Beiträge von silberregen

    Ich habe Pokémon Snap auf dem N64 erst spät richtig entdeckt, weil ich lange nicht über den Tunnel hinaus kam (die Wand nicht gesprengt habe) und dann recht schnell für eine ganze Weile das Interesse verlor. Jahre später habe ich es mit einer Freundin gespielt, die durch puren Zufall das Lektroball zum Explodieren brachte, und fortan waren wir dem Spiel und allen auf den Tunnel folgenden Orten total verfallen. <3 Heute spiele ich es zwar nicht mehr, weil ich gefühlt "alles gesehen" habe, aber noch immer lege ich es gelegentlich ein, um das Fotoalbum zu bewundern, das wir damals in mühevoller Arbeit angelegt haben.


    Dass es nun ein neues Pokémon Snap geben wird, ähnelt für mich schon einem kleinen Traum, der in Erfüllung geht. Eigentlich erstaunlich, dass die Idee nicht schon viel früher in Fortsetzungen/Neuauflagen aufgegriffen wurde, aber durch die lange Durststrecke konnte man seine Vorfreude so richtig steigern. Auch, wenn die Trailer bisher noch nicht viel aussagen - allein die Szene, in der unser Fortbewegungsmittel gezeigt wird und sich anschließend die Fahr-/Flugstrecke durch den Lebensraum der Pokémon zeichnet, lässt mein Herz ein kleines bisschen höher schlagen.

    Schon witzig, dass Unruh-Stadt so lange keinen eigenen Thread hatte. Man hat das Gefühl, man kann so viel darüber erzählen, und gleichzeitig braucht es kaum Worte, denn dies ist eine Stadt, die man einfach erleben muss. Unruh-Stadt spricht so viele Sinne an, von der schönen Musik über die bunten, verschiedenen Stadtteile bis hin zu den tiefen Emotionen der Bewohner, die sowohl Freude als auch Unsicherheit, Verzweiflung und Angst empfinden. Über allem steht der Mond, der die Rahmenbedingungen für das Spiel und insbesondere für die Atmosphäre in Unruh-Stadt schafft. Was ich im Gegensatz zu anderen Städten aus der Legend of Zelda-Reihe so mag, ist, dass Unruh-Stadt nicht nur einer der Orte ist, an die man immer mal wieder zurückkehrt für kleine Erledigungen oder um zwischen den Dungeons mal ein bisschen Pause zu machen. Es ist die Stadt des Spiels, um die sich durch ihre zentrale Lage auf der Karte sprichwörtlich alles dreht, der Dreh- und Angelpunkt für fast alle Aktivitäten und der Kern von Majora's Mask. Selten in meiner persönlichen Gaming-Historie habe ich mich irgendwo so gerne aufgehalten, immer wieder neue Details entdeckt und einen Ort als so lebendig und gewissermaßen realistisch empfunden. Einer der vielen Gründe, warum MM in meinen Augen einfach ein großartiges Spiel ist.

    Ich persönlich habe den Death Note-Anime erst auf den zweiten Blick/beim zweiten Mal schauen so richtig zu schätzen gewusst. Ganz genau kann ich nicht mehr erklären, weshalb - ich fand zwar die Thematik und Komplexität beim ersten Durchgang schon beeindruckend, mochte aber die Richtung nicht, in die sich die Handlung entwickelte. Aus heutiger Sicht vermute ich, dass es an meiner Sympathie gegenüber Raye Penber und Naomi Misora lag und ich es schade fand, wie schnell das Schicksal der beiden seinen Lauf nahm. Vor einigen Monaten habe ich die ganze Serie dann auf Netflix nochmals geschaut und diesmal interessanterweise stärker mit Light sympathisiert, was mir einen anderen Blick auf die Dinge verschafft hat. Die Realfilme und Manga kenne ich nicht, aber der Anime ist meiner Meinung nach auch für Leute, die selten Anime schauen, sehr empfehlenswert.

    Vielen Dank für eure Antworten! Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich mir das Spiel sicherlich holen. Vor allem freut es mich zu hören, dass die Charaktere vielschichtiger sind; die Interaktion mit den Dorfbewohnern hat mir in HM/SoS immer am meisten Spaß gemacht.


    Was mich ein wenig abschreckt, ist der Gedanke, dass der Spielfortschritt anfangs gefühlt "noch" langsamer ist als bei HM/SoS - mir kam es dort schon manchmal sehr zeitaufwändig vor, etwas zu erreichen. Insbesondere der Winter in Friends of Mineral Town war mir immer ein Graus, weil man gefühlt nicht viel anderes machen konnte als in der Winter-Mine Edelsteine abzubauen und mich das irgendwann vor lauter Ebenen und Eintönigkeit in den Wahnsinn getrieben hat. Der "Dungeon" aus Stardew Valley, von dem hier die Rede ist, ist aber bestimmt etwas anderes, oder? Kann man den mehrmals betreten oder ist das eine einmalige Aktion?

    Super Mario 64 ist eines meiner absoluten Lieblingsgames aller Zeiten. Einiges davon ist sicherlich durch Kindheits-Nostalgie geprägt - die erste "große" Konsole und auch eines der ersten Spiele dafür - aber aus meiner Sicht ist das Game extrem gut gealtert und macht auch heute noch sehr viel Spaß.


    Besonders hervorheben möchte ich die Agilität von Mario. Meiner Meinung nach ist es schon beachtlich, vor allem für die damalige Zeit, aus dem N64-Controller so viel Steuerungsmöglichkeiten und Präzision herauszuholen. Ich liebe es einfach, mit Mario Anlauf zu nehmen, Dreisprünge, Wandsprünge, Weitsprünge und verschiedene Salti zu machen. Auch beim normalen Laufen ist er flott unterwegs, wodurch die größtenteils überschaubaren Welten schnell durchquert sind. Seine Wandlung in Form verschiedener aufsetzbarer Mützen/Kappen, die ihn unter anderem fliegen lassen, liefert darüber hinaus das Gefühl von fast unbegrenzten Möglichkeiten und Freiheiten.


    Des Weiteren hat mir das Schloss als Oberwelt sehr gut gefallen. Es ist einfach ein einzelnes Gebäude, ohne übergelagerte Map, auf der man erst mal schnellreisen muss, und ohne die Notwendigkeit von Abkürzungen (wie z.B. die Kessel bei Banjo Kazooie). Trotz des immer gleichen Startpunktes im Schlossgarten sind die Wege stets kurz und alle Levels zügig zu erreichen. Die Idee mit den Bildern, durch die man die Welten erreicht, finde ich stilvoll und passend. Darüber hinaus gibt es einiges zu entdecken - geheime Welten und Sterne des Schlosses, kleine Toads, das fangbare Kaninchen etc. Der Soundtrack ist für mich großartig und super abgestimmt auf die Levels und Oberwelt.


    Abschließend möchte ich noch das Design von Mario ansprechen, das für mich bis heute das niedlichste von allen Mario-Games ist. Dieses gedrungene, irgendwie runde, irgendwie eckige Aussehen, das Größenverhältnis von Kopf zu restlichem Körper, der dicke Bauch und die großen, lieben Augen über der Knubbelnase lassen mich immer wieder lächeln, wenn ich das Game mal wieder spiele. Marios Stimme trägt ebenfalls ihren Teil dazu bei, sowohl zum Niedlichen (z.B. wenn er bei längerer Controller-Inaktivität einschläft) als auch zu dem Gefühl des puren Spielspaßes, wenn er seine Sprünge macht. Das Spiel hat es geschafft, nicht nur dem Spieler Freude zu bereiten, sondern auch den Eindruck zu vermitteln, dass Mario selbst riesigen Spaß an dem hat, was er da macht. Für mich bis heute ein Meisterwerk.

    Vor einigen Jahren wäre mir zu der Frage dieses Threads als erstes Mario und Luigi - Superstar Saga eingefallen, mit dem ich auf dem GBA viele tolle Stunden verbracht habe. Da mir andere Teile dieser Reihe jedoch nicht so gut gefielen, und ich zwischenzeitlich Paper Mario kennen und schätzen lernen durfte, fällt meine Antwort wohl etwas allgemeiner auf die Mario RPGs. Ansonsten fällt mir noch Luigi's Mansion ein, das ich zwar zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gespielt habe, sondern es in Kürze nachhole - es wurde mir aber inzwischen so oft empfohlen, dass ich später bestimmt nicht bereuen werde, es hier aufgeführt zu haben.^^


    Von der reinen Spielzeit her liegt bei mir, wie auch bei anderen hier im Thread, Mario Kart vorn, gefolgt von Mario Party. Als Mini-Nennung möchte ich hier noch Mario's Picross beitragen, das zwar außer Mario's Gesicht und manchen der fertigen Bilder nicht viel mit Super Mario zu tun hat, aber es ist eine niedliche kleine Reihe, mit der ich seiner Zeit auch sehr viel Spaß hatte.

    Wow, das ist ja mal richtig cool. Wie in meinem ersten Post in diesem Thread erwähnt, finde ich die Zusammenarbeit zwischen Lego und Nintendo eine schöne Idee, nur die Umsetzung hatte mich noch nicht so überzeugt. Im Gegensatz zum ersten präsentierten Super Mario-Set, das eher im Stil eines Lego Duplo-Parcours gehalten war, spricht mich dieses deutlich mehr an. Die Zielgruppe wirkt älter, nicht nur durch die Komplexität des Aufbaus, sondern auch durch den Retro-Charme. Und ich liebe die kleinen, eigens angefertigten, grimmig ausschauenden Gumba-Steine. :D

    Preislich ist es wohl "normal", wenn ich so an die ein oder anderen Lego Star Wars-Raumschiffe, Harry Potter-Schlösser etc. denke. Ich kenne inzwischen mehrere Leute, die sich auch (oder insbesondere) im Erwachsenenalter sehr am Aufbau von Lego erfreuen, und für die dieses Set ganz bestimmt die pure Glückseligkeit wäre. Ich bin gespannt, was die Kombo Lego - Nintendo als nächstes hervorbringen wird.

    Ich selbst habe Stardew Valley bisher noch nicht ausprobiert, aber hauptsächlich aus dem Grund, dass ich wette, ich würde süchtig danach werden und das lässt sich mit meinem RL momentan einfach nicht vereinbaren. :D Eine Freundin von mir ist recht aktiv in der Gestaltung von Mods für dieses Game und zeigt mir gelegentlich was, was mir eigentlich auch immer gefällt, und ich kenne mehrere Leute, die begeistert von dem Spiel sind (nur nicht so vom "Koop"-Modus). Hier im Forum kennen sich doch einige viel besser aus als ich - würdet ihr sagen, dass die Ähnlichkeiten zu Harvest Moon/Story of Seasons sehr groß sind? Mich hat es in jedem Trailer immer sehr daran erinnert.

    Moody™ Dankeschön für deine Antwort und den Hinweis. Das mit dem Fantasy-Schwerpunkt, den ich da scheinbar unbewusst empfohlen bekommen/mir ausgesucht habe, wusste ich noch gar nicht. Ich habe tatsächlich angenommen, dass die Ghibli-Filme alle so etwas Unerklärliches, Fantasievolles mit sich bringen. Es ist auf jeden Fall hilfreich für mich, wenn du sagst, du hast die Erfahrung auch gemacht, dass die Filme bei übermäßigem Konsum relativ kurz hintereinander ermüden können. Vielleicht muss ich wirklich mehr Zeit zwischen den einzelnen Titeln verstreichen lassen, um sie auch angemessen wirken zu lassen bzw. zu würdigen.

    Momentan bin ich etwas unschlüssig, mit welchem der Filme es weitergehen soll. Mir wurde mehrmals "Mein Nachbar Totoro" empfohlen, allerdings stets mit dem deutlichen Hinweis, dass es sich dabei um einen Kinderfilm handelt. Die Zielgruppe sei deutlich jünger als bei den Filmen, die ich zuvor geschaut habe. Wenn ich es aus deinem Beitrag richtig lese, hast du alle Ghibli-Filme geschaut - welche würdest du mir noch empfehlen?

    Auch ich hätte mir für die Gespensterwüste etwas mehr Gründe gewünscht, um nach ihrer Durchquerung dorthin zurückzukehren. Es gab nicht wirklich etwas zu erledigen, und aufgrund der unangenehmen Atmosphäre wollte man sich auch gar nicht viel genauer dort umsehen. Cool fand ich den fliegenden Händler und allgemein das "Rätsel", nur mithilfe des Auges der Wahrheit durch die Wüste zu finden (jedenfalls wenn man den Weg nicht gut genug kennt, um sich an den Texturkanten orientieren zu können :D). Ein rauer Ort, an dem einem fast all die Errungenschaften des bisherigen Games kaum etwas genützt haben. Dass die Gerudos ihre Festung direkt am Eingang der Wüste errichtet haben, fand ich stilvoll und es war für mich einmal mehr ein Zeichen dafür, wie zäh und furchtlos dieses Volk ist.

    Die Studio Ghibli-Filme sind zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung komplett an mir vorbeigegangen. Erst in diesem Jahr habe ich, auf zahlreiche Empfehlungen von Freunden und Bekannten hin, mir einige angesehen.

    Los ging es mit Chihiros Reise ins Zauberland, den ich wunderschön fand. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, worum es in diesem Film gehen könnte und hab es einfach auf mich zukommen lassen, was zu einer sehr positiven Überraschung wurde. Musikalisch und storymäßig einfach großartig.

    Kurz danach schaute ich Das wandelnde Schloss, an das auch meine Stimme in der Umfrage dieses Threads ging. Meiner Meinung nach schafft der Film eine einzigartige Verbindung zwischen den Hauptcharakteren, die mich einfach begeistert und berührt hat. Ich mag, dass der Film den Zuschauer mit so vielen offenen Fragen zurücklässt und dennoch irgendwie vollkommen wirkt.

    Als drittes habe ich Prinzessin Mononoke gesehen, der mir nicht so gut gefiel. Ich kann nicht sagen, dass er schlecht gemacht wäre - ganz im Gegenteil, aber ich fand ihn unerwartet düster/brutal und kam anfangs nicht damit zurecht, dass die Gut/Böse-Einordnung der Charaktere unklar ist bzw. es dem Zuschauer selbst überlassen bleibt, womit er sympathisiert. Die Story sprach mich insgesamt nicht so an wie die der beiden vorherigen Filme.

    Abschließend habe ich noch Das Schloss im Himmel und Die Chroniken von Erdsee geschaut. Ersterer war mir zu lang und zu eintönig, ich erinnere eigentlich nur eine Szene, die mir wirklich gefiel. Zweiterer hatte meiner Meinung nach großes Potential, da ich die Charaktere und die Story auf Anhieb interessant fand, aber es wurde für meinen Geschmack nichts draus gemacht und das Finale erschien mir überwiegend grotesk und nicht mehr wirklich ernst zu nehmen.

    Jetzt habe ich wieder längere Zeit pausiert, kann mir aber vorstellen, noch weitere Ghibli-Filme anzuschauen.

    Mario Party 3 zählt zu meinen liebsten Spielen aus meiner N64-Sammlung. Generell finde ich es toll, dass die Reihe nach dem Erfolg von Mario Party 1 noch so weit fortgesetzt werden konnte, dass es gleich zwei Nachfolger noch auf die gleiche Konsolengeneration geschafft haben. Von Spiel zu Spiel sind die Weiterentwicklungen erkennbar.

    Die größere Auswahl an spielbaren Charakteren gefiel mir sehr gut, zumal ich bei Multiplayer-Games gerne Daisy auswähle.^^ Die Minispiele waren auch wieder spaßig und abwechslungsreich - mein Favorit ist "Pizza Pronto", ein 2 vs 2-Game, bei dem es darum geht, schneller als das gegnerische Team eine Pizza aufzufuttern.

    Das Item-System ist meiner Meinung nach ein wenig unübersichtlich geworden. Ich mag zwar das Feature, dass man nun drei Items tragen kann statt nur eins, aber die größere Auswahl lässt einen schnell den Überblick über die Funktionen (und den Nutzen) verlieren. Ich denke, ein paar weniger Items oder die Auswahl aus Mario Party 2 hätten es auch getan. Zum Beispiel habe ich Bowserhandy, Telekauf, Tauschbox, Zeitsprunguhr etc. nie benutzt, aber vielleicht geht es anderen Usern hier anders?

    Insgesamt macht es für mich seinem Namen alle Ehre und ist noch heute ein großartiges Party-Game, vor allem wenn man es schafft, vier Leute vor dem N64 zu versammeln und gänzlich ohne NPCs spielt.

    Per Zufall hab ich gemerkt das wohl Paper Mario Die Legende vom Äonentor eines meiner wertvollsten Spiele sein könnte. Das wird für recht hohe Preise auf Ebay gehandelt.

    Mein wertvollstes Game ist definitiv Paper Mario 2. Da es mein liebstes Mariospiel ist und ich seit Anfang des Jahres wieder Bock auf ein Replay von Paper Mario 1+2 hab, würde ich es nicht verkaufen wollen.

    Habe auf eure Beiträge hin noch mal nach Paper Mario für den Gamecube geschaut. Wirklich beeindruckend, dass auch das (teils weit) über 100 Euro liegt. Ich hatte angenommen, dass davon deutlich mehr Kopien in Umlauf sind (im direkten Vergleich zu Paper Mario 64) und es deshalb vielleicht nicht ganz so selten/teuer ist, aber weit gefehlt. Ist aber auch wirklich ein verdammt gutes Spiel, auch in meiner Sammlung eines, was ich ganz bestimmt nicht verkaufen wollen würde. :)


    Generell war der Begriff "Wertanlage" für diesen Thread nicht ganz so wörtlich gemeint (habe ihn deshalb im Titel des Themas noch nachträglich in Anführungszeichen gesetzt). Ich bin schon davon ausgegangen, dass viele Leute hier im Forum Sammler sind und nicht wirklich darauf spekulieren, dass die Spiele im Wert steigen, um sie dann gewinnbringend verkaufen zu können. Mich persönlich freut es einfach immer ein wenig, zu sehen, dass manche Games noch von vielen Leuten so geschätzt werden und sich das in höheren Preisen widerspiegelt - auch ganz ohne den Gedanken, selbst etwas verkaufen zu wollen.


    Auch ein gutes Beispiel ist meiner Meinung nach Mario Party 3 für den N64. Auch da ist zwar inzwischen durch die Repros, die den Markt geflutet haben, Vorsicht geboten, aber Originale bringen meist um die 100 Euro auf ebay und ähnlichen Portalen, mit OVP natürlich mehr. Ich hatte vor vielen Jahren mal Glück und hab es für knapp die Hälfte bekommen. Zu diesem Spiel gibt es auch einen interessanten kleinen Artikel, bei dem es um seine vermeintliche Seltenheit und seinen Wert geht.

    Falls es ein solches Thema schon gibt, bitte verschieben :)

    Die Idee zu diesem Thread kam mir, als ich kürzlich meine N64-Spielesammlung um Paper Mario 64 erweitern wollte. Vor einigen Jahren, als ich zuletzt nach diesem Spiel Ausschau gehalten hatte, lag es auf ebay preislich meist um die 60-70 Euro, was damals so viel Geld für mich war, dass ich beschloss, mit dem Kauf noch ein wenig zu warten. Bis heute hat sich der Preis ca. verdoppelt, das günstigste Sofort-Kaufen-Angebot auf ebay liegt aktuell bei 130 Euro (PAL-Modul, Versand aus D, keine Repro-Cartridge). Natürlich könnte ich mich jetzt ein bisschen ärgern, dass ich damals nicht schon zugeschlagen habe, aber gleichzeitig freut es mich auch, zu sehen, dass einige seltenere Games nach so langer Zeit eine solche Wertsteigerung mit sich bringen.


    Wie ist es bei euch mit den "Wertanlagen" - welche Spiele habt ihr in eurer Sammlung, die ihr damals günstig erwerben konntet und die heute um einiges mehr wert sind? Oder bei welchen Spielen geht es euch vielleicht wie mir mit Paper Mario - dass ihr eine günstige Gelegenheit verpasst habt und heute deutlich mehr für das Spiel bezahlen müsstet?

    Mit Spyro hatte ich nicht gerade den besten Start, aber vielleicht habe ich auch für den Anfang einfach nicht das beste Game aus der Reihe ausgewählt. Als Charakter hat mich der kleine lila Drache eigentlich immer angesprochen, deshalb kaufte ich mir für den Nintendo Gamecube Spyro - A Hero's Tail. An sich hat mir das Spiel gefallen, aber das Gameplay wurde mit der Zeit etwas eintönig, das ständige Backtracking war mir etwas zu viel und die Charaktere empfand ich teils als nervig (die deutsche Synchro trug wohl ihren Teil dazu bei). Ich habe mir dennoch die Mühe gemacht, es auf 100% durchzuspielen, weil ich gehofft hatte, dass sich der Wiederspielwert erhöht, wenn ich es beim zweiten Durchlauf mit einem der anderen Charaktere spielen kann (Ember/Flame). Allerdings änderte sich dadurch nur das Aussehen von Spyro beim Spielen, nicht die Dialoge oder Cutscenes, in denen weiterhin Spyro zu sehen ist. Das fand ich ziemlich schade; meiner Meinung nach hat das Spiel den Spieler für die teils kniffligen Aufgaben nicht ausreichend belohnt. Ich bin dennoch nicht abgeneigt, zu einem späteren Zeitpunkt mal einen anderen Teil der Reihe auszuprobieren.

    Die Sümpfe des Vergessens in Majora's Mask zählen nicht unbedingt zu meinen Lieblingsorten des Spiels. Dennoch gibt es hier für mich auch zwei klare Highlights: Den Deku-Palast und die Bootstour, die vom Sumpf-Infocenter veranstaltet wird.


    Der Deku-Palast hat mich schon bei meinem allerersten Spieldurchlauf zutiefst beeindruckt. Ich fand es eine tolle Idee, die Dekus, die mir aus OoT hauptsächlich als freche, kleine Gegner bekannt waren, in MM als ein eigenes Volk samt König darzustellen. Auf diese Weise erschienen sie mir nahbar, sie haben eine richtige Persönlichkeit und Geschichte erhalten. Der Palast war schön angelegt und die Musik einfach großartig. Die kleine Quest, sich ins Affengehege zu schleichen, war abenteuerlich und durch die umliegenden, bewachten Gärten auch ein wenig herausfordernd.


    Die Bootstour gefällt mir insbesondere, weil sie entschleunigend wirkt. Zwar trägt uns das Boot über vergiftetes Wasser und wir begegnen Oktoroks, sodass die getrübte Atmosphäre allgegenwärtig bleibt, aber dennoch empfand ich diesen Abschnitt als etwas sehr Einzigartiges für ein Zelda-Spiel. Auf dem Boot sind wir sicher, und als würden wir direkt hinter Link stehen, sind wir einfach dazu angehalten, die Landschaft zu betrachten und uns treiben zu lassen.


    Wie bereits erwähnt, spricht mich das gesamte Gebiet insgesamt dennoch nicht so an wie andere Bereiche des Spiels. Die düstere, hoffnungslose Atmosphäre empfand ich als wenig einladend und das vergiftete Wasser erschwerte mir die Fortbewegung und Freude am Erkunden. Für mich war es mühsam, als Deku über die Seerosen zu hüpfen, und auch die Minispiele/-quests in den Sümpfen (z.B. Zielscheiben schießen, Wettrennen gegen den Deku-Butler, Skulltulla-Haus), mit Ausnahme der oben genannten, haben mich nicht so begeistert. Pluspunkte gibt es dafür, dass das Wasser nach dem Kampf gegen Odolwa entgiftet wird und das Gebiet somit zu alter Stärke zurückkehrt, jedoch gab es - im Gegensatz zu bspw. dem Hibernia-Gebirge - für mich weniger Anreiz, das mehr als einmal zu machen. Insgesamt sind die Sümpfe ein Ort, an den ich nach Abschluss des ersten Tempels eigentlich nie freiwillig zurückgekehrt bin.

    Auch von mir noch viel Spaß bei deinem Einstieg in die Zelda-Reihe, Scavy! Als eingefleischter OoT-Fan kann ich die anderen in ihrer Empfehlung für dich nur bekräftigen und dich zu deiner Wahl beglückwünschen. Es freut mich sehr, dass der erste Eindruck schon mal positiv war.

    Ein kleines bisschen beneide ich dich darum, die Zelda-Reihe noch mal von Grund auf erleben zu können. Ich selbst kann mir kaum noch vorstellen, wie es sein muss, die Spiele ohne Vorerfahrung zu erforschen. Bestimmt bekommst du dadurch einen Eindruck davon, wie "gut" die Spiele gealtert sind, ob die Rätsel noch fordern, die Story noch Sinn macht etc. - ganz unabhängig von der Kindheitsnostalgie und -begeisterung, die zumindest bei mir stets mitschwingt.^^ Vielleicht hast du ja Lust, uns ein bisschen erhalten zu bleiben und deine Erfahrungen mit den Spielen in den entsprechenden Threads zu teilen.

    Wie kann es sein, dass dieser schöne Thread noch keine Antworten hat? Dann verfasse ich gern die erste.


    Das einsame, idyllische Hibernia-Gebirge war einer meiner Lieblingsorte in Majora's Mask, auch wenn er bei der ersten Begegnung eher von Trübseligkeit geprägt ist. Schon früh wird klar, dass die wärmeliebenden Goronen nicht an die harten Witterungsverhältnisse des Gebirges angepasst sind. Es herrschen Hunger und Frost, und zu allem Überfluss ist Hoffnungsträger Darmani verschwunden, der, wie wir später erfahren, den Erwartungen seines Volkes nicht gerecht werden konnte. Darüber hinaus hält das Gebrüll des Goronenbabys alle auf Trab - seinen Vater aufzuspüren und es zum Schlummern zu bringen, gehört zu meinen Quest-Favoriten.

    Was mir sehr gefiel, war die Wandelbarkeit dieses Ortes, also der Kontrast von Winter zu Frühling, und dass es auch Anlass gab, diesen hervorzurufen. Ich persönlich hatte Spaß an dem Kampf gegen Goht und habe ihn mehr als einmal in jedem Spieldurchlauf besiegt, um den Goronen den Frühling zu bringen. Die Charaktere dann auch an anderen Orten zu sehen, insbesondere das Goronenbaby an der Rennbahn zu treffen, ließ das Gebiet für mich zusätzlich lebendig erscheinen. Das fühlte sich belohnend an und stellte für mich einen starken Kontrast bspw. zu den Sümpfen dar, zu denen ich eher eine "einmal und nie wieder"-Einstellung hatte (was aber auch daran gelegen haben könnte, dass der Bossfight weniger flott und dynamisch war und deshalb wenig Anreiz bot, ihn wieder und wieder zu bestreiten).

    Weiß spontan einer, wie die Teile im Spiel heißen bzw. wie sie von Navi benannt werden und ob es da Unterschiede zwischen verschiedenen Versionen gibt? Wenn jüngere Versionen (z.B. OoT 3D) von "Eisechse" zu "Eisatmer" gewechselt haben, würde das für mich dafür sprechen, dass "Eisechse" schlicht eine auf einem Missverständnis basierende Fehlübersetzung war.

    Ich hatte vorhin auf Zelda Wiki gelesen, dass es in der englischen Version zwischen Ocarina of Time und Ocarina of Time 3D tatsächlich einen kleinen, feinen Unterschied in der Bezeichnung gab, die Navi diesem Gegner gibt. Demnach sei er in der älteren Version noch mit Doppel-Z, also "Freezzard" geschrieben worden, was für deine Vermutung spricht, dass es sich um eine Kombo aus "Freeze" und "Blizzard" handelt. In OoT 3D wurde dies zu "Freezard" korrigiert, was laut der Seite auch die korrekte Bezeichnung des Gegners ist. Im Deutschen weiß ich von Navi nur, dass sie in der alten Version "Frostechse" genannt wurden, bei OoT 3D habe ich bisher keine Info dazu.


    So gesehen liegt die deutsche Bezeichnung "Frostechse" hauptsächlich in der (möglicherweise falschen) Annahme begründet, dass die Endung -ard von "Lizard" stammt, und entsprechend übersetzt wurde. Es stellt sich zwar die Frage, weshalb die englische Bezeichnung mit Doppel-Z in den neueren Versionen angepasst wurde, aber vielleicht handelte es sich dabei einfach um einen Tippfehler. Oder man entschied sich erst später final für den Namen/die Schreibweise "Freezard", nachdem er auch nach OoT in mehreren anderen Teilen der Zelda-Reihe vorkam.