Kiznaiver


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    OP & ED: Opening | Ending


    Die Geschehnisse finden in der fiktionalen Stadt Sugumori statt.
    Eines Tages eröffnet die mysteriöse Sonozaki Noriko ihrem Mitschüler Agata „Kacchon“ Katsuhira, dass er ein »Kiznaiver« ist. Durch das Kizuna-System ist der apathische Junge mit anderen Jugendlichen aus seiner Klasse auf eine ganz besondere Art verbunden. Jeglicher Schmerz wird auf die Gruppe aus sieben Leuten aufgeteilt und offenbar ist der kleine Trupp nun ein Schlüssel für eine bessere und friedlichere Welt…


    Im Jahre 2016 erwartet uns aus dem Hause Trigger – vor allem bekannt durch Kill la Kill – ein neues, verrücktes und farbenfrohes Abenteuer mit dem Titel Kiznaiver, welcher am 09. April 2016 gestartet ist. Voraussichtlich wird die Serie 12 Episoden haben.
    Geschrieben wurde das Ganze von Okada Mari, welche schon in vielen Serien; wie zum Beispiel Simoun, True Tears, Toradora! oder Nagi no Asukara mitgewirkt hat; während das Design von Miwa Shirō stammt, welcher wohl am Bekanntesten für Dogs: Bullets & Carnage ist.
    Seit März 2016 wird auch ein Manga von Karegishi Roji in dem Magazin Dengeki Maō veröffentlicht.


    Wer verfolgt diesen Anime aktuell?


    [Ich möchte hier erwähnen, dass die Serie zum Zeitpunkt an dem dieser Thread veröffentlich wird gerade aktuell läuft und ich hier sehr gerne die Leute anregen möchte ihre wöchentlichen Eindrücke Preis zu geben, falls sie den Anime verfolgen. Das heißt auch, dass wir hier sehr gerne – aber nicht ausschließlich – aktuelle Episoden untereinander besprechen, dies hat wiederum zur Folge, dass es durchaus zu Spoilern kommen kann. Einfach um ein etwas interaktiveren Thread zu gestalten. Aus Rücksicht auf spätere User und zur Separation zu vollständigen Reviews bitte ich euch also zu markieren falls ihr von spezifischen Folgen berichtet!]

    Kiznaiver Folge #01 – 04
    Einer der Anime auf die ich von vorne herein ziemlich gehyped war und bisher kann ich nicht behaupten, dass mein Hype irgendwie ungerechtfertigt war. Qualitativ muss man jetzt gar nicht viel rumdiskutieren: Kiznaiver ist diese Season einer der Anime mit den besten Animationen, aber auch Style angeht. Wie immer hat Trigger hier ganz klar ein gutes Händchen bewiesen und die visuelle Komposition lässt nicht zu wünschen übrig. Hier wird auch stilistisch immer wieder gespielt und die ganze Atmosphäre lebt von den Licht bzw. Schatteneffekten. Die Vergangenheit von Kacchon wird zum Beispiel immer wieder mit eher grauen Tönen und einem dunklen Filter gezeigt, während der Rest oft sehr farbenfroh wirkt.


    Der Cast ist grandios, wobei ich mit Sonozaki noch nicht so warm geworden bin: Da sie im Moment aber das Sommer-Camp machen bin ich zuversichtlich, dass sie nun auch bei mir punkten kann. Aber ansonten? Top Cast. Anfangs dachte ich, dass Katsuhira durch seine distanzierte Art vielleicht schnell langweilig werden könnte, aber er gehört mitunter zu meinen Favoriten (wobei es sehr schwer zu sagen ist. Vor allem Tenga, den ich eh schon mega cool fand, hat mit seiner Fürsorge für Chidori in Episode 4 einige Pluspunkte gesammelt), auch wenn man hier klar im Blick haben sollte: Das komplette Charakteraufgebot ist verrückt. Zwar macht die Story bis Dato einen doch ernsteren Eindruck als Kill la Kill (nicht falsch verstehen, ich liebe diesen Anime!), aber wenn man sich die Facetten der einzelnen Protagonisten ansieht, dann hat man das, was man im Volksmund einen „Loony Bin“ nennt.
    Dazu muss man sich nur den Masochisten Hisomu anschauen… *hust* Nicht, dass Nico mehr Tassen im Schrank hat. Wer jetzt also eine ernste Story sucht, welche aber von extrem ernsten und „realistischen“ Charakteren getragen wird, der wird vermutlich die gestörte Art der kleinen Gruppe nicht willkommen heißen…


    Mir gefällt der Mix bisher sehr gut, da vor allem die ernsten Dialoge teilweise sehr schön geschrieben sind und teils sogar schon zum Denken anregen (insbesondere zwischen Kacchon und Sonozaki) und es ist definitiv einer der Anime, bei denen ich die Folge sofort schaue, wenn sie verfügbar ist…

  • Ich hänge hier noch hinterher (Folge 4 derzeit), kann aber schon von mir behaupten, dass Kiznaiver einer der Besten aus dieser Season ist. Auf den Titel habe ich mich auch sehr im Vorraus gefreut, obwohl ich jetzt nicht unbedingt ein großer Fan von Studio Trigger bin, auch wenn es praktisch Studio Gainax ist, da immerhin die meisten kreativen Leute dorthin abgewandert sind.
    Kiznaiver hat zuallerst ein sehr schönes Charakterdesign und näturlich auch sehr sympathische Charaktere. Durchgeknallt ist jeder irgendwo und hat so seine eigenen Macken. Das funktioniert in mein Augen nur in den wenigsten Anime, warum auch immer. Wie schon von Yuffie selber angemerkt wurde punktet Kiznaiver mit sehr guter Qualitäten in Animationen, Style und Dialogen. Das Setting und die Idee dahinter ist ziemlich erfrischend und ich kann nicht von mir behaupten, dass ich bisher nicht bestens unterhalten wurde. Müsste nur heute oder morgen mal auf den aktuellen Stand kommen. ^^



    I’m just watching a bad dream I never wake up from.

    - Spike Spiegel from Cowboy Bebop

  • Folge #5 - #07

    Während die Story noch immer sehr wild erscheint und man sich doch öfters mal fragt, wo die Serie hin will beziehungsweise was eigentlich das große Ziel hinter allem ist. Klar, wir wissen, dass es um das Kizuna-Projekt geht, welches Frieden bringen soll – aber vor was eigentlich? Außerdem war schon immer angedeutet, dass Sonozaki und Kazuhira sich aus der Vergangenheit kennen, was auch klarer wird. Aber so richtig zusammenpassen tut es nicht, insbesondere wenn man in Betracht zieht, welche schweren Geschütze die Lehrer schon aufgefahren haben…


    Das Tolle daran ist: Man fühlt sich dennoch genug unterhalten um am Ball zu bleiben. Selbst Charaktere, welche ich am Anfang zwar als „gut geschrieben“ aber „nicht mein Typ“ klassifiziert hätte, sind mir ans Herz gewachsen. Gerade Yuta und Maki hatten in den letzten Episoden; oder vor allem der Letzten; nämlich ihre Sternstunde.
    Und auch wenn die Tragik mit der verstorbenen Freundin und den Schuldgefühlen sicherlich das Blatt der tragischen Hintergrundgeschichten nicht neu erfindet, hat mir vor allem Episode 7 extrem gefallen und mich sehr gerührt. Neben den sehr starken Dialogen, war auch das visuelle in Kopplung an die Musik so extrem gelungen, dass ich mich einfach emotional involviert gefühlt hatte… da wären mir ja schon fast die Tränchen in die Augen gestiegen.


    Aber auch Kacchon macht einen riesen Sprung – und das gefällt mir. Man spürt praktisch die Entwicklung. Gerade in der Szene in Episode 6 als er seine Enttäuschung über Sonozaki verbalisiert kam dies zur Geltung. Alles in Allem finde ich den Cast extrem stark, das Einzige was ich sehr hoffe ist, dass Hisomu noch eine ähnliche Mühe in eine gute Entwicklung beziehungsweise Charaktergeschichte bekommt. Mir gefällt Hisomu wirklich total, aber was das Vorankommen des Plots und die Entwicklung der Freundschaft angeht, hat er noch irgendwie die schwächste Rolle. Dies kann aber ja noch kommen, einige Episoden fehlen ja noch und offenbar wird sich in der Nächsten auf Tenga konzentriert.

  • Folge #08 + #09
    Die neunte Episode hat mich wieder extrem gerührt und auch wenn ich die Kritik verstehe, dass die „Liebe“ mancher Leute irgendwie aus dem Nichts kommt, möchte ich hier mal zwei Sachen anmerken: 1. Es ist kein wirklicher Romance-Anime, demnach ist der Fokus nicht so sehr gegeben 2. Nur, weil man in jemanden verknallt ist; und die Charaktere sind gerade in einem Alter wo so etwas schon mal passiert; muss man nicht unbedingt eine super starke Vergangenheit zueinander haben. Ich hab in jungen Jahren zumindest auch oft Herzklopfen gehabt, wenn jemand nur attraktiv war und etwas nett zu mir.


    Das als Vorwort: Ansonsten waren die Folgen wieder einmal sehr stark gemacht und gerade die aktuelle hat mich mindestens so gerührt wie die Episode sieben, dabei aber nicht versäumt auch nach und nach den Plot zusammenzuknüpfen. Zwar bleiben noch immer einige Folgen offen, aber ich liebe die Serie… ich glaube, es ist mein AOTS.

  • Komplettreview


    Obwohl ich Kiznaiver durchweg sehr genossen habe, ist es eigentlich eine Show, welche sich nicht durch sonderlich viel außer dem visuellen Stil abhebt und inhaltlich nicht allzu viel zu bieten hat. Mir hat es trotzdem gefallen, aber ich hatte höhere Erwartungen und trotz des Spaßes den ich während des Schauens empfunden habe, würde ich den Anime nicht durchweg empfehlen.


    Die Grundidee der Story ist eine nette Geschichte, jedoch wird das Gesamtbild wohl dadurch zerstört, dass die Problematiken außerhalb der Grundidee eigentlich vollkommen banal sind und ein älteres bzw. erwachseneres Publikum nur schwer ansprechen können. Natürlich fühlt es sich mit 15 Jahren vielleicht so an als würde die Welt untergehen, wenn man zum ersten Mal mit unerwiderter Liebe konfrontiert wird… aber das Drama, welches darum gestrickt wird, fühlt sich einfach extrem banal und pubertär an. Zwar hat es der Prämisse gedient, doch es wirkte einfach nicht authentisch genug. Hier hätte ich mir mutigere Schritte gewünscht, die sich auf ernstere Thematiken beziehen oder zumindest mehr Variation – aber im Endeffekt war es mir dann zu sehr fokussiert auf Liebes-Drama.


    Eigentlich sind die Charaktere sehr sympathisch, doch vor allem Chidori wird Opfer derselben Problematik wie die Serie an sich: Sie verrennt sich zu sehr in eine kindische Attitüde und es fühlt sich an als würde man hier einen Elefanten aus einer Fliege machen. Der Rest geht mit der ganzen Sache wenigstens noch vertretbar um, doch sie war mir wohl die unsympathischste. Auch Hisomu hat ein Problem: Obgleich ich ihn eigentlich von der Idee und dem Design her am meisten mag, schien seine Existenz etwas witzlos… er war zwar eine gute Stütze für Kacchon, aber für die Story an sich hat er nicht viel getan. Tenga hat mir am besten gefallen, doch auch der Rest des Casts hatte gute Grundzüge, es hatte aber mehr Episoden und eine bessere Story gebraucht um sich zum vollen Potenzial zu entfalten. Ins Herz geschlossen und mitgefühlt habe ich trotzdem, eben weil sie sehr zugänglich sind, aber man hätte so viel mehr daraus machen können.


    Audiovisuell will ich gar nicht so viel! Trigger hat hier wieder in einem sehr hohen Niveau abgeliefert und optisch, sowie musikalisch war es definitiv eine der stärksten und buntesten Serien, sowie das Design von äußerst hübsch, zu extrem abgedreht ging. Ein Augenschmaus war also vorprogrammiert und auch der OST war atmosphärisch und ansprechend. Besonders das Opening mochte ich.


    Warum hat mir die Serie so gefallen, obwohl ich so viele Makel erkenne? Ich denke, dass das größte Problem ist, dass man beim Studio Trigger einfach schon mehr erwartet hatte und wir am Ende eher eine Teenie-Drama-Serie haben, die zwar extrem tolle Ansätze hat, die auch durchaus zum Nachdenken anregen, aber durch die banalen Problematiken einfach etwas zu sehr wie Standardkost daherkommt. Die Charaktere sind einzigartige, die Präsentation weit über dem Durchschnitt… leider dreht die schwache Story dem Ganzen einen Strick. Man hat Spaß es sich anzuschauen, weil der Cast verrückt ist und alles toll und quietschbunt aussieht – aber vermutlich wird man sich nachhaltig nicht wirklich an diese Serie erinnern. Wer auf kurzlebigen Spaß Lust hat, der kann sicher reinschauen. Wer aber etwas sucht, was in seinem Genre heraussticht und für gute Story-Elemente im Gedächtnis bleibt, sollte bei diesem Titel passen.

  • Die größte Schwäche von Kiznaiver ist ihr eigenes Setting, welches zu Anfang noch sehr kreativ wirkt und für mich den Anime schon sehr besonders darstellen ließ. Mit der Zeit entwickeln sich die Charaktere passabel weiter und auch generell die Charakterisierung ist in mein Augen sehr gelungen und vor allem teils doch erfrischend, auch wenn gegen Ende die Ernüchertung folgt. Ich denke, wie Yuffie es teils schon angesprochen hat, ist das Problem eher die Zielgruppe. Für die Zielgruppe mag es annehmbar sein, doch für jeden älteren Zuschauer ist es zu banal. Mir schien die meisten Dramaturgen zu sehr auf Effekthascherei gesetzt zu sein. Die Qualität der Erzählung ist auch nicht immer konstant. In einer Folge schafft man es Hand in Hand mit der gelungenen Atmosphäre zu gehen und in der nächsten wirkt das Ganze komplett aus den Fugen geraten.


    Animationstechnisch wohl mit der beste Titel aus der Frühlingsseason und auch akustisch ziemlich weit oben. Das Design ist sehr eigen und einprägsam. Die Charaktere bleiben durch ihren Stil im Gedächtnis. Was ich bei den Charakter Cast noch anmerken möchte ist, dass dieser mir größten Teils viel menschlicher erschienen als manch anderer Cast aus anderen Serien. Das Opening ist mein Favorit aus der Season und das Ending gefiel mir auch sehr. Rundum eine doch sehr spaßige Serie mit markanten Schwächen, aber sehenswert.



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    - Spike Spiegel from Cowboy Bebop

  • Noch bevor Vol. 1 und 2 auf den deutschen Markt erscheinen, kann man sich den Anime kostenlos und legal auf den Streamingdienst von Watchbox ansehen. Hier hat man die Wahl zwischen Original mit Untertitel oder kann vorab sich die deutsche Synchronisation von peppermint anime anhören.
    Wer den Anime kaufen will, muss nicht mehr lange warten, denn die Disc mit den ersten sechs Folgen erscheint Ende März. Die Zweite folgt dann Ende Mai.



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