Welchen Film habt ihr als letztes gesehen?

  • Wir haben heute Solo: A Star Wars Story im Kino geschaut.


    Wie von einem Film im Star-Wars-Universum zu erwarten, viel Geballer, Gefahr und vor allem viel Weltraum. Es war etwas ungewohnt, Han Solo von einem anderen Schauspieler verkörpert zu sehen (soweit ich weiß, spielen die Filme ja nicht so weit auseinander), aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, hatte ich Spaß am Film. Es passiert nun nichts allzu Überraschendes meiner Meinung nach, erklärt aber, wo Han Solo herkommt und wie er auf Chewbacca trifft sowie zu seinem Millenium Falcon kommt. Charakterlich ist er schon anders als man ihn aus den anderen Filmen kennt, andererseits kann ich den "Wandel" aufgrund der Geschehnisse in diesem Film doch ganz gut nachvollziehen.


    An sich habe ich mich gut unterhalten gefühlt, allerdings denke ich, dass der Film nur etwas für Fans der Reihe ist. Dennoch ganz interessant, die Vorgeschichte von Han Solo zu erfahren, auch wenn diese keinen großen Mehrwert für die Hauptreihe bietet.

  • Ich war kürzlich den neuen Teil der Mission Serie im Kino, nämlich Impossible Fallout. Wer die Serie mag, kommt hier absolut auf seine kosten. Harte Action, tolle Verfolgungsjagden, super Schnitte und jede Menge Spannung. Man kann von Thomas Cruise Privat halten, was man möchte, aber Actionfilme machen kann er. Somit auf alle Fälle eine Schauempfehlung von mir für Fans von Mission Filmen, Bourne Verschwörung, Bond Filmen oder sonstigen Actionthrillern. 8 von 10 böse Supermänner

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #51: Val Hallen

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    "Upsurge!"

  • Habe mir kürzlich "Shape of Water - Das Flüstern des Wassers" angesehen.


    Einerseits ein sehr schöner und ästhetischer Film mit gutem schauspielerischem Input, andererseits ein wenig skurril im Bezug auf die Lovestory. Als Fantasy-Romanze wird der Film beworben und das trifft es meiner Meinung nach ganz gut (auch wenn es an Action nicht mangelt). Wie eine Art Sci-Fi-Version von "Die Schöne und das Biest", oder "Die fabelhafte Welt der Amelie" meets Abe Sapien. Es ist schwierig zu beschreiben ... wer Guillermo del Toro-Filme kennt, weiß wahrscheinlich was ich meine (Pans Labyrinth, Hellboy etc.). Ich finde den Film auf alle Fälle sehenswert und er hat mir wirklich gut gefallen ... ich kann mir aber gut vorstellen, dass er nicht jedermanns Geschmack trifft.

  • Tut euch was Gutes und schaut Operation Finale auf Netflix. Materialtechnisch 10/10, da es eine Verfilmung der realen Festnahme und Extraktion des nationalsozialistischen Massenmörders Adolf Eichmann aus dem argentinischen Exil durch Peter Malkin und co. ist. Casttechnisch 20/10, weil mit Oscar Isaac, Mélanie Laurent und Lior Raz (Hauptrolle in Fauda) drei meiner absoluten Lieblingsschauspieler am Start sind - und als Sahnehäubchen noch der gute Sir Ben Kingsley, der positiv damit überrascht, Eichmann nicht sympathisch zu verkörpern, sondern als widerwärtige Gestalt. Plottechnisch dann doch eher so 7/10, weil man eine reale Geschichte nur so weit über einen konventionellen filmischen Spannungsbogen strecken kann ... aber hey, das sind umgerechnet immernoch 12,3/10 Punkten!

  • Ist jetzt nicht mehr ganz frisch, aber ich habe am Montag mit meinem Freund Venom im OTon angeschaut.


    Nachdem das Internet™ und vor allem professionelle Kritiken den Film ziemlich zerrissen haben, war ich schon sehr verunsichert, dann aber doch positiv überrascht. Vorab: Venom erfindet das Rad der Marvel-Filme nicht neu und folgt der alten Formula so strikt, dass der Verlauf der Story schon recht früh vorhersehbar ist, meiner Meinung nach ist dies aber eine Krankheit, die man auf so ziemlich alle Marvel- bzw. Superhelden-Filme übertragen kann.


    Wer also mit dem Konzept generell nichts anfangen kann, der findet hier ein Parade-Beispiel für alles, was es an Marvel auszusetzen gibt. Geht man aber mit dem Wissen ins Kino, dass eben ein typischer Marvel-Film ist… für mich gab es da nicht sonderlich viel, dass man kritisieren konnte. Bei wirklich allen Filmen von Marvel konnte ich persönlich von Anfang an sagen, was passieren wird – so war es auch hier.


    Sympathisch war mir Tom Hardy in seiner Rolle als Eddie Brooks bzw. Venom. Ich mag den Schauspieler einfach und die Darstellung eines Anti-Helden liegt ihm ganz gut. Oft wurde auch kritisiert, dass Eddie Brooks nicht sympathisch ist, aber mir kam es nicht so vor als wäre dies das Ziel gewesen. Auch, wenn man die unterschiedlichen Vorlagen kennt, aus denen der Symbiant kommt, sollte eigentlich klar werden, dass Venom nun nicht viel darauf gibt, das politisch korrekte zu tun.


    Mir kam die Handlung und vor allem der Charakter jedenfalls nachvollziehbar im Rahmen der Geschichte vor.


    Nun kommt die ganz große Kritik meiner Seite: Das Rating. Man hat an allen Ecken und Enden gespürt, dass Venom eigentlich blutiger sein muss. Oftmals wurden Szenen ausgeblendet, bei brutalsten Verletzungen sah man kein Blut und die Sprüche waren auch nicht annähernd so herb, wie man es z.B. aus Deadpool gewohnt ist. Muss ja auch nicht immer krass und voll auf die Nase sein, aber bei einem „Helden“, welcher die Gesichter seiner Kontrahenten aufisst und die Gliedmaßen seiner Gegner vom Körper rupft, wäre es vielleicht ganz praktisch gewesen ein FSK 16 mindestens auszusprechen.


    Das CGi fand ich ebenfalls in Ordnung, aber der Film ist sehr CGi-heavy. Manchmal sah es so lala aus, vor allem im Endkampf manchmal etwas arg verwirrend. Trotzdem sah es völlig okay aus und hat mich jetzt nicht irgendwie völlig aus der Story gerissen.


    Kurzum also: Ich fand die Kritiken auf „großen Seiten“ teilweise unverhältnismäßig ungerechtfertigt. Wenn man einen absoluten groundbreaking Knüller erwartet, wenn man in einen Marvel-Film geht, dann hat man eventuell falsche Vorstellungen. Ich fand ihn für einen solchen Film unterhaltsam, wenn auch nicht nachhaltig erinnerungswürdig. ¯\_(ツ)_/¯