Beiträge von Golazalon

    Antwortmöglichkeit 1:

    Auch bezogen etwa auf diesen Aladdin jetzt:
    Das ändert nichts daran, dass viele dieser auf technischen Hochglanz getrimmten Neuverflimungen eine durch und durch unangenehme Sterilität ausstrahlen. Und es mitunter zu beobachten ist, die Wesenszüge mancher Charaktere büßen gehörig an Ecken und Kanten ein. Wozu? Wem, außer trendgesteuerten, willenlos unsicherer Allesfressern, kommt das zugute, alles möglichst sauber in eine ganz charakterlose Norm zu pressen. Dass ich einen ideologischen Duktus dahinter wahrnehme, selbst Stelle ich ihn ungern in den Raum, der sich weiterhin im strahlenden Gewand der ethisch-moralische durchaus richtigen Intension versteckt, doch letztlich darauf hinstrebt die Welt in ein namenloses Grau zu kleiden, auf dass wir künftig nur noch Nummern statt Namen trügen, denn jede individuelle Abweichung ist Feind dieses Gedankens!

    Antwortmöglichkeit 2:

    Ernsthaft? ... Schon wieder dieser vollkommen irrationale, ideologisch verblendete Seitenhieb?

    Gewiss, die Reichsflagge in meiner guten deutschen Stube hat schon manchen Bewährungshelfer auf's Köstlichste amüsiert!
    - Waaßt eh, dia mit an klaanan Kreiz in da Middn. Vielleicht mal ein Bisschen mitdenken bevor du urteilst! ; )
    War ja im Game of Thrones Thread die gleiche sichtbar urteilsfreie Spaßbemerkung im Sinne der Schublade deinerseits, wo ich aus gutem Grund ruhig blieb.
    1. Daenerys ist eine selbstsüchtige blöde Kuh! = "scheinbar" frauenfeindlicher Beitrag (CHECK!)
    2. Die alten Filme empfinde ich schöner! = Verweigerer der Moderne = geschichtsblinder, erzkonservativer rechter Geselle (CHECK!)
    Ich weiß nicht sorecht, ob ich das nur mit Humor nehmen soll!

    Im Übrigen mochte meine Oma jeden halbwegs beherzt lustigen Zeichentrickfilm (gab immer schon Blödelzeug!)

    Bis eben wusste ich gar nichts von dieser Neuverfilmung, und vielleicht wäre ich auch froh darum. Warum hat es Disney in den letzten Jahren so bitter nötig, ihre alten, liebevoll gezeichneten Klassiker in Zierde einer CGI-Schlacht real zu verfilmen, und dies so dermaßen "gezwungen"? War es früher die unaufdringliche Verspieltheit bzw. das Eigenleben der gezeichneten Charaktere, so schwindet dieses ganz und übrig bleibt der nackte dramaturgische Pathos, der sich so dermaßen leblos und kalt anfühlt, dass ich das schwerlich noch als einladend warme Unterhaltung verstehen kann/darf! Ich meine, das Disney von heute, da nimmt es wenig Wunder; ich habe meine Vorbehalte gegenüber den neuen Star Wars Filmen (Rogue One war noch relativ ok), jedoch will ich dieses Fass unter keinen Umständen weiter aufmachen jetzt. Letztlich bin ich nach wie vor sehr froh über die nicht unbedeutende Tatsache, als J.R.R. Tolkien damals persönlich verfügte, dass Disney keinerlei Rechte auf sein Werk zugesprochen bekommt.
    Aladdin finde ich persönlich gar nicht so fehlbesetzt, was das Aussehen betrifft.
    Wie schon vor mir angesprochen, wurde Djinni mit Will Smith zu prominent besetzt, somit ist die Figur ihrer Eigenheit beraubt!
    Jafar (Dschafar), hmm, ist schwierig, ich meine "falsche Schlangen die Gift ins Ohr säuseln" können meinetwegen auch so flüsternde, weiche Stimmchen haben, die die feige Verschlagenheit untermalen. Andererseits aber ist das nicht der temperamentvoll herrschsüchtige, nach Macht strebende und von größenwahnsinniger Gier zerfressene Bösewicht! Seine deutsche Synchronstimme trug damals entscheidend dazu bei (leider schon verstorben).
    Am Ende weiß ich gar nicht, was ich davon halten soll. Ständig werden die alten Klassiker wie lätschate Semmeln neu aufgewärmt.

    Link's Awakening ist und bleibt ein wunderschönes Spiel. Auch dass die Story außerhalb des vertrauten Kanons in der Traumwelt Links spielt fand ich umso interessanter, was die vielen kleinen Nintendo easter eggs besser eingefügt hat. So so, Link wollte also schon immer einmal wissen, wie es ist, auf Goombaköpfe zu springen? Durchlebt alptraumhafte Szenarien um völlig abgenutzte Instrumente einzusammeln, nur damit er einem alten Fisch, der, warum auch immer, fliegen kann, ein schönes Liedchen vorspielen kann. Am Ende tollt ein Marioverschnitt Pilze mampfend durch den Wald, eine Ziege spielt Sim City, BoWow rollt munter durch den Garten und Link kehrt zurück nach Hyrule, um Zelda mit einem dümmlich breiten Strahlen im Gesicht ein Souvenir zu überreichen: *Truhen-Melodie: tata ta taaaa* Eine Yoshipuppe! :S

    Die neue Grafik für LA hat mich, ganz entgegen meiner sonstigen Einstellung, schon positiv überrascht. Habe eben erst die neuen Clips gesehen und war regelrecht fasziniert, man hat das Bedürfnis nach den Figürchen zu langen. Mehr aber hat mich etwas doch ziemlich überrascht, ich kannte bereits, wie vielleicht Andere hier auch schon, ein Zelda-Video, das eine auffalllend "ähnliche" (nicht gleiche) Grafik besaß die eben diesen Effekt erzeugt. Es war ein fangemachter Trailer für ALTTP im Game of Thrones Stil:

    Game of Hyrule

    Ich kann die hier angesprochenen Kritiken in einigen Punkten schon sehr gut nachvollziehen. Insgeheim würden ich mir nach wie vor wünschen, sie kehren mit künftigen Zeldaspielen im BOTW Muster zurück zu älteren Spielen und hauchen ihnen, natürlich erweitert und spieltechnisch aufgewertet ein neues Eigenleben ein. Auch wenn Nintendo immer wieder stur darauf beharrt, sich nur an junge Spielergenerationen zu richten, so ganz einfach denke ich nicht, Nintendo ignoriert seine alten Konsumenten ganz, das könnten sie sich markttechnisch gar nicht erlauben. Grundsätzlich mag ich diese "Verniedlichungen" sowieso nicht, auch wenn dieses LA eine Ausnahme zu sein scheint, denn bisher habe ich kein Spiel mit diesem Effekt gesehen, der diese kleine Modellandschaft durch die neuen Möglichkeiten der Grafikentwicklung so realistisch "tief" (räumlich, weniger für Details gesprochen) aussehen lässt. Ja, wie echte, greifbare Plastikfiguren hinter einem Bildschirm. (Vielleicht gab es das schon vorher, ich verfolge die Spielwelt nicht viel, wäre mir zu viel).
    Finde das neue LA süß, aber es ist schon ein wenig traurig, dass nicht viel dafür spricht, es gäbe neue Inhalte, das ist schon ein wenig unfair, besonders dann, wenn es bspw. bis heute kein realistisches, reiferes ALTTP gibt, und Nintendo lieber mit vielen neuen Spielmöglichkeiten glänzen will, ästhetische Nostalgiewünsche beiseite schiebt, aber siehe da, jetzt auf einmal mit einer Wiederaufmachung daherkommt, die gleich gar keine spieltechnische Neuerung zu besitzen scheint.

    Über Zeldas Präsenz in den Spielen selbst habe ich mir eigentlich nie viele Gedanken gemacht. Ihr passives Wesen ihrer wenigen Auftritte erlauben auch nur selten einen tieferen Einblick. In ALTTP betrachtete ich sie eher als eine vertraute, an Link (und den Spieler) gerichtete Gefährtin. Optisch hatte ich bei Zelda in ALTTP kaum einen Eindruck gewinnen können, über den ich urteilen hätte können, zudem war die in-game Zelda anders gestaltet als in der Promo-Artwork. In OOT hatte sich mein Eindruck über ihr Wesen nicht sonderlich geändert, nur, dass sie mir in ihrer erwachsenen Erscheinung, besonders was die Artwork anging, recht gefallen hat. Wobei auch hier zu ... wie soll ich es benennen? .... Das schöne Püppchen ohnerlei charakterlicher Farbe. Die cartoonige Darstellung seit Wind Waker, dazu kann ich nichts sagen. Noch einmal ist sie mir in Twilight Princess aufgefallen, aber irgendwie erschien mir ihre optische Darstellung, hmm, nichtssagend. (Die auch seither zwischen Promotion Artwork und in-game Darstellung nicht mehr gravierend zu wechseln schien). Die Skyward Sword Zelda habe ich bei ersten Bildern gar nicht als Zelda erkannt, ist mir ebenso so unscheinbar, zwar nett, aber naja, nichts charakterlich Greifbares. Zuletzt Zelda in BOTW, sie bekam wieder Leben eingehaucht. Ihre englische Stimme hat durch und durch Charakter, der angenehm zu ihrem Aussehen passt (darum versteh ich die anglophonen Nörgler im Netz nicht ... vermutlich nicht aalglatter Standard genug, zu weit ab irgendeiner irrational perfekten Norm. Manchmal unglaublich anstrengend sich durch so manche englische Diskussionen/Kommentarverläufe zu lesen). Ihre deutsche Stimme hingegen ist nichtssagender Durchschnitt. Auch ihre Augen wurde eine eigene Markanz verliehen, was ihren eher neugierigen, weltoffenen Charakter gut betont.

    Zu einem gewissen Grad würde ich bei BOTW sogar von einer sexy Zelda sprechen, aber dieses Attribut gebrauche ich eigentlich nie bezüglich Zelda, das fühlt sich zu deplatziert an. Ein Bisschen erinnert Zeldas Design in BOTW zumindest was den eher pragmatischen Kleidungsstil anbelangt vage an eine weitere Zelda. Womit ich zu meiner eigentlichen Grundvorstellung von Zeldas Charakter und ihrem Aussehen komme. Ich hoffe keiner peitscht mich aus, dass ich diese nicht-kanonische Blasphemie äußere: Mein Grundbild von Zelda wurde von den Valiant Comics "geprägt"! Hier haben wir keine passive Heiligkeit vor uns, sondern einen durch und durch "knackigen" Charakter. Mitunter kam es vor, dass sie ihren tollpatschigen Helden selbst befreien musste. Sie besitzt eine ungestüm abenteuerlustige Wesensart, trotz allem Ernst auf den Schultern schreitet sie mit einer beinahe götterlästernden Beherztheit und Stärke zur Tat. Hinter ihrem Charme verbirgt sich eine Herrin die den Gefahren schmunzelnd mit hintersinnig funkelnden Augen den majestätischen Finger gibt und doch mit dem Herzen und helfender Hand über ihr Volk wacht. Edit.: Nicht genug! Ich würde sogar soweit gehen und sie einen Moment mit "Beorn" (Hobbit) vergleichen, um den Wesenkontrast zu beschreiben, denn an diese Szene im Buch (1000% nicht dieser Mr. Cool und Gefasst der Verfilmung!) erinnert mich dieses eher direkte, weniger forsche, doch leicht zu Frohsinn schwankende Bild von Zelda. Schlicht, ein starker, wohlwollender, freundschaftlicher Charakter. Ihr Äußeres entspricht auch nur bedingt dem einer zierlichen Prinzessin im wallenden Kleid. Man könnte sich auch durchaus vorstellen, dass die hylianische Tracht ein entsprechend eigenes Design besaß, darüber hinaus aber unterstreichen ihre kniehohen Stiefel und ihr einfaches Hemd viel mehr einen tatfreudigen Charakter. Der Rotstich ihres Haars, bzw. die wallende Mähne betont das lodernde Wesen, Und auch, wenn ich ihren Charakter aus den Comics etwas "überinterpretiere", so hat man doch einen greifbaren Menschen vor sich. Ob es diese Zelda in den Spielen gibt oder nicht sei dahingestellt, aber eine ein derartiger Charakter macht Spaß. Auch wenn sie in der eigenen Vorstellung noch einen Ticken weiterentwickelt wurde, so ist sie aber nach wie vor weniger ein kühles, reserviertes Mauerblümchen, das von Spiel zu Spiel tendenziell zu einer nichtssagenden, einer unnahbaren, ungreifbaren göttlichen Autorität verwandelt wurde, die es nur schwer zulässt, Links motivierende Emotion überhaupt noch auf seiner irdisch-menschlichen Ebene zu berühren, die trotz ihren Prophezeihungen immer und immer wieder selbst das Schicksal beschreibt.

    Munter schritt unser Held durch die Schattenwelt, bestritt eine Unmenge der furchterregendsten Monstrositäten. Irgendwann kramte er diesen wunderschön bläulich funkelnden Eisstab hervor und sagte sich "Hmm, ja, ist gewiss ein nettes Spielzeug, aber was soll ich damit? Ich glaube ich lege ihn wieder in die Truhe zurück". Etliche Zeit später, schwer atmend erklomm er das schwarze Gegenstück des Todesberges, verirrte sich beinahe in den Tiefen im Innern des Berges, nur erhellt vom Höllenfeuer unter seinen Füßen. Er fasste neuen Mut, als hinter ihm das in den Fels geschlagene Tor herunter krachte.
    Ein seltendämlicher Schmunzler zog sich über sein Gesicht. Das Ende der Geschicht.

    Wenn Trinexx nicht gestorben ist, so spuckt er heute noch Feuer und Eis!

    Trinexx mochte ich immer am liebsten weil er so viel Abwechslung bot und auch optisch toll gestaltet war.
    Arrghus wäre ein Geselle, den ich mir nicht gerne in realitätsnaher Darstellung vorstellen wollen würde - eine wirklich grotesker Horror. Dank ihm bekommen die "Argos/Argus Augen" auch ständig ihr Aussehen, wenn ich die Metapher irgendwo lese/höre.
    Wenn ich die tanzenden Armosritter heute sehe, habe ich die Ritter der Kokosnuss im Ohr ("We're knights of the Round Table...").

    Mit OOT wurde Zeit ein fester Bestandteil der hylianischen Mythologie, doch auch nur, weil es das Spiel selbst erforderte, kleiner Link *schwupps* großer Link. Hatte man davor die Licht- und Schattenwelt, so erfüllten nun die Gegenwart und eine mögliche Zukunft den ähnlichen Zweck zweier Welten bzw. deren Versionen, um in Interaktion eine größere Vielfalt an Rätsel und Abenteuer zu bieten.
    Die Zitadelle als Gebäude ist der indirekte Nachfolger der Kathedrale in ALTTP.


    Das Vergessene Plateau ist in mancherlei Hinsicht eine augenfällige Homage an vergangene Spielwelten im Kleinen.
    Klar, die räumlichen Relationen fühlen sich sicher nicht mehr natürlich an, wenn man von einem Ende zum anderen läuft und sich einbilden soll, das sei schon die ganze Spielwelt - damals aber war es so. Im Nordwesten hat man den Wald, im Osten die Ruinen, anstelle eines Hylia-Sees im Südosten hat man nun einen verschneiten Hylia-Berg im Südwesten, und selbst diese Berge sind ein Todesberg im Kleinformat. Zuletzt eben die Zitadelle relativ zentral gelegen, quasi das Schloss (der zentrale Punkt hylianischer Kultur). Anders als davor ergibt der Begriff Zitadelle in BOTW architektonisch auch mehr Sinn, denn das Gebäude selbst behielt immer die Gestalt eines großen Sakralbaus, der sich am ehesten noch als Kathedrale zu verstehen gab, auch wenn ich diesen Begriff nie sorecht verwendete, weil ich in der polytheistischen Glaubenswelt der Hylianer nur wenig Parallelen zur monotheistischen Glaubenswut realer Religionen sehen will. Wer sich fragt, warum das Vergessene Plateau so sonderbar aus der Landschaft herausgehoben wird, der wird schnell eine Antwort finden, wenn er sich den Begriff der Zitadelle genauer ansieht.


    Ähnlich wie Yuffie war und bin ich leider auch nie von einer starr ausgerichtete Zeitlinie überzeugt gewesen, wo von Spiel zu Spiel abhängige Inhalte transportiert werden sollten. Aber egal, wie man das Wort Dimension nun auslegt, ich war früher schon immer davon ausgegangen, dass es Parallelwelten und entsprechend verlaufende Zeitlinien gibt, die das Nebenher unterschiedlichster Storyverläufe eher erklären könnten und zugleich auch Überkreuzungen erlaubten. (s. Mandela-Effekt bzw. entsprechende Krankenakte). Weiß aber aus meiner Fanfiction heraus, dass das oft zu eher enttäuschender Ernüchterung führt, weil man im Kern ja doch immer von "jener" - der einen verinnerten, charakterisierten (personifizierten) Welt ausgehen will und dabei jeder noch so wertvolle Kieselstein in der Bedeutungslosigkeit unendlich vieler Welten versandet. Ich begann vor Kurzem selbst an etwas zu schreiben bezüglich der Reinkarnationstheorie in Zelda und wie ich Zelda selbst betrachte, aber ich stelle mich schon auf ferne, zukünftige Steinigung ein lol

    So sprach der weise Wankerman... ähm Dr. Wankamn in Ghostbusters. Übrigens ein umso spaßigeres Zitat, wenn man es in den Kontext bringt zur weitläufigen Kritik am neuen Ghostbustersfilm :D


    Nächstes:


    "Das ist ja 'n riesen Haufen Scheiße!" (Funfact: Dieselbe Synchronstimme lol)

    Auch wenn sicher schon der ein oder andere Hörer auf folgende Versionen gestoßen sein mag, so seien sie hier nochmals jedem Link's Awakening Freund ans Herz gelegt. Im Nachhinein bedauere ich es fast, LInk's Awakening in meinem Begrüßungsthread nicht genug gewürdigt zu haben.


    Diese orchestralen Coverversionen laufen bei mir in den letzten Jahren immer wieder mal hoch und runter. Da hat sich jemand große große Mühe gegeben und den "ganzen" Soundtrack gecovert. Zudem übertrug er auch den originalen Charakter der Melodien auf herrliche Weise.



    Es ist unmöglich einen persönlichen Favorit herauszupicken. So schön die Ballad of the Windfish ist :)


    18 - Bottle Grotto



    25 - Kanalet Castle


    26 - Key Cavern


    31 - Dream Shrine


    45 - Southern Face Shrine


    50 - Tal Tal Heights (N A T Ü Ü Ü Ü R L I C H)


    52 - Eagle's Tower


    57 - Turtle Rock (oder: Zelda dungeons in a nuthsell)

    Kannte es zwar schon viel länger, aber so richtig angetan hat es mir die Space Night später in den letzten Jahren, als ich irgendwann gleich immer auf der Couch schlafen wollte. Ich ließ sie fast täglich, über Wochen, über Monate, über Jahre zu meinem nächtlichen Standardprogramm werden, sofern kein halbwegs interessantes Film- oder Dokuprogramm lief.
    Zwar wiederholten sich die jeweiligen Episoden wöchentlich abwechselnd, aber es gab nichts besseres, das man nebenher laufen lassen konnte und das irgendwann schon des musikalischen Flairs wegen rauf und runter lief. Je nachdem, wie sehr man sich drauf einlässt, hat es manchmal ein irres Gefühl, die Erde von oben zu sehen - und wenn man sowieso ein Faible für Kartografie und Geografie hat, dann erübrigt sich jede weitere Erklärung.


    Lesch war immer ein guter Erzähler, der einem nicht monoton irgendetwas runter spricht. Wie Phirone schon erwähnte, seine Unterhaltungen mit dem Theologen Thomas Schwartz waren immer sehr interessant - manchmal richtig aufregend. Aber eines will und darf ich nicht vergessen, er war zwar nicht direkt Teil der Space Night, aber bestimmte Sendungen wie seine liefen immer kurz davor auf BRalpha (ARDalpha) - sie waren Teil der Programmreihe Phase One. Zwar war ich bei den meisten Gesprächen des Alpha-Forums nicht so interessiert dabei, aber mein Highlight, solange ich ihn schon kenne, bleibt Bob Ross (The Joy of Painting) - es gab kaum eine entspannendere Sendung. Auch die alten Interviews am Wochenende boten viel Stoff, zum Beispiel wurden je nachdem, wer vor geraumer Zeit verstarb oder zu diesem Zeitpunkt das jeweilige Alter erreicht hätte, immer entsprechende Gespräche aus der Sendung "Heut Abend" wiederholt, Joachim Fuchsberger war ein großartiger Gesprächspartner und Gastgeber, sowie feinfühliger Interviewer. Auch manche Folgen der frühen Talk Show "Je später der Abend".
    Ein weiteres Highlight wurden die Erzählungen klassischer Sagen und Märchen Michael Köhlmeiers, dem man stundenlang zuhören konnte.



    Space Night - The Blue Planet
    Ab 30 Minuten und 30 Sekunden (Song: Sternenspringer - Ankunft), wenn sich der Amazonas wie eine gewaltige Schlange durch den grünen Kontinent windet, oder die schiere Größe von Orkanen/Hurricanes. Diese Musik passt wie die Faust auf's Auge zu diesen gewaltigen Aufnahmen, und war immer inspirierend, während ich nebenher am Schreiben war - das gilt auch vor allem für diesen Track einer älteren Space Night Episode Stellardrone - The Earth Is Blue


    Für den ersten Link nochmals: Ab 43:55 (Riccicomoto - Assimilatione (Deep House Mix)), geiles Stück!

    Einen Bücherfreund "Freak" zu schimpfen, egal ob es sich um Filmnovellen oder sonstiges handelt, ist fatal und falsch - denn wenn nicht sie selbst, dann sind es genügend andere Menschen, die, weil sie ungern lesen, in unserer auf das allmächtige Prestige von Niveau und Bildung erpichten Gesellschaft früher oder später mit klammheimlicher Arroganz und sozialer Abwertung konfrontiert werden. (Ob sie darüber reflektieren oder nicht sei dahingestellt). Es ist in manchen Kreisen edler Literatenpriester und ihrer Götzen schon grausig genug, sich als Leser "scheinbar" trivialer Fantasyliteratur immer als realitätsverweigernden Eskapisten betiteln zu lassen, dabei entsprechend seine ganze Eigenwertigkeit vielfältigster Gedankenabenteuer im Augenblick als unwert zu wissen. Und selbst sei es Eskapismus - jeder Leser definiert seinen ganz eigenen Ästhetikbegriff, worin Klang und Gestalt der Information entsprechend ausgelegt einen facettenreichen Kosmos an Bildern und Gefühlen kreieren.


    Gerade, wenn man zum Beispiel Bücher zu Filmen oder Spielen liest - und dabei ist es vorerst egal, ob der Film auf dem Buch, oder das Buch auf dem Film basiert - die zusätzliche Kraft der eigenen Imagination macht eine Geschichte selbst dann spannender, war der Film an sich schon gut. Beiderlei Medienformate erlauben ein reizvolles Zusammenspiel, das die Geschichte intensivieren kann.


    Obwohl ich literarisch ein Nachzügler war (fing erst mit 13 an Romane/Taschenbücher zu lesen), so steigerte sich diese Form der Unterhaltung enorm, auch wenn ich mittlerweile nicht mehr so viel lese. Es gibt immer mal Phasen, da kann ich nicht, weil die Konzentration nicht will wie sie soll, auch ein evtl. Hang zum ständigen Überdenken vorangehender Thematiken/Erlebnisse - ja, das Abschweifen macht es schwierig. Der Körper benötigt die Ruhe lieber für den Schlaf. Denn ehe ich mich halbherzig auf ein neues Abenteuer einlasse und um flüssig lesen zu können, muss ich tief hinein gleiten können, das fiel mir damals leichter als heute. Nichtsdestotrotz macht Lesen immer noch gewaltigen Spaß!

    Meine erste Berührung mit Batman hatte ich mit der herrlich lachhaften Serie der 60er.
    "Robin, du hast dich mal wieder nicht angeschnallt mit dem Bat-Gurt!"
    Die beiden Tim Burton Filme sah ich bald darauf, und bevorzuge sie bis heute. Dazu muss man aber anfügen, dass, auch wenn Tim Burton in Batman Forever noch als Co-Produzent genannt wird, dieser Film und die folgenden nur noch geringfügig etwas mit dem dunklen Gotham von Batman und Batman Returns zu tun haben. Als Kind fand ich es zwar toll, einfach weil's Batman war, aber im Nachhinein mag ich die Schulmaker Filme keinen Fetzen mehr. Selbst der dafür bekannte Tommy "Mr. I don't give a shit" Lee Jones verwandelt, entgegen aller Erwartungen, solche dunklen Figuren wie Harvey Dent / Two-Face in einen albernen Clown, noch verrückter als der Joker.


    Tja, und wer oder was ist Joker? Ein durch und durch manischer Sadist, ein abgrundtief böser Antagonist. Ich glaube, ein ernstgemeinter Joker wäre in Filmen nichts mehr für Jugendliche! Egal, ob die heute alle zu Saw, Hostel und Zombie-Filmen rennen - wo überall, möglichst realistisch das Blut spritzt, aber Filme wie der klassische Kaufhauszombie "Dawn of the Dead" nach wie vor nur zensiert auf DVD erscheinen - man schaue sich zum Direktvergleich bloß die Neuverfilmung von 2004 rum an :huh::S (ich wünschte es gäbe den alten Hammer-Smiley, der sich nur noch wie blöd auf die Rübe hauen kann, oder den, der die Stirn gegen die Wand klopft)
    Jack Nicholsons Joker bleibt einmalig, auch wenn er in manchen Szenen zu harmlos erschien, er war kein fragwürdiger Moralverbieger, sondern lockt die Menschen lachend auf seine Parade, ein Fest für Männer, Frauen und die begeisterten Kinder. "Seht, den lustigen Mann da oben, er schmeißt mit Kamellen/Geld um sich!" - nur um sie alle ohne mit der Wimper zu zucken mit Giftgas zu töten.


    Joker ist kein skurriler Kleinkrimineller der ein Bisschen Chaos veranstalten will und so verlumpt aussieht, weil er sein Leben lang in seiner Garage eingesperrt gewesen war, als ihn seine Grunch-Kollegen damals vergessen hatten. - Ja, es ist traurig, dass Heath Ledger kurz darauf verstorben ist, doch den Hype um seinen Joker teilte ich nie. Mit den Nolan-Filmen wurde und werde ich nie warm. Batman ist eine fiktive Comicfigur - gerade der zeitlich nicht fassbare Flair dieses 30/40er Jahre Gothams mit diesem kleinen, dunklen Gothic-Touch, verlieh dem Ganzen die charakteristische Ausstrahlung - dieser überzogene Wunsch Batman realistisch aussehen zu lassen endet im Prinzip immer damit, dass es bloß noch wirkt, wie ein drittklassiges Kostümfest inmitten einer völlig banalen Welt. Manchmal wurde es regelrecht nervig. Nolans Batman ist nichts weiter als ein James Bond 2.0 - oder eine Sonderausgabe von Law & Order. Dieses viele Krimizeug im TV - wer's mag.


    Die alten Filme waren entsprechend auf Ästhetik ausgelegt und verliehen dem Helden seinen eigenen Raum zur Entfaltung. Denn was ich an Batman prinzipiell immer mochte, er besitzt keinerlei Superkräfte, er ist ein verletzlicher Mensch, der das Gesetz, wenn nötig, in die eigene Hand nimmt - er entspricht dem byronischen Typus eines Anti-Helden - wie Bruce Wayne dabei gezeichnet wird, ist jedem Interpreten selbst überlassen. Michael Keaton war genauso glaubwürdig, als der grübelnde Außenseiter.

    Die magischen Stunden vor dem Fernseher - diese Zeit kann man nur vermissen, egal wie nostalgisch verwaschen, oder nicht. Passend, wo ich gerade auf diesen Thread stoße, hörte ich nach Ewigkeiten zuletzt den Soundtrack des Zweiteilers "Der Ring des Drachen", der ja von den gleichen Machern stammte.


    Die Fantaghiro-Reihe waren und sind schöne Filme. Es sind sicher keine effektgeladenen Actionfilme, dafür waren sie nie ausgelegt, viel mehr könnte man sie als eine der letzten klassischen Märchenfilme betrachten, die eine schöne, ruhige Atmosphäre ausstrahlen, sicherlich kann einem die situative Naivität der Protagonisten den Spaß und die Konzentration rauben. Die deutschen Märchenverfilmungen um/ab 2000 haben nicht mehr diesen Charme, das sind oft nur noch salopp runtergespielte Kostümierungsspiele in zu glattem, zu hellem Filmbild ohnerlei Tiefe. Doch selbst für die einfache Schnulzenromantik sind die Stories von Fantaghiro und deren Charakterzeichnung dann doch eine große Spur vielseitiger und weniger langweilig. Man beobachtete lediglich ab der letzten Hälfte, bzw. dem letzten Drittel der Reihe, dass sie sich inhaltlich verlaufen hat, die letzten Folgen haben nicht mehr diese Ausstrahlungskraft wie zu Beginn. Die Abwesenheit Fantaghiros Vater, dem König, gespielt von Mario Adorf, fiel irgendwann ein Bisschen negativ/enttäuschend ins Gewicht. Alessandra Martines Darstellung von Fantaghiro war eine herrlich erfrischende Awechslung zu den passiven Prinzessinnenwundern anderer Filme. Sie verlieh ihrer Figur wirklich eine Menge Charakter. Brigitte Nielsen als Schwarze Hexe - so "cringeworthy" ihre Karriere und das Drumherum immer erscheint, hier in Fantaghiro gefiel sie mir in mancherlei Hinsicht.

    Der Soundtrack beider Conan Filme ist voller Schätze. Auch wenn der zweite Film nichts mehr vom ernsten und anspruchsvollen Flair seines Vorgängers hatte, der Soundtrack blieb seiner Linie treu.


    Wann immer je ein Kull-Film entstehen möge, die folgenden Stücke gehörten wieder hinein! Nicht dieser zu Kull the Conqueror umgeschriebene, geplante 3. Conan-Film, der mit Abweichungen auf der Story Conan der Eroberer/Stunde des Drachen (Hour of the Dragon) beruht!!!!!! Lieblos dahingeklatschter Trash, sorry - das ist kein Kull und kein Valusia! Auch wenn ich Kevin "Herkules" Sorbo eigentlich ganz amüsant finde.


    Es erschienen interessante CD-Editionen des Soundtracks, bspw. die Version von Intrada, bestehend aus 3 CDs, beinhaltet mit ihren Extras (Versionen, Demos) reichhaltiges Hörmaterial. Darüber hinaus aber kam es sogar zu einer Neuvertonung durch das The City of Prague Symphonic Orchestra (zu finden als Prometheus Edition). Und obwohl ich geneigt bin, die originalen Aufnahmen zu bevorzugen, sie hat hin und wieder ihre eigenen reizvollen Momente, zusammengenommen bietet es also einfach mehr Hörfreude.
    Besonders "Column of Sadness/Wheel of Pain" klingt in seiner Neueinspielung epischer und kraftvoller:




    Ich gehe sogar soweit und behaupte, dass zumindest ein Stück des Soundtracks indirekt oder direkt das Leitmotiv für das Gefährten-Thema der HdR Filme inspirierte. Jedes Mal, wenn ich "Theology & Civilization" höre und die Musik sich in den optimistisch-euphorischen Aufbruchsmoment steigert, sehe ich Conan und Subotai vor meinem geistigen Auge durch die Landschaft springen und denke immerfort an ähnliche Einstellungen im HdR.

    Er war ganz amüsant damals, allzu großer Fan war ich auch nicht, aber die zwei, drei wichtigsten Ding, die diesen Film sehenswert machten:
    1. Die tolle Stimme Mario Adorfs als Drachen.
    2. Dennis Quaid, der nie sonderlich in den Mittelpunkt des Mainstreamkinos gerät, doch nicht wenig auf dem Kasten hat. Man führe sich nur diese Charaktere in der Reihenfolge vor Augen: Von Caveman über Undercover Blues bis *kawumm* Savior!!!!
    3. Auch die vielseitige Erscheinung von David Thewlis - 7 Jahre in Tibet, Prof. Lupin in Harry Potter, oder sehr interessant seine Rolle in Wonder Woman, wo ich den Film ansonsten nicht sonderlich mag.


    Im zweiten Dragonheart war ich immer irritiert vom Schauspieler des Bösewichts, weil ich den Typen (recht unbekannt, Harry van Gorkum) zuvor nur immer in einer Zahnpasta oder Kaugummi Werbung gesehen habe - das kriegste einfach nicht mehr zusammen. ^ ^

    Viel kannte ich nicht von ihnen, obwohl ihr Name in manchen Medien allgegenwärtig war, doch "It's No Good" wurde persönlich damals vielleicht einer der einprägsamsten Titel seiner Zeit (1997). Die Dark Wave der 80er höre ich selten, darum kam ich nie mit viel in Berührung, der besagte Titel aber hatte einen ganz anderen Effekt, unabhängig vom Genre. - Hatte meine Sci Fi Phase und auf unbeschreibliche Weise wirft mich die Musik des Songs immer zurück in genau dieses zeitlose neon-noir, cyber-punk Feeling von damals.

    Irgendwann habe ich da rein gezappt und bekam gedankliche Tobsuchtsanfälle. Der Umgang mit diesen Mädchen, für diesen kurzlebigen Ruhm einer unbeweglichen, leblosen Schaufensterpuppe - das ist nicht mehr schön. Man könnte den Teilnehmerinnen vorwerfen, dass sie es sich selbst ausgesucht haben, sich als laufende Kleiderständer beworben zu haben, aber das wäre der falsche Ansatz. Die machen sich gegenseitig nur noch größeren Druck - spätestens wenn man der Idee verfallen ist mager = perfekt, sollte man sich wenn möglich durch Unterstützung, ob emotional, ob psychisch, auf einen neuen Lebenswert besinnen. Fast 90% der Models in Katalogen oder in der Flimmerkiste empfinde ich persönlich weder hübsch noch sexy, sondern nehme sie nur als nichtssagendes Schönheitsideal hin. Bei GNTM waren mitunter bildhübsche, facettenreiche Frauen dabei, wo man sich schon fragen muss, warum ausgerechnet das ausdrucksarme, durch und durch Durchschnitts 0815 Blondinchen abermals den 1. Platz belegt? Barbara Meier war eine angenehme Ausnahme damals - Rothaarige bringen immer so einen frischen Zauber mit. Aber wenn ich mir die Klum anschaue, dann ist da tote Hose - egal wie oft ich die sehe, da ist keinerlei Charisma, nur ein aalglattes, gerades Gesicht mit wenig Eigencharakter. Á propos, Martina Hill, ob in der Rolle einer schrillen piepsigen Klum, oder einer röhrenden Sonja Kraus, ist da um Welten interessanter.