Beiträge von Duanchang Jian

    The Final Game of Death (2023)


    Dabei handelt es sich um eine fast 4 Stunden lange Dokumentation über die Entstehungsgeschichte des unvollendeten Bruce Lee Films. Die Länge der Dokumentation ergibt sich daraus, dass hier mehr als zwei Stunden an existierenden Filmaufnahmen vollständig gezeigt und analysiert werden. Die verbleibenden Produktionsnotizen, Pressefotos sowie Skriptüberbleibsel werden zur Erklärung jeder Szene herangezogen. Trotz der Länge war das eine extrem kurzweilige Dokumentation für mich, auch weil hier viele Dinge erklärt wurden, die sonst bei Behandlung des Filmmaterials oft komplett ausgeblendet oder übergangen werden, wie zum Beispiel die Hintergründe für die leicht gruselig surreale, fast psychodelische Grundatmosphäre.

    Serious Sam ist eine meiner Lieblingsspielreihen, allerdings spreche ich hier nur von den Serious Sam Spielen von Croteam selbst. Die meisten der (wirklich vielen existierenden) Spinoffs sind meiner Empfindung nach eher Kuriositäten als wirklich gute Spiele. Ich mag den Grafikstil von Shatterverse nicht wirklich. Irgendwie erinnert mich das bewegte Bildmaterial aus dem Trailer an Immortal Redneck. Vielleicht gebe ich dem Spiel eine Chance aber wirklich Lust darauf habe ich leider nicht.

    Ich wollte übrigens auch noch erwähnen, dass der Vergleich mit Filmen, Büchern und CDs ziemlich hinkt … nur als Anmerkung: Ihr könnt tatsächlich noch immer in einen Buchhandel gehen und physische Bücher kaufen, fast alle Filme die auch nur annähernd Mainstream sind (damit meine ich: sie kamen in deutschen Kinos, inklusive Horror, was ziemliche Nische ist) kommen weiterhin auf DVD und Blu-ray raus und CDs werden weiterhin produziert von den meisten Künstlern.

    In diesem Kontext möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass auch und gerade Filme, die alles andere als massenkompatibel sind, sogar solche, die sehr unbedeutend sind, mit höherer Wahrscheinlichkeit als DVD verfügbar sind als digital. In den letzten 10 Jahren oder so hat sich das Angebot von DVDs extrem stark erweitert. Ich habe vor fast genau 15 Jahren einmal in der Nacht den Film "Taipan – Der Teufel mit der Drachenklaue" im Fernsehen gesehen. Danach wurde er nie wieder ausgestrahlt und ich konnte ihn nirgends finden. Letztes Jahr habe ich dank des riesigen DVD Angebots in vielen Einzelhandelsketten endlich die Möglichkeit bekommen, den Film käuflich zu erwerben, da der Film im Jahr 2022 endlich wieder auf DVD veröffentlicht wurde.

    Damit ist zwar die Hoffnung erloschen, die EU zu einem verbindlichen Gesetz zu bringen

    Wieso denn das? Es wurde doch bei der Pressekonferenz vor zwei Wochen klargestellt dass geplant ist zu versuchen, das Thema bei der Gestaltung des Digital Fairness Act in diesen zu integrieren.


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    Besonders bedenklich finde ich im Zuge dieser Ankündigung, dass digitale Kopien selbst dann womöglich nicht sicher sind, wenn man sie selbst nicht löscht; ggf macht Sony das nämlich selbst.


    So passiert es nämlich wohl im September mit etlichen Filmen (nicht alle eure Länder sind betroffen): da werden ~500 Filme nämlich nicht nur aus dem Programm genommen, sondern auch aus User-Bibliotheken entfernt werden. (Quelle)


    Ein heruntergeladenes und installiertes Spiel von der Festplatte zu löschen, ist natürlich nochmal etwas anderes, aber in dem Klima ist es trotzdem denkbar, dass man trotzdem irgendwie den Zugriff darauf verliert. (Auch wenn das jetzt ziemliche Schwarzmalerei ist.)

    In dem Kontext habe ich mal eine Frage: hat man die Filme, die man über PlayStation gekauft hat wirklich heruntergeladen? Ich war davon ausgegangen, dass das ist wie wenn ich einen Film digital bei Amazon kaufe, dass ich ihn also nur streamen kann. Bei Filmen, die ich auf Steam kaufe ist das zumindest so.

    Arg finde ich es deswegen, da die "Kaufe dein Spiel online"-Sache für mich an Betrug grenzt, denn es ist einfach kein Kauf im Sinne von "Das gehört mir jetzt", sondern eben eine Art Leasing/Ausleihen. Server werden abgeschaltet? Lizenz wird nicht verlängert? Und weg ist das Spiel.

    Bei welchem Spiel ist das denn in der digitalen Version der Fall, in der physischen jedoch nicht? Ich kenne das so, dass ein Spiel entweder eine Serververbindung zum Spielen benötigt (unabhängig der Vertriebsform) und deswegen durch abgeschaltete Server funktionsuntüchtig wird, oder eben keine Serververbindung zum Spielen benötigt und demnach unabhängig ob physisch oder digital nicht funktionsuntüchtig wird.

    In Kombination mit diesem kürzlichen Test von Sony, die Preise der digitalen Spiele indivduell nach Nutzerverhalten zu gestalten hat das eine ziemlich dystopische Anmutung.

    Oha, das hab ich gar nciht mitbekommen.
    Ich bin jemand der nur ganz wenige Spiele Dayone kauft, bei vielen anderen warte ich auf fette Rabatte.
    heißt da sich bekomme diese Rabatte schneller als andere, damit ich schnell zugreife? XD

    Aber heißt das auch das sie wissen welche Spiele ich dayone kaufe (die ich in der Regel aber immer physisch kaufe) und sie mir teurer andrehen wollen?
    Oder werde ich es digital eher günstiger bekommen weil sie wissen da sich physisch kaufe?

    Es heißt eher, dass du geringere Rabatte bekommst, wenn du in der Vergangenheit bei statistisch ähnlichen Situationen einen Kauf getätigt hast während jemand anderes höhere Rabatte bekommt, wenn ein Kauf sonst unwahrscheinlicher ist. Das Prinzip ist, die Konsumentenrente (also die Differenz zwischen dem höchsten Preis, den du theoretisch bezahlen würdest und dem Marktpreis) abzuschöpfen. Gleichzeitig bekommst du dann bei Spielen, die dich normalerweise gar nicht interessieren würden eventuell unwahrscheinlich hohe Rabatte, um dein finanzielles Potenzial als Kunde möglichst effektiv auszunutzen.


    Es ist sowas wie das Gegenteil davon bei Spielen, die du zum Vollpreis kaufen würdest zu warten weil du weißt, dass Spiele der Reihe nach einem halben Jahr 90 % rabattiert wären. Damit würdest du entsprechend die Produzentenrente abschöpfen.

    Tja, Sony will nicht mehr, dass man seine Spiele besitzt (was sehr krass ist, wenn man bedenkt, dass erst kürzlich hunderte Filme aus deren digitalen Bibliothek gestrichen wurden) und ab Januar 2028 wird es für PlayStation-Release keine Disc-Produktion mehr geben. Dies gilt nicht nur für First Party, sondern für die generelle Disc-Produktion.


    Kurzum: Ab 2028 wird man auf PlayStation keins seiner Spiele jemals wieder wirklich besitzen, da man sie nur noch digital erhalten wird.


    Willkommen in der Zukunft – ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte. Das ist das Schlimmste, was ich in letzter Zeit an Gaming-News teilen musste für mich als Sammlerin, die ihre Collection aus der Kindheit noch tatsächlich besitzt.

    In Kombination mit diesem kürzlichen Test von Sony, die Preise der digitalen Spiele indivduell nach Nutzerverhalten zu gestalten hat das eine ziemlich dystopische Anmutung.

    Don't mind me, wie ich ein 21 Jahre altes Thema wieder ausgrabe.


    Ich habe die Serie als Kind tatsächlich relativ gerne geschaut. Und auf YouTube sind glaube ich noch ein paar Videos davon zu finden. Was ich bis heute ständig im Kopf habe: in irgendeiner Folge mussten sie einen Hut kaufen und sind dafür nach Hütersloh gereist. Das war extrem witzig. Und dann gibt es ja diesen Bösewicht und das gibt sich dann als das gute Ernteschwein aus und singt so ein Lied. Das hab ich auch dauernd im Kopf.


    Und natürlich kommt der Titelsong oft zu den unpassenden Momenten in meinen Kopf und ich muss mich sehr anstrengen ihn nicht vor mich hin zu singen. 😂

    Ich fand die Zeile "Sie sind nicht wirklich Helden, jedoch was besseres haben wir nicht." im Titellied immer sehr zitierbar.

    Mir gefallen die Kampfanimationen im Spiel, aber mir sieht das auf den ersten Blick einfach zu brutal aus. Ich habe für die Xbox 360 ein Spiel mit dem Titel "X-Men Origins: Wolverine", mit dem ich das gleiche Problem habe. Mich erinnert das ein bissl zu lebhaft und realistisch an Berichte über regelmäßig auftretende Verstümmelungen beim indischem Naki Ka Kushti (Ringkampf mit Bagh Nakha an den Händen) aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Hoffentlich gibt es im Spiel so eine Art Schiebregler, um den Gewaltgrad ein wenig zu reduzieren.

    Ich kaufe fast nichts direkt bei der Veröffentlichung. Naja, zumindest nicht bei der Erstveröffentlichung. Den allergrößten Teil meiner PC Spiele kaufe ich bei GOG, wo viele Titel erst Jahre nach dem ursprünglichen Erscheinen des Spiels veröffentlicht werden. Insofern kaufe ich mir viele Spiele unmittelbar nach der GOG Veröffentlichung.


    Bezüglich Fragen wie gebraucht oder neu, physisch oder digital sowie rabattiert oder Vollpreis habe ich keinerlei feste Präferenzen. Meine Entscheidung hängt von Fall zu Fall von verschiedenen technischen und logistischen Faktoren sowie meiner Stimmung zum Zeitpunkt des Kaufs ab. Aus diesem Grund habe ich auch eine wirklich extrem weit diversifizierte Spielebibliothek welche sich in gleicher Menge über sehr viele Datenträgerformen und Vertriebsplattformen verteilt.

    Duanchang Jian Geht mir auch so. Interessanterweise sehe ich den Kritikpunkt bezüglich Steam Input diesmal viel öfter als jemals zuvor.


    Ich habe halt einen PC. Einen Personal Computer. Valve mag mit Steam BigPicture und Steam Input zwar ganz coole Lösungen gefunden haben, aber nicht alles davon mag ich. Und wenn ich versuche das ganze für mich persönlich anzupassen, dann treffe ich auf Grenzen oder größere Kompromisse die ich eingehen müsste für gewisse Wünsche. Das hat mich in der Vergangenheit dazu motiviert eigene persönliche Lösungen für meine Bedürfnisse zu finden... die einfach nicht mit Steam kompatibel sind. Und da der Steam Controller anscheinend kein PC-Controller sein will, sondern alleinig ein Steam Controller... dann bin ich da wenn ich ehrlich bin raus.


    In Kombination mit einer Steam Machine würde das anders aussehen... Aber wie das gerade läuft wegen den Computerteilen wissen wir ja leider. Das Timing dieser Weltlage ist leider echt unschön. Ich gönne Valve den Erfolg und wünschte es würde anders kommen. Aber bei mir ist da ist mir bisschen der Dampf raus.

    Ich finde das auch irgendwie paradox. Bei sonstiger Hardware wie dem Steam Deck hat Valve ein beispiellos offenes System, aber der Controller will unbedingt Steam Input wohingegen die Controller der gängigen Konsolenhersteller eine bessere Kompatibilität für PCs zu haben scheinen.


    Ich kann schon verstehen, einen Controller auf Steam Input auszulegen, der so viele präzise Funktionen hat, die man abstimmen kann. Aber eigentlich würde ich zumindest erwarten, dass es dann ohne Steam eben zumindest Xinput Basisfunktionen gibt, auf die der Controller zurückfällt.


    Ich denke zwar, dass man sowas wahrscheinlich am Ende schon über ein paar Umwege erzwingen können wird, aber eigentlich erwarte ich schon, dass ich mir diese Mühe nicht machen müssen sollte.

    Ich glaube der extreme Fokus auf Steam Input ist der einzige Grund, wieso der Controller nichts für mich ist. Also zumindest nichts für meinen Desktop Computer. Ich brauche zwar nicht sämtliche Funktionen außerhalb von Steam, aber ich habe einfach gar kein Interesse daran, meine Spiele alle zuerst in meinen Steam Client zu fügen und dann darüber zu starten. Ich möchte eigentlich einfach ein beliebiges Progamm starten und den Controller nutzen können, und in dieser Hinsicht haben sich so ziemlich alle konkurrierenden Controller in den letzten 10 Jahren stark verbessert.

    Die Sache ist ja die, dass ich an und für sich ein großer Fan von RPGs bin. Ich mag Rundenbasierte RPGs, sowie die, die in Echtzeit ablaufen.

    Aber stellenweise ist da halt eben auch mein Problem, dass es da oft "zu viel des guten" ist. Obwohl mir persönlich zB die Xenoblade-Spiele gefallen haben, sehe ich mich persönlich da in nächster Zukunft nicht noch einen Durchgang starten, eben weil die einfach so einen gigantischen Ausmaß mit einer hohen mechanischen Komplexität haben. Und da ist mir dann ehrlich gesagt auch schon meine Zeit zu schade, denn die Zeit, die ich für noch einen Durchgang durch Xenoblade verwenden kann, könnte ich ja auch für ein paar andere weit kürzere Spiele verwenden, die ich noch nicht gespielt hatte.

    Solche Fälle kenne ich auch bei einigen meiner Spiele, wie zum Beispiel Assassin's Creed Odyssey. Allerdings habe ich hier normalerweise von Anfang an gar nicht die Bestrebung, das Spiel durchzuspielen. Ich sehe derartige Spiele weniger als lineare Erlebnisse sondern eher als Spielplätze, auf denen ich 8-10 Stunden meinen Spaß habe und dann damit zufrieden bin. Das funktioniert aber leider nur bei Spielen, bei denen die Qualität der Spielerfahrung nicht davon abhängig ist, zuerst über viele Stunden hinweg die wesentlichen Mechaniken freischalten zu müssen.

    Es wirkt alles von den Mechaniken einfach so aufgebläht und überkompliziert. Es muss ne Open World drin sein, mit nem Arsch voll an Quests und Pick-Ups und Crafting-Mechaniken wo man auch zig billionen an Gegenstände dafür verwerkeln und verwursteln muss, und dann müssen natürlich die ganzen Kampfmechaniken und -systeme sehr vielschichtig sein, denn "einfach auf einen Knopf für einen Angriff drücken, und Gegnern einfach ausweichen" ist ja mittlerweile "viel zu simpel und nicht fesselnd"

    Ich habe den Eindruck, das ist gewissermaßen eine Konsequenz des Fokus auf Videospiele für Zuhause. Gerade bei älteren Actionspielen, die exklusiv für Konsolen erschienen sind fällt mir häufig auf, dass das Spieldesign dennoch stark von Arcadespielen beeinflusst ist. Ich sehe gleichermaßen eine Korrelation zwischen der sinkenden Popularität von Arcadespielen und der steigenden mechanischen Komplexität von Konsolenspielen. Ich finde das macht sich auch insbesondere dadurch bemerkbar, dass Spielgenres, die keine Relevanz in Spielhallen hatten (also zum Beispiel Rundenbasierte Rollenspiele) für mich schon immer ähnlich ermüdend waren wie das bei heutigen überladenen Spielen der Fall ist.

    Ihr wisst ja, ich liebe ja gute Stories in Videospielen, aber kann denn ein Videospiel nicht mehr einfach ein Videospiel sein? Heutzutage muss ja alles irgendwie ein überdrüber-Epik sein, mit unendlich viel Lore und Hintergrundgeschichte und Charakterdrama und "Grau gegen Grau"-Moralitäten und was weiß ich noch allem. Manchmal vermisse ich schon, wie schlicht halt früher da irgendwie vieles war. Und ja, auch, wie dämlich damals viele Videospiele-Plots waren. Aber heutzutage darf ja irgendwie nix mehr albern sein, denn das wär ja "cringe" :V

    Ich dachte eigentlich, dass es ein aktueller Trend sei, dass Spiele alles gezielt durch Slapstickinhalte ins Lächerliche ziehen. Dabei hatte ich so Dinge wie komplett unpassende Ausrüstung (also zum Beispiel einen bunten Einhornanzug für den Protagonisten in Doom Eternal) oder auch komplett thematische Entgleisungen wie "Pirate Yakuza in Hawaii" oder "Call of Duty: Black Ops 7" im Kopf.

    Ich habe soeben zum ersten Mal The Astyanax durchgespielt. Sowohl die Arcade-Fassung als auch das Nintendo Entertainment System Spiel. Dabei handelt es sich um ein Rastan-artiges Actionspiel, welches die gleiche Spielmechanik wie das TurboGrafx-16 Spiel "The Legendary Axe" des selben Entwicklers nutzt. Dabei gibt es eine Art Kraftanzeige, die sich innerhalb weniger Sekunden auflädt und bei jedem Angriff vollständig entlädt, wodurch zu schnelles Angreifen zu schwächeren Treffern führt.


    Ich habe bereits einige Jahre lang sporadisch versucht, beide Versionen des Spiels durchzuspielen. Allerdings bin ich nie besonders weit gekommen. Gerade in der NES Version habe ich es nie bis zum Ende des ersten Levels geschafft, da der Schwierigkeitsgrad mich so überfordert hat. Nun habe ich kürzlich allerdings festgestellt, dass man durch das Drücken der Pfeiltaste nach oben in Kombination mit der Angriffstaste einen sehr starken Magieangriff ausführen kann, der das Vorankommen erheblich erleichtert.


    Gegen Ende werden beide Versionen des Spiels sehr schwer und auch extrem bizarr. Zu Beginn wirkt das Spiel noch wie eine Mischung aus Peplum, griechischer Mythologie, Conan der Barbar und Castlevania. Das letzte Level wird dann aber zu einer H. R. Giger-esquen Alptraumwelt mit Xenomorph Gegnern.

    Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher ob ich es als direkten Seitenhieb klassfizieren würde, aber gewissermaßen war "Die Rache der Kannibalen" nur so eine Art Eitelkeitsprojekt zur Selbstprofilierung für Umberto Lenzi. Da er dieses ganze Kannibalengenre inklusive der typischen Schauspieler Ivan Rassimov und Me Me Lai praktisch etabliert hatte war er wohl nicht so erfreut darüber, dass Deodato mit "Nackt und zerfleischt" so viel Aufmerksamkeit und Kontroverse bekam. Praktisch jede Szene zielt darauf ab, Ruggero Deodato in Darstellungen barbarischer Niedertracht zu überbieten.


    Das Gegenteil scheint mir "Drunken Master II" darzustellen. Jackie Chan hat einmal erwähnt, er würde sich etwas für "Sie Nannten Ihn Knochenbrecher" schämen, da er befürchtete, Jugendlichen damit zu suggerieren, es sei eine gute Idee, sich zu betrinken und dann Prügeleien zu beginnen. Diese ständigen Warnungen vor den Gefahren des Alkoholismus im zweiten Teil wirken auf mich wie der Versuch, den ersten Teil etwas zu revidieren.

    Ich habe Mother Russia Bleeds damals auch nur durchgespielt, weil ich obligatorisch alle Spiele des Genres durchspiele. Besonders viel Spaß hatte ich damit aber gar nicht. Mir war die ganze Atmosphäre da zu ausladend. Die Levels machen alle den Eindruck, als wären sie aus einem Danzig Baldaev Buch übernommen worden und irgendwie gefallen mir auch die Animationen der Angriffe nicht so gut. Mechanisch habe ich das jetzt allerdings nicht viel schlechter als Charlie Murder und andere Spiele aus der Zeit in Erinnerung.

    Ich werde mir auf jeden Fall die neue Version des Spiels kaufen. Ich hatte ja von Beginn an vor, mir das Spiel langfristig sowohl für die PlayStation 4 als auch für den PC zu kaufen, und da ist diese verbesserte Version (ich werde das Spiel bei GOG kaufen) nun eine gute Option für meinen PC.