Majora's Mask vs. Ocarina of Time

  • Nun, ich finde es ist schwer zu vergleichen, da Majoras Mask vom Konzept her schon ganz andere Wege einschlägt. Während Ocarina of Time sich an eine sehr lineare Story hält ist MM eindeutig eher Nebenquest orientiert. Die Story bei MM ist schwach und winzig, doch dadurch punktet es auch nicht.
    OoT war in Punkten Story und Dungeons eindeutig stärker, vor allem im Design letzterer, doch MM punktet durch Nebencharaktere mit Tiefe, einen genialen 3-Tage-Rythmus, eine gewisse Tiefgründigkeit, viele sammelbare Masken und tolle Bosskämpfe. Und auch wenn die Soundtracks ähnlich sind, hat MM teilweise noch bessere und bewegendere.


    Klar nervt bei MM am Anfang das man ständig die ganzen Gebrauchsgegenstände verliert, aber daran gewöhnt man sich meiner Meinung nach, später stört es mich nicht wirklich. Die meisten Masken sind leider nutzlos, was gleich wieder ein Manko ist, d.h. sie sind zum einmaligen Gebrauch. Ich hätte mir mehr gewünscht die man öfters gebraucht, in OoT gab es immerhin auch viele Items, zum mehrfachen Gebrauch. Besonders toll waren aber auch die Verwandlungen in andere Völker.
    Die Masken glichen auch die geringe Anzahl an Items aus.
    Und obwohl die Dungeons nicht so gut wie in OoT waren, gefielen mir die meisten Bosskämpfe mehr. Episch und fordernd, allgemein ist MM spielerisch fordernder als OoT. Ein oder zwei Dungeons mehr wären zwar möglich, aber bei einem Spiel wie diesem nicht zwingend nötig gewesen.
    Minispiele gab es auch einige bei MM, welche auch deutlich fordender als bei OoT waren, vor allem das Goronen-Rennen und die Schießbuden. Da es eher zum Bereich Nebenquests gehört ist es kein Wunder dass MM hier vor OoT liegt.


    Aber wirklich ausmachen tuen MM die ganzen tollen Nebenquests, und dieser Zeitdruck, der gute Planung teilweise nötig macht, da man nicht immer alles schafft. Durch die ganzen Nebenquests bekommen auch die Nebencharaktere ein unglaublich wichtige Stellung hier, und ihre Beziehungen zu anderen. Was letztlich daraus resultiert ist eine unglaubliche Atmosphäre, welche die von OoT auf alle Fälle übertrifft. Es ist eine dichte, düstere und bittere Atmosphäre, welche selbst in den schönen Momenten immer durch einen Hauch Melancholie verbittert wird, was aber wirklich fesselnd ist. Durch die Zeit ist die bittere Welt von MM auch unglaublich belebt. Es ist ein wenig als würde MM die Nebencharaktere von OoT aufgreifen und beleuchten, auch wenn man nie exakt sagen kann ob die Charaktere wirklich mit ihren Ebenbildern übereinstimmen, bis auf ein paar Ausnahmen.
    Die Atmosphäre ist in meinen Augen die bitterste und düsterste in allen Zelda-Spielen, funktioniert aber einmalig gut. Zudem ist das Spiel sehr geheimnisvoll, das ganze Spiel ist genau genommen ein einziges Rätsel. Und das meine ich sowohl storytechnisch als auch von der Zeitaufteilung her. Es hat dieses gewisse Etwas, was es bei OoT nicht gibt.


    MM glänzt durch eine Einzigartigkeit die seinesgleichen in dem Sinne unter den Zelda-Spielen sucht. Atmosphäre und Tiefe des Spiels fesseln einen sehr. Es gibt auch Dinge in denen OoT deutlich besser abschneidet, und ein wenig Zeit brauchte ich auch um MM zu lieben, aber letzten Endes mag ich es mehr als OoT, wenn auch nur knapp. Eins meiner liebsten Zeldas, wenn nicht sogar mein liebstes!

  • OoT war damals mein aller erstes Zelda Spiel. Es kam gerade erst raus und der Hype um das 3D Spiel war ja sehr groß. Das Spiel hat soviele Dungeons und auch Minidungeons! Eigentlich befindet man sich stets auf dem Weg zum nächsten Tempel, von Nebenquests oder sonstigem Hauptstoryinhalt keine Spur. Die Dungeons rennen sich sehr leicht durch und wirklich genau anschauen tut man ihn sich diese auch nicht. Es gibt ein paar wenige Nebenquests, sowie das Sammeln von Masken oder der steinige Weg zum Biggoron Schwert der einem durchaus fordern kann. Aber irgendwie geht es nur darum Ein paar Rätsel zu lösen in einer interessanten Atmosphäre (Dungeons) um die Amulette zu kriegen damit man endlich zu Ganondorf kann. Die Hauptstory ist also: "Ganondorf hat das Triforce berührt, halte ihn auf!" Und geht bei "jetzt können wir endlich zu ihm. So ungefähr das Gleiche wie in Majoras Mask. Oot ist wirklich schön und macht Spaß. Es besteht zu 9/10 aus Hauptquest und hat somit keinen weiteren Tiefgang, sondern ist ein ablaufen von leichten Dungeons begleitet von Weisen die einem sagen das es weiter geht, ähnlich wie in Majoras Mask nur mit den nicht so gesprächigen Giganten.
    In Majora's Mask läuft das ganz anders ab. Jemand der Hauptstory sucht wird das Spiel rasch durch haben.Hätte es auch 8 Tempel wären die Meisten bestimmt schon zufrieden und würden behaupten das Spiel hätte viel Hauptstory. Jemand der aber schon mit der Einstellung: "Ich guck mir alles in Ruhe an und nehme mir Zeit." - wird direkt von der Welt von Termina verschlungen. Du erlebst dort wie die ganzen Charaktere die man aus Oot kennt, ein echtes Leben führen. Sie tun was "normale" Menschen tun und leben auch genauso. Es gibt soviele vollkommen nichts bewirkende Szenen die sich abspielen, die aber tiefe Einblicke in die Herzen der Menschen dort gewähren. Wenn Anju ihrer Mutter Essen bringt und diese sich vor ihrem Fraß fürchtet. Oder Anju am 2. Tag sobald sie im Regen mit ihrem Regenschirm zum Waschplatz geht, weil ihr Verlobter sich nicht meldet. Und bricht anschließend in Tränen aus. Was bringt diese Szene? Ja nichts aber darum geht es in Majoras Mask auch nicht. Und in Majoras Mask erstrecken sich vor den Dungeons noch Ereignisse die Einblicke in die Problematik von den einzelnen Gebiete gewähren. Und wer wirklich versucht sich in das Geschehen zu integrieren und versucht achtsam zu sein der wird diese tiefe Story (die völlig optional ist) fühlen. Selbst wenn du eine gute Tat vollbracht hast wird diese durch das melancholische begleitet. Und dir wird zu allem sehr viel Spielraum für Interpretationen und Spekulationen gelassen. Es bringt nichts dort planlos rumzuheulen und den Zeitdruck zu bemängeln. Ohne diese Funktion würden das Spiel nicht funktionieren. Ich finde es auch schade dass es nur 4 Dungeons gibt bzw. 4 Welten, aber die sind so ausgefüllt und so lebendig und vor allem schön - das mir die geringere Anzahl an Rätseltempel unwichtig ist. Die Tempel selbst sind zwar wenige aber sie sind auch aufwendiger als die in Oot. Wer die Feen sammelt, der wird sich alles genaustens angucken müssen. Die meisten Dungeons fangen mitten drin an sich völlig zu wenden z.b. in dem ein Wasserstrom umgekehrt wird oder eine riesige Säule ausgefahren wird oder indem man den ganzen Tempel mal eben umdreht. Vor allem die Bosskämpfe erreichen an Maß an genialität und Spaß, da ist das schnelle draufkloppen in Oot ein Scherz dagegen. Ich möchte an dieser Stelle vor allem den 4. Tempel hervorheben! :) Es wird mit allen Elementen des Spiels dort gespielt und das an einem so mysteriösen und gleichzeitig sehr schönem Ort. Licht, Feuer, Luft, Wasser und Gegner die es sonst bei keinem anderen Tempel gab.
    Alles in allem ist Die Hauptstory von MM auch nicht soviel dünner oder weniger als von OoT. Nur mit dem Unterschied das OoT doppelt soviele Tempel hat und deswegen vom Gefühl her "mehr" Story hat. In OoT wirst du von den Weisen geleitet und in MM von den Giganten. Viel mehr ist das in OoT auch nicht. ;) Quantität!
    OoT ist ein schönes Spiel. Aber es wird sehr schnell langweilig und öde. Immer wenn ich so richtig Lust habe es zu Spielen, vergeht mir die Abenteuerlust auch gerne mal wieder. In Majoras Mask organisiere ich mir 3 Tage und habe ständig was zu tun und zu erreichen. 24 Masken, 52 Herzteile, 6/7 Flaschen und alle Fälle lösen. Und die Umgebung in Majoras Mask ist unfassbar schön und detailreich. Kreidebilder, Plakate, Werbung, Easter Eggs, Leute/Lebewesen und und und. Man findet immer wieder etwas Neues raus was einen total faszinieren kann! :) Neue Szenen die man noch nie gesehen hat und man geht immer andere Wege! Man versucht sich immer besser und managen. Tut mir Leid aber ich wette mit den OoT Liebhabern, dass sie immer ihre alt eingesessenen Wege gehen. :)
    Ich denke man liest schnell heraus, dass ich Majora's Mask [3D] für ein besseres Spiel halt als Ocarina of Time [3D]. :D

  • Mir gefällt eindeutig Majoras Mask besser. Die Welt ist lebendiger, jeder hat Arbeit, jeder hat seine eigenen Probleme und insgesamt die Atmosphäre in dem Spiel ist einfach legendär. Spätestens im Ikana-Canyon, im Keller des kleinen Mädchens läuft es einem eiskalt den Rücken runter. Außerdem sind die Dungeons(meiner Meinung nach) schwieriger. Vorallem der Wasser-Tempel in MM gefiel mir um einiges besser als den in OoT. Das spiel bringt auch mehr Abwechslung, durch die ganzen Verwandlungen. Auch finde ich besser, dass es VIEL MEHR Sidequests gibt als in OoT. Es gibt so schön viel zu sammeln und zu rätseln. Das liebe ich an Zelda so besonders. Dass es "nur" vier Dungeons gibt ist nicht weiter schlimm, da dies durch die unendlich vielen Sidequests ausgeglichen wird. Ebenfalls gefällt mir Majoras Mask besser, weil es da nicht so hart um die Story geht, die trotz alledem sehr düster ist. Alles in einem gefällt mit Majoras Mask UM EINIGES besser, als Ocarina of Time.


    Aber wie sagt man noch so schön? Alles eine Geschmackssache.

  • Eindeutig Ocarina of Time!!!


    Ich fasse mich kurz...


    Es gibt in Ocarina of Time keinen Zeitdruck, mehr Dungeons und die Story ist umfänglicher. Majora's Mask ist zwar düster und von der Atmossphäre auch interessant, aber es kommt dennoch nicht an Ocarina of Time ran wie ich fnde.

  • Ich glaube, das hängt ein wenig davon ab, wann man welchen Teil gespielt hat. Ich kann mir vorstellen, dass ein Großteil der Community Ocarina of Time gespielt hat, als es frisch war und dementsprechend einfach begeistert waren von einem Zelda in 3D, der Welt und allgemein der Tatsache, ein so "großes" Zelda zu spielen. Majora's Mask wurde danach "nur" als Nachfolger angesehen, das einen ganz anderen Weg einschlug, aber eben auch viele schon bekannte Konzepte aufgriff.


    Ich habe zwar auch zuerst OoT gespielt, da war es aber schon etwas älter. Später dann auch MM und nachdem die Remakes herauskamen, beide noch einmal auf dem 3DS. Auch wenn mir OoT insgesamt einfacher fiel und ich für MM mehrere Anläufe gebraucht habe, muss ich sagen, dass mir MM jetzt im Nachhinein besser gefällt. Die ersten Male, als ich es anfing, habe ich immer nur den Anfang gespielt sowie den ersten Tempel, dann aber irgendwann wieder aufgehört, ich weiß selbst nicht genau, warum, denn es ist wirklich toll. Das bedeutet jetzt nicht, dass OoT schlecht ist, aber ich mag MM eben doch ein wenig mehr.


    Vielleicht liegt es daran, dass ich RPGs gerne mag und daher schön finde, dass es in MM viele NPCs mit eigener Geschichte gibt und auch die Welt lebendiger wirkt, ich weiß nicht genau. MM hat einfach eine sehr tolle Atmosphäre und wirkt insgesamt sehr lebendig - da haben wir die lebhafte Stadt, die sich auf den Karneval vorbereitet, Zoras Reicht, das aufgeregt über den Nachwuchs der Sängerin ist sowie den eher düsteren Ikana Canyon, der zumindest auf mich als Kind sehr gruselig gewirkt hat. Noch dazu gehört das Lied der Befreiung aus MM zu einem meiner liebsten Zelda-Songs.


    Ansonsten gefielen mir auch die Repräsentationen der einzelnen Völker mehr, ihre Schicksale und allgemein die Charaktere - die quicklebendige Deku-Prinzessin, Mikau, der Zora-Gitarrist (dem ich heute noch nachtrauere) sowie die Goronen, die unter dem harten Winter leiden. Auch das Verwandeln mithilfe der Masken war eine interessante Idee und dass jede Form andere Eigenschaften besaß. Das brachte frischen Wind in das Spiel und hat so einige spannende Rätsel möglich gemacht.
    Insgesamt ist MM ein super Zelda-Spiel und ich bin froh, dass ich es nach anfänglicher Skepsis schlussendlich doch mittlerweile einige Male durchgespielt habe.

  • Ich habe Oot auch uerst gespielt. Da muss ich 10-12 gewesen sein, ganz genau weiß ich es nicht mehr. Es war auch mein erstes Zelda, was mich natürlich massiv beeindruckte und beeinflusst hat, ohne Frage, und ich habe OoT bis zum erbrechen gespielt, weswegen ich dem auch etwas überdrüssig geworden bin. Später erst habe ich zu MM gefunden, wovon ich zu beginn nicht begeistert war, da mir das speicherkonzept nicht gefallen und ich Zeitdruck hasse (als Fotograf nicht von vorteil 0/) aber umso mehr ich es gespielt habe, umso mehr hat mich die Atmosphäre, das schwermütige, das düstere eingefangen. Es ist ein sehr düsteres und "böses" Zelda spiel, und gerade das macht den Reiz aus. Das Konzept der Masken, das ganze destruktive, ängstliche, all das finde ich sehr einnehmend und ich spiele diesesn Teil bis heute, nach Alttp, am liebsten, und ich habe es mitlerweile öfter als OoT gespielt und das bereue ich keine Minute.

  • Muss leider zugeben, dass mir OoT doch ein wenig besser gefallen hat. Majoras Mask ist keineswegs schlecht; im Gegenteil, es ist für mich sogar eines der besten Zeldas, aber OoT hat die Sache dann doch ein wenig klassischer angegangen. Ich kann mich z.B nur schwer für Nebenquests begeistern, für mich liegt der Fokus meist in der Ausführung der Hauptstory. Und die war in Majoras Mask doch ein wenig downplayed.

  • Ich kann mich da wirklich schwer entscheiden - beide sind meine Lieblings-Zeldaspiele.


    Ocarina of Time war zwar nicht mein erstes Zelda-Spiel, kommt mir aber irgendwie ein bisschen so vor, weil die ganzen Orte und Lieder in dem Spiel einfach so klassisch sind und das gefällt mir richtig gut. Bei Majora's Mask gefällt mir dafür die ganze Atmosphäre, die das Spiel erzeugt, die Lieder sind ebenfalls fantastisch und mir gefällt es sehr gut, dass man sich mit den Masken in unterschiedliche Charaktere verwandeln kann. Dafür mag ich Spiele mit Zeitdruck allgemein eher weniger (wobei es bei dem natürlich einfach dazugehört und zur Atmosphäre beiträgt).


    Also ich kann mich da echt nicht festlegen, sorry. ;)

  • Das gute an Majoras Mask ist, dass es nicht in die Fußstapfen von Ocarina of Time treten will. Nachdem OoT ein voller Erfolg war, die Fans mit einem unglaublich guten 3D-Zelda bedient wurden und die Kassen von Nintendo voller wurden, waren die Erwartungen an ein neues Zelda bestimmt groß. Wichtig war der Schritt sich von OoT zu distanzieren. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte das weder OoT noch dem Nachfolger gut getan.


    Deshalb kann man die beiden Spiele kaum vergleichen. Vorallem wenn man beide schätzt! Sie sind so verschieden, doch teilen sie einige Dinge, aber haben grundsätzlich verschiedene Stärken und Schwächen.


    Die Erfolge von OoT sind für die Zelda-Reihe so grundsätzlich, dass man im nachhinein sagen könnte, dass Majoras Mask in diesem Rennen nur gewinnen kann. Denn viele Dinge die mit OoT eingeführt worden sind sind einfach zum Standart geworden. Aber ich finde das ist unfair. Hätten wir OoT in dieser Form nicht, hätten wir auch kein Majoras Mask. Aber eines muss man Majoras Mask lassen: Es hat auf vielen Ebenen Qualitäten die kein anderes Zelda bisher geboten hat. Vorallem nicht die Nachfolger. Vielleicht Link's Awakening.

  • Die Spiele waren beide auf ihre eigene Art und Weise gut. Ich fand den Plot von Ocarina of time besser. Ja, den Bösewicht von nahezu Anfang an zu kennen ist in OoT vielleicht etwas lasch, aber in der Hinsicht war Majoras Mask auch nicht so viel besser, wenngleich dort immerhin auch der Täter nicht gleich einfach nur der Täter war. Ansonsten ist die Geschichte in OoT nice.


    Majoras Mask hingegen hat seine Stärke in der von Zeit zu Zeit aufglimmenden Gruselstimmung und den anspruchsvolleren Aufgaben und Rätseln.


    Ich mag beide Spiele sehr gerne und kann mich nicht entscheiden, welchem ich den Vorzug gebe.

  • Für mich eindeutig Ocarina Of Time. Auch wenn ich bereits 17 war als es 1998 raus kam, es hat mich damals sogar mehr fasziniert und fasziniert mich bis heute als meine Kindheitserinnerungen mit dem allerersten Zelda oder A Link To The Past.

    Majora's Mask hat bei mir lange gedauert bis es mir angefangen hat zu gefallen. Die Zeit-Sache sowie das man am Anfang als Deku Freak herumlaufen muss können ganz schön das Zelda Feeling zerstörten, ähnlich wie die Jump-n-Run Steuerung bei Zelda 2. Allerdings überzeugt es wiederum durch die große Ähnlichkeit zu Ocarina of Time. Jedoch kommt es an die Freiheit, die offene fast frei erkundbare Welt von Hyrule von Ocarina Of Time nicht heran.

    Ocarina Of Time gibt mir dieses typische Zelda Feeling der Erkundung und Rätsel Lösung in Labyrinthen sowie der Oberwelt die mich schon als 6 Jähriger damals 1987 zum Zelda Fan gemacht haben.

    Ganz klar für mich Ocarina Of Time

  • Beides sind tolle Spiele. Beide genießen ein hohes Ansehen und haben eine große Fanbase. Und auch, wenn die (berechtigte) Diskussion im Raum steht, ob Majora's Mask stets im Schatten seines „älteren Bruders“ stand, denke ich, dass es immer von vielen wertgeschätzt wurde und wird.


    Beide gelangten jeweils kurz nach ihrem Release in meine Hände, so dass ich sie auch früh kennenlernte. Bei Majora's Mask hatte ich tatsächlich größere Schwierigkeiten, was an dem Speichersystem lag, das ich lange Zeit nicht verstand und der Grund dafür war, dass ich das Spiel erst Jahre später ganz durchspielte. Aber auch, wenn dies der vermutlich am häufigsten kritisierte Punkt ist, hat der große Rest überzeugt. MM ist ein emotionales, spannendes und ideenreiches Spiel, das ich gern mag. Zum Beispiel mochte ich die vielen Quests, für die man Masken erhält, Unruh-Stadt und die Möglichkeit, sich zu verwandeln, besonders, ebenso wie die Tatsache, dass die Eindrücke großen Interpretationsspielraum zulassen.


    Der Vorgänger Ocarina of Time ist oberflächlich gesehen sehr ähnlich, unterscheidet sich aber in der Handlung und Spielweise schon etwas stärker. Vor allem in der Erwachsenen-Phase konzentriert sich das Spiel stark auf die Suche und das Erkunden der Tempel. Insgesamt gefällt mir OOT mehr, aber es sind schon verschiedene Erfahrungen und ich finde, dass beide Spiele es wert sind, auf den Kopf gestellt zu werden.

  • Früher wäre meine Wahl ganz klar auf OoT gefallen.


    Ocarina of Time ist ein klassisches Heldenepos, das sich an die Arthus-Legende anlehnt (inklusive Schwert im Stein!): kindlicher/jugendlicher Nobody ist dazu vorherbestimmt Retter des Landes zu werden.

    Dementsprechend ist der ganze Spielablauf gestaltet: man sieht wie Link langsam vom ausgegrenzten, feenlosen Jungen zu einem Helden wird, dessen Aufgaben stetig kniffliger und herausfordernder werden. Es gibt massig Dungeons, die immer größer und komplexer werden. Zwar gibt es auch einige Sidequest, mit denen man viel Zeit verbringen kann, aber der Fokus von OoT liegt klar auf der Mainstory.


    MM wirkt dagegen auf den ersten Blick klein und beengt. Termina scheint weniger Fläche zu haben als Hyrule und statt 8 Dungeons gibt es nur 4, die z.T. auch noch relativ klein sind.

    Aber wenn man dann genauer hinguckt, merkt man wie viel Atmosphäre Majora's Mask hat. Jeder NPC in Unruh-Stadt hat einen eigenen Tagesablauf, jeder Dungeon erzählt eine eigene Geschichte und ist nicht nur da, damit Link irgendeinen Fluch brechen kann, selbst die vielen verschiedenen Masken haben z.T. kleine, aber nichtsdestotrotz interessante Hintergrundgeschichten (z.B. die Bremermaske).

    MM ist voll von persönlichen Geschichten der NPCs und philosophischen Fragen/Gedankenansätze: Was passiert mit einer (kindlichen) Seele, wenn sie sich nicht geliebt fühlt und dann unter falschen Einfluss gerät? Wenn das Ende bevorsteht - versuche ich, meine eigene Haut zu retten oder riskiere ich lieber alles für letzte Augenblicke mit den Menschen, die ich liebe? etc.


    Je älter ich werde, desto mehr weiß ich genau dies zu schätzen. Dass MM zusätzlich mit den Masken und Verwandlungen auch noch mehr Abwechslung im Gameplay bietet als OoT, trägt nur mit dazu bei, dass - wenn ich mich zwischen diesen zwei wunderbaren Spielen entscheiden müsste - meine Wahl inzwischen auf MM fiele.

  • Mhh mein erwachsenes Ich, sieht das Ganze eher sehr Ausgeglichen.

    Beide Spiele haben seine Vorteile. Ich liebe die Storylänge von OoT mit dem Timeskip und den ganzen Tempeln. Das hat mir damals und auch heute sehr viel Spaß bereitet.


    MM empfand ich damals als sehr schwer. Vielleicht zu schwer für mein damaliges Ich. So habe ich zB MM als Kind nie durchgespielt. Mir war das ganze zu komplex. Gerade mit den 3 Tagen und dann wurde man quasi regelrecht erschlagen mit Story/Sidequest. Das wiederholen und das machen. Das war mir einfach too much.


    Heute finde ich MM klar besser, als ich es noch damals empfand. Ich finde gerade diese Tiefe der Welt so genial. Und mir machen diese wenigen Tempel (was ich zB bei BotW nicht so cool find) nichts aus. Weil es eben so viel Tiefe bietet. Es ist kompakt aber doch riesig. Man hat nicht das Gefühl, dass es zu groß ist.


    Außerdem finde ich diese Parellelen zu OoT genial.

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    Leben ist, wenn man trotzdem lacht.

  • Die meisten Leute die ich kenne, bevorzugen ganz klar Ocarina of Time, das sind allerdings überwiegend keine großartigen Gamer und oftmals haben sie die beiden Spiele zuletzt in ihrer Kindheit gespielt.


    Als Kinder fanden fast alle Ocarina of Time besser, weil es irgendwie geradliniger war, und in gewisser Weise auch um einiges mehr Action hatte. Da hatte man halt mehr Dungeons oder so, und diese ganzen Missionen mit Kafei oder so fanden die meisten eher langweiliger, Gegner schlachten war cooler. Deswegen waren die meisten alten Grundschulfreunde auch eher angepisst wenn ich viel lieber Majoras Mask eingelegt habe (wir haben damals extrem viele Spiele zusammen gespielt). Gerade das mit der Zeitbeschränkung mochte damals fast keiner von meinen Freunden. Ich mochte allerdings schon immer MM etwas lieber.


    Das Spiel kam mir immer viel lebendiger vor und mich haben die ganzen Charaktere in Unruh-Stadt so sehr fasziniert dass ich mich da viel lieber aufgehalten habe als in den Dungeons. Die Story oder ka wie das auf deutsch heißt, das "meaning" von dem Spiel fand ich auch immer schon viel tiefer als Ocarina of Time, das hat mich als Kind sehr beschäftigt dass man immer mehr erfährt dass das Horror Kid nicht wirklich böse ist. Es hat mir damals schon irgendwie leid getan und es war das erste Spiel wo ich solche Gefühle hatte. Bei Ocarina of Time war das eher so ein schwarzweiß Kampf zwischen gut und böse.