Welchen Film habt ihr als letztes gesehen?

    • Bevor ich gestern den großartigen Blade Runner 2049 im IMAX sah, über den ich mich schon im entsprechenden Thread freudig ausgelassen habe, nutzte ich bereits vor ungefähr zwei Wochen die Gelegenheit, um mir doch noch Mother! anzuschauen. Der Film ist sehr speziell und erinnerte mich an einigen Stellen an High Rise, der mir damals eher mäßig gut gefiel. Mother dagegen war meiner Meinung nach wesentlich spannender aufgebaut und wurde auch sehr ausgeklügelt erzählt. An vielen Stellen regte man sich wahnsinnig auf und konnte richtig mit JLaws Charakter mitfühlen, aus deren Sicht sich der Film abspielt. Eher entwickelt man selbst richtige Rachegelüste, bis die Handlung gegen Ende vollends im Chaos ausbricht. Aber hier möchte ich nicht zu viel verraten, denn ich war überhaupt nicht vorbereitet und umso mehr überrascht.

      Alles in allem war der Film meiner Meinung nach zwar sehr speziell, hat mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Besonders die bedrückend inszenierten Szenen waren toll umgesetzt und ließen sehr gut mitfühlen. Habe es nicht bereut, mich in der xten Spielwoche doch noch dafür ins Kino bemüht zu haben.
    • Neu

      Haben heute Lion aus dem Jahre 2016 geschaut. Ich hatte eigentlich keine Ahnung, was mich erwartet, hatte aber zumindest schon den Titel gehört und dass der Film wohl einige Preise gewonnen hat.

      Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und schildert das Leben des kleinen Saroo aus Indien. Eines Tages schläft er, als er auf seinen älteren Bruder wartet, in einem Zug ein und erwacht es mehrere Stunden später; da ist der Zug aber schon in Kalkutta angekommen. Da Saroo sich nicht mit den Leuten verständigen kann und den Namen seiner Heimatstadt falsch ausspricht und auch seinen eigenen Nachnamen nicht nennen kann, findet er keinen Weg zurück und landet schließlich im Waisenhaus. Kurze Zeit darauf wird er von einem australischen Ehepaar adoptiert, das ihn mit nach Australien nimmt, wo er fortan lebt und aufwächst.
      Nach 20 Jahren, als Erwachsener, überkommt ihn jedoch immer mehr die Sehnsucht, seine Familie wiederzufinden. Er berechnet, wie weit der Zug zur damaligen Zeit hätte fahren können und erstellt mit Hilfe von Google Earth einen Suchradius, um seine Heimat wiederzufinden und sich schließlich auf die Suche nach seiner Familie zu machen.

      Ich bin ja eigentlich weniger ein Mensch, der so dramatische Filme schaut, wobei ich nicht genau sagen kann, woran es liegt. Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass mir der Film wirklich gut gefallen hat und ich die Geschichte auch sehr bewegend fand. Stellenweise ging es mir ein wenig zu schnell, weshalb der Film meinetwegen noch etwas länger hätte sein können, aber alles in allem habe ich ihn gerne angeschaut und habe stellenweise wirklich mitgefiebert.