wieder mal eins meiner kommentare ( :D) :
wenn ihr euch ganondorfs handlungsweise genau anseht, dann bemerkt man in erster linie seine immense ruhe. immer ein grinsen im gesicht, alles ist einfach kein problem bis zu dem zeitpunkt an dem alles aus dem ruder läuft. ganondorf an sich strotzt nur so vor selbstvertrauen, leider verleitet ihn das nur allzu leicht dazu, sich zurückzulehnen: wird schon nix schief gehen.
obwohl ganondorf bestimmt allen grund dazu hat anzunehmen, er würde im direkten kampf gewinnen, so sollte er dennoch vorsichtiger sein, denn das ist er, sehr zu seinem eigenen leidwesen, überhaupt nicht.
was noch sofort an ihm auffällt ist die zielstrebigkeit, ja fast schon sturheit, mit der er versucht hyrule in die dunkelheit zu stürzen. seine motive bleiben leider bis dato unklar - auf jeden fall kämpft er meiner meinung nach nun, nach einer reihe mehr oder weniger gleich verlaufender zelda-spiele, schon nicht mehr nur für die ursprüngliche sache an sich, sondern auch um dem jungen, der ihn einst vom hohen ross stieß, diesen triumph nicht zu lassen. was er will ist rache für diese schande, meiner meinung nach gesellt sich dazu langsam aber sicher auch eine gewisse verzweiflung, da er sein ziel nach allem streben und allen schweren geschützen die er auffährt ja doch nicht erreichen kann. da seine racheversuche jedes mal fehlschlugen, hat er daraus gelernt: in tww versucht er nicht mehr link zu töten, er weiß, dass er in einem direkten kampf erneut unterliegen würde.
ihr werdet mir jetzt verständlicherweise im geiste widersprechen, doch erinnert euch daran, was ganondorf sagte! er sagte zu dem kleinen jungen, der link in tww noch war, er brauche keine angst zu haben, er würde ihn nicht töten wollen (geiler +punkt für die texter! *_* ). alles was er wollte was das fragment des mutes, welches in links körper ruhte und er auch schließlich bekam. was weiter geschah bestätigt die annahme und die eigentliche frage dieses themas, ob ganondorf sich nun unter kontrolle hat oder nicht:
er hat sich unter kontrolle, doch jeder der schon einmal eine extreme wut im bauch hatte weiß wie schwierig es in dieser situation ist, nicht laut los zu brüllen wie ein wilder eber (man beachte das wortspiel :D )!
ganondorf - als solcher von nitendo zum sinnbild des hasses und des bösen erkoren - dürfte die wohl extremste wut gegen link hegen, die man sich vorstellen kann; er hatte ja auch eine ganze weile zeit diese in der hölle zu pflegen. wie es eben so ist, wenn viel zeit vergeht, brachte das nachdenken wohl auch ganondorf dazu, sein mütchen zu kühlen, als er jedoch nun das triforce in greifbarer nähe hatte - ein artefakt, wofür er praktisch durch die hölle gegangen war - und dieses ihm im letzten moment wieder abspenstig gemacht wurde, da drehte er einfach durch. diese immens wichtige sache, für die er das triforce haben wollte, lies ihn praktisch alles opfern, selbst seine seele und wieder nahm ihm ein alter greis und ein kleines kind den sieg.
wie jedesmal wenn ganondorf link gegenüber steht, kommt ihm der ganze hass und die demütigung sprichwörtlich wieder hoch und nun ist es ihm egal was passiert, "hauptsache der verdammte junge ist weg!"
in diesem moment hat er sich nur noch teilweise unter kontrolle. ihr habt bestimmt als ihr klein wart auch spielzeug von anderen kinder zerstört weil ihr so wütend wart und da war es euch bestimmt auch egal was eure eltern sagen könnten. man denkt einfach nicht weiter darüber nach wenn man sich ärgert. ;)
im geiste denke ich, ist ganondorf genauso unreif wie ein kleines kind.
mein fazit ist, ganondorf kontrolliert sich völlig wie jeder andere mensch, allerdings gerät er, bedingt durch seine ausgeprägten hassgefühle, in eine dementsprechende rage, die ihn alles um sich vergessen lässt.
mich würde interessieren was es ist, was ganondorf so vehement dazu verleitet nicht sterben zu wollen und was ihn in jungen jahren schon dazu brachte, nach dem wünscheerfüllenden triforce zu suchen. wozu braucht er eine göttliche macht? wozu dunkelheit für hyrule?
ganondorfs letzte worte bevor er in tww endgültig starb waren:,, [...] der wind...er...weht!"
möglicherweise sinnloses gebrabbel -> kurz vor dem tod führen anomalien der nervenaktivitäten im gehirn oft zu unzusammenhängenden sätzen. um ehrlich zu sein, ich traue nintendo nicht zu, die letzten worte des erzbösewichtes zu verschwenden. der satz muss eine bedeutung haben und dies kling auch logisch, denn schon zuvor hat ganondorf vom wind gesprochen. der wind in hyrule sei anders, anders als in seiner heimat. hyrule sei grün und blühend.
man wittert hier eine versteckte sehnsucht, vielleicht ist ein puzzleteil, dass ganondorf hyrule beneided, und zwar dafür, was er nie hatte. dies könnte ein indiz dazu sein warum er das triforce brauchte, deckt sich jedoch (noch?) nicht mit seinem wunsch hyrule in die finsternis zu stürzen. dazu fehlen noch viel zu viele glieder um die kette zu schließen, doch was wir wissen ist eines:
was ganondorf will ist für ihn von immenser bedeutung und er wird dafür kämpfen bis zum guten oder bitteren ende. was bleibt ist eine frage. kann es eine gutes ende geben? um zu siegen muss ein anderer verlieren. ob dies der junge ist, welcher die grünen und blühenden wiesen seiner heimat verteidigt, oder der mann, der selbst sterben würde um den ersehnten sieg zu erringen, liegt einzig und alleine "in den händen der götter".
game over
amen
PS.:"ninten" bedeutet "in den händen der götter"