Lon Lon Farm

  • Tanea setzte sich an den Frühstückstisch zu den übrigen Gästen. Sie hatte sich mit der Anzahl der Personen im Raum vertan, es waren weit mehr als nur zwei Personen in der Küche. Höflich begrüßte sie einen älteren, etwas dicklicheren Herren, von dem sie annahm, dass es der Landwirt war und sagte ihm ihren Dank für die Übernachtung und die Köstlichkeiten, die am Tisch standen. Ihre noch etwas feuchten Kleider klebten an ihrem Körper, sie hätte ein Feuer machen und die Kleider trocknen sollen, doch die gestrige Nacht hatte sie sehr verwirrt. Als Luto ebenfalls den Raum betrat und sich setzte, blickte sie ihn an. Er wirkte unbeholfen, wie ein schüchterner Schuljunge an seinem ersten Schultag in einer fremden Klasse.


    Was er wohl denken mag? Wenigstens nimmt er die letzte Nacht nicht so auf die leichte Schulter wie ihre gemeinsame Nacht vor einigen Jahren. Es scheint ihn wirklich zu beschäftigen. Oder war er einfach nur ein guter Schauspieler? Die Schweißperlen, die ihm auf der Stirn stehen, wirken jedoch echt. Ich muss ihn im Auge behalten, Leute wie er sind Sand zwischen den Fingern.


    Auf einmal wurde sie von Malon angesprochen, geistesabwesend antwortete sie, war jedoch in Gedanken immer noch bei Luto. Sie wurde von Malon in einen kleinen Waschraum gezerrt, gemeinsam mit einer weiteren Gerudo. Erst jetzt fiel ihr auf, dass noch eine zweite Gerudo am Frühstückstisch saß. Nicht ungewöhnlich für diesen Teil des Landes, vielleicht ein Zufall? Das konnte niemand wissen. Seit die Welt sich weiterbewegt hat, nachdem Ganon besiegt wurde, nahm das Schicksal seltsame Wendungen und spielte nach eigenen Regeln.


    Ehe sie es sich versah, stand sie der anderen Gerudo schon nackt gegenüber. Es schien sie mehr zu stören, entblößt vor einem anderen Menschen zu stehen, als Tanea. Es ist mir immer eine Freude so weit weg von zu Hause eine Gerudo zu sehen. Mein Name ist Tanea, ich wünsche euch lange Tage und angenehme Nächte. Sie streckte der Frau, die kaum älter zu sein schien, als sie selbst, die Hand hin. Die andere Gerudo, welche mit beiden Händen ihre Scham bedeckte, nahm vorsichtig mit der rechten Hand, die ihre Brüste bedeckte, Taneas Hand, zog sie aber im selben Augenblick wieder zurück. Ich heiße Lucinda sagte die Gerudo knapp. Sie war wohl nicht sehr gesprächig. Sie war nicht Teil von Taneas Geschäft hier in Hyrule, darum wollte sie Lucinda nicht weiter mit Fragen durchlöchern. Sie würde ihre Gründe haben, hier zu sein, so wie sie ihre Gründe hatte, die sie nicht jedem auf die Nase binden wollte.


    Malon kehrte zurück mit zwei schneeweißen Kleidern und reichte sie den Beiden. Hier, nehmt diese Kleider. Sie gehören mir, doch wenn ich euch beide so anschaue, werden sie euch wohl passen. Jedoch werden sie an einigen Stellen wohl etwas zu weit sein. Während sie das sagte, wanderte ihr Blick über die schmale Hüfte der beiden Gerudos. Malon war bestimmt keine feiste Bäuerin, dennoch hatte sie weiblichere Rundungen, als die beiden Gerudos.


    Tanea zog das Kleid über, der Stoff fühlte sich schön auf ihrer Haut an, und gab die noch feuchten Kleider an Malon, welche diese sogleich auf einer Wäscheleine aufhängte. Behaltet die Kleider, bis die Euren getrocknet sind. sagte sie und wandte sich um, während sie den Gerudos deutete, ihr zu folgen. Das Kleid fühlte sich gut an und roch nach Rosen und Veilchen. Es war ein schöner Duft, auch, wenn Tanea ihn etwas zu abgedroschen und intensiv empfand. Sie hätte den Geruch der Wüstenlilie bevorzugt.


    Als sie wieder in die Küche zurückkamen, staunten die Anwesenden nicht schlecht. Sie mussten einen wahrlich schönen Anblick bieten, denn selbst Luto stand der Mund offen und das war nicht gespielt, soviel konnte Tanea aus seinem Blick herauslesen. Ihm fiel fast die Gabel aus der Hand. Sie blickte an sich herab, war sie wirklich so schön anzusehen? Es war wohl das erste Mal, dass sie ein derartiges Kleid trug. Das Kleid war nicht unbequem aber auf Grund der vielen Rüschen und weil es zu weit war weder für den Kampf noch für die Flucht geeignet. Sie entschloss sich aber, es anstandshalber ein wenig zu tragen, zumindest, bis ihre Kleidung halbwegs trocken war.


    Auf einmal stand Luto auf und verließ stolpernd den Raum. Was führt er nun wieder im Schild. Ich werde ihm wohl einmal nachgehen. Doch bevor sie aufstehen konnte, war Malon ihm schon gefolgt und Tanea blieb sitzen. Sie aß zögerlich weiter, war aber nicht in der Lage, das köstliche Frühstück zu genießen, sie musste immer an Luto denken. Plötzlich kam Malon zurück ins Zimmer und teilte ihnen mit, dass Luto wie vom Erdboden verschluckt war. Warum wundert mich das nicht?


    Hastig eilte Tanea in den Waschraum. Sie musste sich ihre Kleidung wieder anziehen, mit diesem Kleid war sie in ihrer Bewegung viel zu eingeschränkt. Schnell war sie umgezogen und hastete in ihr Zimmer. Dort holte sie noch ihren Dolch, den sie in die dafür vorgesehene Halterung steckte, wo er verborgen war. Sie eilte nach unten, wo die übrigen Leute schon fieberhaft nach ihm suchten. Es gibt nur einen Ausgang dachte Tanea und eilte zur steinernen Treppe, über die sie einen Tag zuvor nach oben gegangen war, bevor es zu regnen begann. Sie konnte gerade noch sehen, wie Luto auf seinem Pferd sitzend versuchte, durch den morastigen Boden zu entkommen. Was hatte dieser Sohn eines Gibdos nur vor? Sie hastete ihm leichten Schrittes nach, machte immer wieder trockenere Stellen am Boden aus, wo sie nicht versank und konnte Luto schnell einholen. Sie griff nach ihrem Dolch, bereit, ihn einzusetzen, wenn sie musste und sprang mit einem Satz nach vorn, gleich würde sie Luto erreicht haben. So schnell würde er ihr nicht entkommen. Dieses Mal nicht.

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    #81: Jumbo Schreiner



    "Was ist das? Ein Festmahl für Ameisen?"

  • Lucinda war hungriger, als sie gedacht hatte. Sie war bereits dabei, ihr drittes Brot zu verspeisen, so gut hatte sie schon lange nicht mehr gegessen. Immer noch den seltsamen Mann in der Küche beobachtend, öffnete sich die Tür und eine Frau trat herein. Sie hatte ihre roten Haare zu einem Zopf zusammengebunden und trug die typische Kleidung einer Gerudo, es konnte sich nur um eine handeln. Sie war also nicht die einzigste ihre Rasse an diesem Tisch, dieser Gedanke beruhigte sie etwas. Sie setzte sich an den Tisch, musterte Lucinda und widmete sich anschließend auch dem Essen. Sie selbst schenkte ihr keine weitere Beachtung. Kurz darauf betrat noch eine Person dein Raum, ein jüngerer Mann. Er stellte sich ihr mit dem Namen Silex vor, sie versuchte höflich zu bleiben und nicht ihre angespannten Nerven raushängen zu lassen. Als sie ihr Brot schließlich auf aß, betrat eine weitere Person den Raum, ein Mann mit kupferrotem Haar. Sie wunderte sich, weshalb hier so viele Menschen waren, dies hatte sie nicht erwartet. "Für meinen Geschmack halten sich hier ein paar zu viele Männer auf." Er setzte sich zu ihnen an den Tisch und hatte scheinbar nur Augen für die andere Gerudo. "Hier sind zu viele Menschen, wie soll ich so meinen Auftrag ausführen?"


    Eine junge Frau betrat den Raum, sie hatte Milch mitgebracht. Als sie diese abstellte betrachtete sie kritisch die beiden Gerudos. "Ihr kommt jetzt mit mir, ihr braucht neue Klamotten, in dieser nassen Kleidung holt ihr euch noch den Tod." Die andere Gerudo lehnte dankend ab doch sie packte Lucinda und sie einfach und schleifte sie hinter sich her. Sie hatte also keine andere Wahl, als sich vor ihr nackt zu entblößen. Ihr war dabei überhaupt nicht wohl, im Gegenteil es war ihr furchtbar peinlich. Mit dem einen Arm deckte sie ihre Brüste ab, mit der anderen ihre intimen Stellen. Der Frau ihr gegenüber schien es nichts auszumachen, sie schien stolz auf ihren Körper zu sein. Die Frau stellte sich ihr als Tanea vor und wollte ihre Hand schütteln. Um nicht unhöflich zu wirken nahm sie vorsichtig ihre Hand von der Brust und erwiderte ihre Geste. So schnell wie möglich bedeckte sie ihre Brust erneut. Kurz darauf erschien die Bäuerin erneut, sie hatte sie mit dem Namen Malon in Erinnerung, und hielt ihnen frische trockene Klamotten hin. Sie waren schneeweiß, jedoch etwas weit, das störte sie jedoch nicht weiter. Zudem gab es noch ein goldenes Halstuch dazu, der Stoff war weich und angenehm. Ein strenger Rosenduft erfüllte den Raum, sie kam von der Kleidung. Es war angenehm endlich wieder trockene Kleidung tragen zu dürfen. Malon machte ein Zeichen, dass sie ihnen erneut folgen sollten. Im Speiseraum angekommen, verhielt sich der Mann mit dem rostroten Haar sehr fragwürdig. Er hielt ein Stück Käse in die Luft und behauptete es sein Wurst. Kurz darauf fingen alle an laut zu lachen, selbst Lucinda konnte sich ein schmunzeln nicht verkneifen. Doch kurze Zeit später rannte er nervös nach draußen. Als Malon ihn suchen wollte, war er nirgends zu finden. Aufgebracht rannte Tanea nach draußen. Die anderen wollten ihn suchen gehen. "Ich komme mit" entgegnete Lucinda schnell. Die anderen nickten und sie ging hinterher. "Die perfekte Gelegenheit, nach dem Juwel zu suchen." Draußen angekommen beachtete sie die anderen nicht, sie ging gezielt auf die abgebrannte Scheune zu. Darin herumwühlend suchte sie alles nach dem Klunker ab, doch konnte ihn nicht finden. "Oh nein! Ist er etwa in den anderen Scheunen?" Unbemerkt versuchte sie sich in eine der anderen Scheunen zu schleichen. Sie war schon fast drin, als der Mann mit Augenklappe sie davon abhielt. "Was willst du denn in der Scheune? Luto ist dort vorne!" Jetzt saß Lucinda endgültig in der Klemme.

  • Luto brauchte nicht lange, um seine Habseligkeiten zusammenzuklauben - viele hatte er ja nicht mehr. Nachdem er alles Wichtige verstaut hatte, darunter auch die Kristallvase, warf er sich die Tasche um den Hals, öffnete das Fenster und kletterte wieder hinaus. Die Eingangstür zu benutzen war zu riskant, sie war von der Küche aus gewiss zu hören. Draußen angekommen schloss Luto das Fenster wieder, so gut es ging; er wollte vermeiden, dass ein verräterischer Luftzug oder dergleichen ihn zu früh verriet. Er sah sich einen Moment lang um und hastete dann zur anderen Seite der Koppel, wo er sein Pferd erspäht hatte.


    Bukephiron stand bei einigen anderen Pferden und graste Kopf an Kopf mit einer braunen Stute mit weißen Flecken. Luto ging zu ihm, streichte ihm über den Hals und hob seinen Kopf zu sich.
    "Na, Alter, alles klar? Wir werden jetzt abhauen. Nur du und ich." Er tätschelte den Hengst noch etwas und versuchte, den Schmerz über den Verlust seines Wagens zurückzudrängen. Mit einem wehmütigen Blick sah er hinüber zu den traurigen Überresten der Scheune, wo sein Hab und Gut in Flammen aufgegangen war. Er kniff jedoch die Augen zusammen, als ihm etwas Seltsames ins Auge fiel. Im ersten Augenblick erkannte Luto nicht, was ihn irritierte; dann bemerkte er, dass sich über der Scheune die grauen Regenwolken spiralförmig zusammenzogen wie Wasser, das sich in einen Strudel dreht. Zunächst war es nur langsam und ganz sacht; dann jedoch wurde der Wirbel schneller und dichter und die Wolken an dieser Stelle dunkler. Als sie nahezu schwarz waren, drängte aus dem Zentrum des Wirbels plötzlich eine dunkle Rauchsäule hinaus und setzte... etwas auf dem Boden ab. So sehr er sich auch anstrengte, Luto konnte nicht erkennen, was da auf dem Boden gelandet war; eine Wolke von dunklen Nebel verdeckte an dieser Stelle die Sicht.
    "Was ist das?", flüsterte er zu sich selbst und zog an Bukephirons Zügeln, um das Pferd mit sich zu ziehen. Wäre es schneller gegangen, hätte er sich gleich in den Sattel geschwungen und die Distanz zur Scheune auf dem Pferd überquert, doch der Boden war noch so schlammig, dass dies eher ein halsbrecherisches Manöver zu sein schien. Schweren Schrittes zog er den Hengst hinter sich her, bis sie fast auf Höhe des Wohnhauses waren. Was er von dort aus beim Stall sah, jagte ihm einen Schauer über den Rücken.
    Eine schwarze Gestalt, deren Umriss sich wie flüssiger Rauch zu verformen schien, stand über den abgebrannten Ruinen und blickte umher. Nach wenigen Sekunden beugte sie sich vornüber in einer Bewegung, die Luto an die Geschmeidigkeit einer Schlange erinnerte; kein Mensch konnte sich auf diese Art bewegen. Auch davon abgesehen wirkte die Erscheinung ausgesprochen unnatürlich auf eine Art und Weise, die Luto nicht in Worte fassen konnte. Eine Kralle aus Rauch wurde ausgestreckt zu einem auf dem Boden liegenden, quadratischen Stein, der halb im Boden versunken war; ohne den schlammig aufgeweichten Boden wäre er wohl komplett unter der Erde verborgen gewesen.
    Im nächsten Augenblick blendete ein Lichtblitz Luto, sodass er reflexartig die Augen schloss und den Kopf wegdrehte; im selben Augenblick hörte er ein lautes Knacken. Als er wieder hinsah, den Blick von tanzenden Lichtflecken getrübt, erkannte er, dass der Stein gespalten war und aus seiner Mitte ein grünlicher Schimmer hervorglühte. Die Rauchkralle verharrte noch kurz über dem Lichtschein, dann gab es einen weiteren Blitz und Luto zuckte zusammen, als er eine Art stummen Schrei wahrzunehmen glaubte, der jedoch nicht mit den Ohren vernehmbar war.
    Ein einzelner, weißglühender Faden, der aus purer Energie geschmiedet zu sein schien, schoss aus der Mitte des Steins hervor in die Luft und die Rauchgestalt fasste danach, erst mit zwei, drei, dann vier spindeldürren, langen Armen, bekam den Faden aber nicht zu fassen. Der drehte sich immer höher, aus der Reichweite der seltsamen Figur hinaus; doch dann begann er zu flackern und das Glühen ließ rapide nach. Luto sah noch, wie sich der Faden einmal um sich selbst drehte, und dann auf ihn zuflog. Er riss instinktiv die Hände vor sein Gesicht, dennoch wurde er einen Sekundenbruchteil später zu Boden geworfen und für einen Augenblick schien sein Körper in Flammen zu stehen. Das Ganze geschah so schnell, dass er nicht einmal schreien konnte, dann war es auch schon wieder vorbei. Stöhnend rappelte er sich auf und erkannte, dass die Schattenkreatur einen glitzernden, grünen Stein in den Händen hielt. Eine Stimme wie Eiswasser zischte durch die Luft, von deren Klang Luto eine Gänsehaut bekam.
    "Endlich. Das Erdjuwel."
    Einige Herzschläge lang stand Luto da und starrte die Kreatur an, unfähig, sich zu regen. Dann hörte er eine flüsternde Stimme in seinem Innern.
    Lass nicht zu, dass er es bekommt! Nimm es dir, rasch!
    Luto handelte wie auf Kommando, ohne nachzudenken, und die Worte kamen aus seinem Mund, ohne dass er sie stoppen konnte.
    "Hey, du! Gib das her!"
    Erst jetzt schien die schattenhafte Kreatur Notiz von ihm zu nehmen und drehte seinen Kopf langsam zu Luto. Er merkte, dass das Ding ihn anstarrte, obwohl er in der Schwärze seiner Gestalt weder Gesicht noch Augen ausmachen konnte.
    Vorsicht!
    Ein dritter Lichtblitz und Luto wurde wieder zu Boden geworfen, härter diesmal, sodass er einige Augenblicke lang am Boden liegen blieb, während sich alles um ihn drehte. Voller Schlamm und ächzend vor Schmerzen richtete er sich wieder auf und sah, wie die Kreatur sich in einem Wirbel aus Rauch um sich selbst drehte und Richtung Ausgang der Farm verschwand.
    Er darf nicht entwischen!, hallte die Stimme alarmiert in seinem Kopf und wieder reagierte Luto, ohne sich dessen bewusst zu sein. Er schwang sich auf Bukephiron und ließ das Pferd antraben, Richtung Ausgang. Er konnte nicht erklären, was geschehen war, aber er wusste, dass die Stimme, die zu ihm sprach, Recht hatte. Er musste verhindern, dass die Gestalt entkam.
    Während Bukephiron sich durch den Morast kämpfte und ständig auszurutschen drohte, konnte Luto erkennen, wie knapp außerhalb der Farmmauern die Wolken wieder einen Wirbel zu bilden anfingen. Plötzlich hörte er Geräusche hinter sich und drehte sich kurz herum. Die anderen hatten das Wohnhaus verlassen und begannen, ihm zu folgen; er wusste, dass das Schauspiel vom Wohnhaus aus nicht zu sehen gewesen war und sie glauben mussten, er würde überstürzt flüchten, doch er konnte im Augenblick keine Rücksicht auf sie nehmen und auch nicht erklären, was vor sich ging, also gab er seinem Pferd die Sporen und ließ Bukephiron noch schneller ausschreiten. Die Kreatur aus Rauch war um die Ecke einer steinernen Mauer geglitten und für die anderen nicht sichtbar; schon drehte sich wieder eine Rauchsäule gen Erboden, um die Gestalt, die sie zuvor abgesetzt hatte, wieder aufzunehmen. Es blieben nur noch wenige Sekunden Zeit. Ein letztes Mal harkte Luto seine Fersen so brutal in die Seiten des Pferdes, dass es erschrocken lossprang und endlich aus dem Schlamm freikam. Einen Herzschlag lang meinte Luto, es geschafft zu haben, dass sich Bukephiron freigesprengt hatte und nun ordentlich losgaloppieren konnte. Doch im nächsten Moment wurde er brutal am Kragen gepackt und mit der Macht eines Peitschenhiebs vom Rücken des Pferdes gerissen, woraufhin der Hengst sich aufbäumte und erschrocken wieherte.
    Zum dritten Mal in wenigen Minuten schlug Luto hart auf dem nassen Boden auf und der Aufprall trieb ihm die Luft aus dem Rippen, dass ihm Tränen in die Augen schossen. Tanea kniete über ihm und funkelte ihn zornig an, den Dolch zwischen ihre beiden Gesichter erhoben. Doch Luto hatte seinen Blick hinter sie gerichtet und beobachtete nun, wie die Rauchsäule sich wieder in die Wolken hochschraubte und schließlich verschwand. Es war zu spät, die Gestalt war entkommen.
    Auf einmal schienen seine vorigen Sorgen, wegen derer er hatte aufbrechen wollen, weit entfernt und bedeutungslos zu sein; dass er die Kreatur nicht hatte aufhalten können, war das Einzige, was zählte. Kalt blickte er in Taneas Augen und fragte trotzig: "Wirst du mich jetzt töten?"
    Nein, wird sie nicht, antwortete die Stimme in seinem Inneren leise.
    Woher weißt du das?, dachte Luto, ohne die Worte auszusprechen.
    Weil die Gabe, die Wahrheit zu sehen, uns Lichtgeistern gegeben ist.

  • Luto schlug hart auf dem Boden auf, wäre dieser nicht durch den vielen Regen aufgeweicht, hätte er sich durchaus einige Knochen brechen können, doch so wurde der Aufprall vom nassen Gras und dem Morast abgebremst. Tanea drehte Luto herum und kniete auf seine Oberarme, damit dieser unfähig war, sich zu wehren. Sie drückte ihm ihre Oberschenkel gegen die Seite seiner Brust und lehnte sich nach vorne, um das Gleichgewicht zu halten, Luto hingegen machte keine Anstalten, sich zu wehren. Er war wohl zu überrascht, um irgendetwas sagen zu können.


    Tanea ergriff ihren Dolch, den sie beinahe lose in den Saum ihrer Hose gesteckt hatte. Kurz hatte sie befürchtet, dass sie ihn verlieren würde, doch musste sie das Risiko eingehen. Er befand sich noch an der Stelle, an der sie ihn gesteckt hatte. Sie zog ihn hervor und hielt ihn Luto an den Hals. Die weiche Haut unterhalb seiner Kehle wurde von der Klinge zu einer langen Falte gedrückt. Nur eine Handbewegung würde nun reichen, um den dünnen Faden, an dem Lutos Leben hing, zu durchtrennen. Eiskalt sah Tanea ihm in die Augen. Es war, als würden wilde Flammen in ihren Augen tanzen, anstatt ihrer Pupillen. Für den Bruchteil einer Sekunde meinte Luto, dass er Mordlust in ihren Augen erkennen konnte und dachte, dass es um ihn geschehen sei. Doch von einem Augenblick auf den Anderen veränderte sich sein Blick, Luto wirkte Geistesabwesend und seltsam ruhig. Er wirkte, als hätte er sich mit allem, was kommen würde, abgefunden. Er wirkte erleichtert. Lass ihn am Leben hörte Tanea plötzlich eine Stimme, die sich in ihrem Kopf manifestierte und anhörte, als würde jemand in eine Höhle hineinrufen. Sie war überrascht und hielt inne. Ungläubig neigte sie den Kopf, doch die Stimme schien nicht von einem der herannahenden Personen zu kommen, die Stimme kam aus ihrem Kopf. Töte ihn nicht. hallte die tonlose Stimme. Tanea holte aus und schlug ihm mit dem Griff des Dolchs hart gegen die Schläfe.


    Die dünne Haut platzte auf und Blut ergoss sich in dünnen Rinnsalen über seine Wange. Der Schlag war für Tanea befriedigend und erlösend gleichermaßen. Die Wut, die sich in ihr aufgestaut hatte, hat sich mit einem Mal entladen und Luto würde nun die Kopfschmerzen seines Lebens haben. Tanea strich ihm mit ihrer Flachen hand über die Wange, er zuckte zusammen, noch einen Schlag erwartend, aber nichts dergleichen geschah. Tanea ließ ihren Dolch nah an seinem Gesicht vorbeigleiten und steckte ihn ins weiche Gras, neben Lutos Kopf. Lutos Wange färbte sich nun rot, Tanea griff mit ihrer rechten Hand an den linken Ärmel und riss gekonnt einen dünnen Stofffetzen ab. Sie wickelte ihn zweimal um Lutos Kopf und verknotete die Enden, wobei sie den Knoten direkt auf der Wunde machte. Als sie zuzog, stieß Luto einen lauten Schrei aus.


    Tanea tätschelte seine Wange und küsste den überraschten Rothaarigen auf den Mund, während sie von ihm herunterstieg. Sie blickte ihm tief in die Augen. Nun kannst du gehen, wohin dich deine Beine tragen. Ich wünsche dir nur, dass die nächste Gespielin ebenso viel Nachsicht hat und deinen hübschen Kopf auf deinen schmalen Schultern lässt.


    Tanea stand auf und ging ein paar Schritte zurück, während hinter ihr die restlichen Abenteurer auf Luto zurannten. Die Stimme sagte nichts mehr. Gab es überhaupt eine Stimme in ihrem Kopf, oder war es nur Taneas Einbildung, ihr Gewissen, das sie davon abhielt, Luto den Dolch in seinen Hals zu rammen.

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    "Was ist das? Ein Festmahl für Ameisen?"

  • Tanea kam als erster bei Luto an und riss ihn mit einen Sprung nach unten und hielt ihn am Boden gefangen. Das Pferd bäumte sich Kurz darauf ertönte von Luto ein Schrei. Was machte diese Gerudo mit ihm? Er rannte nun noch schneller, was fast eine Sache der Unmöglichkeit war, Silex musste jetzt schon extrem aufpassen das es ihn nicht in den Dreck schlug. Als er endlich bei den anderen angekommen war schien für ihn eine Ewigkeit vergangen zu sein, obwohl nur eine kurze Zeit verstrichen war. Tanea wich ein paar Schritte zurück und Silex kam schlitternd vor Luto zum stehen. Dieser hatte einen Stoffstreifen um den Kopf durch den Blut sickerte. Der Rothaarige Hylianer schien nicht besonders viel Glück zu haben, aber diesmal war er nicht in Ohnmacht gefallen, wie ein schmerzvolles stöhnen bestätigte.
    Silex half erstmal Luto wieder auf die Beine und führte ihn aus den Matsch zu einer Hausmauer hin Er wollte ihn zwar noch zur Rede stellen, aber das musste auch nicht im Matsch sein. Außerdem konnte Silex sich denken das er sowieso mit dieser Kopfverletzung kaum in der Lage war über etwas genauer Nachzudenken. Silex machte Stattdessen erst den Verband vorsichtig auf, da es mit dem Knoten über der Wunde alles andere als angenehm sein musste. Unter dem Verband kam eine Platzwunde zum Vorschein sie war nicht zu klein um wirklich Lebensbedrohlich zu sein, jedoch groß genug um Luto Kopfschmerzen zu bereiten die er Wahrscheinlich nie Vergessen würde.
    Silex tupfte das Blut erstmal von seinen Gesicht ab, und Band den Streifen erneut herum. Als der Verband nun richtig saß schien auch Luto wieder einigermaßen wieder seine Außenwelt zu registrieren und sah Silex an. Dieser konnte seinen Blick nicht genau deuten, er wusste ja nicht mal ob er ihn richtig ansah. Silex wandte seinen Blick ab und ging erstmal, ohne ein Wort an Luto zu verlieren, weg. "Ich sammle erstmal das Pferd wieder ein und beruhige mal die anderen Tiere" meinte Silex ziemlich nüchtern. Selten schaffte es jemand seine Laune zu verderben, außerdem machte es ihn ziemlich fertig das Luto einfach so abhauen wollte. Ja sie kannten sich zwar noch nicht so lange, aber Silex dachte das, das Erlebte mindestens schon so viel Vertrauen brachte das man nicht gleich davonrannte. Vielleicht bin ich einfach zu Naiv.
    Er ging auf eine Gruppe Kühe zu die Wachsam ein Auge auf ihn gerichtet hatten, als ob er der Metzger währe.
    Was ich von Tanea halten soll, weis ich auch nicht sie kommt mir Zwielichtiger vor als eine verregnete Vollmondnacht.
    Nach ein paar freundlichen Worten von Silex' Seite, suchten sich das Vieh schon wieder was zum Fressen. Bei dem Restlichen Kühen und Pferden kam er mit der selben Taktik sehr gut Voran.
    Ach verdammt irgendwas geht hier vor sich und mir gefällt es garnicht das ich im Schwarzem stehe und von nichts eine Ahnung habe.
    Nun kam Silex zu Bukephiron, das einzige Tier das sich nicht von ihm beruhigen lies. Es scharrte nervös mit den Hufen und schaute abwechselnd von Silex zu Luto. Er seufzte resigniert und gab das Nachdenken Vorerst auf. "He Bukephiron, ich weiß das du ein sehr Intelligentes Tier bist das sich nicht durch irgendwelche dahingelaberten Worte beruhigen lässt" Fing er an mit dem Tier zu Reden. Das Pferd spitzte die Ohren und sah nun ihn an. "Na siehst du so kann man sich doch schon viel besser Unterhalten, Luto hat nur eine Platzwunde die schon den Umständen gegeben Versorgt wurde, oder denkst du Wirklich das er so schnell vor die Hunde geht" Bukephiron war noch nicht zur gänze überzeugt. "Und du weißt genau, warum ich ihn dort erstmal stehen lassen habe" Bukephiron schüttelte seinen Kopf und Silex tätschelte sein weiches warmes Fell. "So nachdem du nun keine Tiere mehr in Panik versetzt, habe ich noch etwas mit deinen Freund zu bereden"
    Als Silex wieder zu den Anderen kam war auch schon Malon draußen sie musste noch von der Tür aus gesehen haben das sich Luto verletzt hatte, denn sie hatte eine Salbe und einen richtigen Verband in der Hand und inspizierte auch Lutos Wunde.
    Er würde einfach einen passenden Moment abwarten müssen um seine Antworten zu bekommen.

    I sleep very very well in my quitsching bettgestell but today in dieser Nacht, is that scheißding zamgekracht.
    I hope that dir not passiert and my english better wird.

  • Lucinda stand wie versteinert im Tor zu einer Scheune und sah ihn an. "Wohin du willst, habe ich dich gefragt!" "Ich, äh.. Also ich.." Sie gab sich einen Ruck und fing an zu rennen. Sie rannte um die Scheune herum, in der Hoffnung Najwu würde ihr nicht hinterherkommen und sie verlieren. Najwu warf einen Blick zu den anderen, die sich um Luto versammelt haben. Verdammte Axt. Die kommen auch ohne mich klar. Na warte, ich krieg dich. Najwu hatte einen eindeutigen Vorteil, denn er kannte den gesamten Hof so gut wie seine Westentasche. Er rannte auf die Scheune zu, hechtete sich auf einen Querbalken über dem Tor, und sprang auf das Dach. Das rutschige Holz was Fluch und Segen zugleich, denn obwohl er fast vom Dach gefallen war, konnte in der Mitte schnell sprinten und die letzten Meter rutschen, sodass er sich eine Sekunde auf seine nächste Bewegung vorbereiten konnte. Die denkt wohl, sie wäre schneller. Najwu sprang vom Dach, rollte sich auf dem Boden ab und sah sich um. Er konnte gerade noch einen Blick ihres Schuhes erhaschen, ehe er Verschwand. Najwu schlich sich zur nächsten Scheune, in der sich die Kriegerin befand. Am Tor angekommen, war er so ruhig wie möglich, und versuchte, keine Bewegung zu früh oder zu spät zu machen. Er lehnte an der Wand an, hechtete nach rechts und wiederholte die Bewegung sofort. Mit einer raschen Bewegung zog er seinen Dolch, packte die Lucinda an ihrem Arm, damit sie nicht ihren eigenen zücken konnte, und hielt ihr den Dolch an die Kehle. Er fragte sich kurz, ob sie auch in diesem Kleid, das sie erst vor ein paar Minuten bekam, einen Dolch versteckt hat.


    "Ich wusste doch von Anfang, was du im Schilde hast, du miese Diebin. Ich kenne die Bauern hier und werde alles daran setzten, damit du ihnen nichts entwendest." Er hielt ihren Arm noch fester, die Wut stieg in ihm Hoch. Ihm fiel auf, dass diese Salbe, die Malon ihm gab, wirklich bereits Wirkung zeigte. Najwu konnte seinen Arm bereits wieder bewegen, zwar tat es ihm noch weh, jedoch konnte er wenigstens damit agieren. "Denkst du wir sind dumm? Uns in so einer Situation auszunutzen, erbärmlich. Und um mich zu verarschen, musst du dich ein wenig geschickte anstellen, meine Liebe." Lucinda sah ihn voller Panik ins Gesicht. Sie musste wohl wirklich Angst um ihr Leben haben. Kein Wunder, Najwu sah in seiner Ausrüstung auch gefährlich aus, mit all diesen kleinen aber verdammt gefährlichen Waffen an seinem Körper. Najwu zog die Augenbrauen hoch. Lucinda wusste einfach nicht was sie sagen soll. "Was hast du vor? Was suchst du?" Lucinda blieb die Stimme stecken, woraufhin Najwu seine Stimme hob."Was du suchst habe ich dich gefragt!" Auf einmal sah Lucinda Najwu verwundert an. Sie sah sich sein Gesicht an, musterte ihr sogar von Kopf bis Fuß und sah ihm in die Augen. Beziehungsweise in sein Auge. "Na- Najwu, ich..." "Ja, du?" "Du weißt doch dass-" "Nein, ich weiß nichts!" Najwu wurde immer lauter. Regte er sich ein wenig zu viel auf? Nein, sie hat die Gruppe einfach nur verarscht, und jetzt steht sie nicht mal dafür gerade. Er packte sie um noch ein Stück fester am Arm, sein eigener Schmerzte, als würde man ihm heißes Wachs darauf leeren.
    "Sag mir jetzt,was-" Najwu unterbrach sich, weil Rakyr mit einem Kreischen in die Scheune flog. Er setzte sich auf Najwus Schulter. Najwu sagte dem Falken, dass er zu den anderen fliegen soll, jedoch biss ihm dieser ins Ohr. Der Falke fiepte leise Najwu etwas in sein Ohr, worauf dieser langsam seinen Griff lockerte, sodass Lucinda ihn ein wenig verwundert, aber nicht minder gespannt ansah. "W- was sagst du? Rede doch keinen Unsinn!", fuhr Najwu den Falken an. Lucinda kam anscheinend überhaupt nicht mehr mit. "A- aber das kann doch nicht sein?", sagte sie und Najwu wandte sich wieder an sie. "Najwu? Du bist es doch nicht wirklich? Kann es sein, dass du-" Najwu senkte den Dolch langsam von Lucindas Kehle, und ließ schließlich ihren Arm endgültig locker. "Lucinda... Nach all den Jahren. Und ich erkenne dich erst jetzt." Er sah ihr in ihre roten Augen. Lucinda, vom Gerudotal... Als wir noch klein waren, spielten wir oft miteinander. Sie redete so oft davon, wie langweilig sie ihre Augen fand, und dass sie eines Tages rote Augen haben wird. Anscheinend, hat sie jetzt, was sie haben wollte. "Komm, sag mir, was du suchst. Du weißt, dass du es so oder so nicht bekommst. Und wenn du mir jetzt nichts sagst, werde ich dich gehen lassen, jedoch wird es den Hylianischen Rittern sicher eine große Hilfe sein, eine berüchtigte Diebin hinter Gitter zu bekommen. Dann werden ein paar nette Herren kommen, ich weiß doch, wie sehr du uns Männer magst, und werden dich in eine gemütliche Gefängniszelle bringen. Also, schieß' los, die anderen werden sich schon sicher fragen, wo wir sind, und ich denke, die werden auch nicht gerade erfreut sein, von mir zu erfahren, was du eigentlich hier treiben willst. Und die Bauern erst... Ich denke du sitzt in der Klemme, also, sag es mir." Lucinda... Haben wir uns im guten verabschiedet? Ich weiß es nicht mehr.

  • Was sollte sie nur tun? Lucinda war jetzt völlig überfordert. "Jetzt habe ich keine andere Wahl, ich muss weglaufen!" Also nahm sie ihre Beine in die Hand, vielleicht konnte sie ihn ja abschütteln, und rannte einmal um die Scheune herum, direkt in die nächste hinein. Dort fühlte sie sich schon fast sicher. "Oh man, wieso habe ich nicht mindestens meinen Dolch mitgenommen?" In diesem Augenblick wurde sie an ihrem Arm gepackt und ein Dolch an ihre Kehle gehalten. Sie bekam panische Angst, ihre Angst vor dem Tod waren so schwer, ihr fiel es nicht leicht ihre Gefühle jetzt zu verbergen, sodass ihre Augen feucht wurden. "Ich wusste doch von Anfang, was du im Schilde hast, du miese Diebin. Ich kenne die Bauern hier und werde alles daran setzten, damit du ihnen nichts entwendest." Vor diesem Augenblick hatte sie sich ihr Leben lang gefürchtet und nun war es soweit, früher oder später musste es ja so kommen. Er hielt ihren Arm noch fester und fragte, was sie denn wolle. Sie durfte nichts verraten, sie konnte nicht antworten. Ein Kloß bildete sich in ihrem Hals, ob sie nun wollte oder nicht, reden konnte sie jetzt erst recht nicht. "Was du suchst habe ich dich gefragt!" In diesem Augenblick kam er ihr so bekannt vor, dass wahr nicht mehr normal. Also musterte sie ihn, von Kopf bis Fuß, so gründlich sie nur konnte, doch der Geistesblitz kam ihr erst bei dem Anblick seiner Augen. "Kann es denn sein, ist es denn die Möglichkeit?" "Na- Najwu, ich..." "Ja, du?" "Du weißt doch dass-" "Nein, ich weiß nichts!" Konnte er sich denn nicht an sie erinnern? Auf einmal flog ein großer Vogel in die Scheune hinein. "Ja, es kann nur Najwu sein, so einen Vogel hat er damals schon besessen. Wir habe früher immer zusammen gespielt, bevor ich meinen Hass gegenüber Männern entwickelt habe." Es schien so als könnte er den Vogel verstehen, dieser schien ihm etwas ins Ohr zu flüster. "Wie heißt sein Vogel noch gleich? Nakyr, Fakyr? Genau Rakyr!" Völlig verwundert ließ er sie augenblicklich los, er konnte wohl nicht glauben, was der Vogel ihm erzählt hatte. "Najwu? Du bist es doch nicht wirklich? Kann es sein, dass du-" Langsam ließ er den Dolch senken und ließ ihren Arm los. Die Angst vor dem endgültigen Tod ließ langsam nach. "Lucinda... Nach all den Jahren. Und ich erkenne dich erst jetzt." Nach diesen Worten hielt er kurz inne, betrachtete ihre roten Augen. Sie konnte sich erinnern, wie sie ihm früher immer erzählt hatte, sie würde sich rote Augen wünschen. Er räusperte sich und machte ihr die Drohung, sie bei den Wachmännern anzuzeigen. Das Gefängnis war der letzte Ort an dem sie nun sein wollte und sie kannte ihn von Kindheit auf. "... Also schön. Ich habe den Auftrag bekommen, einen tiefblauen Juwel aus der größten Scheune der Lon Lon Farm zu stehlen, sie erzählte mir, dass es ein Familienerbstück ihrerseits wahr und sonst nicht an ihn ran kommen würde. Das ist mein Job, weißt du. Für viel Geld und eine gute Begründung stehle ich, bringe die guten Stücke zu meinen Auftraggebern und nehme die Rubine entgegen. Von Männern nehme ich keine Aufträge entgegen, nur wenn sie mir viel, sehr viel Geld bieten." Najwu sah sie ein wenig enttäuscht an, vermutlich hatte er mehr von ihr erwartet, dass aus ihr etwas besseres werden würde als eine Diebin so wie die meisten Gerudos, aber was sollte sie machen? Ihre Vergangenheit gab ihr nun mal nicht die Möglichkeit für weitere Perspektiven. "Ich hatte Angst, dass dies mein erster Auftrag sein würde, den ich nicht ausführen kann, als ich die abgebrannte Hüte gesehen habe. In der Asche habe ich keinen Juwel gefunden und nun weißt auch noch du Bescheid! Na schön, na gut! Ein Fehler kann selbst dem geübtesten Profi passieren irgend wann musst es ja so kommen! Sei ruhig enttäuscht von mir, ich brauche mich vor dir nicht zu rechtfertigen, das Stehlen liegt nun mal in meiner Natur! Und diesen Auftrag kann ich ohne hin nicht mehr ausführen, wie es aussieht ist der Juwel weg."

  • Wer bist du?, dachte Luto erschöpft und blickte in Taneas flammende Augen.
    Mein Name ist Laris. Ich bin ein Lichtgeist und die Hüterin des Erdjuwels gewesen, aber...
    Den Rest der Antwort hörte Luto nicht, da ihm so mächtig gegen die Schläfe geschlagen wurde, dass es ihm vorkam, als ob sein Schädel zerplatzt wäre. Für einen Augenblick dachte er, die Stimme hätte sich geirrt und dass er gerade starb, doch nach wenigen Sekunden legte sich das Gefühl und zurück blieb ein Brummen in seinem Kopf, das kaum auszuhalten war.
    Hört sie dich auch?, dachte er nur.
    Ich bin in dir, antwortete Laris. Nur, weil du eine Verbindung zu ihr hast, kann sie ein Echo meines Rufens in ihrem Herzen wahrnehmen, aber sie hört mich nicht auf die gleiche Weise wie du.
    Luto schrie auf, als Tanea mit einem Ruck einen Knoten in den Verband um seinen Kopf zog. Auf einmal beugte sie sich zu ihm herab und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen, dann stand sie auf und entfernte sich ein paar Schritte.
    Das Wesen, das du gesehen hast, ist ein Dunkelgeist. Das steinerne Siegel des Juwels, das er zerschmettert hat, war mein Körper. Es wäre mein Aufgabe gewesen, es mit meinem Leben zu schützen... aber ich habe versagt.
    Bist du tot?, dachte Luto. Nur sehr am Rande nahm er wahr, wie er von Silex zu einer Steinmauer geschleppt wurde. Diesmal dauerte es einige Augenblicke, bis die Stimme antwortete.
    Nein. Ich bin nur eine Dienerin der Großen Geister und kann nicht in etherischer Form überleben. Wenn mein Körper zerstört wird, dann stirbt meine Essenz... es sei denn, sie findet schnell einen neuen Wirt.
    Wie in weiter Ferne sah Luto die Gesichter von Silex und Tanea. Er fühlte sich merkwürdig distanziert von seiner eigenen physischen Gestalt.
    Ich sehe in ihre Herzen. Deine Zweifel tun ihnen Unrecht. Auch wenn sie im Augenblick nicht viel von dir halten, sind sie nicht auf dein Verderben aus. Deine Furcht bereitet ihnen Kummer.
    Wieso hast du mich ausgewählt?, wollte Luto wissen. Die Stimme zögerte mit ihrer Antwort einen Moment lang.
    Ich hatte keine Wahl. Du warst die nächste Seele, die ich erreichen konnte.
    Ein tiefes Gefühl der Scham legte sich über Luto, als er die Bedeutung dieser Worte erkannte. Ich verstehe. Du wolltest wohl zu einem Krieger oder einem Helden, aber stattdessen hast du nur... mich gefunden. Einen Taugenichts, einen Angsthasen.
    Er sackte an der Mauer zu Boden und blieb stöhnend daran gelehnt sitzen. Sein Kopf schmerzte mehr denn je und er schloss die Augen, weil er das trübe Tageslicht nicht ertrug.
    Es tut mir Leid, dass ich wertlos bin.
    Die Antwort der Stimme klang unendlich traurig, als sie sagte: Kein Leben ist wertlos.


    Einige Minuten später tupfte Malon die Wunde an Lutos Kopf vorsichtig ab und legte eine Salbe darauf. Der Hylianer stöhnte ein wenig, aber rührte sich ansonsten nicht. Er hatte die Augen weiterhin geschlossen und Malon war nicht völlig sicher, ob er wirklich bei Bewusstsein war.
    Sie stand auf, wischte sich die Hände an ihrem Kleid ab und meinte zu Silex gewandt, dass er in Ordnung wäre.
    "Kann ich mit ihm sprechen?", meinte er. Malon zuckte mit den Schultern.
    "Schwer zu sagen. Du kannst es ja probieren, aber es kommt mir klüger vor, ihm ein wenig Ruhe zu gönnen, bevor ihr ein Verhör startet. Wie ist das mit der Wunde überhaupt passiert?"
    Silex warf Tanea einen raschen Blick zu, schüttelte aber den Kopf. "Keine Ahnung."
    "Na schön", meinte Malon entnervt. Sie war sehr aufopfernd, aber schien die Geduld zu verlieren, weil soviele Dinge auf einmal passierten und keiner bereit war, ihr wirklich Auskunft zu geben. "Ich sehe mal nach Najwu, den habe ich dort hinten rumlaufen sehen."
    Silex sah ihr kurz nach, dann wurde seine Aufmerksamkeit wieder auf Luto gelenkt, als Tanea zu ihm ging und sich neben ihm hinkniete.


    Tanea strich Luto das Haar aus dem Gesicht und näherte sich seinem Ohr. Silex sollte nicht hören, wie sie zu ihm sprach.
    "Ich weiß, dass du mich hören kannst", flüsterte sie. "Das war die Strafe dafür, dass du abhauen wolltest und du weißt, dass du sie verdient hast. Aber denk nicht, wir seien fertig miteinander. Du schuldest mir noch immer eine Erklärung."
    Sie strich ihm weiter über das Haar. "Ich werde einfach nicht schlau aus dir... "
    Die Stimme in seinem Inneren schwieg seit Minuten und Luto fühlte die Schmerzen in seinem Kopf mit voller Macht. Auch spürte er, wie die Nässe und die Kälte ihm zu schaffen machten. Er war kaum eine Stunde auf und trotzdem unendlich erschöpft. Er wollte sich ausruhen und dann überlegen, was er weiter tun sollte. Seine Gedanken drehten sich träge um den Dunkelgeist und den Anblick, als er triumphierend das Erdjuwel in der Hand hielt. Doch dann trat diese Vorstellung wie die Erinnerung an einen Traum in den Hintergrund seines Bewusstseins und er war wieder in der schmerzenden, physischen Welt verankert. Jede Gliedmaße tat ihm weh und sein Rücken pochte vor Schmerzen. Er fühlte sich, als wäre sein ganzer Leib in der Mitte entzweigebrochen und er war nicht sicher, ob er aus eigener Kraft noch zehn Schritte schaffen würde. Er öffnete die Augen einen Spalt weit und sah Tanea an.
    "Hilf mir auf", bat er flüsternd. "Ich könnte jetzt ein Bad vertragen."

  • "Hey wo willst du hin?" sagte Silex als Saphrax von seinen Arm sprang und in Überreste des verbrannten Stalles rein hoppelte. Silex wollte schon weitergehen, als auch ihm das glitzern auf dem schwarzen Boden auffiel das Saphrax Interesse auf sich gezogen hatte. Er runzelte die Stirn und ging zu seinen Gefährten. Ein zerbrochener Stein lag dort er war durchsichtig und glitzerte leicht. Obwohl er in mitten von Ruß und Asche lag war er selbst nicht davon bedeckt. Es sah fast so aus als ob ihn jemand dort hingelegt hatte. Vorsichtig streckte Silex seine Hand aus und tippte ein Bruchstück von ihm kurz an. Als nichts geschah nahm er eines der drei Bruchstücke hoch und betrachtete ihn genauer. Selbst auf der Unterseite wo er im Dreck gelegen hat war er sauber und ohne Kratzer, Silex konnte sich nicht Erinnern das er diesen Stein im Stall gesehen hätte. Nun sammelte er noch die anderen zwei Splitter auf und versuchte sie wieder zusammen zusetzen. Als er es geschafft hatte ergaben die Bruchstücke eine Form die so Aussah wie zwei Pyramiden die man an den Unterseiten verbunden hatte, der Stein selber war nicht größer als sein halber Zeigefinger. Er glaubte Schriftzeichen auf ihn zu Erkennen, aber dies konnte er schwer sagen da diese je nach Lichteinfall auftauchten und wieder verschwanden. Die Schrift hatte Ähnlichkeit mit der hylianischen jedoch war es nicht die selbe. Vorsichtig lies er den Stein in die Tasche gleiten, er würde Talon fragen ob er diesen Stein kannte schließlich war er in seinen Stall gelegen.
    Er stand wieder auf und ging zu den anderen zurück. Luto stand mittlerweile wieder und hielt sich den Kopft, dabei schaute er unverwandt den zurück trottenden Silex an.
    "Was hast du da in der Asche gefunden?" sagte er als Silex in Hörweite war. "Was hat dich dazu gebracht von hier fliehen zu wollen? Ich glaube nicht das es wegen der gestrigen Nacht ist" konterte Silex. Doch Luto wich seiner Frage aus "Wenn es eine Art Juwel war, dann ist dieser bestimmt noch von meiner Fracht auf meinen Wagen Übrig geblieben ich hatte ihn fast vergessen, aber er hatte ja nicht abbrennen können" Silex schaute Luto skeptisch an er konnte das nicht so recht glauben, er würde den Stein erst weitergeben wenn er sicher war wer der Besitzer war. Also sagte er "Ich kann dir den Stein schon zeigen, aber ich werde ihn erstmal bei mir behalten bis ich Sicher bin wem er gehört, außerdem möchte ich noch immer Wissen was da grad eben vorgefallen ist, aber das können wir auch alles bereden wenn du dich gewaschen hast. Ich habe das Gefühl das du dich erstmal waschen willst, danach können wir alles in Ruhe bereden und nicht hier draußen in der Kälte."
    Daraufhin zeigte Silex Luto die Bruchstücke des Steins. Der betrachtete ihn und schien abermals für ein paar Sekunden nicht wirklich den Stein anzusehen, doch Silex war sich nicht Sicher ob er sich das eingebildet hatte. Denn Luto streckte die Hand nach den Splitern aus, woraufhin Silex sie wieder in der Hosentasche verschwinden lies. "Also dann, wasch dich erstmal. So kannst du dich unmöglich an einen Tisch setzen."
    Mit diesen Worten verschwand Silex nach drinnen. Er würde jetzt erstmal Talon aufsuchen und ihm von seinen Fund berichten.

    I sleep very very well in my quitsching bettgestell but today in dieser Nacht, is that scheißding zamgekracht.
    I hope that dir not passiert and my english better wird.

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  • Tanea strecke Luto ihre Hand hin, es überraschte ihn, dass ihre zarten Finger so kräftig zupacken konnten. Mit einem Ruck stand er wieder aufrecht. Zwar war ihm noch etwas schummrig und alles, was weiter als 10 Meter entfernt war, schien ein wenig unklar, aber er hatte sich trotzdem recht gut von dem heftigen Schlag gegen die Schläfe erholt. Luto musste sich mehrmals an Tanea festhalten, als er auf dem weichen Erdreich in Richtung des Hauses stapfte. Er strauchelte einmal, doch Tanea konnte ihn davor bewahren, Kopfüber in eine Schlammpfütze zu fallen. Als er am Haus angelangt war, hielt er sich am Türstock fest. Der Schmerz des Schlags wurde nun weniger spitz, sondern begann dumpf zu pochen. Luto hielt sich den Kopf, doch Tanea wich nicht von seiner Seite. Sie blickte zu Malon, diese nickte wortlos. Tanea lächelte und wandte sich wieder Luto zu, der ohne ihre Hilfe wohl mehrmals der Länge nach hingefallen wäre, beim Versuch, die Treppe nach oben zu erklimmen.


    Mit Luto, der sich immer wieder an ihr festhielt, torkelte sie in Richtung des Badezimmers. Luto umfasste fest ihre Hüfte und ließ sich von ihr zum Badezimmer begleiten. Die Bodendielen knarrten unter dem Teppich, als sie das Gewicht des schmächtigen Tagediebs und der Diebin aushalten mussten. Tanea stieß die Badezimmertür, welche nur angelehnt war, gekonnt mit einem Tritt auf. Sie trat ein und setzte Luto auf einen Hocker, der neben der großen Badewanne stand. Die Badewanne selbst war gusseisern und viel zu groß. Eine Person allein vermochte in der Wanne beinahe Schwimmübungen zu vollführen. Tanea wusste, dass Luto, wenn er ohnmächtig werden würde, im Badewasser ertränke. Was für eine lächerliche Art und Weise das wäre, den Göttinen gegenüber zu treten. Sie konnte Luto nicht alleine lassen, dennoch brauchte der Junge sein Bad.


    Tanea schloss die Tür und begann ein Feuer unter dem Boiler zu entzünden. Als die Flammen ordentlich loderten gab sie noch Kohle in den Ofen und schloss das kleine Türchen. Der Boiler pfiff schon und Dampf versuchte aus den Stellen herauszudringen, wo die einzelnen Teile mit Bolzen verbunden waren. Nun fing Tanea an, Wasser zu pumpen. Innerhalb kürzester Zeit war die rießige Badewanne fast bis zum Rand mit dampfendem, heißen Wasser gefüllt. Nun zieh dich aus, Dreckspatz neckte sie Luto, dessen Kleidung vom langsam aushärtenden Schlamm langsam steif wurde. Immer noch benommen schlüpfte er erst aus seiner Hose, dann aus den restlichen Kleidern. Fast wäre er vornübergekippt, als er sein Leibchen über den Kopf streifte, doch Tanea verhinderte Schlimmeres. Als Luto aufblickte, konnte er seinen Augen kaum trauen. Der Raum war von weißem Dampf erfüllt, darum dachte er erst, dass er sich im Delirium befände und Ohnmächtig geworden war, denn vor ihm stand Tanea, wie die Göttinen sie geschaffen hatten. Wie ein Betrunkener gaffte er und musterte sie von Kopf bis zum Fuß. Du sollst nicht starren, wie ein Glotzfrosch, sondern zusehen, dass du in die Wanne kommst. sagte sie etwas schärfer, lächelte dabei aber verschmitzt.


    Luto grinste breit, als er versuchte aufzustehen und Kopfüber in die übergroße Wanne fiel. Tanea erschrak für einen Moment, doch als er sich aus eigener Kraft abstützen konnte und sich hinsetzte, atmete sie erleichtert auf.


    Sie öffnete ihr feuerrotes Haar, das ihr nun in langen, feuchten Strähnen über die Schultern hing und bewegte sich gekonnt auf dem nassen Boden fort, ließ erst ein Bein in das Bad gleiten und setzte sich schließlich Luto gegenüber, während ihr Körper langsam im trüben, heißen Wasser versank. Erst ihre Knöcheln, dann die festen Oberschenkel, schließlich ihre Hüfte, zuletzt versanken ihre Brüste im Wasser, bis nur mehr deren Ansatz zu sehen war. Sie lehnte sich rückwärts an die metallene Wand der Wanne, welche sich ihrem Rücken nahezu nahtlos anpasste. Obwohl das Metall sich nicht verformte, schien es genau für ihren Rücken gemacht zu sein. Sie stieß einen langen Seufzer aus, während sie ihre Beine ausstreckte und Lutos Beine berührte.


    Auf einer hölzernen Ablage neben der Wanne lag ein kleines Stück Seife. Tanea versuchte es zu ergreifen, es glitt ihr ein paar Mal aus der Hand, bis sie es zu fassen bekam. Sie warf es behutsam zu Luto. Waschst du mir den Rücken? Sie drehte sich herum und machte beinahe eine Schwimmbewegung, als sie sich rückwärts gegen Lutos Körper drängte. Meinst du, du schaffst das? neckte sie, als sie den Kopf halb drehte, gerade genug, damit Luto sehen konnte, wie sie verführerisch grinste.

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #81: Jumbo Schreiner



    "Was ist das? Ein Festmahl für Ameisen?"

  • Najwu musste diese Worte erst einmal auf sich wirken lassen. Er hatte sie zwar hinterlistig noch in Erinnerung, aber das war für ihn einfach zu viel. Nun, er selbst war auch nicht gerade ein Mann mit eine komplett weißen Weste. Seine frühere Armut und seine langen Aufenthalte bei den Gerudos, habe ihm auch ein gewisses Diebesblut vererbt. Er stahl aber nur selten, da er es nicht nötig hatte, Dinge zu stehlen. Er hatte mehr als genug Geld, für das was er braucht. Das Bestehlen anderer Leute, ließ er doch lieber den reisenden Händlern und den Kriegerinnen über.
    Najwu hatte sich erhofft, dass Lucinda etwas anderes machen würde, wie die anderen Kriegerinnen. Sie war schlau, hatte das Zeug zu etwas Besserem. Es ist schwer, aus dieser "Tradition", oder was auch immer das sein musste, auszubrechen, jedoch nicht unschaffbar. Hey, ich kann sie nicht verurteilen. Ich selbst beende Leben. Selbst schwere Verbrecher könnten sich ändern, das weiß ich. Ich habe es auch zu nichts besserem geschafft.
    Najwu atmete tief ein und hielt die Luft an, während er Lucin noch einmal musterte. Sie war ein wenig aufgewühlt, hatte wässrige Augen, und sah Najwu mit einer hin und her gerissenen Mine an. Sie wusste selbst nicht so ganz, was sich hier gerade abspielte. Najwu atmete ruhig und den Blick nicht von ihrem Gesicht abwendend aus. "Wir haben alle eine Berufung, egal wie verwerflich sie im Grunde ist. Hey, sieh mich an. Ich bin doch selbst nicht wirklich was besseres. Du weißt, was ich mache, und du weißt warum ich es mache. Umgekehrt ist es auch nichts anderes." Najwu zog seine Mundwinkel ein Stück hoch. "Tut mir Leid, dass ich deinen Auftrag versaut habe. Und auch, dass es der erste ist, den du nicht vollenden kannst." Lucinda presste die Lippen zusammen, verdrehte die Augen und sah aufgewühlt weg. "Hey, sieh mich an. Ich geb dir zwei Dinge mit auf den weg, bevor wir hier die Scheune verlassen. Erstens, wirst du nie wieder einen Fuß hierher setzen, wenn du keinen Hunger, oder Durst hast. Und Zweitens: Du musst noch ein weniger schneller flüchten lernen. Dein Versteck war miserabel und schnell genug warst du auch nicht verschwunden." Lucinda sah in ein wenig Wütend an, konnte jedoch kein Wort herausbringen.
    Najwu ging zu ihr und umarmte sie. "Najwu.. Najwu! Du weißt.. Du weißt wie ich das hasse!" Das gab ihm einen Ansporn noch fester zu zu drücken, obwohl sie mit aller Kraft versuchte, sich von ihm loszudrücken. Er musste immer breiter grinsen, bis er lachte. Er fand es amüsant, wie sie sich immer mehr aufregte und schließlich in dieser ausweglosen Situation nachgab, und auch ihre Hände um ihn legte. Sie musste nun auch ein kleines Bisschen kichern, sodass es kaum bemerkbar war. Najwu löste sich wieder von ihr, packte sie an den Schulter und sah ihr grinsend ins Gesicht. Sie blickte ihn an, ihre Augen waren noch immer gerötet, jedoch vernahm er auch ein ganz kleines Lächeln in ihrem Gesicht. "Alles Gut. Komm mit." Er war einen Arm um ihre Schulter und ging mit ihr aus der Scheune. Das kann ich glaub ich das letzte Mal mit ihr machen. Die wehrt sich ja sogar jetzt noch ein wenig.


    "Hey, Malon! Du bist ein wenig dreckig geworden, stampf doch nicht so herum, dass du den ganzen Matsch abbekommst." Von weitem sah er die hübsche Bäuerin auf sie zukommen. Naben ihm sah Lucinda starr gerade aus und spannte auf einmal ihren ganzen Körper an. "Schon gut, beruhig dich." "Wo wart ihr zwei Turteltauben denn? Ihr habt den ganzen Spaß verpasst! Dieser rothaarige Mann, der hat wieder eins ausgewischt bekommen, ich glaube diese Gerudo hat ihm ein übergezogen!" "Oha, das hätte ich doch zu gern mit angesehen. Nein, wir waren kurz in der Scheune dort drüben, ich dachte ich hätte was seltsames gesehen, und ich nahm Lucinda gleich mit in den Schlepptau. Sie kennt ja keinen, da wollt ich sie nicht allein lassen. Anscheinend habt ihr es eh ganz gut alleine auch geschafft. He, he." Malon sah ihn etwas skeptisch an, doch schließlich zuckte sie die Schultern und führte die Zwei wieder zum Wohngebäude.
    Drinnen angekommen, trennte sich Malon von ihnen, mit dem Vorwand, sie würde Talon gerne Erklären, was vorgefallen war. Also standen die zwei wieder allein in der Eingangshalle. Lucinda versuchte wegzusehen, fand aber keinen Anhaltspunkt, den sie anstarren konnte, also beobachtete sie einfach die Dielen des Bodens. Sie hauchte ein kurzes "Danke" Najwu zu, und ging wieder zur Haustür.
    "Warte doch. Ich weiß nicht, welche Grund es für dich geben würde, weiter hier zu bleiben, aber warum... äh... warum kommt du nicht einfach..." Najwu fielen absolut keine Gründe ein, oder auch nur im entferntesten Sinne etwas ein, was er sagen könnte, dass sie blieb. Er sah sich im Raum um, in der Hoffnung etwas zu finden, was ihm auf die Sprünge helfen könnte.
    "Wo wart ihr zwei denn? Ich hab mich schon gewundert, wo ihr wart. Wir haben Luto geschnappt. Naja, Tanea hat Luto geschnappt. Der wird sich noch eine Zeit lang daran erinnern können. Willst du etwa schon gehen?" Silex sah Lucinda an, die bereits in der offenen Tür stand. Silex kam immer in den richtigen Augenblicken. Erst das am See und jetzt hier. Najwu war etwas angespannt, er hoffte sie würde bleiben.

  • Silex ging Zielstrebig ins Haus hinein. Tanea führte währenddessen Luto ins Bad. Er fand Talon in der Küche wo er sich daran machte die Teller und das Besteck abzuwaschen. Ihn schien der Tumult der soeben geschehen ist ziemlich kalt gelassen zu haben, so wie er da wie die Ruhe selbst das Geschirr wusch. Silex räusperte sich woraufhin der Bauer aufschaute und sich umdrehte. "Hallo bist du hier um mir zu helfen?" fragte er. "Würde ich gerne machen, ich schulde euch noch wegen den Schuhen was" meinte Silex lächelnd "Jedoch, wollte ich dich fragen ob dir dieser Stein bekannt vorkommt" Er zog die Bruchstücke des Steins aus seiner Tasche und zeigte sie Talon. "Ich habe sie in dem abgebrannten Stall gefunden und dachte das er vielleicht euch gehört." Talon beugte sich vor um den Stein genauer zu betrachten. "Ein schöner Stein ist das mein Junge, jedoch wüsste ich nicht das ich solche Schätze in meinen Stall versteckt hätte. Oder ich habe es lediglich vergessen das kommt bei mir auch öfters vor als man glauben mag." Silex glaubte es ihm ohne Widerworte "Ja, schon möglich. Also hast du den Stein noch nie gesehen oder?" Talon schüttelte daraufhin seinen Kopf "Nein, noch nie im Leben."
    Damit währe es schon mal ein Stück wahrscheinlicher das der Stein Luto gehört. "Danke für die Auskunft, Talon ich werde versuchen den richtigen Besitzer ausfindig zu machen" Er verließ die Küche, wobei er schon ganz vergessen hatte das er dem Bauern helfen wollte.
    Irgendetwas hat es mit diesen Splittern auf sich und ich finde schon noch heraus was es ist. Er bog um eine Ecke. Seine Gedanken wurden Unterbrochen als er Stimmen von draußen hörte. Oh Lazarus, der ist ja der Gerudo gefolgt lächelt sich hier eigentlich jeder eine an? Er folgte den Stimmen zur Haustüre, und sagte als er in Hör- und Sehweite war "Wo wart ihr zwei denn? Ich hab mich schon gewundert, wo ihr gewesen seid. Wir haben Luto geschnappt.Oder besser gesagt, Tanea hat Luto geschnappt. Der wird sich noch eine Zeit lang daran Erinnern können." Direkt an Lucinda gewandt meinte er "Willst du etwa schon gehen?" Nicht das es ihn viel ausgemacht hätte er kannte sie erst seit dem Frühstück und sie sah auch nicht aus als ob sie nicht alleine klar kommen würde. Das war eine der Dinge die er von den Gerudos gelernt hatte, das sie hart im nehmen waren.
    Aber was konnte es schon Schaden eine weitere Person in ihrem Team zu haben, vielleicht musste sie Zufällig auch zum Todesberg. Mit wenigen Personen konnte es in der Hylianischen-Steppe durchaus gefährlich werden, entweder man zog allein, um nicht ins Visier der Monster zu kommen, oder in einer größeren Gruppe um sich besser zu Verteidigen.
    Lucinda stand im Türrahmen und schien um Worte zu ringen damit sie abhauen konnte ohne unfreundlich zu Wirken. "Ich muss aber schon weiter ziehen es liegt noch ein weiter Weg vor mir, von hier bis zu Kakariko..." Lazarus unterbrach Lucinda "Wir wollen zum Todesberg und da liegt Kakariko direkt dazwischen. Das hieße du könntest mit uns Reisen und währst nicht in so großer Gefahr. Als wenn du alleine reist." sagte er drängend.
    "Ja aber, ich muss schnell Weiterziehen am besten gleich jetzt." Silex brauchte noch ein paar Minuten für sich selbst und ging an den Beiden Vorbei nach draußen bei Lucindas Worten drehte er sich nicht um hob aber die Hand als er sagte "Manchmal stresst man sich zu sehr in Sachen hinein, als es nötig währe und vergisst das man auch mal inne halten sollte"
    Bei seinen Worten musste er an Talon denken der trotz des Ganzen Tumults Ruhig blieb.
    Er ging am Rand der Koppel entlang dort war das Gras noch grün und nicht niedergetrampelt war. Der Regen hatte aufgehört und die Umgebung wurde heller, obwohl die Sonne noch von Wolken verdeckt war, so sahen diese nicht mehr bedrohlich und schwer aus. Es war zwar noch immer kalt, doch ohne Regen ertragbar. Zu Luto hatte er zwar gesagt er wolle nicht in der Kälte stehen. Aber er hielt es im Haus auch nicht aus. Daher hochte er sich etwas abseits auf den Zaun. Nur Saphrax war bei ihm.
    Silex holte die Bruchstücke und betrachtete das Farbspiel des Steins, wie die Zeichen erschienen und verschwanden wenn er den Stein nur etwas bewegte, es sah faszinierend aus so das es schwer war den Blick davon abzuwenden.
    "Ich glaube wir sind da in etwas Großes rein geraten. Nicht mal die Göttinnen können es abwenden."

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  • Zunächst berührte Luto Tanea nur sehr zögerlich und behutsam, als er begann, die Seife auf ihren Schultern und dem Rücken zu verteilen, ganz so, als ob er fürchtete, sie könnte sich in Luft auflösen wie ein schöner Traum, der mit dem Erwachen abrupt endet. Diese Frau gab ihm viele Rätsel auf, doch er ignorierte sie; er ließ sich völlig fallen und genoss einfach den Augenblick.
    "Das ist schön", sagte Tanea mit geschlossenen Augen und lehnte sich noch mehr zurück. Sie musste lächeln, als sie seine Reaktion spürte. "Sieht so aus, als wäre ich dir doch nicht völlig egal."
    Sie ist sehr einsam, flüsterte Laris leise in seinem Kopf. Luto hielt einen Moment inne; er hatte fast vergessen, dass der Lichtgeist anwesend war, und für einen Augenblick war ihm die Situation peinlich.
    Ich bin in deinem Herzen, du brauchst keine Geheimnisse vor mir haben, beruhigte ihn Laris. Luto streichelte sanft über Taneas Rücken und begann, ihre Schultern zu massieren.
    Ich habe mir was überlegt, dachte er zu ihr. Ich will dir helfen, aber es ist klar, dass ich nicht der Richtige dafür bin. Ich werde morgen losziehen und sehen, dass ich einen geeigneten Wirt für dich finde. Einen mächtigen Krieger, irgendjemanden, der dir helfen kann.
    Laris zögerte mit ihrer Antwort einen Moment.
    Es ist nicht so einfach, sagte sie. Ich kann meinen Wirten nicht einfach wieder verlassen. Damit meine Essenz sich loslöst und einen neuen Körper wählen kann, muss der alte... zerstört werden.
    Luto blinzelte. Ich verstehe.
    Tanea öffnete die Augen und drehte sich halb zu ihm herum. "Ich werde das Gefühl nicht los, dass du mit den Gedanken woanders bist", meinte sie lächelnd. Sie ergriff seine Schultern und zog sich näher zu ihm heran, bis sich ihre Nasenspitzen fast berührten. "Und das lasse ich nicht zu. Es hat mich solche Mühe gekostet, dich hierher zu bekommen. Jetzt will ich, dass du wenigstens eine Zeit lang nur mir gehörst." Sie legte die Arme um ihn, als sie ihn küsste und zu sich heranzog, ganz an ihren Körper.


    Die Abenddämmerung war schwach durch das kleine Fenster an der Wand auszumachen, durch das inzwischen kein Tageslicht mehr fiel. Der Raum wurde vom flackernden Ofen erhellt und von einigen Lampen, die sie entzündet hatten bei einer der inzwischen mehreren Gelegenheiten, bei denen sie die Badewanne für einige Minuten verlassen mussten, um das abgekühlte Wasser wieder nachzuheizen. Luto und Tanea lagen Arm in Arm im Wasser und sie fuhr ihm durch sein Haar.
    "Weißt du, die anderen werden sich inzwischen einen Reim drauf gemacht haben, was wir hier den ganzen Tag getrieben haben", sagte sie zufrieden.
    Luto antwortete nicht gleich. Er musste einige Augenblicke mit sich ringen, ehe er die Worte aussprechen konnte, die er noch niemandem gesagt hatte.
    "Ich glaube, ich liebe dich", sagte er leise. Sie schwieg einen Moment lang, dann richtete sie sich ein Stück auf. Luto verfolgte mit den Augen, wie ihr ein glitzernder Wassertropfen über die Brust lief, ehe er in ihre Augen sah. Darin erkannte er einen Anflug von Vorwurf.
    "Wieso rennst du dann immer vor mir weg, hm? Jedes Mal, wenn wir anfangen könnten, eine schöne Zeit gemeinsam zu haben, willst du dich aus dem Staub machen." In ihrem Ton schwang etwas Bitterkeit mit. "Bin ich wirklich so furchterregend? Es ist ja offensichtlich nicht so, dass ich dir nicht gefalle." Ihr Blick wanderte vielsagend an seinem Körper hinunter. "Ich meine, ich kann sehen, dass ich dir gefalle. Aber dann verstehe ich nicht, wieso du die Flucht ergreifst. Machst du das einfach so? Muss ich mich heute Nacht schlafen legen mit der Angst, ich wache morgen auf und du bist wieder weg?"
    Ihre Worte trafen Luto tief; hauptsächlich deshalb, weil sie die Wahrheit sprachen. Aber wie sollte er ihr die irrationalen Sorgen von gestern erklären, die ihm jetzt selbst seit seiner Begegnung mit Laris so weltfremd und albern vorkamen? Er versuchte es erst gar nicht, sondern sah ihr tief in die Augen.
    "Ich werde morgen früh noch immer bei dir sein. Ich schwöre es."
    Sie erwiderte seinen Blick forschend und schien in die Tiefe seiner Seele zu schauen, ehe sie antwortete.
    "Ich glaube dir", sagte sie leise und küsste ihn. Ehe sie wieder die Zeit aus den Augen verloren, weil sie die Hände nicht voneinander lassen konnten, knurrte Lutos Magen vernehmlich, der seit dem kargen Frühstück vor guten zehn Stunden nichts mehr abbekommen hatte. Tanea musste lachen.
    "Vielleicht sollten wir langsam runtergehen", schlug sie vor. "Mit etwas Glück kriegen wir noch was vom Abendessen. Und vielleicht wollen die anderen ja auch mal baden."


    Nicht wirklich ausgeruht, aber dafür so glücklich wie schon lange nicht mehr, stiegen die beiden die Treppe Hand in Hand hinunter. Flüchtig dachte Luto daran, wie furchtbar peinlich er es früher gefunden hätte, ein anderes Paar so zu beobachten, wie sie gemeinsam die Stufen runterstolperten und herumalberten, ständig den anderen berührten; doch diese Gedanken beschäftigten ihn nicht sonderlich. Es war ihm auch egal, was die anderen denken würden, er war froh, hier zu sein.
    Er küsste Tanea noch neckisch am Hals und sie musste ihn ein Stück wegschubsen, ehe sie in die Küche traten, damit sie auf die anderen nicht allzu triebgesteuert wirkten. Sie grinsten beide, als sie eintraten, und Taneas gute Laune schwang in ihrer Stimme mit, als sie grüßte.
    "Hey, Leute! Das Bad ist jetzt frei, falls jemand gehen will." Sie konnte sich nicht zusammenreißen und kicherte einen Augenblick drauflos, dann holte sie erst mal tief Luft, ehe sie fragte: "Was ist denn mit euch los, was sollen die langen Gesichter?"
    Die anderen saßen am Tisch und hatten vom Essen aufgesehen, als sie eingetreten waren; doch keine ihrer Mienen wirkte amüsiert oder fröhlich. Najwu, der dicht bei Lucinda saß, musterte sie kühl.
    "Was ist los, ist jemand gestorben?", wunderte sich Luto.
    Silex sah ihn traurig an. "Noch nicht."
    Im nächsten Augenblick hörten Luto und Tanea, wie die Vordertür geöffnet wurde, und hinter ihnen trat Malon in die Küche und stellte sich ihnen gegenüber. Ihr folgten gut zehn hylianische Soldaten, die in wenigen Sekunden den Raum umstellten.
    "Was hat das zu bedeuten?", fragte Tanea alarmiert und sah Malon an. Diese entgegnete nichts, sondern hob stumm Lutos Tasche, die sie in der Hand hielt. Lutos Magen drehte sich um, als sie schweigend hineingriff und die Kristallvase herauszog.
    "Was zur... ", begann Tanea, doch dann unterbrach sie sich und sah Luto an. "Hast du etwa... ?"
    Luto schluckte und nickte stumm.
    "Das wär's also", meinte einer der Soldaten, ein großer Mann mit rotem Umhang und schneidigem Bart, der die Insignien eines Hauptmannes trug. "Führt ihn ab, Männer."
    Zwei Soldaten traten an Luto heran und legten ihm mit fachmännischen Griffen Ketten an, sodass seine Hände vor seinem Körper gefesselt waren.
    "Augenblick mal!", rief Tanea jetzt aufgebracht. "Gut, die Bauern nach ihrer Gastfreundlichkeit zu bestehlen war wirklich nicht besonders anständig... aber kommt schon, es war nur eine Vase und ihr habt sie ja jetzt wieder. Das muss sich doch mit einem Bußgeld oder dergleichen regeln lassen, vielleicht kann er die Strafe auf dem Hof abarbeiten. Aber das ist doch kein Grund, jemanden gleich in den Kerker zu werfen?!"
    Der Hauptmann musterte sie kühl, als ob er erwägen müsste, ob sie überhaupt eine Antwort verdiente. Schließlich schüttelte er den Kopf. "Ich fürchte, so einfach ist das nicht, Mylady."
    Er griff in seine Tasche und zog ein Pergament heraus, das er aufrollte und offen in den Raum hielt, sodass es alle sehen konnten. Luto schloss beschämt die Augen, als er es erkannte. Es war ein Steckbrief mit seinem Bildnis darauf.
    Der Hauptmann räusperte sich vernehmlich, als er das Pergament umdrehte und zu verlesen begann. "Gesucht wegen zahlreicher Fälle von Betrügereien, Diebstahl, Hehlerei, Amtsanmaßung, und so weiter und so fort... in mehr als vier verbündeten Ländern des Königreichs von Hyrule rechtskräftig verurteilt... Euer Freund hat einiges auf dem Kerbholz, Mylady, und Ihre Majestät schätzt es gar nicht, wenn solche subversiven Elemente unsere Landesgrenzen überschreiten und ihre Verderbtheit nach Hyrule einschleppen." Er rollte das Pergament zusammen, als er Luto kalt musterte. "Schon gar nicht die von Mördern."
    "Was?!", platzte es aus Luto jetzt heraus. Die meisten Anklagepunkte, die verlesen wurden, hatte er zähneknirschend hingenommen, aber er wusste genau, dass er noch nie jemanden umgebracht hatte.
    "Dein Begleiter in der Wüste. Mehrere Augenzeugen berichteten, euch zusammen gesehen zu haben, wenige Tage, bevor er tot aufgefunden wurde."
    "Das war ich nicht!", rief Luto. "Das waren... !" Er verstummte abrupt. Er war drauf und dran gewesen, die Wahrheit zu sagen, denn er wusste, dass der Bandit Kaleigh, mit dem er durch die Gespensterwüste gereist war, getötet worden war. Doch nicht er hatte ihm einen Pfeil in die Brust geschossen, der sein Herz durchbohrte hatte, sondern die Gerudo-Kriegerinnen, als sie nahe der Festung kampiert hatten. Dieses Wissen nützte ihm aber nichts, denn neben ihm stand Tanea und obwohl er wusste, dass sie nichts damit zu tun hatte und auch nichts davon wissen konnte, durfte er keinesfalls riskieren, sie da mit hineinzuziehen. Also ließ er den Kopf sinken.
    "Es stimmt", sagte er leise. "Ich habe es getan."
    Talon in der Ecke wimmerte leise und Luto hörte, wie Tanea scharf die Luft einzog. Der Hauptmann nickte grimmig. "Wäre das also geklärt. Auf geht's, Bursche." Er stieß ihn unsanft an und als Luto sich zu langsam in Bewegung setzte, holte er mit der behandschuhten Faust aus. Doch ehe er zuschlagen konnte, hatte Tanea seinen Unterarm gepackt und hielt ihn eisern fest, als sie ihn anfunkelte. Lutos Herz schlug schneller, als auf dem Raum plötzlich absolute Spannung lag und die Soldaten rundherum die Hände auf ihre Schwertgriffe legten. Einen Moment lang drohte die Situation zu eskalieren, dann entspannte sich Tanea und ließ den Hauptmann los. Dieser hob sein Kinn hoch und ging an ihr vorbei, Luto vor sich herstoßend.
    "Wo bringt ihr ihn hin?", rief Tanea ihnen nach, als sie Luto an den Ketten zur Tür rauszogen. Der Hauptmann drehte sich zu ihr um und schnaubte verächtlich.
    "Ins Schloss natürlich. Die Königin selbst wird über diesen Fall richten wollen."
    Vor der Tür stand ein Militärwagen mit eisernen Fenstergittern, vor den vier Pferde gespannt waren. Zwei Wachen öffneten die Tür und drängten Luto hinein, während die anderen auf ihre Pferde aufsaßen. Die Wagentüren wurden mit einem Knall zugeworfen und Luto ging an eines der Fenster und umklammerte das Gitter mit den angeketteten Händen.
    "Kümmere dich um Bukephiron", rief er Tanea zu. Mit einem Ruck fuhr der Wagen an und setzte sich in Bewegung in die Dunkelheit, weg vom Lichtschein des Wohnhauses. Luto sah Tanea an, solange er konnte; als sie aus seinem Sichtfeld verschwand, fühlte er in sich eine tiefe Traurigkeit aufsteigen, als ihm klar wurde, dass er seinen Schwur nicht halten würde.



    >>Schloss Hyrule

  • Es war zwecklos, die Soldaten waren zu gut bewaffnet und es handelte sich nicht um bloße Torwachen, es waren Krieger, kampferprobt, die bereits viele Winter hinter sich gebracht hatten. Tanea vermochte dieser Art Soldat zwar zu entkommen, in einem offenen Kampf gegen 3 oder mehr dieser kriegsgestählten Kolosse würde sie das Nachsehen haben, die Soldaten jetzt anzugreifen, um Luto zu befreien war genauso sinnlos wie absurd. Tränen standen ihr in den Augen, als sie die Hand ausstreckte, als würde Luto nur wenige Meter von ihr entfernt stehen. Ich bin immer bei dir rief sie ihm nach, doch ihre Stimme wurde brüchig. Ihre Stimme war heißer, nur mit Mühe konnte sie sich daran hindern, loszuheulen, wie ein Schlosshund. Wir überstehen das, ich will dich nicht verlieren schrie sie mit letzter Kraft. Ich brauche dich doch flüsterte sie kaum hörbar.


    Sie wischte sich mit der rechten Faust die Tränen aus den Augen und wandte sich den übrigen Hylianern zu. Ihre Knie wurden zittrig, es fiel ihr schwer, aufrecht zu stehen, ohne hinzufallen. Die starke, unnahbare Gerudo war auf einmal so hilflos und klein. Sie wusste nicht mehr ein noch aus. Sie würde alles tun, um Luto aus seiner Lage zu befreien. Sie versuchte sich anzustrengen, einen klaren Kopf zu bekommen, sie musste sich konzentrieren, aber in ihrem Kopf gab es nur einen Gedanken und der Gedanke drehte sich um eine Person, jene Person, die gerade in schweren Ketten von Wachmännern abgeführt und in den Kerker Hyrules gebracht wurde, einen Kerker ohne wiederkehr.


    Selbst am westlichen Rand der Wüste, weit weg vom Zentrum und der Stadt erzählte man sich Geschichten über den Kerkermeister Hyrules, der sich einen Spaß daraus machte, die hilflosen und hungernden Insassen zu quälen. Nie hatte jemand den Kerker Hyrules je lebend verlassen. Es gab nur einen Weg nach draußen und dieser führte über den Leichenkarren in einem groben Jutesack. Sie vermochte sich nicht vorstellen, wie Luto im kalten, modernden Verlies um den Verstand gebracht wird, wo man ihn so lange foltert, bis auch der letzte Funken Lebenswille seinen Körper verlassen hat.


    Auf einmal hörte Tanea ein flüstern. Es hörte sich an, wie das pfeifen des Windes zwischen Holzbalken, scharf und dennoch weit, weit entfernt. Es war ihr, als würde sie sich diese Stimme nur einbilden, als würde ihr Geist ihr einen Streich spielen und einen makabren noch dazu. Gib ihn nicht auf... Sie versuchte, alles um sie herum auszublenden, um die Stimme besser zu hören, wenn sie den Real war, was Tanea immer noch nicht recht glauben konnte. Die Stimme war verstummt. Tanea hielt ein und blickte zu den restlichen Personen im Raum.


    Ich werde Luto befreien. Wer kommt mit?

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #81: Jumbo Schreiner



    "Was ist das? Ein Festmahl für Ameisen?"

  • Lucinda befand sich bereits im Türrahmen, bereit zu gehen, bereit den einzigen Mann auf der Welt zu verlassen, den sie jemals auch nur ein bisschen gemocht hatte. Als dann auch noch Silex dazu kam und sie fragte, ob sie denn nicht mit ihnen gemeinsam reisen wollte. Sie waren auf dem Weg zum Todesberg und könnten sie ihn Kakariko absetzen. Noch nie war ihr eine Entscheidung schwerer gefallen. "'Wer hätte jemals gedacht, dass ich jemals meine Entscheidungen von einem Mann beeinflussen lassen würde." Vorsichtig und nicht ganz klar bei der Sache willigte sie ein. "Hoffentlich werde ich diese Entscheidung nicht irgend wann bereuen." Najwu schien ihre Tat zu freuen, auch wenn ihr nicht ganz klar wieso. "Das freut mich. Komm, gleich gibt es Abendessen, nach diesem anstrengenden Tag musst du doch hungrig sein." Er wollte ihr die Hand reichen, doch Lucinda ging einfach an ihm vorbei, geradewegs in den Speisesaal. Er konnte es ihr nicht übel nehmen, er kannte ihre Art. Im Speisesaal angekommen roch es bereits ziemlich lecker, das hier konnte ein Festmahl werden. Vorsichtig setzte sie sich auf den selben Stuhl wie heute morgen beim Frühstück, Najwu direkt neben sie. "So nah war ich einem Mann schon lange nicht mehr, da musste ich 15 gewesen sein." Kurz darauf kamen auch Luto und Tanea nach unten, sie kicherten lautstark, sie schienen glücklich zu sein. " Hey Leute! Das Bad ist jetzt frei, falls jemand gehen will." Ja, ein Bad könnte Lucinda jetzt wirklich gebrauchen, einfach alle ihre Sorgen wegwaschen, das wäre jetzt im Moment angebracht. Als sie in Gedanken versunken war wurde die Vordertür plötzlich geöffnet. Malon betrat den Raum, im Schlepptau einige Wachen. Sie machten einen starken Eindruck, mit ihnen würde Lucinda sich nicht freiwillig anlegen wollen, insbesondere nicht in diesem Bauernkleid. Für einen Moment wurde sie nervös, vielleicht war sie es ja, die sie suchten. Doch Malon hielt in ihrer Hand eine Tasche, Lucinda vermutete das es Lutos Tasche war. Dort drinnen befand sich eine kleine Kristallvase, vermutlich hatte Luto vor sie zu stehlen. Doch dann fingen die Wachen an darüber zu reden, er hätte jemanden umgebracht. "Also das glaube noch nicht mal ich, er ist viel zu schwach um so eine Tat fertig bringen zu können." In den Augen der Gerudokriegerin konnte sie Angst sehen, Angst, dass sie Luto nie wiedersehen würde. Sie musste ihn wirklich gern haben. "Ich werde Luto befreien. Wer kommt mit?" Lucinda war über diese Frage sehr überrascht. Wie konnte sie nur ihr Leben aufs Spiel setzen um jemanden aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Hyrule zu befreien, direkt aus dem Schloss? Insbesondere einen Mann. Sie wusste zwar, dass sie einem Mann aus solch einer Situation niemals helfen würde, insbesondere keinem wildfremden, den sie erst seit heute morgen kannte. Doch die Gerudokriegerin brauchte Hilfe und ihre Moral befahl es ihr, nicht nein zu sagen. Einer Gerudo half sie immer gerne. "Wenn du Hilfe brauchst, dann kannst du auf mich zählen. Wir Gerudos müssen schließlich zusammen halten."

  • Silex war ziemlich bald wieder zurück ins Haus gegangen um zu Abend zu essen. Dort machte Malon den reinsten Tumult. Jemand habe die kleine Kristall Vase gestohlen. Daraufhin durchsuchte sie jedes Zimmer in Lutos wurde sie fündig. Alle am Tisch waren still, man konnte es allgemein nicht glauben das Luto einfach etwas mitgehen lassen wollte.


    Als Luto und Tanea sehr beschwingt die Treppe hinuntergingen kamen auch schon die Wachen um Luto zu verhaften. Sie meinten das Luto jemanden umgebracht habe. Ok Vielleicht ist Luto ein Dieb, aber das der jemanden Umbringt, dass glauben die doch selbst nicht. Der Hylianer wurde abgeführt, keiner konnte was dagegen Unternehmen sie waren zu schwer bewaffnet und zu gut Ausgebildet. Wenn sie jetzt versuchen würden Luto zu helfen, würden sie kurze Zeit später auch im Kerker landen und keinem währe geholfen.
    Tanea sah traurig Luto hinterher, doch dann drehte sie sich mit festen Blick um "Ich werde Luto befreien. Wer kommt mit?" fragte sie entschlossen. Zu Silex erstaunen sagte Lucinda als erstes ihre Hilfe zu. Sie musste es aus Moral gegenüber der anderen Gerudo getan haben. Silex sah Tanea an "Luto hat zwar Mist gebaut, aber die glauben doch selbst nicht das er jemanden umgebracht hat" sprach er seine Gedanken aus. "Wenn ein Freund in der Scheiße steckt helfe ich ihm auch wieder raus" endete er.
    "Ich wüsste sogar schön wer uns helfen könnte ins Schloss zu kommen." meinte er. "Dafür müssten wir bei meinen.... Vater einen Stop einlegen" Ihm gefiel zwar der Gedanke nicht 'Nach Hause' zurück zu kehren. Aber es blieb ihnen auch nichts anderes Übrig, sie würden es nie ins Schloss rein schaffen ganz ohne Hilfe. Silex Erinnerte sich daran als sein Vater ihm erzählt hatte wie seine Mutter gestorben war und dass aus ihm was besseres werden sollte als ein Bauer. Er, Silex sollte mal ein Ritter an Schloss Hyrule werden. Er erzählte ihm auch das sein Vater selber Ritter am Schloss war, aber dann wegen der Frau die er liebte Bauer wurde. Das alles war für Silex schon eine Ewigkeit her. Er war 12 gewesen und war ziemlich bald danach abgehauen.
    Silex mochte ihn schon gerne, aber sein Vater war ihm auch nicht mehr als ein Fremder, wenn er ihn anlügen musste um Luto zu befreien würde er dies auch tun, wurde ihm klar. Wahrscheinlich würde auch sein Vater dann glücklicher werden, auch wenn er nur wusste das er noch am leben war.
    ---> Hyrule

    I sleep very very well in my quitsching bettgestell but today in dieser Nacht, is that scheißding zamgekracht.
    I hope that dir not passiert and my english better wird.

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  • Tanea Blick hellte ein wenig auf, als Lucinda und Silex so schnell ihre Unterstützung bekundeten. Lediglich Najwu schien ein wenig zu zögern. Er wusste wohl nicht, ob er angesichts seiner Verletzungen eine große Hilfe sein würde, aber für dieses Unterfangen würde Tanea jede Hilfe brauchen, die sie bekommen konnte. Sie wandte sich zu Malon und Talon.


    Erflehe meine Verzeihung wegen der gestohlenen Vase. Hier, nehmt diese Rubine als Wiedergutmachung für Lutos verhalten und für unseren Aufenthalt hier. Eure Gastfreundlichkeit sucht ihresgleichen und ich wünschte nichts sehnlicher, als dass wir uns unter günstigeren Umständen kennen gelernt hätten.


    Sie strecke Talon einige Rubine hin, die im matten Licht der Lampe rot glänzten. Das können wir nicht annehmen sagte Malon sofort. Ihr wart... seid unsere Gäste. Dank euch konnte unser Vieh gerettet werden, niemals könnte ich für eure Gesellschaft Lohn verlangen. Das siehst du doch auch so, oder? Sie blickte zu Talon, der es sich verkneifen musste, nach den Rubinen zu greifen. Öhm, ja natürlich. fügte jedoch noch flüsternd hinzu obwohl uns diese Rubine beim Wiederaufbau des Stalls geholfen hätten. Malon machte eine abweisende Handbewegung und schaute Talon böse an.


    Tanea blickte zu Najwu. Er stand immer noch zögernd in der Ecke, wusste nicht recht, was er sagen sollte. Einerseits war er nun schon einige Zeit mit den Hylianern unterwegs und auf Grund der letzten Ereignisse war es ihm sehr wohl ein Anliegen, dass ihre Gruppe nicht getrennt wurde, aber gerade in diesem Augenblick meldete sich seine Verletzung. Die Wunde war trotz allem sehr tief, auch, wenn Malons Salbe wunder tat. Zögerlich blickte er in Taneas Augen und er sah dort Flammen lodern. Er wusste, dass er nicht ablehnen konnte. Auch meine bescheidenen Dienste stehen euch bei der Rettung eures Geliebten zur Verfügung merkte er an, Tanea sah, dass er den Schmerz unterdrücken musste, der ihm soeben durch das verletzte Glied fuhr.


    Du sprachst davon, dass wir deinen Vater besuchen müssen und er uns helfen kann Tanea wandte sich dabei an Silex. Wo wohnt dein Vater und wie kann er uns von nutzen sein?. Er wohnt in Hyrule, in der Stadt. Tanea merkte, dass Silex etwas zögerte. Es widerstrebte ihm allem Anschein nach, von seinem Vater zu sprechen oder überhaupt zu diesem zurückzukehren. Dennoch rechnete Tanea es ihm hoch an, für Luto dieses Opfer zu bringen. Dann lasst uns aufbrechen, jede Sekunde, die Luto im Kerker verbringen muss, bricht mir das Herz.


    >>>Hyrule

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    #81: Jumbo Schreiner



    "Was ist das? Ein Festmahl für Ameisen?"

  • Najwu fasste sich an seinen Arm. Er schmerzte wieder, durch die Nervosität, die er durch die kurze Anwesenheit der Soldaten bekam, war er kurz abgelenkt, jedoch kaum als sie den Raum verlassen haben, spürte er ihn wieder wie tausend Feuerameisen. Tanea blickte voller Emotionen zu Najwu, sie würde jede Hilfe brauchen, die sie bekommen könnte. Najwu zögerte. Er fragte sich, ob er ihnen überhaupt in irgendeiner Weise aushelfen kann.
    "Lass sie nicht alleine... Sie braucht dich..." Najwu hörte eine wohlklingende Stimme. Kann es sein, dass er durch den Schmerz zu halluzinieren begann?
    Du kennst die hylianischen Kerker, warst schon oft dort... Ich kann es fühlen. Hilf den zu Unrecht getrennten, dann wird dir auch Gutes widerfahren... Najwu konnte Realität und Vision nicht mehr auseinander halten. Seine Gedanken waren so nah, und doch so fern. Es fühlte sich so an, als ob es seine Pflicht wäre, zu helfen, jedoch wollte sein Körper an Ort und Stelle verweilen. Was ist denn nur los mit mir? Najwu stand in einer Ecke des Raumes, hin und her gerissen, von seinen Gedanken und seinem eigenen Körper. "Alle gehen... Ich kenne den Kerker... Ich kann ihnen tatsächlich helfen. Und ich kann mich von Lucinda auch nicht trennen. Ich habe noch einige Fragen an sie..."


    Najwu blickte zögerlich in die Augen der wild entschlossenen Gerudo. Er war beeindruckt von diesem Temperament. Schließlich fasste er sich ein Herz und gab bekannt, dass er mit ihnen gehen würde. Tanea nickte entschlossen und wandte sich Silex zu. Sie wollte herausfinden, weshalb wir bei seinem Vater Halt machen sollten. Najwu ging langsam auf Malon und Talon zu. Er entschuldigte sich aufrichtig bei Talon, einen solchen Dieb mit angeschleppt zu haben. Der gutmütige Bauer konnte nicht sehr lange Böse sein und bedankte sich abermals, dass seine Vieher nicht zu Schaden gekommen sein, alles andere war halb so wild, sagte er. Najwu nickte und wandte sich Malon zu. Talon sah, dass er mit ihr reden wollte und begab sich wieder in die Küche. Er packte allen ein wenig Proviant ein.


    "Du hättest auch mit mir Reden können. Man muss doch nicht gleich die verdammten Soldaten auf ihn hetzen! Diese Vase ist ersetzbar. Und vor allem, du hast bemerkt, dass er etwas entwendet hat, und hast mir kein Sterbenswörtchen davon ausgerichtet! Ich hätte mich um ihn kümmern können, jedoch muss er deinetwegen jetzt im hylianischen Kerker schmoren!" "Er war ein mieser Halunke. Und ein Mörder!" Najwu dachte darüber nach. Die Soldaten haben wirklich etwas von Mord gesagt. Anfangs hat er das überhaupt nicht bemerkt, er hat sich eher auf die Soldaten rund um alle herum konzentriert. "Auf Wiedersehen, Malon. Vielen Dank, für die Unterkunft und die heilende Salbe." Malon machte kehrt und ging. Najwu sah ihr etwas stutzig hinterher, er hat sich so eine Reaktion nicht erwartet. Er drehte sich langsam um und ging wieder auf die anderen drei zu. Als sie alle sich fertig ausgetauscht haben, nahmen sie dankend den Proviant von Talon entgegen und gingen in Richtung Ausgang. Er ging als letztes asu der tür, als ihn ein Tippen auf seiner rechten Schulter dazu brachte, sich umzudrehen. Vor ihm stand Malon und überreichte ihm ein kleines braunes Säckchen. "Da drin hab ich noch ein wenig Salbe für dich." "Danke Malon, du bist wirklich ein Schatz." Er umarmte sie und machte wieder kehrt. "Sei Vorsichtig!", rief ihm Malon noch kurz hinterher.


    Als sie draußen standen, fiel ihm auf, dass Bukephiron, Lutos Pferd, alleine auf der Wiese stand. "Kann jemand von euch so eins Reiten? Ich würde ja gerne, aber ich bin nicht agil genug mit meinem Arm seine Zügel zu führen. Und ich bin schon lange auf keinem davon gesessen." Silex nickte und ging auf das Pferd zu und beruhigte es leicht, indem er auf dieses einsprach. "Spring auf, Kumpel. Ich schätze, das Pferd wird mir gehorchen." Najwu grinste und ging auf ihn zu. Er hievte sich mit aller Mühe auf das Pferd. Neben ihnen waren die zwei Gerudos auf dem Pferd von Lucinda und sahen die beiden an. "Ihr zwei seht herzallerliebst aus. Najwu, leg doch auch noch die Hände um siene Hüfte, damit es besser aussieht." Tanea hat wenigstens ihren Humor nicht verloren. Najwu sah sie an und lachte. "Los geht's. Silex, ich würde sagen, wer als letztes beim Schloss ist, muss den anderen jeweils zwanzig Rubine geben!" "Ihr werdet euch noch ansehen!", rief Lusinda und trat ihrem Pferd leichtin die Seiten, woraufhin dieses ruckartig los rannte. "Die hol ich schon ein, keine Sorge."


    >>Stadt Hyrule>>

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  • >> Verlorene Wälder (Neustart)


    Tari verließ die Wälder wieder. Seine Fee machte ein besorgtes Gesicht als ob sie ahnte was folgen könnte.


    Ja es ist so vertraut hier dachte er sich. Ich habe nichts vergessen... Oh... nein nicht daran denken.


    Er lief ohne viel auf den Weg zu schauen. Als er aufmerksamer wurde sah er einen Ort. Diesen Ort.
    Dieser Ort wo er wieder allein war. Ja dieser Busch. Es ist dieser Busch...


    Ich will nicht hinsehen. Ich ...
    aber er wusste dieser Ort war wo sie starb. Jetzt fing er an zu weinen und hockt sich hin. Er macht die Augen zu und dachte nur noch an diesen Anblick. Nicht auszuhalten, gar nicht auszuhalten. Wo sie nur war? Ja, er denkt er könnte sie spüren irgendwo. Als ob sie ihn anlächelt.


    "Heee. Heeeeey." sagte seine Fee. "Nicht weinen, nicht weinen."
    Tari fuhr hoch "Uah! .. Ach du bist es nur ... ich kann ... ich vergesse das nicht"
    Die Fee tröstet und streichelt über seinen Kopf. Da erblickte sie zwei Gestalten. Ein Kind mit Fee und eine größere Gestalt mit gebräunter Haut.
    Die zwei Unbekannten sprachen miteinander. Oder?

    Durch Schaden wird man klug - sagen die klugen Leute. Schaden litt ich genug, doch bin ich ein Thor noch heute.

  • "Das ist Kakariko? Das sieht hier so friedlich aus..und..hier sind Pferde und.." Shirayuni machte 2 Schritte nach vorne und betrachtete ihre Umgebung mit grossen Augen. ""Pferde ausleihen? I-ich war noch nie auf dem Rücken von einem.." Unsicher schaute sie zu den Pferden hinüber. Sie dachte nicht dass es eine schlechte Idee war aber trotzdem hatte sie Respekt vor den nicht gerade kleinen Tieren. Doch plötzlich bewegte sich ihre Fee nicht mehr von der Stelle. "Silla? Was hast du?" "Dort! Siehst du dieses leuchten?" Shirayuni folgte Sillas Blick. Ihre Fee hatte recht.. Der leuchtende Punkt war eine Fee und wo Feen sind sind meistens auch Kokiris...