Indiana Jones

  • Bevor es mit dem dritten und besten Indy weitergeht, mache ich mal einen kurzen Zwischenstopp, um über die Romane rund um Indy zu sprechen. Tatsächlich wusste ich nicht mal, dass Indys Abenteuer in Form von Romanen noch weitergesponnen wurden. Mein Kumpel erzählte es mir und wir haben kurzerhand beschlossen, bei Medimops zwei dieser Romane zu kaufen. Einen liest er, den anderen ich, und dann tauschen wir.


    Ich habe mich für "Indiana Jones und das Gold von El Dorado" von Wolfgang Hohlbein entschieden. Hohlbein ist ja nun kein unbeschriebenes Blatt und seine Schreibweise zusammen mit den Bildern, die ich durch die Filme habe, konnte sich alsbald das geschriebene Szenario wunderbar in meinem Kopf entfalten.


    Ich habe das Buch bisher noch nicht beendet, bisschen mehr als die Hälfte habe ich aber bereits durch. Daher lässt sich schon eine erste Einschätzung abliefern und ich muss sagen, es ist eher ein "geht so" bei mir. Wie gesagt, das Buch ist gut geschrieben. Aber es kommt mir mehr wie ein Spionage- oder Krimibuch vor und weniger wie ein Abenteuer. Indy verhört Leute, inspiziert Tatorte und es spielt sich bis zur Hälfte des Buchs alles in New York ab. Da fehlt mir einfach das Abenteuerfeeling.

    Zwar sind sie mittlerweile auf Reise. Aber auch hier ist Indiana momentan eher Statist, werden Nebenfiguren, die wir erst hier im Roman kennengelernt haben, mehr zu tun bekommen.


    Ich hoffe wirklich, dass Buch wird noch besser. Ansonsten muss ich mein Geld auf den anderen Roman setzen.

    "Ich will der Allerbeste sein..."






  • Indiana Jones

    und der letzte Kreuzzug


    Der dritte Indy ist zugleich der beste der gesamten Reihe und lange Zeit stellte er auch den Abschluss der Reihe dar. Wir gehen in diesem Film Indys Vergangenheit und seiner familiären Historie etwas auf den Grund. Direkt das Intro ist eine Rückblende, die einen jungen Indiana zeigt, der sich einer Bande von Grabräubern entgegenstellt. Auf abenteuerliche und witzige Weise wird gleich mehreren "Mysterien" Indianas auf die Spur gegangen. Wir erfahren, woher er Hut und Kinnnarbe hat, warum er eine Peitsche schwingt und weshalb er Angst vor Schlangen hat - was witzigerweise kurz zuvor nicht der Fall ist. So viel Erklärung ist manchmal etwas viel und es hätte auch schnell dazu führen können, dass es zu viel wurde und unnötig wirkt. Doch ich persönlich finde, dass der Spagat hier gut gelungen ist, ohne die Figur zu entmystifizieren.


    Das Abenteuer selbst dreht sich dann um die Suche nach dem heiligen Gral und beschäftigt sich mit den Kreuzzügen. Ich persönlich liebe das Thema, einfach weil es so spannend ist. Don Rosas Abenteuergeschichten rund und Dagobert Duck sind z.B. mitunter am besten, wenn es um die Kreuzzüge geht.

    Jedenfalls lernt man hier auch Indys Vater kennen, der von einem genialen Sean Connery gespielt wird. Beide legen im Film eine unglaubliche Dynamik an den Tag und es werden schön die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten beider Charaktere dargestellt.


    Was dem Film meiner Meinung nach auch am besten von allen bisherigen Filmen gelingt, ist die Schatzsuche. Die Suche nach Hinweisen, das Vorankommen während der Suche und das Lösen der Rätsel ganz am Ende, gehen sehr gut Hand in Hand und funktionieren richtig gut.


    Für mich gehört der dritte Film zu einem der besten Filme überhaupt, unabhängig der Reihe und schafft es locker in die Top 10 meiner persönlichen Lieblingsfilme aller Zeiten!

    "Ich will der Allerbeste sein..."






  • Indiana Jones

    und das Königreich des Kristallschädels


    Diesen Film als kontrovers zu bezeichnen, wäre vermutlich untertrieben. Der vierte Film spielt viele Jahre nach dem dritten Teil und entsprechend war ein Harrison Ford schon etwas in die Jahre gekommen. Mit Shia LaBeuf an seiner Seite, erlebt Indy ein weiteres Abenteuer, während er den Spuren des Kristallschädels folgt, um seine verschollenen Freunde zu finden.


    Ich bin ehrlich: als ich damals aus dem Kino kam, habe ich den Film gehasst. Es fühlte sich alles nicht richtig an, vieles schien offscreen geschehen zu sein (so sind Marcus und Indys Vater verstorben). Auch Indys Sohn fühlte sich "falsch" an. Dazu kamen schlimme CGI-Effekte anstelle von praktischen Mitteln. Doch das schlimmste: statt eines religiös angehauchten Schatzes, bekamen wir kleine graue Männchen und eine Untertasse. Indys Kumpel, der nach zwei Minuten bereits Verrat begann, war ebenfalls eher ein Tiefpunkt der Erzählung. Irgendwie wollte sich nicht wirklich eine Bindung zu den neuen Figuren aufbauen, anders als Indys Weggefährten in früheren Abenteuern.


    Jetzt kommt jedoch das große ABER. Ich habe den Film nun wieder gesehen - seit dem DVD-Release damals das erste Mal wieder. Und ich muss sagen: ich habe ein Herz für den Film entwickelt. Die grauen Männchen stören mich weiterhin massiv, aber durch das 4K-Remaster ist das Bild so viel besser und man sieht Kulissen, wo klar Kulissen sind, was den alten praktischen Charme wiedererweckt. Die nicht so gut gealterten CGI-Effekte fügen sich gut ein und tragen zum trashigen Gesamtbild bei.

    Nach wie vor würde ich mir wünschen, dass die Aliens am Ende subtiler eingesetzt worden wären (z.B. nur Andeutungen oder ähnliches). Doch Ford hat Spaß an der Rolle und das merkt man. Man geht auch gut mit dem Älterwerden von Indiana um. So gibt es zwar auch Gags, doch nie wird Indy veralbert. Also ja, ich mag den Film nun tatsächlich und würde ihn gerne wieder ansehen.

    "Ich will der Allerbeste sein..."






  • Ich bin eigentlich gegen das nachträgliche verändern von Filmen, wenn es nicht direkt vom Filmachaffenden gemacht wird, aber Indy 4 tut die Farbanpassung der 4K Scheibe richtig gut finde ich.


    Ich hasse diesen 2008er Orange - Türkis Filter, der um die Zeit hip war, die den Film selbst auf der alten Blu Ray noch extrem künstlich aussehen lassen. Das obwohl die Kulissen echt waren.

    Ich bin echt dankbar das man diesen Filter für die 4K Veröffentlichung verworfen hat und das Bild nun eher den ersten 3 ähnelt und deutlich natürlicher wirkt.


    Es ist echt erstaunlich was Farbgebung in einem Film auch für ein Unterschied machen kann finde ich immer wieder.

    Das wertet ihn meiner Meinung nach ziemlich auf.

  • Absolut. Ich konnte dem Film viel mehr "verzeihen", dadurch, dass das Bild so viel besser war und man die Kulissen erkennen konnte - wie eben in den alten Filmen. Den Film habe ich mit meinem Kumpel geschaut und er mochte den vierten auch nie so recht. Doch er war ebenfalls sehr viel positiver gestimmt, nachdem wir den Film gesehen haben. Er ist definitiv nicht der beste Indy, aber er macht viel mehr her so. Es half aber auch, dass wir beide den Streifen schon länger nicht gesehen haben. Die Zeit war nötig, um wohlwollender mit dem Film umzugehen. Tatsächlich freue ich mich schon, ihn wieder zu sehen und ehrlich gesagt hätte es uns gefallen, wenn man im fünften Film eine Familie Jones auf Abenteuer begleitet hätte.

    "Ich will der Allerbeste sein..."