Beiträge von Golazalon

    Mit OOT wurde Zeit ein fester Bestandteil der hylianischen Mythologie, doch auch nur, weil es das Spiel selbst erforderte, kleiner Link *schwupps* großer Link. Hatte man davor die Licht- und Schattenwelt, so erfüllten nun die Gegenwart und eine mögliche Zukunft den ähnlichen Zweck zweier Welten bzw. deren Versionen, um in Interaktion eine größere Vielfalt an Rätsel und Abenteuer zu bieten.
    Die Zitadelle als Gebäude ist der indirekte Nachfolger der Kathedrale in ALTTP.


    Das Vergessene Plateau ist in mancherlei Hinsicht eine augenfällige Homage an vergangene Spielwelten im Kleinen.
    Klar, die räumlichen Relationen fühlen sich sicher nicht mehr natürlich an, wenn man von einem Ende zum anderen läuft und sich einbilden soll, das sei schon die ganze Spielwelt - damals aber war es so. Im Nordwesten hat man den Wald, im Osten die Ruinen, anstelle eines Hylia-Sees im Südosten hat man nun einen verschneiten Hylia-Berg im Südwesten, und selbst diese Berge sind ein Todesberg im Kleinformat. Zuletzt eben die Zitadelle relativ zentral gelegen, quasi das Schloss (der zentrale Punkt hylianischer Kultur). Anders als davor ergibt der Begriff Zitadelle in BOTW architektonisch auch mehr Sinn, denn das Gebäude selbst behielt immer die Gestalt eines großen Sakralbaus, der sich am ehesten noch als Kathedrale zu verstehen gab, auch wenn ich diesen Begriff nie sorecht verwendete, weil ich in der polytheistischen Glaubenswelt der Hylianer nur wenig Parallelen zur monotheistischen Glaubenswut realer Religionen sehen will. Wer sich fragt, warum das Vergessene Plateau so sonderbar aus der Landschaft herausgehoben wird, der wird schnell eine Antwort finden, wenn er sich den Begriff der Zitadelle genauer ansieht.


    Ähnlich wie Yuffie war und bin ich leider auch nie von einer starr ausgerichtete Zeitlinie überzeugt gewesen, wo von Spiel zu Spiel abhängige Inhalte transportiert werden sollten. Aber egal, wie man das Wort Dimension nun auslegt, ich war früher schon immer davon ausgegangen, dass es Parallelwelten und entsprechend verlaufende Zeitlinien gibt, die das Nebenher unterschiedlichster Storyverläufe eher erklären könnten und zugleich auch Überkreuzungen erlaubten. (s. Mandela-Effekt bzw. entsprechende Krankenakte). Weiß aber aus meiner Fanfiction heraus, dass das oft zu eher enttäuschender Ernüchterung führt, weil man im Kern ja doch immer von "jener" - der einen verinnerten, charakterisierten (personifizierten) Welt ausgehen will und dabei jeder noch so wertvolle Kieselstein in der Bedeutungslosigkeit unendlich vieler Welten versandet. Ich begann vor Kurzem selbst an etwas zu schreiben bezüglich der Reinkarnationstheorie in Zelda und wie ich Zelda selbst betrachte, aber ich stelle mich schon auf ferne, zukünftige Steinigung ein lol

    So sprach der weise Wankerman... ähm Dr. Wankamn in Ghostbusters. Übrigens ein umso spaßigeres Zitat, wenn man es in den Kontext bringt zur weitläufigen Kritik am neuen Ghostbustersfilm :D


    Nächstes:


    "Das ist ja 'n riesen Haufen Scheiße!" (Funfact: Dieselbe Synchronstimme lol)

    Auch wenn sicher schon der ein oder andere Hörer auf folgende Versionen gestoßen sein mag, so seien sie hier nochmals jedem Link's Awakening Freund ans Herz gelegt. Im Nachhinein bedauere ich es fast, LInk's Awakening in meinem Begrüßungsthread nicht genug gewürdigt zu haben.


    Diese orchestralen Coverversionen laufen bei mir in den letzten Jahren immer wieder mal hoch und runter. Da hat sich jemand große große Mühe gegeben und den "ganzen" Soundtrack gecovert. Zudem übertrug er auch den originalen Charakter der Melodien auf herrliche Weise.



    Es ist unmöglich einen persönlichen Favorit herauszupicken. So schön die Ballad of the Windfish ist :)


    18 - Bottle Grotto



    25 - Kanalet Castle


    26 - Key Cavern


    31 - Dream Shrine


    45 - Southern Face Shrine


    50 - Tal Tal Heights (N A T Ü Ü Ü Ü R L I C H)


    52 - Eagle's Tower


    57 - Turtle Rock (oder: Zelda dungeons in a nuthsell)

    Kannte es zwar schon viel länger, aber so richtig angetan hat es mir die Space Night später in den letzten Jahren, als ich irgendwann gleich immer auf der Couch schlafen wollte. Ich ließ sie fast täglich, über Wochen, über Monate, über Jahre zu meinem nächtlichen Standardprogramm werden, sofern kein halbwegs interessantes Film- oder Dokuprogramm lief.
    Zwar wiederholten sich die jeweiligen Episoden wöchentlich abwechselnd, aber es gab nichts besseres, das man nebenher laufen lassen konnte und das irgendwann schon des musikalischen Flairs wegen rauf und runter lief. Je nachdem, wie sehr man sich drauf einlässt, hat es manchmal ein irres Gefühl, die Erde von oben zu sehen - und wenn man sowieso ein Faible für Kartografie und Geografie hat, dann erübrigt sich jede weitere Erklärung.


    Lesch war immer ein guter Erzähler, der einem nicht monoton irgendetwas runter spricht. Wie Phirone schon erwähnte, seine Unterhaltungen mit dem Theologen Thomas Schwartz waren immer sehr interessant - manchmal richtig aufregend. Aber eines will und darf ich nicht vergessen, er war zwar nicht direkt Teil der Space Night, aber bestimmte Sendungen wie seine liefen immer kurz davor auf BRalpha (ARDalpha) - sie waren Teil der Programmreihe Phase One. Zwar war ich bei den meisten Gesprächen des Alpha-Forums nicht so interessiert dabei, aber mein Highlight, solange ich ihn schon kenne, bleibt Bob Ross (The Joy of Painting) - es gab kaum eine entspannendere Sendung. Auch die alten Interviews am Wochenende boten viel Stoff, zum Beispiel wurden je nachdem, wer vor geraumer Zeit verstarb oder zu diesem Zeitpunkt das jeweilige Alter erreicht hätte, immer entsprechende Gespräche aus der Sendung "Heut Abend" wiederholt, Joachim Fuchsberger war ein großartiger Gesprächspartner und Gastgeber, sowie feinfühliger Interviewer. Auch manche Folgen der frühen Talk Show "Je später der Abend".
    Ein weiteres Highlight wurden die Erzählungen klassischer Sagen und Märchen Michael Köhlmeiers, dem man stundenlang zuhören konnte.



    Space Night - The Blue Planet
    Ab 30 Minuten und 30 Sekunden (Song: Sternenspringer - Ankunft), wenn sich der Amazonas wie eine gewaltige Schlange durch den grünen Kontinent windet, oder die schiere Größe von Orkanen/Hurricanes. Diese Musik passt wie die Faust auf's Auge zu diesen gewaltigen Aufnahmen, und war immer inspirierend, während ich nebenher am Schreiben war - das gilt auch vor allem für diesen Track einer älteren Space Night Episode Stellardrone - The Earth Is Blue


    Für den ersten Link nochmals: Ab 43:55 (Riccicomoto - Assimilatione (Deep House Mix)), geiles Stück!

    Einen Bücherfreund "Freak" zu schimpfen, egal ob es sich um Filmnovellen oder sonstiges handelt, ist fatal und falsch - denn wenn nicht sie selbst, dann sind es genügend andere Menschen, die, weil sie ungern lesen, in unserer auf das allmächtige Prestige von Niveau und Bildung erpichten Gesellschaft früher oder später mit klammheimlicher Arroganz und sozialer Abwertung konfrontiert werden. (Ob sie darüber reflektieren oder nicht sei dahingestellt). Es ist in manchen Kreisen edler Literatenpriester und ihrer Götzen schon grausig genug, sich als Leser "scheinbar" trivialer Fantasyliteratur immer als realitätsverweigernden Eskapisten betiteln zu lassen, dabei entsprechend seine ganze Eigenwertigkeit vielfältigster Gedankenabenteuer im Augenblick als unwert zu wissen. Und selbst sei es Eskapismus - jeder Leser definiert seinen ganz eigenen Ästhetikbegriff, worin Klang und Gestalt der Information entsprechend ausgelegt einen facettenreichen Kosmos an Bildern und Gefühlen kreieren.


    Gerade, wenn man zum Beispiel Bücher zu Filmen oder Spielen liest - und dabei ist es vorerst egal, ob der Film auf dem Buch, oder das Buch auf dem Film basiert - die zusätzliche Kraft der eigenen Imagination macht eine Geschichte selbst dann spannender, war der Film an sich schon gut. Beiderlei Medienformate erlauben ein reizvolles Zusammenspiel, das die Geschichte intensivieren kann.


    Obwohl ich literarisch ein Nachzügler war (fing erst mit 13 an Romane/Taschenbücher zu lesen), so steigerte sich diese Form der Unterhaltung enorm, auch wenn ich mittlerweile nicht mehr so viel lese. Es gibt immer mal Phasen, da kann ich nicht, weil die Konzentration nicht will wie sie soll, auch ein evtl. Hang zum ständigen Überdenken vorangehender Thematiken/Erlebnisse - ja, das Abschweifen macht es schwierig. Der Körper benötigt die Ruhe lieber für den Schlaf. Denn ehe ich mich halbherzig auf ein neues Abenteuer einlasse und um flüssig lesen zu können, muss ich tief hinein gleiten können, das fiel mir damals leichter als heute. Nichtsdestotrotz macht Lesen immer noch gewaltigen Spaß!

    Meine erste Berührung mit Batman hatte ich mit der herrlich lachhaften Serie der 60er.
    "Robin, du hast dich mal wieder nicht angeschnallt mit dem Bat-Gurt!"
    Die beiden Tim Burton Filme sah ich bald darauf, und bevorzuge sie bis heute. Dazu muss man aber anfügen, dass, auch wenn Tim Burton in Batman Forever noch als Co-Produzent genannt wird, dieser Film und die folgenden nur noch geringfügig etwas mit dem dunklen Gotham von Batman und Batman Returns zu tun haben. Als Kind fand ich es zwar toll, einfach weil's Batman war, aber im Nachhinein mag ich die Schulmaker Filme keinen Fetzen mehr. Selbst der dafür bekannte Tommy "Mr. I don't give a shit" Lee Jones verwandelt, entgegen aller Erwartungen, solche dunklen Figuren wie Harvey Dent / Two-Face in einen albernen Clown, noch verrückter als der Joker.


    Tja, und wer oder was ist Joker? Ein durch und durch manischer Sadist, ein abgrundtief böser Antagonist. Ich glaube, ein ernstgemeinter Joker wäre in Filmen nichts mehr für Jugendliche! Egal, ob die heute alle zu Saw, Hostel und Zombie-Filmen rennen - wo überall, möglichst realistisch das Blut spritzt, aber Filme wie der klassische Kaufhauszombie "Dawn of the Dead" nach wie vor nur zensiert auf DVD erscheinen - man schaue sich zum Direktvergleich bloß die Neuverfilmung von 2004 rum an :huh::S (ich wünschte es gäbe den alten Hammer-Smiley, der sich nur noch wie blöd auf die Rübe hauen kann, oder den, der die Stirn gegen die Wand klopft)
    Jack Nicholsons Joker bleibt einmalig, auch wenn er in manchen Szenen zu harmlos erschien, er war kein fragwürdiger Moralverbieger, sondern lockt die Menschen lachend auf seine Parade, ein Fest für Männer, Frauen und die begeisterten Kinder. "Seht, den lustigen Mann da oben, er schmeißt mit Kamellen/Geld um sich!" - nur um sie alle ohne mit der Wimper zu zucken mit Giftgas zu töten.


    Joker ist kein skurriler Kleinkrimineller der ein Bisschen Chaos veranstalten will und so verlumpt aussieht, weil er sein Leben lang in seiner Garage eingesperrt gewesen war, als ihn seine Grunch-Kollegen damals vergessen hatten. - Ja, es ist traurig, dass Heath Ledger kurz darauf verstorben ist, doch den Hype um seinen Joker teilte ich nie. Mit den Nolan-Filmen wurde und werde ich nie warm. Batman ist eine fiktive Comicfigur - gerade der zeitlich nicht fassbare Flair dieses 30/40er Jahre Gothams mit diesem kleinen, dunklen Gothic-Touch, verlieh dem Ganzen die charakteristische Ausstrahlung - dieser überzogene Wunsch Batman realistisch aussehen zu lassen endet im Prinzip immer damit, dass es bloß noch wirkt, wie ein drittklassiges Kostümfest inmitten einer völlig banalen Welt. Manchmal wurde es regelrecht nervig. Nolans Batman ist nichts weiter als ein James Bond 2.0 - oder eine Sonderausgabe von Law & Order. Dieses viele Krimizeug im TV - wer's mag.


    Die alten Filme waren entsprechend auf Ästhetik ausgelegt und verliehen dem Helden seinen eigenen Raum zur Entfaltung. Denn was ich an Batman prinzipiell immer mochte, er besitzt keinerlei Superkräfte, er ist ein verletzlicher Mensch, der das Gesetz, wenn nötig, in die eigene Hand nimmt - er entspricht dem byronischen Typus eines Anti-Helden - wie Bruce Wayne dabei gezeichnet wird, ist jedem Interpreten selbst überlassen. Michael Keaton war genauso glaubwürdig, als der grübelnde Außenseiter.

    Die magischen Stunden vor dem Fernseher - diese Zeit kann man nur vermissen, egal wie nostalgisch verwaschen, oder nicht. Passend, wo ich gerade auf diesen Thread stoße, hörte ich nach Ewigkeiten zuletzt den Soundtrack des Zweiteilers "Der Ring des Drachen", der ja von den gleichen Machern stammte.


    Die Fantaghiro-Reihe waren und sind schöne Filme. Es sind sicher keine effektgeladenen Actionfilme, dafür waren sie nie ausgelegt, viel mehr könnte man sie als eine der letzten klassischen Märchenfilme betrachten, die eine schöne, ruhige Atmosphäre ausstrahlen, sicherlich kann einem die situative Naivität der Protagonisten den Spaß und die Konzentration rauben. Die deutschen Märchenverfilmungen um/ab 2000 haben nicht mehr diesen Charme, das sind oft nur noch salopp runtergespielte Kostümierungsspiele in zu glattem, zu hellem Filmbild ohnerlei Tiefe. Doch selbst für die einfache Schnulzenromantik sind die Stories von Fantaghiro und deren Charakterzeichnung dann doch eine große Spur vielseitiger und weniger langweilig. Man beobachtete lediglich ab der letzten Hälfte, bzw. dem letzten Drittel der Reihe, dass sie sich inhaltlich verlaufen hat, die letzten Folgen haben nicht mehr diese Ausstrahlungskraft wie zu Beginn. Die Abwesenheit Fantaghiros Vater, dem König, gespielt von Mario Adorf, fiel irgendwann ein Bisschen negativ/enttäuschend ins Gewicht. Alessandra Martines Darstellung von Fantaghiro war eine herrlich erfrischende Awechslung zu den passiven Prinzessinnenwundern anderer Filme. Sie verlieh ihrer Figur wirklich eine Menge Charakter. Brigitte Nielsen als Schwarze Hexe - so "cringeworthy" ihre Karriere und das Drumherum immer erscheint, hier in Fantaghiro gefiel sie mir in mancherlei Hinsicht.

    Der Soundtrack beider Conan Filme ist voller Schätze. Auch wenn der zweite Film nichts mehr vom ernsten und anspruchsvollen Flair seines Vorgängers hatte, der Soundtrack blieb seiner Linie treu.


    Wann immer je ein Kull-Film entstehen möge, die folgenden Stücke gehörten wieder hinein! Nicht dieser zu Kull the Conqueror umgeschriebene, geplante 3. Conan-Film, der mit Abweichungen auf der Story Conan der Eroberer/Stunde des Drachen (Hour of the Dragon) beruht!!!!!! Lieblos dahingeklatschter Trash, sorry - das ist kein Kull und kein Valusia! Auch wenn ich Kevin "Herkules" Sorbo eigentlich ganz amüsant finde.


    Es erschienen interessante CD-Editionen des Soundtracks, bspw. die Version von Intrada, bestehend aus 3 CDs, beinhaltet mit ihren Extras (Versionen, Demos) reichhaltiges Hörmaterial. Darüber hinaus aber kam es sogar zu einer Neuvertonung durch das The City of Prague Symphonic Orchestra (zu finden als Prometheus Edition). Und obwohl ich geneigt bin, die originalen Aufnahmen zu bevorzugen, sie hat hin und wieder ihre eigenen reizvollen Momente, zusammengenommen bietet es also einfach mehr Hörfreude.
    Besonders "Column of Sadness/Wheel of Pain" klingt in seiner Neueinspielung epischer und kraftvoller:




    Ich gehe sogar soweit und behaupte, dass zumindest ein Stück des Soundtracks indirekt oder direkt das Leitmotiv für das Gefährten-Thema der HdR Filme inspirierte. Jedes Mal, wenn ich "Theology & Civilization" höre und die Musik sich in den optimistisch-euphorischen Aufbruchsmoment steigert, sehe ich Conan und Subotai vor meinem geistigen Auge durch die Landschaft springen und denke immerfort an ähnliche Einstellungen im HdR.

    Er war ganz amüsant damals, allzu großer Fan war ich auch nicht, aber die zwei, drei wichtigsten Ding, die diesen Film sehenswert machten:
    1. Die tolle Stimme Mario Adorfs als Drachen.
    2. Dennis Quaid, der nie sonderlich in den Mittelpunkt des Mainstreamkinos gerät, doch nicht wenig auf dem Kasten hat. Man führe sich nur diese Charaktere in der Reihenfolge vor Augen: Von Caveman über Undercover Blues bis *kawumm* Savior!!!!
    3. Auch die vielseitige Erscheinung von David Thewlis - 7 Jahre in Tibet, Prof. Lupin in Harry Potter, oder sehr interessant seine Rolle in Wonder Woman, wo ich den Film ansonsten nicht sonderlich mag.


    Im zweiten Dragonheart war ich immer irritiert vom Schauspieler des Bösewichts, weil ich den Typen (recht unbekannt, Harry van Gorkum) zuvor nur immer in einer Zahnpasta oder Kaugummi Werbung gesehen habe - das kriegste einfach nicht mehr zusammen. ^ ^

    Viel kannte ich nicht von ihnen, obwohl ihr Name in manchen Medien allgegenwärtig war, doch "It's No Good" wurde persönlich damals vielleicht einer der einprägsamsten Titel seiner Zeit (1997). Die Dark Wave der 80er höre ich selten, darum kam ich nie mit viel in Berührung, der besagte Titel aber hatte einen ganz anderen Effekt, unabhängig vom Genre. - Hatte meine Sci Fi Phase und auf unbeschreibliche Weise wirft mich die Musik des Songs immer zurück in genau dieses zeitlose neon-noir, cyber-punk Feeling von damals.

    Irgendwann habe ich da rein gezappt und bekam gedankliche Tobsuchtsanfälle. Der Umgang mit diesen Mädchen, für diesen kurzlebigen Ruhm einer unbeweglichen, leblosen Schaufensterpuppe - das ist nicht mehr schön. Man könnte den Teilnehmerinnen vorwerfen, dass sie es sich selbst ausgesucht haben, sich als laufende Kleiderständer beworben zu haben, aber das wäre der falsche Ansatz. Die machen sich gegenseitig nur noch größeren Druck - spätestens wenn man der Idee verfallen ist mager = perfekt, sollte man sich wenn möglich durch Unterstützung, ob emotional, ob psychisch, auf einen neuen Lebenswert besinnen. Fast 90% der Models in Katalogen oder in der Flimmerkiste empfinde ich persönlich weder hübsch noch sexy, sondern nehme sie nur als nichtssagendes Schönheitsideal hin. Bei GNTM waren mitunter bildhübsche, facettenreiche Frauen dabei, wo man sich schon fragen muss, warum ausgerechnet das ausdrucksarme, durch und durch Durchschnitts 0815 Blondinchen abermals den 1. Platz belegt? Barbara Meier war eine angenehme Ausnahme damals - Rothaarige bringen immer so einen frischen Zauber mit. Aber wenn ich mir die Klum anschaue, dann ist da tote Hose - egal wie oft ich die sehe, da ist keinerlei Charisma, nur ein aalglattes, gerades Gesicht mit wenig Eigencharakter. Á propos, Martina Hill, ob in der Rolle einer schrillen piepsigen Klum, oder einer röhrenden Sonja Kraus, ist da um Welten interessanter.

    @Revali Hallo "Wächter" (Guardian), bleib mal ein paar Minuten ruhig stehen, will deinen Soundtrack hören!



    Ick bin zwar nich die Beimer, aber manche glooben och, ick wär schonma so 'ne Art Mutter der Nation jewesn.
    Wer bin ich?

    Obwohl es gar nicht so lange her war, habe ich ihn mir diesen Klassiker heute wieder gegeben, tatsächlich einer meiner Lieblingsfilme den ich im anderen Thread gar nicht mehr rein gepackt habe.


    Vanishing Point (Fluchtpunkt San Francisco)


    Ein Roadmovie aus dem Jahre 1971 und ein kleines Ventil raus aus der happy Flowerpower seiner Zeit.
    Kowalski ist Autozusteller der Aufträge von Denver aus in alle Himmelsrichtungen zu bringen hat - ein ganz harmloser Job. Eines Tages steht ein (damals niegelnagelneuer) weißer 1970er Dodge Challenger R/T in der Garage, doch früh zeigt sich bei ihm, dass es eine Fahrt ins Ungewisse wird. Schon auf der nächtlichen Losfahrt - mal eben beim nächsten Dealer gestopt, pfeift er sich einen gesunden Schub Pillen rein und fährt weltvergessen weiter nach San Francisco. Aus dieser Fahrt wird jedoch bald ein Höllentrip, der Leere in seinen Augen entnimmt man bald, dass er sich um nichts mehr schert. Als ihn die Cops von der Straße abzudrängen versuchen, zuckt er nur eine Sekunde - das Einzige das ihm jetzt noch den Kick bietet ist der feste Druck aufs Pedal. Schon beginnt die Hetzjagd durch sämtliche Südweststaaten. Immer wieder begleitet von Flashbacks: Er ist Ex-Rennfahrer, Vietnamveteran - war selbst Cop der es sich verscherzte, als er seinen Kollegen hinderte eine Frau zu vergewaltigen ... und zuletzt starb seine Liebe - Es gibt nichts mehr, das ihn aufhält.


    Der Film tut richtig gut!
    Sieht man von der bekannten Verfolgungsjagd im Klassiker Bullitt (1968) ab, merkt man schnell, dass Vanishing Point seiner Zeit kameratechnisch voraus war. Die Einstellungen fangen die Weite so wunderbar ein, und es macht richtig Spaß das aggressive Donnern der 440 Magnum V8 Maschine unter der Haube des Challengers aus dem Nichts das Bild zerreißen zu hören. Die Story lädt zur Deutung ein. Die Fahrten sind richtig geil, noch dazu "echt" - kein Vergleich zu diesem üblichen, unsinnig epileptischem Spaßgewackel á la 2 Fast 2 Furious.
    Lustigerweise habe ich damals zuerst nur das Remake von 1997 gesehen, hatte nämlich um 1999/2000 rum wegen dem Spiel "Driver" meine Muscle Car Phase und sah mir entsprechende Inspirationen, wie The Driver 1978 (mit Ryan O'Neal und Adjani) an. Außerdem war es ein lustiges Déjà vu als ich in HdR - Die Gefährten den Typ wiedererkannte, den ich zuerst als Hauptdarsteller im Remake von Vanishing Point gesehen habe: Viggo Mortensen. Trotzdem ist das Remake storyinhaltlich viel zu brav und gesittet, das hat nichts mehr zu tun mit dem freiheitsliebenden Kowalski der ins Nirgendwo rast.