Original von Dancing Mario
Name:
Bao
Alter:
19 Jahre
Geschlecht:
männlich
Rasse:
Hylianer
Herkunft:
Kakariko
Waffen:
Steinschleuder
Bumerang
Fähigkeiten:
Stärken:
- sehr schneller Sprinter
- kann weite Wege ohne Pause zurücklegen (->Ausdauer)
- Gute Zielgenauigkeit (mit der Schleuder bzw. dem Bumerang)
- hilfsbereit und diensttreu
Schwächen:
- schlechter Schwertkämpfer
- leichtgläubig
- wenn er sich mal ausruht, ist er wirklich k.o. ;)
- Blinder Gehorsam gegenüber seiner Arbeit
Aussehen:
Bao versucht sich immer, so schlicht wie möglich zu frisieren, was ihm mit der brauen, lockigen Haartolle nur müßam gelingt. Er trägt in der Öffentlichkeit seine weiß-beige Postmann-Uniform mit dem roten Gürtel und dem ebenso roten Beutel auf dem Rücken. Auffallend ist sein Hut, der aussieht wie flauschige Hasenohren. Bao hat ein ebenes Gesicht mit einer leichten Stupsnase, schlammbraunen Augen und einem bartlosen Kinn.
Geschichte:
Bao wurde als Sohn eines Schießbuden-Inhabers in Kakariko geboren. Schon als Kleinkind schien er einfach nicht ruhig sitzen zu wollen, krabbelte ständig überall heran und war darüber hinaus auch sehr lebhaft. In Kakariko erfuhr er eine behütete Kindheit, wenn auch er schon sehr früh als Frechdachs eigestuft wurde, der nur Lausen im Kopf hatte. Mit seinen Freunden schlich er sich immer gern zum Friedhof, warf Steine gegen das Königsgrab und spielte Streiche an dem Totengräber Boris. Nichtsdestotrotz war Bao recht intelligent, wenn auch er in der Schule nur schlechte Kritik erhielt. Am Sport fand er mehr Gefallen, und er übte sich bereits seit seinem 7ten Lebensjahr im Sprinten, indem er Wettrennen mit seinen Freunden im Dorf veranstaltete (die er meist auch gewann). Von seinem Vater wurde er oft gerügt, da dieser verlangte, dass Bao später als ehrlicher Mann die Schießbude leitete. Bao blieb trotzig und hatte nicht vor, seinen Charakter zu ändern, bis ihn ein Ereignis im 9ten Lebensjahr dazu zwang.
Kurz nach seinem 9. Geburtstag sollte Bao zum ersten Mal mit seinem Vater die Stadt Hyrule besuchen. Da er in seinem bisherigen Leben nicht sehr viel mehr gesehen hatte als Kakariko und die umliegende Landschaft, war Bao entsprechend aufgeregt. Als sie am großen Marktplatz der Stadt angekommen waren und sein Vater ihn für eine kurze Zeit alleine ließ, nutzte Bao die Stunde der Gunst und schlich sich davon. Er bestaunte die verschiedenen Marktstände, sah sich eine Taverne an, folgte einer Patrouille von Soldaten und rannte durch die vielen verwinkelten Gassen. Gerade als er wieder auf den Marktplatz zurückkehrte, sah er eine dunkle Wolke von der Zitadelle der Zeit herkommen. Dann fingen auch schon die ersten Bürger das Schreien an, und wie aus dem Nichts erschienen böse Wesen aus der Wolke, Scharen von Fledermäusen, die zwischen den Fliehenden umherflatterten und Panik stifteten, langsam laufende, aber gefährliche Zombies und bösartige Skelettmenschen. Bao brauchte in all dem Wirrwarr eine Weile, bis er seinen Vater wiedergefunden hatte. Der große Schießbudenbesitzer war schwer verletzt und lag am Boden einer Gasse. Er hatte versucht, einen Fledermausschwarm auseinanderzuschlagen, und war von den Biestern mehrmals gebissen worden. Bao schnappte sich seine Schleuder, die er vor einigen Jahren gebaut hatte und immer mit sich trug, und schoss damit ein paar Fledermäuse ab, bis der Rest das Weite suchte.
Inzwischen war es dunkel geworden, die Bürger rannten in alle Richtungen davon und die Soldaten kämpften - mit kläglichem Ergebnis - gegen die Monster. Bao packte sich seinen Vater und schleppte ihn durch die ganze Stadt bis zum Tor, wo er als einer der Letzten von Hyrule-Stadt floh.
Mit dem gewichtigen Vater als Gepäck irrte Bao stundenlang durch die Hylianische Steppe, doch er kam nicht sehr weit, da ihm das Gewicht seines großen Vaters einfach zu schwer war. Zumindest jedoch konnte er sich von der Stadt weit genug entfernen, sodass er außerhalb der Gefahrenzone war. Erschöpft irrte Bao durch die Gegend und rief um Hilfe, bis ein vorbeifahrender Händler den kleinen Jungen zufällig bemerkte, sich erbarmte und Bao (und seinen Vater) bis nach Kakariko mitnahm. Auch im Dorf war helle Aufgregung; es gab schreckliche Gerüchte über Angriffe auf Hyrule, aber niemand wusste etwas genaues. Bao übergab seinen verletzten Vater einem Sanitäter und ruhte sich erst einmal aus.
Die nächsten sieben Jahre waren eine schlimme Erfahrung für Bao. Etliche Flüchtlinge strömten in Kakariko ein, da die Stadt Hyrule als verlassen und verflucht galt. Da die Verletzungen seines Vaters für dauerhaften Schaden gesorgt hatten, musste sich Bao nun um das Geschäft seiner Familie kümmern. Seine Kindheit schwand dahin, und Bao wurde zunehmend ernster, vor allem, wenn er Geschichten aus den Gefilden außerhalb von Kakariko hörte. Auch gefiel ihm der Job in der Schießbude nicht; den ganzen Tag herumsitzen war nichts für ihn. Als die Mutter den zunehmenden Kummer von Bao darüber bemerkte, erbarmte sie sich und löste ihren Sohn an der Schießbude ab. Allerdings erlaubte sie ihm nicht, Kakariko zu verlassen, wie es Bao's Wunsch war. Darüber verstimmt, suchte sich Bao eine Arbeit in Kakariko, aber er war mit nichts zufrieden. Bis er zufällig erfuhr, dass einer der Briefträger Kakariko's in der Hylianischen Steppe von Skelettkriegern getötet worden war, dadurch war eine Stelle beim Postamt frei. Da täglich durch die Gegend sprinten genau sein Ding war, nahm Bao das Stellenangebot an.
Bao ging in seinem neuen Beruf gänzlich auf. Er war zuverlässlich, schnell und auch für Einsätze außerhalb des Dorfes geeignet, da er sich mit seiner Schleuder und dem Bumerang, den er sich an seinem zwölften Geburtstag selbst geschnitzt hatte, wehren konnte. Als er eines Tages ein Paket zum Tal der Gerudos bringen sollte, wurde er von einer Killeranas angegriffen. Tapfer setzte sich Bao zur Wehr, und mit einigen gezielten Bumerangwürfen gelang es ihm, die Killeranas zu besiegen. Noch Jahre später erzählte er dieses Abenteuer beim Abendessen und auf Feiern. Allämhlich stieg er in Höchstform und war mächtig stolz auf sich, bis ihm ein kleiner Dämpfer verpasst wurde: Als er einen Brief zu Basil bei der Lon-Lon-Farm bringen sollte, wurde er nachts von Skeletten angegriffen. Wehrhaft, wie er war, blieb Bao auf Distanz und versuchte die Untoten mit dem Bumerang zu vertreiben - aber sobald ein Skelett getötet wurde, erschien ein Neues. Als die Skelette Bao eingeholt hatten, schlugen sie ihn nieder und hätten ihn auch getötet, wenn der Briefträger nicht immenses Glück gehabt hätte: Gerade als die Skelette den finalen Schlag vollführen wollten, ging die Sonne am Horizont auf. Die Skelette, die an die Nacht gebunden waren, verschwanden wieder in der Erde. Bao lernte aus dem Ereignis und versprach sich, in Zukunft vorsichtiger zu sein.
In den folgenden Jahren wurde Bao zum vollwertigen Postboten ernannt (vorher galt er nur als Lehrling) und verdiente sich zusehend mehr Respekt in Kakariko. Neuen Aufschwung erhielt er durch den Sturz von Ganondorf - dadurch konnte man endlich wieder (fast) gefahrlos durch die Steppe spazieren. Durch seine Arbeit konnte Bao auch alle verschiedenen Orte in Hyrule sehen; von dem Gerudo-Tal über die Lon-Lon Farm bis hin sogar zum Todesberg, bei dem er ein Paket an einen Goronen abliefern sollte. Nur mit den Zora und den Kokiri hatte Bao keinen Kontakt. Als er eineses nun doch auch einmal einen Brief an einen Zora überbringen sollte, fand er die Umgebung des Zora-Flusses verlassen vor. An der Klippe, bei der er den Zora treffen sollte, war es merkwürdig eisig kalt. Bao dachte sich nichts dabei, legte den Brief auf den Boden (wie mit dem Zora vereinbart) und ging wieder. Erst etwas später wurde bekannt, dass irgendjemand die Zora-Höhle mit Frost überzogen und fast das ganze Volk getötet hatte. Bao war geschockt und freute sich dementsprechend sehr, als der Fall geklärt und zumindest ein paar Überlebende des Amphibien-Volks gefunden wurden. Mittlerweile überlegte Bao auch, ob er nicht zur Stadt Hyrule ziehen sollte.