Der Titel ist ein wenig holprig und ich weiß, dass wir bereits Threads dazu bei Microsponge und Sorny haben
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GamerScore
Hey @ all
Mich würde mal interessieren wie hoch euer GamerScore bei der Xbox360 ist.Und zockt ihr länger und öfter nur um einen Erfolg zu bekommen oder sind euch die Score's egal?
Mein Score liegt momentan bei 14.539 und steigt täglich^^
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Platin Trophäen
Bei den neueren PlayStation Spielen kann man sämtliche Trophäen ergattern. Je nach Spiel variiert es natürlich, für welche Taten man Trophäen erhalten kann und wie hoch der Aufwand für sie ist. Die beste Trophäe, die man erhalten kann, ist die Platin Trophäe, denn es gibt nur genau 1 pro Spiel. Oftmals ist es so, dass man sie erst erhält, sobald man alle anderen errungen hat. DLC Trophäen sind aber normalerweise ausgeschlossen.
Die Trophäen dienen für viele Spieler als Ansporn, so viel wie…
Ich überlegte aber schon länger diesen Thread zu öffnen, der Grund ist einfach, dass Achievements, Trophäen oder einfach Erfolge mittlerweile aus so vielen Spielesystemen nicht mehr wegzudenken sind und sich eigene Communities gebildet haben, deren Inhalt es ist, alle solche Errungenschaften zu holen und anderen zu zeigen, wie man das macht oder einfach nur stolz darauf zu sein, dass man eine vermeintlich unschaffbare Trophäe geholt hat.
Achievements - aller Anfang ist schwer:
Woher kommen aber eigentlich die nichtssagenden Jerklecerk Belohnungen die weniger Wert sind, als diese Affenbilder, die man vor einiger Zeit kaufen konnte?
Unsere Suche nach den Ursprüngen dieser Währung führt uns ins alte Griechenland. Dort wurden Errungenschaften anhand des klingenden Ausdrucks "Kudos" mit Anerkennung belohnt. Diese - vormals aber rein symbolische Währung - erhielt 2005 mit der Einführung der Xbox 360 schließlich große Popularität. Anfänglich gab es im Wilden Westen der sogenannen Gamerscore noch kaum Regeln, die aber recht schnell eingeführt wurden. 1.000 Gamerscore pro Spiel. Wie sie aussehen, wurde den Entwicklern selbst überlassen. So bekam man manches Mal 1.000 Punkte dafür, ein Spiel einfach zu schaffen oder fünf Kombos hintereinander zu machen, andere Entwickler verbargen kleine Scherze hinter den Punkten oder Insiderwitze. Später auch Anspielungen oder sogar manchmal auch Hinweise zur Geschichte des Spiels oder es wurden auch Nachfolger angedeutet. Eines stand jedoch fest, ab diesem Zeitpunkt hatte "Kudos" einen messbaren Wert in Form von Punkten und diese Punkten sollten fortan viele Gamer begleiten.
Kuck mal wer da Trophät:
Die große Popularität der Achievements ließ auch die Konkurrenz nicht schlafen, so führte auch Sony schließlich mit seiner Playstation 3 erstmals Trophäen ein. Anders, als Microsoft, gab es keine Punkte, sondern kleine Pokale in Form von Bronze, Silber, Gold und - namensgebend - Platintrophäen, welche bezeugten, dass man (vorerst) alle Trophäen im Spiel gesammelt hatte. Der spätere Begriff "Trophy Hunter" und "etwas platinieren" ist ebenso auf dieses System zurückzuführen. Bekanntester Trophäenjäger ist Michelle Platini, der später jedoch in Ungnade fiel, als sich herausstellte, dass viele seiner Platintrophäen gekauft waren. Den Namen behielt er trotzdem bis heute.
Hansdampf und der Rest der Welt:
Danach explodierte die Popularität. Einziges gallisches Dorf blieb Nintendon't, die sich bis heute weigerten im Trophäenwahnsinn Fuß zu fassen. Während Steam ebenso ganzheitlich Achievements einführte, waren diese dort für Entwickler - anders als auf der Playstation und Xbox - nicht erforderlich und rein freiwillig, dennoch versah ein enormer Teil von Entwicklern seine Spiele mit den kleinen Anerkennungen. Ubisoft führte mit seinen Uplay Rewards ein ähnliches System ein, für das man beispielsweise Erfahrung bekommt und auch andere Plattformen gaben den Spielern anerkennende Punkte. Viele Entwickler nahmen diese Popularität auch zum Anlass, Spieleeigene Achievements und einen Achievement-Tracker einzubauen, wodurch man einen einfachen Überblick darüber erhielt, was man denn für die Trophäe noch machen muss.
Zurück in die Achievekunft:
Ein Problem gab es aber. Achievements gibt es halt nur ab einem gewissen Zeitpunkt und für bestimmte Systeme. Das ließ aber eine Gruppe von Leuten, insbesondere Moddern, nicht davon abhalten, Achievements nachträglich in alle möglichen Spiele einzubauen und so war RetroAchievements.org geboren, eine Seite, die anhand von Modifizierungen Achievements, welche von der Community erfunden wurden, in ältere Spiele einpflegten. So konnte man nun auch in Mario World, Tomb Raider und Solomons Key Achievements erhalten und auf der Seite anzeigen lassen. Funktionieren tut das dann ähnlich, wie man es aus offiziellen Plattformen kennt.
Der Jäger des verlorenen Trophäe:
Wie populär Trophäen geworden sind, zeigen etliche Youtube Channels, die sich rein damit befassen, Platintrophäen und dergleichen zu erhalten. Fanseiten, die Guides anbieten oder die Möglichkeit bieten, die erhaltenen Trophäen anzeigen zu können, sind längst keine Randerscheinung mehr und Trophäen sind allgegenwärtig geworden. Aber warum? Ist es der drang, anderen zu zeigen, was man kann und hat? Ist es der unter Videospielern sehr verbreitete Umstand, dass man gerne mit dem eigenen Können angibt und Trophäen quasi die schriftliche Legitimation dafür sind wie "good" man "gegittet" ist? Oder sind sie einfach nur für einen selbst eine schöne Erinnerung, dass man etwas schweres geschafft hat in einem Spiel, das man super gerne mag? Wer erwischte sich bereits, etwas absolut Blödsinniges getan zu haben, was man - ohne, dass es dafür eine Trophäe abgegeben hätte - nie gemacht hätte, nur, um zu sagen, ich hab das Spiel platiniert?
Schuldig im Sinne der Anklage:
Ich habe es schon in den anderen Threads erwähnt, ich war mal ein harter Achievementjäger. Ich war total gefangen in dern Gamerscore und habe etliche Spiele einfach nur auf schwer oder unfassbar durchgequält, Bosse ohne getroffen zu werden besiegt und dergleichen, um dieses blöde "Ping" zu hören und 50g dafür zu bekommen. Es ging sogar so weit, dass ich manchmal sogar den Spaß am Spiel verloren hatte oder richtig frustriert war, wenn die Achievements Dinge erforderten, wie eine Milliarde Feinde zu besiegen. Solche unschaffbaren Achievements holte ich mir zwar dann nicht, aber ich war richtig genervt davon, dass ich sie nicht holen konnte. Wenn dann aber 1.000g bei einem Spiel standen, war ich stolz und ertappte mich, dass ich dann die "ingame 100%" meist nicht mal mehr beendete, weil ich ja die 100% Achievements hatte.
Erst mit der Playstation 4 wurde es besser. Ich schwor von den Trophäen ab und holte nur mehr, was Spaß machte. Hin und wieder mache ich auch einen Umweg und hole Trophäen, die nicht sonderlich schwer sind, aber halt einen Umweg erfordern, wie, in einem Spiel alle Waschmaschinen einschalten, in jedem Klo scheißen oder eine Minute lang sinnlos herumstehen. warum? Ich weiß es nicht, vermutlich noch meine schwindende Sucht nach den Trophäen.
Meinen Bogen und Speer habe ich zum Glück weggesperrt. Heute mache ich keine Jagd mehr darauf, sondern sammle nur noch, was entlang des Pfads wächst. Ich freue mich, wenn ich was platiniere oder manchmal packt mich auch der Ehrgeiz und ich hole noch die letzten zwei Achievements in einem Spiel, das ich grundsätzlich schon durch habe und manchmal ärgert es mich auch, wenn ich eine Trophäe nicht mehr bekommen kann, weil man sie per Design verpassen kann oder ein 50+ stündiges Spiel dafür nochmal durchspielen müsste. Aber das ist nicht mehr so schlimm wie zur Zeit der Xbox 360. Heute ist es eher ein gesunder Ehrgeiz den viele Spieler ebenso verspüren, wenn sie ein Spiel auf Ultra Hard durchspielen, da sie einfach die Herausforderung mögen.
Aber wie seht ihr das? Wer hat sich schonmal ertappt, eine Trophäe zu holen, obwohl es absolut keinen Sinn ergibt, das zu tun, außer, für die Trophäe? Wer war ebenso mit Speer und Fackel auf der Jagd nach den Dingern? Wer kaufte sich schonmal ein Spiel, nur der Achievements wegen oder wer wünschte sich, dass Nintendo't endlich zu Nintenyes'd wird und auch so ein System einführt?