Beiträge von Vincent Delacroix

    Ich versuch mal so eins nach dem anderen halbwegs zufriedenstellend zu beantworten:


    Der Ori-Vergleich drängte sich mir am Anfang so auf, weil der Aufbau der ersten Gebiete sich ähnelt: Kleiner Tutorialbereich um die Grundsteuerung zu lernen, dann geht es in ein unterirdisches Höhlengebiet, gefolgt von einer Art Urwald. Soweit also eine ähnlich aufgebaute Welt wie in "Will of the Wisps" :D

    Der OST gefällt mir auch ganz gut, aber ich bin mal so ehrlich: Bin nicht so der Soundtrack-Conoisseur, dass ich da etwas ganz großartiges raushöre. Der Name des Komponisten sagte mir bis eben auch nichts. Aber ich folge der Empfehlung mal und achte künftig etwas mehr drauf :)


    Hornet habe ich gesehen, aber die (?) läuft mir jetzt gerade noch ständig davon und wie es aussieht, kann ich sie gerade noch nicht einfangen.


    Wie ich zurechtkomme ist ja bereits oben beschrieben: Noch kam mir keine Stelle unter, die mich dazu gebracht hat frustriert die Konsole wegzulegen. Das Einzige was mich da einer "Verzweiflung" nahegebracht hat war dieser dämliche Verlust meiner Geos. Ich weiß ja aber auch vom Hörensagen, dass es noch ziemlich fies zur Sache gehen wird, also klopfe ich mir mal noch nicht für die paar bisherigen Erfolge auf die Schulter :D


    In welcher Welt ich da bin... tja. Ich weiß bisher nur das kryptische Zeug, das man so am Rande von NPCs und diesen Infosteinen (ich nenne sie mal so...) erfährt. Irgendwann einmal war das alles ein lebendiger Ort, bis irgendwas - ein Krieg, eine Naturkatastrophe (Giftige Dämpfe, die die einst friedlichen Kreaturen in den Wahnsinn getrieben haben) all dem den Gar ausgemacht hat. Ich denke also aufgrund deiner Frage mal, dass es da noch spannendes zu erfahren gibt.


    Und sonst: Ja, das Spiel gefällt mir bisher sehr gut, auch wenn ich seit dem ersten Bericht noch nicht weitergespielt habe. Ich bleibe also dran und behalte die ganzen Anstöße dabei mal im Hinterkopf :)

    Das werden wir in der Tat nicht! :z17: Ich versuchs nicht einmal. Meine Ohren haben geblutet, egal ob ich die englische oder deutsche Ausgabe versucht habe. Japanisch war noch gerade so auszuhalten.

    Um dir ein wenig (!) entgegenzukommen: Ich mochte in keiner Synchrofassung Zeldas Stimme, als sie im Wald oder bei Links "Tod" geheult hat. Irgendwie klang das nicht emotional, sondern einfach wie ein Kind, dem das Eis auf den Boden gefallen ist.


    Ansonsten war Julia Casper in der deutschen Synchro aber genial, fight me.

    Achja, bevor ichs vergesse: Ist Metroid wirklich die einzige Nintendo-Serie die Voice Acting gut kann? :whistling2: Samus hört sich wunderbar an!

    Die deutsche Synchronriege in BotW/TotK war doch auch top. Vielleicht bekommt Samus ja diesmal auch eine deutsche Sprecherin spendiert, wer weiß. Meine Favoritin für den Job wäre Martina Treger (u.a. Synchronstimme für Sharon Stone und Carrie-Anne Moss). Die hat diesen kühlen, militärischen Stil drauf.

    Da "Hollow Knight" zusagen mein Gewinn bei der Sommerkalender-Zusatzverlosung war (die 15€ für den eShop sind in das Spiel geflossen), darf ich wohl auch über meine kläglichen Versuche voranzukommen berichten.


    Bisher alles sehr hübsch und erinnert sehr stark an die "Ori"-Teile, außer dass es hier optisch natürlich comichafter zugeht.


    Ich habe mich durch die Verlorene Wegkreuzung geprügelt, große Teile von Grünweg erkundet und ja, ich bin viele, viele Male draufgegangen. Aber nun gut. Bisher lag es nicht daran, dass das Spiel schwer ist, sondern ich mich einfach in den Kämpfen zu blöd und übereifrig angestellt habe.


    Der bisher größte Fail war, dass ich meine Ersparnisse von fast 900 Geo verloren habe... und zwar so: Ich wurde gekillt, war unterwegs zu meinem Schatten, um meine Geo zurückzuholen, wurde auf dem Weg dorthin nochmal gekillt und tja... bei dem Schattengeist gab es dann nur die paar Geo, die ich bis dahin eingesammelt habe.


    Nun habe ich also eine ganze Zeit damit verbracht wieder Geld zu farmen, um mir ein paar Dinge zu kaufen - unter anderem den Alten Schlüssel und einen Maskensplitter. Immerhin: Davon habe ich bereits zwei. Eine Erweiterung der Energieleiste ist also nicht mehr weit. Dann wird vielleicht auch nicht mehr soooo häufig gestorben...

    Das ist doch mal eine feine Sache und wohl auch ein Grund, die Anschaffung einer Switch 2 für das nächste Jahr ins Visier zu nehmen :D


    So sehr ich auch die 3D-Teile mag und mit MP4 recht zufrieden war, käme mir ein neuer 2D-Teil mal wieder sehr gelegen. Vor allem da "Dread" so ziemlich mein Favorit aus der Riege ist und "Ravenous" den Stil fortsetzt.


    Aber so etwas wie den "Dread-Modus" tue ich mir nicht noch einmal an... :D

    Hoppla, das Spiel kam die letzten Tage etwas kurz, darum hatte ich jetzt spontan Lust auf eine kurze Session. Kurz war sie, und auch recht intensiv. Nun, der Reihe nach...


    Nach der häkligen Aktion mit dem Aufzug ging die Party natürlich weiter. Erstmal ein Raum voller Lava, in dem ich es mit gleich zwei Riesen aufnehmen muss. Aber bevor ich mich unter Tränen von meinem Munitionsarsenal verabschieden muss, fällt mir eine Bodenklappe ins Auge, durch die ich die beiden Kollegen nacheinander in die drunterliegende Lava befördern kann. Okay, das war doch leicht.


    Dann eine Höhle, in der ich zwei Kammern aufsuchen muss, und unterwegs macht mir eine Insektenkolonie das Leben schwer. Ich geize nicht mit Schrotmunition und kann dem Gekrabbel und Gesummse entkommen.


    In einem weiteren Burghof crashe ich eine kleine Lagerfeuerparty und eine Tür fordert mich auf, dem Löwen eine Opfergabe zu bringen. Also, meinen Arm steck ich da jetzt nicht rein... muss ich auch nicht. Durch eine Falltür geht es in eine Höhle mit Minenschächten. Und dort erwartet mich eine ziemlich wilde Fahrt. Unterwegs leisten mir haufenweise Ganados Gesellschaft, unter anderem zwei mit einer Kettensäge. Meine Strategie: Im hinteren Wagen bleiben und immer wieder mit der Flinte durchpflügen. Das Teil haut mittlerweile ziemlich gut rein, und am Ende war es dann doch alles gar nicht mal so schwer.


    Damit ist ein weiteres Unterkapitel durch. Was freue ich mich auf die nächsten fiesen Überraschungen...

    No Problemo. Der Gedanke dahinter war lediglich, dass mein Charakter sicherlich Anya darauf ansprechen würde. Nur, weil ich als Spieler Zoltan nicht mehr so präsent im Kopf habe, bedeutet das ja nicht, dass mein Charakter ihn ebenso vergisst. Wie du sagtest, im Spiel verging ja nicht so viel Zeit und ich meine, er hatte Malkus sogar das Leben gerettet oder so ähnlich. Gäbe also sicherlich genug Gründe, sich nach ihm zu erkundigen und er kann ja nicht wissen, wo und warum er und Anya sich trennten. Wenn Anya nicht darüber sprechen mag, denkt er sich bestimmt seinen Teil aber wird es auch dabei belassen.

    Da ich aber das Gefühl habe, jedes Mal in ein Wespennest zu stechen, wenn es um Zoltan geht, werde ich das als Spieler einfach vermeiden. Ich respektiere, dass Zoltan kein Thema mehr werden soll, sofern ich das jetzt richtig interpretiere, wobei ich immer noch nicht weiß, was für "Malkus" die richtige Phrase in Bezug auf Zoltan gewesen wäre.

    Ist alles gut. Ich hatte nur so das Gefühl ich wäre euch noch einen kurzen Abriss darüber wo Zoltan jetzt abgeblieben ist schuldig, da er ja eben immer wieder mal erwähnt wird und "Der ist jetzt eben einfach weg" wäre doch ein doofes Ende, nachdem ich sehr viel Zeit und Mühe in den Charakter investiert habe. Darum nun nochmal dieser Abschluss :)


    Sorry falls das jetzt unnötig Verwirrung gestiftet hat, wollte das nur so eingeworfen haben.

    Danke, sehe ich auch so :D Nur weil sein Name nochmal fiel wollte ich eben gern ein letztes Mal einwerfen, dass es ja eben noch eine Geschichte von mir dazu gab warum und weshalb. Ich bin jetzt auch wieder still.

    Megaolf Chrmchrm. Zoltan ist nicht "spurlos verschwunden". Er ist nur auf einer Mission, auf der ihn niemand begleiten kann. Und könnte er Malkus', Sebas', Broms und Anyas Gedanken hören, würde er ihnen das hier zusenden:


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    ;) Macht's gut :D


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    Ich wollte doch nur noch auf meinen Beitrag in Akkala verweisen und Zoltan ein für allemal rausschreiben?

    Ja ist schon klar, Zoltan sollte einfach nur eine dramatische Randnotiz meines Beitrags sein und demonstrieren, dass ihre Reise schon so lange geht und viele Gefährten, Milo, Symin, Zoltan, Eve, eben nicht mehr Teil dieser "familiären" Gruppe sind, die gemeinsam aufgebrochen ist. Wie die Gefährten in dem Herrn der Ringe als Metapher für Veränderung im Laufe des Abenteuers oder so


    So fertig!

    Ehrlich... ich weiß nicht mehr alle Beiträge der letzten zwei Jahre, im Spiel sind ja nur vielleicht Wochen oder so vergangen, man könnte gut davon ausgehen, dass die Gruppe sich nach Zoltans Verbleib erkundigte (ich weiß es gerade echt nicht mehr, ob das mal Thema war) und dann hätte Anya es bestimmt erzählt, dass er halt einfach aufgebrochen ist und eben ... spurlos verschwunden ist. Wie ich schrieb ;-)

    Ich wollte doch nur noch auf meinen Beitrag in Akkala verweisen und Zoltan ein für allemal rausschreiben?

    Aber... da steht doch dann genau das, was ich geschrieben hatte oder bitte zitiert es mir nochmal, weil entweder überlese ich es oder es ist einfach schon zu spät, aber er hatte Anya einfach verlassen und nix gesagt. Und danach hörte man nix mehr von ihm. Und das ist ja irgendwie genau die Definition von dem, was ich schrieb, hehe

    Außer Anya kann ja niemand wissen, warum Zoltan weg ist - da wäre Meta-Wissen.


    Er ist ja auch gerade einmal zwei oder drei In Game-Tage weg. Möglicherweise stößt er ebenso wie Eve früher oder später noch einmal dazu?!

    Hast du nicht irgendwie dauernd was geschrieben von Nachruf oder du möchtest aus Zoltans Sicht so ein Mini Abenteuer schreiben, als er noch am Leben war oder wie auch immer... keine Ahnung, ist schon viel zu lange her und habe einfach nur noch im Kopf gehabt, dass er abgehauen ist und nicht sagte, wohin, also spurlos oder hat er etwa Spuren hinterlassen?

    Schau mal in den letzten Beitrag im Akkala-Thread. Da wurde mit ihm abgeschlossen :)


    Ich wollte zwar hinterher noch eine Story über ihn schreiben, aber seihen wir mal ehrlich.. die hätte niemanden interessiert ;)


    Somit habe ich ihn jetzt nochmal nachgeschoben.

    Megaolf Chrmchrm. Zoltan ist nicht "spurlos verschwunden". Er ist nur auf einer Mission, auf der ihn niemand begleiten kann. Und könnte er Malkus', Sebas', Broms und Anyas Gedanken hören, würde er ihnen das hier zusenden:


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    Bartholomäus #003

    In Bartys Keller


    Ausnahmsweise sah es hier unten relativ ordentlich aus - nach der Eilpost am Mittag hatte er seine "Praxis" geschlossen und keine Leichen in Empfang genommen. So zügig es seine vampirischen Bewegungen zuließen hatte er medizinische Gerätschaften, Bücher und Blutkonserven in drei Koffer verstaut.


    Im trüben Dämmerlicht seines Arbeitskellers blickte er noch einmal auf die Regale mit Einmachgläsern, die besonders interessante Organe und Körperteile enthielten. In einem dieser Behälter schwebten die klaren, blauen Augen einer einstmals hübschen Frau in ihrem Gefängnis aus Formalin und Glas umher und schienen ihn beinahe vorwurfsvoll anzustarren. Barty, aufgrund seiner Natur unfähig irgendwelche Emotionen zu empfinden, wandte sich ab und stapfte die knarrzenden Stufen hinauf ins Erdgeschoss.


    Sein plötzliches Auftauchen schien Elira kurz zu erschrecken, doch sie hatte sich rasch gefangen und erklärte, dass sie sich baldigst aufmachen sollten, und dann brach die Hölle los.


    Dieser dämliche Narr, Anatoli, hatte doch seine Saufkumpanen hergebeacht und wollte ihm zu Leibe rücken. Ihm! Einem unzerstörbarem Vampir! Bevor Bartholomäus selbst einen Finger rühren oder auch nur seine Koffer abstellen konnte um die Gefahr abzuwehren, machten Elira und ihre Schattenwesen kurzen Prozess mit ihnen. Unglaublich!


    Verzeiht diese Sauerei. Ich werde mich darum kümmern, diese Blindschleichen entfernen zu lassen!, war das Einzige, was die Frau nach diesem Gemetzel zu sagen hatte. Bartys rotbraune Augen kniffen sich zusammen und fixierten die Frau, während der schwerverletzte Anatoli das Weite suchte.

    Sie machen aber auch wirklich vor gar nichts halt, mein Kind! Nun, dann kümmern Sie sich. Ich in der Zeit... Einer der Eindringlinge lebte noch, wand sich stöhnend umher, während aus einer Wunde, an der sich vor Sekunden noch sein Oberarm befunden hatte, köstlich roter Lebenssaft sprudelte.

    Ich kann jetzt nicht wiederstehen, flüsterte er Elira zu.

    Stellen Sie sich vor, Sie säßen nach einem Tag auf dem Schlachtfeld an einem Bankett voll Hähnchenkeulen, Buttergemüse und Rosmarinkartoffeln. Ich...


    Die Frau schien tatsächlich zu verstehen, warf ihm aber noch einen letzten, musterenden Blick zu, bevor sie mit einer raschen Umdrehung zur Haustür hinaus entschwand. Welch eine außergewöhnliche Kreatur sie war! Erst zeigte sie weder Abscheu noch Aggression ihm gegenüber, dann verteidigte sie ihn und sein Haus gegen diese Eindringlinge. Versuchte sie etwa ihn aufgrund ihrer eigenen, zweifellos dämonischen Natur zu verstehen?


    Der junge Mann, der sich vor ihm im Staub der Eingangshalle wandte, war Jeremiah Goldworth. Einer von Anatolis Speichelleckern. Er hätte vielleicht eine Zukunft als Gewürzhändler auf dem hiesigen Markt vor sich gehabt. Er blickte Barty panisch an, als ihm bewusst wurde, welches Schicksal ihm nun bevorstand. Dass alles, was er über den grausigen Doktor je gehört hatte, den Tatsachen entsprach.

    Bitte, Doktor Miller... es tut mir leid! Sie haben mich behandelt, seit ich ein kleiner Junge war... Sie haben meine Eltern behandelt! Meine Großeltern! Sie... Bartholomäus blickte ungnädig auf den sterbenden Jungen herab.

    Und ich habe mich schon immer gefragt, wie wohl das Blut der altehrwürdigen Familie Goldworth schmecken mag, säuselte er. Dann erstickte er die Schreie des unglückseligen Jeremiah, indem er ihm mit seinen gewaltigen Vampirhauern den Kehlkopf herausriss und sich an dem gütlich tat, was aus der verheerenden Wunde herrlich rubinrot hervorsprudelte.

    Bartholomäus #002

    Die Gassen der Unterstadt


    Er beobachtete, wie Elira immer wieder über ihr Handgelenk strich, an dem er sie zuvor so unsanft aus der Kneipe gezerrt hatte. Es kam reichlich selten vor, dass er Körperkontakt zu lebenden Personen hatte, oftmals war ihm gar nicht bewusst, über welche übernaturliche Kraft er eigentlich verfügte und dass schon ein bloßer Händedruck äußerst schmerzhaft für sein Gegenüber sein könnte, wenn er diese nicht richtig einzuteilen vermochte. Aber die junge Dame war gewiss nicht zimperlich - ihr ganzes Auftreten wies darauf hin dass sie schon schlimmere Schmerzen überstanden hatte als einmal zu grob angefasst zu werden. Daher hielt Barty sich gar nicht erst mit Entschuldigungen auf, sondern lauschte ihren Ausführungen, während er mit ihr im Schlepptau das Haus ansteuerte, in dessen Keller seine Arbeitsräume lagen.


    Bevor sie dort ankamen drängte Elira bereits darauf, dass sie unverzüglich aufbrechen müssten. Bartholomäus wandte sich zu ihr und setzte ein humorloses Grinsen auf.

    Ich wüsste nicht, dass ich mich bereits zu irgendetwas verpflichtet und meine Bedingungen genannt habe, also immer mit der Ruhe. Meine Klinik ist mein Geschäft, und ein Geschäft schließt man nicht einfach so über mehrere Tage oder sogar Wochen! Er strich mit seiner Klauenhand über sein Kinn.

    Gewiss nehme ich den Auftrag an, aber ich will gleich klarmachen, dass ich meinen Preis habe. Während ich mich der Arbeit für Ihren König widme, stopfen meine Konkurrenten sich die Taschen mit Geld voll, dass ich hätte verdienen können. Das wird für die Lordschaft nicht billig. Und zum eigentlichen Preis für meine Arbeit bin ich noch nicht einmal gekommen! Aber ich vermute mal, darüber werde ich mit ihm selbst sprechen. Nun, da wären wir.


    Sie befanden sich vor einem windschiefen, zweistöckigem Haus, über dessen Eingang ein Holzschild mit der Aufschrift Dr. med. Bartholomäus Miller - Allgemeinmedizin, Chirurgie, Pathologie träge hin und her schwang.

    _______________________________________


    In Bartholomäus' Klinik


    Die Haustür öffnete sich mit einem rostigen Knarzen nach innen, und ein feuchter, muffiger Geruch schlug ihnen entgegen. In diesen Räumlichkeiten hatte seit sehr langer Zeit niemand mehr gründlich gereinigt, und sie würden auch kaum genutzt - bestenfalls als Endlager für ausgedientes medizinisches Gerät, Schränken voller abgelaufener Arznei und anderem Gerümpel, zwischen dem sich Ratten, Spinnen und anderes Ungeziefer häuslich eingerichtet hatte. Zur "Klinik" ging es linkerhand eine schmale Holztreppe hinab. Dort unten hauste und arbeitete Barty, und mit ihm die Toten, die er sezierte und für die Bestattung zurechtmachte. Obwohl das Eingangsschild auch von allgemeiner und innerer Medizin sprach, ließen Lebende sich dort unten eher selten behandeln - es war nicht gerade ein Umfeld, in dem man eine Operation am offenen Herzen durchgeführt haben wollte.


    Bartholomäus ließ Elira den Vortritt, trat nach ihr durch die Eingangshalle und verschloss die Tür. Zwei Öllampen an der Wand spendeten Licht, ansonsten lag alles im Dunklen. Die Treppe ins Obergeschoss zur Rechten schien bereits auf halber Höhe in einem finsteren Schlund zu verschwinden. Er drehte sich zu seiner Begleiterin.

    Wenn Sie nun gestatten... ich gehe in den Keller, um meine Koffer mit den nötigen Arbeitsmaterialien zu packen. Nichts für ungut, aber ich mag es nicht, jemanden dort unten herumschnüffeln zu haben. Ich bin in wenigen Minuten wieder bei ihnen. Schauen Sie sich in der Zeit gern um - hier oben gibt es nichts von Wert, das sie kaputtmachen oder entwenden können. Und wenn ich wieder da bin, können wir auch noch einmal darüber reden, was für interessante Geschöpfe sie da vorhin mit sich spazieren führten... Gemeint waren die Schattenkreaturen, die kurzzeitig als stumme Eskorte neben ihnen hergelaufen waren.


    Ohne eine Antwort abzuwarten, schlurfte er zur Kellertreppe und wurde nach ein paar Stufen von der Dunkelheit verschluckt - einzig das Knarren seiner Schritte auf den Stufen ließ vernehmen, dass er sich nicht einfach in Luft aufgelöst hatte.