Beiträge von Hyro

    Ich habe jetzt die vierte Staffel beendet und sie hat mir bis jetzt mit Abstand am besten gefallen. Endlich arbeitet man auch mit einem vernünftigen Soundtrack, so dass etwas Atmosphäre aufkommt.


    Ich-bin-Niemand Den Comic kenne ich grob; hab ihn zwar nie gelesen, weil ich kein Comicleser bin, denn ich schaffe es nicht, mir so eine Geschichte zu verinnerlichen, aber inhaltlich weiß ich so grob, wer wie und was. Daryl ist im Comic nicht existent und bezeichnenderweise ist mir dieser Char bis jetzt am nähesten. Er wirkt auf mich mit großem Abstand am authentischten. Alle anderen sind mir in weiten Teilen furchtbar egal, was an ganz vielen Dingen liegt: schauspielerische Darstellung, Drehbuch, Inszinierung und Entwicklung. Herschel mochte ich noch sehr, aber der ist ja leider inzwischen nicht mehr da. Michonne war zunächst klasse, aber inzwischen ist sie charakterlich in der grauen Suppe verschwunden, die durch die zahlreichen anderen Stereotypen gebildet wird. Zu vorhersehbar, zu profillos.


    Gecatcht hat mich bis jetzt inhaltlich fast nichts. Nicht mal die Cliffhanger der letzten Episoden einer Staffel sind bei mir so ein WTF-Moment. Ich fand es schade, dass sie das Gefängnis verloren haben, aber auch das war so klar.

    Am schlimmsten finde ich Rick, der vermeintliche Held der Geschichte, schon von Anfang an habe ich ihm nichts zugetraut. Ich erwartete von ihm erst weder Durchblick noch Planung; er wachte aus dem Koma auf und hatte erst gar keine Ahnung von all dem. Er brauchte Zeit zum Einfinden. Doch sobald er seine Familie wiederfand, verstehe ich absolut keine Handlung oder Entscheidung mehr von ihm. Für mich ist er weder stark, noch clever, noch intelligent. Sein rachsüchtiger Feind (Gouverneur) lauert da draußen und er baut bequem Gemüse an. Unverständlich ist das Verhalten seiner Mitmenschen. Zumindest einige von ihnen wissen doch, dass das nicht gut geht, aber die sind dermaßen devot, dass es kaum zum Aushalten ist. Dass die Gruppe also ihr Zuhause verlor, ist Ricks Schuld, es ist sein Versagen - aber es ist auch, weil keiner da das Maul aufmachte.


    Ich verstehe also so ganz essentielle Dinge nicht. Diese Gruppendynamik ist mir ein totales Rätsel. Das macht es mir schwer, etwas spannend zu finden. Dennoch war die vierte Staffel wie gesagt für mich die beste bis jetzt.

    Das saß.


    Anya traute ihren Ohren kaum und noch weniger ihrem Instinkt. Sekundenlang sah sie ihn ungläubig an; am liebsten hätte sie sich gefreut, doch... War das real? Stimmte das? Er war doch so distanziert, so kalt. Wann? Wie? Warum? So viele Fragen.

    Zoltan hob seine rechte Hand und strich ihr mit seinem Finger die Haare aus dem Gesicht, doch auch in ihm schien eine Menge los zu sein. Er schien zu kämpfen, atmete unregelmäßig. Er bebte. Sie bebte.

    Sie sah ihn an, unfähig etwas zu sagen, weil sie vergessen hatte, wie man spricht. Doch ihr Blick fragte ihn, ob das stimmte, was er sagte und er verstand dies und beantwortete ihr es mit einem Streicheln ihrer Wange. Erneut rollten Tränen über ihr Gesicht, doch es waren die glücklichsten ihres Lebens. Sie begann zu lächeln, während sie weinte. Ihre Hand suchte seine linke und als sie sich fanden, verzahnten sich ihre Finger, hielten sich fest. Da wo sie standen, ließen sie sich nieder, setzten sich halb neben, halb aufeinander. Beide waren immer noch in diesem Moment gefangen und keiner wollte ihn beenden.


    Zoltan schien einen inneren Kampf auszutragen, Anya fühlte sehr ähnlich und war deshalb nur halb im Stande, das wahrzunehmen. Nur wenige Zentimeter von ihm entfernt, sah sie mit einem sehr tiefen Blick an, hob ebenfalls ihre rechte Hand und versuchte so, seine Konzentration nur auf das zu richten, was sie sagte. Sie flüsterte sehr sehr leise: "Ich werde ihn nicht heiraten, sondern eine andere Lösung finden. Mein Platz ist bei dir." Kaum war das ausgesprochen, blendete beide etwas; es kam aus der Zitadelle. Die Sonne schien auf die Überreste der Fenstergläser. Zoltan drehte sein Gesicht zur Seite, weg von dem Licht und Anya hielt sich die Hand vor die Augen.


    Der Wind wirbelte um sie herum, drehte die Laubblätter zu einem Wirbel, der sie beide umgab. Jetzt versuchten sich beide vor dem Wirbelwind zu schützen und hoben ihre Arme vor das Gesicht. Und dann war es plötzlich vorbei und auch der blendende Sonnenstrahl war weder verschwunden. Die Blätter fielen wieder sachte zu Boden. Ehe Anya begreifen konnte, was gerade passiert war wurde ihr klar, dass der pfeifende Wind ihr eben etwas zugeflüstert hatte. Du hast den steinernen Turm gefunden, Anyanka. Du hast deine Zukunft gefunden.


    Der steinerne Turm... Das kam ihr bekannt vor. Kurz überlegte sie angestrengt und dann fiel es ihr wieder ein: In ihrem Fiebertraum nach dem Giftangriff hatte ein Mann ihr gesagt, sie solle diesen Turm finden. Anya schaute zur Zitadelle und lächelte. Und dieser Mann aus dem Traum sprach auch vergangene Nacht zu ihr, dort drüben, in der Zitadelle. Sie hatte seine Stimme erkannt, wusste aber nicht, woher - und nun wurde es ihr klar.


    Ihr Blick wanderte zu Zoltan, sie atmete schnell und dann wurde ihr Lächeln immer breiter. "Ich liebe dich auch!"

    Und da ging er wieder weg, entfernte sich erneut und überließ Anya den Rest. Sie war es, die den Platz aufräumte, alles zusammensammelte, das Zelt abbaute und alles in die Rucksäcke packte. Besser sie gewöhnte sich daran. Nur wenig Hoffnung hatte sie darin, dass aus Tom ein netter, hilfsbereiter und guter Mensch geworden war und wenn sie dann sein Weib war, würde sie eben auch alles hinterherräumen müssen.


    So also endete die gemeinsame Geschichte mit Zoltan. Er war der wohl beste Freund, den sie sich vorstellen konnte. Die beste Seele, auch wenn er das nie zugeben würde. Eine Träne suchte sich den Weg über ihre Wange. Es würden noch so viele folgen. Anya hatte irgendwann alles zusammengesammelt und schleppte alles allein zu den Wehrmauern. Es tat ihr alles so weh und so leid, dass sie einige Meter von Zoltan entfernt war; er sollte ihre Tränen nicht sehen und ihr Schluchzen nicht hören. Er sollte wenn möglich einfach sauer auf sie sein.


    Eine Weile lang standen sie so da, schauten in die Ferne und warteten auf Wastl. Keiner sagte was, doch je länger sie da stand und darauf wartete, dass ihr Leben endete, desto schwerer wurde die Last. Ihr Schluchzen wurde immer lauter und das Gesicht immer nasser. Schließlich gaben ihre Hände nach und sie ließ das Gepäck fallen. Dann schrie sie so laut sie konnte in die Weite. Jetzt regte sich auch Zoltan und erneut kam er zu ihr, wollte sie festhalten, doch zögerte. Er hob seine Arme, bereit sie zu umarmen, doch ließ sie wieder fallen. Anya schrie noch einen Moment lang immer wieder, bis ihr Hals den Dienst versagte und sie stark mit dem Husten begann. Sie krümmte sich und hielt sich den Bauch, als sie Zoltan neben sich bemerkte. Nach vorn gebeugt, sah sie zu ihm hoch, hielt kurz inne, doch dann richtete sie sich blitzartig auf und hielt ihn fest. Sie umarmte ihn mit ihrem ganzen Körper, während er leicht nach hinten wankte, doch dann standhielt. Hustend, weinend und unglaublich schnell sagte sie zu ihm: "Ich weiß, es bedeutet dir nichts und das ist okay. Aber ich will dir sagen, dass du das beste bist, was mir je passiert ist! Du bist meine zweite Hälfte, die ganze Zeit in meinem Kopf. Es bedeutet dir nichts, ich weiß, aber ich habe bald keine Chance mehr, es dir nochmal zu sagen! Bitte werd glücklich da draußen! Schreib mir wenigstens irgendwann, bitte bitte bitte!"

    Mit aller Kraft die sie hatte hielt sie ihn umklammert, jeden anderen hätte sie zerquetscht, doch seine Rüstung verhinderte dies wohl. Sie merkte, wie er sie irgendwann von sich weg drücken wollte, doch sie hielt sich verzweifelt fest. "Nein, bitte noch nicht, bitte nur noch eine Minute! Bitte Zoltan!"

    "Hey man, ich weiß was du durchmachst. Wir haben alle jemanden verloren."

    "Wie soll es weitergehen? Sag uns, was wir tun können!"

    "Die Beißer haben uns umzingelt!"


    Nur drei der immer wiederkehrenden Zitate dieser Serie und ich bin gerade mal bei S04E03.


    Ich will echt keinen Shitstorm abladen; die Serie hat ihre Fans und womöglich wird es ja doch interessant. Ganz so scheiße kann ich es ja auch nicht finden, bin ich wie gesagt jetzt bis in die vierte Staffel gekommen und guck auch noch weiter.


    Dennoch stelle ich sooo vieles fest und ich bin kein Fehlersucher. Mit ist egal, wenn man sieht, dass eine Szene in mehreren Takes gedreht und zusammengeschnitten wurde, weil mal die Sonne oben steht und plötzlich ist es schon Abenddämmerung. Oder wenn eine Kerze mal brennt, und dann beim nächsten Schnitt nicht mehr. Passiert.

    Aber TWD hat in jeder Folge so viele Patzer, die einen nur anspringen. Da ist dann deutlich die schlechte Zombiepuppe zu erkennen, die eigentlich einen lebenden Zombie darstellen soll, dem der Arm abgehackt wird. Es gibt viele kleine Logikfehler. Es ist teils völlig unerklärlich, wieso die Chars das tun, was sie tun.


    Dazu kommen diese unerträglichen Standarddialoge, die man mitsprechen kann, obwohl man die Serie noch nie gesehen hat. Die deutsche Synchro ist ein Armutszeugnis; wieso atmen die Leute laut ein, wenn sie sich gerade eine Gabel in den Mund schieben? Wieso erkennt man Antagonisten schon daran, wie sie vertont werden (der Gouverneur zum Beispiel macht ja zuerst einen sehr positiven Eindruck, aber schon an der Synchro merkst du direkt, dass er ein Arsch sein wird - in gewisserweise ein Spoiler)? Das Röcheln der Zombies ist eine Schleife von einer 10sek-Aufnahme; immer wieder dasselbe.


    Ansich ist die Geschichte ja recht interessant, vor allem mit dem heutigen Wissen über Corona. Man sieht, wie die Menschen sich eben verhalten, wenn plötzlich die Apokalypse über sie hereinbricht. Da ist dann nix mehr mit Zusammenhalt, sondern jede Gruppe bekämpft sich gegenseitig bis zum Äußersten. Genau das würde auch in der Realität passieren, gäbe es diesen Ausbruch in unserer Welt; man sieht es ja schon bei dem Corona-Thema in gewisserweise.

    Anya hat keine Wahl. Wenn sie Tom nicht heiratet, werden ihre Eltern obdachlos und haben keine Ehre mehr, da die Tradition gebrochen ist. Sie wird ihn wohl heiraten müssen, um nicht Unglück über ihre Familie zu bringen. Tja und Zoltan hat sie zwei Mal abgeblockt, als sie ihm gestanden hatte, was sie fühlt. Sie glaubt also, er will und wird nicht.

    Es war ein friedlicher Moment, den Anya dringend brauchte. Die aufgehende Sonne erhellte stetig den Himmel und küsste das ganze Land wach. Die Vögel zwitscherten aufgeregt, die nachtaktiven Tiere gingen schlafen und die tagaktiven erwachten allmählig. Es war schön, so dazustehen.


    Anya dachte unweigerlich an die Bedeutung des Moments. Zoltan hielt ihre Hand, was ihr ein wohliges Gefühl von Mut und Sicherheit gab. Doch sie kannte ihn. Es würde jeden Moment so weit sein, dass er sie wieder losließ, um dann für den Rest des Tages sorgsam Abstand zu ihr zu halten. So war er nunmal. Mal Nähe, dann wieder Abstand, dann Nähe und dann wieder Abstand. Ein einziges Hin und Her. Es war ihr zu viel, seine Stimmungen jedes Mal zu interpretieren. Es war ihr unmöglich, seinen Gemütszustand stetig richtig einzuschätzen. Fakt war einfach, dass es verletztend war, wenn er gerade wieder seine Ruhe wollte und sie genau dann irgendwie seine Gesellschaft brauchte, denn dann war er unerbittlich. Sie seufzte leise. Sie hatte es oft versucht, ein wenig Vertrauen in ihm zu wecken und ihm irgendwie mitzuteilen, dass er sie nicht wegstoßen brauchte. Er hatte es nie verstanden. Doch selbst wenn; es würde in Kürze eh alles keine Rolle mehr spielen, denn ihre Wege würden sich schon bald trennen. Ob er sie wohl mal besuchen käme, wenn sie dann mit ihrem Gemahl irgendwo leben würde? Wahrscheinlich eher nicht. Vielleicht war es von Zoltan also eigentlich das Richtige, sie wegzustoßen. Vielleicht verstand sie ja etwas nicht richtig, während er bereits das richtige tat.


    Also löste Anya ihre Hand aus dem festen Griff Zoltans, lächelte ihn nochmals dankbar an und beendete diesen Moment, bevor er es tat. Schweigend ging sie an ihm vor bei und streifte sich im Gehen das immer noch nasse Shirt vom Körper. Sie drehte es zusammen und quetschte so das Wasser heraus. Am Zelt angekommen zog sie sich den schönen weichen warmen Pullover an, und eine trockene lange Hose. Dann entschied sie, noch den Abwasch zu machen, obwohl der Starkregen das Geschirr bereits größtenteils gereinigt hatte.


    Zoltan kam langsam herangeschlendert, hatte sich seine morgendliche Zigarette angesteckt und schien in Gedanken versunken zu sein. Schließlich, nach Momenten des Schweigens: "Wastl sollte heute kommen."

    "Stimmt. Dann packen wir mal zusammen. Es bringt ja nichts, vor dem Unvermeindlichen davon zu laufen. Ich gehe zum Stall der Orni und beende mein freies Leben." Anya zuckte mit den Schultern, als sie das sagte. Sie würde ab dem Moment jede Emotion abstellen. Doch nun schloss sie ihre Augen kurz ganz fest zusammen. Es war einfach nur absurd. SIe hatten die Yiga abgeschüttelt, eine Gruppe von Irren aufgehalten, gleich zwei Mal. Und wie wurde ihr gedankt? Gab es irgendeine übernatürliche Gestalt, die sie seit Monaten in die Knie zu zwingen versuchte und die dafür einen Yiga-Offizier schickte, dann eine Gruppe von Yiga und anderen Mistkerlen hinterher jagte und nun das Schicksal spielen ließ?


    Anyas Körper fing an zu zittern. Ihr Hals wurde plötzlich kratzig und sie nieste ein Mal laut. Das war wohl das Resultat ihrer nächtlichen Trainingsrunde im strömenden Regen und des zugigen Windes in der Zitadelle. Jetzt auch noch eine Erkältung, perfekt.

    "Lass uns diesen ganzen Scheiß einfach zusammenpacken und von hier verschwinden, Zoltan. Lass uns nach Tabanta aufbrechen, wenn du denn mitkommen möchtest. Ich würde es sogar sehr gut verstehen, wenn du dir das nicht antun willst."

    "Ich sagte dir bereits, dass ich dich nicht allein lasse."

    "Hm-mh. Ganz wie du willst."

    Tja dann musst du dir wohl nach jedem Blutmond den Königszweihänder auf der Spitze des Wälder-Turms holen, und im Schloss schön oft die Waffenkammer plündern, oder einfach einen Hinox killen :cookie:

    Ich nutze den "Trick", direkt vor der Benutzung manuell zu speichern, den amiibo dann zu nutzen und dropt er nicht das, was ich mir erhoffe, lade ich den letzten Speicherstand. Das mache ich so oft, bis ich das bekomme, was ich will.


    Schon ausprobiert?

    The Walking Dead, erste beide Staffeln


    Eine der großen Serien der letzten Jahre, aber an mir bisher vorbeigegangen. Nun hab ich entschieden, mir das mal anzusehen und naja, ich werde bis jetzt so semi unterhalten.

    Die Charaktere der Serie sind alle sehr vorhersehbar, sehr stereotyp. Die deutsche Synchro ist so dermaßen schlecht, dass ich die Serie jetzt auf englisch gucke, aber sogar das hebt es nicht wirklich. Die Dialoge sind schlecht, das Schauspiel ist langweilig.

    Da wird dann über mehrere Episoden ein kleines Mädchen aus der Gruppe gesucht und man denkt sich die ganze Zeit: "Mein Gott, hat der Plot auch mal ein Ende?!" Währenddessen wird man dann durch Gebete oder innerliche Dialoge gelangweilt. Die Zombies sind eine akkustische Qual und wirken wenig bedrohlich. Und alles wiederholt sich ständig. Nebenbei wird das Klischee des waffenvernarrten Ami in jeder Facette bedient.


    Ich weiß, dass die Serie inzwischen in ihrer 11. Staffel ist und sehr wahrscheinlich entwickelt sich TWD mit der Zeit. So war es ja auch bei Game of Thrones zum Beispiel; erst mit dem Hype wurde mehr Qualität in Schauspiel, Dialoge und Storytelling gelegt. Deswegen bleib ich mal am Ball und schaue tapfer weiter, obwohl ich bisher wirklich nicht begeistert davon bin.

    Ich habe wie gesagt den Endboss noch nicht, aber ich denke, ich werde mal sowas wie ein Fazit hier hereinschreiben. Bisher habe ich mich ja zu vielen Dingen nicht geäußert, wie Preis/Leistung, Grafik, OST, Gameplay etc. Spoilerelevante Dinge werde ich in Tags verpacken, der offene Text ist für alle ohne Bedenken lesbar.




    • Preis/Leistung

    Ich finde den Preis von knapp 60 Euro für das Spiel in Ordnung. Ja, es gibt Leute, die zocken das in unter zehn Stunden durch. Ich bin allerdings jetzt bei 22 Stunden und habe in der Zeit eine Menge erlebt. Metroid Dread bietet sehr viel Herausforderungen, knackige Rätsel und schöne Welten.

    Einziges Manko ist die Story, wobei ich kein Metroid kenne, dass einem jetzt DIE komplexe Story erzählt hat. Dennoch hätte es gern auch etwas mehr als nur subtil sein können.

    Wer sich das Spiel also kauft, kann sich ruhig ordentlich und ausgiebig damit beschäftigen. Es ist jedenfalls nicht so, dass nach 10 Stunden der Hammer fällt und es gibt nichts mehr zu tun.

    Jetzt vor dem Endgame habe ich sogar noch etwas spannendes entdeckt:

    • Grafik/Optik

    Es ist wunderschön! Ich liebe das Aussehen des Games! Dieser 3D-Background hat Leben, manchmal hüpfen Tiere weg, es fliegen Schmetterlinge, Fische und Oktopusse schwimmen im Hintergrund. Samus selbst gefällt mir nicht ganz so; sie ist mir etwas zu kantig geraten. Mein Lieblingsgebiet ist mit großem Abstand Burenia.

    • Gameplay

    Ja, die leidige Steuerung. Schon bei Samus Returns für den 3DS hatte ich so meine Schwierigkeiten und hier ist es ähnlich gewesen. Es hat sehr lange gedauert, bis ich Kleinigkeiten verinnerlichen konnte. Selbst jetzt noch, nach 22 Stunden Spielzeit, vergesse ich manchmal, wie ich slide, oder wähle statt der Missile den Grapple aus oder umgekehrt. Besonders haarig wirds bei den Bomben.

    Samus bewegt sich teilweise zu schnell oder auch zu müßig, je nachdem. Manchmal will ich einfach, dass sie hochspringt und sich an einer Kante festhält, aber leider zieht sie sich komplett hoch oder rollt sich zu einem Ball, obwohl ich das gar nicht möchte. Gerade in den Situationen, in denen man schnell sein muss, ist das super ärgerlich.

    Alles in allem finde ich, könnte das Gameplay besser sein. Die Switch verfügt über so viele Tasten, aber man benutzt längst nicht alle, sondern muss teils komplizierte Kombinationen machen, was eben in hektischen Situationen für mich super schwierig ist und war.

    • OST

    Leider relativ schwach. Während ich den kompletten OST von Samus Returns abgöttisch liebe, ihn total stimmig und atmosphärisch finde, habe ich bei Dread leider nicht ein einziges Mal diesen "Wow"-Effekt gehabt. Der OST in dem Spiel ist kein totaler Griff ins Klo, absolut nicht. Aber mit Metroid verbinde ich eben auch Gänsehautmusik. Das ist mir so enorm wichtig bei diesem Franchise und da muss ich leider sagen, dass ich hier etwas enttäuscht wurde.

    • E.M.M.I. und Bosse

    Dazu habe ich mich ja schon hinreichend geäußert. Jeder Boss ist eine knackige Herausforderung. Nur selten reicht stumpfes Buttonhämmern. Eigentlich und auch überhaupt ein Grund zur Freude, schließlich kriegt man die Siege nicht geschenkt, sondern müssen sich hart erarbeitet werden. Auch bei den EMMIs war es so; jeder konnte irgendwas neues, was sein Vorgänger noch nicht konnte und auch die EMMI-Gebiete wurden mit jedem Mal komplexer und größer. Ich habe mir hier echt die Zähne ausgebissen.

    Vom Design her find ich alle Bosse klasse und auch die EMMI sehen ganz nice aus.

    • Items und Upgrades

    Vieles Altbekanntes ist auch in Dread vertreten, einiges fehlt allerdings. Ich hätte zum Beispiel echt auf einen Speed verzichten können, dafür lieber

    Heftig fand ich - und das ist mein Eindruck, den andere so sicher nicht haben - dass man irgendein tolles Upgrade bekam, sich freute, dass man endlich mal etwas aufgepimpter ist und nicht mehr Frischfleisch für jedes Popelmonster ist und dann kommt man ins nächste Gebiet und trotz neuem Upgrade stirbt man da prompt wieder wie sonst was. Das fand ich frustrierend ohne Ende.

    • Schwierigkeitsgrad

    Für mich persönlich zu krass. Überall lauern extrem tödliche Gefahren. Gefühlt befindet sich in jeder dritten Kammer ein Miniboss, der gar nicht so Mini ist und jedes Mal hat man keine Wahl, als sich diesem zu stellen. Nur ein einziges Mal hatte ich zu einem Boss eine Alternative und konnte mich erstmal etwas anderem widmen, als erneut in die Schlacht zu ziehen.

    • Erkundung

    Für mich hier der größte Minuspunkt des Spiels. Ich würde jetzt rückblickend sagen, dass die ersten 2/3 des Games extrem schlauchig und linear sind. Es gibt sooooo lange kaum Möglichkeiten, Geheimnisse zu erforschen, Geheimgänge oder-Kammern zu finden. Ständig ist man in einer Sackgasse und kommt weder vor noch zurück - man kommt erst weiter, wenn man den nächsten Boss killt. Mit weiter meine ich an der Stelle nicht mal die nächste Zone, sondern in dem Fall, dass man aus dieser Sackgasse herauskommt. Oder man ist nach dem Bosskampf gezwungen, in das nächste Gebiet zu gehen und nicht erst noch das aktuelle mithilfe des neuen Upgrades zu erkunden, weil alles versperrt ist. Erst viel später kann man zurück und sich mal ein paar Items holen.

    • Map

    Mir ist irgendwann aufgefallen, dass die Zonen alphabetisch sind, was ich ganz witzig find. Nette Idee.

    Die Map selbst ist ok und übersichtlich, die Möglichkeit einen Marker zu setzen ist auch nice, wobei ich davon nie Gebrauch gemacht habe. Was ich ungünstig finde, ist die schlechte optische Unterscheidung zu geholten Items und noch nicht geholten Items. Zwar sind die Items, die man schon geholt hat, auf der Karte etwas blasser, aber zumindest ich fand es schwer zu erkennen und musste immer mit dem Cursor drauf um zu checken, ob ich das Item schon habe oder nicht. Ich verstehe sowieso nicht, warum die schon eingesammelten Items überhaupt noch auf der Karte drauf sind und wieso man das nicht per Tastendruck ausblenden kann.




    Dafür braucht es doch kein „sorry“, beziehungsweise kann ich das nachvollziehen. Immerhin kannst du ja nicht wissen, was sich hintern den Spoilern verbirgt. Finde es aber toll, dass dir olf helfen konnte und du nun weiter die Items in Angriff nimmst. Zieh durch!

    Naja, so ganz gelingt es mir leider nicht. Also, ich aktiviere diesen Speed und drücke den linken Joystick nach unten, sodass ich für etwas 5 Sekunden leuchte. Aber ich schaffe es nicht, diesen Zustand zu verlängern. Hab das mal ausprobiert, aber ich bin wohl zu doof?


    Ist übrigens auch etwas, was ich leider bemängeln muss. Weder im Tutorial noch bei Samus´ Ausstattungsmenü wird erklärt, dass man diesen Zustand verlängern kann. Während des Spiels wird auch nicht erklärt. Offensichtlich muss man ins Internet schauen, um überhaupt davon zu erfahren. Das gibt Minuspunkte; für mich ist das ein Qualitätsmanko, wenn ein Spiel mich zwingt, ins Internet gucken und mich da schlau machen zu müssen, damit ich sowas überhaupt mitkriege^^

    Whoohoo danke dir Olf! Und danke auch an Whity - sorry, im Moment lese ich kaum Beiträge. Nicht aus Desinteresse oder Unhöflichkeit, sondern weil ich mich kaum konzentrieren kann.

    Das mit mit dem ein Mal nach unten drücken, um den Shinepark quasi zu verlängern, wusste ich bereits, aber dass es mehrere Male geht, wusste ich noch nicht! Vielen Dank, ich werde es direkt mal ausprobieren (vielleicht schaffe ich die 100% ja doch; ich bin nahe dran xD).

    Vorgestern erreichte ich den Endboss, kehrte dann aber um und habe seitdem alles gesammelt, was ich finden und erreichen konnte.

    In der vorletzten Zone scheint es noch eine Ecke zu geben, die ich irgendwie erreichen und erkunden kann und daran arbeite ich gerade. Es gibt auf ZDR noch eine handvoll Bereiche mit Missiles oder E-Containern, die ich einfach nicht packe, da dafür dieser Speed Boost mit Shineparks nötig ist; keine Ahnung, wie das gehen soll.


    Bis zum Endgegner bin ich jetzt noch nicht gegangen; das wird vermutlich morgen oder übermorgen passieren.

    Bjarne POV


    Bjarne stand am Rand des kleinen Zeltplatzes neben dem Stall. Schon eine ganze Weile lang verfolgte er das Kartenspiel zweier Männer an einem Tisch. Er wollte nicht aufdringlich sein, und doch war so vertieft darin, dass er immer näher gekommen war. Schließlich wurde er bemerkt.

    Ein Mann mit einem langen braunen Vollbart und einem dicken Bauch rief ihm zu: "Hey, wenn du mitmachen willst, dann setz dich doch einfach."

    Zaghaft lächelte Bjarne und trat in vorsichtigen Schritten an den Tisch. "Danke. Ähm, was spielt ihr?"

    "Gwent heißt das. Kennst du das?"

    "Ähm nein." Bjarne ließ sich langsam auf einen Stuhl nieder.
    Die beiden fremden Männer sahen sich lächelnd kurz einander an, bis der eine Mann weiter sprach. "Na dann zeigen wir dir mal, wie es geht. Es ist ein Strategiespiel. Siehst du diese Karte?" Er zeigte auf eine buntbemalte Karte, auf dem ein Ritter in glänzender Rüstung abgebildet war. Außerdem war eine große 4 in der Ecke der Karte zu sehen. "Dieser Kämpfer hat 4 Punkte. Er kann mühelos alle niedrigeren Karten besiegen."

    "Ja, aber da habe ich ein Wort mitzureden!", sagte der andere Mann am Tisch. Er war hager und hatte eine Zigarette im Mundwinkel. "Ich spiele eine Hexe. Sie hat zwar nur 2 Punkte, aber dafür kann sie das Spielfeld in eine Eislandschaft verwandeln. Die Waffen des Ritters sind hier nutzlos."

    "Nicht, wenn ich dir vorher meinen Dieb auf den Leib hetze und der dir deine Hexe stiehlt!"


    Fasziniert sah Bjarne zu. Diese Karten waren wunderschön und das Spiel war spannend. Die beiden Männer schienen weder um Geld noch um Güter zu spielen; sie saßen hier einfach nur und hatten Freude am reinen Spielen. Die Runde war schnell vorbei. Der Hagere hatte gewonnen, weil er zuletzt eine besondere Karte mit 17 Punkten ausspielte, die der geballten Kampfkraft der Ritter und Monster auf der Gegenseite standhalten konnte, die zusammen nur auf 15 Punkte kam.

    "Ach dieser Lump kriegt mich jedes Mal!", lachte der Vollbärtige und ließ seine große schwere Faust auf den Tisch fallen, dass es nur so rummste. "Was sagst du? Willst du´s auch mal versuchen?"

    Bjarne nickte und setzte sich aufrecht auf seinen Stuhl.

    Naürlich verlor er die ersten beiden Runden, aber das machte ihm nichts aus. Er merkte, wie er das Spiel immer besser verstand und wie viel Spaß es ihm machte. Die dritte Runde gewann er dann endlich. Er war überglücklich.


    Doch seine Freude sollte nicht lange währen. Bjarne konnte irgendwann seine Frau entdecken, die ihn offenbar suchte. Sie lief wie ein aufgescheuchtes Huhn umher und sah sich suchend um. Seine Mundwinkel fielen wieder nach unten und er räusperte sich. "Das hat sehr viel Spaß gemacht, doch nun muss ich wieder. Ich danke euch für das tolle Spiel." Er sah die Männer dabei nicht wirklich an, sein Blick war auf seine Frau gerichtet, die ihn immer noch nicht gefunden hatte. Der Vollbärtige drehte sich herum und sah Hella. Als er sich wieder Bjarne zuwandte, legte er ihm seine große Hand leicht auf die Schulter.

    "Nimm´s nicht so schwer. Wir sind noch ein paar Tage hier. Komm einfach wieder vorbei, wenn du Lust auf Gwent hast."

    Bjarne nickte abermals, lächelte ganz leicht und stand auf.


    Jetzt sah ihn auch Hella und begann direkt laut zu klagen: "Oh du glaubst nicht, was ich gerade erfahren habe?!"

    Bjarne seufzte nur, während er Hella erreichte und blieb mit sorgenvollem Blick vor ihr stehen. Er fragte nicht, was los war, in dem Wissen, dass sie ihm eh direkt erzählen würde. Das stimmt auch. "Der Postbote kam gerade zurück. Er hat unserer Tochter den Brief überreicht!" Hellas Stimme klang wehleidig und Bjarne wusste nicht, wieso.

    "Aber das ist doch gut! Das heißt, ihr geht es gut, oder nicht?!" Er war ungemein erleichtert darüber, Kunde von seiner Tochter zu hören. Nachdem ihm zu Ohren gekommen war, dass sie gegen eine Horde Banditen in gleich zwei Orten kämpfen musste, hatte er eine Weile lang keinen Schlaf gefunden.

    Hella reagierte aber sonderbar. Sie zog mit ihren spitzen Fingen am Ärmel seines Wams und ging mit ihm abseits der Hörreichweite des Stalls und duckte ihren Kopf. Eben lag noch Wehleidigkeit in ihrer Stimme, doch jetzt klang sie hart, obwohl sie leicht flüsterte: "Anyanka ist aber nicht mehr in Kakariko. Auch nicht in Hateno!" Sie schaute nochmal um sich, vermutlich um sich zu vergewissern, dass wirklich niemand sie hören konnte. "Sie ist auf dem Vergessenen Plateau! Und sie ist dort nicht allein! Stell dir vor, der Postbote bemerkte einen Mann, der mit ihr dort war! Außer den beiden war sonst niemand dort zu sehen."

    Bjarne wusste sofort, wie Hella diese Neuigkeit verstand. Sogar für seine traditionsliebende Ehefrau war es nicht schlimm, dass sich Anya in Begleitung eines Mannes befand. Doch dem Postboten zurfolge war sie allein mit ihm an diesen abgeschiedenen Ort. Für Hella konnte dies sicher nur bedeuten, dass Anyanka ihr Leben bereits mit jemanden teilte, der nicht Tom war. "Oh", war alles, was Bjarne zustande brachte.

    "Sag mir bitte, dass es einen nachvollziehbaren Grund gibt, dass sich meine Tochter allein mit einem Mann fernab der Zivilisation herumtreibt! Sag mir, dass sie ihr Versprechen noch einhält und doch noch den Mann heiratet, den wir ihr ausgesucht haben!"

    "A..also.. warte. Wir haben bereits darüber gesprochen, dass nicht Anya ein Versprechen abgegeben hat, sondern du hast es Toms Vater gegeben."

    "Ja, natürlich. Das ist dasselbe. Als ihre Mutter ist es meine Pflicht, den bestmöglichen Mann für sie zu wählen. Das war bei mir so, bei meiner Mutter und bei ihrer Mutter ebenfalls."

    "Tom war der einzige, der in Frage kam."

    "Bjarne, wir werden diese Unterhaltung nicht schon wieder führen. Was versprochen ist, ist versprochen. Anyanka wird und muss Tom heiraten. Wir verlieren sonst noch unseren Stand in der Gemeinde; das verkrafte ich nicht auch noch!" Beim letzten Satz brach Hellas Stimme und sie hielt sich die Hand vor dem Mund. "Anyanka und Tom sind die Zukunft."


    Hella ging wieder zurück zu ihrer Unterkunft und ließ Bjarne dort stehen, wo sie ihn hingezogen hatte. Er schaute seiner Frau noch einen Moment nach, ehe er mit hängendem Kopf hinterher ging.

    Ich finde, die EMMI sind ähnlich wie die Wächter in BotW; erst nahezu unschaffbar, aber später (bei mir viel später) war ich dann mutiger und es klappte besser. Ich habe wohl alle besiegt, die es gibt (ich stehe jetzt vor dem Endboss). Der letzte EMMI war für mich der einfachste, aber ich war ihm gegenüber offenbar overpowert, keine Ahnung. Bei allen anderen habe ich mir teilweise die Zähne ausgebissen.


    Das Design find ich gar nicht mal so schrecklich. Mir gefallen die Bewegungen, die irgendwie spinnen- und/oder katzenartig sein können. Das Aussehen ist in Ordnung, hat man bei jedem doch an eine fancy Lackierung gedacht; dadurch wirken sie wie Sportwagen xD.


    Ich brauche sie jetzt nicht nochmal irgendwie in einem Spiel und blicke dennoch sorgenvoll in Richtung MP4. Ich hoffe wirklich, das war es mit den Dingern.

    Anya erwachte mitten in der Nacht, weil Regen unerbittlich auf die Plane über dem Zelt prasselte. Unruhig drehte sie sich hin und her, doch es gelang ihr nicht, in den Schlaf zurückzufinden. Sie schaute zur Seite und sah Zoltan, wie er mit dem Rücken zu ihr lag.

    Na schön, dann eben kein Schlaf. Vorsichtig richtete sie sich auf und kroch langsam aus dem Zelt. Die Nacht war pechschwarz und der Regen war so stark, dass er wie eine Wasserwand wirkte. Das Zelt stand zwar trocken, doch würde es weiter so regnen, würde das Wasser sicher irgendwann einen Weg zum und ins Zelt finden. Doch für den Moment war noch alles okay.


    Sie zog ihre Sachen an, seufzte und fing an zu laufen. Wenn es sein musste, würde sie bis zum Sonnenaufgang laufen. Es war unmöglich zu erkennen, wie spät oder früh es bereits war. Der Himmel war jedenfalls schwarz, von der Sonne war nichts zu sehen. Sie lief und lief und lief, sogar bis zum Birkenwäldchen trugen sie ihre Beine. Natürlich war sie inzwischen nass bisauf die Knochen, der Matsch ging ihr bis zu den Knien und ihre langen Haare hingen triefend herab. Anya beschloss zur Zitadelle zu laufen. Das imposante Gebäude sah in der Nachtschwärze unglaublich gewaltig aus, fast beängstigend.


    Dort angekommen stellte sie fest, dass sich genau dort, wo die riesige Statue Hylias stand, das Dach noch intakt war. Hier suchte Anya Schutz, denn so nass und dreckig wie sie war, konnte sie jetzt unmöglich ins Zelt zurück. Schließlich kauerte sie in eine Ecke. Der Wind pfiff durch das Gemäuer und zog an Anya vorbei. Jetzt musste sie sich eingestehen, dass es eine richtig blöde Idee gewesen war, mitten in der Nacht im strömenden Regen laufen zu gehen. Sie wusste nicht mal, warum sie das getan hatte. Als Händlerin hockte sie manchmal Tage in einer Felsspalte und wartete den Regen ab; oft genug hatte sie regnerische Nächte im dichten Unterholz irgendwelcher Wälder ausharren müssen. Nie war es so unangenehm wie jetzt.


    Ohne Zweifel war der Brief mit der schrecklichen Nachricht dafür verantwortlich, dass sie solche waghalsigen Aktionen machte. Wie konnten ihre Eltern ihr das antun? Anya wusste genau, dass sie keine Antwort auf diese Frage finden würde, also schüttelte sie den Kopf. Hier und jetzt jedenfalls nicht. Sie winkelte ihre Knie noch dichter heran und schlang ihre Arme drumherum. Ihr wurde inzwischen richtig kalt und die Hoffnung, dass die wärmende Sonne bald aufging, verging beim Blick in den schwarzen Himmel.


    Und dann hörte der Regen schlagartig auf und der Wind ebenso. Als hätte jemand den Hahn zugedreht. Es wurde auf einmal unglaublich still, nur noch das Tropfen des Wassers vom zerstörten Dach konnte sie hören. Verwundert stand sie wieder auf und ging um die Hyliastatue herum. Sowas hatte sie noch nie erlebt. Und dann hörte sie etwas, eine ferne Stimme. Es war nicht Zoltans, aber sie war männlich.

    Kämpfe, junge Dame. Gib nicht auf. Geh deinen Weg und nur deinen.

    Diese Stimme kam ihr bekannt vor, aber sie wusste nicht, woher. Sie war sehr leise und kaum zu verstehen. Und dann war es auch schon wieder vorbei. Anya sah sich um, aber sie konnte niemanden sehen. Diese Worte waren freundlich, aber dennoch schauderte es ihr so sehr, dass sie die Zitadelle schnell wieder verließ. In hastigen Schritten ging sie zurück zum Zelt und setzte sich unter die Plane. Das Herz klopfte schnell und stark, sie zitterte.


    Ich will dieses Plateau wieder verlassen. So bald wie möglich.

    Also Leute, jetzt ma Butter bei de Fische...


    Wem macht das Spiel Spaß unter euch?

    Ich bin einfach nur noch am Verzweifeln. Ich weiß, ich heule seit Freitag in jedem Beitrag rum, aber ich bin wahrscheinlich auch einfach kein guter Spieler, ich weiß es nicht.


    Nichts gegen einen knackigen Schwierigkeitsgrad, wenn es denn auch mal durch entspannte Phasen ausgeglichen wird. In Metroid Dread sterbe ich unendlich viele Male. Ich habe bestimmt schon 50 - 60 Mal den Game Over-Screen gesehen. Jeder Boss, jeder EMMI.

    Aktuell hänge ich jetzt wieder an einem Gebietsboss fest (Ferenia) und komme einfach null gegen ihn an. Bis ich da allerdings hingekommen bin, musste ich mich alle 5 Minuten gegen jemanden durch schnetzeln und jedes Mal nur mit mehreren Anläufen. Ich komme auch nicht zum Backtracking, weil ich gar nicht in die früheren Gebiete zurückkomme, da ständig irgendwas versperrt ist. Da ja alles so schlauchig ist, habe ich gerade keine andere Möglichkeit, als diesen Boss zu machen, denn zurück komme ich ja nicht großartig und irgendeine Erkundungsmöglichkeit gibt es auch nicht.


    Mit Samus Returns kam ich super gut klar. Das Spiel war jetzt auch nicht easy, aber man hatte genug Möglichkeiten, auch mal was anderes als krass harte Kämpfe zu machen. Hier stehe ich alle paar Minuten vor unglaublich schwierigen Aufgaben.


    Bestimmt sind viele von euch bessere Zocker als ich. Aber wie ist es bei euch so? Könnt ihr mir folgen, oder seht ihr das ganz anders?

    Was die Karte betrifft, so habe ich diese auch noch nicht intensiv studiert. Meine aber, dass man nicht zu allen Symbolen eine Erklärung bekommt, wenn man mit dem Cursor drauf geht. Kann mich aber auch täuschen.

    Ja wie gesagt nur dann, wenn du bereits das nötige Item bekommen hast, um die Tür zu öffnen. Sonst kommt nur ein "???".

    Ich-bin-Niemand

    Eigentlich ist es so, dass man immer eine Erklärung bekommt, wenn man einen Skill oder ein neues Item findet. Dann kommt so eine kleine Sequenz. Diese kann man auch nochmal nachlesen; einfach auf das + drücken (Karte öffnet sich) und dann über die Schultertasten zu Samus´ Ausrüstung navigieren (ich glaube, es war dier R-Taste, wird aber in der Legende auch nochmal angezeigt) und da sind dann alle Skills zu sehen, die sie jetzt hat und jedes kann nochmal genauer angeguckt werden mit Erklärungen. Und irgendwo gibt es glaube ich auch nochmal ein Tutorial im Menü, einfach mal gucken.


    Das mit den Spoilertags:
    Es mag ja auch vielleicht welche geben, die noch überlegen, sich das Spiel zu holen und die jetzt quasi schon lesen könnten, was man so in den ersten Stunden konkret findet oder nicht findet. Daher die Bitte mit den Tags.

    Ich-bin-Niemand

    Achtest du bitte auf Spoilertags? Das wäre super. Nicht jeder ist so weit wie du ;)




    Ich habe aktuell das Gefühl, dass in jedem dritten Raum inzwischen ein Boss, Miniboss oder sonst ein Vieh lauert. Ganz ehrlich; ich habe mir etwas anderes vom Spiel erhofft. Jedes Upgrade, welches einem einen Vorteil verschaffen könnte, wird spätestens in der nächsten Zone wieder neutralisiert, weil die Bosse und Bots dort irgendeine Fähigkeit haben, die den Vorteil obsolet machen. Es ist sau mühsam.


    Edit:

    Was mich mehr stört, sind die mangelnden Erläuterungen zwischendurch. Ich hätte mir z.B. gerne eine Erklärung gewünscht, dass man rote Barrieren mit Misslies knacken kann. Das war bei Fusion besser, ohne dass der Schwierigkeitsgrad drunter litt.

    Du kannst mal auf die Karte gucken und den Cursor über die Türen fahren lassen, die du noch nicht aufgemacht hast. Wenn du den Skill schon hast, der für das Öffnen nötig ist, wird dir das angezeigt.