Nintendo 3DS

  • Ich hab die Tage mal wieder einige Stunden mit meinem 2DS gespielt, den eShop durchstöbert usw. und bin erneut total in Nostalgie an 2014/2015 versunken, wo ich ihn nahezu täglich in Benutzung hatte. So ein toller Handheld und ich bin echt froh, dass ich noch ein paar interessante Spiele vor mir habe. Damals habe ich auch gerne den Briefkasten genutzt, wenn auch nicht zum Verschicken von Briefen, sondern einfach zum Zeichnen oder Festhalten von Notizen. Wenn ich da heute wieder reinschaue, bringe ich mich selbst jedes Mal sehr zum Schmunzeln. Nun gab es aber im eShop eine kostenlose Software, die all die Jahre an mir vorbeigegangen ist und den Briefkasten sinnvoll erweitert hat: Kritzelpost. Leider habe ich erst gerade eben durch den verlinkten Artikel erfahren, dass der Briefkasten offensichtlich wegen Missbrauchs geschlossen wurde. Aber die Kritzelpost existiert als offizieller Nachfolger bis heute und ist, wie gesagt, echt umfangreich. Zu Beginn erhält man einige Briefe von Nikki, die die Grundlagen der Software erklären. Nachdem man diese anschließend selbst in einem erstellten Brief ausprobiert hat, erhält man direkt einen neuen Brief von Nikki und schaltet dadurch eine zusätzliche Funktion frei. Das Ganze ging wirklich eine Dreiviertelstunde lang so weiter, bis ich alle kostenlosen Funktionen beisammen hatte. Ein paar Einzelne wie dicke oder farbige Stifte sind leider kostenpflichtig, denn so steht mir nur ein dünner Stift mit schwarzer oder roter Farbe zur Verfügung. Ansonsten könnte man auch noch einen Haufen Hintergründe oder Zeichenvorlagen erwerben. Letzteres finde ich jedoch ziemlich cool und ich konnte auf dem 2DS Touchscreen echt sehr gut zeichnen. Das hat mich selbst überrascht. In den kostenlosen Vorlagen waren ein Smiley, ein Kritzelpost-Brief mit Flügeln, ein Pilz aus Super Mario sowie ein Tintenfisch aus Splatoon. Weitere Vorlagen sind an u.a. berühmte Nintendo-Reihen angelehnt und hätten damals ebenfalls via Goldpunkte aus MyNintendo freigeschaltet werden können. Die Angebote gelten allerdings nicht mehr. Sehr schade, denn ich würde sie sonst nutzen. Jedenfalls habe ich für mich selbst wieder einige humorvolle Briefe erstellt und dabei die umfangreichen Features der Kritzelpost vollstens ausgenutzt. Auch wenn ich die Software nicht so nutze, wie sie eigentlich vorgesehen ist, find ich sie dennoch echt schön. Schade, dass die Leute auf den 3DS Handhelds nicht mehr aktiv sind, sonst würde ich noch ein paar Nachrichten an sie verschicken. Wahrscheinlich bräuchten die dann aber auch Kritzelpost und wer hat das sich denn überhaupt gedownloaded? Bestimmt niemand außer mir. Im Gegensatz zum Briefkasten war das nämlich nicht vorinstalliert.


    Außerdem habe ich nochmal einen Blick in die Street Pass Mii-Lobby geworfen. Die Minispiele sind leider ausschließlich spielbar, wenn man Leute per Street-Pass getroffen hat. Das war bei mir über all die Jahre hinweg anscheinend bloß eine Person, haha. Trotzdem konnte ich diesen Mii nicht für die Minispiele nutzen und ich hab keinen blassen Schimmer, wieso. Allerdings hatte ich ja noch acht Spielmünzen, die man pro 100 Schritte erhält. 2015 hat mir das System mal bei einer Zugfahrt über 1.000 Schritte angerechnet und zehn Münzen geschenkt, obwohl ich mich nicht von der Stelle bewegt hatte :woot2: Zwei davon habe ich in BoxBoy! für Rätsel-Hinweise genutzt, den Rest dagegen bis heute gespart. Also habe zum ersten Mal "Rette die Krone" gespielt und einen Level 1 Mii für zwei Spielmünzen beschworen. Der Gegner war ein stark geschwächter Geist, den ich one hitten konnte. YAR HAR, ich bin so stark!!! Im zweiten Raum waren zwei Geister mit vollen HP. Mein Angriff hat kaum Schaden gemacht, die zwei haben mich einmal dumm angeguckt und der Mii ist weggerannt. Game Over, nach 20 Sekunden. Danke Nintendo. Zwei Spielmünzen völlig verschwendet, zumal die Beschwörung nur einmalig gilt. Sinnlosestes Spiel aller Zeiten.


    Darüber hinaus gibt es in der Street Pass Mii-Lobby noch ein paar kostenpflichtige Titel. Einen davon bekommt man sogar geschenkt, nämlich entweder Autorennen oder die Börse. Nicht schwer zu erraten, dass ich mich für das Mii-Autorennen entschieden habe. Hier muss man mit kleinen Spielzeugautos Runden drehen, indem man beschleunigt und in den Kurven vom Gas geht, genau wie bei einer Carrera-Rennbahn aus Kindeszeiten. Das Timing für das Loslassen und erneute Gas Geben in Kurven ist entscheidend über die Rundenzeit. Das Spiel hat tatsächlich viel Spaß gemacht und das eigene Fahrzeug hat sich optisch extrem umfangreich anpassen lassen. Ich war mehr als positiv überrascht, da ich eigentlich nur so ein Billigheimer-Spiel wie "Rette die Krone" erwartet hatte. Aber das Mii-Autorennen war cool. Einziger Haken: Es gab keine Rivalen zum Spielen, mehr als der Trainingsmodus war demnach nicht drin. Also habe ich wieder zwei Spielmünzen zur Beschwörung genutzt, konnte ein Rennen fahren und glorreich gewinnen, um festzustellen, dass der Rivale auch hier wieder sofort verschwunden war. Doch die Strecke war ab diesem Zeitpunkt dauerhaft fürs Zeitfahren freigeschaltet! Um die weiteren Strecken spielen zu können, müsste ich mir durch das Schütteln des 2DS Handhelds noch ein paar Münzen erschummeln, aber ich weiß nicht, ob ich wirklich eine derart hobbylose Aktion durchziehen sollte :ugly: die Street Pass Mii-Lobby ist einfach nicht dazu gedacht, die Games Solo zu spielen.


    Hach ja, die eine oder andere Sache vermisse ich doch auf der Switch, insbesondere die wunderschönen Designs im Menü. Ich hab einige Schöne im Gepäck und meine liebsten in den Zufallsgenerator gepackt. Immer wieder schön.

  • Mein 2DS hat sich in den letzten Wochen wieder zu meiner meistgenutzten Konsole entwickelt. So ein toller und charmanter Handheld, der mir absolut ans Herz gewachsen ist. Hin und wieder habe ich tatsächlich auch mal überlegt, mir einen New 3DS/2DS XL anzuschaffen, einfach für leicht verbesserte Performance, den kleinen C-Stick und den größeren Bildschirm, aber letztendlich wäre das ein reiner Luxuskauf und bei gebrauchten Verkäufen im Internet bin ich offen gesagt auch ein bisschen skeptisch, vor allem was den Zustand der Konsolen angeht. Letztendlich hat mein 2DS aber alles, was ich benötige, und ein riesiger Vorteil ist mir tatsächlich erst diese Tage so richtig bewusst geworden: beide Bildschirme sind aus Glas. Insbesondere beim Touchscreen finde ich das echt super und wichtig, da das Glas beim tippen nicht nachgibt und somit genauer ist. Mein guter alter DS Lite, mit dem ich heute Apollo Justice gespielt habe, hat z.B. keinen Touchscreen aus Glas und die Fläche gibt minimal nach, wenn man sie antippt.


    Wie schon im Thread zu Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney ausführlich erwähnt, bin ich im eShop über die kostenlose Speicherdaten-Transfersoftware gestolpert. Einfach nur eine geniale Erfindung, die ich bislang überhaupt nicht kannte. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich sie gefunden habe, doch es war wirklich absoluter Zufall. Ich verstehe weder, weshalb sie so gut versteckt ist, noch warum genauso viele Leute nur eine 1-Stern-Bewertung wie 5-Sterne-Bewertungen hinterlassen haben. Wegen Letzterem hatte ich auch totale Befürchtungen, mein Spielstand könnte beim Transfer verloren gehen etc. aber nein, es war alles unkompliziert binnen weniger Sekunden erledigt und hat seinen Zweck hundertprozentig erfüllt. Wer von euch die Software noch nicht auf dem 3DS hat, sollte sie sich downloaden. Sehr empfehlenswert, falls man mal seinen Spielstand von einem ausgeliehenen Modul behalten möchte, wie es bei mir persönlich der Fall war.


    Ebenfalls hatte ich im verlinkten Post von meinem SD-Card-Wechsel von 4 GB auf 32 GB gesprochen. Auch dieser war eine absolute Bereicherung für meinen Handheld, da mein voller Speicherplatz plötzlich wieder 212.000 freie Blöcke angezeigt hatte. Ein Traum! Wenn ihr wüsstet, was ich seitdem alles aus dem eShop wieder gedownloaded habe ... viel zu viel! Endlich muss ich mich nicht mehr zurückhalten. Mehr als 32 GB sind laut nintendo-Website übrigens nicht empfohlen, da das System ansonsten zu überlastet sein könnte. 32 GB SD-Cards sind heutzutage echt selten geworden, ich hatte Glück mit meinem Kauf. Der Wechsel selbst war auch total unkompliziert. Ich musste einfach nur alle Ordner kopieren und die Konsole hat sich verhalten, als gäbe es keinen Unterschied zu vorher. Es wurde nichts resettet etc. sondern war genau wie vorher, nur mit mehr Speicher. Schnell und unkompliziert.


    Mittlerweile glaube ich auch einen großen Grund gefunden zu haben, weshalb ich mit der DS-Familie mehr Spaß als mit der Switch habe. Nicht nur ist es der Charme durch die verschiedenen Menüdesigns und Gestaltungsmöglichkeiten auf dem 3DS, sondern ich hab heute mal wieder gemerkt, wie überaus genial ich das Konzept mit zwei Bildschirmen finde. Egal ob der Touchscreen nur als zusätzliche Anzeige dient oder interaktiv ins Geschehen eingebunden wird, ich finde es hammermäßig! Es macht so viel Spaß damit zu spielen und ich hoffe, dass meine beiden Handhelds noch sehr, sehr viele Jahre durchhalten werden. Beide haben schon dutzende hundert, wenn nicht sogar über tausend Stunden Leistung gezeigt und funktionieren bis heute tadellos. Soll soll es sein und nicht anders!

  • Trakon

    Ich kann bei der Anschaffung definitiv Ebay Kleinanzeigen empfehlen. Ich habe meinen New 3DS XL auch gebraucht dort gefunden. Verkäufer vor Ort, ich konnte mir das Teil ansehen und habe es für rund 100 € gekauft, samt drei Spielen.

    Das Gerät hatte ich mir angeschafft, da ich eben einen größeren Bildschirm, aber auch ein "Ersatzgerät" habe. Ich habe viele tolle 3DS Titel, auf die ich ungern verzichten würde, nur weil der 3DS schlapp macht.


    Ruhmeshalle Sinnoh (Platin Edition)


  • Hach ja, die 3DS-Zeit...


    Der 3DS war meine erste Konsole überhaupt, und ich hatte wirklich tolle Jahre mit ihr. Und dass, obwohl ich es die gesamte "Hauptnutzzeit" über nie hinbekommen habe, den 3DS mit dem Internet zu verbinden! Ja, ihr habt richtig gelesen, viele bekannte und beliebte Features, die der Handheld hatte, konnte ich so gar nicht (richtig) nutzen, den E-Shop zum Beispiel. oder auch zahlreiche Funktionen in den Spielen selbst. Aber das hat ich nicht davon abgehalten, Spaß mit der Konsole gehabt zu haben. Und am Schluss hatte eigentlich auch eine schöne Anzahl an Spielen, von Ocarina of Time über New Super Mario Bros. und Story of Seasons bis hin zu Donkey Kong Country 3D Returns. Viele Spiele habe ich gar nicht richtig beendet, dafür war irgendwann etwas anderes interessanter und/oder das Spiel war mir einfach zu schwer am Ende. Aber Spaß gemacht hat mir das Spielen sehr, ich kannte ja zu dem Zeitpunkt noch gar keine "großen" Konsolen, die man am Fernseher spielt bzw. hatte sie nur kurz mal bei Freunden testen dürfen, deswegen war mir der 3DS auch nie zu klein oder zu auflösungstechnisch schlecht, denn das waren ja wie gesagt auch meine ersten Schritte in der Gaming-Welt. Und ich bekam meine Konsole auch in der Mitte ihrer bedeutungsvollen Zeit, es muss ungefähr 2015 gewesen sein. Klar, wenige Jahre später kam die Switch raus, aber damals war ich auch noch gar nicht so in dieser Gamingwelt drin, ich wusste dann zwar auch, dass es eine Nachfolgekonsole gab, aber sie war mir eigentlich recht egal und ich erfreute mich an meinen Spielen.


    Mittlerweile besitze ich meine Switch seit fast genau zwei Jahren, ich habe mich, wie so viele, an die bessere Grafik und die bequemere Steuerung gewöhnt und mein 3DS kommt nur noch selten zum Einsatz. Ich glaube, ich werde es auch bei der Switch so machen, dass ich sie so lange spielen werde, bis sie wirklich bedeutungslos ist, und mir nicht sofort bei Release die Nachfolgekonsole holen werde. Das liegt daran, dass ich mir unglaublich selten Vollpreistitel hole und viele Granaten wie Mario Kart 8, Metroid Dread, Donkey Kong Country Tropical Freeze, aber auch ältere Titel wie die Star Fox-Teile, Super Metroid oder Super Mario World 2 und Super Mario Bros. 3 noch immer von mir ungespielt sind bzw. ich sie mirnoch gar nicht gekauft habe. Die auszulassen wäre ja schade.


    Ich bekomme eine gehörige Portion Nostalgie, wenn ich an die 3DS-Zeit denke. Damals war ich wirklich noch ein Kind und befreit von Sorgen, die meinen Alltag jetzt begleiten. Und wenn ich daran denke, dass wir damals noch ausgemacht haben, wie lange ich täglich maximal spielen darf, muss ich schmunzeln. So etwas habe ich heute nicht mehr, was natürlich daran liegt, dass ich älter geworden bin, aber auch daran, dass ich mir bewusst auch Zeit mit Freunden, zum Lernen, und auch zum lesen lasse. Bestimmt werde ich den 3DS immer mal wieder anschmeißen. Nicht oft, aber manchmal, und es wird mir immer Freude bereiten, mich an die alten, schönen, unbeschwerten Zeiten zu erinnern :wink:

    Willst du glücklich sein? Dann sorge dafür, dass du es bist!

  • Nintendo 3DS - ca. 75.94 Millionen / 8. Generation


    Ich weiß gar nicht, ob Nintendo diese Konsole wirklich als "Rein"-Erfolg verbucht oder eher nicht.

    Die verkauften Einheiten sehen auf dem Papier solide aus, aber stehen zahlenmäßig hinter dem Game Boy Advance und nur zur Hälfte beim Vorgänger "Nintendo DS".

    Zumal ich ständig den Eindruck hatte, dass Nintendo trotz Veröffentlichung des Nachfolgers fleißig den DS weiterhin belieferte und die Handhelden sehr lange parallel laufen ließen.


    Das Verkaufsargument kam damals mit dem Hype um die 3D-Optik - der Film "Avatar" von James Cameron sorgte 2009 für ein kleines metaphorisches Erdbeben in der digitalen Industrie. Nun ja, diese 3D-Optik setzte sich weder im Kino noch auf den Konsolen längerfrsitig durch und so brach das entscheidende Merkmal des 3DS weg, bzw. lockte die Kundschaft nicht mehr. Zumal immer mehr Menschen bei aktivierter 3D-Optik von Kopfschmerzen und fehlendem Mehrwert klagten, hatte es sogar eher einen abschreckenden Faktor.

    Aber Nintendo war im Bereich des Handhelden seit nun 20 Jahren die unangefochtene Spitze der Videospielindustrie und so mauserte sich auch diese Konsole allmählich zu einem finanziellen Erfolg - wobei ich glaube, dass die Erwartungen bei Nintendo höher lagen. In jedem Fall sorgte er zumindest für schwarze Zahlen - was das stationäre Pendant nicht von sich behaupten kann.

    Ich glaube, so machte sich bei Big N eine gewisse Ernüchterung breit und war letzten Endes über die verkauften Einheiten der DS und 3DS ganz froh.


    Ich habe mir Ende 2015 den New Nintendo 3DS XL geholt, weil ich den neuesten Handhelden samt Spielen haben wollte - es war eher ein spontaner Kauf. Wobei ich den Namen schon sehr amüsant fand.

    Und wenn ich darüber nachdenke, verbinde ich damit auch keine tiefergehenden Gefühle oder Erinnerungen - es ist eher rational betrachtet eine ordentliche Konsole und womöglich der beste Handheld?

    Der Display ist riesig, er liegt verdammt gut in der Hand, die Laufzeit war gut und Beleuchtung ist der Wahnsinn. Allgemein gefällt mir dieser Nintendo 3DS von allen Handhelden am meisten. Er lässt alle anderen Konsolen mehr oder weniger hinter sich und ich habe in Zukunft bei allen vorherigen Modellen das Gefühl mit Handicap zu spielen. Wobei ich die 3D-Funktion nie länger als 7 Sekunden nutzte: 1 Sekunde zum Aktivieren, 3-4 Sekunden bis die Funktion aktiviert war, 1-2 Sekunden angeschaut und ausgemacht.


    Naja zu dieser Kaufentscheidung gesellten sich dann alle Ableger aus dem Universum "Pokémon" und "The Legend of Zelda". Und dabei blieb es dann auch - obwohl ich nichts an der Konsole auszusetzen habe, konnten mich weitere Spiele bisher nicht reizen. Wobei ich zugeben muss, dass ich damals mit der Neuauflage der dritten Generation unfassbar viele Spielstunden dort investiert habe. Es war nämlich das erste Mal, dass ich mich für das kompetitive Spiel interessirt habe und dann gehen da gerne mal 200-300 Stunden bei drauf. Züchten, Züchten, Züchten!

    Generell ist dieser Ableger wohl einer meiner liebsten Spiele aus dem gesamten Franchise und ich kann mir vorstellen, dass ich diesbezüglich zu viel Inhalt in zu kurzer Zeit konsumiert habe und dann ein schlagartiges Sättigungsgefühl eintrat.


    Wobei mir da einfällt, dass ich viele alte Spiele aufgrund des eShops nachholen konnte. Zwar ist das Gameplay bei vielen Ablegern nicht gut gealtert, aber der Nintendo 3DS holt audio-visuell alles aus den damaligen Videospielen heraus. Alte Klassiker wie "Pokémon: Rot" oder "The Legend of Zelda" sehen dementsprechend richtig gut aus.

    Das waren kurze, aber tolle Runs.


    Naja, und bis auf Pokémon und Zelda gab es für mich nicht mehr ... Da ich mir den New Nintendo 3DS XL auch erst Ende 2015 holte, war ein Großteil der Werbekampagne wahrscheinlich schon an mir vorbeigegangen und die Nintendo Switch war dann auch schon in den Startlöchern (1,5 Jahre zuvor).


    Diese Spiele sollte ich wohl nachholen, aber im Angesicht der Nintendo Switch fällt es mir echt schwer den Handhelden anzuschmeißen.


    - Pushmo

    - Shovel Knight

    - Super Mario 3D Land

    - Kid Icarus: Uprising

    - Metroid Fusion

    - Animal Crossing: New Leaf

    - Metroid: Samus Returns



    Welche davon würdet ihr definitiv empfehlen? Auch wenn die Switch daneben liegt?

    Werde ich beispielsweise bei "Metroid" ständig das Gefühl haben ein Downgrade zu zocken (im Angesicht von "Metroid Dread")?


    Nüchtern betrachtet hat der Nintendo 3DS nicht viel auf dem Videospielmarkt verändert, keine brachialen Zahlen generiert und auch insgesamt gehört diese Konsole wohl zu den stillen Vertretern seiner Art.

    Was im Anbetracht seiner technischen Möglichkeiten aber unverdient erscheint.


    Durch diesen Post habe ich die Konsole dann aus dem Regal geholt und spiele aktuell die "Oracle of"-Teile nochmal. Dabei fällt mir auf, dass die Konsole sich wunderbar gehalten hat. Gut, 6 Jahre sind kein Alter für eine Konsole, aber trotzdem zeigt er so gut wie keine Gebrauchsspuren auf, die Knöpfe funktionieren tadellos, der Akku ist weiterhin solide, beide Screens sind sauber und strahlen noch einwandfrei und die Spiele lassen sich problemlos abspielen.

    Das finde ich sehr schön. Mir gefällt der Handheld heute noch sehr, liegt grandios in meinen Händen und die GBA-Ableger spielen sich echt klasse.

    Aktuell ist mein Eindruck sehr positiv.

    Ich mag Signaturen nicht, weil sie die Scroll-Leiste ohne Kontext verlängern.

  • Wie hier und dort berichtet, sind leider die Schultertasten meines (immerhin 13 Jahre alten) 3DS defekt. Sie machen zwar noch die gewohnten Klickgeräusche und lassen sich normal bedienen, haben aber leider keine Funktion mehr. Da mir das Gerät nie heruntergefallen ist oder sonstwie Schaden erlitten hat, gehe ich von Abrieb in Form von winzigen Plastik- oder Staubpartikeln aus, der da irgendwas blockiert.


    Da das bei einem so alten Gerät nun einmal passieren kann und Nintendo leider keine Reparaturen mehr anbietet, habe ich mich entschlossen, das Ganze selbst in die Hand zu nehmen. Mit dem SNES und dem PS4-Controller hat es ja auch funktioniert - gut, bei so einem Handheld ist alles natürlich auf noch engerem Raum, aber ich bleibe mal optimistisch, dass ich das auch hinkriege. Außerdem macht es irre Spaß, die Geräte auseinanderzubauen und zu schauen, wie das Innenleben so aussieht.


    Ehe ich jedoch Ersatzteile (sprich: neue Tasten) kaufe, wollte ich erst schauen, ob ich irgendwelche offensichtlichen Mängel feststellen kann, z.B. ein gelöstes Flachbandkabel o.ä. Allzu wahrscheinlich war es nicht, aber wozu Geld ausgeben, wenn man es vielleicht gar nicht muss?


    Ich habe vor zwei Jahren mal den (defekten) 3DS meines Bruders auseinandergenommen, um mir das Innenleben anzusehen, und dann wieder zusammengeschraubt. Da mein 3DS ebenfalls eines der älteren Modelle ist, sollte es ja kein Problem sein, das Ganze nochmal zu machen... oder?


    Tja, ganz so einfach war es dann leider nicht.


    Bewaffnet mit meinem brandneuen Präzisionsschraubendreher-Kit (genauer: einem PH000-Dreher) habe ich erst einmal die Rückenklappe entfernt. Diese wird von vier Schrauben festgehalten, die sich nicht komplett lösen lassen, sondern im Gehäuse verbleiben. Dann kann die Abdeckung entfernt werden und man blickt auf den Akku, der sich unkompliziert entfernen lässt. Danach gilt es, ganze neun winzige, schwarze Schrauben sowie eine noch winzigere, silberne Schraube (beim Cartridge-Slot) zu entfernen:

    Hab also erstmal den Akku rausgefischt und mich dann an die Schrauben gemacht (die natürlich auch recht tief in ihren Schächten stecken).


    Acht der Schrauben (und die silberne) kamen ohne Probleme heraus, aber bei der neunten dann passierte es: Die Schraube klemmte extrem fest. In meinem Versuch, sie doch noch zu lösen, habe ich sie leider etwas überstrapaziert, was in einer rundgedrehten Schraube resultierte. Arrgh!

    Etwas ratlos habe ich dann im Internet geschaut und festgestellt, dass das Problem gar nicht so selten ist. Offenbar sind die Schrauben aufgrund ihrer Größe und Beschaffenheit einfach zu schwach und da passiert es gerne mal, dass das nicht ganz so glückt.

    So "schön" es war, nicht allein zu sein, war mir damit aber nicht wirklich geholfen. Wie sollte ich die Schraube denn nun herausbekommen, um das Gehäuse zu öffnen?


    Nachdem mehrere Versuche mit Tipps aus dem Internet fehlschlugen, habe ich mich entschlossen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Ende bin ich auch nur Hobbybastler und möchte nicht riskieren, diesen wunderschönen 3DS aus Versehen kaputtzumachen.


    Heute bin ich also mit meinem 3DS in einen Reparatur-Shop gestiefelt und habe den netten Herrn am Tresen gefragt, ob er wüsste, wie man die Schraube entfernen kann. Er hat sich das Ganze angesehen und gesagt, das ginge mit ein wenig Spezialwerkzeug. Ein wenig tüfteln musste er doch und am Ende fragte er, ob es okay wäre, wenn die Schraube kaputtgeht. Ich sagte, das sei natürlich in Ordnung, so ist die Schraube ja nutzlos und solange das Gehäuse intakt bleibt, war es mir recht. Nach etwa einer Dreiviertelstunde bekam ich meinen 3DS zurück - er hatte mit einem (winzigen!) Bohrer den Schraubkopf entfernt, sodass sich das Gerät nun öffnen lassen sollte, sobald ich die anderen Schrauben entferne (ich hatte den 3DS wieder zusammengebaut, ehe ich zum Laden ging). Es war auch gar nicht teuer und ich habe mich natürlich mehrmals bedankt, denn nun war mein Vorhaben gerettet.


    Der Inhaber war sehr nett und schien sich im Gegenteil über die Herausforderung zu freuen, weil er nach eigenen Angaben sonst zu 90% Handyakkus austauscht oder Joycons repariert. Haben noch ein bisschen über Zelda gequatscht (der 3DS lädt ja förmlich dazu ein!) und dann hab ich mich wieder auf den Heimweg gemacht.


    Eben hab ich den 3DS dann endlich öffnen können. Man muss beim Aufmachen vorsichtig sein, denn die Schultertasten sind mit Flachbandkabeln an der Platine befestigt. Man kann sie jedoch recht einfach lösen (Plastikwerkzeug benutzen, niemals Metall!) und dann ist die Unterseite auch schon offen.


    Erinnert ihr euch übrigens an diese lustigen Sticker, die früher in Handys drin waren und anzeigen, ob ein Gerät mit Wasser in Berührung kam? Von denen sind auch zwei Stück drin und ich bin ein bisschen stolz, dass sie wie neu aussehen. Ich gehe wirklich pfleglich mit meinen Konsolen um, weil sie super teuer sind und besonders der 3DS ist für mich einfach ein kleiner Schatz (er ist sooo schön!).

    Gut erkennbar sind der Cartridge-Slot, der SD-Karten-Slot (ich hab die Karte drin gelassen) und der Chargeport oben.


    Der Chip mit dem großen weißen Sticker unten ist meines Wissens nach der WLAN-Chip. Das weiße Teil rechts ist die Unterseite des Schiebepads.


    Ich habe mich ein wenig gewundert, dass so viele handschriftliche Bemerkungen auf meinem Mainboard sind - keine Ahnung, warum, auf den Bildern aus der Anleitung, die ich verwendete, waren nicht so viele.


    Glücklicherweise befinden sich die Schultertasten auf der anderen Seite, weshalb ich den Teil mit der Platine beiseite legen konnte.


    Und so sieht die andere Seite aus:

    Hier ist nicht ganz so viel los. Die Platte rechts schützt den Akku und oben kann man die Schultertasten erkennen. Die Flachbandkabel sind extrem dünn, hier ist also Vorsicht gefragt.


    Hab mir alles genau angeguckt, aber bereits beim Auseinanderbau festgestellt, dass die Kabel fest mit der Platine verbunden waren. Probeweise habe ich die R-Taste herausgenommen und mir angeguckt, sie sieht aber normal aus.


    Ich gehe daher davon aus, dass entweder dass Kabel einen sehr feinen Riss hat, der mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist, oder, was wahrscheinlicher ist: Durch Abrieb haben sich kleinste Partikel in der Taste selbst gesammelt. Das scheint, wenn meine Recherchen stimmen, auch die häufigste Ursache für defekte Schultertasten zu sein. Es ist möglich, sie zu säubern, aber sehr aufwendig und nicht ganz einfach.


    Da neue Tasten nicht besonders teuer sind, wird eigentlich immer empfohlen, die Tasten einfach auszutauschen, und das ist nun mein Plan. Nun gilt es also, neue Tasten zu kaufen und dann die alten auszutauschen.


    Zum Abschluss noch ein Bild des Innenlebens der R-Taste. Dieser Teil sitzt unterhalb der Taste, die man tatsächlich drückt - diese drückt dann nämlich auf den runden Taster, der über das Flachbandkabel ein Signal an die Hauptplatine sendet. Man kann gut sehen, wie fragil es ist. Oben im Foto ist der Anschluss, über den man das Teil mit der Hauptplatine verbindet.

    Genau dieses Teil (und das Äquivalent auf der linken Seite, das ähnlich aussieht, aber ein längeres Kabel besitzt) brauche ich jetzt. Der nächste Schritt wird also sein, diese Teile zu kaufen und dann in die Konsole einzusetzen... und zu hoffen, dass ich meinen 3DS nicht zerschrotte, hehe.


    To be continued.

  • 3DS-Reparatur, Teil 2


    Nach ein wenig Pause habe ich kürzlich die Ersatzteile bestellt. Die Post hat mich ein bisschen getrollt, aber als ich heute nach der Arbeit nach Hause kam, begrüßte mich ein flacher Umschlag in meinem Briefkasten - sie sind da!


    Selbstverständlich also, dass ich mich auch gleich daran mache, die Tasten einzubauen.

    Die beiden süßen Teilchen galt es nun, in den 3DS einzubauen.


    Hab also eine Pappe als Unterlage genommen, mir den 3DS geschnappt und ihn wieder auseinandergenommen (siehe Beitrag darüber). Hier noch einmal alle Teilchen auf einen Blick:

    Während des eigentlichen Bastelvorgangs habe ich keine Fotos gemacht, da es eine ziemliche Friemelarbeit war, vor allem, da mir bei der R-Taste noch das Plastikteil mit der Feder herauskam und ich eine Weile gebraucht habe, alles wieder zusammenzubauen, haha.


    Aber wir erinnern uns, es geht um diese Teile hier (selbes Bild wie oben, nur mit Kreisen diesmal):

    Zunächst habe ich mich um die R-Taste gekümmert, da ich diese letztens schon herausgenommen hatte und daher noch auswendig wusste, wie das geht. Dafür muss erst das Metallblech entfernt werden (drei Schrauben) und dann ein dünnes, schwarzes Plastikteil, dass das Flachbandkabel an Ort und Stelle hält (eine Schraube). Da das Kabel durch das Plastikteil geht, kam es beim Herausnehmen gleich mit und weil der Trigger selbst (also das Plastikteil, das man von Außen drückt) nicht alleine sein wollte, kam er auch dazu und brachte seinen Freund, eine winzige Feder, natürlich auch mit. Das war so nicht geplant, aber wohl unvermeidbar und ich baute das erstmal wieder zusammen, ehe ich das brandneue Flachbandkabel einbaute. Ich hatte bereits in einigen Rezensionen zu dem Teil gesehen, dass es wohl minimal zu groß ist und tatsächlich musste ich etwas Kraft anwenden, damit es in die vorgesehene Öffnung einrastet (das Gerät ist zu alt, um noch Originalteile kaufen zu können, weshalb ich auf ein Produkt eines Drittherstellers zugreifen musste). Das ging dann aber doch ganz gut und ich bog das Kabel noch ein bisschen in Form, damit es auch richtig im Gehäuse liegt. Dann kamen Plastikteil und Platte wieder drauf und ich widmete mich der linken Taste.

    Hier gibt es keine metallene Platte, aber dafür ist das Plastikteil größer und wird von drei Schrauben festgehalten. Doch auch die lassen sich gut lösen und das Kabel kam wieder mit heraus; diesmal war der Trigger selbst aber brav und blieb im Gehäuse sitzen. Ich nahm ihn trotzdem kurz heraus, um ihn mir anzugucken, konnte aber nichts feststellen und das Einsetzen fiel mir hier leichter von der Hand. Dann nahm ich das neue Kabel, bog es zurecht und schob es in die Halterung ein. Plastikteil wieder drauf, Schrauben festgedreht und voilà, der Tausch ist geglückt.


    Ein wenig knifflig war das Zusammenbauen des Gehäuses selbst, weil die Kabel - da neu - noch nicht so ganz in ihrer Form (ich hatte sie zurechtgebogen, aber wollte nicht zu viel Kraft anwenden, um nichts zu beschädigen, schließlich sind sie super dünn...) bleiben wollten und ich aufpassen musste, sie nicht aus Versehen durch das Zusammensetzen der Gehäusehälften zu beschädigen. Doch auch das klappte und ich machte alle Schrauben fest (aber nicht zu fest, damit ich im Fall der Fälle wieder gut öffnen kann).


    Da der 3DS seit gut einigen Wochen nicht benutzt worden war, war der Akku entsprechend leer und ich musste ihn erst ein wenig laden, aber eben konnte ich ihn anschalten (er ging an!) und...


    Es hat funktioniert!


    Ich habe Golden Sun 3 gestartet und ein paar Mal die Shortcuts geändert. Es. Funktioniert. So. Gut.

    Ich bin begeistert: Ich wäre glücklich gewesen, wenn nur eine der Tasten ginge, aber ich habe es tatsächlich geschafft, beide erfolgreich auszutauschen. Es ist ein so befriedigendes Gefühl, dass es nun reibungslos funktioniert :cutedance:


    Und passenderweise kommt übermorgen Echoes of Wisdom heraus. Na, ob ich so schnell Golden Sun weiterspiele? :wacko:


    Edit: Und weil er so schön ist, hier ein Bild des nun funktionierenden 3DS.