(Event RPG Gruppe)
Sandro war sehr froh, dass sie sich dem Wächter wohl stellen wollten. In seinen Augen wäre es töricht, diese Aufgabe auf andere Krieger abzuwälzen, einmal quer durch Hyrule zu reisen, nur um am Ende einen Wächter zu bekämpfen, der für Niemanden eine Bedrohung darstellt, während dieser hier den halben Stamm der Shiekas auslöscht. Auf dem Weg ins Dorfzentrum sah Sandro einige mutige Dorfbewohner, die sichtlich bereit für den Kampf schienen. Teils mit den rostigen Waffen ihrer Großväter, teils aber auch nur mit Kochtopf und Kochlöffel standen sie bewaffnet da und schmiedeten Pläne. Die Jüngsten waren gerade so alt wie er, die Ältesten konnten kaum gerade Stehen. Sandro wunderte sich.
Wenn ich alleine wäre, dann würde ich mich in keiner Welt diesem Wächter stellen. Der einzige Grund, warum ich diesen Wächter mit aufsuche, ist weil ich Teil eines Teams bin, das ich unterstützen muss. Ein Großteil dieser Leute haben keine Ahnung, was ihnen geschehen wird.
Sandro realisierte, dass sie diese Leute auch vor ihrem eigenen Hochmut schützen müssen, der sie ansonsten planlos in eine Massenvernichtungswaffe rennen lässt.
Ihre Gruppe kam im Zentrum an. Zoltans Vorschlag, die Nacht in einer Bar zu verbringen, fand Sandro aber fürchterlich.
Ich bin definitiv zu jung für Alkohol und auch für Erwachsene wird der Kampf gegen einen Wächter selbst im nüchternen Zustand schwierig genug sein, da müssen Zielgenauigkeit und Motorik nicht noch zusätzlich beeinträchtigt werden.
Dem Problem, des mangelnden Schlafplatzes stand Sandro eher gelassen gegenüber. Es wäre weder das erste, noch das letzte Mal, dass er an einem sehr ungeeigneten Ort nächtigen müsste. Mit einem Schmunzeln im Gesicht dachte er an ihre erste Begegnung zurück, bei der er in einer einsamen Höhle schlief.
Als sich Zoltan verabschiedete, beschloss auch Sandro sich in Kakariko umzuschauen. Es dauerte nicht lange, bis Sandro den ersten mit einer Brandwunde am Bein sah. Er gesellte sich zu ihm und wie erwartet, hat dem Reisenden der Wächter diese Verletzung zugefügt.
Anscheinend befand er sich an einer Abzweigung, wenn man dem Weg in Richtung Südwesten zwei Kurven weiter folgt. Plötzlich wurde Sandro klar, dass ein unbedachter Reisender, der den Wächter nicht abschüttelt, ihn wohlmöglich direkt nach Kakariko locken könnte. Sandro heilte die Wunde des verblüfften Mannes schnell. Erleichtert stellte er fest, dass ihn dies kaum Energie kostete.
Hinter der nächsten Ecke sah er wieder ein paar Möchtegernsoldaten, die ihre Stöcke schwangen. Mit einem Kopfschütteln schlenderte Sandro weiter.
Die Zeit verging schnell und zum vereinbarten Zeitpunkt trafen sie sich wieder am Gasthaus.