen. Wie konnte das passieren?"

    Salbeité wusste es selbst nicht so genau. Er kramte den Zettel hervor und wollte ihn dem Goronen zurückgeben. Der lehnte ab. "Jetzt will ich ihn auch nicht mehr. Behalte ihn."

    Ausdruckslos steckte Salbeité das Papier wieder ein und holte stattdessen den Beutel Medizin hervor. "Der Zora-König will, dass ich das hier entsorge."

    Der Gorone schüttelte den Kopf. "Medizin gehört nicht in Vulkane. Aber ich habe eine bessere Idee: Ich esse sie einfach."

    Er nahm die Medizin entgegen und verschluckte sie. "Meh. Bitter", sagte er und verzog das Gesicht. "Egal, immerhin sind wir den Müll nun los. Übrigens", er kramte etwas hinter sich herum. "Ich habe beim Aufräumen das hier gefunden. Du kannst es haben, ich schenke es dir."

    Salbeité war skeptisch. Noch mehr Krempel? Er sah zu, wie der Gorone ein etwas hervorhob. "Das ist mein alter Zahnstocher. Ich brauche ihn nicht mehr. Entsorge ihn bitte im Hylia-See."

    Salbeité gab auf. Hier waren doch alle bekloppt. Er nahm das Schwert entgegen und beschloss, es zu behalten. Vielleicht konnte er doch etwas damit anfangen.


    I got the moves.


    Mit seinem neuen Zahnstocher ging er nach Kakariko zurück. Dort traf er erneut Shiek, der offenbar nun unter die Tänzer gegangen war, denn er führte einen Regentanz auf, wodurch Wolken aufzogen. Dann wollte er Salbeité noch seine coolen Moves zeigen, aber leider fiel er zwischendurch herab und stürzte.

    "Aua", sagte Shiek und richtete sich auf, während er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Hintern rieb. "Vielleicht sollte ich doch bei Instrumenten bleiben… Heh, Salbeitee! Ich habe ein neues Lied für dich. Lausche der Nocturne des Schattens." Er klimperte auf der Leier herum.

    "Endlich mal ein passender Name", stellte Salbeité zufrieden fest und spielte die Melodie nach.


    Es gibt kein besseres Wetter für ein Open-Air-Konzert.


    Shiek verschwand wie üblich und Salbeité schüttelte den Kopf. Erwachsensein war wirklich doof. Er wollte das alles wirklich nicht. Vielleicht sollte er das Schwert wieder zurück in den Sockel stecken und alles vergessen? Bestimmt würde dann alles wieder gut. Ja. Ganz bestimmt.


    Gesagt, getan. Kurze Zeit darauf (= sieben Jahre zuvor) kam Salbeité als Kind wieder aus der Zitadelle heraus. Viel besser, und auch nicht mehr so viele Zombies in Hyrule-Stadt.




    Challenges:

    ✓ besiege Schatten-Link ohne Items wie den Megaton-Hammer

    ✓ ergattere die Goldschuppe beim Angeln


    Statistik:

    Hercontainer: 16

    Herzteile: 30

    Skulltulas: 62




    Fazit:

    Eigentlich bin ich schon weiter (Geistertempel beendet), aber ich wollte trotzdem hier mal einen Cut setzen.


    Der Wassertempel war nicht so nervig wie in Erinnerung, also klarer Win hier. Hab mich auch nur minimal verlaufen, aber das passiert mir in Dungeons ständig. Insofern geht es mir wie Purah - zwar ist mein Orientierungssinn im realen Leben gar nicht mal so schlecht, aber in Videospielen und vor allem in Tempeln verlaufe ich mich gerne. Keine Ahnung, woran das liegt. Schatten-Link habe ich nur mit dem Schwert besiegt und das war vielleicht nervig. Dauerte echt länger als nötig und ich bin mit nur noch einem Herz aus dem Kampf gegangen.

    Etwas nervig finde ich auch, dass es keine einfache Möglichkeit gibt, sich zu den Zora zu teleportieren, da ja nun der Weg über den Hylia-See zu ist.


    Ansonsten habe ich diesmal einige Herzteile, Skulltulas und Upgrades gesammelt. Dummerweise habe ich nicht gewusst, dass ich das zweite Upgrade für Deku-Nüsse nicht bekommen kann, wenn ich vorher Biggoron mache, und es ist nun nicht mehr holbar. Naja, shit happens. Ich benutze die Nüsse aber auch wirklich gar nicht, auch wenn ich es vielleicht sollte.


    In den Screenshots ist mein Link zwar noch blau, aber ab dem Schattentempel hab ich ihn doch wieder in Rot eingekleidet. Finde, das passt ihm besser, vor allem in Kombination mit Silberhandschuhen und Spiegelschild später.


    Ich denke, mein nächster Beitrag wird entweder kürzer oder sich über zwei Abschnitte erstrecken, das weiß ich noch nicht.



    "Das hier ist der Fert. Der Fert sehr suß und sehr nett."

    Ein absoluter Klassiker in diesem Forum!

    Naja, der König hätte sich einfach an seinen Platz setzen können, dann wäre Salbeité gefangen...

    Er hat es versucht, ist nach sieben Jahren aber erst bei der Hälfte der Strecke angekommen.

    Im Namen des Königs und der Prinzessin von Hyrule

    Irgendwie musste ich hier voll an Sailor Moon denken. Im Namen des Mondes werde ich dich bestrafen!

    Ordnung: Süßwasserzora (Anm.: Abgrenzung von Salzwasserzoras biologisch umstritten und sozialpolitisch heikel)

    Fluss-Zora finde ich in fast jedem Zelda-Spiel einfach hässlich. Interessant jedoch, dass die Zora in OoT einen Fluss haben.

    Gewählter Schutzpatron: Säugetier

    Jetzt, wo du es sagst... das ergibt echt wenig Sinn ^^"

    Shiek saß auf der eingefallenen Mauer gegenüber der Zitadelle der Zeit und ließ seine Finger geistesabwesend über die Saiten der Harfe tanzen, während er seinen Blick an den trüben Himmel heftete. Bald, sehr bald war es soweit. Sieben Jahre... so viel Zeit war vergangen.

    Ich wüsste wirklich gerne, was Shiek in den sieben Jahren so getrieben hat. Klar, Zelda sagt, sie sei Ganondorf entkommen und habe sich sieben Jahre lang versteckt, aber sie wird ja wohl kaum die ganze Zeit in irgendeiner Höhle gehockt haben. Ich würde wirklich gerne erfahren, wo Impa sie hingebracht hat (Kakariko?) und was dann geschah, nachdem Impa verschwand.

    Ich hole mir hier und da ein paar Herzteile. Überall auszuführen, wo ich genau die Herzteile hole, wäre jetzt ein bisschen zu viel an der Stelle.

    Dito. Ein paar hatte ich erwähnt, aber das wird nur unnötig lang.

    Ich stelle mir dann einen extrem reichen Menschen vor, der zu einem Künstler gesagt hat, ich will genau dieses Motiv, aber achtmal.

    Haha, lustiges Kopfkino. Genau dieses düstere Gemälde, aber bitte achtmal, denn meine Kunstgalerie ist achteckig.

    Das anschließende Tennismatch hat mir auch Spaß gemacht, zumal das ja wirklich überhaupt nicht schwer ist.

    Ich bin leider zu doof dafür und werde jedes Mal getroffen, weil ich zu spät reagiere. Denke nicht, dass ich es jemals noch lernen werde, haha.

  • Abschnitt: 1.7

    Konsole: Switch 2 (N64-Version)



    Vertrauliche Briefe #4


    Je näher er kam, desto schneller schien sich der Himmel zuzuziehen, so als eilten die Wolken - schwer und schwarz - auf die Stadt zu. Schweißperlen standen auf Kageyoris Stirn, obgleich die Gräser der Hyrule-Steppe noch vom Raureif glänzten. Wurde er krank?

    »Nein«, murmelte er. Sein Pferd wieherte. Er gab ihm sanft die Sporen. »Ruhig«, sagte er. »Man trifft einen König nicht alle Tage.« Er umklammerte die Zügel fester. Schon gar nicht, während man unter einem anderen dient.

    Er schob den Gedanken beiseite und dachte an die Hauptstadt. Hier war er aufgewachsen, hatte erste Freundschaften geschlossen und seine Frau kennengelernt. Wie weit mochte Akaris Bauch inzwischen gewachsen sein?

    »Ich vermisse ihren Duft«, sagte er und beugte sich leicht nach vorn. »Sie riecht nach… Moos im Regen. Beruhigt mich.« Für einen Moment wurde seine Miene weicher. »Sag ihr das bloß nicht«, fügte er schließlich hinzu. Das Reittier schnaubte.

    Wenn heute alles glatt lief, würde er bald wieder in ihren Armen liegen. Für sie da sein. Für sie und ihren Sohn.



    Die zwei Tage auf der Lon-Lon-Farm hatten sich gezogen wie zäh gewordener Honig. Kageyori hatte viel nachgedacht. Der Junge aus dem Wald, der kein Wort zu sprechen schien, war sonderbar. Ihm war dieser bläuliche Schimmer, der den Jüngling in Kakariko umgeben hatte, nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Er hatte sich das nicht eingebildet. Und dann waren da die Edelsteine. Der Smaragd aus dem Wald der Kokiri und der Opal der Goronen. Es hatte ihn wie einen Schlag getroffen: Zoras Reich. Es musste noch ein drittes Juwel geben.

    Eine Woche nach seiner Rückkehr nach Kakariko (er konnte dem Jungen nicht weiter folgen, ohne Aufsehen zu erregen), bestätigte sich sein Verdacht. Bei einem morgendlichen Ritt vor den Feldern Kakarikos kam ihm ein Bauer entgegen, der ihm von einem Kind berichtete, das in seltsame grüne Kleidung gehüllt war, eine Stichwaffe bei sich trug und eisern schwieg. Er sei in Richtung Hyrule-Stadt gelaufen, hatte der Bauer gemeint. Auf Kageyoris Frage hin hatte der Alte zunächst gezögert, erinnerte sich aber dann doch an einen goldenen Reif, besetzt mit drei Edelsteinen: ein Smaragd, ein Opal und ein Saphir.

    Kageyori ließ sich zügig die Wachprotokolle aus Zoras Reich zukommen (Hylia sei dank, dass Maren, ein alter Freund von ihm, noch dort stationiert war) und verfälschte sie, um die Aufmerksamkeit des Königshauses von dem Jungen abzulenken. Dann schrieb er einen Brief und die Antwort kam rasch. Erneut war es nur ein einziges Wort: Beseitigen. Und so packte er seine Sachen und kehrte in seine Heimatstadt zurück.



    Kageyori riss so heftig an den Zügeln, dass das Pferd beinahe stieg. Was..? Er hatte den letzten Hügel vor den Stadtmauern erreicht und sein Blick war auf das Haupttor gefallen. Geschlossen. Am Tag. Vor der Brücke stand eine Gestalt, die er aus der Ferne kaum erkennen konnte. Er kniff die Augen zusammen. Ein grünes Gewand. Für einen Moment stand die Welt still. Er hörte nur seinen eigenen Atem und das Wiehern des Pferdes. Das Kind rührte sich nicht. Über der Stadt hingen die Wolkenfetzen wie bedrohliche Hände aus Schatten. In der Ferne grollte der Donner.

    Dann setzte sich die Zugbrücke ruckartig in Bewegung. Er blinzelte und riss sich aus seiner eigenen Starre. »Los, los, los!«, rief er seinem Gefährten zu und trieb ihn an. Wenn ich ihn in der Stadt verliere, ist alles umsonst gewesen. Der Wind peitschte ihm ins Gesicht. Noch hatte der Junge die Stadt nicht betreten. Als die Zugbrücke einrastete, war Kageyori noch ein gutes Stück entfernt. Verdammt. Plötzlich brach ein weißer Schimmel, der ihm bekannt war, aus dem Haupttor hervor. Das Pferd der Zofe. Impa verließ offenbar die Stadt. Sie hatte sich über jemanden gebeugt. Die Prinzessin? Ein schwarzer Blitz schoss hinter ihnen her, der in gleißendem Leuchten aufging. Kageyori wurde geblendet. Als er wieder hinsah, lag der Junge aus dem Wald reglos am Boden. Der Reiter in Schwarz war verschwunden. Ganondorf. Hatte er das Schloss angegriffen?


    Er wurde langsamer und hielt neben dem Kind an. Zum ersten Mal sah er ihn aus nächster Nähe. Seine Kleidung war schmutzig und das Grün, das er so lange verfolgt hatte, blasser als erwartet. Seine Stiefel hatten kleine Löcher. Doch das Gesicht war makellos und das Haar des Jungen fein wie gesponnenes Gold. Der Brustkorb hob und senkte sich langsam. Er lebt. Kageyori wandte den Blick ab. Über den Häuserspitzen der Stadt stieg Rauch auf. Stimmen schrien. Akari. Was jetzt? Er wollte zu seiner Frau, doch Ganondorfs Befehl war eindeutig gewesen. Seine Belohnung… Er stieg ab und zog ein schmales Schwert, das er einst von seinem Vater bekommen hatte. Langsam ging er auf den Jungen zu. Der Donner rollte näher. Kageyori hob sein Schwert und setzte die Klinge an die Kehle des bewusstlosen Kindes. Er schluckte. Ein Hieb und alles wäre vorbei. Das Beobachten, die Heimlichtuerei, die Geldsorgen. Niemand würde fragen. Niemand würde es sehen. Es wäre schnell erledigt. Ein sauberes Ende für einen verwahrlosten Jungen.

    Zwei Tropfen barsten auf des Knabens Gesicht. Kageyori blickte in den kohlrabenschwarzen Himmel auf. Kein Regen. Er strich sich über die Wange und spürte etwas Feuchtes. Wann hatte er zuletzt geweint? Er war so alt wie dieses Kind gewesen. Link. Sein Name war Link.

    Als er wieder hinabsah, war der Junge nicht mehr allein. Ein kleines blaues Licht schwebte sanft über ihm. Es schien geflügelt zu sein… Eine Fee. Kageyori atmete tief aus. Er ließ das Schwert sinken und steckte es in die Scheide. Er hob Link auf (die Fee wich dabei nicht von seiner Seite) und ohne sich noch einmal umzublicken, trug er ihn in die Stadt.




    Game Over: 0

    Herzen: 8

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Abschnitt: 2.3

    Konsole: Nintendo 3DS (mit Capture Card)

    Überschrift: Tauschgeschäfte und eine Lavaschlange


    Zelda Ocarina O Time



    Link hat seine Nappytime beendet und hat wieder auf die Füße zurückgefunden. Das bedeutet, wir können weitermachen. Und da es jetzt endlich im Bereich des Möglichen liegt, das beste Schwert im ganzen Spiel zu bekommen, werde ich das doch sogleich auch tun. Die Tauschquest ist eine meiner Lieblingsaufgaben in ganz Ocarina of Time. Früher mochte ich es nicht. Ich weiß es noch ganz genau. Ich habe es wirklich einfach nicht gerne gemacht, weil ja auch Zeitchallenges drin sind, die ich dieses Mal übrigens auch fast verkackt hätte. Aber mittlerweile kann ich es und es gefällt mir sehr viel besser.


    32


    Als allererstes bekommen wir ein Hühnchen. Damit wecken wir Talon, der bei irgendwelchen Frauen im Haus schläft, anstatt mal zu gucken, was mit seiner Farm los ist und vielleicht mal seiner Tochter zu helfen. Na ja, wir bringen Anju das Hühnchen zurück und sie sagt Okay, hier, ich gebe dir ein anderes Hühnchen. Das mag eigentlich nur mein Bruder. Kannst du ihn bitte finden? Selbstverständlich können wir das. Wir laufen los in den Kokiri-Wald bzw. in die verlorenen Wälder und da finden wir den Bruder auch schon. Er ist ein bisschen neben der Spur und ist ziemlich verwirrt, warum das Huhn uns leiden kann. Er nimmt es an sich und gibt uns einen Pilz. Mit diesem Pilze sollen wir, glaube ich, eine Art Medizin herstellen. Und diesen müssen wir ganz, ganz schnell zur Hexe in Kakariko bringen. Also hüpfen wir auf unser Pferdchen und reiten wieder rüber nach Kakariko. Da hätte ich es mir fast verbaut. Irgendwie ist der Teil aus meinem Gehirn gelöscht worden, der wusste, wie man hinter die Zäune ums Haus kommt. Keine Ahnung. Aber ich habe es ja im Endeffekt noch geschafft. Ich glaube, es waren noch zwei Sekunden auf der Uhr. Gut, gut. Der Pilz wird also verarbeitet und wir machen uns auf den Weg zurück in die verlorenen Wälder, wo nur noch eine Kokiri aus dem Dorf steht, um uns zu erzählen, dass der Bruder von Anju leider nicht mehr da ist. Schade. Von der Kokiri kriegen wir allerdings eine Säge. Die hat der Bruder wohl verloren. Na ja. Weil wir gerade schon mal hier sind, ist der nächste logische Schritt natürlich Goronia. Ja, ich habe das für sehr praktisch gehalten, weil ich ja sowieso zu Big Goron muss, dachte ich zumindest. Ich habe also erstmal den kleinen Goronen aufgehalten, der mir das rote Gewand für Link gegeben hat. Bzw. die Goronenrüstung. Dann ist mir wieder eingefallen, dass ich noch gar nicht... das zerbrochene Biggoron-Schwert erhalten habe.., sondern nur die Säge... Mh.. dann mache ich mich also wieder auf den Weg ins Gerudo-Tal. Dort kann ich die Säge gegen das kaputte Biggoron-Schwert eintauschen und damit ganz schnell zurück zu unserem großen, an Augenschmerzen leidenden, Freund gehen.


    33


    Und dieser schickt uns mit einem Rezept zu König Zora. Dort angekommen, muss ich allerdings feststellen, dass König Zora in Eis eingeschlossen ist. Das habe ich vergessen. Egal, dann begeben wir uns eben hinter ihn und spielen schnell die Eishöhle durch. Das hatte ich zwar für jetzt noch nicht geplant, aber ich habe es ehrlich gesagt einfach vergessen, dass das nötig ist, um die Tauschquest abzuschließen. Eine nervige Eishöhlen-Erkundung später halten wir die Eisenstiefel und ein bis zwei Herzteile in der Hand und können uns also endlich daran machen, König Zora mit den blauen Flammen aufzutauen. Dieser ist auch ganz dolle dankbar, schenkt uns die Zora-Rüstung und er nimmt das Rezept für den Glotzfrosch entgegen. Wo er den Glotzfrosch herholt, ist mir nicht bekannt. Ich möchte es lieber auch gar nicht wissen. Nachher hat er sich den aus irgendeiner Ritze gefummelt, wo er schon jahrelang gewartet hat. Okay, jetzt habe ich es mir doch vorgestellt. Igitt. Den Glotzfrosch bringen wir ganz schnell zum Apotheker oder Mediziner(?), am Hylia-See. Der bastelt uns dann auch sofort Augentropfen für unseren großen Freund Big Goron und endlich können wir ihm helfen. Er macht sich die Augentropfen rein und dann kann er wieder sehen und uns endlich das Schwert herstellen. Das dauert drei Tage. Was er wohl gedacht haben muss, als ich mich vor ihn gestellt habe und immer und immer wieder die Hymne der Sonne geflötet habe? Naja, soll mich nicht weiter interessieren.


    34


    Ich besitze jetzt das beste Schwert im ganzen Spiel und ich liebe es und daher werde ich es direkt mal an unschuldigen Gegnern ausprobieren, die wir im Feuertempel finden. Der Feuertempel verlief wie immer relativ unspektakulär. Bevor wir ihn betreten, bekommen wir von Shiek einen neuen Song, der Bolero des Feuers. Ab hier geht alles so wie immer. Darunia erklärt uns, es ist jetzt enorm wichtig, dass er völlig alleine gegen Volvagia kämpft und deshalb geht er einfach ohne uns. Ja, er hätte uns vielleicht wenigstens mal den Schlüssel da lassen können. Nein, nein, den müssen wir auch noch suchen. Super. Kämpf du ruhig alleine, wenn du meinst, dass du das schaffst. Ist ok, ich hätte zwar mitkommen können, aber alles gut.


    35


    Wir befreien alle Goronen aus dem Feuertempel, schlagen uns den Weg durch bis zum Stahlhammer und holen uns dann den großen Schlüssel. Das geht alles ohne größere Zwischenfälle über die Bühne.. oder? Na ja, nicht ganz. An einer Stelle habe ich völlig vergessen, dass eine zusätzliche Tür existiert und ich bin bestimmt eine halbe Stunde ziellos durch den Tempel gerannt, ohne zu wissen, wo ich den Fehler gemacht habe. Das ist mir im Feuertempel noch nie passiert und ich ärgere mich ein bisschen, weil ich den von den Adult-Dungeons am zweit-liebsten habe. Ich weiß noch ganz genau wie ich früher mal "krank" zuhause geblieben bin, nur weil ich den Feuertempel durchzocken wollte. Das hat so bock gemacht. (Da war ich 12 oder so, kein Stress) Na gut, sei es drum. Es ist wirklich nicht so wichtig. Wir können jetzt Volvagia besiegen und das machen wir auch. v


    36


    Obwohl Volvagia mein Lieblingsendgegner ist, bin ich recht froh, dass wir nicht besonders lange kämpfen müssen und dass der Kampf auch nicht unbedingt kompliziert ist. Ich weiß nicht, ich glaube, durch den Zelda Ocarina of Time Manga habe ich eine kleine Sympathie mit Volvagia entwickelt und irgendwie kann ich ihm gar nicht böse sein, dass er versucht, uns zu frittieren. Es versucht ja jeder nur zu existieren. Da hilft es auch nicht, dass sein toter Kopf neben mir auf den Boden fällt. Naja, die Bilder erspare ich euch an der Stelle, weil ihr sie ja eh selbst gesehen habt. Wir erhalten den Herzcontainer und sehen nochmal eine relativ lustige Cutscene, wie der Vulkan nochmal so halb ausbricht und der Typ, der in Kakariko auf den Dächern sitzt, umfällt. Das war sehr witzig. Wir finden uns in der Halle der Weisen wieder. Da treffen wir Darunia, der sehr weise ist. Man erkennt es an seinen weißen Barthaaren. Ha ha. Und wir erhalten das Amulett des Feuers. Super.


    37


    Als nächstes steht der Wassertempel an und ich bin sehr gespannt, wie das Ganze noch weitergeht.


    Challenges:

    Pferderennen auf der Lon-Lon-Farm beim ersten Versuch ✓

    Nicht in den verlorenen Wäldern verirren ✓

    Phantom-Ganon ohne Täuschung und ohne Treffer ✓

    Bei Volvagaia nicht von Felsen getroffen werden & nicht von der Plattform fallen ✓



    "Im Nichtwissen liegt keine Schande, denn es birgt die Gelegenheit, neues Wissen zu erlangen."


    Purah Sig

  • Abschnitt: 1.8

    Konsole: Switch 2 (N64-Version)



    Vertrauliche Briefe #5


    Der in einer Seitengasse gelegene Gasthof Zum Tanzenden Tingle war bis auf seine steinernen Grundfesten abgebrannt. Tische und Stühle waren zu einem schwarzen Gerippe verkohlt, über dem der Geruch von Schwefel und Asche hing. Geschmolzenes Glas, matt vom Ruß, bedeckte die Überreste eines einst von Leben erfüllten Ortes. Von den Dächern ringsum stiegen Flammensäulen in den Himmel empor, der satt an Gewitterwolken war.

    Kageyori hielt inne und rang nach Luft. Seine Augen brannten wie Schmiedefeuer, jeder Atemzug stach. Verdammter Rauch. Zwei Straßen noch. Akaris Gesicht trat vor sein geistiges Auge. Sie lächelte keck, ihre veilchenblauen Augen strahlten Ruhe aus. Und plötzlich wusste er, dass er den Jungen in seinen Armen nicht nach Hause bringen konnte. Nicht jetzt. Er sah hinab. Link schlief nach wie vor. Die Fee auf seinem Oberkörper schlug schwach mit den Flügeln.

    »Was nun..?«, murmelte Kageyori und dachte nach. Das Schloss! Er kannte jeden Gang, jede Treppe. Er ging ein paar Schritte zurück und versuchte es zwischen zwei kokelnden Häusern zu erkennen, doch der Rauch hatte selbst seine Silhouette verschluckt. Hatte Ganondorf das Schloss angegriffen oder nicht? Während er zum Marktplatz zurückging, erkannte er, dass es keine Rolle mehr spielte. Prinzessin Zelda war geflohen und damit war das große Schloss von Hyrule, seine zweite Heimat, kein sicherer Ort mehr. Die Worte seines längst verstorbenen Vaters hallten in seinem Kopf wider: Ein Wächter schützt die Schwachen. Kageyori presste die Lippen zusammen. Er selbst hatte den Feind nach Hyrule-Stadt gelockt, weil er so versessen darauf gewesen war, das Kind in seinen Armen auszuliefern. Alles war seine Schuld, also musste er es nun auch beenden.


    Die Zitadelle der Zeit lag still. Abgeschieden von allem anderen, schien es, als ob das älteste Gebäude der Stadt auch diesen Angriff ohne Weiteres überstanden hatte. Selten hatte er die Zitadelle betreten, obwohl er stets ein Mann des Glaubens gewesen war. Der weiße Marmor strahlte eine ruhige Kraft aus, die ihn besänftigte. Er legte Link vorsichtig vor dem Altar nieder und strich ihm über das feine Haar.

    »Wir sehen uns wieder, versprochen«, flüsterte Kageyori.

    Er richtete sich auf, klopfte dreimal gegen den Knauf seines Schwertes (eine alte Geste der Wachmannen) und trat hinaus.


    Der Marktplatz war ein Chaos aus flackernden Lichtern und Geschrei. Er zog Verletzte aus Trümmern, trug Wasser und löschte, wo noch etwas zu retten war. Es donnerte unablässig, doch kein Tropfen fiel. Wenn doch nur endlich der Himmel bräche und Regen einsetzte... Seine Augen wanderten immer wieder zwischen der Seitengasse, von der aus er am Gasthof vorbei zu seinem Haus käme, und der Hauptstraße hin und her. Er wagte nicht, zu ihr zu gehen.

    Als sie gerade den Maskenhändler aus seinem Geschäft zogen, welches eingestürzt war, hörte er es: Hufe auf Stein. Kageyori erstarrte für einen Moment und scheuchte die Umstehenden dann auseinander. Weg vom Marktplatz, sofort!


    Er lief zum Brunnen, dessen Wasser sich grau verfärbt hatte, und blickte zur Straße, die zum Haupttor führte.

    Erst konnte er nichts erkennen, dann brach ein schwarzer Hengst aus dem Rauch hervor, größer als jedes Pferd, das er jemals gesehen hatte. Seine Mähne glühte ihm Feuerschein, so als stünde es selbst in Flammen. Auf seinem Rücken saß eine Gestalt in glänzender schwarzer Rüstung. Das Pferd kam vor ihm zu stehen. Der Reiter trug einen eleganten blutroten Umhang mit Gerudo-Symbolen. Er hatte olivfarbene Haut, die von Blutadern, manche so dick wie Würmer, durchsetzt war. Seine Augen waren glutrot. Nicht warm, nur leer.


    »Ganondorf«, sagte Kageyori leise.

    Etwas blitzte auf und er wich gerade noch rechtzeitig zur Seite: Der Speer schlug hinter ihm am Brunnenrand auf und zersplitterte krachend. Er zog sein Schwert. Ein Schauer durchlief ihn, als der König der Wüste lachte.

    »Steh mir nicht im Weg«, sagte Ganondorf.

    »Ich tue, was ich tun muss, um die Menschen dieser Stadt zu schützen. Das... Das gebietet die Ehre.« Er dachte an Ryo, den jungen Wachmann.

    »Dein Ehrgefühl hast du mit dem ersten Brief abgeschickt«, sagte Ganondorf kühl.

    Sein Griff um das Schwertheft wurde fester. »Wo ist die Prinzessin?«

    »Tot«, sagte der fremde Herrscher mit ruhiger Stimme.

    Kageyori begann unwillkürlich zu zittern.

    »Bring mich zum Jungen und ich verschone dein Leben.«

    »Er ist geflohen.«

    Ganondorfs Blick durchbohrte ihn. Es wurde still. Zu still. Er schluckte und spürte, wie ihm der Atem stockte. Er dachte mit Unbehagen an das Licht, das Link getroffen und ihn verwundet hatte. »Ich...«, setzte er schließlich stammelnd an. »Ich habe ihn im Schloss versteckt. Es gibt einen geheimen Raum hinter der Küche. Dort findet Ihr...«

    Er hörte noch das Surren, bevor er mit voller Wucht nach hinten geschleudert wurde. Er schlug hart auf dem Pflaster auf, Luft wich aus seinen Lungen. Dann spürte er einen stechenden Schmerz in seiner Brust. Er sah an sich hinab. Eine silberne Speerhälfte ragte aus seiner Brust. Er sah sich nach dem schwarzen Reiter um, der bereits in Richtung Schloss davongestürmt war. Kageyori versuchte zu lächeln, doch selbst das fiel ihm schwer.

    Er drehte sich zur Seite und griff nach der Waffe. Schmerz durchzuckte seinen ganzen Körper als wäre er vom Blitz getroffen worden. Er hielt die Luft für einen Moment an und zog mit all seiner verbliebenen Kraft. Er schrie los, als der Speer nachgab und warmes Blut seine Finger hinabfloss. Er warf ihn weg und begann stöhnend und ächzend zu kriechen. Akari.


    Hinter ihm zog sich eine dunkle Spur über das Pflaster. Niemand kam. Eine Ewigkeit verging, bis er wieder das Zum Tanzenden Tingle erreichte. Zwei Straßen noch, dachte Kageyori erneut, doch sein ganzer Körper zitterte nun. Er keuchte schwer. Er schüttelte schließlich den Kopf und lehnte sich gegen eine Hausmauer. Er würde es nicht zu seiner Frau und seinem ungeborenen Sohn schaffen. Alles war außer Kontrolle geraten. Sein Blick hob sich zum Himmel. Noch immer kein Regen. Vielleicht... Vielleicht hatte seine Lüge gereicht und genug Zeit gebracht. Er hoffte es. Kageyoris Lippen bewegten sich lautlos in einem letzten Gebet.



    Als er seine Augen öffnete, stand jemand vor ihm. Kageyoris Mundwinkel verzogen sich zu einem schwachen Lächeln.

    »Du bist ganz schön zäh«, sagte er. Ein Husten durchschüttelte ihn. »Lauf weg. Geh zurück in den Wald.«

    Der Junge in Grün rührte sich nicht und sah ihn bekümmert an. Seine Fee ruhte auf seiner Schulter.

    »Ich habe dich an Ganondorf verraten. Und dann... habe ich versucht, dich zu retten. Seltsam, oder?« Er lachte hölzern. Sein Blick wurde glasig.

    Das Kind blickte ihn weiterhin nur an.

    Er seufzte. »Dann... mach, dass es nicht umsonst war.«

    Link nickte schließlich und trat näher. Er riecht wild, dachte er. Nach frisch gemähtem Gras, herben Kräutern und Moos. Das Kind legte seine Hand vorsichtig auf Kageyoris Brust, an die Stelle, an der das Loch klaffte. Wärme. Kein Schmerz mehr. Zögernd legte er seine kaltwerdende Hand auf die des Kindes. In seinem Kopf blitzten zwei schemenhafte Gestalten im Halbdunkel auf. Er atmete erleichtert auf.

    Kageyori blinzelte. »Danke«, hauchte er.

    Der Junge zog eine kleine blaue Okarina hervor und setzte sie an seinen Mund. Eine leise Melodie ertönte. Sie klang traurig, wurde aber von einem standhaften Rhythmus getragen. Donnergrollen erfüllte den Himmel. Plötzlich landete ein Tropfen auf seiner Nasenspitze. Der nächste barst auf seinem Arm. Und dann fielen weitere. Endlich Regen.


    Er schloss die Augen und atmete tief ein. Moos im Regen. Der Duft von Akari.


    Kageyori lächelte ein letztes Mal.


    Abschnitt 1 beendet


    Game Over: 0

    Herzen: 8

    Skulltulas: 24

    Challenges: 4/5


    Hat etwas länger gedauert, aber nun bin ich mit dem 1. Abschnitt auch mal durch. Ich wollte eigentlich weniger Berichte schreiben, aber ich bin dann ein bisschen in Kageyoris Geschichte „gefallen“. :z11:

    Insgesamt hat mir der 1. Abschnitt ziemlich Spaß gemacht, wobei ich es einfach toll fand, nach all den Jahren wieder in die Welt von OoT einzutauchen. Ich persönlich finde zwar den "Erwachsenen-Part“ spannender, aber auch der Spielanfang hat etwas Magisches.


    Schön, dass doch noch so viele dabei sind! Erfahrungsgemäß nimmt die Aktivität im Laufe eines solchen Projekts ja meist ab. Auch wenn ich meist erst spät reagiere, lese ich eure Berichte alle sehr gerne. Super finde ich auch, dass so brav auf die anderen Beiträge eingegangen wird. Ich hoffe, ihr seht es mir nach, dass ich das zeitlich nicht schaffe. Bin froh, wenn ich eure Berichte nachlesen und gleichzeitig selbst weiterkommen und schreiben kann^^


    Ein Zitat möchte ich aber doch bringen und zwar, frech wie ich bin, sogleich aus einem anderen Thread:

    Am meisten überrascht bin ich wohl darüber, dass ich vorher noch nie davon gehört habe. Man lernt wohl nie aus.

    Ich finde es echt interessant, wie viel man dann doch immer wieder dazulernen kann, selbst wenn man ein Game schon zig Mal gespielt hat. Sei es durch andere Beiträge oder zufällige Entdeckungen (ich wusste z. B. bis dato nicht, dass man zerschnetzelte Schilder instant wieder mit Zeldas Wiegenlied reparieren kann).

    Love = Love

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Abschnitt 2.2

    Konsole: Nintendo 3DS XL


    Feuer und Tränen


    Darunia schnaubte, während er den Gängen des Feuertempels folgte. Er hatte nur ein Ziel vor Augen: die Rettung seiner Brüder! So lange er der Anführer seines Stammes war, würden seine Brüder nicht als Futter für Volvagaia enden. Dieser verfluchte Gerudokönig hatte es geschafft, die uralte Bestie, die Heimsuchung der Goronen, wieder auferstehen zu lassen. Doch Darunia verzagte nicht. Selbst wenn es sein Leben kosten würde, er würde den Drachen zu Fall bringen.

    Gerade erreichte er eine gewaltige Magmakammer, anderen Ende eine große Tür lag. Ein bedrohliches Gebrüll echote hinter dieser Tür und Darunia war sich sicher, dort den Drachen zu finden. Der Gorone rollte sich zusammen, holte Schwung und setzte über das Lavabecken unter sich. Auf dem Sims vor der Tür blieb er stehen und richte sich wieder auf. Er wollte schon durch die Tür treten, da hörte er hinter sich eine Stimme, die seine Stimme rief. Erstaunt machte Darunia auf dem Absatz kehrt und zu seiner Überraschung sah er einen jungen hylianischen Krieger gewandt in der Goronenrüstung.

    "L-Link? Bruder! Du bist es, oder?"

    Der Krieger nickte und lächelte, dann wurde er ernst. "Darunia! Ich bin hier, um zu helfen!"

    "Die Rüstung. Du hast sie von meinem Sohn, nicht wahr? Haha. Ich taufte ihn auf deinen Namen, auf dass er so tapfer würde wie du! Und du enttäuscht mich nicht. Dankend nehme ich deine Hilfe an. Hier im Tempel ist mein Volk gefangen. Bitte befreie sie. Und finde das heilige Artefakt der Goronen. Mit diesem können wir Volvagaia aufhalten. Ich werde Zeit schinden, bis zu Erfolg hast!"

    Link wollte etwas erwidern, doch Darunia hörte nicht mehr hin. Er war entschlossen, zu tun, wozu er gekommen war! So folgte er dem Gebrüll das Drachen!


    Volvagaia war eine Bestie. Darunia schrie auf, während sich die Fangzähne des Drachens tief in seine Schulter gruben. Dickflüssiges Blut sickerte aus der Bisswunde. Verdammt! Goronenhaut war hart wie Stein, doch das schien die Bestie wenig zu kümmern. Sie riss Darunia mit sich in die Höhe, schlang ihren Körper um ihn. Darunia schlug krachend mit der freien Faust gegen den Kopf des Drachens. Die Haut platzte über seinen Knöcheln auf, er biss die Zähne zusammen, ignorierte den Schmerz und hieb nochmals auf das Haupt Volvagaias ein. Weiter und weiter, bis dee Drache endlich seinen Kiefer lockerte und Darunia seine Schulter befreien konnte. Mit beiden Armen zerrte er an dem schuppenbesetzten Körper, bis er sich von dem Goronen löste. Darunia fiel zu Boden, kam ungelenk auf, sackte auf die Knie. Er atmete schwer, sein Blick wurde trüb. Obwohl es so heiß in der Kammer war, spürte Darunia eine Kälte in sich, die seine Glieder taub werden ließ. Sollte das sein Ende sein?

    Wieder brüllte der Drache, stieß auf Darunia zu und riss ihn mit sich in eins der zahlreichen Löcher im Boden. Darunia ließ es geschehen, lächelte sogar. Denn kurz bevor er in die Dunkelheit gezogen wurde hatte er ihn gesehen, Link. Und er trug jenen Hammer mit sich, der Volvagaia töten würde!




    Herausforderungen:

    • Werde während des Kampfs gegen Volvagaia nicht von herabstürzenden Felsen getroffen und stürze nicht von der Plattform




    Statistik:

    Herzcontainer: 11

    Herzteile: 13

    Skulltulas: 39

    Game Over: 0


    Ruhmeshalle Alola (Sonne Edition)


  • Abschnitt: 3.2

    Konsole: Switch (N64-Version)




    Dafür wimmelte es im Brunnen von Kakariko nur so vor Zombies. Weshalb Salbeité hier war? Nun, das wusste er selbst nicht so genau. Vielleicht hatte er das Hyrule der Zukunft vermisst.

    Im Brunnen war alles voller Untoter und lauter anderer lustiger Sachen. Hände, die von der Decke fielen, ein herumkreisender Schädel und ein paar unsichtbare Löcher begrüßten Salbeité, als er die Tunnel erforschte. Zumindest letzteres Problem konnte er lösen, als er eine Lupe fand, die Unsichtbares sichtbar machte. Diese wurde bewacht von einem Ameisenbär, wobei Salbeité hierbei nicht sicher war, da er bisher weder Ameisen noch Bären in Hyrule gesehen hatte. Außerdem hatte der Ameisenbär zu viele Hände. Vielleicht war es also eine Spinne?


    Wie dem auch sei, schlussendlich hielt Salbeité die Lupe in der Hand. Ehe er sich jedoch wieder aus dem Staub machen konnte, wollte er das Verlies noch bis zum Ende erkunden. Es dauerte eine ganze Weile, ehe er die letzte Truhe fand, die sich fieserweise versteckt hatte. Nicht nur einmal fiel er auch in einen Abgrund, weil er zu geizig war, die zuvor gefundene Lupe auch wirklich zu benutzen.


    Nach getaner Arbeit hatte Salbeité erstmal genug von dunklen Orten, weshalb er sich auf den Weg zur Schattenarena machte. Denn wo Schatten ist, ist auch Licht, und Licht ist ja das Gegenteil von dunkel, nicht wahr? Salbeité fand, dass das Sinn ergab.


    Das war tatsächlich nicht wahr, denn im Schattentempel war alles dunkel und wie erwartet voller Löcher, Ameisenbärspinnen, Zombies und Händen, die von der Decke fielen. Und noch mehr.


    Schiff ahoi.


    Zum Glück war nicht alles furchtbar, denn Salbeité fand auch ein Schiff im Tempel. Er hinterfragte das nicht und freute sich stattdessen, dass er Epona nun gegen ein cooles Boot eintauschen konnte. Dummerweise wollten ihm zwei Skelettpiraten, die sich im Film verlaufen hatten, auf seiner Überfahrt das Schiff streitig machen, doch er ging aus den Duellen siegreich hervor, da sie netterweise nacheinander und nicht gleichzeitig angriffen, während im Hintergrund coole Musik lief.


    Kurz darauf fand er auch heraus, woher die Musik kam: Von dem unsichtbaren Trommelspieler, der offenbar hier wohnte und auf den kreativen Namen Bongo-Bongo hörte. Nach ein paar Pfeilen und Schwerthieben war dieser dann auch schon Geschichte und Salbeité hielt den Unlichtorden in Händen. Zu seiner Überraschung stellte sich Impa als Arenaleiterin heraus. Er hatte sich bereits gefragt, wo sie all die Zeit geblieben war. Sie teilte ihm mit, dass die Prinzessin sich seit sieben Jahren vor der Polizei versteckte. Salbeité hörte aufmerksam zu, während Impa erklärte, dass die Prinzessin sich früher oder später stellen würde.


    Schließlich fand er sich vor der Arena wieder. Ein Blick in seinen Trainerpass verriet ihm, dass ihm nur noch ein Orden fehlte, ehe er die Pokémon-Liga herausfordern konnte: Der Geisterorden. Er überlegte. Entweder er konnte sich sofort auf den Weg machen oder noch ein wenig sinnlos in der Gegend herumlaufen. Da er erst einmal genug von gruseligen Gestalten hatte, entschied er sich für Letzteres und verbrachte so die nächsten Stunden damit, in ganz Hyrule neue Pokémon (= Skulltulas) zu fangen und Herzteile zu sammeln. Erst danach machte er sich auf den Weg in die Wüste, denn ein Vöglein hatte ihm gezwitschert, dass er die Geisterarena dort finden würde.


    Was ihm nicht gesagt worden war, war, dass die dort lebenden Gerudo ihn sofort einsperren würden, sobald er einen Fuß in ihre Siedlung setzte. Dabei hatte ihn der Zimmermann, dem er die Säge verkauft hatte, sogar noch gewarnt - aber Salbeité hatte entschieden, ihm nicht zuzuhören.


    Das wurde ihm jetzt zum Verhängnis, denn die Gerudo warfen ihn ohne große Umschweife in einen Kerker, als sie ihn erblickten. Sie schlossen nicht ab, im Gegenteil, netterweise ließen sie sogar das Fenster offen - vielleicht waren ihnen die abschließbaren Zellen ausgegangen, da dort nun die Zimmermänner wohnten. Die Gerudo waren offenbar auch lernresistent, denn egal, wie oft sie Salbeité fanden, sie warfen ihn immer und immer wieder in den Kerker und dachten nicht einmal daran, das Fenster zu schließen. Salbeité machte sie gar nicht darauf aufmerksam und schlich stattdessen durch die Feste. Unterwegs befreite er die eingeschlossenen Zimmerleute, damit sie nicht weiter faul in ihren Zellen saßen. Zur Belohnung dafür, dass er unerlaubt das Gebiet betreten, aus dem Knast ausgebrochen, diverse Gerudo mit Pfeilen ausgeschaltet und andere Verbrecher befreit hatte machten die Gerudo ihn zu einem der ihren und schenkten ihm eine Urkunde. Salbeité verstand das alles nicht so, aber immerhin konnte er sich nun frei in ihrem Gebiet bewegen. Das nutzte er gleich aus, Epona zu rufen und sich auf dem Übungsplatz der Gerudo auszutoben. Erstaunlicherweise brauchte er gar nicht mal so viele Versuche, bis er die erforderlichen Punkte hatte und staubte nicht nur einen neuen Köcher, sondern auch ein weiteres Herzteil ab. Er verabschiedete sich auf Nimmerwiedersehen.


    Als er gerade wieder an der Festung vorbeilief, rief ihm eine Gerudo dort zu: "Hey, bist du zufällig auf dem Weg zur Arena?"

    Salbeité blieb stehen. "Ja", antwortete er. "Wieso?"

    Die Gerudo deutete auf ein Tor hinter sich. "Wir haben hier ein Dojo, aber irgendwie hat keiner mehr Lust, zu trainieren. Deshalb haben wir die Teilnahmegebühr auch gesenkt. Wenn du willst, kannst du für zehn Rubine hinein. Außerdem haben wir drin auch einen Schatz versteckt, vielleicht findest du ihn ja."

    Salbeité war interessiert. Zehn Rubine war nicht viel und er konnte Training gut gebrauchen, denn Navi war nutzlos und bisher hatte er die ganze Arbeit machen müssen. Er stimmte zu und betrat das Dojo.


    Drinnen gab es mehrere Türen. Er entschied sich zuerst für die linke von ihnen, stand aber kurze Zeit später bereits vor einem Klotz, der ihm den Weg versperrte. Also machte er kehrt und ging durch die rechte Tür. Hier kam er ein wenig weiter. Es gab auch ein Planschbecken, das zur Abkühlung einlud, doch sobald er hineinstieg, wurde er von 800 Gegnern angegriffen und noch dazu lief ein Timer. Er schaffte es nur mit Müh und Not und ganz knapp alle Rubine einzusammeln, bis ihm auffiel, dass der Timer verschwand, wenn er das blaue Hemd anzog. Ups…


    In einem anderen Raum gab es eine Statue von vier Zyklopen, die sich im Kreis drehte. Salbeité wusste, dass er ihre Augen mit Pfeilen treffen musste, aber dummerweise hatte er seine Zielsicherheit auf dem Übungsplatz der Gerudo gelassen, denn er verfeuerte etwa 15 Pfeile, bis er endlich alle Augen nacheinander getroffen hatte. Gut, dass er einen großen Köcher hatte.


    Er kämpfte sich voran, bis er schließlich buchstäblich vor verschlossenen Türen stand, denn er hatte nicht genug kleine Schlüssel, um zum Schatz vorzudringen. Das machte aber nichts, er würde einfach später wiederkommen. So verließ er das Dojo wieder.


    Die Gerudo vor dem Gebäude musterte ihn ausdruckslos. "Und, hast du den Schatz bekommen?", fragte sie.

    "Nein", entgegnete Salbeité. "Aber ich weiß, wo er ist."

    "Schön für dich, aber du musst ihn schon selbst besorgen", erklärte die Gerudo.

    Salbeité schüttelte den Kopf. "Du sagtest vorher nur, ich muss ihn finden. Hab ich. Also gib ihn mir", argumentierte er.

    Die Gerudo starrte ihn an. "Das war so nicht gemeint." Sie klang genervt.

    Nach einigem Hin und Her wurde die Gerudo wütend und schickte ihn in die Wüste.


    In der Wüste war es ziemlich sandig. Noch dazu wehte ein Sturm, der den Sand geradewegs in Salbeités Gesicht beförderte. Salbeité wischte sich den Sand aus den Augen und versuchte, etwas zu erkennen. Da! Irgendwo vor ihm konnte er ein paar Fahnen im Wind erkennen. Da er sonst keine Anhaltspunkte hatte, bewegte er sich auf die Fahnen zu. Unterwegs fand er einen reisenden Teppichhändler, der sich offenbar auf seinem Teppich hierher verirrt hatte. Salbeité wollte einen Teppich kaufen, doch der Händler hatte nur noch einen übrig und brauchte ihn zum Reisen.


    Nach kurzer Zeit kam Salbeité an einem Gebäude an. Er war nicht sicher, wer es hier aufgestellt hatte - der Teppichmann vielleicht? Drinnen war er immerhin vor dem Sand sicher. Salbeité entschied, hier einzuziehen. Er vertrieb das Ungeziefer und zündete ein Licht an. Vielleicht konnte er den Teppichmann doch überreden, ihm seinen Teppich zu verkaufen, dann wäre es gleich viel gemütlicher. Im Tausch könnte er ihm Epona anbieten, die noch immer irgendwo beim Gerudo-Übungsplatz herumstand.


    Als Salbeité den Unterschlupf verließ, hörte er ein "Muh- äh, ich meine natürlich ‘buh'. Buuuuh!" Ohne Zweifel, in diesem Gebäude spukte es. Salbeité fand den Übeltäter auf dem Dach. Ein Geist hatte es sich hier bequem gemacht. Salbeité zückte seinen Bogen. Der Geist zuckte die Achseln. "Gib's auf, ich hab dich eben auf dem Übungsplatz schießen gesehen. Das wird nichts. Schuhu- ich meine, buhu!" Der Geist drehte sich im Kreis und flog dann davon. Das wollte Salbeité sich nicht gefallen lassen und er machte sich daran, den Geist zu verfolgen. Dieser flog eine Weile im Kreis, ehe er schließlich bei zwei Fahnen anhielt. "Hier geht es aus der Wüste. Los, geh schon, damit ich in Ruhe weiter herumspuken kann." Damit löste er sich in Luft auf.


    Der Geist war wohl freundlicher als gedacht. Er hatte Salbeité tatsächlich aus der Wüste geführt. Salbeité sah vor sich ein großes Gebäude - das musste die Geisterarena sein! Und da er das Sylph Scope™ besaß, sollte sie kein großes Problem für ihn darstellen.

    Salbeité machte sich direkt auf den Weg, doch unterwegs wurde er abgelenkt, weil er ein Loch in einer Wand fand. Die Fee darin umarmte ihn.


    Er fand auch ein Wasserbecken, das er mit der Hymne des Sturms auffüllen konnte, wodurch hier Feen erschienen. Diese umarmten ihn nicht. Zur Strafe füllte Salbeité sie in Flaschen. Direkt vor der Arena fand er das letzte Smartie-Loch, doch irgendwie hatte er in den sieben Jahren vergessen, wie man Smarties in den Boden pflanzte. Er würde also vorher noch einmal herkommen müssen.

    Er betrat die Arena, wurde jedoch schnell enttäuscht. Jemand hatte auch hier einen Klotz in den Weg gestellt. Es gab zwar noch einen anderen Weg, aber da passte er nicht hinein. Enttäuscht verließ er die Arena wieder und wurde prompt von Shiek überfallen.


    Hätte ich das Schiff aus dem Schattentempel behalten können,

    würde das mit dem Ruder vielleicht helfen.


    "Los, spiel mir nach!", rief Shiek und hatte auch schon seine Leier in der Hand.

    Salbeité stolperte fast über seine eigenen Füße, als er so schnell wie möglich sein Musikbrot herausfischte.

    Shiek zeigte sich zufrieden. "Das ist das Requiem der Geister. Damit kannst du dich immer hierher teleportieren und musst nicht mehr die Wüste durchqueren." Er nickte. "Und bevor du fragst - ein Requiem ist übrigens eine Totenmesse. Bye." Er verschwand.

    Salbeité behielt das Musikbrot gleich in der Hand. Nun konnte er schnell zwischen Geisterarena und anderen Orten hin und her reisen. Und er wusste auch schon, wo er zuerst hin wollte.


    Da ist sie ja wieder, meine Nemesis.


    Er spielte die Nocturne der Schatten.

    Verflixt nochmal!




    Challenges:

    ✓ falle während des Kampfes gegen Schattenmonster Bongo Bongo nicht von dessen Trommel, gewinne den Kampf ohne Gleitstiefel


    Statistik:

    Herzcontainer: 18

    Herzteile: 32

    Skulltulas: 76




    Fazit:

    Der Schattentempel wird nie mein liebster Dungeon werden. Ich finde ihn nicht so unangenehm wie Jabu Jabus Bauch, aber ich mag diese Deckengrabscher einfach überhaupt nicht und kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in dem Raum mit den Guillotinen, dem Echsalfos und den unsichtbaren Böden runtergefallen bin. Bongo-Bongo war dagegen überhaupt kein Problem, auch wenn die Eispfeile nun noch nutzloser werden - ich gehe gerne erst in die Wüste und dann erst in den Schattentempel, da die Eispfeile sehr effektiv gegen Bongo-Bongo sind. Aber natürlich kann man ihn auch ohne gut besiegen.


    Dass ich den Grund des Brunnens sehr gruselig finde, habe ich ja schon an anderer Stelle geschrieben. Insgesamt also ein eher unheimlicher Abschnitt im ZFZZ, hehe.


    Überrascht bin ich von mir selbst, dass ich den Schießplatz doch gemacht habe und nach nur vier Versuchen bereits beide Items hatte - ich weiß noch, dass ich bei meinem letzten Durchlauf eine kleine Ewigkeit lang verzweifelt bin. Ich bin eh schon eine Niete im Zielen und dann ist die Steuerung auf der Switch auch ziemlich blöd.


    Das klingt alles furchtbar negativ, aber ich hab weiterhin viel Spaß an dem Spiel, so ist es nicht. Übrigens finde ich super, dass man mittlerweile die Tastenbelegung ändern kann, so habe ich mir die C-Tasten auf den rechten Stick gelegt und finde das zumindest beim Okarina-Spielen etwas besser als die Standard-Einstellung, bei der man für C rechts zwei Tasten drücken muss.




    Na ja, wir bringen Anju das Hühnchen zurück und sie sagt Okay, hier, ich gebe dir ein anderes Hühnchen.

    Wenn du das so formulierst... ja, ergibt total Sinn^^"

    Allergischer Schock und Selbstdetonation Leichte Pustelbildung als Reaktion auf wiederholten, rücksichtslosen Stichwaffeneinsatz geringfügige Ruhestörung

    Die Betonung liegt auf "leicht", hehe.

    Ich finde es echt interessant, wie viel man dann doch immer wieder dazulernen kann, selbst wenn man ein Game schon zig Mal gespielt hat. Sei es durch andere Beiträge oder zufällige Entdeckungen

    Finde ich auch! Ich habe definitiv auch schon wieder viel Neues gelernt.

    Obwohl es so heiß in der Kammer war, spürte Darunia eine Kälte in sich, die seine Glieder taub werden ließ. Sollte das sein Ende sein?

    Ich frage mich manchmal, was mit den Weisen geschieht, nachdem sie verschwinden, v.a. da man z.B. Ruto und Darunia ja im Tempel nochmal wiedersieht. Ob sie die ganze Zeit da in der Halle der Weisen rumhocken müssen?

  • Abschnitt 3.1

    Konsole: Nintendo 3DS XL


    Wiedersehen im Eis


    Der Widerhall seiner Schritte war in der gesamten Höhle zu vernehmen und untermalten nur die Einsamkeit, die in das Reich der Zora eingezogen war; zusammen mit der schier unendlichen Kälte, die alles gefrieren ließ - selbst das Blut in den Adern. Shiek musste sich anstrengen, um nicht dem Zittern nachzugeben, welches seinen Körper erbeben lassen wollte.

    Traurig ließ Shiek den Blick schweifen. Die Zora waren gefangen unter einer dicken, nicht zu zerstörenden Eisschicht. Wie im Tanz erstarrt, schwebten sie im gefroren Wasser unter Shieks Füßen. Er seufzte. Das anmutige Wasservolk schien verloren. Fast, ermahnte sich der junge Shiekah und nahm eine Flasche aus seiner Tasche. Ein bläuliches Feuer pulsierte in ihrem Inneren. Shiek schritt andächtig die Stufen zum Thron empor. Der König saß an seinem angestammten Platz, ebenfalls erstarrt. Doch dieses Eis war von rötlicher Farbe, wie gefrorenes Blut. Magie ging von diesem Eis aus, das konnte Shiek spüren. Die Magie ließ seine Fingerspitzen kribbeln, seine Nackenhaare sich aufstellen. Gleichzeitig spürte er die Wärme des blauen Feuers. Ja, damit konnte er das rote Eis schmelzen. Doch es hatte ihn viel Mühe und Anstrengung gekostet, diese Flamme, ach was, eher ein Flämmchen, zu ergattern. Das blaue Feuer durfte nicht vergeudet werden. Also schritt der Shiekah am König vorbei, blieb kurz an seiner Seite stehen und entschuldigte sich. Dann schritt er weiter, folgte dem Gang in Richtung des Heiligtums von Lord Jabu-Jabu.

    Vom Schutzgott der Zora war nichts zu sehen, doch dafür fand Shiek, wonach er gesucht hatte. In rotem Eis erstarrt, stand Ruto, die Prinzessin der Zora hier. Ihre Haltung zeigte, dass sie im Begriff gewesen war, zu kämpfen. Und diesen Kampf würde sie fortsetzen können. Shiek schritt an ihre Seite und öffnete die Flasche.




    Ruto hatte den Wassertempel erreicht. Von hier kam die finstre Macht, die ihr Volk in eisigem Griff hielt. Das hatte sie gewusst und dennoch war sie zu spät gewesen. Shiek aber hatte ihr geholfen und nun hatte sie eine Chance. Sie würde ihr Volk retten! Mit rasendem Herzen betrat sie den Wassertempel...


    Noch nicht lange hatte sie sich umgesehen, da hatte Ruto plötzlich etwas ungewöhnliches gehört. Was war das? Er hörte sich an, als wenn Eisen immer wieder auf Stein schlagen würde. Verwundert blickte sie sich um und da bog auf einmal Link um die nächste Ecke. Sie hatte ihn sofort erkannt, ihren Verlobten. Das Herz schlug ihr so fest, sie fürchtete, es könne ihr aus der Brust springen. Er war gewachsen, wie sie. Und er trug das Zora-Gewand. Aber nicht irgendeins, sondern jenes, das sie selbst für ihn gefertigt hatte. Ihr Vater hatte es verwahrt. Also musste Link ihm geholfen haben. Welch frohe Kunde!

    "Link, mein Verlobter. Sieben Jahre ist es her. Nun stehst du, erneut in der Stunde der Not, vor mir, gekleidet in dem Gewand, das ich für dich gemacht habe. Es macht mich glücklich, dich zu sehen."

    "Ruto, mir fällt ein Stein vom Herzen, dass es dir gut geht."

    Die Zora-Prinzessin wurde fast sprachlos. Links Worte wärmten ihr die Brust und macht das Herz so leicht. Jetzt war sie sich sicher, dass alles gut gehen würde!


    Ruto und Link hatten sich getrennt, um einen Weg in die tiefste Kammer, dem Ursprung der finstren Kälte, zu finden. Tatsächlich hatte sie es bereits geschafft. Vor ihr lag ein tiefes Becken, gefüllt mit Wasser. Doch die Zora spürte sofort, dass etwas nicht stimmte. Das Wasser... es war von Mord und Bosheit zersetzt.

    "Komm heraus, du Scheusal!", rief Ruto und sogleich begann das Wasser zu sprudeln, als wäre es plötzlich erhitzt worden. Mehrere Wassersäulen stiegen empor, wirkten wie lebendige Tentakel. Und unter Wasser zischte ein rotes Etwas hin und her. Was war das? War dies das Monster, welches für das Eis im Zora-Reich verantwortlich war? Ruto konnte nicht weiter darüber nachdenken, als plötzlich einer der Wassertentakel vorschnellte, wie eine Peitsche gegen ihre Brust hieb und sie gegen die mit Dornen gespickten Mauern schleuderte. Die Dornen drangen schmerzhaft in Rutos Körper ein. Sie schrie auf, dann sackte sie zusammen. In dämmrigen Zustand bekam sie noch mit, wie sich der nächste Tentakel um ihre Beine schlang und sie zum Wasserbeckrn zog. Rutos letzter Gedanke galt Link, dann wurde es dunkel und fürchterlich kalt...




    Herausforderungen:

    Besiege Schatten-Link ohne Items, wie den Megaton-Hammer (Das war echt ein Gefummel, aber am Ende hat es geklappt!)




    Statistik:

    Herzcontainer: 12

    Herzteile: 13

    Skulltulas: 44

    Game Over: 0


    Ruhmeshalle Alola (Sonne Edition)


  • Abschnitt 3.2

    Konsole: Nintendo 3DS XL


    Gefahr aus den Schatten


    Henriette pfiff ein Liedchen und schlenderte mit ihrem Eimer die Stufen hinab, die aus Kakariko hinaus und zur Ebene hin führten. Da der Brunnen ausgetrocknet war, musste sie immer an den Zora-Fluss, um dort frisches Wasser zu schöpfen. Aber das war gar nicht mal schlimm. Seit all die Flüchtlinge aus Hyrule-Stadt und andernorts nach Kakariko gekommen waren, war das kleine Dörfchen stets überladen. Einen Grund zu haben, kurz aus dieser Überbevölkerung zu entschlüpfen, kam ihr nur recht. Also pfiff sie fröhlich und ging zum Ufer des Flusses.

    Henriette ließ sich Zeit, zog sogar kurz die Schuhe aus und hielt die blanken Füße in den kühlen Strom. Ein wohliger Schauer lief ihr über den Rücken. Fast konnte man all das Leid ertragen, dass seit sieben Jahren das Land überzog und kaum abzuklingen vermochte. Andererseits, Henriette blickte hoch zum Todesberg, gab es Anzeichen dafür, dass eine Besserung aufkommen konnte. Gerüchte, dass aus manchen Ecken Hyrules das Böse vertrieben wurde. Henriette hoffte sehr, dass es nicht nur bloßes Geschwätz war.


    Schließlich hatte sich Henriette zu viel Zeit gelassen! Ihren Gedanken am Fluss nachhängend, setzte bereits allmählich die Dämmerung ein. Sie sputete sich, so wie es ihr mit dem vollen Eimer möglich war. Als sie den Fuss der Treppe erreichte, sah sie dort eine wunderschöne, braune Stute grasen. Das Reittier sah sie mit sanften, klugen Augen an. Wem dieses wunderschöne Pferd wohl gehörte?

    Henriette eilte die Stufen hinauf. Dabei bemerkte sie, dass ihr ein merkwürdiger Geruch in die Nase stieg. Es roch nach Rauch. Aber es war doch kein Feuer geplant, oder? Als sie oben ankam, traf sie der blanke Schrecken. Kakariko stand in Flammen! Mehr noch, ein Schatten hetzte über die Dächer, kroch über den Boden, huschte über die Bergflanken. Was war das? Suchte die Finsternis nun auch diesen Ort heim? Am Brunnen sah sie zwei Gestalten. Der eine war der grüngewandete Hylianer, den sie nun schon öfter gesehen hatte. Der andere trug eng anliegende blaue Kleidung. Gerade wurde er in die Höhe gerissen und herumgewirbelt, als läge er in der Hand eines unsichtbaren Riesens. Welch Teufelei war dies?! Dann wurde der Mann weggeschleudert, prallte auf den Boden und kam schlittern vor ihren Füßen zum liegen. Erschrocken ließ Henriette den Eimer fallen und duckte sich hinter einer Hauswand. Die Angst raubte ihr den Atem, jeglichen Funken klaren Verstandes. Sie schlug die Hände über den Kopf und rief die Götter an, der Alptraum möge aufhören.

    Dann wurde es plötzlich still.

    Henriette kam aus ihrem Versteck heraus und sah, wie der grüne Hylianer dem anderen Mann auf die Füße half. Sie sprachen über ein Schattenmonster, über die Dorfgründerin Impa und... dem Schattentempel? Was sollte das sein? Dann gingen die beiden geradewegs zum Friedhof. Henriette blieb zurück, verängstigt und verwirrt...




    Statistik:

    Herzcontainer: 12

    Herzteile: 13

    Skulltulas: 46

    Game Over: 0




    Anmerkungen:

    Boi, ich hatte vergessen, dass man das Auge der Wahrheit nicht automatisch auf dem Weg erhält, sondern auch noch aktiv suchen muss. Nachdem ich also in Kakariko der geniale Zwischensequenz rund um den Schatten beigewohnt hatte, ging es im Anschluss zurück in die Vergangenheit, um das Auge zu suchen. Heidewitzka habe ich da geflucht. Dieser Mini-Dungeon hat mich Nerven gekostet. Habe richtig gemerkt, dass es einfach 15 Jahre her ist, dass ich das Spiel zuletzt in der Hand hatte. Es ist nicht mehr alles so präsent, hihi.

    Dafür komme ich mit den Skultullas gut voran. So habe ich zuletzt den fetten Rubinbeutel geholt.


    Nächster Halt dann aber Schattentempel!


    Ruhmeshalle Alola (Sonne Edition)