Welchen Film habt ihr als letztes gesehen?

  • Der goldene Handschuh


    Der Film thematisiert die Frauenmorde begangen durch Fritz Honka. Ich habe ihn damals nicht im Kino gesehen, da viele kritische Stimmen laut wurden. Eigentlich hieß es wollte Regisseur Fatih Akin den Opfern ein Gesicht geben, ihre Geschichten erzählen - allerdings merke ich in dem Film wenig davon.


    Die Leistung der Schauspieler ist nicht abzustreiten, Großes Lob dafür - allerdings erfüllt der Film nicht das, wofür er gedacht war. Anstatt die Geschichte der Opfer zu erzählen wird letztendlich Honka in den Mittelpunkt gestellt. Opfer erhalten keine Namen noch großartige Hintergrundinfos im Film selbst. Erst am Ende werden Infos und Fotos eingeblendet. Im Endeffekt wird nur gezeigt wie kaputt und grausam Honka war. Online Recherche ergab, das wohl ein paar den Film abbrachen, weil er ihren zu “brutal” war. Kann ich nun nicht bestätigen. Einiges war widerlich, da verzog auch ich das Gesicht, aber nichts wo ich dachte “okay, ich muss jetzt abbrechen”.


    Er erfüllt jedoch nicht die Erwartungen, die mit der Aussage geweckt wurden. Wer etwas über die Vorfälle wissen möchte ist auch gut mit der Wikipedia-Seite bedient. Hier verpasst niemand etwas.

    »The most important thing in life is to learn how to give out love, and to let it come in.«

    - Tuesdays With Morrie, Mitch Albom

  • Happy Old Year
    Ein thailändischer Film aus dem Jahr 2019. Zusammengefasst geht es darum, dass die Protagonistin namens Jean ihre Wohnung, die sie noch mit ihrer Familie teilt, zu entrümpeln um ihre Faszination des Minimalismuses nachzugehen. Was zuerst wie ein leichtes Vorhaben wirkt, entuppte sich als Konfrontation mit der Vergangenheit und Jean muss Antworten auf unangenehme Fragen stellen. Wie geht man mit der Vergangenheit und Erinnerungen um? Wann ist es schlau nach vorne zu blicken und wann sollte man ältere offene Kapitel schließen? Dass nicht jeder die gleichen Antworten darauf hat wird schnell klar und neben Erleichterung wird es auch Konsequenzen geben.

    Ein wirklich toller Film, mit absolut authentischen Schauspiel und einer schönen Bildgestaltung. Außerdem eine wirklich besondere Art und Weise mit einem bewegenden Thema umzugehen. Auch die subtile Musik war stets schön eingesetzt und das Resultat ist ein verdammt stimmiges Gesamtpacket. Ich hoffe Happy Old Year wird mit den Jahren deutlich bekannter und kann mehr Anerkennung genießen, denn er kann mit einigen Streifen die als Meisterwerke gelten mithalten.



    Bronson
    Ein Film über den teuersten Gefängnisinsassen von Großbritanien. Nicolas Winding Refn, der vielen wegen Drive bekannt sein sollte, stellt die Lebensgeschichte von Charles Bronson dar, der einfach nicht in die Gesellschaft passen will. Früh hat er gelernt, dass die Faust funktioniert, aber das bringt Konsequenzen mit sich. Selbst im Gefängnis macht er nicht halt, wird Psychatrien zugewiesen doch nirgends will er seinen Platz finden. Noch heute befindet sich dieser Mensch hinter Gitter.

    Künstlerisch und bewegend wird die Geschichte mit ästhetischen, aber durchaus authentischen Bildern erzählt. Eine besondere Herangehensweise für ein Biopic die hier vollstens funktioniert. Außerdem hat man geschafft allerlei einprägsame Charaktere mit tollen Dialogen zu entwickeln. Ich war sehr beeindruckt und war überrascht, dass auch dieser Film nicht die vollste Popularität genießt. Definitiv eines der gelungensten Werke von Refn und viel besser als seine neueren Werke wie Neon Demon.



    Birdbox
    Der Film erzählt von einer mysteriösen Apokalypse in der sich ein Drang der Selbstzerstörung wie ein Virus ausbreitet. Das Chaos breitet sich rasch aus und die plötzlichen Suizide werden zu einen globalen Problem. Kurz vor ihren Ableben schein die Menschen etwas zu sehen, doch was ist es?

    Ich vergleiche diesen Film gerne mit A Quite Place, da sie beide von Apokalypsen erzählen bei denen ein Wahrnehmunssinn im Fokus steht. So müssen die Überlebenden bei A Quite Place möglichst in absoluter Stille leben und bei Birdbox müssen sie in den meisten Situationen auf das Augenlicht verzichten. Im Gegensatz zu A Quite Place, den ich wirklich sehr schlecht fand, hat mir Birdbox deutlich besser gefallen. Die Geschichte war spannend und einige Szenen, vor allem das anfängliche Chaos, waren sehr beeindruckend. Ich empfand die Dialoge teils ein wenig unglaubwürdig und hier und da stellen sich mir Rätsel auf wie die Ursache der Apokalypse überhaupt funktioniert. Aber im großen und ganzen konnte ich diese Mankos gut verzeihen und am Ende habe ich einen durchaus stimmigen Horrorfilm gesehen.

  • Guardians of the galaxy Vol. 1 und 2


    Es ist schon etwas länger her gewesen, dass ich die Guardians geschaut habe und irgendwie hatte ich wieder Lust dazu!


    Der erste Teil ist einfach schon genial gewesen und gehört zu meinen liebsten MCU Filmen. Die Dynamik zwischen Peter Quill (Starlord? Ach, komm schon!), Gomorrha, Rocket, Drax und Groot ist perfekt. Was hier an Charakterentwicklung und Team-Up in einem Film passiert, ist unglaublich. Außerdem kann man den Film komplett losgelöst vom MCU gucken und braucht nicht zwingend Film X, Y und Z vorab gesehen haben.

    Über die grandiose Musik müssen wir ja nicht sprechen ;-)


    Volume 2 war lange Zeit nicht ganz so beliebt bei mir, wie der Vorgänger. Ich hatte ihn auch nur 2x gesehen (Kino und dann BluRay). Aber nachdem ich ihn jetzt nochmals gesehen habe, gefiel er mir viel besser. Auch hier ist die Charakterentwicklung wieder gut gelungen. Sowohl Starlord als auch Rocket und Nebula entwickeln sich am meisten weiter! Gerade die Beziehung zwischen Gomorrha und Nebula ist echt stark. Erst in diesem Film fange ich an, mich für Nebula zu interessieren.

    Über das Finale und dem emotionalen Abschied einer Figur sowie die grandiose Musik (ja, ich wiederhole mich) könnte ich noch mehr und mehr schreiben.

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


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  • Tja, und somit ist der Film-Marathon mit Star Wars wahrscheinlich beendet. Es scheint so als ob wir nicht mehr gemeinsam die Sequels schauen, obwohl ich das eigentlich nochmal will.

    Ha! Falsch gedacht! Die Discord-Watchparty geht weiter. Jetzt sind die Sequels dran. Gestern habe ich also Star Wars Episode 7 -

    Das Erwachen der Macht gesehen. Unglaublich, dass dieser Film vor bald 6 Jahren rausgekommen ist. Damit hat er schon die Hälfte des Alters erreicht welches Episode 3 hatte als dieser Film rauskam. Das letzte Mal habe ich den Film tatsächlich im Kino gesehen.

    Ich muss sagen, dass ich den Film noch relativ gut in Erinnerung hatte, mal abgesehen von den vielen belanglosen Actionszenen. Der Ersteindruck zum Film war damals "ganz okay" und ich dachte, dass ich einfach nichts mehr mit Star Wars anfangen kann. Umso mehr ich darüber nachdachte, umso schlechter kam mir dieser Film vor. Ich dachte vielleicht würde es sich ändern wenn ich ihn mir nun nochmal ansehe, aber das ist nicht wirklich passiert.

    Was mich an Episode 7 am meisten stört ist, dass der Plot ein wenig runtergebrochen 1:1 die Episode 4 ist. Ein Droide hat Pläne, die Rebellion heißt nun "der Wiederstand", das Imperium ist nun "die erste Ordnung", es gibt einen neuen Todesstern aka. Starkiller-Basis, Snoke wirkt wie der Imperator, Kylo Ren will Darth Vader sein u.s.w. Keiner der "neuen" Planeten bringt etwas neues auf den Tisch und könnten glatt jeweils Yavin 4 und Tattoien sein. Die grundsätzliche Struktur und der generelle Ablauf ist auch der gleiche. Kombiniert damit, dass der Film das einfach nicht zugeben will, bereits bekannte Dinge einfach unbenennt und von nun an so tut als sei es was neues, obwohl der Status-Quo des Universums mit diesen Film quasi einfach einen Reset erlebt hat, macht das das Worldbuilding einfach nur unglaublich schwach.

    Rey als Protagonistin finde ich unglaublich langweilig. Ihr Look ist zwar grundsätzlich gelungen, ist stark an Luke angelehnt und konnte nichts eigenes aufbauen. Wieso auch immer ist die Müllsammlerin von möchte-gern Tatooine bereits ab den ersten Szenen an einer Jedifigur sehr ähnlich. Ihre Charakterzüge? Ich erkenne keine. Sie ist eine dermaßen glattgebügelte Protagonistin. Das einzige was sie aus macht ist, dass sie unerklärlicherweise in allem was sie macht unglaublich gut ist und das ohne weitere Erklärung. In den ersten Szenen klettert sie unglaublich agiel durch ein Frack eines Sternenzerstörers. Minuten später macht sie mit einem Stock im Kampf andere Leute platt. Und gleich danach macht sie mit einem äußerst alten und sperrigen Millennium Falcon ein Flugmanöver nach dem anderen bei denen selbst der damalige Anakin oder Han Solo staunen würden. Das hört aber nicht auf: Kylo Ren mag nicht an Darth Vader herankommen, aber er ist trotzallem ein "gefürchteter" Sith (bzw. Ren?!) und wohl einer der stärksten Personen im Universum. Auch an ihn kommt Rey ran, bezwingt ihn mehr oder weniger im Kampf, selbst seine psychischen Jedi-Tricks können nicht helfen und sie kann ihm vollstens die Stirn bieten. Was ein Disaster.

    Finn ist eine echt coole Idee. Ein "Stormtrooper" (achja die heißen ja jetzt anders...), der dem "Imperium" den Rücken zukehrt und sich der "Rebellion" anschließt. Schade, dass die Umsetzung von Finn einfach nur unterster Schublade ist. Bereits auf den ersten Szenen von "Tattoien" hat er kaum noch Charakterzüge die mit seinen Wurzeln zu tun haben. Er fühlt sich direkt so ein wie der generische Rebell der sich nun gegen das Imperium einsetzt und seine Vergangenheit als Stormtrooper schon Jahrzehnte in Vergangenheit vergessen sind. Dabei hatte er vor kurzem nicht mal einen Namen! Es wäre echt toll gewesen hätte man sich bei seiner Wandlung mehr Zeit gelassen und ihn bei seinem Struggle begleitet. Es ist mal abgesehen davon, dass das einfach viel langweiliger ist, ist das einfach nicht glaubwürdig. Er hätte sich noch ein wenig wie ein Stormtrooper verhalten müssen. Seine Körpersprache, die Art zu reden, ein wenig merkwürdige Gedanken hier und da, bis er sich an seine neue Situation gewöhnt.

    Kylo Ren als neuer Antagonist mit Verbindungen zur Skywalker-Familie, wie auch Darth Vader, finde ich nicht sonderlich überzeugend. Ich kann ihn einfach nicht ernstnehmen und das liegt am wenigsten an sein Aussehen ohne Helm. Er wirkt neben Rey einfach absolut nicht angsteinflösend, er hat Wutausbrüche die an ein 7-jähriges Kind erinnern und wird dabei nicht mal von seinen eigenen Einheiten ernstgenommen. Er ist einfach völlig überzeichnet.

    Snoke aus Episode 7 könnte 1:1 einfach nur eine Imperator-Figur sein und ist deswegen total langweilig. Er wird ohne weitere Erklärungen in den Film reingeschmissen und somit fühlt er sich einfach nur völlig billig an. Eine Figur die einfach nur dazu diente ein neuer Bösewicht zu sein, egal woher er kommt. Irgendwie will man ja die Star Wars-Geschichte weitererzählen.


    Dann ist da Poe. Er ist recht langweilig und eigentlich macht er nicht viel und ist auch nicht sonderlich charakterstark. Das wenige was er macht, macht er ganz okay, aber er ist absolut nichts besonderes.

    Zusätzlich gibt es noch die altbekannten Charakter. Lea und Han Solo fühlen sich wie ein altes Paar von Cosplayern an die einfach nur die Figuren aus der originalen Trilogie darstellen wollen. Sie sehen einfach komplett identisch aus und verhalten sich genauso. Han Solo ist noch immer mit Chewie unterwegs und Lea ist noch immer in irgendwelchen von Kraut überzogenen Bunkern und schaut irgendwelche Pläne von einer Sternenbasis an. Nur, dass die "X-Wings" nebenan diesmal auf einem uninspirierten Parkplatz mit einer alten Kläranlage im Hinterland von Wales rumstehen.


    Für mich fängt der große Unsinn der Sequels mit dem ersten Film schon an. Isoliert betrachtet, wenn man einfach mal davon ausgeht, dass kein anderen Star Wars-Film existiert, könnte das ein Actionfilm sein der in Ordnung ist. Nichts überwältigendes, aber auch nichts bodenlos schlechtes. Doch so war das einfach nur lahmes Nostalgia-Fishing mit unglaublich schlechten Worldbuilding mit einer Geschichte die man schon kennt. Wie will man das überhaupt noch sinnvoll weiterführen? Ein Disaster.


  • This.

    Meine Frau wollte ihn unbedingt gucken und ich hab mich dann angehängt. Ich wusste gar nicht um was es in diesem Film geht geschweige, dass ich eine Ahnung hatte, dass er auf wahren Begebenheiten spielt. Erst als ich ein wenig Input von meiner besseren Hälfte bekam, war mein Interesse noch mehr geweckt. Lustig und zugleich etwas gruselig ist, dass wir vor ein paar Jahren in Hamburg für eine Woche waren um dort Urlaub zu machen und wir genau in dieser Gegend geschlafen hatten. Wenn wir das also früher gewusst hätten, verdammt, ich wäre sowas von dort hingegangen um sich das bewusster anzugucken. So sind wir nur an den Läden und Straßen vorbeigegangen ohne zu wissen, was hier abging.


    Zum Film selbst. Oh ha. Also wirklich, oh ha. Die Darstellung des Filmes ist wirklich heftig. Dabei geht es weniger um "grausam heftig" sondern Ekelhaft heftig. Wenn man dann zugleich immer wieder den Sachverhalt im Kopf hat, dass es vor paar Jahren halt wirklich so gewesen ist, löst das ein unbeschreibliches Gefühl in einem aus. Ich hatte auf jeden Fall permanent einen hohen Puls und schwitzige Pfoten. Ob sich einzelne Dinge wirklich so abgespielt haben wie dargestellt, darüber lässt sich streiten da mit Sicherheit die Redakteure hier und dort um das Thema zu intensivieren übertrieben haben, aber im Groben und Ganzen, Wahnsinn ...


    Am Ende sieht man in den Credits die echten Menschen die es damals gab sowie auch den Typen und seine Wohnung und es ist erschreckend, wie sie alle Kulissen in diesem Film 1 zu 1 nachgestellt hatten. Es ist wirklich zu 100% originalgetreu gewesen. Von den Möbeln bis zur Pornotapete bis zum Wienerglas, das auf dem Tisch steht.


    Um es noch einmal zusammenzufassen. EKELHAFT! xD

    Aber sehenswert. Wer harten Tobak mag, schaut euch diesen Film an.

  • Im Oktober begann es mit "Der Hobbit-Eine unerwartete Reise", dann kamen die Lockdowns dazwischen, doch gestern dann haben mein Kumpel und ich es geschafft. Mit "Herr der Ringe-Die Rückkehr des Königs" haben wir alle 6 Filme aus Mittelerde gesehen. Selbstredend als Extended Cut.

    Oh boy, wie oft habe ich die HdR-Trilogie mittlerweile gesehen? Doch jedes Mal ist es wieder ein Genuß. Ob es nun Frodos innerer Kampf gegen den Ring ist, die Stärke der einzelnen Hobbits, die über sich hinauswachsen oder die kameradschaftliche Rivalität zwischen Gimli und Legolas... die Filme sind toll und es macht einfach Spaß, diese Monumentalwerke zu sehen.

    Der Hobbit ist zwar deutlich schwächer, weil viel mehr gewollt war als nötig, doch im Extended Cut und im Kontext mit HdR kann auch diese Trilogie gesehen werden. Leider muss man an der ein oder anderen Stelle häufiger mal ein Auge oder zwei zudrücken.

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


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  • Avengers: Age of Ultron

    Nach den Ereignissen des ersten Avengers-Films plant Tony Stark, einen Androiden zu erschaffen, der die Erde besonders vor Gefahren aus dem All beschützen soll. Der Plan geht aber schief, denn das Resultat Ultron wendet sich gegen die Avengers und will diese mit der Hilfe der Hyrdra-Mitglieder Wanda und Pietro Maximoff zerstören.


    Nachdem ich WandaVision mit meinem Vater durchgeschaut habe, haben wir uns entschieden, zusammen diesen Film noch einmal anzuschauen, da Wanda in diesem Film ihren ersten Auftritt hat. Während WandaVision jedoch eine genredurchbrechende Serie ist, ist Age of Ultron ein typischer Actionfilm. Kampf folgt pausenlos auf Kampf und auch die Charaktere sind nicht wirklich tief. Für Zwischendurch ist der Film recht gut, aber besonders ist er meiner Meinung nach nicht. Da hat Marvel schon interessantere Projekte wie Avengers: Endgame und die beiden Guardians-Filme rausgebracht.

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  • Kill Bill, Vol. 1

    Eine namenlose Braut will zusammen mit der Liebe ihres Lebens ein glückliches Leben führen. Doch daraus wird nichts- am Tag ihrer Hochzeit werden sie zusammen mit ihren Gästen von einer Assassinen-Gruppe niedergemetzelt. Die Braut überlebt schwerverletzt, liegt aber vier Jahre im Koma und entscheidet sich nach dem Aufwachen dazu, die Attentäter umzubringen, um ihr ungeborenes Kind zu rächen...


    Anfangs hatte ich Probleme, zu verstehen, was los war. Die erste halbe Stunde wurde ich ins Geschehen geworfen, ohne, dass groß erklärt wurde, was los ist und warum die Charaktere so handeln, wie sie es tun, was hauptsächlich daran liegt, dass die Handlung nicht chronologisch erzählt wurde. Es hat etwas gedauert, bis ich den Kontext und manche Taten etwas besser verstanden habe.


    Das heißt aber nicht, dass ich die Taten mancher Charaktere gutheißen kann.

    Die Braut ist mir stellenweise recht heuchlerisch. Einerseits findet sie es schrecklich, dass ihre Hochzeitgesellschaft abgeschlachtet wird, andererseits hat sie kein Problem damit, selber unzählige Menschen abzuschlachten, auch, wenn sie ihr nichts getan haben. Es scheint so, als ob für sie Mord nur verwerflich ist, wenn sie nicht tötet... Das hat es für mich auch etwas schwierig gemacht, sie zu mögen.


    Die Actionszenen waren zwar gut gemacht, aber stellenweise waren es mir zu viele. Stellenweise gab es mir auch etwas zu viel Kampf und zu wenig Geschichte...


    Ob ich mir den zweiten Teil noch anschauen werde, weiß ich nicht. Einerseits hat der Film seine Momente gehabt, allerdings hätte er meiner Meinung nach ein paar Sachen besser machen können.

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  • Pappa Ante Portas, Loriots Kultfilm über die (un)glückliche Ehe, nachdem ein Partner in den Ruhestand gegangen ist. Renate ist ganz und gar nicht begeistert davon, dass Heinrich nun den ganzen Tag Zuhause herumhängt und eher schlecht als recht versucht, den Haushalt zu stemmen und das eingeschlafene Verhältnis zu seinem jugendlichen Sohn Dieter wieder aufzuwärmen. Wie viel kann bei zu viel gutem Willen schiefgehen? Loriot liefert die Antwort: Absolut alles. Erst ein desaströses Familientreffen führt das ungleiche Paar zu der Erkenntnis, dass es vielleicht doch einen gemeinsamen Nenner geben könnte, bei dem sich niemand gegenseitig auf den Schlips tritt... oder doch?


    Kurzweilige deutsche Comedy, die sich auf Marotten des Alltags eines Ehepaars in den mittleren Jahren einschließt und dabei kein Klischee und kein Fettnäpfchen auslässt. Auf so charmante Weise, wie es seit dem großen Loriot niemand mehr hinbekommen hat.

    "You better believe that happy crappy!"

    -The Kid (The Stand)

  • Ob ich mir den zweiten Teil noch anschauen werde, weiß ich nicht. Einerseits hat der Film seine Momente gehabt, allerdings hätte er meiner Meinung nach ein paar Sachen besser machen können.

    Bin da ganz bei dir, der erste Teil von Kill Bill konnte mich leider nicht ganz abholen. Aber der zweite legt in meinen Augen ordentlich einen drauf und ist ebenfalls von der Spannungskurve her besser gelungen. Einfach auch der Vollständigkeit halber würde ich dir raten den Nachfolger zu schauen, da du schließlich erst die Hälfte der Geschichte kennst und quasi inmitten eines langen Films aufgehört hast, aber generell kann ich ihn mehr empfehlen.

  • Waltz with Bashir, 2008


    Ein weiterer Film, bei dem ich am Ende geheult hab.

    Ein Dokumentarfilm, der sich um die Aktionen der Isrealischen Armee im ersten Libanonkrieg dreht. Besonders ist schon, dass der Film eine Mischung aus Computeranimation und Zeichentrick ist. Die Story dreht sich um einen Mann, der seinen Einsatz in Libanonkrieg, im Gegensatz zu seinen Freunden, komplett aus seinem Gedächtnis gelöscht hat. Und selbst seine Freunde versuchen manche Dinge zu vergessen, mit unterschiedlichem Erfolg.


    Der ganze Film hat irgendwo was bedrückendes, und das wird durch diverse Methoden erzeugt. Manches ist sehr direkt und trocken, manches wird veralbert dargestellt um zu zeigen wie sinnlos und skurill der ganze Krieg eigentlich ist. Aber die letzten 20 Minuten ziehen das ganze nochmal in das unerträgliche an - bis in die letzte Szene. Ich kann da nichts weiter verraten, es ist am besten dass die, die es noch nicht gesehen haben, so wenig wie möglich vorher von erfahren.

  • The first Avenger: Civil War

    Die Avengers haben mehrmals die Welt gerettet, doch nicht alles lief dabei gut: Da dabei immer wieder Menschen ums Leben kamen, soll das sovokianische Abkommen sie unter die Kontrolle eines Gremiums stellen. Nicht jedes Mitglied der Heldengruppe ist damit aber einverstanden, weshalb sich um Captain America, der das Abkommen kritisch sieht, und Iron Man, der es beführwortet, zwei Gruppen bilden, die immer wieder aneinandergeraten.


    Sagen wir es mal so: Bevor Infinity War und Endgame um die Ecke kamen, zeigt dieser Film die dunkelste Stunde der Avengers, denn hier ist das Team am gespaltesten. Die Idee eines Abkommens, dass die Avengers kontrollieren soll, ist zwar interessant, aber wirklich ausdiskutiert wird das nur am Anfang, während der Rest des Films zeigt, warum es keine gute Idee ist, wenn die Avengers nicht zusammenarbeiten. Zwar wäre es mir lieber gewesen, wenn es mehr Diskussionen darüber gegeben hätte, und stellenweise hatte der Film auch einige Längen, aber ansonsten gefiehl mir der Film mehr als Age of Ultron. Mein Lieblings-Marvel-Film ist er zwar nicht, aber trotzdem kann man sich diesen Film mal geben.

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  • Sherlock Holmes (von Guy Richtie)

    Seit längerem mal wieder Lust gehabt, den Film zu sehen. Ist er der typische Holmes-Detektiv-Film? Nein, aber dafür macht er Spaß. Diesmal geht es sehr actionreich her und Robert Downey Jr sowie Jud Law verkörpern die beiden Figuren Holmes und Watson für mich sehr gut. Die Dynamik der beiden ist klasse und vor allem befinden sie sich auf Augenhöhe. Ja, Holmes ist der geniale Detektiv, aber Watson ist ebenso schlagfertig und weiß Sherlock in Schach zu halten.

    Die Musik ist ebenfalls klasse gewählt und das alte London wurde wunderbar zum Leben erweckt.

    Wie gesagt, der Anteil an Detektiv-Arbeit fällt hier kleiner aus, dafür werden aber alle Rästel und Tricks von Lord Blackwood (dem Gegenspieler) am Ende aufgeklärt.


    Alles in Allem kein Meisterwerk, dennoch kann der Film unterhalten und immer mal wieder geschaut werden.

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


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  • Die Hard with a Vengence (Stirb Langsam jetzt erst recht) auf Disney + Stars in 4K.

    Bin zufällig drüber gestolpert als ich mir was ansehen wollte, 4k hat mich dann doch gelockt.

    Sieht richtig gut aus, Filmkorn ist zu erkennen, aber ja auch selbstverständlich, da der Film nicht digital gedreht wurde. Zum Glück hat man sich da nicht entschieden den Film tot zu filtern um einen künstlichen super HD Look zu erschaffen oder sowas.

    Der Film war die komplett ungeschnitten Rated R Fassung, Disney hatbda nicht noch extra die Schere angesetzt.

    Ziemlich guter Die Hard Streifen, der erste der das Konzept ändert und McClane eher zu einem Actionhelden werden lässt.

    Das Deutsch was die Räuber sprechen ist genau wie beim ersten die meiste Zeit sehr schwer zu verstehen, da es von amerikanischen Schauspielern gesprochen wird und grammatikalisch komplett falsch.

    Top Action Sequenzen, noch schön handgemacht, hier fliegen noch echte Autos auf die Seite und über Kopf.

    Man merkt aber das der Film vor Veröffentlichung gekürzt wurde, Die shootouts sind noch blutig aber bei der Schlägerei von McClane mit dem Baddie im Laderaum auf dem Schiff merkt man das da einiges fehlt. War aber ja im Kino und allen Veröffentlichungen schon so.

  • Rapunzel - neu verföhnt


    Die Disney-Version des klassischen Märchens hat zwar nicht viel mit seiner Vorlage gemein, macht aber trotzdem Spaß. Es ist schon ein paar Tage her seit ich ihn zuletzt gesehen habe, doch als ich ihn heute mit meiner Tochter zu Ende gesehen habe (wir haben ihn auf drei Teile gestückelt), ist mir der Charme direkt wieder aufgefallen. Optisch ist er quasi wie "Die Eiskönigin" (besser gesagt ist dieser Film optisch wie Rapunzel), aber deutlich besser. Es gibt Humor, charmante Charaktere und wesentlich weniger Drama und Gesang. Meine Tochter hat viel gelacht und will ihn unbedingt noch mal sehen.

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  • Black Panther

    Einige Zeit ist vergangen, nachem König T'Chaka von einem Attentäter getötet wurde. Sein Sohn T'Challa soll nun seinen Platz auf dem Thron einnehmen und als Black Panther sein Heimatland beschützen. Gleich nach der Machtübernahme muss er auch gleich losziehen, denn der Waffenhändler Ulysses Klaue wurde dabei beobachtet, wie er eine Waffe aus Vibranium aus einem Museum gestohlen hat- und da Wakanda die einzige Quelle von Vibranium ist, wollen sie die Waffe zurück...


    Der Film ist nicht der erste Film, in denen T'Challa und Klaue vorkamen. Während Klaue in Age in Ultron eingeführt wurde, wurden T'Challa in Civil War eingeführt- dieser Film zeigt auch den Tod von T'Chaka. Unbedingt nötig, die beiden Teile vor Black Panther gesehen zu haben, ist es jedoch nicht, denn die Sachen, die für diesen Film nötig sind, werden am Anfang noch einmal erklärt, und um ehrlich zu sein: "Das ist T'Challa. Er ist jetzt König." ist jetzt nicht so schwer zu verstehen, dass man jetzt tagelang Filme sehen müsste, um groß durchblicken zu können.


    Ich habe den Film vor ein paar Jahren gesehen, fand ihn aber recht mittelmäßig. Nachdem besonders auf Instagram vor dem Release ein Hype darum gemacht wurde, dass endlich mal ein schwarzer Superheld einen Film bekommt, war es schon fast langweilig, wie wenig Black Panther das Rad neu erfindet. Aber was erwartete ich eigentlich? So viele Arten, die Welt zu retten, gibt es doch nicht!


    Das Rad der Superheldenfilme erfindet Black Panther zwar auch drei Jahre nach Erscheinen nicht, aber das heißt nicht, dass das ein schlechter Film ist. Man merkt, dass sich die Macher Mühe gemacht haben, Wakanda glaubwürdig rüberzubringen, und auch der Konflikt, den T'Challa lösen muss, wirkt ziemlich aktuell: Wakanda ist dadurch, dass es auf einem riesigen Vibraniumvorrat hockt, den anderen Nationen technologisch weit voraus und könnte viele Konflikte zum besseren lösen, müsste dafür jedoch aufhören, sich von der Welt abkapseln zu wollen. In einer Welt, in der Exportstopps für Impfstoffe heiß diskutiert werden und in gewissen Ländern vier Jahre lang ein Präsident an der Macht war, der gewisse Probleme nur mit Einreiseverbots aus muslimisch geprägten Ländern und mit einer Grenzmauer lösen wollte, ist das sehr aktuell... (Auch, wenn Ihr-Wisst-Schon-Wer längst ersetzt wurde.)


    Dieser Konflikt zieht sich durch den ganzen Film, und auch viele Charaktere haben dazu eine Meinung. Während einer zum Beispiel fürchtet, dass Wakanda am Ende die Probleme der Flüchtlingsströme zu den eigenen machen muss, denkt ein anderer, dass man mit den Waffen aus Vibranium aktiv andere Länder erobern muss, um so die Situation der Menschen zu verbessern. Es gibt aber auch Charaktere, die eine gemäßigtere Meinung haben und an friedlicher Hilfe interessiert sind- auf jeden Fall kann man über den Film stundenlang diskutieren, und ich kenne sogar wen, der zeigt den Film seinen Schülern, um ihnen so das Oberthema der Interessenskonflikte näherzubringen.


    Kurzgesagt- Black Panther ist auf jeden Fall ein typischer Actionfilm der tiefsinnigeren Sorge. Er ist meiner Meinung nach auch einer der empfehlenswertesten Teile des MCU!

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  • The Green Mile:

    Meine Frau hatte den Film angemacht. Und ich eigentlich wollte ich den Film nicht schauen, da ich bei dem Film für nichts garantieren kann. Da ich diesen Film höchst emotional finde und selbst beim Schreiben jetzt, bekomme ich schon etwas feuchte Augen.. xD

    Das war das erste Mal, dass wir den Film komplett zusammen geguckt haben. Meistens musste ich kurz vorm Ende zufällig aufs Klo, oder sonst wohin. Aber dieses Mal war ich ganz tapfer. Aber es war echt hart. Ich weiß nicht, wieso mich der Film so stark mitnimmt. Ich weiß nicht, ob mein jetziger "Menschenverstand" mich das alles noch besser verstehen lässt.


    Aber ich finde das Zitat von John Coffey (wie das Getränk, nur etwas anders geschrieben):


    Zitat

    Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam und verlassen. Müde niemals einen Freund zu haben, der mir sagt, wohin wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind. Der Schmerz auf der Welt und das viele Leid, das macht mich sehr müde. Es gibt zuviel davon. Es ist als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben.


    So berührend. Und es ist irgendwie so wahr?


    Unabhängig davon, gehört das zu einem meiner Lieblingsfilmen, auch wenn ich ihn mir nicht immer anschauen kann.

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    Leben ist, wenn man trotzdem lacht.

  • Wir haben uns letzte Woche die Trilogie von "Die Bestimmung" angesehen.

    Teil 1 hatte ich damals im Kino angesehen und war von dem Film begeistert, da er durch seine Geschichte ziemlich viel Potential aufwies. Dass Teil 2 und 3 bereits draußen waren, hab ich gar nicht mitbekommen und erst vor Kurzem bin ich auf Netflix darauf aufmerksam geworden.


    Teil 2 war hingegen von seiner Aufmachung schon sehr schlecht gewesen. Viel zu viel Schicki Micki Bla Bla und auch die Schauspieler lieferten nicht wirklich gut ab. 2013 konnte ich vielleicht noch darüber hinwegsehen, da die Story schön verpackt war und es deswegen nicht so auf die Schauspieler ankam, aber in Teil 2 bemerkt man das schon stark. Der Plot wird nur schwer aufgerollt und man tut sich schwer irgendeinen Konsens in das Universum zu packen und ehe es wirklich losgeht, ist der Film schon wieder aus.


    Teil 3 ist besser als Teil 2 und trotzdem nicht gut. Die ganze Filmreihe wirkt wie von Leihen gedreht, die Effekte sind nicht gut, das Budget war wohl nicht sehr groß und im Allgemeinen erinnert der ganze Flair der Trilogie an Twilight. Keine überzeugenden Schauspieler und die Geschichte und deren eigentlicher "Brutalität", um was es eigentlich in diesem Film gehen von der Gewichtigkeit her, wurde sehr an das jüngere Publikum angepasst, deswegen passen einige Situationen nicht so wirklich zum kompletten Geschehen.


    Man kann sich die Filme mal angucken, aber ein Muss, sind sie definitiv nicht.


    Teil 1 7/10

    Teil 2 5/10

    Teil 3 6/10

  • Spider-Man: Homecoming

    Nachdem Peter Parker von Tony Stark nach Leipzig geschleppt wurde, um sich mit Steve Rogers und seinen Anhängern zu kloppen, kehrt der Jugendliche in die USA zurück, wo er versucht, sein Leben als Spider-Man mit seinem Schüler-Dasein unter seinem Hut zu bekommen. Diese Fähigkeit wird er aber schnell brauchen, denn ein Waffenhändler namens The Vulture macht New York unsicher...


    Puh, ich weiß eher gesagt gar nicht, was ich zu dem Film sagen soll, da er so durchschnittlich ist- das Problem habe ich allerdings bei Marvel-Filmen öfters, da ich mittlerweile so viele von ihnen gesehen habe, dass ich einfach schon oft weiß, wie die Filme aus dem MCU ungefähr ablaufen, selbst, wenn ich sie zum ersten Mal sehe, weil keiner von ihnen so richtig das Rat neu erfindet.


    Die Geschichte des Filmes ist zwar an sich nicht schlecht und es gibt auch ein paar lustige Sachen, wie zum Beispiel, dass Captain America, der zum Zeitpunkt des Filmes ein gesuchter Verbrecher ist, in verschiedenen Lehrvideos als ein regeltreues Idol dargestellt wird, aber irgendwie fehlt mir bei diesem Film das, was ihn besonders macht und ihn von den anderen Durchschnittsactionfilmen abhebt. Es gab einfach zu viele Szenen, in denen mir einfach nur langweilig war, weil mir das, was den Charakteren passiert, aus irgendeinem Grund egal war...


    Naja, ega. Ein zweites Mal werde ich mir den Film wahrscheinlich auch nicht anschauen.

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  • Alles steht Kopf

    Was ein grandioser Film. Der Film beschäftigt sich mit den grundlegenden Emotionen eines Menschen, wie sie verarbeitet werden und wie sie im Laufe der Zeit entwickeln. "Alles steht Kopf" zeigt weshalb alle Emotionen wichtig sind, weshalb das "Vergessen" wichtig ist und veranschaulicht auf eine schöne und verspielte Weise wie der Kopf funktioniert.

    Pixar überzeugt, mal wieder, auf ganzer Linie. Die Figuren und bekannte Elemente aus der Kindheit, die ich ebenfalls noch kenne, haben mich von Anfang an gepackt und begeistern können. Wenn der Boden Lava ist, ich mit meinem ausgedachten Freund auf den Mond fliege oder einen Ohrwurm nicht aus dem Kopf kriege, kann ich das nachempfinden.

    Da ich mich mit den Bereichen Psychologie und Pädagogik einigermaßen firm bin, habe ich viele Punkte im Film sehr gut nachvollziehen können. Die Emotionen und Darstellungen sind total clever, sinnvoll und sehr kreativ eingebaut - Kinder verstehen den Film genau wie Erwachsene, aber auf unterschiedliche Art und Weise. Das hebt herausragende Animations- und Zeichentrickfilme von guten Filmen ab.

    Ich hätte mir noch mehr Schwenker in die Köpfe anderer Personen gewünscht, und der Filme hätte noch gerne 20 Minuten länger laufen können.

    9/10


    Arlo und Spot

    Vorab fand ich die visuelle Darstellung der Natur und Umgebung (nicht der Figuren) einfach der pure Wahnsinn und habe die ersten Minuten gestaunt. Was für ein präzises Handwerk - diese Bilder sind unglaublich. Selbst die entferntesten Tannen sind klar und detailliert erkennbar, die einzelnen Lichteffekte auf dem Stein unter Wasser sind dort, wo sie sein sollen und jedes einzelne Korn wurde im Film eingebaut - visuell spektakulär und noch nie waren Animationen so nah an der Realität. Ich weiß nicht wie so etwas funktioniert und habe darüber dann mit meiner Partnerin gesprochen, ob Aufnahmen aus der Realität genommen wurden und anschließend digitalisiert wurden - aber wenn das "so einfach wäre" würden sich mehr Filme dieser Methode annehmen, daher .. ich habe keine Ahnung.

    Pixar schaffte mit diesen Bildern 2015 einen neuen Meilenstein in der Animationstechnik und selbst der neueste Ableger von Disney kommt nicht an diese Qualität heran.

    Die Geschichte rund um den "Verlierer" Arlo verhält sich eher Standard und ist eine bekannte Heldenreise - Protagonist versagt, es gibt eine dramatische Szene, er knüpft Freundschaft, entdeckt Skills, wächst über sich hinaus, findet zurück. Das war eher durchschnittlich, aber dennoch unterhaltsam. Auch deshalb weil der Film eine Alternative zum damaligen Verlauf der Erde darstellt und viele Elemente sehr verspielt sind.




    Aber für solche Bilder gebe ich gerne 7/10.



    Beide Filme sind empfehlenswert, vor allem für Kinder.

    Ich mag Signaturen nicht, weil sie die Scroll-Leiste ohne Kontext verlängern.