Beiträge von christoph88

    Ich hatte nie so dieses tolle Zelda-Feeling, das aufkommt, wenn man gerade mal wieder eine Truhe entdeckt hat oder ein Rätsel gelöst hat und das altbekannte Jingle ertönt

    Da kann ich nur zustimmen, wobei das mit den Truhen alleine deshalb schon seinen Reiz verloren hat, weil man darin nichts wirklich Tolles findet... Die Waffen zerbrechen eh gleich alle und richtige Items, die das Spielerlebnis verändern, gibt es nicht. Dafür hat man zwar die Shiekah-Sensor-Funktionen (die auch wirklich toll sind, keine Frage). Aber die bekommt man halt gleich am Anfang. Und wenn man in einer Truhe eine tolle Waffe findet, dann zerbricht sie eh bald wieder (am besten gar nicht erst ins Herz schließen) oder man muss eine andere Waffe wegwerfen, weil man keinen Platz hat (wodurch ich mich schon über gefundene Waffen ärgere, weil ich mich dann entscheiden muss, welche ich wegwerfe). Seitdem ich das Master-Schwert habe, sind die anderen Waffen bei mir eh nur Überbrückungshilfen, sodass die Waffentasche immer voll ist.

    Mal von den ganzen inhaltlichen Dingen abgesehen, regt mich die exzessive Einbindung der amiibos echt auf. Natürlich, es sind alles nice-to-have-Elemente, die man nicht wirklich braucht, um das Spiel abzuschließen. Ich finde es aber unmöglich, dass man noch massenweise Kunststofffiguren kaufen muss, um ein Spiel vollständig nutzen zu können (nebenbei: ich habe mir nicht ein einziges gekauft und werde das aus Protest auch nicht tun). Früher konnte man ein Spiel komplett zu 100 % abschließen, ohne noch getarnte In-Game-Käufe tätigen zu müssen. Und ehrlich: Sowas geht in Spiel-Apps, die nichts oder wenig kosten, weil die sich nur daraus finanzieren. Aber nicht, wenn ich mir schon eine Konsole und ein Spiel gekauft habe. So, wie es jetzt ist, ist es doch Cheaten gegen Bezahlung.


    Für das nächste Mal könnte man vielleicht die Amiibo-Extras im Rahmen des normalen Spieles zur Verfügung stellen und durch das Amiibo leichter/früher bereitstellen.


    Außerdem finde ich (aber das war bei Zelda immer das Problem mit den letzten Belohnungen), dass das einzige klassische Link-Outfit, das man ohne amiibo bekommt, viel zu spät im Spielverlauf erscheint. Wenn ich schon alle 120 Schreine abgeschlossen habe, was soll ich dann noch damit? Wenn man es wenigstens in einem NewGame+ als Standard bekäme (Wind Waker war da richtig gut). Aber nur, um damit noch zwei Stunden ziellos durch Hyrule zu laufen, bevor ich ein neues Spiel anfange... Wozu? Und warum soll ich das dann auch noch mühsam mit seltenen Items aufleveln? Um einmal darin Ganon zu besiegen und es dann wieder zu löschen?


    Wenn wir bei Ganon sind: Ich finde, das in diesem Spiel der langweiligste und schlechteste Ganon überhaupt ist. Es sieht nicht einmal aus wie Ganon. Und der Kampf gegen die Ganon-Inkarnation ganz am Ende: Ist der überhaupt zuende programmiert? Bei mir steht er nur rum und hat mich nicht einmal ein halbes Herz gekostet... Das ist doch kein Endgegner!?

    Man muss ja immer auch den Kontext der Zeit sehen, in der ein Spiel herauskam. Und gegen alles, was zu der Zeit am Markt war, ist es absolut herausragend. Außerdem ist es auch heute noch spielbar, ohne dass es einem als völlig antik vorkommt. Natürlich sind die heutigen Spiele etwas dynamischer und bewegungsfreier designt, weil die Technik weiter entwickelt ist.


    In jedem Fall hat OoT aber auch sehr viele Maßstäbe gesetzt und viele Elemente eingeführt, die bis heute Bestand haben: Musik, Völker, Landschaften, Dungeondesign, ...

    Mein Favorit bei der Handlung ist mit ganz viel Abstand ebenfalls Link's Awakening. Weil nicht überall ständig der Weltuntergang prophezeit wurde und es trotzdem so eine bittersüße Stimmung hatte ("Du und ich, wir sind sein Traum" und sowas). Im Grunde hätte Link ja auch ewig auf der Trauminsel bleiben können. Und interessanterweise ist es hier Link, der die Welt zerstört (um frei zu kommen und den Windfisch zu wecken) - während er die Welt ja sonst immer rettet. Oder Marin, die als einzige ahnt, dass es noch eine Welt außerhalb der Insel gibt. Insgesamt fand ich das sehr mutig und gelungen; es hat so etwas von Terranigma.


    Außerdem fand ich auch, dass Wind Waker eine gute Handlung hatte. Der Rote Leuenkönig, der sich als König von Hyrule herausstellt. Und Tetra, die eine Inkarnation von Zelda ist. Ganon, der nach allen blonden Mädchen im passenden Alter suchen lässt. Für Zelda-Verhältnisse war das schon wahnsinnig viel Inhalt.


    Für die Zukunft würde ich mir mehr Überraschungen und Wendungen wünschen (so wie in WW, als Link durch das Ziehen des Master Schwertes Ganon stärkt). Ganon scheint an sich ja recht trickreich zu sein, deshalb fände ich es recht interessant, wenn er Link oder Zelda für seine Interessen manipulieren würde. Die Grenze zwischen "Gut" und "Böse" könnte etwas weniger scharf gezogen sein.


    Außerdem fände ich es mal ganz interessant, wenn es noch mehr Charaktere auf der "guten Seite" gäbe. Vielleicht eine Armee, die gegen Ganon kämpft und mit der man im Rahmen der Handlung interagieren kann. In OoT hätte man z.B. am Kampf der Goronen teilhaben können anstatt erst aufzuwachen, wenn alle schon eingekerkert sind. Oder andere Helden, die ebenfalls nach dem Triforce suchen. Ich finde auch, dass die Sieben Weisen (wenn sie vorkommen), deutlich mehr Eigeninitiative haben könnten, als einfach nur auf ihre Rettung zu warten.

    Mich hat schon sehr oft der Regen beim Klettern gestört. Man macht sich auf, will eine größere Gebirgsgegend erforschen oder muss zwangsweise irgendwo hochklettern. Und auf einmal fängt es an zu regnen, man kommt nirgendwo mehr hoch und muss wieder gehen. Dieser blöde Regen ist echt nur nervig. Gegen alle Umwelteinflüsse gibt es Kleidung, warum gibt es keine regenfesten Handschuhe?

    Die fehlende Musik hat mir auch überhaupt nicht gefallen. Das Orni-Dorf ist echt brilliant, das höre ich mir sogar ab und an auf Youtube an. Aber sonst? Ist da echt nicht viel. Das Schloss ist noch ganz nett, aber dafür war ich vom Abspann sehr enttäuscht. Sonst ist der Abspann immer der musikalische Höhepunkt und diesmal kam nur die Fortsetzung dieses ganzen "Hotel-Lobby-Geklimperes".


    Ich glaube, bei der Musik ist es ähnlich wie mit vielen Dingen: Es fehlt der Wiedererkennungswert (außer natürlich, es ist ein Remake wie das Ornidorf-Thema aus Draconia). Man wird es nicht in fünf Jahren hören und sagen: DAS war Breath of the Wild. Man wird sagen: Hab ich irgendwie schon mal gehört.

    @Chrisael: Cool, du unterscheidest derartig streng zwischen 9.000 und 10.000 Jahren :D 8o :D


    Ich glaube, man kann sich insgesamt einig darüber sein, dass es das bisher "am weitesten hinten" angesiedelte Zelda ist. In jedem Fall ist die klare Einordnung aber schwer und verwirrend. Gerade was die Zora-Orni-Problematik angeht.


    Ich finde, gegen die Timeline-Vereinigungstheorie spricht, dass in der WW-Timeline das eigentliche Hyrule verlassen sein müsste, selbst wenn das Wasser zurückgegangen wäre. Und es gibt keine Städte auf den Berggipfeln.


    Was die Technologien angeht, ist Zelda ohnehin immer etwas schwierig. Ich habe mich schon früher mal gefragt, wie in einer mittelalterlichen Welt Türen von alleine aufgehen können (und dann auch noch nach oben fahren, was ja technisch viel schwerer ist als nach unten). Die Dungeons müssen im "Hintergrund" wahnsinnig viele Zahnräder und sonstige Mechanik gehabt haben :P Und in dieser Richtung schießt BoW natürlich voll den Vogel ab: Hightech-Laserklingen und Teleporter-Smartphones. Das beste ist in meinen Augen das Akkala-Institut: Der abgedrehte Typ baut die ganze "antike" Hightech nach, wohnt aber wie im Kuhstall und hat wahrscheinlich nicht mal fließend Wasser. :D


    Insgesamt könnte BoW eigentlich am Ende jeder Timeline stehen.

    @Hyrokkin: Interessant. Die thematische Einordnung der Titanen hatte ich bemerkt, aber bei den Schreinen ist mir das gar nicht so aufgefallen :-(


    Wobei man natürlich auch sagen muss: So viel wäre da meiner Meinung nach gar nicht noch zu machen gewesen. Wenn einfach nur die Wände in einer themenbezogenen Farbe schattiert wären und man vielleicht ein paar Ornamente (statt der üblichen Sternbilder; ich denke zumindest es sollen Sternbilder sein?) eingebaut hätte... Dann hätte das ganze gleich ganz anders ausgesehen.

    Mir gefällt die Idee mit den vielen kleinen Schreinen auch nicht so. Wie andere schreiben: Es sind zu viele. Und was ich noch schlimmer finde: Sie haben keine Identität. Dungeons waren immer nach einem Element gestaltet und man konnte sich an sie erinnern. Aus anderen Spielen fallen mir sofort unzählige Dungeons ein, die ich sofort vor Augen habe. Die Schreine dagegen sind einfach nur Massenware: Mir fällt nicht ein einziger Name ein uns ich könnte anhand von Bildern des Innenbereiches bei keinem sagen, wo er steht.


    Außerdem vermisse ich auch deutlich die Handlung. Gut, Zelda hatte nie so viel Handlung. Aber jetzt hat man nicht mehr, als man in vier Sätzen zusammenfassen kann: Hyrule ist untergegange, dabei sind ein paar Helden in komischen Maschinen gestorben. Link lag im Tiefschlaf und hat sein Gedächtnis verloren. Link reist durch die Welt und wird stärker. Am Ende besieht er einen komischen Gegner, der nicht ansatzweise wie Ganon aussieht.


    In dem Kontext fehlten auch die Charaktere. Irgendwie standen alle außer Link auch nur gefühlt in der Gegend rum. In Gerudo Stadt gab es leichte Ansätze von Leben und Tagesablauf. Aber sonst? Gut, nachts schlafen alle und tagsüber stehen sie rum. Ich kann mich auch nicht wirklich an die Namen einzelner Personen erinnern... Schon komisch.


    Irgendwie fehlte mir auch der Anreiz. Ich habe gestern erstmals Ganon besiegt, obwohl ich das Spiel seit Erscheinungsdatum habe. Aber, und das ist das erste Mal überhaupt bei einem Zelda und bei mir generell höchst selten: Ich habe zwischendurch ein paar Wochen überhaupt nicht gespielt. Weil ich einfach keine Lust dazu hatte. Natürlich, die Landschaft ist liebevoll gestaltet und irgendwie macht es auch Spaß. Aber das ist halt nicht alles.

    Auch wenn die Musik in Breath of the Wild recht reduziert ist, sind doch einige gute Titel enthalten. Ich bin z.B. grade total von der Musik im Orni-Dorf begeistert, die das alte Draconia-Thema aus Wind Waker wunderbar aufgreift.


    Welche Stücke gefallen euch am besten?

    In diesem Fall könnte man zumindest froh sein, dass sich der Titel der Reihe auf Zelda bezieht - und nicht auf Link. Was würde man bei Super Mario machen? "Super Mario ohne Mario"? Das wäre ja einfach nur noch "Super" :D Letztendlich kann der Protagonist alleine deshalb schon nicht sterben, weil dann die Handlung zu Ende wäre.

    Bei mir hat auch ein Foto von hinten gereicht. Wenn eine Foto-Quest aktiv ist, sieht man an einem kleinen roten Ausrufezeichen im "Kamera-Sucher" ob das Bild für die Quest zulässig ist.


    Man kann ihn aber trotzdem von vorn fotografieren, wenn man ihn anspricht und vor ihm stehen bleibt. Dann hat er sich bei mir nicht wieder umgedreht.

    Nachdem mein allererster Eindruck eher durchwachsen war, gefällt mir das Spiel jetzt richtig gut. Ich finde, sobald man das Große Plateau verlassen hat, macht das Spiel einen riesigen Sprung - im wahrsten Sinne des Wortes. :D Seitdem habe ich auch die Zelda-Komponente wiedergefunden, die mir anfangs sehr gefehlt hat.


    Viele kritisieren, dass man so ewig lange rumlaufen muss. Ich bin, wahrscheinlich durch Zufall, gleich neben einer Pferdegruppe gelandet, habe mir eins geschnappt und bin seitdem echt schnell unterwegs. Auf jeden Fall habe ich deutlich das Gefühl, dass es vorwärts geht und dass ich ständig Neues entdecke.


    Inzwischen habe ich auch das Kampfsystem entdeckt. Man hätte dazu etwas früher eine kleine Einführung bringen können. Vielleicht ist es aber auch so gewollt.

    Ich habe erst ein paar Stunden am neuen Zelda gespielt. Trotzdem macht es für mich von Anfang an den Eindruck, als hätte man anfangs ein Open-World-Survival-Abenteuer konzipiert und dem dann ein paar Zelda-Elemente übergestülpt, damit es sich besser verkauft. Ich finde diesen Shiekah-Stein irgendwie irritierend. Hat Link jetzt ein Mega-Smartphone mit Superkräften? Irgendwie sollen die spitzen Ohren der Hylianer ja von Mr. Spock inspiriert sein. Wahrscheinlich hat man diesen Faden durch die neuen High-Tech-Elemente verstärkt.


    Außerdem ist das das erste Zelda - und ich habe wirklich alle gespielt - bei dem ich mit der Steuerung am Anfang überhaupt nicht klarkomme. Waffe mit Y schwingen und mit B wegstecken. Jedes Mal wenn ein Gegner kommt, stecke ich reflexartig die Waffe weg. Aber gut, das kann man lernen. Noch schlimmer finde ich aber die Bedienung zum schnellen Waffenwechsel, da werde ich wohl immer die große Menüführung nehmen.


    Zusammen mit der Steuerung vermisse ich auch die OOT-bewährte und mit TP-perfektionierte Kampfsteuerung. Irgendwie kann man nur noch einfach draufhauen. Oder ich habe es noch nicht rausgefunden.


    Wahrscheinlich muss man es einfach als Nicht-Zelda spielen. Dann hat es viele gute Elemente. Ich glaube nur momentan nicht, dass es große Anreize zum Mehrmals-Durchspielen bietet.

    Zitat

    Original von Riipalein
    Als Ganondorf ins Schattenreich verbannt wird, verliert er ja seine Gestalt ( ja, auch Ganon ist ein Wesen des Lichts). Um noch etwas bewirken zu können legt er seine Seele in Zantos Körper und somit auch seine Kraft. Ich denke, dass Ganondorf es niemals geschafft hat, seinen Körper wiederzuerlangen und dass er Zanto niemals wirklich verlassen hat, sondern dass der letzte Endgegner nur eine Art Manifestation von Ganon ist ...


    Sprich: Ganons Seele verblieb immernoch in Zanto und als dieser Selbstmord beging, starb Ganon mit ihm.


    Also an der Stelle möchte ich wagen, zu widersprechen. Nachdem Link in die Lichtwelt zurückkehrt, wird aus dem Wolf wieder ein Mensch. Da Ganon auch in die Lichtwelt zurückgekehrt ist, kann man davon ausgehen, dass er auch seinen Körper in vollem Umfang zurückerhalten hat. Denn beide sind ja Triforce-Träger.


    Und wieso denken nur alle, dass Zanto Selbstmord begangen hat? Ich schrieb zwar selbst, dass das für mich denkbar wäre. Aber er wurde ja von Midna getötet und kommt daher höchstens als Geist zurück, um Ganon zu verfluchen.

    Eine absolut brilliante Geschichte, an der du da schreibst. Dein Stil ist gefühlsbetont, ohne kitschig zu sein. Gleichzeitig schreibst du sehr detailliert, aber auch spannend und fesselnd. Das einzig schlechte daran ist, dass ich nicht sofort weiterlesen kann. Wäre es ein Buch, würde ich heute nichts anderes mehr machen, bis ich es durchgelesen hätte. Also lass uns bitte nicht zu lange warten. Und nochmal: Bravo!


    PS: Und ich muss unbedingt erfahren, wer da beim König Zora ist!

    Zitat

    Original von FoWo
    Ich finde deine Theorie bezüglich de sselbstdenkenden Triforce ziemlich spannend, aber wenig überzeugend -- was wohl auch daran liegt, dass ich tatsächlich die ersten drei (vier) Zeldas außen vor lasse, weil ich finde, dass Nintendo sich damals noch nicht wirklich genug um die Story der Spiele gekümmert hat. Daher werde ich auch Zelda 1 und AoL ignorieren. Story ist bei den Teilen ja eh kaum vorhanden.


    Auch wenn ich sonst soweit folgen kann, bin ich mit dem Punkt nicht ganz einverstanden. Ich bin der Meinung, dass man Fakten auch aus diesen Teilen beachten kann, solange nichts Neueres im Widerspruch dazu steht. Schließlich war der Produzent schon damals derselbe und damit liegt hier so etwas wie Urform ohne komerzbedingte Verfälschungen.


    Und dann möchte ich noch zur Göttlichkeit anmerken, dass reine Kampfkraft kein Indikator sein muss. Ein Mensch ist einem Tiger auch hoffnungslos unterlegen, wenn er keine Waffe zur Hand hat. Und bei Allergikern reicht schon eine Biene, die im Vergleich zum Menschen nun wirklich nicht evolutorisch auf einer Stufe steht.


    Deshalb ist die Frage, ob die Schattenkristalle und Zanto stärker sind als Ranelle an dieser einen Szene nicht eindeutig zu klären. Genauso wie alle anderen Paarungen, wo irgendwer mal irgendwen irgendwie besiegt hat.

    Es sieht ganz so aus, als wärest du schon länger dabei als ich, Riipalein. Mit den ersten beiden Zeldas habe ich es nicht so. Die habe ich mir erst mit der Bonusversion von WW zugelegt und hatte irgendwie nie die Motivation, mich da durchzuboxen. Aber du hast natürlich Recht, man sollte dem Neuen den Vorzug geben. Leider findet das Triforce in TP nicht richtig statt (Wird der Name überhaupt erwähnt???) und in WW ist auch nicht viel zur Theorie enthalten. Die beste Quelle ist noch OoT und eben jetzt SS.


    Ich befürchte aber fast, Nintendo gibt absichtlich nicht so viel preis, damit die Konstruktion späterer Spiele nicht zu schwer wird. Wenn möglichst viel unklar ist, widerspricht man sich nicht so leicht. Von daher ist die geringe Informationsdichte verständlich (ich würde es nicht anders machen).


    Aber so haben wir auch mehr Raum für Spekulationen.


    Die nächste Frage wäre natürlich, ob die Fähigkeit, das Böse zu bannen tatsächlich der einzige Ausdruck von Macht ist. Schließlich hat die Göttin Hylia ja den Wolkenhort erschaffen, das sollte man ihr erstmal nachmachen. ;)
    Und da sie ja die Spenderin des Himmelsschwertes ist und Phai erschaffen hat, sollte man sie vielleicht nicht gleich ganz unten ansiedeln. Vielleicht im vorderen Drittel, wäre mein Vorschlag.

    Zitat

    Original von LadyThumperGirl
    Man kann auch kritisieren ohne gleich ein ganzes Spiel als schlecht darzustellen.


    Also ich für meinen Teil habe gesagt:


    Zitat

    Original von Christoph88l
    Aber ansonsten ist das Game natürlich top. Wenn es nicht Zelda hieße, würde man auch nichts dran zu mäkeln haben. Aber so hat man eben gewisse Erwartungen.


    Und wenn ich den Rest richtig verstanden habe, waren auch alle anderen der Meinung. Und zumindest ich habe auch nie etwas gegen die - im übrigen gelungene - Grafik gesagt. Also brauchen wir uns auch nicht so aufzuregen. Ich hatte nur die vage Hoffnung, dass es bei Nintendo vielleicht eine Abteilung (Marktforschung) gibt, die gelegentlich durch solche Foren hier surft und die Stimmung der Fans untersucht. Außerdem wollte ich auch nur mal wissen, ob noch jemand meiner Meinung ist - was sich ja bestätigt hat.


    Und ich für meinen Teil habe kein neues TP erwartet. Ich liebe ohnehin viel mehr ALttP, aber sowas kommt sowieso nicht wieder. Was ich aber möchte, ist eine Spielwelt, die lebt. Und die von SS lebt nicht.

    Midna ist nunmal die Herrscherin des Schattenreiches. Und dessen Bewohner sind alles ehemalige Verbrecher bzw. deren Nachfahren. Vielleicht auch ein paar unschuldig Verfolgte. Auf jeden Fall muss es aber im Schattenreich einen gewaltigen Hass auf die Bewohner der Lichtwelt gegeben haben. Vielleicht ähnlich, wie Sklaven früher ihre Herren gehasst haben müssen.


    Und dieser unterschwellige Hass kommt bei Midna wunderbar zum Ausdruck. Die Verachtung für die Privilegierten aus Hyrule, während sie in einem hässlichen Dämmerland leben muss. Ihr ist es im Grunde völlig egal, was mit den Hylianern passiert, weil sie von deren Reichtum sowieso nichts hat. Im Gegenteil, mit der Ausdehnung des Schattenreiches auf die Lichtwelt wird auch ihr eigenes Territorium größer. Deshalb behandelt sie Link auch anfangs so herablassend, weil ihr erstmals ein wehrloser Hylianer in die Hände fällt, an dem sie gewissermaßen Vergeltung üben kann und ihn als Mittel zum Zweck benutzt. Denn Zanto will sie ja nicht töten, weil sie die Lichtwelt retten will, sondern weil sie ihr Land zurückerobern möchte.


    Als sie dann aber Zeldas Güte spürt und Zelda ihr eigenes Leben für das von Midna opfert, da erkennt Midna, dass die Hylianer doch eine Berechtigung haben. Von da an ändert sie ja auch ihr Wesen völlig. Somit ist Midna für mich die tiefgründigste Gestalt im ganzen Zelda-Universum.